YT Decoy Akku "540Wh" (Reichweite, Probleme, Fragen)

Diskutiere YT Decoy Akku "540Wh" (Reichweite, Probleme, Fragen) im Shimano Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Ich habe keine Erfahrung mit dem shimano intube, aber das Bisschen was ich gelesen habe klang sehr ähnlich dem externen Akku. Ich gehe davon aus...
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Sasse

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Ich habe keine Erfahrung mit dem shimano intube, aber das Bisschen was ich gelesen habe klang sehr ähnlich dem externen Akku. Ich gehe davon aus, dass die gleiche Zellentechnik verwendet wurde.

Ich vermute und hoffe mal, dass der 700er äußerlich nicht vom 540er zu unterscheiden ist, aber mal sehen. Wenn ich den 540er mal wieder draußen habe kann ich n Bild machen. Oder jemand anders hier... Bin gerade nicht in der Nähe vom Bike. :)
 
ShitZoE

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Mega Ergebnis. Habe mein YT etwas schneller gemacht etwa 2-3 Km/h. Auf längeren Touren merkt man das enorm im Akkuverbrauch. Auf langen Touren macht es echt Sinn die Kiste sogar etwas früher in der Geschwindigkeit abschalten zu lassen.

Jeder fährt eine andere Trittfrequenz und daher wird es wohl zu früh oder zu spät abschalten mit der Unterstützung (auf der Ebene natürlich nur). Auch deine Eigenleistung wird bei jedem Fahrer weniger oder mehr sein und so natürlich in der Reichweite sich Bemerkbar machen. Wenn man sich mit diesen Faktoren befasst kann man sicher ein Optimum erzielen.
 
ShitZoE

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Der 700er soll laut YT in die bisherige Öffnung passen. Was mich noch interessiert ist ob man den eigentlichen Akku von der Blende trennen kann. Habe den Akku nur einmal ausgebaut und natürlich nicht nachgeschaut, wie dieser an der Blende montiert ist :rolleyes:
 
Burgi

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Auf langen Touren macht es echt Sinn die Kiste sogar etwas früher in der Geschwindigkeit abschalten zu lassen.
Das muss man ja nicht automatisieren,das kann man ja manuell ein und ausschalten wie man möchte.
 
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Sasse

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So, der nächste Akku wurde im Dienste der Wissenschaft platt gemacht. Heute war es aber besonders tough. Je näher man dem Gipfel kommt, desto steiler werden leider die Schotter-Wege. Steigungen von 20% waren keine Seltenheit und an einer Stelle mit 30% und mehr auf über 2000m musste ich dann (in Eco High) kapitulieren und 30 HM schieben (wurde natürlich in der Tabelle rausgerechnet).

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263454


Und heute habe ich tatsächlich die 2000 HM Marke geknackt. Es ist einfach so, je steiler der Anstieg, desto weiter hoch kommt man bevor der Akku leer ist. Leider ist das dann auch entsprechend anstrengender. ;-)

Mit 428,9 Wh Eigenanteil liege ich etwas über dem Wert von vorgestern (417 Wh), aber immer noch deutlich unter dem Wert aus der Heimat (488 Wh).
Ich bin gespannt was die Messung ergibt, wenn ich den nächsten Akku zuhause leer fahre.

An der Steckdose hat er dieses Mal übrigens 582 Wh getankt, ca. 10 Wh mehr als die ersten beiden Male.

Die "Linearität" sieht dieses Mal leicht anders aus, was aber mit Sicherheit dem wechselnden Wirkungsgrad des Motors/Akkus geschuldet ist, da der Betriebspunkt je nach Streckenabschitt natürlich stark geschwankt hat. Diese Ungenauigkeit lässt sich bei meiner Messmethode leider nicht vermeiden.

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beutelfuchs

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Es ist einfach so, je steiler der Anstieg, desto weiter hoch kommt man bevor der Akku leer ist. Leider ist das dann auch entsprechend anstrengender.
Oder anders ausgedrueckt: Je mehr man sich anstrengt, desto weiter kommt man. Ueberaschung! :)
 
andione

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Danke auch von mir @Sasse . Mich würde mal interessieren ob der Intube Shimano besser ist als der normale... wenn nicht ist das echt eine herbe Nuss für all die Hersteller die jetzt auf dieses System setzen. Dann hat YT tatsächlich einen Vorteil. Mal sehen wie das Bike mit dem 700er optisch dann ausschaut.

Wie lang ist eigentlich der 540er?
 

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andione

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Der 700er soll laut YT in die bisherige Öffnung passen. Was mich noch interessiert ist ob man den eigentlichen Akku von der Blende trennen kann. Habe den Akku nur einmal ausgebaut und natürlich nicht nachgeschaut, wie dieser an der Blende montiert ist :rolleyes:
Hab heute den Akku eh draußen gehabt. Blende ist mit zwei Schrauben gesichert die auch die Gummiabdeckung der Ladebuchse halten. Der Akku wird in eine Nut am Deckel eingeschoben.
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flying_squirrel

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Endlich jemand der Fakten vermittelt, Danke!
 
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Sasse

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Oder anders ausgedrueckt: Je mehr man sich anstrengt, desto weiter kommt man. Ueberaschung! :)
Nein, das ist nur eine indirekte Konsequenz. 😉
Bei gleicher Unterstützungsstufe kann man sich halt entscheiden ob man lieber mehr Strecke oder mehr Höhe machen will.
Wenn man sich für Strecke entscheidet ist die durchschnittliche eigene Leistung in Watt geringer, dafür ist man länger unterwegs, wenn man sich für die Höhe entscheidet ist es umgekehrt.

In beiden Fällen ist aber die eigene eingebrachte gesamtenergie identisch, abgesehen vom vermutlich unterschiedlichen Wirkungsgrad wegen verschiedenen Betriebspunkten des Motors.
 
ShitZoE

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Super die Fotos. Dürfen wir gespannt sein auf den großen Akku und ob dieser in einen Evoc Rucksack passt. Vom Hersteller des Steckers habe ich bis jetzt leider keine Antwort bekommen. Wollte mir einen Adapter bauen für Bosch und co. Hier in den Alpen gibt es auf den Hütten oft nur Solar-Strom und oder schon fertige Ladestationen ohne Steckdose
 
beutelfuchs

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Wenn man sich für Strecke entscheidet ist die durchschnittliche eigene Leistung in Watt geringer,
Das haengt doch nicht vom Streckenprofil ab sondern davon, wie sehr man sich entscheidet rein zu treten. W_gesamt = W_motor + W_fahrer, egal ob steil oder flach.
 
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Radix

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zur Zeit "antriebslos" mit Bio-MTB
Wie man es auch betrachtet, der Akku scheint eine gute und konstante Leistung abzugeben, unter verschiedenen Bedingungen.
Und damit wäre ja auch ein Gegenargument geklärt, das dem Shimano Antrieb ein Schwächeln in der Reichweite vorwirft - es liegt eben nur an der Qualität des Akku!
Korrigiert mich, wenn ich das falsch sehe.

Danke für die Tests.
 
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Sasse

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W_motor ist aber direkt abhängig von W_fahrer, bei Eco_High: W_motor = 0,6 * W_fahrer.
Also bleibt am Ende übrig: W_gesamt = 1,6 * W_fahrer.

Fazit: Solange man nicht oberhalb von 25 km/h tritt oder an das 30 Nm Limit vom Eco Modus kommt (was recht schwierig ist), bleibt die Gesamtenergie pro Akku relativ identisch (Wirkungsgradeffekte mal außer Acht gelassen) und man kann sich entscheiden ob man lieber hoch oder weit fährt...

Ansonsten kann man sich natürlich auch bei Fahrt auf flacher Strecke dafür entscheiden stärker zu treten und rutscht dann möglicherweise in einen Betriebspunkt mit anderem Wirkungsgrad, allerdings kommt man auf flacher Strecke relativ schnell an die 25 km/h Grenze, im Gegensatz dazu ist man bei steilen Anstiegen dazu gezwungen stark zu treten, weil man sonst den Berg einfach nicht hoch kommt. ;-)
 
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Sasse

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Hmmm, es gibt eine weitere Nuss zu knacken.
Zurück in der Heimat wollte ich eine weitere Messfahrt machen um meine Ergebnisse von vor dem Urlaub in den Alpen zu bestätigen.
Die Streckenwahl war identisch, Bedingungen fast (heute etwas kühler und stellenweise noch matschig)
Leider war genau das Gegenteil der Fall.

Hier die heutigen Ergebnisse:
264031


Und hier die Ergebnisse von meiner ersten Fahrt mit dem Decoy:
264032


Gegenüber der ersten Fahrt habe ich heute also in etwa 10% Verlust in Reichweite und Eigenenergie gemacht.
Um auszuschließen, dass die Wattmessung fehlerhaft war habe ich folgendes Diagramm erstellt.

264036


Die Linien markieren das Ende eines Akku-Balkens, Orange - Fahrt 1, schwarz - Fahrt 2.
Man sieht sehr deutlich, dass die über die Strecke akkumulierte selbst eingebrachte Energie bis auf wenige Prozent (unter 2%) identisch ist.
Ich glaube also nicht, dass die Wattmessung daneben lag noch dass der Fahrwiderstand insgesamt komplett unterschiedlich war.

Da ich inzwischen etwas fitter bin und auch die Schaltung nun richtig funktionierte, waren die Betriebspunkte leicht anders.
Ich weiß nicht wie ich es besser darstellen kann, aber ich versuche es mal mit einer Punktewolke, Leistung in Watt über Kadenz.
Bei der heutigen Fahrt habe ich tendenziell etwas schneller getreten, auf gleichem Leistungsniveau.

264038


In Zahlen für die beiden längsten Anstiege:

Fahrt 1Fahrt 2
Anstieg 1160 Watt / 85 rpm / 13,2 km/h / 17,96 Nm176 Watt / 92 rpm / 13,9 km/h / 18,25 Nm
Anstieg 2165 Watt / 84 rpm / 14 km/h / 18,74 Nm166 Watt / 89 rpm / 14,7 km/h / 17,79 Nm

Was bedeutet das:
- Der Motor scheint dem Akku für die gleiche Arbeit mittlerweile mehr Energie zu entnehmen.
- Die Ergebnisse der Eigenleistung der ersten beiden Balken decken sich mit den Messungen aus den Alpen. Das heißt, dass meine Theorie der unterschiedlichen Wirkungsgrade falsch war.
- Eine "Rekalibrierung" der Voll- und Leer-Zustände des Akkus kann nicht die Ursache sein, da bisher alle vollen Ladungen die gleiche Energie aus der Steckdose bezogen (+/- 5 Wh).
- Die Betriebspunkte waren leicht unterschiedlich, aber kann das so viel ausmachen? Würde mich schon wundern.

Warum also wird der Akku nun stärker beansprucht? Hat jemand eine Idee? Ich kann es mir nicht erklären. 🤷‍♂️ :unsure:

Nur eins fällt mir ein.
Die erste Fahrt fand bei 30 Grad und mehr statt, da das Bike in der Garage stand hatte auch der Akku in etwa diese Temperatur. Die Fahrt heute fand bei ca. 16 Grad statt, auch das Bike hatte diese Temperatur. Auch bei den Fahrten in den Alpen lagen die (Start) Temperaturen unter 20 Grad. Könnte es tatsächlich an der Akkutemperatur liegen? Oder ist das totaler Unsinn?
 
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Radix

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zur Zeit "antriebslos" mit Bio-MTB
Nur mal ein alternativer Gedanke neben der Akkutemperatur...
Ein kühlerer Motor hat einen geringeren elektrischen Widerstand und daher fließt dann mehr Strom. Dieses mehr an Leistung müsste aber auch zu einer schneller gefahrenen Strecke führen.

Wie schaut es denn aus wenn man die Zeit und nicht die Strecke in den Grafiken miteinander vergleicht?
Wenn ich es auf meinem Microbildschirm des Smartphones richtig sehe, bist du die zweite Tour schneller gefahren.
 
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Sasse

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Ja, ich war etwas schneller, was allerdings durch die bessere Fitness und damit höhere durchschnittliche Leistung begründbar ist.
Hätte der Motor tatsächlich im Verhältnis mehr geleistet als bei der ersten Fahrt, dann wäre der Verlauf der akkumulierten eigenen Energie flacher gewesen, da es ja nicht sein kann, dass die gesamte benötigte Energie (ich + Motor) für die gleiche Tour deutlich ansteigt. Die Eigenenergie ist aber über die gesamte Strecke bis auf 2% identisch.
Ich weiß nicht genau wie die Modulation im Motor funktioniert, aber könnte es nicht auch sein, dass der Strom höher ist und die Modulation auf die richtige abgegebene mechanische Leistung an anderer Stelle stattfindet?
Auch wenn die abgegebene Leistung dann gleich ist, würde der höhere Strom im Akku zu einer verringerten Kapazität führen.
Wobei ich auch hier bei einem Unterschied von 10-15 °C keinen Unterschied in der Kapazität von 10% erwarten würde...

Ich habe immer noch die Temperatur oder möglicherweise "Einfahreffekte" im Verdacht.
Mein Problem damit ist aber:
- Sowohl 15 °C als auch 30 °C ist jetzt eigentlich noch ein ziemlich unproblematischer Temperaturbereich für einen Akku.
- Man findet im Internet zwar Aussagen, dass die Kapazität mit fallender Temperatur sinkt, aber ich habe noch nirgendwo ein Diagramm gefunden anhand dessen man die ungefähre Größenordnung abschätzen könnte.
- Die "Einfahreffekte" des Akkus sollten eigentlich umgekehrt sein, bei den ersten Ladungen ist der Wirkungsgrad geringer, da es zunächst zu einer "Schichtbildung" auf den Elektroden kommt. Darüber hinaus weiß ich nicht, ob dieser Effekt nicht schon durch ist, bis der Akku das Werk verlässt.

Alles recht seltsam... da würde ich gerne mal jemanden interviewen können, der solche Systeme entwickelt.
 
joerghag

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YT, Nicolai, R+M
Deine Korrelation zwischen deiner geleisteten Arbeit und der vom Motor geleisteten Arbeit verstehe ich nicht. Wenn du mehr leistest, leistet auch der Motor mehr, da er dich ja im Verhältnis zu deiner Leistung unterstützt. Weiterhin fehlt für die Betrachtung die Geschwindigkeit, denn diese hat einen erheblichen Einfluß auf den Stromverbrauch...
 
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Sasse

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Der Motor packt in Eco High immer 60% drauf. Somit stimmt natürlich deine Aussage, wenn ich mehr leiste, macht der Motor auch mehr.
Theoretisch sollte sich aber nicht das Verhältnis von 60% ändern.
Relativ zu meiner Leistung sollte der Motor also immer gleich viel leisten. Auch akkumuliert über die gesamte Strecke sollte die geleistete Energie weitestgehend identisch sein, der gesamte Fahrwiderstand kann ja nicht auf einmal 10% unterschiedlich sein.
Eine andere Frage ist natürlich wie viel Energie er sich dafür aus dem Akku ziehen muss, da gebe ich dir Recht. Eine höhere Stromstärke verringert die Kapazität.

Ich kann heute Abend zuhause noch das Diagramm um den für den Stromverbrauch relevanten Einfluss ergänzen.
Aber welcher ist das, Frage an die E Techniker.
Was bestimmt die Stromstärke im Akku, Leistung oder Drehmoment?
 
Trektrialer

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Bei kaltem Akku
bricht die Spannung unter Last stärker ein.
Da P(Leistung) das Produkt aus UxI (SpannungxStrom) ist,
also weniger Watt bzw. weniger entnehmbare Wattstunden.
Bei definierter Last, zB. Glühbirne würde bei weniger Spannung
auch der Strom sinken.
Um die Unterstüztung des Motors in % aufrecht zu halten,
muß bei niedrigerer Spannung der Strom erhöht werden.
Logische Folge: Geringere Reichhöhe.
Ist sicher auch ein Grund,
warum der letzte Balken deutlich schneller schwindet.
Bei meiner Bio Boost Einstellung 20%20Nm
hält der noch unglaublich lang her.

Lieber Gruß
Trektrialer
 
Thema:

YT Decoy Akku "540Wh" (Reichweite, Probleme, Fragen)

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