Wo liegt das Problem?

Diskutiere Wo liegt das Problem? im Plauderecke Forum im Bereich Community; Ich fand Deine Ausführungen eher lustig, auch wenn es für viele eher traurig ist.
Reiner

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Wer ein Pedelec hat, auch wenn es ein sog. "Discounter-Pedelec" ist ("nur" 1000 EUR), IST NICHT ARM.
Ein unglaublich überheblicher Satz! Er blendet außerdem völlig aus das es Menschen gibt die auf ein Pedelec angewiesen sind.
 
Kraeuterbutter

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Das ist Klasse!
Ein kleiner Selbstständiger kann kaum die Beiträge bezahlen. Und wenn er krank wird und flach liegt, fallen nicht nur die Einnahmen weg und die Beiträge laufen weiter
ok... wir haben auf der Welt irgendwas um 195 Staaten...

jetzt nenn mir einige Staaten (vergleichbar groß wie DEutschland, also kein "Monacco" - wo es den Leuten soviel besser geht als eben in Deutschland...

beim Ranking der reichsten Länder (Kaufkraft der Einwohner) der Welt liegt Deutschland auf Platz 21 (von 195 Ländern)
Österreich auf Platz 16 (von 195 Ländern)

klar, es gibt die Schere zw. Arm und reich - die ist in anderen Ländern aber meist größer!

ich glaub die Aussage kann man schon stehen lassen, dass es dem Großteil der Menschen auf der Welt finanziell/Bildung/Sozialsystem/Pension NICHT so gut geht wie uns deutschsprachigen (D/Ö/Schweiz)
 
DrZaphod

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Wenn Menschen von 40 Stunden Arbeit nicht leben können, oder die die anderen helfen, oft mit Löhnen am Existenzminimum abgespeist werden, während andere die virtuelle Zahlenkolonnen mit Hilfe von Computeralgorithmen von A nach B verschieben sich dumm und dappig „verdienen“ läuft Einiges grundsätzlich schief in unserer Gesellschaft. Wenn die Länge eines Glafaserkabels zur US Börse darüber entscheidet, ob ich einen Trade wenige Millisekunden vor einem anderen abschließen kann, dann ...auch.

Sowohl in unserem Land als auch in sogenannten Dritte Welt Ländern gibt es vertikale Strukturen mit sehr reichen und sehr armen Menschen. Und die Schere nimmt dramatisch zu, auch bei uns!

Ein wesentlicher Unterschied ist, dass es in unserem Land den Leuten selbst am unteren Rand der Gesellschaft meist noch besser geht, als denen in vielen anderen Ländern. Hier gibt es keine Kindersklaverei in Coltan-Erzminen wie im Kongo, um Rohstoffe für Produkte vor allem auch für die erste Welt zu gewinnen (auch für Pedelecs). Das ist gut – dennoch aber auch unser Problem, denn unsere Probleme enden eben nicht an Ländergrenzen.

Wenn jemand dann irgendwo Missstände gleich welcher Art anprangert, finde ich es ziemlich daneben, demjenigen vorzuhalten, das es woanders schlimmer sei. Das stimmt zweifelsohne, aber das heißt doch nicht, dass sich alle bequem zurück lehnen können. Uns geht’s doch gut, kein Handlungsbedarf, ist genauso eindimensional (oder sollte man besser einfältig sagen?), wie die überwiegend überdurchschnittlich guten Zustände in unserem Land der Apokalypse gleich zu setzen.

Ich werfe ja auch keinem Tierschützer vor, dass Menschenrechte möglicherweise „wichtiger“ sind.

Ist die ehrenamtliche Tätigkeit in einer Tafel in Deutschland weniger ehrenwert, als Flüchtlinge aus dem Mittelmeer zu retten? Klar, es gibt Menschen die größere Risiken und Entbehrungen auf sich nehmen um anderen zu helfen als andere. Unserer Geschichte ist voll davon. Es braucht jedoch möglichst viele Menschen, die sich in möglichst vielen unterschiedlichen Bereichen und Ländern für Verbesserungen (was eine Verbesserung ist, dazu mag man wiederum unterschiedliche Meinungen haben) einsetzen und nicht nach der Maxime leben: „Wenn jeder für sich selber sorgt, ist für alle gesorgt“. Und jeder hat meinen Respekt, der dies tut. Ich werde demjenigen nicht vorhalten, dass andere evtl. mehr tun. Da ist die Kritik bei denen deutlich besser aufgehoben, die nichts tun.
 
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Eloya

Eloya

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Puh, Thomas, das ist natürlich schwere Kost der Thread :)

Die gleichen Gedanken kamen mir aber auch in einigen Ländern - ich war beruflich und privat schon sehr viel unterwegs, und hatte und habe das Privileg, dadurch sehr viel kennenlernen zu dürfen.

Verglichen mit vielen anderen Ländern auf der Welt haben wir es in good old Germany sehr sehr gut, das ist richtig.
Das jedoch einem Langzeitarbeitslosen, Obdachlosen oder anderweitig am sozialen Leben ausgeschlossenen oder gehinderten Menschen zu sagen, wäre aber eher nicht so mitfühlend, denn es gibt ja auch eine empfundene Armut. Und die fühlt sich für den oder die Betroffenen genauso schlimm an wie eine reale Armut.

Neben dem direkten Vergleich ‚Land A zu Land B‘ spielt ja auch das sozial-ökonömische Umfeld eine sehr große Rolle bei der sozialen Teilhabe und ob ein Mensch arm ist oder sich als arm empfindet. Wenn man sich den Kinobesuch nicht leisten kann, in das alle anderen Kids gehen oder niemals in den Urlaub fahren kann, während alle anderen um einen herum Kreuzfahrten, Campings mit Wohnwagen usw. machen, dann sind die meisten Menschen sicherlich nicht glücklich.

Ich denke, wenn wir alle etwas mehr dem Pfadfindermotto frönen würden (Jeden Tag eine gute Tat) dann würde unser direktes Umfeld sich immer verbessern.

LG,

Nico
 
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BernyS

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Ich werfe ja auch keinem Tierschützer vor, dass Menschenrechte möglicherweise „wichtiger“ sind.
Das wäre aber hie und da durchaus sinnvoll 🤣🤣🤣
 
DrZaphod

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Das wäre aber hie und da durchaus sinnvoll 🤣🤣
Stimmt schon, du wirst jedoch in jedem Bereich Leute finden, die das was sie tun für wichtiger als alles andere halten. Ist sicher auch menschlich. Das muss man dann wohl aushalten. Wir können die Dinge ja nicht nacheinander abarbeiten, nach dem Motto, kümmern wir uns erst um Menschen, dann um Tiere und Natur usw.. Wer definiert, wann ein "Thema" erfolgreich abgeschlossen ist? Es muss gleichzeitig geschehen und dazu braucht es auch die Leute, die sich in dem jeweiligen Bereich gut auskennen.
 
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BernyS

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Ja, wenn man den Überblick nicht verliert.
Aber bei Extremismus passiert das dann immer wieder.

Ein einfacher Tierschützer wird den Tierschutz auch wahrhaben, diesen aber nicht über die Menschenrechte stellen.
 
DrZaphod

DrZaphod

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Im Prinzip sind wir da wohl einer Meinung. Eine Hierarchisierung ist schon per se bedenklich und schwer vorzunehmen. Natürlich ist eine Akuthilfe in einem Land mit einer Hungersnot erstmal viel wichtiger als der zu kleine Lebensraum einer Legehenne.
Man muss wohl situationsbedingte Schwerpunkte setzen, was wiederum auch problematisch ist, da es dazu auch unterschiedliche Meinungen geben kann, da es ja auch oft um Langzeitfolgen geht, deren Szenarien unterschiedlich beurteilt werden.
Am Ende bleibt es meines Erachtens dabei, dass man an möglichst vielen Fronten gleichzeitig etwas tun soll.
 
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Rollerfahrer

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Arbeitslosigkeit ist gering wie nie.
Dann brauchen sich die Leute in der Autoindustrie ja keine Sorgen machen,
nach dem Wegfall ihrer Jobs gleich was neues gut bezahltes zu bekommen.
:LOL:
Ich habe es im Handel miterlebt wie langjährige Mitarbeiter mit kriminellen Mitteln beseitigt wurden und durch billige Zeitarbeitskräfte ersetzt wurden.
Die waren alle sehr zuversichtlich sofort was vergleichbares am Arbeitsmarkt zu finden.
Das zu vergleichen mit Krisengebieten ist zynisch, weil die Lebenskosten hier ja auch etwas höher sind als in einer Wellblech Hütte in Afrika.
Und wenn einer meint durch reisen den Überblick zu haben, dann gehört er ja schon mal nicht zu den ärmsten hierzulande. Und kann problemlos predigen wie gut es "uns" geht.

Danke für alle Likes, es tut gut zu sehen das man nicht der einzigste ist, der noch eine eigene Meinung jenseits des diktierten Mainstreams hat.
 
R

Rollerfahrer

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Das war hauptsächlich auf die Fotos aus Krisengebieten bezogen und den Leuten die meinten nur "sie" haben das Elend im Ausland gesehen. Und "uns" geht es gut.
 
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cephalotus

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Dann brauchen sich die Leute in der Autoindustrie ja keine Sorgen machen,
nach dem Wegfall ihrer Jobs gleich was neues gut bezahltes zu bekommen.
.
Je besser der Verdienst umso schwieriger natürlich einen neuen Job mit gleicher Vergütung zu bekommen bzw. umso größer die Fallhöhe.

Soll ich jetzt den Ingenieur bei Daimler in BW bemitleiden, der aktuell mit 120.000 Euro Brutto nach Hause geht?

Ein Problem entseht doch erst durch die Lifestyle Inflation, wenn eben dieser Ingeniuer heute den Kredit für ein 1 Millionen Euro Haus abbezahlt und für die zwei schicken 100.000€ PKW vor der Garage und was man sich in diesen Kreisen dann halt so leistet....

Würde er ein Leben führen wie mit einem 80.000Euro Gehalt dürfte der Jobverlust weitaus weniger dramatisch sein.

Das hat man in diesen Fällen aber nun wirklich selber in der hand, wie man sein leben gestaltet und da ist niemand anderes daran schuld.

Sorgen der Mittelschicht: Lust am Jammern

MfG
 
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Kraeuterbutter

Kraeuterbutter

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Wenn Menschen von 40 Stunden Arbeit nicht leben können, oder die die anderen helfen, oft mit Löhnen am Existenzminimum abgespeist werden, während andere die virtuelle Zahlenkolonnen mit Hilfe von Computeralgorithmen von A nach B verschieben sich dumm und dappig „verdienen“ läuft Einiges grundsätzlich schief in unserer Gesellschaft. Wenn die Länge eines Glafaserkabels zur US Börse darüber entscheidet, ob ich einen Trade wenige Millisekunden vor einem anderen abschließen kann, dann ...auch.

Sowohl in unserem Land als auch in sogenannten Dritte Welt Ländern gibt es vertikale Strukturen mit sehr reichen und sehr armen Menschen. Und die Schere nimmt dramatisch zu, auch bei uns!

Ein wesentlicher Unterschied ist, dass es in unserem Land den Leuten selbst am unteren Rand der Gesellschaft meist noch besser geht, als denen in vielen anderen Ländern. Hier gibt es keine Kindersklaverei in Coltan-Erzminen wie im Kongo, um Rohstoffe für Produkte vor allem auch für die erste Welt zu gewinnen (auch für Pedelecs). Das ist gut – dennoch aber auch unser Problem, denn unsere Probleme enden eben nicht an Ländergrenzen.

Wenn jemand dann irgendwo Missstände gleich welcher Art anprangert, finde ich es ziemlich daneben, demjenigen vorzuhalten, das es woanders schlimmer sei. Das stimmt zweifelsohne, aber das heißt doch nicht, dass sich alle bequem zurück lehnen können. Uns geht’s doch gut, kein Handlungsbedarf, ist genauso eindimensional (oder sollte man besser einfältig sagen?), wie die überwiegend überdurchschnittlich guten Zustände in unserem Land der Apokalypse gleich zu setzen.

Ich werfe ja auch keinem Tierschützer vor, dass Menschenrechte möglicherweise „wichtiger“ sind.

Ist die ehrenamtliche Tätigkeit in einer Tafel in Deutschland weniger ehrenwert, als Flüchtlinge aus dem Mittelmeer zu retten? Klar, es gibt Menschen die größere Risiken und Entbehrungen auf sich nehmen um anderen zu helfen als andere. Unserer Geschichte ist voll davon. Es braucht jedoch möglichst viele Menschen, die sich in möglichst vielen unterschiedlichen Bereichen und Ländern für Verbesserungen (was eine Verbesserung ist, dazu mag man wiederum unterschiedliche Meinungen haben) einsetzen und nicht nach der Maxime leben: „Wenn jeder für sich selber sorgt, ist für alle gesorgt“. Und jeder hat meinen Respekt, der dies tut. Ich werde demjenigen nicht vorhalten, dass andere evtl. mehr tun. Da ist die Kritik bei denen deutlich besser aufgehoben, die nichts tun.
ich glaub nicht dass hier jemand sagt, ehrenamtliche Tätigkeit in einer Tafel in D wäre nix wert, weil in Afrika verhungern Kinder,
oder dass ein langzeitarbeitloser bei uns keine Probleme hätte...

ich finde das man aber oft zulesen bekommt von Leuten in Foren, das bei uns nicht da oder dort gespart werden kann, dies oder jenes gemacht werden kann, weil wir ja so arm sind
UND DANN sag ich: bitte schau mal zum Rest der Welt..

wenn wir als einer der reichsten Staaten der Welt uns dies und das nicht leisten können,
wo 30% der Neuzulassungen SUVs sind, und 60 Millionen Autos zugelassen sind, fast soviele wie es Menschen gibt im Land -
wie soll es dann in anderen Ländern gehen...

hundertfach liest man das Argument dass in Afrika die Geburtenzahlen so hoch sind, und was für ein Problem... aber das sind immer noch Länder wo pro Kopf ein Bruchteil der Resourcen verbraucht werden wie bei uns

bei uns braucht jeder täglich viele kwh an Strom..
aber in Afrika sollen die gefälligst mit dem Solarofen kochen, damit nicht dort auch noch die schöne Natur mit Staudämmen verbaut und die Luft mit Kraftwerken versaut wird...
am besten is, wir verkaufen den Solaröfen, um ihnen zu zeigen wie man resourcenschonend kochen kann....
 
R

Rollerfahrer

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Soll ich jetzt den Ingenieur bei Daimler in BW bemitleiden, der aktuell mit 120.000 Euro Brutto nach Hause geht?
Blödsinn, der lebt auch weiter, wenn er gut gespart hat und gar nix mehr verdient. Wenn er schlau ist, hat er nicht alles verjubelt und hat noch Mieteinnahmen, Aktien und so weiter...

Arm ist der dran, wer einen Leiharbeiter Vertrag hatte, und dann nix mehr hat.

PS.:
Waren es eigentlich die Ingenieure oder die Leiharbeiter die die Schummel Software ausgebrütet haben?
Wer wird da mehr geschätzt, von der Gesellschaft?
Die Menschheit ist krank!!!
 
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DrZaphod

DrZaphod

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ich glaub nicht dass hier jemand sagt, ehrenamtliche Tätigkeit in einer Tafel in D wäre nix wert, weil in Afrika verhungern Kinder,
oder dass ein langzeitarbeitloser bei uns keine Probleme hätte...
Das hoffe ich auch nicht.
Ich wollte damit lediglich deutlich machen, dass nicht jeder der kritisiert (und hoffentlich sogar etwas tut) zwansgläufig ein miesepetriger deutscher Defätist ist, der die zweiffellos vorhandenen Errungenschaften unserer Gesellschaft nicht zu schätzen weiss und in seiner Komfortzone dennoch an allem rumkrittelt. Auch wenn es die leider gibt.

Es tut gut, ein wenig Demut zu haben, dass die meisten von uns z.B. nie die unmittelbare Erfahrung eines Krieges machen mussten und vieles andere mehr.
Die Augen vor den Problemen in unserer Gesellschaft zu verschliessen wäre m.E. aber genauso falsch.
 
Reiner

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Wenn Du die Sätze für das Existenzminimum anheben möchtest musst Du aber auch erzählen, wieviele Milliarden das im Jahr mehr kostet und woher eben diese Milliarden kommen sollen.
Ich muss gar nichts erzählen, ich hab nur Fakten gebracht. Und Fakt ist das der Staat beim Regelsatz trickst und stattdessen lieber teure E-Autos und Hauskauf fördert als armen Menschen ihr bescheidenes Leben etwas zu erleichtern. Über 25 Jahre gibt es Tafeln in Deutschland, das sie notwendig sind ist eine Schande für unser reiches Land. Das Containern immer noch ein Straftatbestand ist finde ich unglaublich, und wie schnell der Vorstoß von Hamburg das zu ändern abgewürgt wurde zeigt die soziale Kälte.
Das alleine ein Sozialticket für den ÖPNV mehr kostet als im Regelsatz der gesamte Verkehrsanteil beträgt, oder das der Stromanteil im Regelsatz viel zu gering ist und überhaupt nicht regionale Preisunterschiede berücksichtigt wird, usw. usf.

Und mal etwas Lesestoff: https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Schwerpunkte/Armutsbericht/doc/2018_armutsbericht.pdf
 
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cephalotus

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Blödsinn, der lebt auch weiter, wenn er gut gespart hat und gar nix mehr verdient. Wenn er schlau ist, hat er nicht alles verjubelt und hat noch Mieteinnahmen, Aktien und so weiter...

Arm ist der dran, wer einen Leiharbeiter Vertrag hatte, und dann nix mehr hat.

PS.:
Waren es eigentlich die Ingenieure oder die Leiharbeiter die die Schummel Software ausgebrütet haben?
Wer wird da mehr geschätzt, von der Gesellschaft?
Die Menschheit ist krank!!!
Du würdest Dich wundern wieviele Leute trotz gutem Gehalt grad so über die Runden kommen. Man passt halt den Lebensstil an und dazu gehören dann halt der Skiurlaub in der Schweiz, die zwei Fernreisen, die luxuriösen Autos, das teure Haus, das Pferd und Klavier für die Tochter, der Sportwagen und Tennisunterricht für den Sohn, vielleicht noch die Privatuni und schwupps sind 7000 Euro im Monat weg.

Die Leute sind trotzdem nicht arm dran.
 
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cephalotus

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... Über 25 Jahre gibt es Tafeln in Deutschland, das sie notwendig sind ist eine Schande für unser reiches Land.
Wäre es Dir lieber man würde das Zeug wegwerfen?

Findest Du 2nd Hand Läden und gebrauchte Fahrräder zu verkaufen auch eine Schande?

Das alleine ein Sozialticket für den ÖPNV mehr kostet als im Regelsatz der gesamte Verkehrsanteil beträgt, oder das der Stromanteil im Regelsatz viel zu gering ist und überhaupt nicht regionale Preisunterschiede berücksichtigt wird, usw. usf.
Diese Argumente beleuchten immer nur eine Seite. Wenn man der Ansicht ist, dass man das Existenzminium, also ALG II, Grundsicherung, baFÖG usw... erhöhen muss kann man das gerne tun. Ich bin da für eine Diskussion durchaus offen. Ich erwarte dann aber auch einen Folgesatz, der sich darum dreht, wieviele Milliarden der Vorschlag im Jahr mehr kostet und wer genau diese Milliarden dann bezahlen soll.

Einfach nur Fordern kann jeder: Reichtum für alle!

Zum Armutsbericht. Wie üblich ist Armut so definiert:

"...In bewusster Abkehr von einem sogenannten abso-luten Armutsbegriff, der Armut an existenziellen Not-lagen wie Obdachlosigkeit oder Nahrungsmangel festmacht, ist der Armutsbegriff der EU ein relativer. Arm sind danach alle, die über so geringe Mittel ver-fügen, „dass sie von der Lebensweise ausgeschlossen sind, die in dem Mitgliedstaat, in dem sie leben, als Minimum annehmbar ist“, wie es im entsprechenden Kommissionsbericht heißt.14 Dies sei in aller Regel der Fall, wenn man weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens einer Gesellschaft hat. .."

Nach der Definition ist z.B. der typische Student arm. Dass als Student keine Teilnahme am sozialen Leben möglich ist ist Unfug. Man kann aber nicht alles machen, sondern halt nur im Rahmen der Möglichkeiten. Das gilt aber auch für mich. Ich bin weder Mitglied im Golfclub noch besitze ich eine Yacht.

Mit dieser Definition wird es in einer Marktwirtschaft immer arme geben.

Ich denke man sollte Armut anders definieren als über einen so simplen "60% vom Median" Indikator.

Ich würde sagen, eine ertrgliche Wohnung, Krankenversciherung, die Möglichkeit, sich gesund zu ernähren sowie die Möglichkeit, Zugang zu Information und Bildung sowie die grundsätzliche Möglichkeit mit seinem Einkommen ein glückliches Leben führen zu können führen dazu, dass man nicht arm ist.

MfG
 
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Wo liegt das Problem?

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