Wie viel Kapazität könnt ihr eurem Akku entnehmen?

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Teelöffel

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Hallo,

ich kann es drehen und wenden wie ich will, mehr als 260Wh kann ich meinem neuen 500Wh LiIon-Akku (13s4p) nicht entnehmen. Wobei ich nur bis 53V lade (=4,08V/Zelle gemessen 10 min. nach Ladeende) und das Entladen beende, wenn ich unter Last (11A) 44V auf dem Display sehe. Das sind dann ohne Last 46,4V (=3,57V/Zelle). Tabellen zu den 18650 Zellen kann man entnehmen, dass die Zelle bei 3,6V Leerlaufspannung leer ist. Das Display zeigt dabei noch 1 von 5 Balken, ebenso der Akku. Die Wh-Messung ist ziemlich genau, denn beim Laden passen nur geringfügig mehr Wh in den Akku.

Wie viel Kapazität steht bei euren Akkus drauf und wie viel Kapazität ist nutzbar?
Nutzbar heißt, dass man nicht randvoll läd und nicht saugt, bis das BMS den Akkus abschaltet.

Gustav
 
hg6996

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Hast Du denn mit der Messung der Kapazität Deines neuen Akkus gewartet, bis der ein paar Ladezyklen drauf hat?
Ein brandneuer Lithium-Ionen-Akku benötigt ein paar Zyklen, bis er volle Kapazität hat.
 
jm1374

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Tabellen zu den 18650 Zellen kann man entnehmen, dass die Zelle bei 3,6V Leerlaufspannung leer ist.
Welche LiIon Zelle ist denn bei 3,6V leer? Die Panasonic NCR18650B und PF, die ich nutze, haben dann erst gut die halbe Kapazität abgegeben. Das würde dann auch mit deinen Erfahrungen passen. Bis 3V sollte man schon runter gehen um die volle Kapazität der Zelle zu bekommen.
Ich konnte am Anfang die Kapazität nutzen, die auf dem Akku angegeben ist.
 
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flachlandbiker

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Wenn man bei Markenzellen die Angaben aus dem Datenblatt nachvollzieht, haben die die genannte Kazazität. Das heißt in der Regel Laden bis 4,2V und Entladen unter Last bis 2,5V (teilweise sogar tiefer). Die hohen Kapazitätswerte werden bei geringen Entladeströmen erreicht.
Die moderneren Zellen (höhere Kapazität) holen den Zuwachs vor allem im niedrigen Spannungsbereich.
Was für Zellen sind in Deinem Akku?
Deine Angaben sind auch zu unpräzise. Was ist nicht randvoll? Bei Dir 4,08V, bei mir z.B. 4,15V. Wenn Du die Kapazität mehr ausnutzen willst, must Du halt voll Laden und bis zur Abschaltung durch den Controller Entladen. In der Regel bist Du dann immer noch ein Stück über der Spannung, die im Datenblatt für den cut off verwendet wird.
Unter gleichen Bedingungen kommt bei anderen Nutzern auch nicht mehr heraus als bei Dir.
 
RUBLIH

RUBLIH

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Ich kann aus meinen Akkus gar keine Kapazität entnehmen. Die haben bestimmt eine, aber die steckt im Akku und kann nicht entnommen werden.

Bzw. reiße ich Zellen aus dem Akku heraus, entnehme ich Kapazität. Das vermag ich nicht als Anwendungsfall erkennen, aber damit kann zB bei einem Akku mit 100Zellen dessen Kapazität in 1% Schritten entnommen werden.
 
onemintyulep

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ich kann es drehen und wenden wie ich will, mehr als 260Wh kann ich meinem neuen 500Wh LiIon-Akku (13s4p) nicht entnehmen. Wobei ich nur bis 53V lade (=4,08V/Zelle gemessen 10 min. nach Ladeende) und das Entladen beende, wenn ich unter Last (11A) 44V auf dem Display sehe. Das sind dann ohne Last 46,4V (=3,57V/Zelle).
Wie schon gesagt wurde sind die Zellen mit 3.6V keineswegs leer, und die angegebene Akkukapazität bezieht sich auf 4.2V-2.5V bei geringer Stromentnahme (die Angabe ist also tatsächlich sowas wie der NEFZ der Akkus). Insofern ist die Fragestellung nicht unberechtigt.
Aber hier hatte ich neulich die Restkapazität anhand der Spannung unter geringer Last abgebildet.
 
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schmadde

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Tabellen zu den 18650 Zellen kann man entnehmen, dass die Zelle bei 3,6V Leerlaufspannung leer ist.
Was sollen das für Tabellen sein? Ich seh das wie die anderen: Bei 3,6V Leerlaufspannung ist der Akku noch gut halb voll. Entladen bis 3V ist normal, darunter kommt meist nicht mehr viel. Wenn man die ganze Energie entnehmen will, muss man aber schon recht tief runtergehen.
 
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Teelöffel

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Was für Zellen sind in Deinem Akku?
Das ist das große Problem. In einem Land, wo man kein Recht auf Reparatur hat, hat man erst recht kein Recht zu erfahren, welche Zellen in einem Akku verbaut werden. Selbst wenn auf dem Akku AEG drauf steht.

Wie schon gesagt wurde sind die Zellen mit 3.6V keineswegs leer...
Selbst wenn, dann wird bei 1 von 5 Balken nicht mehr viel kommen.
1 Balken und der Akku hat noch 50% passt irgendwie nicht recht zusammen.

Was sollen das für Tabellen sein?
https://www.messerforum.net/attachment.php?attachmentid=68152&d=1239516702

Es finden sich auch Diagramme, wo die Kennlinie bei kleinem Strom durchweg unter 3,6V steil abwärts geht. Da kommt nicht mehr viel, man schädigt nur seinen Akku.

https://www.mikrocontroller.net/attachment/319246/Entladediagramm_LiIo-Akkus2.png
 
jm1374

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Wenn du Informationen über LiIon Zellen haben möchtest, ist Dampfakku die richtige Adresse. Im Link ist die Entladekurve der Panasonic NCR18650PF. Bei 3,6V fällt da gar nichts steil ab.
Egal was in deinem Akku drin ist, wenn bei 3,6V nur noch einer von 5 Balken leuchtet, ist entweder die Anzeige schlecht kalibriert oder dje Zellen schon verschlissen. Hast du den Akku schon mal leer gefahren? Also wirklich so lange bis die Unterstützung ausfällt? Vielleicht spinnt nur die Anzeige.

Vergiss den Schrott der im Taschenlampenforum verbreitet wird.
 
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Teelöffel

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Egal was in deinem Akku drin ist, wenn bei 3,6V nur noch einer von 5 Balken leuchtet, ist entweder die Anzeige schlecht kalibriert oder dje Zellen schon verschlissen.
Mag sein, dass die Zellen schon verschlissen sind, weil das Bike jahrelang mit randvoll geladenem Akku in irgendeinem Lager stand. Das Herstellungsdatum des Akkus erfährt man ja ebenfalls nicht.

Hast du den Akku schon mal leer gefahren?
Nö, sowas machte ich mal bei einem teuren Notebook. Danach stand auf dem Bilschirm zu lesen: Ihr Akku ist defekt, kaufen Sie einen Neuen. Das war eine krasse Nummer, zumal der Akku vorher noch 80% hatte.

Vergiss den Schrott der im Taschenlampenforum verbreitet wird.
OK, die Infos scheinen offensichtlich nicht mehr ganz aktuell zu sein.
 
trifi70

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Poste doch mal ein Foto des Typenschilds des "AEG" Akkus. Möglicherweise sind Zelltyp und Herstellungsdatum ja doch abzuleiten.

Mein 10s6p Panasonic PF nimmt nach dem Leerfahren etwa 0,5 kWh auf. Gemessen an der Steckdose. Wirkungsgrad des Ladegeräts ist also noch zu berücksichtigen. Zudem geht bei der Entladung etwas Energie als Wärme verloren. Diese Verluste mit 20% angenommen werden also 400 Wh entnommen. In Theorie sollte der Akku ca. 650 Wh speichern können, jedoch ist die Ladeschlusspannung von ca. 4.15V und Entladeschlusspannung > 3V zu berücksichtigen, wodurch der Akku natürlich in seiner theoretischen Kapazität beschnitten wird.
 
jm1374

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Nö, sowas machte ich mal bei einem teuren Notebook. Danach stand auf dem Bilschirm zu lesen: Ihr Akku ist defekt, kaufen Sie einen Neuen. Das war eine krasse Nummer, zumal der Akku vorher noch 80% hatte.
Klingt so als möchtest du gar keine Hilfe sondern dich nur auskotzen. Ein Akku geht nicht kaputt, nur weil er komplett entladen wird. Selbst dein Notebookakku hast du mit dem Benutzen bis zum leeren Akku nicht zerstört.

Mag sein, dass die Zellen schon verschlissen sind, weil das Bike jahrelang mit randvoll geladenem Akku in irgendeinem Lager stand. Das Herstellungsdatum des Akkus erfährt man ja ebenfalls nicht.
Kein Händler und/oder Hersteller lagert jahrelang randvolle Akkus. Das Herstellungsdatum findet man meistens auf dem Typenschild des Akkus. Mit einem Foto davon kann dir sicherlich geholfen werden.

Aber willst du überhaupt Hilfe?
 
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Stift

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die Angabe ist also tatsächlich sowas wie der NEFZ der Akkus
Davon kann man ausgehen. Auch hier werden alle Register gezogen, um die Zellen mit einer möglichst hohen Kapazität bewerben zu können.

Diese Verluste mit 20% angenommen werden also 400 Wh entnommen. In Theorie sollte der Akku ca. 650 Wh speichern können, jedoch ist die Ladeschlusspannung von ca. 4.15V und Entladeschlusspannung > 3V zu berücksichtigen, wodurch der Akku natürlich in seiner theoretischen Kapazität beschnitten wird.
Die Dampfer haben die 2900er PF-Zelle mit 2615 mAh vermessen, 4,2/3,0V bei 2A. Diese Messung habe ich hier mit einer neuen PF-Zelle wiederholt. Allerdings nur bis 4,1V geladen, sonst gleich. Ich konnte 2436 mAh entnehmen. Das sind schon mal knapp 20%, die man abziehen kann.

@TO: 11 Ampere sind schon eine Ansage, ich meine aber, dass du gefahrlos runter bis 42V nudeln kannst. Sehr viel mehr wie 300 Wh wird der 500er Akku aber nicht hergeben, außer du willst den Akku schnell ruinieren.
 
goofy1968

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Ich bin aus der Fraktion :Akku voll vor dem Fahren , gefahren wird bis noch ~ 10% drin sind ,manchmal auch bis leer.
Lagern nur teil entladen bei ~ 50%.
Bin aber auch der nur Fun Fahrer der auch ohne Akku noch voran kommt.


Ob ich damit das Optimum an Ah in dem Akku Leben nutze ist mir relativ egal.
Ich nutze das Optimum an Nutzen für mein aktuellen Fun.
Das ,das den Akku mehr belastet und in mehr altern lässt ist mir Latte.
Er ist und bleibt ein Verschleißteil.
 
christiank

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wo die Kennlinie bei kleinem Strom durchweg unter 3,6V steil abwärts geht. Da kommt nicht mehr viel, man schädigt nur seinen Akku.
Das kommt auf die Zellen an.
Die 35E haben >3,6V noch jede Menge Energie zur Verfügung.
So viel das eine Abschaltung über 3V keinen Sinn macht sonst kann man gleich die viel billigeren 29E nehmen.
 
Rutzki73

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Das ist das große Problem. In einem Land, wo man kein Recht auf Reparatur hat, hat man erst recht kein Recht zu erfahren, welche Zellen in einem Akku verbaut werden. Selbst wenn auf dem Akku AEG drauf steht.
zunächst ist AEG seit Jahren kein Hersteller mehr, sondern lediglich eine von mehreren Marken von Elektrolux.
Hier, vermute ich, wird es auf der Marketingebene, das Vertrauen von Kunden durch den starken Markenname von AEG zu erhöhen.
In der Praxis läuft es aber ungefähr wie folgt. Ein Kunde beauftragt eine Firma (oder mehrere in China), ein komplettes Produkt herzustellen. Es wird ein Produktbuch herstellt und von jetzt an, liegt viele in den Händen der sog. Sub-Unternehmen.
Wenn ein Akku 36V mit 500Wh produziert werden sollte, gibt es dafür eine ziemlich große Möglichkeit es zu tun...das hängt immer davon ab, wie viel Geld der Kunde für den Akku als Teil des Systems bezahlen mag.
Sehr oft gibt es keine andere Möglichkeit, als China Akkuzellen zu verwenden, um die Preisziele des Kunden zu erreichen...Oft wissen die Hersteller nicht einmal, was bei ihnen am Ende verbaut wurde.
 
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schmadde

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Selbst wenn, dann wird bei 1 von 5 Balken nicht mehr viel kommen.
1 Balken und der Akku hat noch 50% passt irgendwie nicht recht zusammen.
Die Balkenanzeige der meisten Antriebe ist nahezu wertlos. Ein Balken = halb voll habe ich schon häufiger gesehen. Mein Bosch-Antrieb machts andersrum: der zeigt bei halb leerem Akku noch 4 von 5 Balken an - im Neuzustand wohlgemerkt...

Die Tabelle ist wohl der Phantasie entsprungen und keiner Messung

Es finden sich auch Diagramme, wo die Kennlinie bei kleinem Strom durchweg unter 3,6V steil abwärts geht. Da kommt nicht mehr viel, man schädigt nur seinen Akku.

https://www.mikrocontroller.net/attachment/319246/Entladediagramm_LiIo-Akkus2.png
Hier hat der Erzeuger der Grafik entweder ein defektes Messgerät, defekte Akkus oder einen falschen Meßaufbau gehabt. Ich vermute letzteres.

Denn tatsächlich sieht so eine Entladegrafik so aus: AkkuDB

Man sieht deutlich, dass bei 3,6V alle Akkus noch mehr als die Hälfte der Energie drinhatten. Und hier wurde mit 2A entladen und nicht nur mit 500mA.

Dass Deine Akkus evtl kaputt sind kann gut sein. Wenn eine Zellgruppe schon nahe an 3V ist, kann der Akku natürlich trotzdem schon fast leer sein.

Zum Thema: bei meinem selbst bestückten BionX Akku konnte ich etwa 580Wh entnehmen von rechnerisch 615Wh. Bei meinen Pendelstrecken kam ich immer auf ca. 300-350Wh Verbrauch, der Akku war dann aber noch nicht leer. Ich konnte das recht genau messen, weil die Ladeelektronik kaputt war und ich daher immer mit dem Modellbaulader geladen habe, der zeigt die eingeladenen Wh recht präzise an.

Meinen originalen BionX Akku mit 420Wh (Aufdruck Gehäuse) habe ich zwar nie so vermessen, aber der reichte nie für hin und zurück, hat also nie 300Wh hergegeben, eher so Richtung 250 würde ich vermuten. Allerdings lädt die BionX Elektronik glaube nur bis 4,1V, ich habe immer bis 4,2V geladen.

Meinen Bosch Akku habe ich mal vermessen als der 4 Jahre alt war - da kamen so 360Wh raus wenn ich mich recht erinnere (Gemessen an Steckermessgerät und Wirkungsgrad der Laders abgezogen). Für einen schon recht alten 400Wh Akku ist das schon nicht schlecht.
 
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flachlandbiker

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.........
Denn tatsächlich sieht so eine Entladegrafik so aus: AkkuDB

Man sieht deutlich, dass bei 3,6V alle Akkus noch mehr als die Hälfte der Energie drinhatten. Und hier wurde mit 2A entladen und nicht nur mit 500mA.

Dass Deine Akkus evtl kaputt sind kann gut sein. Wenn eine Zellgruppe schon nahe an 3V ist, kann der Akku natürlich trotzdem schon fast leer sein.

..........
In diesem Thread geht es bezüglich eines Punktes munter durcheinander.

Bei den Dampfakku-Kurven handelt es sich um Messungen bei Belastung mit einem bestimmten Strom. Bei der im Zitat verlinkten Grafik
ist bei 3,6V unter der definierten Last noch mehr als die Hälfte der Energie vorhanden. Bei höheren Entladeströmen kann es im Extremfall sein,
dass bei 3,6V noch fast 100% der Energie nutzbar sind. (....wenn bei hohem Strom die Spannung sofort auf 3,6 V einbricht.)
Umgekehrt gibt es Tabellen, die sich auf die Leerlaufspannung (OHNE Last, nach kurzer Erholung) beziehen, z.B. die Tabellen und Grafiken von @torcman aus früheren Threads. Das ist überhaupt nicht zu vergleichen. Dann kann es z.B. (je nach Zelle) sein, dass bei 3,6V Leerlaufspannung nur noch ca. 20% zur Verfügung stehen. Und dann noch mal aufpassen, ob von Ladungsmenge (=Kapazität) in Ah oder von Energie in Wh die Rede ist.
Ist halt auch nicht das selbe.
 
T

Teelöffel

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Poste doch mal ein Foto des Typenschilds des "AEG" Akkus. Möglicherweise sind Zelltyp und Herstellungsdatum ja doch abzuleiten.
Bei dem AEG-Akku gibt es kein Typenschild, nur einen Aufpapper. Auf dem steht:

eBike Battery Pack
Li-Ion 48V 10.4Ah/499Wh

Auf einem winzigen Barcode-Label findet sich allerdings 10.4Ah(499.2Wh).
Wenn ich 499.2 Wh durch 52 Zellen teile, erhalte ich genau 9.6Wh pro Zelle.
Nun kann man raten, welche Zellen in Frage kommen könnten.

Sehr oft gibt es keine andere Möglichkeit, als China Akkuzellen zu verwenden, um die Preisziele des Kunden zu erreichen...
Davon gehe ich mal nicht aus, denn der Akku kostet beim Hersteller 449 Euro.
Laut Hersteller handelt es sich um einen hochwertigen und leistungsstarken E-Bike Akku.

Die Balkenanzeige der meisten Antriebe ist nahezu wertlos.
Das wäre auch gut möglich, denn der erste Balken verabschiedet sich rel. spät. Vor dem Hintergrund, dass ich nicht voll lade, mehr als unpassend. Die nächsten Balken folgen dann rel. flott. Vom Hersteller natürlich auch hier keine Angaben, welcher Balken welcher Spannung entspricht. Blackbox eben.

Man sieht deutlich, dass bei 3,6V alle Akkus noch mehr als die Hälfte der Energie drinhatten. Und hier wurde mit 2A entladen und nicht nur mit 500mA.
Gut, werde der oft genannten Empfehlung folgen und künftig etwas tiefer entladen.

Kein Händler und/oder Hersteller lagert jahrelang randvolle Akkus.
Beobachte hier beim örtlichen Discounter einige Pedelecs, die stehen da schon seit weit über einem Jahr und natürlich mit randvoll geladenen Akkus. Trotz mehrerer Sonderangebote gehen die nicht weg.
 
Thema:

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