Wie können wir die Verkehrswende fördern?

Diskutiere Wie können wir die Verkehrswende fördern? im Plauderecke Forum im Bereich Community; Meine Beiträge sind immer mein voller Ernst. Wenn ich manchmal etwas übertreibe, dient das nur dazu, um einen Gegenpol zu den Autohassern...
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Rollerfahrer

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Meine Beiträge sind immer mein voller Ernst.

Wenn ich manchmal etwas übertreibe, dient das nur dazu, um einen Gegenpol zu den Autohassern aufrecht zu erhalten.

(Auch die U-Bahn in Berlin durch eine wetterfeste unterirdische Fahrrad Schnellstraße zu ersetzen war kein Witz sondern meiner Meinung nach Lebensnotwendig für die Winter Radler.)

Lach, duck und weg...
 

Morsi65

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Die Frage nach der Förderung der Verkehrswende beinhaltet ja zwangsläufig die Frage nach finanziellen Mitteln. Erster Schritt: Abschaffung der Pendlerpauschale für alle und auch der Absetzbarkeit von Dienstfahrzeugen die auch privat genutzt werden dürfen. Eingespartes Geld zum Ausbau von alternativen Verkehrsträgern und der dazu notwendigen Infrastruktur nutzen.
 

stardealer

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Erster Schritt: Abschaffung der Pendlerpauschale für alle und auch der Absetzbarkeit von Dienstfahrzeugen die auch privat genutzt werden dürfen. Eingespartes Geld zum Ausbau von alternativen Verkehrsträgern und der dazu notwendigen Infrastruktur nutzen.

Immer schön Sparvorschläge machen die einen selbst möglichst nicht betreffen oder nur streifen?

Wie wäre es denn mit einer Sonderabgabe für (Groß-)Stadtbewohner zur Finanzierung der Infrastrukturaufgaben in genau dieser Stadt? Zusätzlich eine Abgabe für die nur städtisch vorhandenen und geförderten Kultureinrichtungen?
Und macht endlich Schluss mit der Subventionierung der Stadtbewohner durch die Landbevölkerung, dann bleibt auch Geld für schnelles Internet überall (was dezentrale Arbeitsplätze ermöglicht), sowie ÖPNV außerhalb der Stadtzentren und schon gehen die ländlichen Individualmobilitätsbedürfnisse zurück. Und dann bitte noch die Gewerbesteuereinnahmen nach Wohnort der Beschäftigten verteilen und es ist genug Geld da um dezentralen ÖPNV a la Luxus zu gewährleisten.
Das Land hätte eine blühende Zukunft, die Städter auch wieder mehr freien Wohnraum zur Verfügung und das Klima würde auch profitieren. Win-Win-Win-Situation
 

stardealer

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Nein, das meine ich tatsächlich ernst. Auch wenn diese Gedanken vielleicht nicht dem Mainstream entsprechen so entbehren sie doch nicht einer gewissen Logik.

Die sonstigen Vorschläge gehen immer in Richtung Verdichtung des städtischen Raums und Verödung der ländlichen Bereiche. Ich denke nicht das dies alternativlos ist.

P.S.: Warum so abfällig und persönlich? Eins von beiden reicht doch, oder?
 

stardealer

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Wieso sollte ich es seltsam finden? Vielleicht braucht es eine gewisse Phantasie und Vorstellungskraft. Und natürlich Gestaltungswillen statt nur Mitläufer auf den Pfaden, die andere geschlagen haben, zu sein.

Wie du jetzt den Dreh zu Impfgegnern hinbekommen hast kommt mir allerdings etwas seltsam und aus dem Zusammenhang gerissen vor.
 

perro

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Das ist genauso mit den Auto Gegnern. Das sind meist Leute, die gar kein Auto haben oder selbst nur ungerne eins fahren.
??? haben oder fahren die kein Auto, weil sie Gegner sind? oder unterstellst du ihnen, sie hätten gern und können es sich nur nicht leisten? Diesen Post verstehe ich nicht.
 

Geierlamm

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Das ist genauso mit den Auto Gegnern. Das sind meist Leute, die gar kein Auto haben oder selbst nur ungerne eins fahren.
Da liegste aber gründlich falsch.
Ich war mein Arbeitsleben lang in der Logistik tätig incl. Dienstwagen und Pflicht zu Dienstreisen und bin genau aus diesem Grunde Autogegner. Denn ich weiss, es ist die denkbar ineffizienteste Möglichkeit Transportaufgaben zu lösen. Aufs Auto ausgerichtete Infrastruktur ändern ist allerdings eine Generationenaufgabe, damit früher vorhandene Strukturen wie Arbeitsplatz nah am Wohnort, verpflichtende
Lagerhaltung statt "just in time" etc...
in moderner Form wieder aufgebaut werden können. Sicherlich die Hälfte, wahrscheinlich mehr, meiner früheren Tätigkeit wäre heute über neue Kommunikationsmittel möglich.
Der erste Schritt wäre mal Kostenwahrheit d. h. alle Kosten des Autoverkehrs tatsächlich diesem zuzurechnen inclusive der gesundheitlichen Folgen. Der Aufschrei wäre vermutlich gross, denn bei Spritpreisen von 5 Euro und mehr, adäquate Akkubesteuerung und ohne die schon genannten Subventionen, wie Pendlerpauschale und Dienstwagen könnten sich viele gar kein oder nur ein sehr viel billigeres Auto leisten.
Tja in einer Sackgasse wenden, kann
schwierig sein.

Gruss
Geierlamm
 

Chaos

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Das Land hätte eine blühende Zukunft, die Städter auch wieder mehr freien Wohnraum zur Verfügung und das Klima würde auch profitieren

Im Ernst, wie subventioniert der Stadtbewohner den Landbewohner? Und fährt der Landbewohner nie ins städtische Theater etc.?

Die Infrastrukturkosten pro Einwohner sind deutlich geringer (Leitungslänge von Wasser, Internet, etc.)
 
G

Gast51825

Tja in einer Sackgasse wenden, kann
schwierig sein.
Besonders dann, wenn man glaubt, dass da am Anfang der Sackgasse so ein Schild stünde:

148_einbahnstrasse.jpg

(Bildquelle Einbahnstraße)

Und macht endlich Schluss mit der Subventionierung der Stadtbewohner durch die Landbevölkerung,

Dazu würde ich wirklich gerne und neutral deine Argumente lesen. So aus dem Bauch heraus wüsste ich keine Gründe, warum das so sein sollte.
 

Radlerhai

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Thema: "Wie können WIR die Verkehrswende fördern?"

WIR können sie sicher nicht fördern indem wir, wie es Millionen anderer Menschen bereits vor uns schon getan haben, nur darüber reden und streiten wie wir das Auto verschwinden lassen können.
Ich denke der Sinn dieses Threads war, was WIR, also jeder Einzelne von uns, jetzt schon dafür tut oder tun kann um die Verkehrswende zu fördern. Das können keine weltbewegenden Dinge sein die man ständig nur zerredet, das muss im Kleinen beginnen, bei jedem Einzelnen von uns, und ich würde eher erwarten dass man sich hier Tipps gibt und Anregungen holt, wie man persönlich die Verkehrswende fördern kann.

Meine kleinen Beiträge sind (haben direkt oder erst auf den zweiten Blick etwas mit der Verkehrswende zu tun):
  1. Ich fahre E-Bike und verzichte immer mehr im privaten Bereich aufs Auto
  2. Im Frühjahr hole ich mir ein Pendelbike für den Weg zur Arbeit
  3. Ich esse immer weniger Fleisch, für den Umstieg nehme ich regionale Veggie-Produkte (Transportwege vermeiden)
  4. Ich achte auf regionales und saisonales Obst und Gemüse (keine Paprika aus Peru, Äpfel aus Italien etc.). Verzicht auf exotische Früchte aus dem Ausland (Transportwege vermeiden)
  5. Wenn möglich bestelle ich meistens Waren aus dem Inland, Verzicht auf Billigsch**** aus dem Osten (Transportwege vermeiden)
  6. etc. pp.
Es würde mich freuen wenn ich hier noch weitere Vorschläge von euch bekommen könnte und wenn sich der eine oder andere von meinen Vorschlägen vll etwas abschauen und es auch umsetzen würde :)
 

Morsi65

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Immer schön Sparvorschläge machen die einen selbst möglichst nicht betreffen oder nur streifen?
Wie kommst du darauf das meine Familie davon nicht betroffen wäre? Nur weil ich Strab fahre?

Apropos Gewerbesteuer. Warum gleichen die ländlichen Gemeinden denn ihre Gewerbesteuer nicht an und erhöhen sie statt sie künstlich niedrig zu halten um Gewerbebetriebe anderen Gemeinden abzuwerben? Und dies ja auch mitunter sehr erfolgreich wie man an unzähligen Stellen entlang unserer Autobahnen sehen kann wo Gewerbegebiete mitten auf dem Acker entstanden sind und teils immer noch entstehen.

Mir geht es nicht um Land gegen Stadt oder auch umgekehrt. (Ich frage mich wie man dies ableiten kann aus meinem Vorschlag?) Diese Diskussion finde ich wenig Zielführend. Sie spaltet und polarisiert. Das führt zu absolut nichts, schon gar nicht zu etwas Gutem. Mein Vorschlag bezog sich auf Maßnahmen die ja schon im Mobilitätsbereich bestehen und sieht vor bereits vorhandene Mittel einfach um zu verteilen um z. B. den ÖPNV gerade auch in ländlichen Regionen auszubauen. Da besteht ja wohl großer Handlungsbedarf, wie man auch hier im Forum immer wieder lesen kann.

Grundsätzlich bin ich ein Mensch der etwas gegen diese Subventionitis hat die in diesem Land eingerissen hat. Aber das ist ein anderes Thema und gehört hier nur im Bereich Mobilität hin.
 
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Gast51825

Warum gleichen die ländlichen Gemeinden denn ihre Gewerbesteuer nicht an und erhöhen sie statt sie künstlich niedrig zu halten um Gewerbebetriebe anderen Gemeinden abzuwerben?
Das muss aber nicht der Normalfall sein, unser kleines Dorf hat sie erhöht, weil es finanzielle Quellen aus Richtung des Kreises haben wollte und der hat gesagt: "Erst einmal müsst ihr selber für Geld in eurer Kasse sorgen und dann erst ..."

Und dies ja auch mitunter sehr erfolgreich wie man an unzähligen Stellen entlang unserer Autobahnen sehen kann wo Gewerbegebiete mitten auf dem Acker entstanden sind und teils immer noch entstehen.
Ich denke, da spielen noch sehr viele andere volkswirtschaftliche Faktoren mit (klar, die jeweiligen Gemeinden denken auch an sich, keine Frage).

um z. B. den ÖPNV gerade auch in ländlichen Regionen auszubauen. Da besteht ja wohl großer Handlungsbedarf, wie man auch hier im Forum immer wieder lesen kann.
Aber sicher! Denn das Fahrrad ist keine durchgehende Alternative zum eigenen PKW. Ob es der ÖPNV sein muss, steht auf einem anderen Blatt, ist aber ein durchaus wichtiger Faktor.
 

Morsi65

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Klar ist es komplexer. Ich wollte aber auch nur eine vereinfachte Antwort geben, mich also der gleichen Mittel bedienen wie andere in der Diskussion. Mittlerweile ist es ja so, dass wenn ich an einer Schraube drehe sich x andere mit drehen. Das gilt auch für die Verkehrsträger. Es gibt nicht die eine Lösung für alle Mobilitätsprobleme. Da ist eher ein bunter Strauß an Maßnahmen erforderlich. Und so möchte ich auch meinen Vorschlag verstanden wissen. Eine mögliche Maßnahme von vielen anderen ohne neue Abgaben oder Steuern einzuführen.
 
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Gast48617

Eine mögliche Maßnahme von vielen anderen ohne neue Abgaben oder Steuern einzuführen.
Das denke ich mal gar nicht, das dies irgendeinen Effekt zeigen würde. Man kann die Pendlerpauschale streichen und was weiß ich noch alles für Steuern einführen. Diese würden niemals zweckgebunden in den Ausbau von " Ausbau von alternativen Verkehrsträgern und der dazu notwendigen Infrastruktur gehen". Wer Politik aufmerksam die letzten Jahrzehzente verfolgt hat, weiß, das es nie am Geld gelegen hat, sondern immer an der Lobby. Die haben Ökosteuer, jetzt haben sie sogar geschafft CO2 ( was jeder Baum braucht) zu besteuern. Glaubt irgendjemand das diese Milliarden zweckgebunden verwendet werden? Man könnte einer Regierung 1 Billion Euro geben und diese würde wie Wasser auf der Herdplatte verdampfen. Wenn man das einmal begriffen hat ist alles gerede um Steuern, Abgaben, Kürzungen von z.B. Pendlerpauschalen sinnlos.
 

E-Bernd

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Im Ernst, wie subventioniert der Stadtbewohner den Landbewohner? Und fährt der Landbewohner nie ins städtische Theater etc.?

Die Infrastrukturkosten pro Einwohner sind deutlich geringer (Leitungslänge von Wasser, Internet, etc.)
Der Lohn- bzw. Einkommensteueranteil oder Gewerbesteueranteil der Gemeinden richtet richtet sich nach meinem Wohnort oder Arbeitsort? Die Verteilung dürfte ja auch wichtig sein.
 

Alltagspendler

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Als TE bin @Radlerhai dankbar, dass er wieder auf den Titel und die Fragestellung hinweist.
Hier soll und sollte konstruktives zum Wandel zur Motivation Gleichgesinnter.
Hier ist nicht Auto gegen Fahrrad oder ÖVP gefragt.
Und hier ist schon gar nicht Stadt gegen Land gefragt.
Wie kann man die Verkehrswende fördern!
Wir polarisieren schon genug.
Konstruktives bitte!
 
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