Wie können wir die Verkehrswende fördern?

Diskutiere Wie können wir die Verkehrswende fördern? im Plauderecke Forum im Bereich Community; Das stimmt alles nicht mehr. Fahre ua. ein SUV 130 PS, 1300 kg Gewicht und der Verbrauch liegt bei 6,5 Liter in Mischbetrieb, Land/Stadt/Autobahn.
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John Kay

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In einen 50 Jahre alten Fachkundebuch für Fahrzeugtechnik wird über den Verbrauch von PKW als Faustregel für einen Benziner von einen Verbrauch von 1,0 Liter pro 100 Kg Gewicht geschrieben.
Das stimmt alles nicht mehr. Fahre ua. ein SUV 130 PS, 1300 kg Gewicht und der Verbrauch
liegt bei 6,5 Liter in Mischbetrieb, Land/Stadt/Autobahn.
 

Kulle

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Der Verkehr ist die einzige Sparte, die im Vergleich zum Stand 1990 bisher keinerlei Emmissionsreduktion erreicht hat. Es hätten eigentlich 30% sein sollen.

Da man in den letzten dreißig Jahren keine Einsparung realisiert hat muss logischerweise nun um so drastischer reduziert werden.
Das bedarf einer Änderung unserer Gewohnheiten und das wird nur über den staatlichen Rahmen gehen.

Es ist mit dem Klimawandel wie mit einem Reisebus, der zu schnell die Serpentinen runterfährt.
Bremst man erst spät, muss man stärker bremsen.
Bremst man nicht ausreichend, kommt man von der Straße ab.
Und obwohl die Entwicklung absehbar ist denken die Reisenden bis zuletzt
“Wir fahren doch wie immer auf der Straße, was soll den daran gefährlich sein.“

Deswegen muss das Bremsen vorgeschrieben werden.
Und zwar schnell und stark genug, um die Situation auch künftig noch beherrschen zu können.

Stürzt man ins Tal, ist das nicht umkehrbar.

Das Bild ist übrigens nicht von mir, ich habe es vom Wuppertaler Institut.

Egal, ob der Einzelne so weiter machen will wie bisher, als Gesellschaft können wir es nicht.

Entweder wir bremsen die Emmisionen drastisch oder wir zerstören unsere Lebensgrundlagen.
Dazwischen können wir uns noch entscheiden.
Einfach weiter so hat ein Ende.
So oder so.
 
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Kulle

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Fahre ua. ein SUV 130 PS, 1300 kg Gewicht und der Verbrauch
liegt bei 6,5 Liter in Mischbetrieb, Land/Stadt/Autobahn.
Ein Liter Benzin mit einem Gewicht von 0,74 kg stößt 2,3 kg CO2 und 1 kg Wasser aus.
Ein Liter Diesel mit einem Gewicht von 0,85 kg stößt 2,6 kg CO2 und 1,15 kg Wasser aus.
Bei einem Verbrauch von 6,5 L ergibt sich also ein CO2 Ausstoß zwischen 14,95 und 16,9 kg also zwischen 150 und 169 g/km.
Das ist kein Wert, dessen man sich rühmen kann.

Im Jahr 2015 durften die Normemissionen aller Pkw-Neuzulassungen im Schnitt nicht über 130 Gramm CO2 pro Kilometer liegen. Das entspricht etwa einem Verbrauch von 4,9 Litern Diesel oder 5,6 Litern Benzin pro hundert Kilometer.
Quelle: VDA

Du brauchst also zum Einhalten der Vorgaben das Austricksen der Intention der Regeln oder einen Anderen, der für Dich einspart, was Du zu viel erzeugst.

Für 2021 liegt der Zielwert in der EU bei 95 Gramm CO2 pro Kilometer – umgerechnet ein Verbrauch von 3,6 Litern Diesel oder 4,1 Litern Benzin pro hundert Kilometer.
Quelle: VDA

Dein Autotyp hat also keine Zukunft, würde ich denken.
 
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flavor82

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Das stimmt alles nicht mehr. Fahre ua. ein SUV 130 PS, 1300 kg Gewicht und der Verbrauch
liegt bei 6,5 Liter in Mischbetrieb,
Das verbraucht unser Fiat sedici (baugleich suzuki sx4) auch. Aber mein Seat Toledo Baujahr 1992 hat das selbe oder sogar leicht weniger verbraucht.
 

Fatbiker Steve

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Autos rigoros tracken und bei jedem Vergehen Bußgeldbescheide zusenden.
Parkgebühren verzehnfachen.
Flugpreise verzehnfachen.
Spritpreise verzehnfachen.
Das ganze denn auch für Radfahrer? Was für einen sinnfreier Kommentar. Als wenn es so einfach wäre. Es gibt Autofahrer, die sind auf Ihr Auto angewiesen.
 

Jakobaushaltern

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Weiter wie bisher?
Geht nicht!
Entweder übers Geld, oder mit Vernunft.
Nur ist der Mensch nicht zwingend Vernunft begabt :)
 
G

Gast51825

Als wenn es so einfach wäre.

Die Welt ist bunt und nicht b/w mit 1 Pixel. ;)
Zusätzlich herrscht ja dann bei uns die Grundstimmung, dass man alles verbieten würde. Auch denke ich, dass das Fahrrad/Pedelec nicht DIE[TM] Alternative zum Individualverkehr ist und sein kann. Auch bleibt der PKW ein fester Bestandteil der Mobilität.

Weiter wie bisher?
Geht nicht!
Das behauptet wer?

Nur ist der Mensch nicht zwingend Vernunft begabt
Da bin ich bei dir, was mir die hiesigen Threads zum Tuning immer überdeutlich vor Augen führen.


Wir sind auf unseren Planeten angewiesen, nicht aufs Auto.
Wir sind aktuell auf nationale und internationale Transporte von Waren und auch auf die persönliche Mobilität angewiesen, diese Art des Wirtschaften hat sich in den letzten Jahren vehement manifestiert.


oder woraus besteht dein Rad?
Aus Baugruppen, die schon zum Zeitpunkt ihres Einbaus mehr Kilometer zurück gelegt haben, als das Rad je selber fahren wird. ;)
 

Alltagspendler

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Bulls lacuba evo lite 11 mit Brose Smag
Eure Energie am Gestrigen und dem krank machenden festzuhalten, könntet ihr versuchen, ins positive Gestalten einer lebenswerten Zukunft für unsere Kinder zu stecken. Wir alle verantworten was kommt. Wir alle sind aber nicht machtlos und Sklaven des Gestrigen.
 

Kulle

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Wir sind aktuell auf nationale und internationale Transporte von Waren und auch auf die persönliche Mobilität angewiesen,
Wir sind nicht darauf angewiesen, das derart ineffizient zu tun wie heute.
diese Art des Wirtschaften hat sich in den letzten Jahren vehement manifestiert.
Kaiser Wilhelm konnte sich nicht vorstellen, das das Auto die damals manifestierten Pferde ablöst. Und?
Heute kann sich keiner mehr vorstellen, das man mal massenhaft Pferdeställe in den Hinterhöfen der Städte hatte.
 
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Kulle

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Er konnte sich auch nicht vorstellen, wieder alles zu Fuß zu erledigen.
Das brauchst Du auch nicht.
Du kannst eine emmisionsarme Technik wählen.
Aber er konnte sich sicher auch nicht vorstellen, das jeder ein eigenes Pferd haben kann.

Insgesamt verfügen in Deutschland 77,1 Prozent der Haushalte über ein Auto, vor 19 Jahren waren es noch 74,4 Prozent.
In Großstädten liegt der Anteil der autofreien Haushalte bei 42 Prozent.
(Die reiten aber auch nicht mehr ;-)
 
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John Kay

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Ein Liter Benzin mit einem Gewicht von 0,74 kg stößt 2,3 kg CO2 und 1 kg Wasser aus.
Ein Liter Diesel mit einem Gewicht von 0,85 kg stößt 2,6 kg CO2 und 1,15 kg Wasser aus.
Bei einem Verbrauch von 6,5 L ergibt sich also ein CO2 Ausstoß zwischen 14,95 und 16,9 kg also zwischen 150 und 169 g/km.
Das ist kein Wert, dessen man sich rühmen kann.
Deine Angaben sind falsch. In Wahrheit sind es 109 g/km.
 

Kulle

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Deine Angaben sind falsch. In Wahrheit sind es 109 g/km.
Dann ist die Berechnung des Verbands der Automobilindustrie falsch, das solltest du denen mal erklären, die freuen sich sicher, mal die Wahrheit zu hören.
Das würde ihnen bestimmt auch helfen, ganz ohne Trixerei die geforderten 95 Gramm CO2 pro Kilometer einzuhalten ohne vom „weiter so“ abzugehen...

(...eigentlich hatte ich gedacht, der VDA ist über den Verdacht des zu hoch Rechnens von Emissionen erhaben ;-)
 
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John Kay

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Das brauchst Du auch nicht.
Du kannst eine emmisionsarme Technik wählen.
Aber er konnte sich sicher auch nicht vorstellen, das jeder ein eigenes Pferd haben kann.

Insgesamt verfügen in Deutschland 77,1 Prozent der Haushalte über ein Auto, vor 19 Jahren waren es noch 74,4 Prozent.
In Großstädten liegt der Anteil der autofreien Haushalte bei 42 Prozent.
(Die reiten aber auch nicht mehr ;-)
Autoindustrie und deren Zulieferer wegrationalisieren, da gäbe es von den 1,3 Millionen Arbeitslose
bestimmt ein paar Pferdebesitzer.
 

Kulle

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Autoindustrie und deren Zulieferer wegrationalisieren, da gäbe es von den 1,3 Millionen Arbeitslose
bestimmt ein paar Pferdebesitzer.
Autoindustrie wegrationalisieren ist Dein Vorschlag, nicht meiner.
Wahrscheinlich wäre die Zahl der 1,3 Millionen Arbeitslose für ein solches Szenario auch zu niedrig.
Das Argument der Arbeitslosen wird bei jedem Wandel angeführt.
Deswegen gibt es trotzdem keine Wagner mehr, und selbst die Kohleförderung wurde trotz der Arbeitslosen beendet.
Wenn die Automobilindustrie die Grundlage des Wirtschaftens gefährdet trifft das auch ihre eigenen Arbeitsplätze (und, für sie schlimmer, ihre Gewinne und Buchwerte)
Meine Forderung wäre eher die Rahmenbedingungen so zu setzen, das wir auch in 100 Jahren noch Arbeitsplätze, auch in der Automobilindustrie, haben.
 

John Kay

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Dann ist die Berechnung des Verbands der Automobilindustrie falsch, das solltest du denen mal erklären, die freuen sich sicher, mal die Wahrheit zu hören.
Das würde ihnen bestimmt auch helfen, ganz ohne Trixerei die geforderten 95 Gramm CO2 pro Kilometer einzuhalten ohne vom „weiter so“ abzugehen...

(...eigentlich hatte ich gedacht, der VDA ist über den Verdacht des zu hoch Rechnens von Emissionen erhaben ;-)
Nach den Daten zahle ich KFZ-Steuer und da wird 100% die Angabe richtig sein.
 

Kulle

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Nach den Daten zahle ich KFZ-Steuer und da wird 100% die Angabe richtig sein.
Nominalwert nach altem Zyklus, wie kommst Du darauf das die Angabe dieses fiktiven Wertes jemals realistisch die wirkliche Emission abgebildet hat?
Das behauptet ja noch nicht einmal der Verband der Automobilindustrie.

Das ist ein bisschen so wie Steuerquote und Steueraufkommen.
Wenn die nominale Steuerquote bei 42% liegt, glaubt doch auch niemand, das der Staat diese 42% tatsächlich durchschnittlich bekommt, oder? Das reale Steueraufkommen ist weit niediger.

Aber im Bild vom Bus und den Serpentinen suchst Du nach Gründen, warum wir weiter wie bisher fahren können. Das ist für die Lösung des anstehenden Problems schlicht irrelevant.

Um nicht missverstanden zu werden:
Mir liegt fern, Dir vorzuschreiben dir ein anderes Auto zu kaufen oder so.
Aber auf der gesellschaftlichen Ebene brauchen wir einen Wandel, wenn wir weiter machen wollen.

Mal ein Beispiel:
Die aktuelle SUV-Strategie des VW-Konzerns erhöht z. B. die Emissionen der Neuwagenflotte dieser Firma weit mehr als die E-Mobiltäts-Strategie für Europa des gleichen Konzernes sie senkt.
Da SUVs aber derzeit mehr Gewinne generieren als E-Autos werden sie das weiter betreiben.
Also muss hier eine Regulierung einsetzen.
 
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