Wheeler E-Protron mit BionX D - Tourenberichte

Diskutiere Wheeler E-Protron mit BionX D - Tourenberichte im BionX Forum im Bereich Nabenmotoren; Die Rigi war bei meiner Urlaubsheimfahrt als kleiner Umweg zu erreichen. Nachdem bisher wohl niemand den BionX-D mit Unterstützung und Resten im...
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BionX-D im Wheeler E-Protron
Die Rigi war bei meiner Urlaubsheimfahrt als kleiner Umweg zu erreichen. Nachdem bisher wohl niemand den BionX-D mit Unterstützung und Resten im Akku nach oben gebracht hatte, wollte ich auch einmal dort vorbeischauen und mir einen Eindruck verschaffen. Der Morgen war verregnet, so daß ich einige Zeit abgewartet habe, bis das Wetter annehmbar wurde. Entgegen der Rigi-Beschreibung http://www.quaeldich.de/paesse/rigi startete ich nicht in Arth, sondern etwas höher in Goldau. Der vorherige Tag mit seinen 26 km und 835 Höhenmetern, davon 500 über den sehr steilen Schotteraufstieg nach Wengen, hatte Kraft und Nerven gekostet, und ich wollte unbedingt die ganze Distanz schaffen. Die Verzögerung hatte immerhin den Vorteil, daß mein ausgiebiges Frühstück zwei Stunden hinter mir lag, als ich um 10:30 Uhr an der Chneustraße bei 20 Grad Lufttemperatur anfing.

Die ersten 200 Höhenmeter habe ich mit Stufe 1 und kleinen Gängen bewältigt, damit ich möglichst viel für den Schlußanstieg im Akku behalten würde. Danach schaltete ich auf Stufe 2 mit dem kleinsten Gang um, denn bereits hier unten gibt es einige steile Stücke, wie man am Profilbild der quaeldich.de-Beschreibung sehen kann. Mit 7 km/h ging es eine sehr lange Zeit bergauf, bis auf einen flachen Abschnitt ab 422 zurückgelegten Höhenmetern, den ich mit 12 km/h fuhr. Ich wechselte immer wieder mal die Fußposition auf dem Pedal, um die Muskulatur gleichmäßig auszulasten. Bei dem Pedal unter dem Fußballen trat ich eine höhere Frequenz und Leistung mit Wadeneinsatz, mit der Pedalachse weiter zur Ferse ging es langsamer und mit Stampfschritt, aber möglichst immer über einer Kadenz von 60. Ich lag etwa bei 100 Höhenmetern pro zehn Minuten. Der erste Akku-Balken verschwand erst nach der Bahnstation Fruttli (1152 m) an der Abzweigung bei 650 Höhenmetern, bei der beide Wege nach Staffel führen. Das sah von der Energiemenge sehr gut aus, schließlich sollten die bösen Rampen ja noch kommen. Ich wählte den kürzeren linken Weg.

Noch weiter oben in Klösterli ab 1315 m Höhe ging es dann richtig zur Sache. Der Weg nach rechts hat die üblen Steigungen mit den dunkelroten Färbungen im Profilbild. Mit Stufe 3 versuchte ich, weiter energiesparend auszukommen, und betrieb meine Muskulaturauslastung fleißig weiter. Leider habe ich es insgesamt übertrieben. Als ich in Rigi-Staffel auf 1604 m Höhe und nach 1090 Höhenmetern ankam, hatte ich 11,3 km mit Durchschnitt 7,6 km/h in 90 Minuten hinter mich gebracht, aber es waren noch vier Akku-Balken von acht übrig. Dafür gab es nur noch 200 Höhenmeter. Im Mountain-Modus bolzte ich in nur zehn Minuten den Rest mit dem schlechten Betonbelag und der brutalen Steigung hoch, d.h. doppelt so schnell wie weiter unten. Ich erreichte den Gipfel bei Rigi-Kulm mit immer noch vier Balken bei 47,4 Volt. Bis dorthin waren es 12,6 km mit Durchschnitt 7,7 km/h in 100 Minuten. Das entspricht der langsamsten Zeit bei quaeldich.de. Bewältigt hatte ich 1283 Höhenmeter, aber die etwa 100 unten von Arth bis Goldau wären auch noch drin gewesen. Die Motorgehäusetemperatur zeigte sich völlig unbeeindruckt, da gab es keine Neuigkeiten. Wengen hatte am Vortag die stärkste Erwärmung mit 46,5 Grad gezeigt.

Der BionX-D reduzierte zu keiner Zeit die Leistung. Ich hatte über die Hochfahrt fünf kurze Pausen eingelegt zur Orientierung, zum Nachmessen oder zum Trinken und Riegelessen.

Oben war es mit 10,3 Grad recht kühl und zur Seite des Vierwaldstätter Sees leider völlig vernebelt. Wenigstens auf die andere Seite konnte man nach unten schauen. Ich zog wieder alle Sachen an, machte meine Fotos und die für eine Radsportlergruppe, die völlig ohne Motor heraufgekommen war, was ich wirklich sportlich finde.

Nun ging es an die Abfahrt. Am Anfang ging nichts mit der Rekuperation, weil es viel zu steil ist und am Sonntag sehr viele Wanderer auf der Straße laufen. Ich mußte sehr langsam und mit ständig gezogenen Scheibenbremsen bergab rollen. Nach Rigi-Staffel wurde es leerer. Aber auch dort ist die Rigi so steil, daß ich ständig zusätzlich zum Reku-Bremshebel bis auf die Scheibenbremse vorne und hinten durchziehen mußte, um unter 30 km/h zu bleiben. Das war nicht einmal beim Männlichen der Fall gewesen. Der Akku war noch so voll, daß die Rekuperationsbremse dann nachließ und ich bei 900 m Höhe beschloß, wieder umzukehren und den Berg mit Stufe 4 hinaufzufahren, um Energie zu vernichten. Der Motor wurde den generierten Strom einfach nicht mehr los. Mit Abregelgeschwindigkeit ging es 140 Höhenmeter wieder hoch, dann setzte ich die Abfahrt fort. Aber der BionX-D arbeitet in dem Gelände so effizient, daß ich insgesamt dreimal wieder hochfuhr und 500 Höhenmeter extra aufsammelte! Die anderen Radler guckten sehr verwirrt, daß da einer genauso schnell wieder hochfuhr und sie überholte, wie er vorher heruntergekommen war.

Die Motorgehäusetemperatur blieb unter 33 Grad. Unten angekommen hatte ich dann immer noch vier Balken mit 48,1 Volt. Der gesamte Trip hatte 1805 Höhenmeter, 35,4 km mit Durchschnitt 13,2 km/h und dauerte 2:43 reine Fahrzeit.

Ich habe mich mit der Energieeinteilung gründlich verschätzt. Im Bemühen, oben nicht zu verhungern, brachte ich zuviel Eigenleistung. Ich kann nicht sagen, inwiefern meine durch das Training und die Bergfahrten gesteigerte Kondition dazu beitrug. Man müßte so fahren, daß man in Klösterli noch vier Balken übrig hat und dann auf den Mountain-Modus schalten kann. Das bedeutet, man müßte vorher ab Goldau 800 Höhenmeter mit ungefähr vier Balken Verbrauch schaffen.

Jetzt sitze ich wieder zuhause und vermisse die Alpen.
 

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Tja, jetzt ist es passiert :p BionX D spielt in der ersten Liga mit :D

Nach Rigi-Staffel wurde es leerer. Aber auch dort ist die Rigi so steil, daß ich ständig zusätzlich zum Reku-Bremshebel bis auf die Scheibenbremse vorne und hinten durchziehen mußte, um unter 30 km/h zu bleiben.

Hat das Rad keinen Bremsschalter ?
 
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Hat das Rad keinen Bremsschalter ?

Doch, schon. Aber dessen Reku-Wert reicht bei der dortigen Steilheit nicht aus, obwohl ich ihn auf 30 eingestellt habe. D.h. das Rad wird trotz ständig leicht gezogenem Hinterradbremshebel und damit ausgelöster Motorbremse schneller. Also muß ich beide Bremsen so weit durchziehen, daß die Scheibenbremsen greifen.
 
wolfk

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Hallo @Elwetritsch5terOrdnung ,
eine Frage dich:
Hatte dein E-Protron "ab Werk" den Remote Throttle, oder hast du ihn nachgerüstet?
 
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@wolfk: Ab Werk.

Diesmal: Pseudo-Pedalieren für Versehrte, Fortgeschrittene und Faulenzer.

Ich lege weiterhin die meisten Alltagsstrecken mit meinen unmotorisierten Rädern zurück. Letzte Woche meldeten sich auf dem Liegerad mal wieder meine Knieprobleme, aber nun besitze ich ja ein Pedelec, noch dazu eines mit BionX, womit sich Belastungsunterschiede bei den Beinen ausgleichen lassen. Anstatt also das Auto anzuschmeißen, habe ich einfach meinen Akku vollgemacht, den Code 0007 auf 1,6 gestellt, die Unterstützung auf Stufe 3 und mich fahren lassen. Das funktionierte wunderbar, das wunderschöne Spätsommerwetter brauchte ich auf dem Rad für diese Tage nicht zu verpassen. Damit habe ich wieder einen neuen Anwendungsfall in der Praxis ausprobieren können.

Der Akku-Verbrauch war natürlich mit fünf von acht Balken bei 43 km flacher Strecke entsprechend hoch. Dies entspricht über den Daumen gepeilt so knapp unter 6 Wh/km.

Gestern befand ich die Genesung für abgeschlossen, das Wetter für passend trotz Unwetterwarnung für den Nachmittag und bin eine wilde Langstrecke in unserem schönen Pfälzer Wald gefahren, wieder mit den normalen Einstellungen. Das Auto in Wilgartswiesen nahe der B10 nach Pirmasens stationiert, weil ich für den Fall des Wolkenbruchs nicht triefend naß im Zug sitzen wollte, ging es erst einmal die groben Wege den Berg hoch und Richtung Norden über Hermersbergerhof. Im Wald war es schattig, so daß mir bergauf über die hunderte Höhenmeter nicht zu heiß wurde. Vom Luitpoldturm hat man eine sehr schöne Rundumsicht, leider ist der Weg dorthin mit großen Steinen und Sand bewehrt und unangenehm zu fahren. Echte Mountainbiker freuen sich über solche Abschnitte. Ich nicht, also nahm ich den Rückweg einmal um den Weißenberg (610 m) herum auf einer Wiesenstraße.

Runter nach Leimen, über das idyllische Schwarzbachtal wieder hoch und zum Johanniskreuz, kleine Verpflegung nach 39 km und nach dem Wetter geschaut. Hm, wo bleiben denn die Unwetterwolken? Da sich nichts androhte, verlängerte ich die Tour nach Stelzenberg über den Skulpturenweg. Dummerweise war ich zwar da, aber die Skulpturen nicht. Weiter ging es durch das Hirschsprungtal, das ich bisher nicht befahren hatte. Leider ist es nur eine Asphaltstrecke mit Verkehr und landwirtschaftlicher Nutzung auf der rechten Seite. Bei km 65 fand ich mich zurück am Johanniskreuz. Dort hat es eine kleine Gruppe schwarzgesichtiger Hammel, die mit den beheimateten Hühnern befreundet zu sein scheinen. Als ich näher kam, kriegten die Hühner die Panik, aber die Schafe blieben stoisch. Obwohl Wind aufgekommen war, hielt sich das Wetter, daher trat ich den Rückweg mit ein paar Hakenschlägen an. Zwischendrin kam ein alter Weltkriegsflieger über den Himmel gekrochen, eventuell einer der Rosinenbomber? Erstaunlich, wie langsam der war, ohne herunterzufallen. Ich kam nach 101 km mit einem verbliebenen Balken bei 46,0 Volt wieder am Auto an, der zweitletzte hatte sich drei Kilometer vorher aus dem Staub gemacht.

Wenn ich den Gesamtverbrauch abschätze, wären bei genügend flachem Folgeverlauf und ausgequetschtem 400-Wh-Akku über 120 km drin gewesen, mithin um die 3,3 Wh/km. Das klingt nicht so weit, aber ich hatte zusätzlich 1350 Höhenmeter aufgesammelt. Die meiste Zeit hatte ich auf Stufe 2 verbracht und selbstverständlich die Rekuperation bei jeder Gelegenheit genutzt. Viel interessanter fand ich allerdings, daß sich die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 20,9 km/h einpendelte, trotz einiger langsamer Abschnitte auf Schotter, Feld- und Waldweg. Ein kleiner Trick ist natürlich dabei, denn wie beim motorlosen MTB klettere ich die unasphaltierten Abschnitte langsam hoch und fahre auf glatter Fahrbahn wieder herunter. Motorlos gibt mir das Bremssicherheit und bei Rekuperation eine gute Effizienz. Bergab auf Schotter bleibt mir ein Graus.

Von Gewittern war keine Spur, ich hätte mit der Bahn anreisen sollen. Dann hätte ich die Flexibilität gehabt, den Endpunkt der Tour anders zu wählen.
 
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Danke für die Info!
:)

Ein kleiner Trick ist natürlich dabei, denn wie beim motorlosen MTB klettere ich die unasphaltierten Abschnitte langsam hoch
Ich habe in der letzten Woche in der Schweiz 3 Tage ein E-Protron getestet.
Als "Bionx-Neuling" habe ich nur angelesene Kenntnisse - eine davon ist "Bionx braucht Geschwindigkeit im Anstieg - sonst ist er nicht effektiv z. B. hier nach meinem ersten Bionxtest vor vier Jahren:
https://www.pedelecforum.de/forum/i...h-testfahrt-mit-e-mtb-bionx.7318/#post-102121
Wolfgang, dann hast du wohl damit einen Grossteil der Akkukapazität in Wärme statt in kinetische Energie umgesetzt. Der BionX braucht eine Mindestgeschwindigkeit (Motordrehzahl), um effizient zu arbeiten. Für solche Anstiege (ca. 12 km und 1150 Hm, ca. 10%, 2h mit Höchstleistung)
Gilt dies für einen "D" nicht mehr unbedingt?
Das "langsam hochfahren" ist nämlich hoch mein Fahrstil - vor allem wenn ich mit "motorlosen" MTBlern mitfahre.
 
adandt

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Zwischendrin kam ein alter Weltkriegsflieger über den Himmel gekrochen, eventuell einer der Rosinenbomber? Erstaunlich, wie langsam der war, ohne herunterzufallen.
Das war bestimmt die Ju 52 und die kam dann von der Potschütt (Flugplatz Pirmasens / EDRP). Unser Verein hat an diesem Wochenende wieder einen Flugtag veranstaltet.
Motorisiert mit drei 9-Zylinder-Sternmotoren verbreitet die Tante Ju einen herrlichen Sound :)
Wegen des gleichzeitig stattfindenden Betriebsausflugs war ich dieses Jahr nicht auf dem Flugplatz. Die Firma veranstaltete eine Mosel-Radtour von Konz nach Thionville und wieder zurück. Da muss man halt Prioritäten setzen ;)
--- OT ENDE ---
 
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mague

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Gilt dies für einen "D" nicht mehr unbedingt?
Das "langsam hochfahren" ist nämlich hoch mein Fahrstil - vor allem wenn ich mit "motorlosen" MTBlern mitfahre.

Ohne einen zu besitzen ein klares Nein. Das gilt nicht. Ich fahre schon meinen P langsam. Ich bin den Schauinsland mit 5-8km/h hochgekrochen ohne das der Motor abgeregelt hat. Inzwischen hab ich die Motortemp freigeschalten und kann noch viel mehr ans Limit. Die Grenze ist nur noch die Akkukapazität.

Durch das ITS hat der D Motor bei 6km/h eine tangentiale Umlaufgeschwindigkeit wie ein P bei 12km/h oder ähnlich. Ich kann es nicht genau beziffern, da ich nicht dem Umfang des D kenne. Geschätzt aber 200-250% mehr Umfang.

Bei geschätzten 50% mehr Pole sollten 5A Motorstrom bei 18% mit 4.5km/h noch ordentlich Schub bringen ohne den Motor an die termische Grenze zu treiben. Die Spulen werden für kürzere Zeit erwärmt. Hier ist die Grenze nur noch die gesetzliche Vorgabe von 250W Dauerleistung.

Der D hat nur ein Problem. Es gibt ihn in 26 Zoll nicht für Felgenbremsen ;)
 
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mague

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Man sollte dabei aber nicht unerwähnt lassen, dass Du die Unterstützungsstufen 1-3
auf 30%, 50% und 85% drastisch reduziert und den Code 0007 auf "nur" 0.7 eingestellt hast...
https://www.pedelecforum.de/forum/index.php?threads/das-letzte-rad.25829/page-8

Inzwischen 25, 50, 75, 100% ;) Auch sollte man dazu sagen das ich vorne ein stambecco/20 Blatt fahre. Ich bekomme einfach mehr Kraft auf den Messtreifen im Vergleich zu 22, 24 oder 26er Blättern und dafür eben einen Prozentsatz vom Motor. Wenn ich 20/36 Blätter mit 50% fahre ist das nicht wenig. Ich muss da etwas die Unterstützung runter konfigurieren, sonst komme ich ab 9% zu leicht an die 250W Grenze.

Wichtig ist nur: Keine Angst vor niedriger Geschwindigkeit. Im Handbuch steht man soll nicht über 60 kmh fahren. Es steht nichts davon drin das man nicht 5kmh fahren darf.
Es wird in der Beziehung viel über Effizienz geredet und ich will das auch nicht anzweifeln. In der Praxis erscheint mir die Bionx Steuerung intelligenter. Ich bekomme ordentlich Unterstützung bei niedrigem Stromverbrauch. Zumindest mit dem P Motor.

Schauinsland ist hier. Damals noch ohne Motortemp um sich ranzutasten. Heute würde ich den nicht unbedingt schneller aber mit mehr Unterstützung fahren.

0007 ist am Berg eher unwichtig. Ob ich jetzt 30% mit hohem 0007er fahre oder 60% mit niedrigem 0007er fahre bleibt sich gleich. Und ich hab ja noch die mechanische Schaltung. Aber bis 5% Steigung kann man eine Menge Strom mit niedrigem 0007er sparen und in der Ebene fühlt sich das Rad mehr nach Fahrrad an.

Ich habe inzwischen Testfahrten in den unteren vier Gängen, also 20/36,32,28,24 und dem Mountainmode (0010=31) gemacht. Auch hier komme ich an einem warmen Tag nicht über 53°C. Leider habe ich an der Albtraufe keine sehr langen Anstiege. Aber 22.09 bis 10.10 bin ich in den Zentralalpen bis 2100m. Dann werde ich dazu noch etwas mehr schreiben :)
 
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mague

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Ich habe noch vergessen dazuzuschreiben das ich 26" fahre. Ich habe also etwas höhere upm als 27.5, 28 und 29 Zoll Räder
 
ebiker-ch

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... Das Bild zeigt eine Stelle, an der keiner der MTB-Fahrer hochkam. Alle mußten schieben, selbst der MTB-ler mit dem T-Shirt-Aufdruck "quaeldich.de" war davon nicht ausgenommen. Ich bin mit Schwung und Stufe 4 hochgejagt, bis es so steil wurde, daß mein Vorderrad trotz Belastung abhob und ich lieber auch abstieg. Die ungefähre Stelle habe ich mit der senkrechten Linie markiert.
.....Es gab noch einen weiteren, fast ebenso steilen Abschnitt, der aber kürzer war, so daß mich Stufe 4 mit leicht durchdrehendem Hinterrad hochdrückte. So etwas übles habe ich noch nie unter die Räder bekommen. Das war schlimmer als Itramen gestern, aber durch Schotter noch verschärft...
..Ob die Kleine Scheidegg wohl keinen Eintrag hat, weil niemand bei quaeldich.de sie ohne zu schieben geschafft hat?

Da hast du dir in der Tat eine harte Strecke vorgenommen!
Die Kleine Scheidegg ist eine meiner Lieblingsstrecken im Berner Oberland und wenn man über Alpiglen hochfährt, ist sie landschaftlich und bike-technisch noch schöner. Aber das von dir gezeigte Schlussstück bleibt, Kompliment, dass du dich da hochgekämpft hast!

Hier zwei Bilder von der von dir eingezeichneten Stelle an Pfingsten 2014:
-Meine Frau mit Haibike und 30/36 Untersetzung
-Die Freundin meines Sohnes mit normalem MTB
Man kommt also schon hoch, aber es ist hart (wie man im zweiten Bild gut sieht) und der Schotter macht es noch schwieriger. Ich selbst komme auch hoch, muss aber an der Stelle, von wo aus ich die beiden Bilder gemacht habe, immer anhalten und verschnaufen, da die Maximalleisung des Boschs, meine 100 kg und meine mässige Kondition nicht passen für einen Aufstieg ohne Zwischenhalt.

19503039fq.jpg


19503038kp.jpg
 
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Aber bis 5% Steigung kann man eine Menge Strom mit niedrigem 0007er sparen und in der Ebene fühlt sich das Rad mehr nach Fahrrad an.
Meinst Du damit, dass man mit niedriger 0007-Einstellung und hoher Unterstützungseinstellung (z.B. 0007: 0.5, Unterstützung 100%)
stromsparender fährt als mit hoher 0007-Einstellung und niedriger Unterstützung (z.B. 0007: 1.0, Unterstützung 50%) ?
 
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An Werten würde ich das nicht festmachen wollen. Versuch es selber und schau dir deinen Balken an. In den meisten Fällen spart kleiner 0007er Strom. Man sollte den 0007er sehr genau an die eigene Kraft und Schaltung anpassen. Ist er zu hoch wird vom Motor Leistung abgegeben wo sie keiner braucht. Klar mögen manche das dynamische Fahrgefühl. Aber vom Akku Verbrauch aus gesehen ist das Verschwendung. Wenn man nicht sehr schnell fahren will, dann ist es besser mechanisch runter zu schalten als einfach Akku zu verbraten.

Ich hab es schon mal geschrieben : Der MM ist optimal den 0007er einzustellen. Fährt man eine Steigung zwischen 4 und 9% und der Balken geht auf den 4, 5 oder 6% nicht etwas zurück, dann ist 0007 zu hoch.
 
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BionX-D im Wheeler E-Protron
Nach all den schönen und erkenntnisreichen Touren, die ich in den mittlerweile über 1600 km mit dem BionX-D zurückgelegt habe, fehlte noch die Antwort auf eine Frage: "Wie hältst Du es mit der Reichweite im Flachland, Heinrich?" Leider weiß ich auch nach dem heutigen Tag immer noch nicht die genaue Antwort, und mein verlängerter Rücken will sie nicht wissen. Extrapoliert könnten es bei mir ca. 150 km sein. Nun zu den Details.

Spontan ergab es sich heute, daß ich Verwandte treffen konnte. Hier in der Rheinebene hieß das für mich 38 km nordwärts auf Stufe 1 von vieren, mit dem Wind bei Stärke 3. Am Treffpunkt war die Spannung von 53,2 auf 50,8 Volt abgesunken, aber die Balkenanzeige hatte gerade nur ein Segment von acht verloren. Sie arbeitet also wirklich nicht linear am Anfang. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 24 km/h, obwohl ich mich nicht groß verausgabt hatte beim Fahren von längeren Stücke über der Abregelgrenze. Ich extrapolierte, daß ich wohl ca. 25% der Kapazität aufgebraucht hatte.

Leider verging die Zeit zu schnell, und der Rückweg mußte vor Anbruch der Dunkelheit erledigt sein, weil ich meine Philips-Frontleuchte nicht mitgenommen hatte. Gegen den Wind auf derselben Strecke war es spürbar langsamer. Die Stufe 1 habe ich weiterhin genutzt, um die Testbedingungen gleich zu halten. Nach 76 km waren noch 47,6 Volt übrig bei einem Durchschnittwert von nur noch 21,9 km/h, den ich am Treffpunkt nicht wieder auf Null zurückgesetzt hatte. Meist war ich um 20 km/h unterwegs. Es waren noch vier Akkubalken übrig, der fünfte war gerade ausgeblendet worden.

Wenn ich diese Voltdifferenz einfach verdoppele und annehme, daß ich somit 11,2 Volt im Akku absenken kann, bevor er abschaltet, dann käme ich also auf etwa 150 km bei einer Abschaltspannung von 42 Volt. Der Forist "cephalotus" hat von einer tieferen Abschaltspannung beim 48-Volt-Akku berichtet, daher befinde ich mich wohl mit meinen Annahmen in einem sicheren Bereich. Auch die Tatsache, daß ich bereits in diesem Diskussionsfaden Touren mit über 100 km absolviert habe, aber bei sehr vielen Höhenmetern, und dabei nicht unter 44,7 Volt gekommen bin, stützt mich hier.

Heute noch zum echten Ausreiztest weiterzufahren hat sich nicht ergeben. Ich hatte keine Lust, mit Licht länger durch die Gegend zu fahren, mein Hinterteil wollte auch seine Ruhe, und mein Nacken hat es nicht so gemocht, daß ich im Gegensatz zu den Touren im Pfälzerwald nicht öfter nachgucken mußte, wo es weitergeht, oder eine Besonderheit am Weg besichtigte. Ich bin die beiden Strecken fast direkt ohne Pause gefahren, und das ist halt anstrengend. Es hat schon seinen Grund, warum ich die längeren Strecken im Flachen am liebsten mit meinem (motorlosen) Liegerad fahre.
 
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Eine Fahrt, die ich am 21.6.2015 machte:

Die Porsche-Runde mit theoretischer Rekordreichweite von etwa 170 km bei meiner Akkukapazität von 400 Wh entstand ausgehend vom Bahnhof Pforzheim. Das Städtchen ist topografisch viel steiler als vermutet. Nach einer kurzen Herunterfahrt und dem Queren der Enz ging es zunächst recht steil und mit stärkerer Unterstützung die Wurmberger Straße und dann den Strietweg hoch. Im Landesleistungzentrum des Schießsports war gerade Besuch aus dem Moselkreis. Nachdem der initiale Anstieg geschafft war, änderte sich meine Höhenlage zunnächst mal nicht besonders. Ich fuhr einfach weiter geradeaus und unterquerte die A8 direkt westlich von Wurmberg. Im Süden davon vermied ich das Wimsheimer Straßenfest und rollte gemütlich abseits der Straße nach Mönsheim runter. Der Anstieg zum Porsche-Entwicklungszentrum vor Weissach forderte dann wieder Motoreinsatz. Am Werkstor waren 20 km Distanz seit dem Bahnhof geschafft und etwa 3 Volt von 10-11 Volt Hub. Das Foto mußte ich vom Tor weg machen mit Rücksicht auf die Sicherheitsauflagen des Werksschutzes.

Zurück nach Mönsheim habe ich erst einmal gemütlich Spargel gegessen und danach den Rest der Tour in Angriff genommen. Über Wiernsheim, Pinache, Mühlacker (Hallo Enz, Du schon wieder) und Schönenberg war es einfaches hügeliges Auf-Und-Ab mit wenig Akkuverbrauch. Die Gegend ist auch sehr ländlich, und ich sah wieder jede Menge Greifvögel. Zum Ort Schmie herauf wurde es aber eher alpin, ich wechselte an einer Stelle in den Mountain-Modus. Am Kloster Maulbronn lief mir dann die Zeit davon, so daß ich mich entschloß, schnell wieder zurückzufahren. Also Ölbronn, Bauschlott, Königsbach-Stein, viel mit Rekuperation, dann direkt die Waldabkürzung nach Söllingen und am Pfinzradweg entlang nach Karlsruhe-Durlach, wo ich den Zug bestieg, weil es anfing zu regnen. Dort war mein Akku nach einer Strecke von 90 km und etwa fünf Stunden gerade etwas mehr als halb geleert, woraus sich die oben genannte theoretische Reichweite errechnet. In der Pfalz mußte ich dann noch vom Bahnhof nach Hause zurück, aber da war der Regen schon durchgezogen.
 

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Ich war massiv beschäftigt in der letzten Zeit, daher jetzt eine kleine Nachlese vom 26.6.2015.

Kleiner Kurzurlaub in Kärnten mit Einquartierung am Westende des Wörthersees. Zur Erinnerung: Mein Akku hat etwas über 400 Wh und die Anzeige insgesamt acht Akkubalken.

Am ersten Tag wollte ich eine Runde um den Wörthersee drehen. Allerdings ließ ich mich dazu verführen, einen Höhenmeter-Umweg über St. Urban zu machen. Die Akkuladung reichte gerade aus, es waren am Ende 104 km, 1267 HM und 5:30 Stunden.

Zunächst hatte ich wegen der späten Ankunft am Vortag keine Wasservorräte, also mußte ich erst einmal in Velden 1,5 Liter in meine beiden Flaschen füllen. Die Uferstraße nach Pörtschach bekommt von mir keine Empfehlung, man radelt fast die ganze Zeit neben dem Autoverkehr. Das war dann auch der Grund, warum ich in die Einsamkeit der Berge flüchtete. Mit Stufe eins schone ich ja den Akku und hatte von der Rigi-Tour die Erfahrung gemacht, daß man damit ziemlich weit kommt. Über Gradenegg, ein paar hundert Meter Verlust durch Sich-Verfahren und am Maltschacher See vorbei ging es zunächst sehr weit hoch und dann wieder etwas runter zur Bahnstation St.-Martin-Sittich. Über Gleise und Straße kommt man weiter hoch in einen Bogen nach rechts und dann links hinein in den Schoberweg. Google-Benutzer sind ab hier verloren, aber ich benutze ja die Openandromaps in Oruxmaps, und da sieht man den Weg nach Rogg. Der ist allerdings anfänglich sehr steil, wohl über 15%, weswegen ich mir es gönnte, etwas mehr Unterstützung einzufordern.

Weiter oben dehnt sich ein Tal aus, und ich machte einen Abstecher links nach St. Ulrich. Anschließend in Richtung St. Urban zeigte Oruxmaps einen kleinen Waldweg nach dem Hafenbergweg. Der sollte mir etwas Strecke einsparen. Mächtig großer Fehler. Das Teil war nicht nur extrem steil, sondern wandelte sich auch in einen überwachsenen Nichtmal-Trampel-Pfad. Ich mußte dauernd den Mountain-Modus bemühen. Nach gefühlt einer halben Stunde, aber real zwei verlorenen Akkubalken, zeigten sich die Anzeichen der Zivilisation wieder, hinter zwei Häusern mit eigenem Teich gab es wieder einen asphaltierte Straße. Leider ließ die Steigung immer noch nicht nach. Erst oben am Kleingradenegg war es geschafft. Eine kleine Pause an einem merkwürdigen Schild (siehe Bild) fand ich wohlverdient. St. Urban selber ist ein winziger Ort mit einem netten Badesee, den ich noch aus den 70ern kannte. Bis dahin hatte ich 47 km geschafft, der Akkustand hatte sich gerade etwa halbiert. Am Dorfplatz gab es Mittagspause.

Der Weg zurück zur Bahnstation geht ebenfalls steil, aber glücklicherweise bergab. Das Bremsrubbeln bei der Rekuperation trat auf, brachte mir aber den fünften Balken zurück. Das Hochtal über Mautbrücken und Maria Feicht radelte ich ohne Unterstützung. Bis hinter Wölfnitz geht es immer wieder teils steiler bergauf, dabei hatte ich erwartet, daß es endlich bergab ginge. An den Hallegger Seen entlang fand ich mich plötzlich wieder unten am Wörther See wieder, ohne größere Abschnitte zur Rückgewinnung ausnutzen zu können. In Klagenfurt bereitete man sich auf den Iron-Man vor, der Europapark war mit Tribünen und Ständen vollgestellt. Ich guckte noch bei Minimundus vorbei und machte mich dann auf den Rückweg.

In Viktring bemerkte ich einen kleinen Vogel am Gassenrand und dachte, der würde gleich wegfliegen. Aber er hüpfte und flatterte nur etwas weiter von meiner eingeschlagenen Richtung weg. Das war ein ganz junger Vogel, vielleicht war er zu früh aus dem Nest gekommen? Auf dem Weg über Keutschach ging es wieder bergauf, und es überholten mich trainierende Triathleten selbst an den Stellen, wo ich eine höhere Unterstützung eingestellt hatte. Die Jungs haben richtig was drauf!

Irgendwie kam ich dann nach Techelweg und machte den Fehler, die Route über Penken einzuschlagen. Farendorf wäre besser gewesen, denn mir war nicht klar, daß Penken oben liegt, also, viel weiter oben. Wieder mußte ich strampeln, schwitzen, hecheln und den Mountain-Modus einschalten und war froh, als es endlich wieder bergab ging, denn Akkubalken waren keine mehr übrig. Steil runter brachte mir wieder mehr Energie für den Rückweg über St. Egyden zurück ins Hotel in Latschach. Danach war ich bedient und die Tour vorbei.
 

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oskar97

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Schöner Bericht!
Wie viele Kilometer hast Du bisher mit dem D-Motor gemacht? Gab´s irgendwelche Zwischenfälle/Auffälligkeiten?
Der Weg zurück zur Bahnstation geht ebenfalls steil, aber glücklicherweise bergab. Das Bremsrubbeln bei der Rekuperation trat auf, ...
Auf welchen Wert hast Du die Bremshebelreku eingestellt?
 
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@oskar97 : Zu dem Zeitpunkt waren es ca. 3000 km ohne Probleme. Der Bremshebel ist auf 30 gestellt.

27.6.2015
Nach der langen Fahrt gestern stand heute etwas Entspannung an. Die erste Tour kam auf 34 km, 353 HM und 1:30 Dauer. Von Latschach fuhr ich über Treffen nach Selkach. Unterwegs fragte mich ein älterer radelnder Herr mit einem Trio-Antrieb von Prophete nach dem Weg nach Velden. Ich sagte ihm, daß er auf dem richtigen Weg wäre und einfach nur geradeaus fahren müsse. Wir kamen ins Gespräch, so daß ich erfuhr, er sei eigentlich im Altenheim, aber das wäre für die Kranken, und er führe jetzt nach Hause. Seine Kleidung bei dem warmen Wetter machte den Eindruck, als hätte er lediglich einen Gürtel zu seinem Schlafanzug angezogen. Ich habe ihm dann eine gute Weiterfahrt gewünscht. :eek:

In Selkach führt eine auch für den Autoverkehr geeignete Brücke über die Drau. Am anderen Ufer stößt man direkt auf den Drau-Radweg R1, und ich folgte ihm Richtung Süd-West entlang am Feistritzer Stausee. Dort geht es munter rauf und runter, es gibt ein paar kleinere überdachte Brücken zum Queren, teils über die typischen Alpen-Bachbetten, mit Hinweisen, daß bei Nässe mit Sturzgefahr auf den Holzbohlen zu rechnen sei. Das ist für meine Begriffe eine sinnvolle Warnung. Das Bild zeigt mein Fahrrad auf einer kleinen Inselbuhne mit Blickrichtung nach Westen. Hinter dem Sperrwerk des Stausees ist ein Übergang nach Niederdörfl, von wo aus ich über Ludmannsdorf viele Höhenmeter erklomm und wieder runter nach Selkach kam. In der Gegend sind viele Schilder zweisprachig: Deutsch und vermutlich Slowenisch. Gleich hinter den Karawanken beginnt ja auch bereits Slowenien. Kurz vor dem Ziel sonnte sich am Straßenrand eine Ratte den Bauch. Ich war so schnell vorbei, daß ich erst im zweiten Moment begriff, daß das Viech tot war, aber nicht plattgefahren.

Diese Tour habe ich mich auf Stufe drei schön schieben lassen. Nach 24 km war schon der halbe Akku leer, aber ich brauchte das zur Erholung.

Am Nachmittag hatte ich dann den Akku frisch geladen eingesetzt und wollte zum Pyramidenkogel oberhalb des Südufers des Wörthersees zur zweiten Tour. Um es kurz zu machen: Ich kam - erneut stark unterstützt - etwa nur 10 km weit bis Schiefling, dann brach ein starker Sommerregen aus. Ich kehrte frühzeitig um, mußte mich dann aber bei einer Pension für fast eine Stunde unterstellen. Da der Regen danach nur leicht nachgelassen hatte und es nicht aussah, also würde er überhaupt noch aufhören, zog ich meine Fischhaut an und donnerte sechs Kilometer ins Tal und zurück zum Hotel. Der BionX-Antrieb war so naß wie ich, hat aber keinerlei Aussetzer gehabt. Daß die Kenda-Reifen keinen Grip bei Nässe hätten, kann ich nicht bestätigen, allerdings fahre ich Kurven bei Feuchtigkeit immer vorsichtig. Fischhaut und Schuhe hatten ihren Dienst gut verrichtet, aber alles ungeschützte an mir hatte gelitten. Die Top-Tasche hatte im Regenschatten fast nichts abbekommen. Das Rad habe ich nur kurz abgewischt, der Regen hier ist wenigstens sauber, und die Schutzbleche haben auch gut funktioniert.
 

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