Wer baut Akkus?!

Diskutiere Wer baut Akkus?! im Akkus, Batteriemanagement (BMS), Ladegeräte Forum im Bereich Diskussionen; Macht nichts. Löten verbietet sich ohnehin, weil die Hersteller das untersagen und weil man nie weiß, welche Schäden eine Lötstelle genau im Akku...

Üps

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Bei meinen gelöteten Zellen war öfter mal eine ab gerüttelt.
Macht nichts. Löten verbietet sich ohnehin, weil die Hersteller das untersagen und weil man nie weiß, welche Schäden eine Lötstelle genau im Akku erzeugt, ob beispielsweise Zellunterbrecher gegen Überdruck Überstrom, Überladung, Übertemperatur noch funktionsfähig sind.
 

Rollerfahrer

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Die Punktschweißung ist auch ein schmaler Grad zwischen gut geschweißt, durchgebrannt und ab. Zumindest bei Bastlern.

Mein gelöteter 10s6p Akku ist immer noch top fit, und hat Null Abweichung zwischen den Zellbänken und das ohne BMS.

Alternative ist bei käuflichen Akkus 500,- € und mehr für 500 Wh zu zahlen und hoffen das er lange über die Garantie hält...
 

Ewi2435

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Dann google mal was zB. ein Bosch Powertube Akku selbst bei Discountern kostet.
Du vergleichst deinen selbstgebrutzelten Kram mit einem BOSCH Akku und meckerst das der so teuer ist. Dabei könntest du einen Bosch Akku gar nicht nutzen.

Wenn dann vergleich auch mit was auf dem Markt verfügbaren für offene Systeme. Denn nur um die geht es hier.

Ein Stromer Akku mit 983Wh kostet fast 2000€, ist das relevant? Nein!
 

Rollerfahrer

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ist das relevant?
Ja!

Wer nicht selber lötet kauft in der Regel Standard Fertigware wie sie zu tausenden in den Läden stehen.

Und da zahlt man dann auch Preise wie sie bei Bosch oder Stromer üblich sind.

Der kleine Anteil von offenen käuflichen Systemen ist da eher nicht relevant.
 

Singing-Bard

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Ewi2435

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Sieht doch gut aus, vergleichbar mit 15Ah sind es noch 300€ Dabei sind Ladegerät und Gepäckträger komplett. Finde ich ein guter Preis.
 

michi_gecko

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Die Punktschweißung ist auch ein schmaler Grad zwischen gut geschweißt, durchgebrannt und ab. Zumindest bei Bastlern.

Mein gelöteter 10s6p Akku ist immer noch top fit, und hat Null Abweichung zwischen den Zellbänken und das ohne BMS.

Alternative ist bei käuflichen Akkus 500,- € und mehr für 500 Wh zu zahlen und hoffen das er lange über die Garantie hält...

Punktschweissen mit dem richtigen Werkzeug ist ein stabiler Prozess.
Demzufolge bin ich kein Bastler.

Per Definition ist ein Bastler jemand, der von der Materie kein Fachwissen besitzt.
Bastler sollten daher eher Laubsägearbeiten durchführen, und nicht mit Akkus ohne Schutzschaltung und über 50V Gesamtspannung hantieren. Bzw. würde ich mit der Haushaltsversicherung abklären, ob grobe Fahrlässigkeit abgedeckt ist.

Über die Vor- und Nachteile vom Löten im Allgemeinen und Speziellen wurde sicher schon ausführlich diskutiert. Ist vergleichbar mit Dornpressung VS Sechskantpressung. Hersteller/Normen schreiben etwas vor, manchmal gehts auch anders - oder auch nicht.
Niemand wird öffentlich freiwillig berichten, wenn dann was schiefgegangen ist. Daher alles in Ordnung.

Ein Hochwertiger Akku 48 V 624 Wh mit Gepäckträger, Controlerfach, An/ Aus Schalter, BMS, Abschliessbar, mit Ladegerät kostet 370 Euro

E-Bike,Pedelec 48V 13Ah 624 Wh Akku Kit,26"-28" Umbausatz+Gepäckträge, 369,00 €

Der Preis für das Teil ist sicherlich OK bzw. preiswert.
Der Gepäckträger inkl. Box wird allein wohl um die 100 Euro wert sein.

Wobei "hochwertig" ein großes Wort ist für einen vermutlich 13S4P Akku mit NoName Zellen.

15A Entladestrom ist nicht "viel" - dürfte aber für einen 750W Motor gerade so reichen ohne Reserven.
Bedenklich ist eher der spezifizierte Konstantstrom von 5A, das sind gegen Ende vom Akku nur mehr 200W.
Betriebstemperatur 0-60 Grad ist auch arg knapp. Fürs Schönwetter Rad sicher ok.

Hört sich nach "billigen" Zellen an, die bei Belastung schnell an Kapazität und Spannung verlieren.

Preis/Leistung finde ich an sich nicht verkehrt. Wenn der Akkupack ordentlich aufgebaut ist - das ist dann immer die Frage - ob der mechanisch stabil ist.

Die reine Hardware für ein "hochwertiges" Pack mit Markenzellen für 13S4P kostet im Einkauf für "Privat" mindestens 200 Euro. Da ist aber noch kein "tolles" BMS mit Bluetooth enthalten oder Ladegerät.

Das Problem an der Fertigung von Akkupacks "unter Freunden" ist die Haftung, Arbeitszeit und Werkzeug.
Für einen guten Freund habe ich die Zellen vom Rasenmäher Akku getauscht. Wenn ich die Arbeitszeit rechnen müsste, rentiert sich das schon nicht mehr.
So ist es auch bei den Akkus für e-bikes.
Welchen Stundensatz müsste man rechnen? Ist man dann schon "gewerblich" unterwegs? Sobald Steuer/Anmeldung fällig wird, verdreifacht sich der Stundensatz wieder und es gibt Gesprächsbedarf mit dem Arbeitgeber.
 

Jenss

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Und ich bin sogar ein Pfuscher!

Deswegen zum thema

"Wer baut Akkus?"

Ich nicht!!!
 

michi_gecko

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Und ich bin sogar ein Pfuscher!

Deswegen zum thema

"Wer baut Akkus?"

Ich nicht!!!
Man muss wissen, was man kann - und was nicht.
Oder was man lernen will/kann.

Wusste auch nicht, daß ich lernen muss wie ich eine Software auf einen Arduino nano aufspiele.
Können tu ich es nicht, aber es hat funktioniert.
Ein Studium der Elektrotechnik, Maschinenbau oder Physik mag sicher interessant sein - aber handwerkliches Geschick, Hausverstand und Vorsicht können auch viel bewirken.
 

Üps

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Dann google mal was zB. ein Bosch Powertube Akku selbst bei Discountern kostet.
Einen Boschakku als die angeblich einzige Alternative zum Selbstbau-Pfusch zu nennen, ist Unsinn in höchster Perfektion.
Der ist nämlich überhaupt keine alternative dazu. Er würde nicht einmal mit all den Systemen laufen, die mit einem Selbstbatel-Akku funktionieren.
Und schon gar nicht würde dein Bastel-Akku in einem Bosch-System laufen.
 

Rollerfahrer

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Das ist nicht nur eine Frage wie der Akku gebaut ist.

Die Befestigung des Akkus ist beim Selbstbau auch nicht einfach.

Ein Softpack in einer Tasche finde ich auch nicht sehr professionell. Genauso wenig wie schwere Fertig Gehäuse die an zwei 5mm Flaschenhalter Gewinden befestigt werden. Und Gepäckträger Akkus gefallen auch nicht jedem, bei denen dann mit dutzenden von Kabelbindern eine Leitung zum Frontmotor geht. Eine zum Tretsensor und eine zum Display.

Bei stimmig aussehenden Fertigbikes geht der Trend nicht umsonst zum eingebauten Rahmen Akku.
Und da ist man dann automatisch in der Falle bei verdongelten und überteuerten "Angeboten".
 

Adrian77

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Nun, wenn man bei mir ne Tasche für nen Akku sieht - ist dies optisch eine Tasche :) Das ist so gewollt.

Ich hab jetzt mal mein Trägersystem von 2019 zusammengesetzt um es zu fotografieren.
Es ist ein Sattelstützsystem. Viele bekommen Gänsehaut alleine beim Gedanken nen Akku an nen Sattelstützgepäckträger zu hängen. Wenn man sich da keine Gedanken macht, landet sowas inkl. Akku auch letztlich im Graben.

Wenn so ein Bike mal umfällt oder man damit stürzt sollten das die Zellen nach Möglichkeit unbeschadet überstehen. Nur in der Tasche ist und bleibt ein Risiko.
Ich habe das System auf 2 Bikes rund 2500km getestet. Es war gut und echt stabil.
Kein Geklapper, keine Vibrationen kein lockerer Akku! Bomebnfest

Die Trägerstange wurde ein gutes Stück gekürzt. Beim Original ist die ewig lang.
Wir wollen da ja einen AKKU befestigen - weniger Hebel bedeutet weniger Belastung.

Eine Trägerplatte aus 4mm Alu die grundsätzlich größer ist als der Akku schützt den Akku.
Ich habe jetzt mal für das Foto einen Karton genommen.

Tatsächlichen haben wir da ein Jahr lang nen 10s8p montiert gehabt.

Die Federung vom Fully hat sich natürlich auch positiv auf den Akku ausgewirkt - Es war fast wie so ein Airride Fahrwerk :) Damit waren Schlaglöcher im Wald, oder mal eben von nem hohen Bordstein oder ne Treppenstufe runter - kein Problem. Anfangs hatte ich echte bedenken.

Sicher wir haben uns vorher Gedanken gemacht und Schwachstellen gesucht. Eine Sattelstütze macht einiges mit - irgendwann ist die halt auch mal am Ende. Da wurde mal eben ein passendes 3mm Alurohr in die Sattelstütze geschoben. Das war´s. Das hat die Sattelstütze stabilisiert. Die konnte nicht nachgeben!

Wenn man im Rahmen keine Möglichkeit hat einen Akku zu montieren, ist das eine echt solide Option.
Da die Konstruktion so kurz wie möglich gehalten wurde, hat es sich auf die Fahreigenschaften nicht sonderlich negativ ausgewirkt. Sicher hat so ein Akku Gewicht! keine Frage. Ein Akku im Rahmen ist noch neutraler - bringt alles nichts wenn man im Rahmen keinen Platz mehr hat.

Der Aufbau war schon etwas aufwändig aber im Grunde recht einfach.
Auf der Trägerstange wurde eine eigens dafür ausgeschnittene Aluplatte als Grundträger montiert.
Unter ihr konnte der Controller montiert werden und seine Wärme mittels Wärmeleitpad an die Bodenplatte abgeben. Darauf kam die Tasche! und in die Tasche dann der Akku und die Abdeckplatte.
Bodenplatte und Abdeckplatte werden mit M4 Schrauben verschraubt. Nach belieben bis 8 Stück.
4 Stück haben dicke gereicht!
Der etwas unschöne Teil verschwand somit in er Tasche und war so auch Staubgeschützt.
Durch Rädelmuttern kann man den Akku auch recht schnell demontieren - das geht leicht.
Damit der Akku zwischen den beiden Platten nicht etwa gestaucht wird, kommen die Schrauben in Aluröhrchen. Die Röhrchen haben exakt die Länge von der Höhe vom Akku. Wir wollen den ja nicht entsaften :) Die Tasche selbst war nichts sonderlich stabiles - die war nur Staub und Regenschutz, also eher Deko.
Der Akku hatte damals 4kg plus Flasche 1kg + den Träger selbst mit rund 1kg also rund 6kg

Da war auch oft noch ne Jacke und Kleinkram in der Tasche. Zeitweise noch ne zweite Flasche Ladegerät... man muss es nicht übertreiben...
Das hat trotzdem gehalten.

So wie der gebaut ist sind 6kg am Fully kein Problem.
 

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Rollerfahrer

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Da wurde mal eben ein passendes 3mm Alurohr in die Sattelstütze geschoben
was im Umkehrschluss bedeutet, eine normale Sattelstütze macht das nicht mit...
;)

Ich hatte bei meinem BMX auch mal eine lange Sattelstütze von innen mit einem zusätzlichen Rohr verstärkt, aber den Akkukasten dann doch lieber mit einer großen Schelle aus Multiplex auf das Oberrohr gesetzt. Hat auch super gehalten.
 

Adrian77

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letztes Jahr war das ne Sattelstütze aus Carbon mit dem Träger dran.
Ich montierte sie wegen der Optik und sie war letztlich dann nur Optik.
Das Alurohr war innen ;-) Auch wenn die völlig zerbröselt wäre, wäre nichts passiert.

Als ich die Bikes letzten Herbst zerlegte, waren die Carbon-Sattelstützen in Ordnung.
Das war ne stabile Kombi - ohne Alurohr innen hätte ich mich das nicht getraut.

Jetzt hab ich ne relativ dickwandige Sattelstütze gekauft aus Alu. Der Rahmen ist recht groß, sie ragt nur so 10-12cm aus dem Rahmen raus. Denke das wird auch gehen.

Wenn die knickt, knickt halt der Akku der Di2 (der steckt in der Sattelstütze :)
 
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