Welches Pendelrad?

Diskutiere Welches Pendelrad? im S-Pedelecs und anderes mit E-Motor Forum im Bereich Diskussionen; Ich werde auch immer wieder von Bekannten die S oder Fahrradfahren generell wenig kennen gefragt, warum ich stattdessen nicht lieber einen...
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jodi2

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Ich werde auch immer wieder von Bekannten die S oder Fahrradfahren generell wenig kennen gefragt, warum ich stattdessen nicht lieber einen E-Roller nehme, sei doch günstiger und weniger schmerzhaft... Manchmal versuche ich dann zu erklären, was die Vorteile und Unterschiede von einem Fahrrad zu einem Moped sind und wie weit ich mit etwas weniger oder wenn nötig auch mal gar keiner Unterstützung kommen kann usw.
Aber meist rolle ich nur die Augen und geb's auf... 😢
 
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Noah

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Bionx D
Ich werde auch immer wieder von Bekannten die S oder Fahrradfahren generell wenig kennen gefragt, warum ich stattdessen nicht lieber einen E-Roller nehme, sei doch günstiger und weniger schmerzhaft... Manchmal versuche ich dann zu erklären, was die Vorteile und Unterschiede von einem Fahrrad zu einem Moped sind und wie weit ich mit etwas weniger oder wenn nötig auch mal gar keiner Unterstützung kommen kann usw.
Aber meist rolle ich nur die Augen und geb's auf... 😢
Ist ja hier nicht besser😂
 
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Jens_Köln_Bonn

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Das dachte ich auch. Jens, hast Du denn überhaupt mal ein S mit Naben/Heckmotor probiert bzw. wenn ja welches?

Fernlicht macht +16W aus, bei Deiner Strecke also rund 20Wh, das sind bei 500Wh für 38km ca. 1,5km bzw. da Du ja sicher nicht permanent Fernlicht anhast/anhaben kannst sondern nur gelegentlich, sind es real wohl nur eine paar hundert Meter Unterschied, meinst Du nicht?
Fakten sind überbewertet - braucht man zum Vergleich doch nicht :) Aktuell habe ich das Klever X Speed gefahren, beim letzten Mal Anfang 2019 ebenfalls Klever und Stromer (ST1?). Das Zouma hatte übrigens die Supernova Pro, die mit 32W fürs Fernlicht doppelt so viel braucht wie die Mini Pro. Und mit dem Gegenwind im Herbst und Winter und niedrigen Temperaturen sorgte das am Ende dafür, dass ich die Unterstützung auf den letzten Kilometern runterfahren musste...

Einen praktischen Punkt hatte ich noch nicht erwähnt: ca. 10-12km meiner Strecke sind Tempo-30-Strecken. Das war mir mit meinem Biorad vorher nicht aufgefallen, verlangsamt aber natürlich die Fahrt mit dem S-Pedelec. Effektiv >40 km/h fahren kann ich vielleicht auf 7-8 km, dafür lohnt sich die zusätzliche Power von Klever oder Stromer nicht unbedingt.
 
MisterFlyy

MisterFlyy

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Klever New B-Speed mit Biactron V2
Klever scheidet für mich ganz aus, da hier sehr viele negative Berichte vorhanden sind und mir das Rad überhaupt nicht gefällt und der Händler noch weiter weg wäre.
Das Rad gibt es von Klever nicht. Es gibt zwei Rahmenvarianten von Klever als S-Pedelec. Ich fahre das B-Speed. 😉



Ich hatte auch schon einige Probleme mit den Rädern, aber alle wurden zu meiner Zufriedenheit gelöst.
Zweimal bekam ich ein neues Rad nach Rahmenbruch. Also keinen Rahmentausch.

Stromer/Klever lassen ihre Motoren wohl deutlich teuer bei TDCM produzieren, da ist ein Tausch deutlich teurer.
Ich hatte zweimal einen Felgenriß am Hinterrad. Da wurde nichts umgespeicht, sondern es gab beide Male ein neues Hinterrad.


Es wird nicht nur ausgetauscht, sondern auch weiter entwickelt. Der Rahmen wurde neu gestaltet, es werden andere Felgen verwendet, das undichte Display wurde auch überarbeitet.

Bei Klever kann man auch noch selbst Hand anlegen, denn ich habe schon mehrfach Ersatzteile zugeschickt bekommen, die ich selbst verbaut habe.

Ein Betrieb mit einem kostengünstigen Extenderakku zur Vergrößerung ist bisher auch möglich.
 
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jm1374

jm1374

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Stromer ST2S 7000km;Bulls E45;Haibike Xduro FS RS
Danach müsste der Motor für 38 km/h 600 W zusteuern. Dann bräuchte ich eine Stunde und das ergäbe dann das Ergebnis, dass ich kaum eine Strecke fahren könnte, richtig?
Kann es wirklich sein, dass so ein Akku so "wenig" leistet?
Das kannst du doch mit den Werten selbst ausrechnen. 600W in einer Stunde Fahrzeit sind 600Wh die der Akku liefern muss. In der Stunde bist du 38km gefahren. Knapp 16Wh/km sind ein normaler Verbrauchswert bei S-Pedelec. Mit viel Eigenleistung kommt man auch mit 10Wh/km hin. Im Winter oder mit ein paar Höhenmetern kommt man aber auch locker auf über 20Wh/km.

Eine Extenderlösung mit Verlust der Gewährleistung kommt für mich nicht in Frage. Außerdem bin ich Elektro-Astheniker und greife da ganz sicher nirgendwo was ab. Ich habe davon wirklich gar keine Ahnung!
Ahnung kann man sich aneignen. Nennt sich Lernen.
Oder aber einen Elektriker finden, der dir das nach Wunsch baut. Das ist kein Hexenwerk. Ich bin auch kein Elektriker. Es reicht wenn man die Farben Rot und Schwarz unterscheiden kann. Löten muss man nicht wenn man nicht will. Entweder man kauft sich ein Crimpset oder man kauft Drahtverbinder. Vorkonfektionierte Kabel mit XT60/90 Stecker/Buchse kann man auch kaufen. Fehlt noch ein Akku, ein Ladegerät und ein Spannungsmesser. Mit den Teilen hatte ich im Handumdrehen 2kWh Akkukapazität zum Bruchteil eines zweiten Stromerakkus.
 
tehdon

tehdon

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Bosch Performance Speed 2017
Das wäre blöd. Ich fahre regulär eine Kadenz von ca. 90 U/min.
Du bringst sehr viel Erfahrung aus dem Fahrrad-Sektor mit, die dir sicher in vielen Bereiche zugute kommt. Aber auch wenn das S-Pedelec aussieht wie eins, ist es kein Fahrrad. Gerade hinsichtlich solcher Faktoren wie Wohlfühl-Kadenz etc kann die Unterstützungscharakteristik des Motors die eigene Präferenz schon nochmal verschieben.

Gott, ist das alles kompliziert. [...]
R+M hätte den Supercharger im Rennen. Wie laut und gut ist denn der Bosch-Motor wirklich? Ein Bekannter von mir fährt so ein Teil und hat bei 36 TKM schon den dritten Motor drin.
Über 35 km/h dominiert beim alten Bosch Speed das Windgeräusch. Unter 20 km/h ist es nervig. Touren mit der Familie fahr ich immer ohne Unterstützung. Und nein, dass ich da das Getriebe mittrete, hat mich noch nie gestört. Der aktuelle Bosch Speed wird da sicher nicht schlechter sein.

Zu der Laufleistung der Bosch-Motoren wurde bereits die alte Pedelecmonitor-Page gepostet. Schau mal auf der neuen nach:

Haltbarkeit Motor | Pedelecmonitor | Real Biker - Real Feedback

Filter auf "alle Datensätze" und "Motorschäden". Da bekommst Du nen Eindruck. Gibt einige <10k, aber einige Fahrer sind auch schon bei störungsfreien 20k km. Klar, immer noch kein Vergleich zum Nabenmotor-Verschleiß. Aber auch kein k-o-Kriterium. Griffe ins Klo gibt es natürlich überall.

Meiner Meinung nach gibt es drei Faktoren, die gegen einen Bosch sprechen:
  • geringe Leistung bei widrigen Bedingungen
  • hohe Belastung des Antriebsstrangs (ja, Ketten/Ritzel sind günstig und schnell gewechselt. Nerven tuts trotzdem - alle 2k km)
  • verminderte Laufleistung ggü Direktläufern
Auf der Gegenseite steht aber unbestritten die hohe Störungsunanfälligkeit des Bosch-Systems. In gut 13k km hatte ich 2x eine AEG-Fehlermeldung ("Ausschalten - Einschalten - Geht wieder"). Und das Rad sieht bei mir Stürme, Starkregen, Salz und alles, was die Straße hergibt. Und die Zuverlässigkeit lässt mich die Unzulänglichkeiten verschmerzen.

Die Kraft und Vibrationen die bei 45 km/h bei der Fahrt über ein Schlagloch oder Bordstein auftreten, ist in keiner Weise zu vergleichen mit einem 25er Pedelec.
Klar, was die Belastungen angeht, die auf einen Senioren-Tiefeinsteiger warten, hast Du recht. Aber sonst - nee. Schonmal gesehen, was die diversen Brausesportler auf ihren Pedelecs in Bikeparks anstellen? Dagegen ist so ein Schlagloch nix...

Das mit den Schaltproblemen kann ich nicht nachvollziehen. Die XT am Vado hat sich prima geschlagen - die habe ich auch an meinem MTB, ist mir also bekannt. An meinem Trekker fahre ich die Rohloff - klar ist die toll und wartungsarm und hat gute Entfaltung etc. Aber mit der SLX (Bj. 1988!), der Ultegra Gravel) und der XT bin ich auch recht zufrieden. - Natürlich nur mit Beinantrieb.
Auf die XT lass ich auch mit Motor nix kommen, die schaltet bei mir auch noch wie am ersten Tag. In Anbetracht daran, was ich ihr alles zumute und wie wenig Aufmerksamkeit sie bekommt, Hut ab.

Für längere Strecken haben wir einen Niu Roller N1S . Der fährt 50 km/h und das ist schon ziemlich schnell und da merkt man den Fahrtwind schon.
Das isses: Mach das mal im Winter unter der 0°-Grenze. Spätestens nach 10 Minuten bist Du da ein Eisklotz. Da hat das S-Pedelec einfach seine große Stärke: Durch die Bewegung bleibst du einfach warm. Auch bei 8 Miesen - die ersten zwei Kilometer sind hart, aber dann bist du auf Temperatur.
 
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jodi2

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Das Zouma hatte übrigens die Supernova Pro, die mit 32W fürs Fernlicht doppelt so viel braucht wie die Mini Pro.
Ja, ich weiß dass das Zouma die Pro hat und dass die max. 32 W zieht. Das Fernlicht zieht da16W mehr als das Abblendlicht und Du schriebst, dass der Einsatz des Fernlichtes die Reichwiete stärker beeinflussen würde und das macht bei Deiner Strecke max. 20 Wh und in der Praxis wohl eher 5-10Wh bzw. nur ein paar hundert Meter aus.
Ich hatte auch schon einige Probleme mit den Rädern, aber alle wurden zu meiner Zufriedenheit gelöst.
Zweimal bekam ich ein neues Rad nach Rahmenbruch. Also keinen Rahmentausch.
Ich hatte zweimal einen Felgenriß am Hinterrad. Da wurde nichts umgespeicht, sondern es gab beide Male ein neues Hinterrad.
Ich hatte am Stromer auch einmal Risse in der HR Felge und der Händler hat den Motor auf eine neue Felge umgespeicht. Das hat wohl mehr damit zu tun, wer es machen will/soll oder wie nah das Werk ist, ich bin mir sicher dass die Motoren Klever mind. ähnlich teuer im EK kommen und dann eben bei Klever im Werk aus- oder umgespeicht werden und nicht das ganz HR auf den Schrott kommt. Noch viel mehr bei einem Rahmen/Rahmenbruch.
Und nicht hauen, aber schon zwei Rahmenbrüche allein bei Dir bestätigen so ziemlich alle Vorurteile die man beim Anblick dieser statisch ungünstigen Rahmenform hat. Das ist für leichte Fahrer sicher ok, meine zierliche Frau hat eine ähnliche Rahmenform schon ewig bei Ihrem 25er Flyer (auch da gab es (wohl bei schwereren FahrerInnen) schon rel. häufig Rahmenbrüche), aber für ein S mit 100kg Last drauf wie beim TE?
Zu der Laufleistung der Bosch-Motoren wurde bereits die alte Pedelecmonitor-Page gepostet. Schau mal auf der neuen nach:
Huch, die kannte ich noch nicht, danke!
Ist aber ganz schon unübersichtlich geworden, vorher konnt eman viel mehr Infos auf einen Blick bzw. Click sehen...
Auf der Gegenseite steht aber unbestritten die hohe Störungsunanfälligkeit des Bosch-Systems. In gut 13k km hatte ich 2x eine AEG-Fehlermeldung ("Ausschalten - Einschalten - Geht wieder"). Und das Rad sieht bei mir Stürme, Starkregen, Salz und alles, was die Straße hergibt. Und die Zuverlässigkeit lässt mich die Unzulänglichkeiten verschmerzen.
ja, ich muss da auch wieder etwas revidieren. Bosch war schon bei mir beim Classic DU45 sehr zuverlässig (Zumutung und Fehlgriff für ein S und auch heute noch ist/war nur die Nuvinci/Enviolo) und ich bin nie liegengeblieben. Und auch wenn die Motoren schneller verschleißen und häufiger getauscht werden als gute aktuelle HR-Motoren, ist es noch im Rahmen und kein Impulsemotor... Und anfällige HR/Nabenmotoren gab es früher auch... Außerdem ist der Service mit den Händler und Hersteller bei Bosch rel. einfach/schnell/kulant, bei Stromer ist es ja nach Draht des Händlers zum Werk manchmal zäher.
Für mich persönlich ist die Haltbarkeit und Zuverlässigkeit bei einem Bosch daher auch nicht entscheidend/spräche nicht gegen Bosch. Ein Einsatzzweck wie der des TE aber schon. Ich bin bis vor wenigen Monaten sogar noch gerne ein Bosch neben/statt meinem Stromer gefahren und habe jetzt für das Bosch ein anderes aber wieder ein MM Pedelec dafür angeschafft. Aber halt für Freizeittouren sehr bergig und querfeldein für Cross/Gravel Einsatz, wo ein leichtes Mittelmotorbike gerade zum schweren Stromer einige Vorteile hat.
 
S

schmadde

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Gott, ist das alles kompliziert. Die Akkukapazität ist im Moment das Kriterium, das mich am meisten beim Vado 6.0 stört. Das würde ggf. den Kauf eines Zweitakkus bedeuten (wenn ich auf der neue Arbeitsstelle nicht laden können sollte)
Einen Zweitakku brauchst Du bei so einem kleinen Akku wie beim Vado und dem hohen Verbrauch dieses S-Peds wahrscheinlich sowieso. Den würde ich auf jeden Fall mit einkalkulieren - denn ich denke Du wirst damit eine Hälfte des Weges nicht dauerhaft schaffen.

Ohne Lademöglichkeit auf der Arbeit geht es nicht bei der Strecke. Wenn Du das nicht hast, verabschiede Dich sofort wieder vom Gedanken S-Pedelec. Oder machs so wie @jm1374 und bau Dir einen sehr großen Extenderakku ein, das wäre die einzige Möglichkeit ohne Nachladen und 3-4 Akkus.

Es gibt *kein* S-Pedelec mit dem man 80km Pendeln mit einem Akku schaffen kann.

Daher kommt dann doch wieder die Frage nach Stromer auf. ST2 steht in der Liste mit 120 km - ist das realistisch? Wieviel km fahrt ihr mit einem ST2 tatsächlich?
Ich bin erst 2x mit dem ST2 gefahren, drum habe ich noch nicht die große Erfahrung. Aber mit dem 814Wh Akku der schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat ist die Reichweite realistisch so um die 50km. Wenn man immer auf Stufe 3 fährt (würde ich auf 38km einfach wohl tun) dann evtl. etwas weniger, wenn man die Stufe 2 sehr vorsichtig einstellt sicher auch 60. Die meisten hier im Forum brauchen beim Stromer ca. 20Wh/km, das wäre dann eine Reichweite von unter 40km.


R+M hätte den Supercharger im Rennen. Wie laut und gut ist denn der Bosch-Motor wirklich? Ein Bekannter von mir fährt so ein Teil und hat bei 36 TKM schon den dritten Motor drin.
Bosch hat den Vorteil, das die Fahrzeuge normalerweise recht günstig sind (ist bei R+M allerdings nicht der Fall) und auch die Akkus recht preiswert sind, vor allem wenn man gebraucht kauft. Da sie sehr kompakt und leicht sind, kann man sie auch ganz gut zum laden rausnehmen. Die Ladegeräte sind gemessen an der Akkukapazität auch recht leistungsfähig, in 3h hat man schon den Löwenanteil wieder reingeladen. Und sie haben keinen Lüfter - im Büro ein nicht zu unterschätzender Vorteil, das Original-Ladegerät vom ST2 ist riesig und macht einen infernalischen Krach.

Ausserdem sind sie recht zuverlässig, allerdings wohl auch nicht besonders langlebig (dazu gibts aber nicht genügend Daten um das zuverlässig sagen zu können).

Betrifft das nicht hauptsächlich die 1. Generation, also die "classic"-Serie?
Nö, das betrifft hauptsächlich die 2. Generation. von der 1 und 4. Generation (3. Gen gibts bei S-Pedelec nicht) hat man noch viel weniger Daten um Aussagen treffen zu können. Das weiss vermutlich nur Bosch selbst.

Gibt es eigentlich eine Formel, mit der ich berechnen kann, welche Leistung ich trete und welche Leistung der Motor zusteuert? Die Wattrechner von Kreuzotter und Co. kenne ich. Danach trete ich auf meiner Arbeitsstrecke inkl. 60 hm und bei Windstille ca. 150 W. Windstill ist es aber fast nie, also habe ich mal 10 km/h Wind angegeben (keine Ahnung, was realistisch ist). Dann trete ich ca. 210 Watt.
Letzteres fahre ich auch auf 38 km. Nur bin ich zu blöd, auszurechnen, was jetzt das Rad noch an Leistung zusteuern muss...
Man kann es nicht rechnen, aber bei Bosch kann man es messen. Zumindest mit Nyon kann man sich die Eigenleistung anzeigen lassen und auch den Anteil der Zusatzleistung Motor. Ich fahre meist mit 130-150W Eigenleistung im Schnitt und zwischen 50:50 und 60:40 Anteil Motor:Eigenleistung. Bringt 31-32 km/h Schnitt, allerdings mit Stadtverkehr und ca. 43km Reichweite mit 500Wh Akku.

VIelleicht aussagekräftiger wenn Du über Land fährst meine einzige Überlandfahrt mit dem S: Ist ein S-Pedelec untauglich für Radtouren (Reichweite)?! - 33er Schnitt, Eigenleistung im Schnitt 145W, Akku hat genau 50km gehalten bis er leer war. Sind allerdings einige Höhenmeter dabei gewesen, flach wäre der Schnitt sicherlich 3-4km/h höher gewesen.

Danach müsste der Motor für 38 km/h 600 W zusteuern. Dann bräuchte ich eine Stunde und das ergäbe dann das Ergebnis, dass ich kaum eine Strecke fahren könnte, richtig?
Kann es wirklich sein, dass so ein Akku so "wenig" leistet?
Ja. Wie ich schon mehrfach schrieb: eine Strecke kann man schaffen, wenn man sich bei der Geschwindigkeit beschränkt und viel dazu leistet, hin- und zurück schafft man nicht ohne Zweitakku. Und einen Stromer würde ich nicht nehmen, wenn Laden am Rad nicht möglich ist, der Akku ist recht unhandlich und die Mechanik befürchte ich hält 2x täglich rausnehmen nicht aus. Das Akkufach geht nichtmal zu wenn der Akku draussen ist, das ist bei Regen bestimmt unlustig und defektanfällig.


Du bringst sehr viel Erfahrung aus dem Fahrrad-Sektor mit, die dir sicher in vielen Bereiche zugute kommt. Aber auch wenn das S-Pedelec aussieht wie eins, ist es kein Fahrrad. Gerade hinsichtlich solcher Faktoren wie Wohlfühl-Kadenz etc kann die Unterstützungscharakteristik des Motors die eigene Präferenz schon nochmal verschieben.
Doch, ein S-Pedelec ist ein Fahrrad mit eingebautem Rückenwind. Es ist ein wenig schwerer und dadurch schwerfälliger, aber ansonsten fährt es sich wie ein Fahrrad und bzgl Kadenz sehe ich hier gar keinen Unterschied zu einem normalen Fahrrad.
 
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WVoDu

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Vielen lieben Dank für eure Mühe, ich weiß das sehr zu schätzen!
Also es gibt News: Das Rad steht an der Arbeitsstelle trocken in einer Garage :)
Laden des Akkus ist möglich, sodass ich ein Rad brauche, dass nur 38 km Strecke schafft.

Ich fürchte auch, dass mich meine bisherigen Erfahrungen auf dem Fahrrad (Bio) in meinem Denken über ein S-Pedelec eher behindern.

Ich habe einen Kollegen mit einem R+M gefragt (der mit den drei defekten Motoren): Er fährt mit ca. 200 W Eigenleistung. Daraufhin habe ich mal verschiedene Wattrechner bemüht und festgestellt, dass ich bei den verschiedenen Rädern zwischen 150 und 250 W selbst zusteuere. Mein Maximum müsste bei ca. 850 W liegen - aber natürlich nur für ein paar hundert Meter. Strecken an Steigungen (20% auf den Kamenjak in Kroatien) habe ich noch nicht berechnet - dazu fehlen mir auch Daten.

Außerdem habe ich noch einmal genau auf meine "Leistungen" geachtet. Ich fahre z. B. mit dem Trekker (relativ aufrecht) bei leichtem Gegenwind ca. 23 -25 km/h. Bei leichtem Rückenwind ca. 26-28 km/h. Das entspricht ca. 200-220 W Eigenleistung. Das ist auch das, was ich über viele km fahren kann und regelmäßig fahre. "Viele" km heißt bei mir auf dem Bio-Bike alles über 100 km. Längste Tagesstrecke 264 km. Ein paar 200er fahre ich seit Jahren 1-3x im Jahr. Keine Rennen. Tempo dann bei ca. 25-28 km/h. Alles Bio.
Eine 38 km-Etappe bin ich auch schon einmal auf einer 235 km Tour mit 360 W gefahren - aber da war ich sehr gut drauf, ist eher ungewöhnlich hoch für mich.
Was ich damit sagen möchte: Ich bin nicht untrainiert und weiß, was (lange) Strecken sind. Vielleicht liegt es an mir, dass ich mir bei der Pendelei zu viel zutraue oder ich verstehe eure Skepsis immer noch nicht richtig, was die Pendelstrecke angeht.
Mir ist noch eingefallen, dass ich eine Zeit lang wegen Baustelle morgens und abends je 20 km gependelt bin. Mehrere Wochen. Täglich. Ohne Probleme. Dann muss das mit Strom doch doppelt so weit möglich sein oder ist mein Brett vor dem Kopf zu groß?


Thema Elektrik: Ich bin durchaus lernaffin, verfüge über einen guten Schulabschluss und eine gute Ausbildung, bin seit Jahrzehnten in einem Beruf tätig, der stetiges Lernen erfordert. Ich habe aber keine Ahnung von Elektrik und begebe mich nur an solche Dinge, die ich verstehe oder von Grund auf lernen kann. Mein Schulfreund ist Elektroingenieur - der hat es aufgegeben, mir "Strom" zu erklären.
Die Basteleien sind für mich daher Tabu - auch wenn es für andere einfach ist. Dazu möchte ich keinesfalls Gewährleistungsansprüche verlieren. Ich bitte hier einfach, eine solche - persönliche - Entscheidung zu akzeptieren, auch wenn man selbst anders entscheiden würde.


Ich werde vermutlich in Kürze ein ST3 oder ST5 fahren können. Ist das Fahrverhalten bei den Rädern von Stromer 1, 2, 3 oder 5 sehr unterschiedlich oder könnte ich auch ein 1er fahren, um das spezifische Fahrverhalten kennenzulernen? Ein 983 Wh-Akku wäre mir natürlich lieb. Wenn ich aber lese, dass das Ladegerät großen Lärm verursacht, wäre ein Vado vielleicht doch besser. Zumal ich da für das Büro einen zweiten Lader für 75 EUR kaufen könnte, bei Stromer wären das noch einmal 250 EUR.

Mit den neuen Fakten (Lademöglichkeit im Büro) würde ich ein R+M erst einmal zurückstellen, weil mir das Vado und das Stromer einfach besser gefallen - ich mag die sportlich angehauchte Haltung. Am liebsten wäre mir ein S-Randonneur mit viel Kapazität im Akku, aber sowas scheint es nicht zu geben, oder?

Tut mir leid, ihr habt es echt schwer mit mir - aber vielleicht steht mir mein Bio-Bike-Wissen wirklich im Weg.


Zu Klever: Ich habe mehrere Modelle gesehen. Sie sagen mir alle nicht zu. Ich möchte nichts gegen die Marke als solche sagen, aber sie gefallen mir nicht. Das ist rein subjektiv. Außerdem sei noch einmal der Hinweis erlaubt, dass ich keinen Händler in der Nähe habe, was mir wichtig wäre
 
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Vito

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Um Dich endgültig zu verwirren:

Hast Du auch mal ein Velomobil in Erwägung gezogen?
 
StromerLE_ST1

StromerLE_ST1

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Deine Fragen und Wünsche sind völlig verständlich, mir ging es ja im letzten Winter ähnlich, allerdings mit 2x30km. Ein- bis zweimal die Woche mit dem Hardtail ohne Strom kein Problem, Fahrzeit dann aber ca. 1:20h, das war mir für tägliches Fahren zu lang.
Zu den aktuellen Stromern: ST1 ist spürbar schwächer als 3/5 aber auch spürbar günstiger. Ich habe knapp unter 5k mit dem 983er Akku bezahlt.
Wenn Du keine großen Steigungen hast reicht das bei Deiner Fitness locker aus. Ich habe bisher noch nie gedacht „hätte ich doch das 3er genommen“.
Es gibt mittlerweile auch Ladegeräte ohne Lüfter bzw. ein Reiseladegerät, sollte passen. Sehr sinnvoll wie oben schon von anderen erwähnt ist es am Rad zu laden. Akku ist unhandlich und schwer und die Klappenmechanik schrottig.
Fahrkomfort ist begrenzt weil ungefedert und bocksteif.
Sitzposition lässt sich mit Spacerentnahme und gedrehtem Vorbau halbwegs sportlich machen.
Vado war auch in meiner engeren Auswahl aber kam dann wegen Akkugröße nicht in Frage. Die Dinger werden ja schwächer und dann soll es immer noch wenigstens für eine Strecke problemlos reichen.
 
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schmadde

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Was ich damit sagen möchte: Ich bin nicht untrainiert und weiß, was (lange) Strecken sind. Vielleicht liegt es an mir, dass ich mir bei der Pendelei zu viel zutraue oder ich verstehe eure Skepsis immer noch nicht richtig, was die Pendelstrecke angeht.
Mir ist noch eingefallen, dass ich eine Zeit lang wegen Baustelle morgens und abends je 20 km gependelt bin. Mehrere Wochen. Täglich. Ohne Probleme. Dann muss das mit Strom doch doppelt so weit möglich sein oder ist mein Brett vor dem Kopf zu groß?
Ich bin auch schon 180km mit 36er Schnitt gefahren. Aber der Unterschied ist halt einfach der: das eine ist Sport und Freizeit was man bei gutem Wetter macht und wenns nicht passt dann einfach nicht und danach relaxt man einfach und das andere macht man jeden verdammten Tag egal wie man drauf ist und danach und davor muss man mindestens 8h arbeiten.
 
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schmadde

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Vado war auch in meiner engeren Auswahl aber kam dann wegen Akkugröße nicht in Frage. Die Dinger werden ja schwächer und dann soll es immer noch wenigstens für eine Strecke problemlos reichen.
Das Vado finde ich übrigens ein sehr gutes Paket, da passt alles - aber der Brose Antrieb scheint auch nicht besonders haltbar zu sein, da gibts wohl ein Problem mit einem Zahnriemen.
 
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WVoDu

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Um Dich endgültig zu verwirren:

Hast Du auch mal ein Velomobil in Erwägung gezogen?
Ja, habe ich. Sogar noch vor der Überlegung, auf ein S-Pedelec umzusteigen. Das aber wäre nicht vor Ort unterzubringen, bekomme ich zu Hause nicht untergebracht und ich vermisse die "Freiheit" - für mich das Wichtigste beim Radeln überhaupt.
Aber danke für den Versuch, mich vollends zu verwirren ;-)
 
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WVoDu

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Das Vado finde ich übrigens ein sehr gutes Paket, da passt alles - aber der Brose Antrieb scheint auch nicht besonders haltbar zu sein, da gibts wohl ein Problem mit einem Zahnriemen.
Das Vado hat einen Zahnriemen statt Kette zwischen Antrieb und Getriebe. Dadurch ist der Brose leiser. Der Zahnriemen muss indes alle 15 TKM gewechselt werden bei 200 EUR Kosten. Von Problemen dazu habe ich noch nichts gelesen, aber das heißt natürlich nicht, dass sie nicht existieren würden.

Ja, lange Touren sind reiner Spaß und da fährt man anders - das ist keine Frage!
 
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WVoDu

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Laden am Rad: Das geht auf der Arbeit definitiv nicht. Der Akku muss also immer entnommen werden. Das würde ich bei kalten Temperaturen jedoch ohnehin machen, da die Kälte für die Leistung und Lebensdauer eines Akkus meiner Kenntnis nach nicht gerade förderlich ist.
Meine Tachos und Akkuleuchten lasse ich ja auch nicht an den Rädern, wenn sie in der kalten Garage stehen.
 
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WVoDu

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Wenn ich hier nachsehe:
Klick
dann habe ich doch Bedenken, ob der NM von Stromer so haltbar ist, wie dies hier oft versprochen wird. Wer verbaut denn Panasonic-Motoren - die scheinen ja langlebig zu sein...
 
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Noah

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1. Bei den Nabenmotoren fahren ja auch viel mehr den Stromer als Pendlerfahrzeug mit viel km.
2. Die erste Serie des st1 von 2008 oder so bis etwa 2015 waren zuerst gar nicht haltbar zum Teil 100km und konnten gar keine Berge fahren. Jedoch sind heute von Grund auf andere Motoren verbaut(Controller nicht mehr im Motor) somit würde die Stastitik heute wieder sinken. Noch ein Tipp am Rande: Kauf dir in der Schweiz ein Haus ziehe dort hin und kaufe ein Speedped😂 2,4kwh Akku und sehr gute Qualität.
 
StromerLE_ST1

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Laden am Rad: Das geht auf der Arbeit definitiv nicht. Der Akku muss also immer entnommen werden. Das würde ich bei kalten Temperaturen jedoch ohnehin machen, da die Kälte für die Leistung und Lebensdauer eines Akkus meiner Kenntnis nach nicht gerade förderlich ist.
Meine Tachos und Akkuleuchten lasse ich ja auch nicht an den Rädern, wenn sie in der kalten Garage stehen.
Das wäre für mich leider tatsächlich ein gewichtiges Argument gegen den Stromer. Der Akku ist wirklich unhandlich und schwer und fällt bei täglichem Entnehmen womöglich irgendwann zu Boden - auch nicht gut für die Lebensdauer :unsure:
Am besten mal live beim Händler probieren. (nicht das Fallen lassen sondern das Entnehmen)
 
Inks

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Das Ladegerät bei Stromer ST3 ist absolut still und erzeugt keine Geräusche. Ausserdem es ist sehr kompakt und kann auch bei Bedarf mitgenommen werden.
 
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