Welcher E-Bike Hersteller gibt die Nutzung von Fahrradanhängern frei?

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Fahrradanhänger sind "andere Straßenfahrzeuge" im Sinne der StVZO.
§ 30 StVZO: (1) Fahrzeuge müssen so gebaut und ausgerüstet sein, dass
ihr verkehrsüblicher Betrieb niemanden schädigt oder mehr als unvermeidbar gefährdet, behindert oder belästigt.

Nach wie vor gibt es keine Bauartprüfung für Fahrradanhänger, auch nicht für Fahrräder!

Wenn ein Hersteller eine "Freigabe" erteilt bedeutet das nur, dass er bis zu dieser Grenze (Gewicht, Tempo usw) garantiert. Es bedeutet nicht, dass ich diese nicht überschreiten kann/darf, soweit gesetzlich erlaubt. Ich darf meinen 40kg Hänger um 20 überladen, ohne strafbar zu werden, und allein darum geht es hier. Selbiges gilt auch für das Rad/Pedelec, Überschreitung der "Freigabe" geschieht auf eigene Gefahr, aber kein Polizist kann mich deshalb strafen.
Vergleich mit KFZ ist in diesem Fall wirklich unzulässig! Weil es da gesetzliche Grenzen, auch Typisierung und Zulassung, gibt, was bei unseren Fahrzeugen fehlt und hoffentlich auch nicht kommt, denn dann wäre es vorbei mit Selberbauen, und MrMurphy könnte seinen schönen Anhänger verschrotten.... hat er sich selber eine "rechtsgültige" Freigabe für 60 kg erteilt?
Hält man sich streng an Herstellerangaben braucht man selber nicht viel zu denken, es befreit einen aber dennoch nicht von der Verantwortung! Ich wehre mich nur dagegen, dass man mir hier einreden will, ich müsse irgendwelche Regeln, Maschinenrichtlinien oder Deutsche Industrienormen suchen und befolgen.

Unfälle sind ein ganz anderes Thema!
 
M

MrMurphy

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Nach wie vor gibt es keine Bauartprüfung für Fahrradanhänger, auch nicht für Fahrräder!

Das hat doch auch niemand behauptet.

Es bedeutet nicht, dass ich diese nicht überschreiten kann/darf, soweit gesetzlich erlaubt.

Hallo??? Das wurde in diesem Beitrag bereits mehrmals so oder ähnlich geschrieben.

Selbiges gilt auch für das Rad/Pedelec, Überschreitung der "Freigabe" geschieht auf eigene Gefahr, aber kein Polizist kann mich deshalb strafen.

Das wurde auch schon geschrieben.

Ich wehre mich nur dagegen, dass man mir hier einreden will, ich müsse irgendwelche Regeln, Maschinenrichtlinien oder Deutsche Industrienormen suchen und befolgen.

Das verbietet dir doch niemand. Die Folgen sind dann dein Problem. Du kannst machen was du willst.

Ich verstehe nicht, warum du dich über Sachen aufregst, die bereits bestätigt wurden.

Es wäre sinnvoller wenn du für deine Thesen eigene Themen erstellen würdest.

Mal zur Erinnerung: In diesem Fall geht es darum, dass verantwortungsvolle Radfahrer sich an die Vorgaben der Hersteller halten wollen und Informationen dazu suchen. Das dürfen die genau so wie du das nicht tun musst.

Du hast dazu offensichtlich überhaupt keine Informationen und versuchst deshalb, die Sinnhaftigkeit der Informationssuche in Frage zu stellen. Darum geht es aber nicht.
 
perro

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Danke für diese gnädige Erlaubnis und gute Ratschläge...
Das verbietet dir doch niemand.
Es wäre sinnvoller wenn du für deine Thesen eigene Themen erstellen würdest.
welche Thesen? Welches Thema?
Wenn man sich auf die Frage des TO beschränkt gibts keine Diskussion, sondern eine schlichte Liste mit den Namen einiger Hersteller....

verantwortungsvolle Radfahrer
das bin ich natürlich nicht, wenn ich mich nur auf die Gesetze verlasse...
die Sinnhaftigkeit der Informationssuche
habe ich nirgends infrage gestellt, sondern nur die rechtliche Relevanz von Regeln und Vorgaben hinterfragt.

Dass du teilweise meine Aussagen bestätigt hast war lieb von dir.
Deine persönlichen Angriffe waren entbehrlich, aber wenn es dir damit besser geht.....
 
Moadib

Moadib

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Wenn ein Hersteller eine "Freigabe" erteilt bedeutet das nur, dass er bis zu dieser Grenze (Gewicht, Tempo usw) garantiert. Es bedeutet nicht, dass ich diese nicht überschreiten kann/darf, soweit gesetzlich erlaubt. Ich darf meinen 40kg Hänger um 20 überladen, ohne strafbar zu werden, und allein darum geht es hier.

nein, das tut es nicht. Wie bereits mehrfach gesagt. Es geht um Fahrlässigkeit.
Fahrlässigkeit – Wikipedia

Selbiges gilt auch für das Rad/Pedelec, Überschreitung der "Freigabe" geschieht auf eigene Gefahr, aber kein Polizist kann mich deshalb strafen.

"auf eigene Gefahr" ist hier genau das Stichwort. Das beinhaltet, dass man die die Folgen Verantwortung zu übernehmen hat. Du meinst hier sicher, die Folgen für Dich selber an Leib und Leben, beinhaltet aber eben auch die Folgen für andere und die Übernahme der sich daraus ergebenden Kosten und Verantwortung. Kommt dabei jemand zu schaden zahlst Du eben. Und bei Todesfolgen kommen eben auch andere Konsequenzen in Betracht.

vg,
 
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Es geht um Fahrlässigkeit.
meinetwegen. Ich habe den ganzen Artikel gelesen (obwohl Wikipedia kein Gesetzbuch ist!) und keinen Hinweis gefunden, der meine Meinung widerlegt.
Du bist anscheinend der Ansicht, meinen Anhänger um 20 kg zu überladen stellt eine fahrlässige Gefährdung dar? Belege das bitte!
Zu deiner Info: ich hab mal 2 Sack Zement gefahren (50 kg) was Haibike (ohne Freigabe) und Hänger (40 kg) problemlos überstanden haben - nur ich war am Limit... aber du hättest vermutlich vorhergesehen, dass die zusammenbrechen? Dann könnten wir über fahrlässig diskutieren, falls nicht nur eigener Materialschaden entstanden wäre.
Du meinst hier sicher
alles, was Verantwortung einschließt. Jede Folge, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreten könnte. Dass andere Menschen durch einen Defekt (Plattfuß? Felgenbruch?) zu Schaden kommen war extrem unwahrscheinlich.
 
Moadib

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meinetwegen. Ich habe den ganzen Artikel gelesen (obwohl Wikipedia kein Gesetzbuch ist!) und keinen Hinweis gefunden, der meine Meinung widerlegt.

tja, ich schon (und Wikipedia listet hier ja nur auf, was Fahrlässigkeit bedeutet und definiert sie nicht).

Du bist anscheinend der Ansicht, meinen Anhänger um 20 kg zu überladen stellt eine fahrlässige Gefährdung dar? Belege das bitte!

das ist per se so bei einer Überladung.

Aber wenigstens bezweifelst Du mittlerweile ja die Überladung ja nicht mehr

Zu deiner Info: ich hab mal 2 Sack Zement gefahren (50 kg) was Haibike (ohne Freigabe) und Hänger (40 kg) problemlos überstanden haben - nur ich war am Limit... aber du hättest vermutlich vorhergesehen, dass die zusammenbrechen?

nein, hätte ich nicht. Aber um das Thema "wie sehr kann ich technisch mein Rad/Anhänger überladen, bis es zusammenbricht" geht es hier nicht.

Dann könnten wir über fahrlässig diskutieren, falls nicht nur eigener Materialschaden entstanden wäre.

dazu hatte ich weiter oben schon Stellung genommen.

alles, was Verantwortung einschließt. Jede Folge, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreten könnte. Dass andere Menschen durch einen Defekt (Plattfuß? Felgenbruch?) zu Schaden kommen war extrem unwahrscheinlich.

ja, das sind Unfälle meistens (schließlich passieren die im <Promillebereich gemessen an allen Fahrten)

Aber es geht mitnichten potentiell nur um Plattfüße/Felgenbrüche. Einer der Hauptprobleme wurde ebenfalls oben schon genannt als Begründung eines Herstellers für das Einbeziehen des Hängers in das Gesamtgewicht: die Bremsleistung. Nicht nur, dass Bremsen versagen können, es verlängert sich immer auch der Bremsweg bei höheren Gewichten.
So oder so stellt eine Überladung eines Fahrzeugs immer eine Gefährdung des Straßenverkehrs da!
Das Gesetz, das Du hier immer wieder (zurecht und korrekt) zitierst, ändert daran nichts. Es bedeutet nur, dass Du Fahrzeugen bis zu den genannten Werten belasten dürftest, wenn diese das denn vom Hersteller zugesichert können.
Werden keine Daten genannt, gelten die in der DIN Norm genannten Gewichte (also nicht etwa keine Begrenzungen, wie Du oben meintest).

Wie wahrscheinlich dann bei dieser oder jener Überladung, bei diesem oder jenem Gerät, bei diesem oder jenem Einsatzzweck ein Unfall ist, ist in diesem Kontext hier genauso irrelevant wie die Frage, wie hoch ein Gericht dann eine Fahrlässigkeit bewertet und sanktioniert.

Es muss jeder selber entscheiden, inwieweit er sich hier ethisch korrekt verhalten will und wie risikobereit er ist.

vg,
 
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ich sehe ein, dass das zu nichts führt.
Du glaubst (ohne irgendeinen Beweis) dass jeder eine (oder wie viele?) DIN kennen muß, ich glaube das nicht.....
Du glaubst (ohne irgendeinen Beweis) dass
eine Überladung eines Fahrzeugs immer eine Gefährdung des Straßenverkehrs
darstellt - wobei du "Überladung" auf eine Herstellerangabe beziehst, nicht etwa auf die aus gutem Grund so festgelegten gesetzlichen Grenzen.
Dass jedes zusätzliche Gewicht (also auch deine herstellerkonformen Anhänger) den Bremsweg verlängert ist klar - allerdings im Verhältnis wozu? Zum hängerlosen Betrieb, richtig! Ob aber am Hänger 10 kg mehr sind, oder am Gepäcksträger, oder am Bauch, ist der Bremse egal!
Dass Überladung immer eine Gefahr darstellt ist nur deine persönliche Meinung, das gilt nichtmal bei KFZ.

Wenn jeder verantwortungsbewußt nach seinem eigenen Leistungsvermögen und dem seines Fahrzeugs handelt brauchen wir überhaupt keine Gesetze. Solange aber das Gesetz nicht Herstellerangaben als verkehrsrechtlich bindend klassifiziert werde ich nach meinem eigenen Gewissen handeln.

Und jetzt wird hoffentlich endlich einer die gewünschte Herstellerliste schreiben....
 
Moadib

Moadib

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Dass jedes zusätzliche Gewicht (also auch deine herstellerkonformen Anhänger) den Bremsweg verlängert ist klar - allerdings im Verhältnis wozu? Zum hängerlosen Betrieb, richtig! Ob aber am Hänger 10 kg mehr sind, oder am Gepäcksträger, oder am Bauch, ist der Bremse egal!

Danke Dir für das Argument, dass das Gewicht eines Anhänger in das zul. Gesamtgewicht eines Rades mit eigerechnet werden muss. Nichts anderes habe ich bisher doch gesagt. Es ist tatsächlich egal, ob die X KG zul. Gesamtgewicht durch den Fahrer/Körpergewicht, dem Gepäck auf dem Gepäckträger oder durch den Anhänger zustanden kommt.
(kleine Anmerkung dazu: es gibt dennoch auch für jeden diesen Bereiche teilw. eigene Gewichtsbeschränkungen bis hin zur Einschränkung des bestimmungsgemäßen Gebrauchs).

Deine anderen Sichtweise und Argumentationen kann ich in keinster Weise nachvollziehen. Von daher kommen wir da wohl tatsächlich nicht zusammen.

Trotzdem bin ich froh, das einmal ausdiskutiert zu haben. Kann sich jetzt ja jeder ein eigenes Urteil bilden.

vg,
 
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Jaap

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so was wäre mir neu- in Zweifel wird ein Gutachter die Angaben des Herstellers heranziehen.

Jeder Hersteller ist dazu verpflichtet nichts auf den Markt zu bringen was bei bestimmungsgemäßen Gebrauch eine Gefahr für Benutzer oder Allgemeinheit darstellt. (Produkthaftung)

Und wieso ein Fahrrad nicht generrell für das ziehen eines Fahrradanhänger geeignet sein soll erschließt sich mir nicht.
Wenn er der Meinung ist daß sein Rad für sowas nicht zugeeignet ist dann muss er dies in der Bedienungsanleitung aufführen.

Wenn nicht, dann sehen dies Gerichte so.
Herstellerhaftung: Verwendungsbestimmung in der Bedienungsanleitung - Noerr

Eine nachträgliche Änderung ist unzulässig. Schlicht und einfach weil eine zugesagte Eigenschaft nicht mehr vorhanden ist.
(Und damit droht wie im Dieselskandal, daß der Hersteller das Produkt zurück nehmen muss)
 
perro

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Danke Dir für das Argument, dass das Gewicht eines Anhänger in das zul. Gesamtgewicht eines Rades mit eigerechnet werden muss.
von "zul." ist keine Rede, gibts nicht. Die gesamte gebremste Masse beeinflußt den Bremsweg.
Du behauptest, dass Fahrzeuge (Räder, Pedelecs, Anhänger) ohne Herstellerfreigabe (oder bei Überschreitung diverser Grenzen) nicht am Verkehr teilnehmen dürfen, weil gefährlich fahrlässig.
Selbstgebaute haben keine Freigabe, daher...siehe oben.
Gestehst du dem Selberbauer aber zu, sich eine Freigabe selbst ausstellen zu dürfen (vielleicht weil er verantwortungsbewußt und technisch versiert genug ist?) dann darf er das für sich natürlich auch bei gekauften Geräten...
Wenn ein Hersteller die Verwendung eines Anhängers verbietet ist das zwar nicht bindend, ausser für die Herstellerhaftung und Garantie, aber ich würde natürlich ein anderes kaufen statt lang herumzufragen.
Eine Hersteller-Freigabe zu irgendwelchen Gesamtgewichten, Systemgewichten oder sonstwas hat bis zu einem Grundsatzurteil keine Relevanz im Strassenverkehr.

Aber immerhin wurden dem TO auf diesen 7 Seiten schon drei Modelle benannt ;). Vielleicht kauft er sich aber auch jetzt einfach ein passendes Bike...
 
Moadib

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Jeder Hersteller ist dazu verpflichtet nichts auf den Markt zu bringen was bei bestimmungsgemäßen Gebrauch eine Gefahr für Benutzer oder Allgemeinheit darstellt. (Produkthaftung)

Und wieso ein Fahrrad nicht generrell für das ziehen eines Fahrradanhänger geeignet sein soll erschließt sich mir nicht.
Wenn er der Meinung ist daß sein Rad für sowas nicht zugeeignet ist dann muss er dies in der Bedienungsanleitung aufführen.

Wenn nicht, dann sehen dies Gerichte so.
Herstellerhaftung: Verwendungsbestimmung in der Bedienungsanleitung - Noerr

Danke für den Link.

Deiner Ansicht bzgl. Anhängerbetrieb teile ich. Wie oben bereits erwähnt, habe ich ja gesagt, dass ich diese Angabe bisher auch immer in den Hersteller Infos gefunden habe. Steht dazu nichts drinnen, ist ein betrieb IMHO kein Problem.

ABER: es gelten ebenfalls die genannten zul. maximalen Massen. Werden diese nicht genannt, gelten im Zweifel die in der DIN genannten.

Ansonsten bestätigt das verlinkte Urteil doch genau meine vertretene Ansicht, dass der Hersteller den bestimmungsgemäßen Gebrauch seiner Produkte einschränken kann.
https://www.noerr.com/de/newsroom/n...wendungsbestimmung-in-der-bedienungsanleitung
Eine nachträgliche Änderung ist unzulässig. Schlicht und einfach weil eine zugesagte Eigenschaft nicht mehr vorhanden ist.
(Und damit droht wie im Dieselskandal, daß der Hersteller das Produkt zurück nehmen muss)

ja, aber das hat ja auch niemand behauptet.

vg,
 
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ABER: es gelten ebenfalls die genannten zul. maximalen Massen. Werden diese nicht genannt, gelten im Zweifel die in der DIN genannten.
Du beharrst darauf, dass wir uns im Zweifel um DIN kümmern müssen? ich bestreite das! Industrinormen gehen mich nichts an.
dass der Hersteller den bestimmungsgemäßen Gebrauch seiner Produkte einschränken kann.
das hat auch niemand bestritten - nur dass das Relevanz für den Strassenverkehr hat. Auch in diesem Urteil geht es um Ansprüche gegen den Hersteller, nicht gegen den Fahrer.
 
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Selbstgebaute haben keine Freigabe, daher...siehe oben.
unzulässige Schlussfolgerung. Es geht in diesem Kontext darum, was passiert, wenn es eine Einschränkung durch den Hersteller gibt und was, wenn nicht.

Gibt es keine, gelten eben die DIN Normen. Zu beachten ist in diesem Fall dann auch noch, dass das zugrundeliegende Rad u.U. Angaben zum bestimmunsgemäßen Gebrauch hat (hoffentlich, seil sonst die DIN Normen nicht allzu viel Gewicht zulassen).
Wenn ein Hersteller die Verwendung eines Anhängers verbietet ist das zwar nicht bindend, ausser für die Herstellerhaftung und Garantie,

ergänze noch Haftung des Benutzers bei Schäden und wir sind uns einig

aber ich würde natürlich ein anderes kaufen statt lang herumzufragen.

eben- deshlab verstehe ich gar nicht, wo hier das Problem ist. Natürlich kann es sein, dass Du mit Deiner Ansicht recht hast. Alleine schon, weil Gerichte manchmal wirklich, wirklich seltsame Urteile sprechen (sieht man ja an den ganz unterschiedlichen Urteilen in den Instanzen, wo viele Urteile ja wieder aufgehoben werden).
Aber wieso sollte man hier überhaupt ein Risiko eingehen?

Juristisch, aber auch ethisch? Ich halte es für unsozial, bewusst die Angaben eines Herstellers zu ignorieren und zu meinen, man wüsste besser, was man einem Gerät zutrauen kann als derjenige, der es gebaut und geprüft hat. Letztendlich riskiert man nicht nur sein eigenes, sondern die Gesundheit und Leben anderer.

vg,
 
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Du beharrst darauf, dass wir uns im Zweifel um DIN kümmern müssen? ich bestreite das! Industrinormen gehen mich nichts an.

klar gehen sie das. Nicht die Normen selber, aber das, was in ihnen geregelt ist. Beispielsweise, wenn man die Traglast seines Rades beurteilen muss (was man immer dann tun muss, wenn man eines benutzt).
Sinnvollerweise gehen diese Normen von Belastungen für den normalen Benutzer aus und als solcher wird man hier üblicherweise auch keine Überraschungen erleben. Ist man aber beispielsweise sehr groß und/oder schwer, sagen wir mal 250 KG, glaubst Du nicht, dass man dann gut beraten wäre, sich erstmal zu erkundigen, ob ein Rad solche Belastungen aushält? Oder sollte so jemand einfach in die Gesetze schauen und sich daran orientieren, dass es für Räder dort gar keine Gewichtsbeschränkungen gibt?
Du kannst auch in einer Wohnung nicht einfach davon ausgehen, dass der Boden beliebig schwer belastbar ist. Wie hoch die ist, wird von der Statik bestimmt und die Mindestqualität ist auch hier in Normen geregelt. Wie auch der Wärme- und Lärmschutz und, und, und.
Im Problemfall werden all diese Normen zur Beurteilung herangezogen- ob Du die kennst oder nicht. Sie gehen Dich also sehr wohl etwas an.

das hat auch niemand bestritten - nur dass das Relevanz für den Strassenverkehr hat. Auch in diesem Urteil geht es um Ansprüche gegen den Hersteller, nicht gegen den Fahrer.

ja, weil nur dieser geschädigt wurde- was meinst Du, was passiert wäre, wenn ein weiterer Beteiligter dadurch verunfallt wäre? Wen hätte dieser verklagt? In diesem Fall hier auch den Hersteller, wegen dessen Versäumnisses. Hätte der Hersteller dies nicht getan, wäre der Fahrer auf seinem eigenen Schade sitzen geblieben und hätte dem Unfallgegner gegenüber haften müssen.

vg,
 
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ich glaube nicht, dass wir juristische Diskussionen führen müssen. Du irrst!
Wäre durch das Wheelie auch ein anderer zu Schaden gekommen, hätte er sich an den Verursacher halten müssen, nicht an den Hersteller. Kunststücke im Verkehr sind nicht explizit verboten, aber gelten als gefährdend, sogar wenn sich einer nur gefährdet fühlt...
Industrienormen muß ich weder wissen noch beachten, die gelten für Hersteller. Wohnungen sind Objekte wie KFZ, die behördlich geprüft werden, im Vertrag muß stehen, wie ich belasten darf - ich kann nicht wissen, ob da Bretter oder Stahlträger verbaut sind.
Das Kinderrad meiner Enkelin war für "bis 35 kg" ich hab trotzdem beim Service eine Probefahrt gemacht mit meinen 80 kg, weil ich sicher war, dass es das aushält. Hat es! Du glaubst, der Hersteller hat das geprüft???
Es gibt unzählige verschieden Rohrdurchmesser und Wandstärken, Muffen und Schweißnähte undund. Die Teile werden maschinell geprüft bis zum Bruch und dann die Hälfte oder weniger als sicher bezeichnet, nach finanziellen Erwägungen.
Es kommt immer auf "Augenmaß" an, auch wenn "Selbstverantwortung" derzeit nicht hoch im Kurs steht. Ein Sumoringer wird nicht mit einem Rennrad ein Downhillrennen fahren, aber ein 120 kg-Mann wird mit jedem! Rad passender Größe sicher auf der Strasse fahren können.
Ich vermute, es gibt deswegen (noch) keine gesetzlichen Grenzen, weil das Risiko einfach zu gering ist, dass durch Überlastung Verkehrsunfälle verursacht werden - es passiert viel mehr durch Alkohol (für Rad gelten 0,8 Promille) oder gesundheitliche Probleme wie Infarkt od Schwächeanfall als durch einen Felgen-od Rahmenbruch.
Ich hab auch beileibe nichts dagegen, dass manche sich an alle möglichen Regeln/Freigaben halten - ich verlasse mich lieber auf Gesetze und mich, hat die letzten 50 Jahre gut funktioniert.
 
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Industrienormen muß ich weder wissen noch beachten, die gelten für Hersteller.

Du bist ja lustig- wenn Du meinst, dass die für Hersteller gelten, dann können sie die auch für ihre Produkte anschließend angeben, unter welchen Parametern ein bestimmtes Produkt zu nutzen ist.

Wohnungen sind Objekte wie KFZ, die behördlich geprüft werden, im Vertrag muß stehen, wie ich belasten darf

1) zeig' mir mal einen Vertrag, wo es das tut
2) Du denkst, so etwas müsste für Wohnungen im Vertrag stehen bei Rädern aber nicht?
3) nach Deiner bisherigen Argumentationslogik würde Dich das dennoch nicht einschränken, die Decke höher zu belasten ohne für Schäden daraus haften zu müssen

- ich kann nicht wissen, ob da Bretter oder Stahlträger verbaut sind.

das stimmt- deshalb kann man von den Mindeststandards ausgehen, die in Normen hinterlegt sind. Musst Du zwar nicht kennen, aber bei Überschreiten werden diese von Gerichten trotzdem herangezogen.
Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, solche Dinge selber in Erfahrung zu bringen.

vg,
 
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Das Kinderrad meiner Enkelin war für "bis 35 kg" ich hab trotzdem beim Service eine Probefahrt gemacht mit meinen 80 kg, weil ich sicher war, dass es das aushält. Hat es! Du glaubst, der Hersteller hat das geprüft???

das ist hier doch gar nicht die Frage. Wie bereits geschrieben, geht es nicht um das technisch machbare. Selbstverständlich arbeiten Ingenieure und Techniker hier mit Sicherheiten.
Die Frage ist, wie Gerichte es bewertet hätten, wenn Dir das Rad unter dem Hintern zusammengebrochen wären und Du dadurch jemanden geschadet hättest.

Nach Deiner bisherigen Logik, wäre es unproblematisch, weil das Gesetz hier keine Gewichtsbeschränkungen für Räder kennt. Du meinst, Folgen würden sich dann bei Überlastung (höhere Belastungen als Herstellerangaben) nur auf Schäden auswirken, die Dich als Person selber betreffen (Dein Rad kaputt, Deine Knochen gebrochen), schließt aber Schäden anderen gegenüber aus. Das ist ehrlich gesagt eine sehr seltsame Argumentation für mich.

Überhaupt: folgt man Deinen Schlußfolgerungen gibt es gar keine Fahrlässigkeiten. Entweder man begeht Ordnungswidrigkeite bzw. Straftaten (weil man gegen ein Gesetz verstößt) oder aber es ist ein unabwendbares Ereignis und damit Unfall.
Blöd nur, dass jeden Tag Menschen wegen Fahrlässigkeit vor Gericht stehen.

vg,
 
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ok, sollst Recht haben. Deiner Logik zufolge kann ich also jeden Hersteller verklagen, der kein Tempo freigegeben hat - ich kann mich ja bei 15 kmh schon mit einer dummen Bremsung überschlagen oder bei einer Paßabfahrt mit 80 kmh die Bremsen verglasen. Meine Hersteller haben aber kein Limit festgesetzt.... also sind die schuld, wenn was passiert!
Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, solche Dinge selber in Erfahrung zu bringen.
na gut, dann werd ich jetzt mal alle DIN durchforschen - zum Biken werd ich natürlich keine Zeit mehr haben....
Weißt du, was deine Zimmerdecke aushält? Ich wohn im eigenen Haus, kann dir also keinen Mietvertrag zeigen. lt. ÖNorm sind im Wohnraum 200kg/m2 Nutzlast und 120kg/m2 Zwischenwandzuschlag anzusetzen, also Nutzlast mit 320kg/m2.
Im Mietvertrag meiner Nichte stehen allerdings 400 kg, die nicht überschritten werden dürfen.

Du vergißt immer wieder, dass es Dinge gibt, die gesetzlich geregelt sind, und andere sind das eben nicht. Die Fuhre muß (egal wie schwer sie ist) in Ö. aus 20 kmh binnen 4 m stehen - DIN EN ISO 4210-2 bestimmt für Alltagsfahrräder einen Bremsweg von maximal 7 m aus 25 km/h. Was ist ein Alltagsfahrrad? Darf man schneller fahren oder nicht? Wie schnell? Hersteller Freigabe anfordern!
 
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