Wegwerfprodukt Pedelec?

Diskutiere Wegwerfprodukt Pedelec? im Plauderecke Forum im Bereich Community; Den meisten Leuten wird es wie mir gehen. An typischen Tagen fahre ich unter 20km. Dafür muss ich keinen 4kg Akku mitschleppen. Den brauch ich...
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cephalotus

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Den meisten Leuten wird es wie mir gehen. An typischen Tagen fahre ich unter 20km. Dafür muss ich keinen 4kg Akku mitschleppen.
Den brauch ich dann für die 100km Tour und wie oft kommt die im Jahr vor?
10x? 20x?

Am besten wäre wohl wenn es 2-3 kompatible Akku unterschiedlicher Grösse gäbe. Aber nicht drei 40Zeller mit 2.2Ah 2.9Ah und 3.5Ah Zellen sondern stattdessen einen 20 Zeller, einen 40 Zeller und einen 70 Zeller...

MfG
 
hg6996

hg6996

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Bulls Lavida plus, von 6/2014
Bei Klever gibt's das.
Drei verschiedene Akkus.
360, 570 und 850 Wh.
Finde ich gut.

Akkus
 
hg6996

hg6996

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Bulls Lavida plus, von 6/2014
Bei dem Simplon Fahrrad meines Nachbarn ist kürzlich einfach der halbe Lenker weggebrochen. Wenn das während voller Fahrt geschickt, kann das auch böse ins Auge gehen, da muss nicht einmal der Rahmen brechen.
 
cubernaut

cubernaut

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Da kann man geteilter Meinung sein.
In der Tat:
Meine Erfahrungen sind nämlich geradezu konträr: Ich tippe hier auf einem 5 Jahre alten HP-Convertible mit dem 2. Akku. Das Gerät hat einmal 1700 EUR gekostet, funktioniert immer noch hervorragend, dank schneller Festplatte und der Möglichkeit der Erweiterung (eben kein zugeklebter Einwegrechner). Ein neuer Akku (man muss natürlich das Original kaufen) hat mich 80 EUR gekostet.

In mein Note 4 (!) (also schon "etwas" älter) habe ich gerad einen neuen originalen Akku (halt nicht bei ebay und Konsorten kaufen) eingelegt. Kostenpunkt: 28,99.
Ich hatte noch nie Probleme mit Wasserschäden mit meinen Smartphones. Ausnahme: Einen Tag vor meiner Hochzeit ist mir eines in die Toilette gefallen. Ob das eines mit integriertem Akku eher überlebt hätte? Vielleicht.
Ich bezweifle zudem, dass Bosch seine Displays mit nicht ohne Weiteres wechselbarem Akku anbietet, um Wassderdichtigkeit zu gewährleisten ... 300 Tacken für ein neues Nyon sind eben betriebswirtschaftlich gesehen irgendwie geiler als 20 EURO für einen neuen Akku.

Bei meinem nächsten Classic+-Zahnradbruch werde ich einen befreundeten Maschinenbauingenieur bitten, mir das Zahnrad zu tauschen, welches hier ja auch im Forum angeboten wird. Wird mich ein paar Zehner kosten. Maximal. Warum Bosch das nicht macht? Antwort erübrigt sich. Nachhaltigkeit ist so lange egal, wie der Rubel rollt. Siehe aktuell Porsche. Erst jetzt, nachdem die ganze Schmierenkomödie durch DER SPIEGEL und die Staatsanwaltschaft an die Öffentlichkeit gekommen ist, will man ganz nachhaltig nur noch "saubere" elektrische 400-PS-Boliden anbieten.

Der fehlende Standard bei den Ladegeräten wurde hier ja bereits mehrfach erwähnt. Das ist nervig, nicht nachhaltig, aber bringt eben Gewinn. Das Stadium gab es ja auch bei Smartphones und ist -- wenn man von Apple*-Geräten absieht -- heute kein Thema mehr.
Standardisierung bei Pedelec-Rahmen oder DIN-Vorgaben für die Unterbringung des Motors, um auch nach 10 Jahren noch einen Mittelmotor betreiben zu können - davon träume ich wohl nur.
Von der Verdongelung der Akkus einmal ganz abgesehen.

Die Akkugröße ist auch relativ. Als Lastenradfahrer wünschen wir uns vielleicht noch größere Akkus, da bin ich bei dir. Die Frage ist aber, ob bei (S-)Pedelecs nicht eher der Trend zu immer leistungsstärkeren Motoren und einem immer größeren Gesamtgewicht das Problem ist. Leichtbau oder zumindets vernünftige Komponenten, die ohne Motor bei einem Einsteigerrad für 1000 EURO zu finden sind, bei einem Pedelec aber an 3000-EURO-Rädern verbaut werden, kämem durchaus mit kleineren Akkus aus als jetzt. Aber die Entwicklung analog zum KFZ-Markt ist eben nicht von der Hand zu weisen: Statt dass heute 3-Liter-Autos durch die Gegend fahren, verbrauchen die viele eben noch so viel wie vor 30 Jahren, weil alles immer größer, schwerer, breiter wurde.

*wobei man sich ja jetzt auch zu einem USB-Anschluss hat breitschlagen lassen
 
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cephalotus

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Wenn man das Ladegerät standardisiert dann braucht es Kommunikationsprotokolle und Elektronik im Akku.
BionX hat in der 48V Welt so ein Standardnetzteil als Ladegerät. Jedes 24V 90W Notebooknetzteil mit alten Lenovostecker tut es auch. Kann man ab 15 Euro kaufen. Kaputt gehen die Ladegeräte aber nur sehr selten. Dafür stattdessen öfter mal die Ladeelektronik im Akku. Das war dann für viele kein 60 Euro Schaden sondern ein 600 Euro Schaden.
Sinnvoll?

Neupert will seit 15 Jahren Akkustandards durchsetzen. Billiger werden die Ladegeräte dadurch nicht sondern eher viel teurer.
Vor allem aber werden die Akkus in diesem Standard so verdongelt dass jede 'Manipulation' (=Reperatur durch Dritte) unmöglich gemacht werden soll. Zugleuch fordert man ein gesetzliches Verbot für andere Akkus aus Sicherheitsgründen. Alle busher verkauften Pedelec wären damit über Nacht obsolet und entwertet ausser der Hersteller rüstet die Akkus dafür um.

Bedenkt also was ihr da einfordert.

Ich halte Ladegeräte in der Pedelecwelt prinzipiekl für völlig problemfrei. Gut wäre wenn einfach nur 2 polig die passende Spannung anliegt. Vielleicht noch ein simpler Schalter für Schnellladung, Maximalladung und Schonladung. Das wäre perfekt.
 
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schmadde

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Die Akkugröße ist auch relativ. Als Lastenradfahrer wünschen wir uns vielleicht noch größere Akkus, da bin ich bei dir. Die Frage ist aber, ob bei (S-)Pedelecs nicht eher der Trend zu immer leistungsstärkeren Motoren und einem immer größeren Gesamtgewicht das Problem ist.
Sehe ich nicht so. Ich finde, dass eine Motorunterstützung vor allem dann Sinn ergibt, wenn sie ungefähr gleich stark oder leicht stärker ist wie die Eigenleistung. Bei 150-200W üblicher Leistung von gesunden Menschen muss der Motor dann eben auch 150-250W leisten. Mit den üblichen 400-500Wh Nominalenergie-Akkus kommt da kaum mehr als eine Stunde Fahrzeit raus. Das finde ich zu wenig. Reicht bei mir nichtmal für den Arbeitsweg hin- und zurück. Und das bei SOC 0-100% statt 20-80% was den Akku wesentlich länger leben liesse.

Wenn man das Ladegerät standardisiert dann braucht es Kommunikationsprotokolle und Elektronik im Akku.
Wozu? Sehe ich als nicht notwendig an, machen auch viele (die meisten?) Ladegeräte nicht. Und selbst wenn - Sowohl bei USB-Ladern als auch bei OBD2 Schnittstelle im Auto gibts standardisierte Schnittstellen komplexer Protokolle.

BionX hat in der 48V Welt so ein Standardnetzteil als Ladegerät. Jedes 24V 90W Notebooknetzteil

Sinnvoll?
Nein, ein 90W Netzteil zum E-Bike-laden finde ich tatsächlich reichlich sinnlos. Ein 1W Netzteil fürs Smartphone laden fände ich gleichermassen deppert.

Ich halte Ladegeräte in der Pedelecwelt prinzipiekl für völlig problemfrei. Gut wäre wenn einfach nur 2 polig die passende Spannung anliegt. Vielleicht noch ein simpler Schalter für Schnellladung, Maximalladung und Schonladung. Das wäre perfekt.
Wir haben jetzt 4 (S-)Pedelecs mit Antrieben von zwei Herstellern. Dazu sage und schreiben 4 verschiedene Ladegeräte. Ich finde das einen schrecklichen Wildwuchs, wenn ich bedenke, dass 3 davon ganz normale 10s Lader sind die ganz problemlos jeden der drei Akkus laden könnten, wenn es wenigstens einen einheitlichen Stecker gäbe. Den XLR-Stecker vom BionX 37V Akku kann man wenigstens auf dem freien Markt problemlos kaufen, die proprietären Bosch-Stecker gibts nur mit Ladegerät dran für dreistellige Euro-Beträge. Das BionX 48V Ladegerät ist sinnlos, weil es Äonen dauert, einen Akku sinnvoller Größe zu laden - da reicht mitunter nichtmal ein kurzer Arbeitstag dazu. Um den sinnvoll zu laden habe ich mir ein fünftes Ladegerät kaufen müssen.

Irgendwann landet all das im Müll zusätzlich zu den Zweit-Ladegeräten die wir fürs Büro haben, weil die winzigen und abartig teuren Akkus nichtmal für hin- und rückweg reichen : (
 
hg6996

hg6996

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Bulls Lavida plus, von 6/2014
Das war einer der Gründe, warum ich bei meinem E-Bike auf einen großen Akku geachtet habe. Den 615 Wattstunden Akku meines Lavida Plus habe ich fast nie ganz voll geladen und noch nie ganz leer gemacht. Der hat aktuell 35000 km drauf.
 
E-Bernd

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Das BionX 48V Ladegerät ist sinnlos, weil es Äonen dauert, einen Akku sinnvoller Größe zu laden - da reicht mitunter nichtmal ein kurzer Arbeitstag dazu. Um den sinnvoll zu laden habe ich mir ein fünftes Ladegerät kaufen müssen.
Welches Ladegerät war das und wo kann man das kaufen? Kannst Du das etwas mehr beschreiben?
Mit dem 90 W für die 48V Bionx-Akkus komme ich bei einer Pause von 1 Stunde ja zu keiner großen Ladung.
Wenn ich 2 Akkus/Ladegeräte mitnehme sind das dann 180 W was dann noch halbwegs sinnvoll ist.
 
hg6996

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Die sollen erstmal ihren 850 Wattstunden Akku liefern, ich weiß nicht, ob man den schon bekommen kann.
Der stand ewig auf der Homepage und in den Prospekten, aber liefern konnten sie ihn nicht.
 
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MisterFlyy

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Geliefert werden sie, einige fahren schon den 850er. Ob es eine Warteliste gibt oder er sofort lieferbar ist, kann ich nicht sagen.

Ich habe den 570er und den nicht mehr neu erhältlichen 470er, den ich gebraucht gekauft hatte.
 
hg6996

hg6996

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Hast du dich eigentlich mal schlau gemacht, wer diese Akkus überarbeiten kann, wenn die Zellen fertig sind? Klever macht das offenbar nicht.
 
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schmadde

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Welches Ladegerät war das und wo kann man das kaufen? Kannst Du das etwas mehr beschreiben?
Ich habe mir einen Ausgang mit XT60 Steckern angelötet (Akku war eh offen, weil ich die Zellen selbst getauscht habe) und ein Meanwell HLG-32H0-54A gekauft, das lädt mit 320W. Das 240er wäre vermutlich auch ausreichend gewesen, so eins nutze ich am 37V Akku.

Die 90W sind ein Witz und ein schlechter dazu zumal die 90W vermutlich nicht Mal am Akkupack ankommen.
 
M

MisterFlyy

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Hast du dich eigentlich mal schlau gemacht, wer diese Akkus überarbeiten kann, wenn die Zellen fertig sind? Klever macht das offenbar nicht.
Nein noch nicht, noch habe ich ein Jahr Garantie. Der große Akku hat nun über 300 Zyklen und ich kann keinen nennenswertes Nachlassen des Akkus feststellen.

Zum Thema Wegwerfproduckt sehe ich es positiv, dass alle Akkus über alle Radvarianten kompatibel sind.
Zweimal habe ich nach einen Felgenriss ein komplett neues Hinterrad bekommen. Etwas nachdenklich macht mich die Frage, was wohl mit dem "alten" nicht defekten Motor passiert. Ein Fall für die Tonne?
 
hg6996

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Vermutlich, ja. Der Herstellung kosten die Dinger ja fast nichts. Das, was der Kunde zahlt, sind ja nicht die Herstellungskosten.
Bist Du mit Deinem Klever Bike zufrieden?
 
Empathiker

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Solange man kein Billigst-Discounterrad oder Haibike fährt, hast du sicherlich Recht 🤭
Da irrst du dich gewaltig! Mein Freund hatte ein teures Herkules (?) Pedelec mit Damenrahmen vom Fachhändler. Nach 2,5 Jahren und vielleicht 2000 Km hatte er oberhalb des Boschmotors einen Rahmenbruch. Er bekam auf Garantie ein neues Radl, weil es den Rahmen als Austausch nicht mehr gab. Seine Frau fährt den gleichen (alten) Rahmen mit nur noch größtem Mißtrauen... Ersatz gibt es binnen 5 Jahren erweiterter Rahmengarantie - falls er reißt und sie es überlebt...

Das letzte Aldirad bietet 10 Jahre Rahmengarantie, mein Decathlon Stahlrahmen (Riverside 120) hat eine lebenslange Rahmengarantie...

Und nun? Von wegen Billigsträder taugen nichts - aus meiner Sicht völliger Unsinn!
 
imlime

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Na ja, Hercules ist nicht mehr Hercules. Außer dem Preis.
Oder du meinst ein anderes Herkules ?
...und geh' mal nach 10 Jahren zum Aldi !!!
 
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Die Rahmengarantie wird sicherlich über Prophet abgewickelt, da hätte ich nicht mehr Bedenken als bei teureren Herstellern. Aldi wird es in 10 Jahren sicherlich auch noch geben, da bin ich sicher (falls ich über den Händler gehen müsste).
 
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