Wassergekühlte Bremsscheiben

Diskutiere Wassergekühlte Bremsscheiben im Fahrradkomponenten, Zubehör, Ausrüstung Forum im Bereich Diskussionen; Die Idee ist gut. Bin mir aber auch ziemlich sicher, daß gar nicht soviel Wasser auf die Bremsscheibe kommt und verdampft. Luft hat eine sehr...

Jaap

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Die Idee ist gut.
Bin mir aber auch ziemlich sicher, daß gar nicht soviel Wasser auf die Bremsscheibe kommt und verdampft.
Luft hat eine sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit. Mit Wassernebel dürfte die sich deutlich erhöhen. Und dadurch die Bremsleistung deutlich erhöhen.
Und ein Teil des Nebels wird bei hohen Geschwindigkeiten durch den Fahrtwind weggeblasen.
 

oldbike2011

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Eine absolut geniale Idee und Konstruktion - gratuliere. (y) Könnte man noch mit einem Ventil und einer Zeitverzögerung per Taster steuern, Strom ist ja da.

Am besten noch einen TemperaturSensor an die Scheibenaufnahme + elektronisches Ventil. Sobald zuviel Hitze im Spiel ist...

Auf alle Fälle eine sehr gute Idee. Die Befestigung der Düsen ist bestimmt noch in der Projektphase. 😉
 

Jedermann

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Könnte man noch mit einem Ventil und einer Zeitverzögerung per Taster steuern, Strom ist ja da.
Ja, hab ich mir überlegt: Mit einem Infrarotsensor die Temperatur der Scheibe berührungslos erfassen und beim Überschreiten eines Schwellwertes ein Magnetventil öffnen. Die gibt es zu kaufen und kosten nicht die Welt (stromlos geschlossen). Außerdem könnte man eine Espressomaschinen-Pumpe verwenden, um höheren Druck zu erzeugen. Dann könnte man noch kleinere Düsen (0,1mm) verwenden, die erst ab 15bar vernünftig arbeiten.
Zur Steuerung könnte man einen arduino oder Atmel abrichten.
 

oldbike2011

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OT: Ich hatte mal vor Jahren eine ähnliche Idee. In den Anfängen war „Adblue Tanken“ bei Pkw etwas schwierig.

Entweder 10 Liter Kanister und immer eine Sauerei, oder beim Autohaus für richtig Geld mit Kartuschen, oder mit der LKW Zapfanlage an der Tanke. Das ging aber nicht an jedem Fahrzeug. Dummerweise arbeite ich bei einem großen Flottenanbieterm, wo jedes Fahrzeug binnen weniger Stunden wieder TipTop sein musste. Natürlich immer keine Zeit und andere Ressourcen waren auch knapp.

Lösung: 30 Liter Kanister, die waren massig übrig mit einem Autoventil in die Seitenwand versehen. In den Deckel ein langes Plasterohr was bis zum Boden reicht. Dann diesen Kanister betankt an der Tankstelle und ich hatte für ca. 3 Autos schnell und sauber Adblue am Büro, für 0,54 Cent den Liter.
Achso, man musste natürlich noch einen Reifenkompressor, der ist in fast jedem Auto dabei ist, an den Kanister anschließen + Zigarettenanschluss und konnte ganz sauber ohne Tropfen über einen Schlauch schnell jeden PKW betanken. Dasselbe Prinzip wie bei U-Booten, Ballasttank ....

Naja damals sparte es eine Menge Zeit, Geld, und Sauerei. Heute kann man die meisten Adlue Pkw direkt an der Tankstelle nachtanken.
 

Jedermann

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Wie kann man mit so einem verbastelten Lenker und Vorbau überhaupt noch schnell bergab fahren
Die Flasche ist nahe an der Lenkachse und wiegt max.500g (Lenkertasche z. B. ist unfahrbar für mich), die Leitungen werden parallel zu den Bremsleitungen geführt.
P1150044.JPG


Das Rad wird nicht hübscher, aber schnell fahren geht damit.:cool:
 

Helius-FR

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Ich wollte grad sagen "Bremsen Üben" aber wer auf über 80km/h kommt der fährt wohl doch schon recht steil runter. :oops:
 

camper510

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Ich wollte grad sagen "Bremsen Üben"..
Meinst du damit Bremsen schonend bremsen oder bremsen bis kurz vorm Überschlag? Mit Intervallen bremsen ist man aber langsamer, als wenn man nur situationsgerecht bremst und das bedeutet auch, die Bremse länger schleifen zu lassen. Eine Bremse, die das nicht aushält, ist unterdimensioniert.
 

Kongo-Otto

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Pff, kein normaler Fahrradhersteller im eMTB-Segment richtet sein Rad an einem fast 100kg Mensch aus, der mit einem 25er Pedelec über 80 km/h fährt.
Das sind Extreme, für die man dann eben umbauen muss und bei denen man nicht mehr mit einer BR-M8000 herumfährt. Oder sich gleich bei einem kleineren Hersteller umsieht, dann aber nicht mehr in der Preisklasse.
 

McFly77

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Sehr sehr geile Sache.
Wie andere hier bereits jedoch auch erwähnt finde ich die Bremse nicht optimal justiert, ich wiege keine 100kg, daher erlaube ich mir auch keine Beurteilung ob man das wirklich braucht, vorstellen kann ich es mir allerdings bei ein wenig Fahrkönnen nicht, aber wenns dir weiter hilft passts ja.

85kmh auf dem Tacho sagt ja erstmal nicht viel aus, außer dass man schon was länger keine Bremse mehr gebraucht hat. Dreistellig kommt jeder Radler ohne große Mühe zum Beispiel die Fuchsröhre oder in den Alpen den Kühtai, Timmelsjoch oder den Passo di Fedaia runter (mehr habe ich persönlich noch nicht geschafft), dafür braucht man keine Bremsen.
 
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Meister783

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Kongo-Otto

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Hat nur nichts mit "Carbonbremsscheibe" zu tun. Es ist eine normale Bremsscheibe mit Carbonstern. Weiter oben wurde behauptet, es würde von mehreren Herstellern "Carbonscheiben" für Fahrräder geben, ich finde keine einzige.

Ich (und Bremsenhersteller) verstehen darunter die Materialangabe für den Reibring.
 

bielefeld-michi

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Ich finde die Idee absolut Klasse mit der Wasserkühlung. Bin selber eher gemäßigt unterwegs, brauche das wohl nicht. Das Konzept hat Potential, ich schätze das hätte Chancen auf dem Markt.
Was ich mitnehmen werde bei der nächsten Alpenüberquerung?
Eine ausrangierte, mit Wasser gefüllte kleine Sprühflasche mit Pumpzerstäuber ...
Also nicht fest installiert sondern nur im Bedarfsfall anzuwenden 😁
 

Jedermann

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Bin mir aber auch ziemlich sicher, daß gar nicht soviel Wasser auf die Bremsscheibe kommt und verdampft.
Die Düse ist 1-2cm von der Scheibe entfernt. Man hört es leise zischen. Die sofortige Wirkung spricht für Verdampfen.
Das sind Extreme, für die man dann eben umbauen muss
Hab ich gemacht:)
bei denen man nicht mehr mit einer BR-M8000 herumfährt.
Wieso nicht? Soll ich (viel) mehr Geld ausgeben, damit ich keine Keramikkolben gegen Fading mehr habe? (Was soll ich mit einer Patek Philippe als Gebrauchsgegenstand, wenn meine Casio genauer ist?) Die M 8000 reichen mir im Mittelgebirge (mit 203/180mm) völlig, nur in den Alpen prinzipbedingt (gilt vermutlich für alle Scheibenbremsen) und umständehalber (Gewicht,Gefälle) manchmal nicht.
85kmh auf dem Tacho sagt ja erstmal nicht viel aus
Na klar, das war auch nur die etwas prollige Antwort auf die Vermutung von Mitforist spex, man könne mit all dem Geraffel am Lenker nicht mehr schnell bergab fahren. (Immerhin hat mich das davor bewahrt, über "richtiges Bremsen" belehrt zu werden:sleep:)
Die kritische Herausforderung für eine Bremse ist: Die 120kg-Fuhre will 85km/h (oder mehr) fahren, aber wegen Wanderern, Serpentinen usw. will ich nur 20-40km/h fahren. Dann brauch ich eine Dauerbremsleistung von ca. 1500-2000W. Bremsscheiben sind prima darin, hohe Bremsleistungen einmalig zu erbringen, z.B. Geschwindigkeit vor einer Kurve brachial zu reduzieren, und wenn danach Zeit und Belüftung zum Abkühlen bleibt, dann macht sie das immer wieder.
Wenn aber keine Zeit bleibt, und man zum Dauerbremsen gezwungen ist, dann ist die Leistung 600-800(?) W. Also mindestens 1000W zu wenig.

Wurde hier ( Bremsverschleiß ) vor ca. einem Jahr diskutiert. Die Wasserkühlung ist das Ergebnis.

Die eleganteste Lösung wäre natürlich Bremsrekuperation. Aber selbst wenn alle mechanischen und elektrischen Probleme bei vernünftigem Zusatzgewicht lösbar wären, wäre immer noch der Akku der übliche Quertreiber. Der wird nämlich normalerweise mit max. 150W geladen. Was soll der mit den 1000W anfangen?

Die zweitbeste Lösung, die mir eingefallen ist, wäre eine Wirbelstrombremse (Retarder). Ich dachte daran, einen Hometrainer auf das Wesentliche zu reduzieren, z.B. Schwungmasse entfernen. Dann könnte man mit einem Reibrollenan(ab?)trieb wie beim Eddy an einem Hinterrad mit Mittellaufsteg wie Smart Sam.....(Aber wenn bei 1000W Bremsleistung am Hinterrad beim Übergang von Asphalt auf Geröll bergab dieses einfach stehenbleibt?)
Also da habe ich trotzdem Hoffnung, dass sowas jemand mal professionell baut. (Oder Doppelscheibe vorne?😇)
 

Üps

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Nein, sie verziehen sich nicht.
Ein Verziehen hätte ich auch eher erwartet, wenn man die heiße Scheibe einseitig belastet, oder die Scheibe abrupt abkühlt, aber nicht wenn man frühzeitig gleichmäßig einen Sprühnebel aufbringt.
Aber mal ehrlich: Wäre eine größere Scheibe nicht leichter gewesen als diese Konstruktion und das ganze Wasser? Zudem noch wartungsärmer.
Mit den ach so verpöhnten Felgenbremsen hatte ich bei längeren Steigungen übrigens kein Problem, während meinem Begleiter die Scheibenbremsen rauchten. Die richtige Materialpaarung vorausgesetzt. Die Kühlfläche ist da halt doch deutlich größer und besser belüftet.
 

OldMan54

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Denke, dass ist auch der Spass am eigene Lösung bauen.
Klar ist, es gibt heute absolut standfeste Bremsen mit großen Scheiben, die auch unter extremen Belastungen sehr gut funktionieren, da stimme ich @Üps absolut zu.
Mit Felgenbremsen bin ich durch, habe früher einmal pro Jahr einen Satz Felgen durchgebremst (Lago di Garda).
 

Üps

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Mit Felgenbremsen bin ich durch, habe früher einmal pro Jahr einen Satz Felgen durchgebremst (Lago di Garda).
Das Problem hatte ich auch, bis ich die Bremsbeläge gewechselt habe. Leider zu spät. Und eines der neuen Laufräder scheint auch noch einen Lagerschaden ab Werk zu haben. Leider zu spät realisiert, war schon eingebaut. Hat an einer Stelle immer gehakt und knackt beim Fahren. Wollte dann aber im Sommer nicht gleich wieder das Rad zerlegen und bin dann halt mit Knacken gefahren. Interessanterweise habe ich beim vorherigen Bike mit den selben Belägen keine Spanabhebung gehabt. Mir scheint die Alumischung unterschiedlich.
 

superolli

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Jetzt noch den Bremssattel (zumindest den hinteren) richtig in der Höhe justieren und es wird noch einen Tick besser.
Ich nehme an, dass es sich hier um eine Verzerrung durch die Aufnahmeperspektive im Bild handelt.
Für mich sieht die Hinterbremse auf dem Foto auch aus, als wäre ein 180er Adapter mit einer 160er Scheibe montiert und somit der Bremszylinder zu weit aussen auf der Scheibe.
 
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