Warum Selbstaufbau durchaus immer noch interessant ist

Diskutiere Warum Selbstaufbau durchaus immer noch interessant ist im Umbau-Pedelecs Forum im Bereich Diskussionen; Hallo, wer schleppt denn schon gerne knapp 30 kg in den 2. Stock und hat dafür rund 6000€ ausgegeben? Selbstaufbau mit etwas "Geschick", so...
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grosserschnurz

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Hallo,

wer schleppt denn schon gerne knapp 30 kg in den 2. Stock und hat dafür rund 6000€ ausgegeben?

Selbstaufbau mit etwas "Geschick", so zeigen hier viele "Schrauber", ist zu einem Drittel des Kaufpreises und zum halben Gewicht machbar, wenn man sich Zeit nimmt und vernünftig plant und auch auf Anregungen hier aus dem Forum zurück greift.

Meister und Andere zeigen wie man ein Hardtail mit Mittelmotor um 12 kg aufbaut; meine Fullys wiegen durchgehende unter 15 kg, wohlgemerkt fahrbereit und haben mich nicht mal 1/3 dieser 6000€ gekostet..

Hier sollten Selbstaufbauer mehr Präsenz zeigen und Unentschlossene motivieren.

6000€ ausgeben nur weil die Farbe chic ist, der Nachbar auch so ein Teil hat und dann auch noch 1 Jahr warten, wäre für mich NoGo und vielen Anderen hier sicher auch.

Und nicht zu vergessen: Selbstaufbauer können fast alle Probleme am Pedelec selbst lösen!
 
camper510

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3 Pedelecs. 1 Front, 1 Heck, 1 Mitte. 14A, 43,2V.
Naja, ein spartanischer Selbstbau ohne Gepäckträger, Schutzbleche usw. und nur mit einem 6Ah-Akku ist natürlich leichter, als ein Fertigbike mit einem doppelt oder sogar fast dreimal so großem Akku und Vollausstattung.
Ich bin auch ein Selbstbauer, finde es aber trotzdem nicht ganz fair, einen sehr spartanischen Selbstbau mit kleinem Akku, mit einem vollausgestattetem Trekking-Pedelec mit großem Akku zu vergleichen.
Und sehr viele Selbstbauer bauen sich nur einen Komplettset ein und sind bei Problemen damit, dann trotzdem hilflos.
 
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grosserschnurz

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Naja, ein spartanischer Selbstbau ohne Gepäckträger, Schutzbleche usw. und nur mit einem 6Ah-Akku ist natürlich leichter, als ein Fertigbike mit einem doppelt oder sogar fast dreimal so großem Akku und Vollausstattung.
Ich bin auch ein Selbstbauer, finde es aber trotzdem nicht ganz fair, einen sehr spartanischen Selbstbau mit kleinem Akku, mit einem vollausgestattetem Trekking-Pedelec mit großem Akku zu vergleichen.
Und sehr viele Selbstbauer bauen sich nur einen Komplettset ein und sind bei Problemen damit, dann trotzdem hilflos.
 
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grosserschnurz

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Ok,

du magst durch deine Brille recht haben,

Hier steht ein Cannondale Scalpel Alu Fully mit Schutzblechen, Thule Träger und Beleuchtung durch den Mittelmotor.

Gewicht mit 36V Akku (10S 6P, 3.5 Ah von Pana) unter 17 kg in der Tasche.

Mit MTB Bereifung, mit Trekkingreifen darfst du noch mal was runter rechnen.

Aber Komponenten aus der Oberklasse nicht aus dem Billigstsegment.
 
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bielefeld-michi

bielefeld-michi

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An meinem Umbau war das Gewicht niemals Thema. Ich bevorzuge es wenn das Radl ergonomisch passt, und praktisch ist. Langlebigkeit und Wartungsarmut stehen im Vordergrund ... Und ein für mich stimmiges Design.
 
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Omarad

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Umgekehrt: Mit einem Selbstbau wird es echt schwer an die Panzergewichte der serienmäßigen Eisenhaufen heran zu kommen. Es stört sich halt auch kaum jemand am Gewicht, schließlich hat man Motor...
Aber: Es gibt halt, aus meiner Sicht, keine gescheiten Nachrüstmotoren am Markt.
Ich möchte Drehmomentsteuerung und für Touren auch Mittelmotor, weil vierstellige Höhenmeteranzahlen sind hier die Regel. Mit Bafang kann ich da nix anfangen, bbs-01 hatte ich schon, nein danke.
Damit bleibt nur der Tongsheng, nicht der stabilste, nicht der leistungsstärkste Motor. Ein umbau damit kommt mit ordentlichem Basis Rad (26" MTB mit disc, Luftgabel, XT in gutem Zustand) grob auf 1000 Euro.
Dafür bekomme ich aber auch locker ein 2011er-2013er Haibike mit Bosch classic, bleibt sogar noch eine Anzahlung für einen neuen Bosch Akku übrig, oder genügend Geld für einen systemfremden Extenderakku.
Oder ein Gen2 Rad ohne CX aus 2014-2018, oder mit Gen 2 cx dann mit Sparausstattung. Das gebrauchte Bosch System ist für mich attraktiver als der neue Tongsheng.
Damals waren die e-bikes übrigens auch noch 3-4 kg leichter als heute.
Und dann kommt noch was dazu: Ich habe keinen Bock mit 25 durch die Gegend zu schleichen und gegen die "Wand" anzukämpfen. Und ich will nicht (mehr...) tunen. Deshalb s-Pedelec, und da gibt es halt gar keine Selbstbauten.
 
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Sack84

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Bosch CX Gen 4 500Wh
Wer außer eben der handvoll Selbstbauer hier im Forum, bringt überhaupt die Vorausgesetzten mit?
Vom Einbau, über die Verlegung der Kabel, bis zur eventuellen Programmierung.
Am Besten in einer separaten beheizten von ausgestatteten Werkstatt.

Ein Punkt wäre zumindest bei mir wie so oft: Kein legaler Nachrüstmotor kann es mit den stärksten Serienmotoren aufnehmen.
Weiß nicht, ob das noch ein Problem ist, aber ein paar Fahrradversicherungen wollen keine Selbstbauten versichern.
Der wichtigste Punkt ist aber die Gewährleistung, Garantie, und quasi frei wählbare Werkstätten.

Wer das alles selbst baut, kann auch theoretisch alle eventuellen Fehler beheben. Aber, und das ist ist mir gerade mit einem Selbstbau-PC passiert, man kann immer einen neuen Fehler finden, und zwei Foren und drei zusätzliche Experten beißen sich die Zähne aus, und dann steht man da.

30 kg ist der Riese & Müller Extremfall, und es kommt immer darauf an was man genau miteinander vergleicht. Wenn man auf geringes Gewicht angewiesen ist, hat der Selbstbau natürlich unbestreitbare Vorteile. Aber sonst werden die für viele offenbar nicht relevanten paar kg Einsparung mit Nachteilen, und vielen möglichen Problemen erkauft.
 
Schlappen

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Mich würde denn mal interessieren, wie man es schafft, per Selbstbau ein Treckingrand mit z.B. Bosch Mittelmotor, 600 Wh Akku, Komplettausstattung auf unter 20 kg zu kriegen.
Und zwar für den halben Preis eines Fertig-Bikes, wie ja hier behauptet wird.

Nehmen wir mal ein CUBE Katmandu Hybrid.... der Motor wiegt was und der Akku wiegt was. Und die Federgabel wiegt auch was. Und der Rahmen natürlich auch.
Jetzt kann man natürlich an Felgen, Reifen, Sattel, Vorbau, Lenker, Schaltung, Bremsen, Kurbel, Pedale usw. sparen, indem man wesentlich teurere Komponenten nimmt.
Meiner Schätzung nach sind das insgesamt vielleicht 2 kg, die man da spart. Vom Preis will ich gar nicht reden.

btw. natürlich geht das alles viel leichter, das will ich gar nicht in Abrede stellen. Aber dann muss man auch gleichzeitig kräftige Kompromisse in Sachen Komfort, Leistung, Stabiliät etc. in Kauf nehmen, würde ich mal sagen.
 
Schlappen

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Damals waren die e-bikes übrigens auch noch 3-4 kg leichter als heute.
Das kann man so pauschal doch gar nicht sagen, ohne die Komponenten zu vergleichen.
Was hatten die für einen Motor, was für einen Akku?
Federgabel oder Starrgabel?
Gleicher Fahrkomfort und Leistung?
Sind die Alu-Rahmen so viel schwerer geworden? Glaube ich kaum.
Was sonst ist also der Grund dafür, wenn das stimmen sollte?
 
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Omarad

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Mit Bosch baut ja kaum einer um, passt ja in keinen Rahmen. Mein konkretes Beispiel, mein Stevens Fluent Umbau. Das ist ein ordentliches 26" Fully mit XT 9 fach, Fox Gabel, DT Swiss Luftdämpfer, Baujahr ca. 2005, 2008 (?) wiegt tutto kompletto etwa 13kg und kostet gebraucht ca. 400 Euro. Dazu Tongsheng Motor ca. 280 Euro und der 720 Wh Akku nochmal 230 Euro. Zwar keine Straßenausstattung, aber Fully und 8p Akku 20,5 kg. Keine Highend Leichtbauparts.

Fluent Tongsheng.jpeg
 
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Omarad

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Das kann man so pauschal doch gar nicht sagen, ohne die Komponenten zu vergleichen

Was sonst ist also der Grund dafür, wenn das stimmen sollte?
Durch Intube wurden die Räder deutlich schwerer, die bullige Optik bringt natürlich Gewicht. 29" Reifen in 2,8" Breite sind wesentlich schwerer. Und zumindest bei den älteren Haibikes gab es keine unterklassigen Ausstattungen, da ging es mit Rockshocks und SLX los.
 
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E-Inquisitive

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Selbstaufbau mit etwas "Geschick", so zeigen hier viele "Schrauber", ist zu einem Drittel des Kaufpreises und zum halben Gewicht machbar, wenn man sich Zeit nimmt und vernünftig plant und auch auf Anregungen hier aus dem Forum zurück greift.
Meine Erfahrung mit Individualaufbau ist komplett konträr. Durch Beschaffung äquivalenter, oder oft hochwertigerer (weil leichter) Komponenten kam es mir bisher immer teurer als ein Komplettbike von der Stange zu holen.
Möglicherweise ändert sich das durch Verwendung von Gruschteilen aus der Lagerkiste?

Ist ja auch logisch. Einzelkomponenten kauft der Endkunde deutlich teurer ein als der Bikehersteller.
 
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bbike

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Umbau und Eigenbau
Hallo
Für mich stellt sich die Frage was ist eine Umrüstung und wo geht der Selbsbau los .
Ein fertiges Rad mit einem Nachrüstmotor egal ob mittig oder mit Nabenmotor ist eine reine Umrüstung und hat mit Selbstbau wenig zu tun . Um ein leichtes Rad aufzubauen brauchts nur eine leichte Basis .
Das Cannondale was hier @grosserschnurz immer wieder nachrüstet ist da schon ok . Wenn man sich dann etwas mühe gibt bei der Kabelverlegung und beim Akkuverbau sieht es auch ok aus . Etwas Aldbacken aber ok.
Wenn Gewicht nicht im Vordergrund steht kann man auch mal sowas umbauen bzw nachrüsten .
DSCN3114.JPG
Auch nicht so superschwer und sieht fast wie gekauft aus . Hat aber letztendlich keine 1000 Euro verschlungen .
Das ist immer noch kein Selbstbau sondern alles fertig gekaufte Teile und zusammengeschraubt .
Ich wollte auch immer mal einen Eigenbau .
Ok sackschwer aber aus Stahlteile zusammengeschweißt .
DSCN2345.JPG
Leider nur ein Bild vom Rahmen .
Wer mal Selbstbauten sich anschauen will sollte mal im Velomobilforum schmökern .
Viele dieser Liegeräder und Trikes sind Eigenbauten .

Grüße
 
O

Omarad

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O.k., diese "echten Selbstbauten", ich schätze, da gibt es vielleicht 100-maximal 1000 Stück in Deutschland, wenn überhaupt.
 
Schlappen

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Durch Intube wurden die Räder deutlich schwerer, die bullige Optik bringt natürlich Gewicht. 29" Reifen in 2,8" Breite sind wesentlich schwerer.
Ok, durch Intube dickerer Rahmen bedeutet mehr Materialaufwand und ist dann etwas schwerer. Leuchtet mir ein.
29 Zoll Reifen ist allerdings nicht die Regel.
Ansonsten fällt mir jetzt nicht viel ein.
 
Erzbrummel

Erzbrummel

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Marienberg im Weltkulturerbe Erzgebirgsregion
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CUBE STEREO Hybride 140HPA TSDZ2 im Einbaukäfig
6000€ ausgeben nur weil die Farbe chic ist, der Nachbar auch so ein Teil hat und dann auch noch 1 Jahr warten, wäre für mich NoGo und vielen Anderen hier sicher auch.

Und nicht zu vergessen: Selbstaufbauer können fast alle Probleme am Pedelec selbst lösen!
Ich mache gerade das TSDZ 2 Bike Nr.11 fertig..., mit jeder Anfertigung habe ich wertvolle Erfahrungen dazugewonnen..., die natürlich in die neue Creation mit einfließen. Man muss halt auch aus gemachten Fehlern lernen! Diese wiederholt man sicher nicht! Und..., für mich ist der DZ2 vom Preis und vom Konzept her konkurrenzlos, wie auch immer, das ist mein Standpunkt! Um zu dem heutigen Wissenstand zu gelangen, habe ioch auch schon mal 2 Gehäuse geknackt..., teuer Lehrgeld, dafür aber unbezahlbare Erkenntnisse gewonnen!
😇
🍻
 
Jenss

Jenss

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Grace One, Phaserunner, 1500wh
Wenn ich es drauf anlegen würde könnte ich sogar mein bosch fully auf unter 20kg bringen *grübel*

Aktuell wiegt es serie 22,x kg. Mit dropper, fetten Reifen usw...

Ich finde es erschreckend, das die aktuellen "bomber" 2-3kg mehr auf die Waage bringen und das trotz Carbonrahmen....
 

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Omarad

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Interessanterweise wurde groß kommuniziert, dass der gen4 cx deutlich leichter wurde ggü gen2 cx. Die bikes aber schwerer...
 
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hansmeier2018

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Ich finde Selbstbau auch toll, aber bitte immer Äpfel mit Äpfel vergleichen!
Ein altes 26Fully mit 12kg ist als Umbau natürlich leoxhter als ein aktuelles mit 29er Zoll und moderner Geo. Da ein Biofully sich schon bei 15kg bewegt.
Dafür kann man heute mit einem modernen TrailHT mehr fahren als mit so alten 26er Fullies.

Als Alltagsrad finde ich einen Selbstumbau aber sehr spannend. Gerade wenn man nicht so viel Geld hat.
 
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Warum Selbstaufbau durchaus immer noch interessant ist

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