Warum geht eine Rücktritt Bremse nicht

Diskutiere Warum geht eine Rücktritt Bremse nicht im E-Motoren Forum im Bereich Diskussionen; Nur weil etwas gemacht wird, ist es noch lange keine gute Idee. Die Niederländer fahren auch großteils ohne Helm, aber keiner würde deswegen...

1N4001

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Bio, bald wieder E
In den Niederlanden wurden Jahrzehnte lang, die günstigen Räder nur mit Rücktritt verkauft. (Auch von allen Markenherstellern) Und auch heute kann man noch Räder nur mit Rücktritt kaufen.
Mein Cousin fährt als Postbote solche Räder seit 20 Jahren schwer beladen durch Vlaardingen.
Ich versuche ihn seit Ewigkeiten von Felgenbremsen zu überzeugen. Aber nicht weil die Räder nicht ausreichend Bremsen, sondern weil ständig Speichen brechen.
Nur weil etwas gemacht wird, ist es noch lange keine gute Idee. Die Niederländer fahren auch großteils ohne Helm, aber keiner würde deswegen behaupten, dass das sinnvoll ist.

Rücktritt ist gefährlich. Man kann nicht aus jeder Pedalstellung bremsen und auch nur wenn die Kette nicht muckt. Darüber hinaus benötigt man für das Vorderrad so oder so einen Bremshebel, da bietet es sich (allein wegen der sicherheitsrelevanten Gewohnheit) an das selbe System auch hinten zu verwenden.
 

Üps

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Davon abgesehen:

Mit dem Hinterrad kann man auf Asphalt generell keine schnelle Gefahrenbremsung machen. Das schließt die Physik aus bei einem normalen Fahrrad.

Und bergab dauerbremsen kann man damit auch nicht. Schließt die Physik ebenfalls aus, da die kleine Nabe bei den Temeraturen, die sie aushält, nicht genug Energie abgeben kann.
Ich habe auf der sehr kurzen Strecke (600m 50 Hm) zwischen Uni Hohenheim und Körschtal schon Bremsfading und eine knallheiße Nabe gehabt. Bei nur zweistelligem. Gesamtgewicht damals.
 
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Klauswesterwald

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wenn ich bremsen muss und gleichzeitig Handzeichen zu geben habe ist der Rücktritt eine ganz feine Sache
 

RTausB

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mit hoher Wahrscheinlichkeit
Ich brauch keine Wahrscheinlichkeiten weil ich zwei solcher Motoren habe und auch weiß wie die funktionieren.

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dorftrottel

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Der Name war bei diesem Kommentar mal wieder Programm.

Naja,
ich mach mir schon Gedanken warum Ihr die Rücktrittbremse schlecht redet
aber vielleicht solltet Ihr mal Pedelec mit Rücktrittbremse genauer anschauen?

Es gibt sogar Pedelec mit Rücktrittbremse und Scheibenbremse hinten und vorne,
kenne jetzt kein Pedelec mit Rücktrittbremse das keine 2 zusäztlichen Bremsen zum Rücktritt hat.
Also was spricht dagegen.

Was meinen Händler wundert, daß die Rücktrittbremsfahrer auch einen
Verschleiß an den Handbremsen haben also durchaus alle 3 Bremsen nutzen l

Darum finde ich die Aussage ,haben nichts auf der Strasse zusuchen oder sind eine Gefahr für andere etwas daneben!
 

Üps

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ich mach mir schon Gedanken warum Ihr die Rücktrittbremse schlecht redet
Die braucht man nicht schlecht zu reden, die ist aus bekannten Gründen veraltet und in besagten Situationen nicht zu gebrauchen: Gefahrenbremsung, bergab. Funktioniert nicht.
aber vielleicht solltet Ihr mal Pedelec mit Rücktrittbremse genauer anschauen?
Hab ich ich Jahre lang gefahren und im Keller stehen, darauf beruht ja mein Bericht.
Es gibt sogar Pedelec mit Rücktrittbremse und Scheibenbremse hinten und vorne,
Meines hat auch 3 Bremsen. So what? Ändert nichts daran, dass die Rücktrittbremse untauglich und bei Fahren hinderlich ist und weder fürs Bergabbremsen, noch für die Gefahrenbremsung auch nur annähernd geeignet ist. Man sollte sich also schnellstens angewöhnen, das zu benutzen. Kein Grund also, zu jammern, dass ein Mittelmotor nicht so gut mit Rücktritt harmoniert.
Also was spricht dagegen.
Thread-Thema nicht gelesen? Der Mittelmotor. Es gibt zwar Lösungen, die aber wohl eher Notlösungen sind.
 
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Jaap

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Nur weil etwas gemacht wird, ist es noch lange keine gute Idee. Die Niederländer fahren auch großteils ohne Helm, aber keiner würde deswegen behaupten, dass das sinnvoll ist.
Sinnvoll ist was funktioniert. Und Rücktritt Bremsen reichen im Flachland aus. Und wer damit fährt weiß auch wie er sie bedienen muß.
In den Bergen haben sie natürlich nix zu suchen. Dies gilt aber genauso wie für Rollenbremsen oder übliche Scheibenbremsen Durchmesser bei Dauerbremsern am Tandem.

Nur hatte ich auch schon im normalen Alltag Bremsversagen durch gerissene Bremszüge und durch gescheuerte Hydraulikleitungen.
Und da ist eine Rücktritt eindeutig im Vorteil. Die ist weniger empfindlich und fällt deutlich seltener aus.
Und damit für den typischen niederländischen Berufspendler gar keine so doofe Idee.
 

kfs

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Die Rücktrittbremse entspringt dem Wunsch nach einer wartungsfreien Bremse, genau so wie die Nabenschaltung. Offenbar können die andern Bremsen diesbezüglich nicht konkurrieren. Dieser Wunsch ist so stark, dass es angepasste Mittelmotoren gibt. Hoffentlich sind diese genau so wartungsfrei konstruiert wie die Rücktrittbremse. Alles, was den Druck auf die Hersteller, wartungsarm zu konstruieren, erhöht, finde ich gut.
 

Üps

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Alles, was den Druck auf die Hersteller, wartungsarm zu konstruieren, erhöht, finde ich gut.
Kauf dir ein Singlespeed ohne Freilauf und bremse mit Muskelkraft.

Was den so starken Wunsch betrifft: Ach, deshalb gibt es diese untaugliche Bremse fast nicht mehr zu kaufen.
Und bei der Wartung der Nabe betrifft wünsche ich dir einfach nur viel Spaß. Ein Satz Bremsgummis oder ein Vorderrad tauschen ist ein Klacks dagegen.
 

Ollie

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Cannondale Synapse Neo SE - Bosch Active Line Plus
...
Beide Freiläufe bewirken, dass sowohl der Motor als auch der Fahrer das Kettenblatt nicht rückwärts antreiben könen.
..

deshalb habe ich geschrieben "..bei vielen MM..."
Bei meinem ActiveLine+ Gen3, kann ich tatsächlich rückwärts treten. Da bewegt sich dann das Kettenblatt und die Kette rückwärts, wie bei einem normalen Bike. Bei dem Yamaha meiner Frau bewegen sich nur die Kurbeln beim rückwärts treten. Kettenblatt und Kette bleiben stehen
 

kfs

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Kauf dir ein Singlespeed ohne Freilauf und bremse mit Muskelkraft.

Fixie ohne Bremsen sind nicht erlaubt, das wäre nicht bloss eine Ordnungswidrigkeit.
Ich habe nicht gesagt, dass ich den Rücktritt toll finde. Ich selber habe bei einem Rad das Hinterrad getauscht gegen eines mit Rollenbremsen, Scheibenbremsen sind nicht nachrüstbar. Seitdem muss ich nichts mehr tun. (Ich weiss, irgendwann einmal ölen). Die Shimano 8-Gang Nabe hat immerhin den Vorteil, dass kein Wasser eindringt, was auf den BBS0x nicht zutrifft. Es ist eine Schande für Bafang.

Aber ich kann andere verstehen, die einen Rücktritt bevorzugen gegenüber der Felgenbremse. Offenbar die Motorenhersteller auch, sonst würde es keine Rücktrittversion geben. Sollte die Rücktrittversion wasserdicht sein und die Freilaufversion nicht, dann könnte man ja die Rücktrittversion auch bei einem Freilaufrad einsetzen, dann würde sich zeigen, was die Leute wirklich wollen.
 

Kurbelkurbel

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Rücktrittbremse hin oder her,- ohne beleidigend werden zu wollen - das ist doch nur Zeuch für Oma und Opa, welche nix anderes gewohnt sind.
Vorderbremse bleibt ja sowieso das wichtigste Element, wenn es um die Wurst geht...
Mir geht's quasi so ähnlich,- bei mir muss die Vorderbremse immer rechts am Lenker sein, da ich das von Moped/Motorrad seit jeher so gewohnt bin.
Da sind Reflexe im Spiel, welche ich nicht erst lange angewöhnen/umgewöhnen möchte...
 

Üps

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Fixie ohne Bremsen sind nicht erlaubt, das wäre nicht bloss eine Ordnungswidrigkeit.
Sondern was und nach welchem Paragraphen?
Und was spricht dagegen, Felgenbremsen dabei zu haben und nicht zu nutzen, wenn es um absolute Wartungarmut geht? Die Dinger wiegen wenig.
 
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kfs

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Ein Fixie auf der Strasse gilt als Fahrrad und benötigt daher zwei unabhängig wirkende Bremsen.

Die Rollenbremse ist sozusagen die Weiterentwicklung der Rücktrittbremse. Stahl auf Stahl mit Schmiere dazwischen, kein Bremsbelagswechsel, kein Nachstellen der Bremse, extreme Wartungsarmut, zumindest bei durchschnittlichem Gebrauch. Auf mich hört ja keiner!

Die Leute kaufen ihre Räder ab der Stange, es ist Sache des Herstellers, zusätzlich eine Hinterradfelgenbremse anzubieten. Nur, wenn diese nicht benutzt wird im Alltag, dann wird sie auch in einer Gefahrensituation nicht benutzt. Wird sie hingegen benutzt und nützt sich ab, dann werden viele einfach wieder den Rücktritt benutzen.
Ich habe hinten eine Rollenbremse und vorne eine Felgenbremse. Diese quietscht. Wenn ich vorwiegend mit der Hinterradbremse bremse und die Vorderradbremse schone (so, dass es nicht quietscht), dann muss ich diese auch kaum warten und werde die Vorderradbremse in einer Gefahrensituation trotzdem nutzen.
 

Callamon

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Darüber hinaus benötigt man für das Vorderrad so oder so einen Bremshebel, da bietet es sich (allein wegen der sicherheitsrelevanten Gewohnheit) an das selbe System auch hinten zu verwenden.

Ich bin Jahrgang 1969. Zu meiner Kind- und Teenagerzeit hatte eigentlich jedes Rad, ausser unbezahlbare Rennräder, einen Rücktritt. Was "sicherheitsrelevante Gewohnheiten" angeht finde ich und finden viele meiner Generation es eher seltsam, wenn ein Rad KEINEN Rücktritt hat und man "nur" Handbremsen zur Verfügung hat. (PS: Ich weiss, dass moderne Handbremsen egal welcher Bauart besser funktionieren als olle Rücktrittbremsen. Es geht mir hier nur darum aufzuzeigen, dass unterschiedliche Personen unterschiedliche Gewohnheiten haben und man das nicht verallgemeinern kann)
 

Pöhlmann

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Kettler Obra NX8 (Panasonic NUA028D, 26V)
"Feinheiten" der auf Rädern ohne Rücktritt nutzbaren Fahrtechnik sind mit Rücktritt nicht praktikabel nutzbar. Die Schweinebacke bremst gelegentlich ungefragt dazwischen, wenn man sein Gewicht beim Bremsen möglichst weit nach hinten verlagern möchte und dabei wenig Rücksicht auf die Kurbelstellung nehmen kann.
Das macht man nicht nur mit dem MTB bergab, sondern es verhilft auch in der Ebene zu optimal kurzen Bremswegen (Gewichtsverlagerung, Abstützen am Lenker). Fahrbahnunebenheiten kann man mit Rücktritt auch nicht mehr so einfach auf den Pedalen stehend abreiten, was bei mir seit vielen Jahren weitgehend automatisch abläuft. Die Dosierbarkeit ist schlecht, die Betätigung dauert im Vergleich zum Ansprechen diverser Felgen- und Scheibenbremsen eine halbe Ewigkeit.

Soviel zum Verriss. Unter dem Strich ist das bei einem angepasst dezenten Fahrstil natürlich nicht tragisch. Nach einigen Tagen habe ich mich auf Besuch bei der Verwandschaft auch mit einem "Aldilec" arrangiert. Tiefeinsteiger mit nur mittelprächtig steifem Rahmen, 7-Gang-Nabenschaltung mit Rücktritt, einfacher PAS, nur 3 einstellbaren Geschwindigkeitsstufen. Den Rücktritt habe ich nicht genutzt, denn die montierten V-Brakes funktionierten einwandfrei. Bei der Erforschung des Umlandes auf zwei Rädern im Umkreis von gut 20 Kilometern war ich ohnehin etwas langsamer unterwegs. Das Pedelec war bei meiner Abreise in technisch besserem Zustand , einschließlich eines frisch eingewechselten Reifens am Hinterrad. :cool:
 

RUBLIH

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Bau auch gerede was mit VR Motor und Rücktritt - ohne MM
Gibt vorn nur einen Bremshebel, rechts - links eine Klingel - fertig.

Es ist nicht der Plan und nicht die Absicht mit dem Rad wild die Berge runter zu brettern - auch nicht damit immer und in jeder Situation mit mindestens 27,8kmh zu fahren, sondern damit Rad zu fahren.

Der Plan - einfacher fahren - nicht schneller. Das meint, zum Anhalten reicht auskullern, vom Sattel und Fuß auf Boden mit minimalster Bremsbetätigung am HR mit Rücktritt kurz vorher.

Wird noch lustig, vorn werkelt eine 4 Kolben Disc - die hat einen optiharten Druckpunkt und packt sofort - die Frau fährt Motorrad - die kommt damit klar

Es wird KEINE Donwhillbergabvmax HR Bremse benötigt - dann ist Rücktritt auch OK - ich will auf gar keinen Fall Rücktritt - aber es gibt Menschen und bevorzugt Frauen, die wollen nur und ausschließlich eine Rücktrittbremse. Solange die keine Alpenquerung mit 120kmh bergab das Vorhaben ist, ist das auch kein Problem.......

Die Mädels sind 60Jahre im Training, Pedalen in Stellung, hinten wieder runter, rechter Fuß - mit Rock auf´s Damenrad und los - die erreichte Geschwindigkeit unmittelbar nach Start ist Höchtgeschwindigkeit - sofort sozusagen :)
 
Thema:

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