Warum eigentlich tendenziell eher Förderung für Lastenräder aber nicht für konventionelle Pedelecs?

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andreasDo

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Ich hab nie was beantragt, auch für die Firma nicht. Die Töpfe waren aber alle gedeckelt, ergo dürften die mittlerweile für 22 alle verbraucht sein.
Ich bezog mich auf diese Aussage von Dir ... Hervorhebung von mir ...
Nicht für private Käufer….
Natürlich ... ich habe auch nie etwas anderes behauptet ...

Aber okay: In Stuttgart gibt es aktuell ein Förderprogramm für Privatpersonen ... dann gibt/gab es immer mal so kleiner Fördertöpfe wie die Zuschüße für 25 Räder in Dortmund ... bei immerhin um die 600.000 Einwohner*innen eher lächerlich. Die zur Verfügung stehende Summe entspricht etwa fünf bis sechs (unsinnigerweise) geförderten Hybrid-PKW ... damit wird doch nichts erreicht.
Mit der Förderung für Unternehmen, Vereine, usw. kann eine Wirkung erzielt werden wenn es darum geht den Autoverkehr, inkl. Flächenverbrauch, in den Innenstädten zu reduzieren.

Zur Förderung von Lastenrädern für Privatpersonen in Stuttgart und wohl auch teilweise in Köln:
Wie viele Pedelecs werden gekauft und dürfen dann einmal im Jahr vom Wohnmobilstellplatz zum Bäcker fahren? Dafür möchte ich keine Steuergelder ausgeben. Ist genauso unsinnig wie beim Hybrid-PKW. Beim Lastenrad ist dieses Szenario eher seltener. Wer ein Lastenrad hat weiß was damit alles möglich ist und setzt es auch dementsprechend ein.
 
MisterFlyy

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Wenn ein auto abgeschafft und ein pedelec angeschafft wird, könnte man das ruhig fördern, egal obs ein normales oder ein lastenpedelec ist.

ich hab das beschrieben, wie ich es meine. auto weg, pedelec kommt = förderung.
stichwort: verkehrswende.

Das führt doch nur zu Mitnahmeeffekten. Altes Auto weg, neues Lastenrad fördern lassen und bei Bedarf dann ein neues / gebrauchen / anderes Auto dazukaufen.
 
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Elmo

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Ist genauso unsinnig wie beim Hybrid-PKW.
Das sicher nicht. Hast Du die leiseste Vorstellung, wieviel Steuergeld in Hybride geflossen ist?

Ich weiß auch nicht woher Du Deine Daten für die Behauptung beziehst.
Sicher wird es Mitnahmeeffekte geben.
Aber
1. die eingesetzte Summe ist vergleichsweise winzig
2. es kauft sich niemand ein Lastenrad, um einmal damit zum Bäcker zu fahren
3. Sind 1000 oder 2000 Euro für eine junge Familie viel Geld. Wenn das Rad aber 7000 bis 10000 Euro kostet, ist dennoch ein erhebliches commitment erforderlich
4. wir geben gerade 3 Mrd Euro zur Subventionierung von Benzin aus, für 90 Tage. Gleichzeitig Rekordgewinne der Mineralölkonzerne
5. Frag mal @MultiBen, was der Zuschuss ihm gebracht hat und wie sich sein Leben mit 2 Multichargern verändert hat

Das ist eine politisch instrumentalisierte, typische deutsche Neiddebatte, die mich anwidert.
Ich hätte für meine Firma Subventionen bekommen können, hab drauf verzichtet.

Freue mich aber für jede und jeden, die nun häufiger das Auto stehen lässt. Wir geben für soviel Schwachsinn Steuergeld aus. Ich zahle einen Haufen steuern. Das hier war jeden Euro wert.


Edit: Beispiele für umweltschädliche Subventionen 2021
 
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Bernhard_J

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Also wir halten fest, dass es gar nicht so klar ist, welche Förderungen es für Pedelecs gibt. Und vor allem warum. Aus meiner Sicht ist das ganze Thema e-Mobilität ohnehin ein riesengroßer Bluff. Mir nimmt das alles viel zu sehr mittlerweile fast religiöse Züge an.

Wenn man unbedingt der Meinung ist Lastenräder fördern zu wollen, sähe ich gerne eine Einschränkung auf Bikes deutscher Hersteller.

Meine persönlichen Meinungen - to be discussed.

Zu Anhängern habe ich praktisch keine Meinung, außer dass ich finde, dass es eher gar nicht gut aussieht (ja ich weiß, das ist ein Mofa).

werner.jpg
 
Fraenker

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Warum werden eigentlich mehrheitlich eher Lastenräder gefördert, während das für sonstige Pedelecs eher seltender zutrifft.
Das ist eine gute Frage. Eigentlich sollten nur Verkehrsmittel gefördert werden, die von jedem genutzt werden können. Also grundsätzlich jede Form von ÖPNV fördern und dafür sofort jede Form von Förderung privater Mobilität stoppen.
 
B

Bernhard_J

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Das ist eine gute Frage. Eigentlich sollten nur Verkehrsmittel gefördert werden, die von jedem genutzt werden können. Also grundsätzlich jede Form von ÖPNV fördern und dafür sofort jede Form von Förderung privater Mobilität stoppen.
Das hat für mich fast schon sozialistische Züge. Menschen mit mäßigem Zugang zum ÖPNV, also eher die Landeier, sind häufig aufs Auto o.ä. angewiesen. Das Problem ist, dass derlei Themen nicht schwarz oder weiß sind.
 
MultiBen

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Anhänger sollten gefördert werden.
Hier in Düsseldorf wurden auch Anhänger gefördert.

Was das Lastenrad für, sagen wir mal 5000 € aufwärts leistet macht der Anhänger am bereits vorhandenen Fahrrad für (fertig gekauft) ca. 300-500 €.
Absolut nicht vergleichbar. Ich habe beides.

Das ist n Longtail. Find ich doof und unpraktisch.
Doof kannst du es ja finden. Aber unpraktisch? Ganz im Gegenteil.

Nachteil Anhänger: du hast 3 Spuren anstatt einer.
Und fährt sich viel unangenehmer, träger, langsamer.

Wo gibt es denn eine Lastenradförderung für Privatpersonen?
Düsseldorf, bis 50% oder 2500€ für Privatpersonen. Der Topf war 2 Mio.

Darüber hinaus sind Lastenräder aber eben auch die SUVs der Fahrradbranche. Verrannt in die falsche Richtung.
Also ich sehe täglich Elternteile mit Kindern die ohne Lastenrad vermutlich im SUV sitzen würden.

Diese longtails sind aus meiner sicht ein guter kompromiss, wenns dann doch ein lastenrad sein muss. Ansonsten halt nen hänger.
Stimme ich voll zu. Man hat ein normales Pedelec und ein Lastenrad in einem. Zumindest beim Multicharger.

Also, ein einspuriges Lastenrad mit tiefem Schwerpunkt der Ladung fährt sich VIEL angenehmer und sicherer als ein Rad mit Anhänger oder einem Gepäckträger mit hoch sitzender Ladung.
Einziger Nachteil beim Longtail. Mit Kindern noch super aber bei schwerem Gepäck wird es schwammig.

dass ein auto abgeschafft und ein pedelec angeschafft wird.
Hier genau so geschehen.
 
Jibbo01

Jibbo01

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@MultiBen
Ok, du hast Recht: ich korrigiere, indem ich ein "für mich" anfüge.
Ich schmeiße gerne mein ganzes Gelumpe vorne in die Kiste. Geht das beim Long Tail auch?
Wenn ja, dann ziehe ich meine Aussage zurück und behaupte das Gegenteil! :giggle:
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Nullkommanix

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Darüber hinaus sind Lastenräder aber eben auch die SUVs der Fahrradbranche.
UVs ja, aber SUVs? Welche Sportart denn? Aufbocken?

dass man nur Dinge fördern muss, die die Leute sonst nicht so leicht tun würden.
"Fördern", also subventionieren, tun die Parteien um sich mit Steuergeldern Wählerstimmen zu kaufen, vorzugsweise grüne.

Wenn man unbedingt der Meinung ist Lastenräder fördern zu wollen, sähe ich gerne eine Einschränkung auf Bikes deutscher Hersteller.
Ich kenne keinen Deutschen Hersteller, der nicht irgendwas irgendwo in Asien fertigen lässt.
 
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Bernhard_J

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Es ist mir klar, dass ein Fahrradhersteller quasi keinen Bogen um Asien machen kann. Dennoch plädiere ich für ein gehöriges Maß an Protektionismus. Wenn die Politik nicht langsam anfängt die heimische Industrie zu schützen (so wie es andere Länder auch machen), ist bald nix mehr davon da.
 
MisterFlyy

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Ich glaube nicht, dass das Eu-Recht eine Subventionierung deutscher Hersteller hergibt.
 
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Es ist mir klar, dass ein Fahrradhersteller quasi keinen Bogen um Asien machen kann. Dennoch plädiere ich für ein gehöriges Maß an Protektionismus. Wenn die Politik nicht langsam anfängt die heimische Industrie zu schützen (so wie es andere Länder auch machen), ist bald nix mehr davon da.

Der deutsche Markt für Pedelecs ist schon so extrem hochpreisig. Hersteller von Komponenten wie Bosch haben hier auch so einen hohen Marktanteil. Anstatt Protektionismus wünsche ich mir eher mehr Konkurrenz unter den deutschen Herstellern und auch den Willen zu Investitionen zur Preissenkung (Rohloff z.B.) anstatt immer nur die Sahne abzuschöpfen. Protektionismus hilft da leider überhaupt nicht, ganz im Gegenteil.

Gerade bei solchen technischen Produkten ist Asien nicht wegen der niedrigeren Löhne billiger, sondern weil die einfach erheblich professioneller am Markt vorgehen und keine Angst vor Stückzahlen haben. Eine Shimano-Nabenschaltung kostet nicht deshalb nur ein Zehntel einer Rohloff, weil die Rohloff zehnmal besser oder die Löhne in Japan zehnmal niedriger wären. Eine rationeller gefertigte Nabenschaltung von Rohloff mit einem Zahnradsatz weniger und 7 Gängen für 200€ würde sich auch global für Ebikes super verkaufen lassen. Sowas muss man aber auch herstellen WOLLEN und sich damit abfinden, dass man dann vielleicht Millionenstückzahlen herstellen muss.

Per Protektionismus und massiven Zöllen Shimanonaben so teuer zu machen wie eine Rohloff würde uns echt nicht weiterhelfen. Genau genommen ist Europa wegen der sehr speziellen Pedelec-Regelungen eh schon ein besonderer und recht abgeschotteter Markt, nirgendwo sonst kaufen so viele Leute Räder mit teurem Mittelmotor.

Aber ich sage ja immer, das Fahrrad wird erst dann das Auto ersetzen, wenn Fahrräder so teuer sind wie heute Autos. Wenn die komplett mit allen Komponenten in Deutschland gefertigt werden müssen, kriegen wir das sicher hin...
 
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jup

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"Fördern", also subventionieren, tun die Parteien um sich mit Steuergeldern Wählerstimmen zu kaufen, vorzugsweise grüne.

Also, eigentlich wollte ich ja darauf gar nicht eingehen, aber: Meinst du das ernst? Die FDP und CDU können das mindestens genauso gut und beide hatten dafür schon sehr viel mehr Gelegenheit.
 
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Nullkommanix

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ALLE Politiker können das gut. Die Bonbons werden größer, je näher der Wahltermin rückt.
Da wir aber von Lastenrädern sprechen, tut sich eine Partei besonders hervor.
 
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