Vom Bike aufs Pedelec - fehlt das "Glücksgefühl"?

Diskutiere Vom Bike aufs Pedelec - fehlt das "Glücksgefühl"? im Plauderecke Forum im Bereich Community; Da gebe ich dir recht. Bin echt froh beim Pendeln mit max. 5 Radfahrern und vielleicht 5 Fußgängerbegegnungen habe. Ansonsten frei schnauze fahren...
Akkadier

Akkadier

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Gott sei Dank, dauert das mit der Verkehrswende noch etwas....
Weil wenn die Äußerungen der restlichen noch gekapselten Verkehrsteilnehmer,
auch noch akkustischund schriftlich dazu kommen.........
Da gebe ich dir recht. Bin echt froh beim Pendeln mit max. 5 Radfahrern und vielleicht 5 Fußgängerbegegnungen habe. Ansonsten frei schnauze fahren kann und nur auf Autos achten (ganz besonders Audis!) muss.
 
stan

stan

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Vielleicht wäre die Frage etwas einfacher zu beantworten, wenn du 'Mit welchem E-Bike?' fragen würdest.

Es ist meiner Erfahrung nach ein himmelweiter Unterschied, ob das eher so ein Bomber (in meinem Fall Velocar/Trike/Lasti) ist, bei dem der Leistungsabbruch bei 25 sehr deutlich ist - oder was richtig schnelles, leichtgängiges.

Bomber:
Absolut demotivierend, da viel reinzutreten, sofern der Motor mit 300 kg Systemgewicht nicht mal wieder überlastet ist und du ordentlich reintreten musst, um überhaupt an die 25 ranzukommen/den Berg hochzukommen. Das wiederum kann *sehr* motivieren. ;)

Schnelles Up oder RR/Liegerad/Velomobil:
Hier ist die Abschaltung viel weniger spürbar, der Motor dient mehr dem anfänglichen Beschleunigen (Ampelstart)/am Berg/wenn man keinen Bock hat (Schweinehundbekämpfungsmittel). Die Beschleunigungsphase geht ggf. deutlich über die 30 hinaus und der gefühlte Geschwindigkeitsunterschied zu 25 ist hoch und damit motivierend.

Schöne Beispiele dafür gibts im Velomobilforum - 6 kg mehr für die Motorisierung machen den Braten bei 30 kg Fahrzeuggewicht (plus Fahrer etc.) nicht fett, und ab 25/30 ist eh die Aerodynamik entscheident. Gefahren wird mit Motor trotzdem 30+xx, je nach Fahrzeug, Strecke und Beinen.

Selbst mein olles Alleweder lief so um 30 rum sehr gut, der Motor sprang selten an und ich war regelmäßig durchgeschwitzt...:D
 
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Crix

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Ich hoffe, ich kann ab nächster Woche etwas zur Beschreibung des "Gefühls" nach der ersten E-MTB-Tour beitragen :)
 
Bernhard-SH

Bernhard-SH

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Kommt darauf an, Streckenverlauf. Waldwege oder Fahrradwege!
Waldwege erzeugen mehr Glücksgefühle als Radwege?
Auch wenn mir vom Gehoppel die Handgelenke weh tun?
Oder umgekehrt?
Oder machen Radwege durch den Wald doppelt glücklich?
Und hat ein eGraveler der nur auf Landstraßen nen >30er-Schnitt fährt keine eigentliche Glücksbegründung?
Kurvenreiche Strecke macht glücklicher? Auch wenn ich dauernd Bremsen muss aber eigentlich Spaß an FullSpeed habe?

LoideLoide, Glückslevelmesser und Bedingungen die erlauben glücklich zu sein 😵‍💫 - geht's noch?!
 
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Eicher

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Hallo!
Ich muss halt immer innerlich Grinsen, wenn sich ein E-MTB auf dem Radweg
meinen Windschatten sucht. Sorry.
 
Bernhard-SH

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Ich bin gestern auf ner 30km-Tour einen Schnitt von 26,9 km/h gefahren.
Eigentlich wollte ich über 27 kommen.
Ich war trotzdem glücklich.
Aber, darf ich das überhaupt wo ich dich mein Ziel verfehlt habe, nicht bis auf die Unterhose durchgeschwitzt war und sowohl Landstraße wie auch Radwegen und sogar auf Splitwegen durch den Wald gefahren bin?
 
X

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Ich radel immer ohne Unterhose.
 
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Eicher

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Gönnt mir halt den zusätzlichen Spaß, wenn ich in meinem Rückspiegel
das verbissene Gesicht und die Ellenbogen über Lenkerbreit entschwinden sehe......

:ROFLMAO::ROFLMAO: :ROFLMAO:
 
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Eicher

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Bei einer Freilaufkurbel kann der Motor laufen ohne dass sich die Kurbeln drehen.
Das wird bei Bafang Mittelmotoren zB. so gemacht.
Muss ich mir mal anschauen, wie die das gelöst haben.
 
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Ernstka

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Ich hab so ein 20“ klapprad mit 680wh Akku und wenn ich mit der Bahn 89km bergauf fahre, es in der Bahn zusammenklappe, krieg ich auch trotz randvoller Züge immer Platz. Dann 20km bergauf und 60km bergabbrausen ist ein hammer, wenn ich mit dem lächerlichen Kleinradmit nabenmotor und geschwindigkeitssteuerung ohne drehmomentsensor das Gros der Radler mit Brose, ktm, Haibike etc, die über sitzschmerzen auf der Strecke jammern, hinter mir lasse. Natürlich gibts ab und an einen Sportler, der an mir vorbeibraust. Ich find die geschwindigkeitssteuerung klasse - wenn die ab der eingestellten Speed zunehmend schwächer unterstützt, kann ich durch etwas schneller treten meine beinleistung so, wie es mir gefällt, einbringen, ohne an eco, turbo oder sporteinstellung denken zu müssen. Hab Assioma uno wattmesspedale und schau, dass meine beinleistung laufend in etwa 100w (hoffentlich mit zukünftiger Steigerung durch zunehmende Fitness) ist. Bin im letzten Jahr auf diese Art 4000 km geradelt.

Hab mir vor ein paar Monaten ein fully mtb klapprad mit 27.5“ gekauft (500w bafang mittelmotor auf 25kmh begrenzt) wo ich von den 9 unterstützungsstufen 3 auch als geschwindigkeitssteuerung programmierte für fahrspass in der Ebene. Detto mit wattmesspedalen. Mit dem fahr ich meist hohe, steile Berge …
Ich fahr gerne und oft. Wenn ich müde bin, macht auch pseudopedalieren oder daumengas (Österreich) erleichterungsfreude. Das Peugeot-Rennrad, das jahrzehntelang kaum benutzt wurde, verschenkte ich an eine karitative Organisation.

Ich bewundere rennradfahrer, die high speed durch die Gegend flitzen … das kann ich muskelbedingt nimmer.
 
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jup

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Ich möchte noch anmerken, dass Radfahren nicht nur Muskel- (oder Motor-)leistung ist und es auch völlig von der Leistung unabhängigen Fahrspass durch zunehmende Erfolgserlebnisse gibt. Selbst auf immer wiederkehrenden Strecken findet man immer besser eine passende Linie, weiß immer besser unnötiges Bremsen und Beschleunigen zu vermeiden, lernt die immer selben Unebenheiten immer besser abzudämpfen, auch ohne dafür gleich ganz aus dem Sattel zu gehen, lernt die je nach Fahrrad sehr unterschiedlichen Taktiken, in engen Stellen das Fahrrad flüssig herumzubiegen und durch Treten im passenden Moment wieder aufzurichten, ohne das Ding nur um die Ecken zu fahren wie einen Einkaufswagen im Supermarkt, im Stadtverkehr vor einer Ampel auch extrem langsam, bis fast (oder ganz) zum Stillstand fahren zu können, ohne gleich stehenzubleiben zu müssen, sich auch im dichten Verkehr souverän, sicher und schnell zu bewegen, ohne dabei sich oder andere zu gefährden... All das sind Dinge, die man lernen kann und die man dann immer besser kann, ohne dass man sich dabei sonderlich körperlich anstrengen muss.

Zu Fahrfertigkeit gehört beileibe mehr als nur seine Beine und seinen Kreislauf auf Maximalleistung zu trimmen und sich samt Fahrrad möglich zügig über Höhenmeter und weite Entfernungen zu drücken. Selbst wenn man gar nicht fährt: Muss man ein Fahrrad oder Pedelec z.B. im Bahnhof oder sonstwo eine Treppe wirklich runtertragen? Nein, muss man nicht, mit sorgfältig koordiniertem Einsatz beider Bremsen kann man es auch fast ruckelfrei neben sich leichtfüßig und langsam die Stufen heruntergleiten lassen. Auf Anhieb schafft das keiner, das muss man üben und jedesmal, wenn es besser geht, gibt es Glücksgefühle.

Um mal einen Vergleich zu motorisierten Zweirad-Sportarten zu ziehen: Beim Motocross geht es um Rundenzeiten, bei Trials ist Geschwindigkeit und Motorleistung völlig egal, da geht es nur darum, möglichst elegant und ohne die Füße zur Hilfe nehmen zu müssen, Hindernisse zu überwinden, die Motorleistung von Trials-Motorrädern ist dabei völlig schnuppe, die Dinger sind nach Motocross-Maßstäben grandios leistungsschwach. Fahrfertigkeit und Glücksgefühle hängen nicht notwendigerweise nur von der mechanischen Leistung ab.

Denn eines sollte jedem klar sein: Auch ohne mehr oder weniger aus heiterem Himmel irgendwann auftauchende massive körperliche Einschränkungen und mit ständigem Training wird die körperliche Leistungsfähigkeit mit zunehmendem Alter immer weiter nachlassen. Wer sein Glück nur dort sucht, der wird irgendwann merken, dass er auf verlorenem Posten steht.
 
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Die Messlatte ändert sich halt mit steigendem Alter. Zunächst geht es darum, das Level zu erhöhen, irgendwann ist halten das Ziel, schließlich den Verfall zu verlangsamen.
So ist das halt - dennoch kann es in jeder Phase Spaß machen.
 
E

Eicher

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Fahrfertigkeit und Glücksgefühle hängen nicht notwendigerweise nur von der mechanischen Leistung ab.
Jup!
IMG_1517.JPG

Bissl Power brauch des Boot aba scho ;)
 
Christian-P

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Ich bin 2019 ca. 200km Biobike gefahren. 2020 dann 650km Pedelec, 2021 1.000km Pedelec, 2022 bis jetzt 2.000km Pedelec.

Dieses Jahr waren Strecken dabei, über die ich mit dem Biobike nie auch nur nachgedacht hätte. Ruhrtalradweg mit 240km in 3 Tagen, Siegtal Pur mit 100km an einem Tag. Bei Tagestouren unter 40km bin ich mittlerweile unglücklich. Ist mir zu wenig.

Zu deiner Frage: Ich habe auf dem Pedelec mehr Glücksgefühle und Erfolgserlebnisse, als mit dem Biobike.
 
C

Crix

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Ich wollte den Thread nicht versinken lassen, ohne die von mir selbst gestellte Frage nun auch beantworten zu können.

Seit 19.08 hab ich nun mein E-MTB und bin, abhängig von Wetter und Arbeit nun auch ein paar Touren gefahren. Zum Vergleich - mit Biobike bin ich im Corona-Homeoffice-Sommer 2020 bin ich 484 km gefahren. 2021 noch 106 km. Mit dem E-MTB bin ich jetzt in knapp 4 Wochen 270km gefahren. :love:

Das Glücksgefühl ist nicht weg, es ist ein Anderes. Ich hab beim Fahren oder nach der Tour nicht das Glücksgefühl etwas "geschafft" zu haben, auch wenn die Tour selbst an verschiedenen Stellen durchaus immer noch anstrengend ist - aber nicht mehr "kaputtmachend". Ich habe jetzt das Glücksgefühl dorthin gefahren zu sein, wo ich hinwollte. Ich habe beim Routenplanen bereits ein Glücksgefühl, auf die Hm und KM zu gucken und zu sagen "Mir egal." Ich hab schon beim Berg-hoch-fahren ein Glücksgefühl, weil es angenehm ist aber immer noch Sport - und nicht erst danach, wenn ich es mit 5 Pausen hochgeschafft habe. Kein Berg macht mir mehr Angst, kein Schweinehund will nach den ersten 3-4 km wieder umkehren.

Also ist vieles eingetreten was sehr viele Leute hier schon geschrieben haben. Das E-Bike war die richtige Entscheidung, glaube nicht dass ich mich dieses Jahr soviel aufs Biobike gesetzt hätte. Es macht einfach nur Spaß - und ich glaube, dass man als "unfitter" Mensch (so würde ich mich bezeichnen) auf einem E-Bike das gleiche Gefühl hat, wie ein fitter Fahrer auf einem Biobike. Es ist Sport - nach wie vor - aber es ist alles machbar und man braucht sich vor nichts mehr zu "fürchten" - ausser einem leeren Akku.

Schöne Grüße!
 
X

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Schöne Beschreibung!
 
O

Oschtallgoier

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Als wenig Fahrer immer schön wegen den relativ hohen Standzeiten auf die richtige Akkupflege achten 😜gell.
 
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ZNolte

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Wenn man daran zurückdenkt, wie empört die MTB- Fahrer das E-MTB abgelehnt haben 🙄

Jetzt prügelt man sich (außerhalb der MTB Hardcore-Gemeinde, ok) darum, ob man 80 oder 85 Nm braucht …
 
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