Vom Bike aufs Pedelec - fehlt das "Glücksgefühl"?

Diskutiere Vom Bike aufs Pedelec - fehlt das "Glücksgefühl"? im Plauderecke Forum im Bereich Community; Ich finde das hier eine sehr gute Fragestellung mit vielseitigen, interessanten Antworten! Echt klasse! Bei mir stellte sich in den letzten...
DerPeters

DerPeters

Dabei seit
08.05.2021
Beiträge
330
Punkte Reaktionen
755
Ort
Hamburg
Details E-Antrieb
Trenga TD GLE 11.2 / Shimano EP8 / Nexus 5
Ich finde das hier eine sehr gute Fragestellung mit vielseitigen, interessanten Antworten! Echt klasse!

Bei mir stellte sich in den letzten Jahren vermehrt die Frage, wie ich den Arbeitsweg ohne Auto pendeln kann (und dazu einige Dienstfahrten) und dabei etwas für meine Fitness und gegen mein Gewicht machen kann. Nach dem Arbeitstag noch auf´s Biobike... ok, wenn ich nicht abends die letzten 400 Meter bergauf fahren müsste... Das war so manchen Tag das KO-Argument meines Schweinehundes, wenn er sich mit "fühlst du dich wirklich fit genug?" oder "verschwitzt bei der Arbeit ankommen? echt?" noch nicht durchgesetzt hatte.

Als die Gesundheitlichen Hemmnisse sich weiter verstärkten, habe ich (nach einer Anlaufzeit von 2-3Jahren) letzten Sommer ein Pedelec zugelegt. Ich freue mich seitdem auf´s Pendeln und jeden Außentermin. Auto fahre ich kaum noch, habe aber begonnen mit meiner Frau und mit Kumpels, die zeitgleich Pedelecs angeschafft haben, Radtouren zu unternehmen. Bin ich zuvor pro Jahr keine 300km mehr mit dem Biobike gefahren, so bin ich in den letzten 13 Monaten (trotz 60% Homeoffice) über 3000 km mit dem Pedelec gefahren. Mein Biobike wollte ich eigentlich entsorgen, es war nach gut 20 Jahren ohne ernstzunehmende Pflege sowieso längst abgerockt. Kettenschaltung nur noch sehr eingeschränkt nutzbar (mit händischem zerren an den Bandenzügen ging es noch auf einigen Ritzeln u.s.u.s.f.). Ich habe aber immer auch die Hoffnung gehabt, durch das Pedelec wieder so fit zu werden, dass ich auch mit dem Biobike irgendwann wieder unterwegs sein werde... und zwar deutlich mehr als zuletzt. Inzwischen entwickelte sich diese Hoffnung zu einer realistischen Perspektive. Für mich ist klar, dass ich spätestens nächstes Jahr entweder mein altes Biobike generalüberholen und instandsetzen werde oder darauf spekuliere, dass mein Sohn aus seinem Rad rausgewachsen ist und ich es übernehmen kann. Jedenfalls fehlt mir - ergänzend zum Pedelec - das komplikationslose Biobikefahren wie früher, ohne auf geladenen Akku und dessen Verbrauch achten zu müssen. So ein ganz direktes Fahrgefühl auf einem "leichten" Biobike. Meine frühere Vermutung, dass das Pedelec mir das Biobike nicht ersetzen sondern maßgeblich ergänzen würde, hat sich bisher bewahrheitet. Ob das so bleibt, auch wenn ich wieder ein fahrbereites Biobike stehen habe, oder ob es sich dann bloß als "nostalgische Gefühlsduselei" entpuppt wird sich zeigen. Jedenfalls würde ich jedem Raten, das Biobike nicht sofort zu verkaufen sondern - zumindest vorerst - als "Zweitrad" zu behalten. Es kostet nichts und der Verkauf lohnt oft auch nicht wirklich.
 
Ilsurion

Ilsurion

Dabei seit
23.05.2017
Beiträge
820
Punkte Reaktionen
17.329
Ort
Chiemgau
Details E-Antrieb
Yamaha PWx, Bosch CX Gen4, 2 x Bio
Hab vor ein paar Jahren mit meinem Fahrradhändler mal ein nettes Gespräch gehabt. Er hatte zu der Zeit die ersten Emtb (Haibike) im Programm. Bin zu der Zeit zwar immer gern mit dem Rad gefahren, aber wirklich große Touren waren für mich schon 30 km und 500 hm. Mein Händler und quasi fast Nachbar im Dorf meinte dann nur. Er hat Kunden die fahren mit sowas zum Kitzbühler Horn (2000 m) auf einen Kaffee und wieder zurück! Ah geh hör auf, das sind locker fast 100 km und über 2000 hm. Am Ende des Gespräches sagte er dann nur, warten wir hab in spätestens 2 Jahren hab ich Dich so weit und Du bestellst Dir so ein Ding.

Tja recht hatte er, verdammt soll das geile gelbe Haibike sein, was da offen in der Wartezeit im Katalog rumlag! :LOL: Meine erste wirkliche Tour dann damit, war durchaus ambitioniert geplante 110 km und 2300 hm auf den Pendling bei Kufstein. Verflucht was hab ich auf dem Hinweg Blut und Wasser geschwitzt. Was der 10% Anstieg und 3% Akku sind weg ... sofort auf Eco+ Schalten ... *schnauf* verflucht geht das zäh. Glaub hab bis Kufstein keine 10% Akku verbraucht gehabt und wusste nun was jeder E-Autofahrer heute kennt ... Reichweitenangst. :sleep:
Zum Schluss bin ich nach 10 Stunden ziemlich fertig aber mit 30% Restakku wieder zu Hause angekommen. Gleichzeitig war es so ein tolles Gefühl, weil total neue Eindrücke, Strecken ... einfach der Reiz des Unbekannten.

Jahre später hat sich mein Fitnesslevel deutlich erhöht und ich fahre nun quasi ganzjährig mit dem Rad. Knapp 80 % der Touren erfolgen dabei mit dem Biobike (inkl. Pendeln in die Arbeit da flach). Wenn ich heute Touren plane entscheide ich oft einfach Anhand vom Streckenprofil/Wetter etc. welches Rad ich nehme. Glücksgefühle hab ich dabei immer, sobald ich auf dem Bock sitze. Klar wenn Du nach 1 h hartem Anstieg mit dem Biobike am Gipfel ankommst, sorgt das für mehr "Glückhormone". Aber ich kann das inzwischen gut einschätzen, weil man muss bei langen Touren einfach sagen: "Was will ich erreichen?" Mit meinem Pedelec hab ich immer noch Reserven, denn jeder Tag ist anders. Mit dem Biobike muss man dann eher mal sagen: "Verdammt der Anstieg Richtung der letztem Alm hat dich heute so fertig gemacht. Lass den Aufstieg zu Fuß zum Gipfel lieber sein". Andererseits kann man mit einem Biobike natürlich auch mal schieben. Auch das ist keine Schande ... diese Weisheit lernt man auch mit zunehmendem Alter. :sneaky:

Sprich Fazit. Teste es für dich selbst aus. Erweitere deinen Horizont und lerne so neue Wege, Gegenden kennen. Das sorgt bei mir für enorme Glücksgefühle. Und man kann immer sagen, es sind noch Reserven im "Tank" um unterwegs weiteres zu erkunden. Wenn man denn will.
Alternativ kann man auch erstmal per Probefahrt schauen, ob so ein Bike etwas für einen ist.
Und das Biobike blos nicht direkt verkaufen, sondern für gewisse Strecken weiter nutzen.
 
C

Crix

Themenstarter
Dabei seit
01.08.2022
Beiträge
36
Punkte Reaktionen
31
Einige Probefahrten sind schon gemacht. Im Moment läuft der Denkprozess, welches es werden soll - schwieriger als gedacht.

Ich will es weiterhin unbedingt machen, aber der Thread hat mich zumindest den Verkauf des Bio-MTBs wieder abbrechen lassen. :)

Danke an alle, die ihre Eindrücke schilder(te)n und noch werden.
 
stardealer

stardealer

Dabei seit
01.04.2015
Beiträge
1.733
Punkte Reaktionen
2.682
Ort
Siegerland/Wittgenstein
Details E-Antrieb
Bosch Performance
Letztendlich kommt die Zufriedenheit m.M.n. mit der Einstellung und nicht mit mit der absoluten Anstrengung.
Ich habe noch nie nachempfinden können warum sich jemand unbedingt quälen muss um Befriedigung zu empfinden, anstrengen ja, auch mal sehr intensiv, aber quälen?
Mich macht zufrieden wenn ich eine bestimmte Strecke runder, sauberer, flüssiger fahre als die verschiedenen Male davor, oder das es mir gelungen ist die Kräfte besser einzuteilen und ich nicht am Berg verhungere - ja, das geht auch mit Pedelec, muss nur steil genug und man selbst schwer genug sein.
Ich kann auch nicht nachempfinden warum emotional die eigene Leistung entwertet wird nur weil man Hilfe hatte, mir scheint das Einzelgänger-Gen zu fehlen, oder der unbedingte Wettkampf- und Vergleichswille.
Ich habe aber auch richtige Glücksmomente wenn ich in einer traumhaft schönen Landschaft oder landschaftlichen Stimmung unterwegs bin, da geht mir das Herz auf und ich könnte laut jauchzen, mache ich manchmal auch.

So muss jeder für sich einordnen was und wie er ist und die richtige Wahl treffen. Für mich ganz klar und einzig und allein -> Pedelec.
 
SethGecko

SethGecko

Dabei seit
04.03.2022
Beiträge
149
Punkte Reaktionen
261
Ort
DE-97318 Kitzingen
Ich verstehe die Frage nicht so ganz...

Der Umstieg war gewollt aber nicht nicht unter dem "sportlichen" Aspekt da das Ebike ja ne ganze Menge abnimmt.
Das "Glücksgefühl" wie du es beschreibst hab ich eher als "Runners-High" beim laufen/joggen.
Ich habe nach einer Ebike Tour die Befriedigung das ich weite Strecken relativ problemlos zurücklegen kann.
Und das ich überall hinkomm egal wie steil. Jeder Berg hat seinen Schrecken verloren.
Daher fiel mir der Wechsel aufs Ebike auch leicht.
Wenn ich jetzt nochmal auf die Idee kommen würde mir ein Bio-Bike zu kaufen wäre es vermutlich ein Gravel.
Derzeit vermisse ich nichts am Bio-biken. Ich kann mich auch mit dem Ebike auspowern (leerer Akku regelt :D).
 
Wildwolf

Wildwolf

Dabei seit
09.07.2017
Beiträge
895
Punkte Reaktionen
3.317
die vom Biobike aufs Pedelec umgestiegen sind -
Mit dem Biobike gibt es keine Glücksgefühle, Biobike ist ein bisserl wie Bielefeld „Bielefeld gibt es nicht“ Mit einem Muskelbike, Radel etc.pp sieht es schon wieder anders aus.🙃😇

Hirnforscher definieren Glück so.

Buchtipp:

Christof Kessler: "Glücksgefühle: Wie Glück im Gehirn entsteht und andere erstaunliche Erkenntnisse der Hirnforschung",

Ein Auszug von Kessler, im Gespräch mit dem Kurier.
Quelle: Neurologe: So entsteht Glück im Gehirn


Neurologe: So entsteht Glück im Gehirn

Mit 80 Milliarden Nervenzellen ist das Gehirn jener Ort, an dem die großen Emotionen entstehen: Eifersucht, Liebe, Neid – und Glück. Ein Neurologe gibt Einblick in die Wohlfühlfabrik im Kopf.



Glück. Ein Thema, das zieht. Glücksratgeber und Kurse boomen, die Sehnsucht, sich zufrieden und froh zu fühlen, ist essenziell. Aber was genau ist Glück? Wie und wo entsteht es? Und können wir es bewusst erzeugen? Damit hat sich nun der deutsche Neurologe Christof Kessler beschäftigt. In seinem neuen Buch "Glücksgefühle" (C. Bertelsmann) erzählt der ehemalige Leiter der Klinik für Neurologie am Uniklinikum Greifswald, was sich im Gehirn abspielt, wenn Menschen glücklich sind.

KURIER: Was fasziniert Sie am Thema "Glück"?

Christof Kessler:
Als klinischer Neurologe behandle ich Patienten mit verschiedenen neurologischen Erkrankungen, zum Beispiel Schlaganfall oder multiple Sklerose. Dabei ist offensichtlich, dass Hirnkrankheiten nicht nur zu körperlichen Symptomen, zum Beispiel Lähmungen, Sprach- oder Gleichgewichtsstörungen führen, sondern auch zu Veränderungen der Gefühlswelt. Die großen Emotionen Liebe und Glück, aber auch Hass, Neid und Eifersucht entstehen im Gehirn. Ich erkläre also, wie das Gehirn es anstellt, dass wir Gefühle empfinden. Es geht aber auch um Themen wie Alkohol, Drogen oder Spielsucht.

Wie definieren Sie Glück?

Aus Sicht der Hirnforschung hängt das Erleben von Glücksgefühlen sehr eng mit den Begriffen Motivation und Belohnung zusammen. Es gibt im Gehirn ein spezielles Zentrum, das "Belohnungs- und Motivationssystem", welches dafür sorgt, dass wir in bestimmten Situationen Glück empfinden
. Wenn wir etwas Schönes erleben oder eine Aufgabe bewältigt haben, signalisiert es uns: gut gemacht! Es wird das Glückshormon Dopamin aktiviert. Im Ergebnis fühlen wir uns stolz und glücklich und, was besonders wichtig ist: Wir sind motiviert zu neuen Anstrengungen, um diesen Moment des Glücks wiederholen zu können. Es gibt leider eine Abkürzung, denn ohne viele Anstrengungen lässt sich das Glückssystem auch durch Alkohol oder Drogen stimulieren – heißt, eine Sucht gaukelt Glück vor, es bedient sich der gleichen Mechanismen wie das Glückssystem in unserem Gehirn.

Wäre es erstrebenswert, sich stets glücklich zu fühlen?

Das Leben besteht nicht nur aus Momenten augenblicklicher Erfolgserlebnisse, die mit der glücksbringenden Dopamin-Ausschüttung verbunden sind, sondern auch aus alltäglichen Dingen, die uns glücklich und zufrieden machen. Für einen Zustand innerer Ausgeglichenheit und Zufriedenheit ist ein anderes Hormon zuständig, nämlich das Serotonin. Es stimuliert jene Hirnregionen, die für die emotionale Regulation und das Gleichgewicht der Gefühle verantwortlich sind, und hemmt aggressives Verhalten. Viele Medikamente gegen Depression wirken dadurch, dass sie den Effekt des Serotonins verstärken. In vielen Nahrungsmitteln ist die Vorstufe des Serotonins, das Tryptophan, enthalten, sodass man von einer Diät gegen Depression sprechen kann. Der Serotoningehalt im Gehirn lässt sich etwa mit dem Konsum von Sojabohnen, Nüssen, Schokolade und Hühnereiern steigern – das reduziert Depressionen.

Empfinden Frauen und Männer Glück auf verschiedene Weise?

Die grundlegenden Mechanismen der Hirnfunktion sind bei Männern und Frauen identisch. Beide Geschlechter können in gleicher Weise Glück und Freude empfinden. Es gibt aber typische Unterschiede zwischen Mann und Frau in Hinblick auf die Vernetzung der Gehirne. Frauen reagieren intuitiver auf äußere Ereignisse als Männer. Die Verbindung zwischen beiden Hirnhälften ist bei ihnen wesentlich intensiver ausgebildet als beim männlichen Geschlecht, was unterschiedliche Strategien bei der Bewältigung von Problemen nach sich zieht. Es gibt aktuell eine Diskussion, ob die geschlechtsspezifischen Unterschiede angeboren sind oder anerzogen.

Können Glücksgefühle tatsächlich aktiv erzeugt werden?

Je mehr wir darüber wissen, wie Glück im Gehirn entsteht, desto gezielter kann jeder Einzelne seine Glücksgefühle steigern und, umgekehrt, Depressionen verringern. Während Junkfood und Bewegungsmangel Depressionen fördern, zeigt die Hirnforschung, dass eine aktive Lebensweise mit täglichem Sport und gesunder Ernährung mithilft, ausgeglichen und glücklich zu sein. Die Ergebnisse bevölkerungsweiter Studien haben gezeigt, dass bei Menschen, die eine mediterrane Kost bevorzugen – mit wenig Fleisch, viel Obst, Gemüse, Fisch – das Risiko, an Depression zu erkranken, deutlich reduziert ist. Und umgekehrt die messbaren Parameter von Glück und Zufriedenheit ansteigen.

Funktioniert das auch im Alter?

Beim Älterwerden verliert das Gehirn auch im Normalfall kontinuierlich an Volumen, es schrumpft allmählich. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute ist, dass das Gehirn auch bei älteren Menschen in der Lage ist, neue Inhalte zu lernen und sich an geänderte Bedingungen anzupassen. "Das Lernen hört niemals auf", dieser Satz kann vonseiten der Hirnforschung nur unterstrichen werden. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass während des Älterwerdens die Produktion des Glückshormons Dopamin zwar abnimmt und ältere Menschen sich nicht mehr so intensiv wie Kinder freuen können. Nichtsdestotrotz passen Alter und Glück sehr gut zusammen. Es gibt zwei Arten des Glücks: Gute Laune in einem bestimmten Moment und eine Grund-Zufriedenheit mit dem Leben. Dafür kann das Gehirn im Alter – trotz des Verlusts an Dopamin – sorgen: Zufriedenheit durch kleine Erfolgserlebnisse, schöne Erfahrungen und eine friedliche Umgebung.

Sie widmen dem Thema Meditation viel Raum ...

Denken macht unglücklich – der Mensch ist so angelegt, dass sein Gehirn niemals stillsteht, man kann nicht "nichts" denken. Wenn wir zur Ruhe kommen, und nichts machen, resümiert das Gehirn ohne unser Zutun Vergangenes und plant Zukünftiges. Dieser Vorgang wird "Default Network" oder "Stimulus-unabhängiges Netzwerk" bezeichnet. Einerseits ist es eine Quelle unserer Kreativität, anderseits macht es unglücklich und depressiv. Die Frage ist: Wie kann man dieses ständige Rattern im Kopf unterbrechen, um dem Gehirn etwas Ruhe zu gönnen? Eine Möglichkeit ist die Anwendung von verschiedenen Meditationstechniken. Da gibt es faszinierende neurophysiologische Untersuchungen. Während der Meditation kann tatsächlich das ständige Grübeln im Kopf unterbrochen, und eine innere Ruhe und Glück erzeugt werden.

Wie werde ich glücklich?

Um das Glücks- und Belohnungssystem des Gehirns zu stimulieren, müssen wir keine große Erfindungen machen oder bedeutende Kunstwerke schaffen. Es reichen kleine, alltägliche Erfolgserlebnisse die uns ein Gefühl von Glück und Zufriedenheit bescheren: Wenn der Topflappen fertig gehäkelt ist, eine Wand gestrichen wurde oder das Gartentor nicht quietscht. Wie erwähnt, fördern mediterrane Kost und körperliche Bewegung die Produktion der Glückshormone. Und gönnen Sie Ihrem Gehirn Ruhe. Aber auch das Lesen eines guten Buches oder bewusstes Hören eines Musikstücks reichen schon aus.


StayHealthy&Strong&🍀🍀🍀🍀

Wolf
 
E-Bike-Tom

E-Bike-Tom

Dabei seit
27.02.2022
Beiträge
46
Punkte Reaktionen
134
Ort
Idar-Oberstein
Details E-Antrieb
Bosch performance line
Vielleicht für Zweifler noch eine Option: Gravelbike mit Motor im Hinterrad. Meines wiegt 14 kg (Orbea Gain) und lässt sich mühelos ohne Motor bewegen. Mit der Reserve im Hintergrund bin ich letztens 70 km ohne Motor gefahren.
 
Z

ZNolte

Dabei seit
29.06.2014
Beiträge
3.072
Punkte Reaktionen
2.333
Also ich werde eher glücklich, wenn ich eine schöne Strecke gefunden habe, beziehungsweise wenn die am Computer gebaute Strecke sich als wirklich top herausstellt. Ob mit dem Bio Bike oder dem Pedelec, war eigentlich egal.

Nur mit dem Pedelec ist es dann bei langen Touren noch eine Runde entspannter und ohne Sorge, ob die Kraft für den Rest der Strecke noch reicht.
 
onemintyulep

onemintyulep

Dabei seit
23.04.2009
Beiträge
8.591
Punkte Reaktionen
4.988
Ort
Stuttgart
Details E-Antrieb
Trekkingrad-Umbau Q128H KT09S LCD4 33V
Wenn du vorher das Rad fahren als Sport begriffen hast (also zB. Mountainbike im eigentlichen Sinn), dann ist das wahrscheinlich eine berechtigte Frage.

Ich bin vorher nicht viel bzw. weit Rad gefahren. Das Glücksgefühl ergibt sich daraus, dass ich jetzt lang, weit und ohne viel Rücksicht auf die Topographie fahren kann - und auch selbstverständlicher auf verkehrsreichen Strassen.
Das ist quasi ein enormes Freiheitsgefühl.
Das Trekking profitiert ideal vom Antrieb, meiner Meinung nach.
 
durchhalter

durchhalter

Dabei seit
19.03.2020
Beiträge
1.015
Punkte Reaktionen
3.341
Ort
Tirol
Details E-Antrieb
Cube Reaction
@Wildwolf super Beitrag (y)

Erfolgserlebnisse
Ich glaube das dürfte der Grund sein warum keine richtige Zufriedenheit bei mir aufkommt was die Leistung betrifft.
Ich bin all die Strecken bei uns in den Alpen ohne Motor gefahren. Fahre ich dasselbe heute kann es kein Erfolgserlebnis mehr sein, im Gegenteil der körperliche Verfall wird dadurch richtig sichtbar.

Andererseits kenne ich vieke die früher nie mit Rad in den Bergen unterwegs waren. Jetzt erreichen sie plötzlich Ziele die früher für sie unerreichbar waren. Die sind restlos begeistert und würden am liebsten jeden Tag neue Strecken erkunden. Dank der Pedelecs sehen sie auch erst jetzt in welch fantastischer Gegend sie wohnen, lernen Gebiete im nahen Umfeld kennen die völlig unbekannt waren und sind natürlich hellauf begeistert.

Nur ein Beispiel hier: die Hallerangeralm im Karwendel war früher für die allermeisten mit dem Bike unerreichbar, heute kommen viele hin und sind begeistert und glücklich das zu sehen. Hier hat das Pedelec seinen Zweck und Sinn erfüllt.

06A49A0D-1A2C-40A2-8203-F73C8C4B4AF9.jpeg
 
jm1374

jm1374

Dabei seit
16.06.2013
Beiträge
9.145
Punkte Reaktionen
15.818
Ort
Hegau
Details E-Antrieb
Stromer ST2S 28000km;Bulls E45;Haibike Xduro FS RS
Es kamen Phasen der Nutzung und der Nichtnutzung, dann kam Corona und Homeoffice und die Erkenntnis, dass für den Arbeitsweg doch ne Menge Zeit draufgeht. Und man diese Zeit doch erheblich reduzieren kann, wenn man sich an Präsenztagen ins Auto setzt.

Das schreit ja nach einem S-Pedelec. Damit ist das Zeitproblem erledigt und es gibt keinen Grund sich ins Auto zu setzen.
 
K

koeter1097

Dabei seit
12.05.2018
Beiträge
28
Punkte Reaktionen
44
"Wenn man nur einen Hammer hat, ist jedes Problem ein Nagel" ;)

Nein, das Zeitproblem wäre nicht erledigt, wenn auch geschätzt bis zu 5 Minuten kleiner.
 
öcher

öcher

Dabei seit
19.11.2017
Beiträge
609
Punkte Reaktionen
1.274
Ort
Niederrhein
Details E-Antrieb
Bosch performance line
Für Glücksgefühle reicht mir ´ne Tafel Schokolade, für ein Grinsen im Gesicht nehme ich etwas motorisiertes nach Benzin riechendes "Etwas" aus der Garage und eine passende Tour,
für ein himmelhohes Jauchzen brauch ich keine "Tüte" oder "Koks" sondern schnapp ich mir mein Pedelec. ;)

Also das Ganze hängt auch etwas vom Alter und der Kondition ab, muss ich mich quälen mit ü 70? Nein, sondern ich will mich bewegen und meinen Spass dabei haben.
Mein BioRad hatte nach ca. 10 - 12 Jahren 1500 Km auf den Zähler, mein Pedelec im ersten Jahr knapp 5000 Km und das als untrainierter mit gerade verkaufter 1000er und Zweifel im Nacken ob ich nochmal mit was anderem soviel Spass bekomme wie mit der "Dicken"
Nach der ersten Woche meinte meine Frau ich solle mal eine Zitrone auslutschen damit das blöde Grinsen aus dem Gesicht verschwindet. ;)

Jetzt hat sich alles etwas eingependelt, sprich ca. 4000 Km Pedelec, ist schon mehr als mit PKW wenn ich mal die Urlaubsfahrt rausrechne,
ca.3000 Km mit Benzin - Rad (musste doch wieder was in die Garage :cool: )
Also passt alles für mich, denke Pedelec wird das letzte vor der "Kiste" sein was abgeschafft wird. 😇
 
Linuxer

Linuxer

Dabei seit
26.08.2018
Beiträge
445
Punkte Reaktionen
415
Ort
Audeich 29, 25489 Haselau
Details E-Antrieb
Tongsheng TSDZ2 250W/36V
Für Glücksgefühle reicht mir ´ne Tafel Schokolade, für ein Grinsen im Gesicht nehme ich etwas motorisiertes nach Benzin riechendes "Etwas" aus der Garage und eine passende Tour,
für ein himmelhohes Jauchzen brauch ich keine "Tüte" oder "Koks" sondern schnapp ich mir mein Pedelec. ;)

Besser hätte ich es nicht ausdrücken können!
 
H

h00bi

Dabei seit
25.05.2022
Beiträge
38
Punkte Reaktionen
22
Wie war das bei euch beim Umstieg?
Geil, die Touren werden länger und auch steile Anstiege sind kein Problem mehr.
Man darf sich nur nicht verleiten lassen mit zu viel Unterstützung zu fahren.
Ich schalte Unterstützung oftmals erst dann hoch, wenn ich im ersten Gang angekommen bin.
Davor wird alles Eco gefahren.
Wenn ich Zeit habe muss ich am Anstieg nicht schneller als 5-6kmh sein.

Außer man will nach Feierabend noch eine oder 2 schnelle runden auf dem hometrail fahren. Da gibt's dann auch mal Akkumassaker bergauf.
 
jm1374

jm1374

Dabei seit
16.06.2013
Beiträge
9.145
Punkte Reaktionen
15.818
Ort
Hegau
Details E-Antrieb
Stromer ST2S 28000km;Bulls E45;Haibike Xduro FS RS
Nein, das Zeitproblem wäre nicht erledigt, wenn auch geschätzt bis zu 5 Minuten kleiner.

Du hast also nur eine Strecke von 6km zur Arbeit?
Pedelec 24km/h im Schnitt brauchst 15min
S-Pedelec 36km/h im Schnitt brauchst 10min
Auto 50km/h im Schnitt brauchst ca. 8min

Für mich klingt das so als ob du nur eine Ausrede suchst weiter Auto zu fahren. Und das von jemand der mal 10.000km im Jahr Rad gefahren ist.
Ich wollte dir nur eine Lösung aufzeigen. Fahr halt weiter Auto wenn dir das lieber ist.
 
Z

ZNolte

Dabei seit
29.06.2014
Beiträge
3.072
Punkte Reaktionen
2.333
Wartet mal ab, bis ab Herbst wieder ekliges Wetter ist. Wetten, dass das Glücksgefühl bei den meisten Leuten dann wie üblich rapide abnimmt? :sneaky:
 
E

Elmo

Dabei seit
28.07.2021
Beiträge
1.391
Punkte Reaktionen
1.389
Edit:
Erster Teil geändert, ich war im Faden verrutscht. Entschuldigung 😞


Ein Pedelec ist für mich ein Verkehrsmittel, das meine Transport- und Mobilitätsbedürfnisse abzudecken hilft und mich gleichzeitig körperlich beansprucht. Für Sport setze ich mich auf mein Rudergerät, eines meiner Rennräder, den Turbotrainer oder die Gymnastikmatte. Dann habe ich meine Power- und/ oder HF Werte immer im Blick. Das Training ist in Intensität und Umfang klar strukturiert und wird von mir in allen physiologischen Details seit Jahrzehnten elektronisch dokumentiert und ausgewertet. Eine Rennrad-Ausfahrt ist etwas anderes. Hier steht das Erlebnis, die Natur im Fordergrund. Das Powermeter dient v.a. zur Resourcenverwaltung und Dokumentation des Trainingsload.

Es macht dabei auch keinen Unterschied, wenn ich ein paarmal im Jahr für eine solche Session das Creo SL verwende. Glücksgefühle? Meine Glücksgefühle sind sicher nicht gekoppelt an die Anzahl der verbrauchten Kalorien oder den Typ des verwendeten Rades.
Ich hab auch Freude daran, mal einen 100 km Ausflug mit S Pedelec für Einkäufe oder Erledigungen zu unternehmen.

Zufrieden bin ich, dass ich meinen BMW in diesem Jahr nur einmal zum Reifenwechsel gefahren bin und mir die Hosen von vor 30 Jahren auch noch passen würden.
 
Zuletzt bearbeitet:
C

Crix

Themenstarter
Dabei seit
01.08.2022
Beiträge
36
Punkte Reaktionen
31
Ich hatte dem TE nicht umsonst ziemlich am Anfang ein Vado SL vorgeschlagen, bis er plötzlich mit Weinbergsteigungen kam.

Weinbergsteigungen ... soso 🙄

Ich hatte nach Beratung gefragt, welches E MTB gut ist, und bekam Lastenräder mit Federgabel oder Räder mit Licht und Schutzblech vorgeschlagen, weil es könnte mal dunkel, und nass und Stvzo und es wurde daran festgehalten obwohl ich mehrfach sagte, dass ich sowas nicht möchte und nicht brauche.

Aber
Das passt... da bekommt man ja auch nen X3 vorgeschlagen, wenn man nach einem ordentlichen Geländewagen fragt :D
 
Thema:

Vom Bike aufs Pedelec - fehlt das "Glücksgefühl"?

Vom Bike aufs Pedelec - fehlt das "Glücksgefühl"? - Ähnliche Themen

Pendler Pedelec (bevorzugt Touren Fully) bis 4.5k EUR gesucht: Hallo zusammen, ich bin neu hier und habe mir den Prototypen des Fragebogens mal geschnappt und entsprechend ausgefüllt. Ich suche nach einem...
verkaufe HAIBIKE XDuro Cross PRO - E-Bike/Pedelec - Bosch - Gr. L - TOP - 1.250€: Hallo, ich biete ein sehr gepflegtes Haibike X-Duro Cross Pro E-Bike mit Bosch Performance Motor und Intuvia Display. Ich bin Zweitbesitzer und...
Oben