Vom Bike aufs Pedelec - fehlt das "Glücksgefühl"?

Diskutiere Vom Bike aufs Pedelec - fehlt das "Glücksgefühl"? im Plauderecke Forum im Bereich Community; Das ist tatsächlich das große Plus des Antriebs. Ich mache gerne Erkundungsfahrten für die Bio-MTB-Touren deswegen mit dem E-MTB.
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Das ist tatsächlich das große Plus des Antriebs. Ich mache gerne Erkundungsfahrten für die Bio-MTB-Touren deswegen mit dem E-MTB.
 
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koeter1097

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Ich kann die Überlegung nachvollziehen...

Ich bin aus gesundheitlichen Gründen praktisch von heute auf morgen von 10.000 km p.a. Biorad auf gar nicht mehr fahren gewechselt. Über rund vier Jahre hatte ich kein Rad mehr angefasst.

Bis dahin hatte ich immer eine Nutzungsroutine, die für mich sehr wichtig ist. Das Bike war völlig selbstverständlich Fortbewegungsmittel der Wahl, wo und wann immer möglich.

Dann habe ich 2018 den Wechsel zum Pedelec gepackt und hatte zu Beginn das bereits thematisierte Dauergrinsen. Bis mir schon nach wenigen Wochen die Motivation gefehlt hat, weil es gefühlt nicht "meine" Kilometer waren, die ich da gefahren bin. Die Befriedigung, sich morgens doch aufs Rad statt ins Auto gesetzt zu haben, hat darunter deutlich gelitten.

Es kamen Phasen der Nutzung und der Nichtnutzung, dann kam Corona und Homeoffice und die Erkenntnis, dass für den Arbeitsweg doch ne Menge Zeit draufgeht. Und man diese Zeit doch erheblich reduzieren kann, wenn man sich an Präsenztagen ins Auto setzt.

Damit war das Pedelec in meiner Gedankenwelt zum reinen Fortbewegungsmittel verkommen und zeitökonomische Erwägungen hatten die Nutzung verhindert. Ich behaupte, das wäre mir mit dem Biobike nicht passiert.

Nun gibt es wieder gesundheitliche Gründe, die die Nutzung des Peds sehr nahelegen. Seit Anfang März habe ich mir (zum wiederholten Male) meine Routinen erarbeitet. Die Zeit auf dem Ped verbuche ich als Luxus, den ich mir ganz bewusst gönne und dann auch genieße.

Also, ja, für mich gibt es da ganz eindeutige Unterschiede. Und ja, man kann den Wechsel packen ;)
 
Tinduck

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Bosch Performance Line CX Gen4 an R&M Roadster
Für mich ist das der falsche Ausgangspunkt. Ich habe mein Fahrrad nie als Sportgerät, sondern immer als Transportmittel oder bestenfalls als Vehikel für eine Fahrradtour gesehen.

Von daher hat sich beim Wechsel vom Bio-Bike (ab und an mal im Urlaub) zu Pedelec (oft im Einsatz: zur Arbeit, Besorgungen im näheren Umkreis...) alles verbessert.

Wenn ich Sport machen will, geh ich laufen....
 
holzhai

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Haibike SDURO 8.0 S-Pedelec (Yamaha PW)
Zum ersten Mal in Berührung mit Pedelecs kam ich bei einer geführten MTB-Tour (mit Kollegen und Kunden). Der Guide kam mit einem E-MTB! Das fanden wir ziemlich seltsam, weil wir anderen natürlich ohne Motoren fuhren.

Er erklärte es damit, dass er am nächsten Tag ein Wettrennen fahren wollte, aber je nach unserer Kondition sich nicht schon jetzt verausgaben. Und meinte, dass er gerne mit dem Elektrorad trainiere, weil damit viel größere Distanzen und Höhen möglich wären. Machte er wohl vor allem im Winter. Ich saß dann mal kurz auf dem Ding und bin einen Berg hochgeflixt. Heilix Blechle ging das ab! Danach hab ich ordentlich geschnauft. Von wegen Ebiken ist kein Sport. Also keine Angst, dass du zum Faulenzer werden wirst.
 
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Crix

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Für mich ist das der falsche Ausgangspunkt. Ich habe mein Fahrrad nie als Sportgerät, sondern immer als Transportmittel oder bestenfalls als Vehikel für eine Fahrradtour gesehen.

Von daher hat sich beim Wechsel vom Bio-Bike (ab und an mal im Urlaub) zu Pedelec (oft im Einsatz: zur Arbeit, Besorgungen im näheren Umkreis...) alles verbessert.

Wenn ich Sport machen will, geh ich laufen....
Da sind ja beide Ausgangspunkte legitim - für mich zB war das Fahrrad nie ein reines Transportmittel, zum Laufen hat mir absolut komplett die Motivation und im Vergleich zum Radfahren auch noch mehr die Luft gefehlt - deswegen war das Rad immer Sport mit Sightseeing.
 
Bernhard-SH

Bernhard-SH

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psychlogische beratung vor dem umstieg auf e-bike wäre auch ein mittel der wahl.
YEAH! THAT'S IT!😮
Ich Sattel um, firmier ab sofort als PNMC (=PedelecNewbieMentalCoach) und verdiene mir ne goldene Nase🤥🤑 an all den armen Wesen die sich ohne vorherige Vollkaskoversicherung gegen alles (und den ganzen Rest, vor allem evtl. vielleicht möglicherweise nicht zusätzlich erhaltener Lebensfreude) trauen irgendetwas neu(es) zu machen.😁
 
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Seitdem ich mein E-Bike habe, fahre ich sogar zusätzlich mehr Bio Bike.
Und sei es nur zum Einkaufen im Ort, weil ich da mein teures E-Bike nicht vor dem Laden stehe lassen will.
Früher war ich nur mit dem Auto einkaufen.
 
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jup

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Ich bin bis vor drei Monaten nur Biobike gefahren, wobei der sportliche Aspekt aber vor allem an Steigungen mehr und mehr zur Quälerei geworden ist (Lungenprobleme). Das hat sich mit der Zeit deutlich auf die Wahl und die Länge der gefahrenen Strecken ausgewirkt, weil die Befriedigung in keinem vernünftigen Verhältnis zur Quälerei vorher stand. Mit dem Pedelec ist das vorbei, ich fahre wieder völlig unbekümmert und begeistert Fahrrad. Zumal ich den Grad der Unterstützung ja auch einfach wählen kann, selber anstrengen muss ich mich aber auf jeden Fall immer noch, das ist ja kein Mofa.

Wer jung und fit ist und Spass an der sportlichen Betätigung und Überwindung von Widerständen hat, für den ist ein Pedelec vielleicht wirklich nur dekadenter Luxus, der ihm letztlich den Spass nimmt.
 
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ZNolte

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Es wird doch wohl jeder eine gewisse Motivation haben, um sich ein teures Pedelec zu kaufen. Das macht man ja nicht einfach so, nur weil das jetzt viele Leute machen. Wenn man sich so etwas anschafft, wird man also gewisse Umstände des Biobikes kompensieren wollen.

Der eine möchte eine gleichmäßige Anstrengung unabhängig von der Landschaft haben. Der nächste möchte pseudopedalieren, was auch ok ist. Wiederum andere wollen körperliche Probleme ausgleichen oder immer mit mindestens 25 Km/h unterwegs sein.

Wenn man sich jetzt Gedanken macht, ob der Umstieg auf das Pedelec ein Verlust Gefühl bei der sportlichen Aktivität erzeugt, hat man meiner Meinung nach die Entscheidung für das Pedelec noch nicht richtig durchdacht. Beziehungsweise es ist einem noch nicht klar, was die Motorunterstützung überhaupt bedeuten kann.

Beim Fahrrad ohne Motor begrenzt die körperliche Leistungsfähigkeit die Durchschnittsgeschwindigkeit genauso wie beim Pedelec. Nur mit dem Unterschied, dass das Pedelec eine grundlegend etwas höhere Mindestgeschwindigkeit erlaubt.

Man kann also genauso mit dem Pedelec einen Berg hoch keuchen wie mit dem Biobike. Der Knackpunkt ist einfach, dass man seine Durchschnittsgeschwindigkeit neu definieren muss, ab der man eine sportliche Befriedigung erfährt. Was ohne Motor beispielsweise 20 Km/h waren, sind dann eben heute 25 Km/h. Denn die erreicht man auch mit dem Pedelec nur, wenn man immer etwas oberhalb der Abregelgrenze unterwegs ist.

Der sportliche Ehrgeiz geht eigentlich nur dann verloren, wenn man mit dem Pedelec immer nur auf höchster Stufe knapp unterhalb der Abregelgrenze unterwegs ist.
 
MisterFlyy

MisterFlyy

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Klever New B-Speed mit Biactron V2
Mich freut fast jede Fahrt. Mittlerweile fahre ich 1000km im Monat.

Ich habe nur gewonnen, da bei mir der Umstieg vom Auto auf das Rad mit Antrieb erfolgt ist.

Die Fitness ist besser und das Gewicht weniger geworden.
 
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Crix

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Finde ich auch. Und je mehr Beiträge ich hier lese, desto mehr interessiert mich - warum willst Du umsteigen? Was ist die Motivation, was versprichst Du dir? Deine Befürchtung hast Du ja bereits geschildert...
Erklärung steht teilweise hier:

Nicht falsch verstehen, ich bin kein Extremsportler, eigentlich das Gegenteil. Ich plane eine Route bei Komoot, die ich gern mal fahren will, sehe >300Hm auf meinen 25-30km und stelle die Route solange um, bis ich unter 300 Hm bin - weil ich sonst Angst habe, es nicht zu schaffen. Also ich bin tatsächlich sehr unfit, aber es macht halt SPaß wenn man mal unterwegs ist.

Ich will aber dieses Gefühl, die Route umstellen zu müssen nicht mehr haben. Ich will auch mal an Orte fahren, bei denen ich 40km fahren muss und 600 Hm überwinden muss.


Unsere Gegend hier gibt soviel her an Wegen und Punkten - ich habe bestimmt ein Dutzend Routen bei Komoot gemacht, die ich alle mal fahren möchte, aber nie gefahren bin weil der innere Schweinehund sagte: "Den Berg da hoch - vergiss es - da steigst du fünfmal ab." "Die Distanz und dann die Steigung am Ende - keine Chance." "Heute sowieso nicht, Gegenwind ohne Ende."

Bei mir ist es tatsächlich dass ich einerseits ziemlich konditionsschwach bin und mir gewisse Touren nicht zutraue. Wenn ich es dann aber doch mal tat, und die Tour dann auch machte, was ein paar Mal (hauptsächlich 2020) passiert ist, war das ein schönes Gefühl. Genauso ist es ein schönes Gefühl mich jetzt drauf zu freuen, die großen, unmachbaren Touren bald sorgenfrei zu machen.
 
Geierlamm

Geierlamm

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Mein Sportrad fahre ich zeitweise ohne Motoreinsatz.
Mein Einkaufsrad mit Anhänger nur gezwungenermaßen , wenn was kaputt.
Für beide gilt:
Ausgleich altersbedingt schwindender Kräfte.
Mit Motorunterstützung bin ich langsamer und fahr nicht mehr so weit wie früher.
Mit einem starkmotorisierten Pedelec wäre es unmöglich die längsten und Höhenmeter reichsten Touren von früher überhaupt zu fahren, weil die Dinger zu schwer.
Einzig mit minimal unterstützten mit gezieltem Einsatz des Motors ginge das noch, aber dann bräuchte ich keinen .

Gruss

Geierlamm
 
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speedskater

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Ich habe seit Anfang des Jahres ein S-Pedelec, das wird im ECO- Modus betrieben Und dabei 1-2 mal pro Woche zur 62 km pendelei genutzt. Und siehe da, der Schnitt liegt, je nach Vergleichsrad 4-10 km/h höher.Der Pulsschnitt allerdings auch um 15 Schläge. Mein Fazit daher: Mit dem S-Pedelic kann ich mich richtig anstrengen mit anschließenden "Glücksgefühlen", aber auch bummeln. Liegt an mir, genauso wie mit dem Muskelrad 😉
 
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koeter1097

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Liest sich, als wolltest Du dir mit dem Pedelec neue Horizonte erschließen. Ich denke, das kann gut funktionieren - also mental, faktisch ohnehin, da Du ja sonst konditionell limitiert bist.

Du wirst dich weiterhin körperlich betätigen, vielleicht sogar fordern, und kannst deine Aktivitäten auf Strecken ausdehnen, die Dir zuvor verschlossen waren.

Mein ganz persönliches Motivationsproblem ergibt sich aus anderen Aspekten. Ich bin mit dem Ped nicht schneller als früher (ausgenommen Steigungen, davon habe ich aber nicht viele) und ich komme damit nicht weiter (sogar ganz im Gegenteil). Dafür ist jeder Kilometer mit dem "Makel" behaftet, Unterstützung beansprucht zu haben - viel oder wenig spielt dabei für mich keine Rolle. Die Zufriedenheit, mit der ich mich früher nach einem anstrengenden Tag auf dem Rad niedergelassen habe, empfinde ich tatsächlich nicht mehr. Aber wohl auch weil ich weiß, dass ich schnellere und längere Etappen grundsätzlich auch ohne Unterstützung fahren konnte.

Das sehe ich bei Dir anders.
 
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Cube Reaction
Wie war das bei euch beim Umstieg?
Gute Frage, anfangs war ich ziemlich begeistert, bin’s immer noch teilweise - Aber: nach etwa 1 Jahr sind wir tlw. wieder zurück zum Bio. Obwohl ich so gut wie immer mit Eco oder weniger fahre, das Glücksgefühl kam nie so wirklich auf, nie so wie wenn ich Bio fahre.
Habe mir oft überlegt woran es liegen könnte. Ich fahre mit dem Pedelec oft nur mit 30% Unterstützung, das entspricht einem normalen Bike, trotzdem so richtig fühlt sichs nicht an.

Neulich bin ich mit Eco 1500 hm auf 12 km gefahren, echte Zufriedenheit kam trotzdem nicht auf.
Es liegt wohl daran dass ich im einen Fall immer weiß ….wenn’s nicht mehr geht könnte ich und beim Bio musst du durch, hat auch viel mit dem Kopf zu tun, zu wissen da hilft dir niemand, da musst durch oder umdrehen.

Also echte Zufriedenheit habe ich mit dem Pedelec nie erreicht, egal wie weit und hoch ich gefahren bin.
 
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Cube Reaction
….muss noch was anmerken: möchte das Pedelec trotzdem nicht missen, keinesfalls. Auf längeren oder unbekannten Touren im Gebirge fahren wir sehr viel mit dem Pedelec. Es ist ein ideales Sportgerät, überhaupt kein Zweifel.
Den Wechsel zwischen den Bikes finden wir für uns genau richtig, möchte keines der beiden Bikes missen.
 
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Bis vor ca. 2 Monaten bin ich fast ausschließlich mit meinem alten Rennrad gefahren, damit allerdings nie "irgendwo hin", sondern immer nur um mich sportlich zu betätigen, also quasi im Kreis.
Daneben gibts seitdem wir wieder campen, Miniräder. Da meine Frau den Aktionsradius dabei auf etwa 10 Kilometer beschränkt hatte, sollten kleine, zusammenkplappbare Pedelcs her.

Seitdem wir sie haben wird viel mehr gefahren, auch gerne mal größere Strecken, z. B. um irgendwo nett essen zu gehen ohne am Ziel angekommen wie ein Iltis zu riechen.

Bei mir ist's nun die Mischung, Rennrad immer noch gerne für die Ausschüttung von Glückshormonen und Pedelec fürs leichte Grinsen. 😊
 
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