Vom Bike aufs Pedelec - fehlt das "Glücksgefühl"?

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Crix

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Hallo Forum,

ich wollte mal eine Diskussion anstoßen und Meinungen hören von Leuten, die vom Biobike aufs Pedelec umgestiegen sind - wie ging es euch nach den ersten Touren mit dem E-Bike?

Ich stehe ja kurz vor einem Wechsel und weiß zumindest, dass ich oft, wenn ich mal den inneren Schweinehund überwunden habe und mit meinem Biobike eine, für mich sportlich herausfordernde Tour gefahren bin, Glücksgefühle hatte wenn ich nach Hause kam, wusste was ich geschafft habe, das gleiche Gefühl hatte wenn ich mir in Strava die Bilder, die Statistik angeschaut habe. Ein gutes Gefühl, einen Schritt weiter gekommen zu sein.

Ich habe ein bisschen Angst, dass dieses Gefühl mit einem E Bike - auch wenn man natürlich dennoch immer noch auch Sport macht und sich in gewisser Weise auch anstrengen wird, aber die Möglichkeiten nicht mehr durch den Körper, sondern durch den Akku begrenzt sind - verloren geht.

Wie war das bei euch beim Umstieg?

Ein sehr "psychologisches", aber mMn interessantes Thema.
 
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Ravenous

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Einfach immer schneller als 25km/h fahren oder die Unterstützung abschalten, dann hast Du Dein altes Feeling wieder ;)
 
SchalkerJung

SchalkerJung

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Hallo Forum,

ich wollte mal eine Diskussion anstoßen und Meinungen hören von Leuten, die vom Biobike aufs Pedelec umgestiegen sind - wie ging es euch nach den ersten Touren mit dem E-Bike?

Ich stehe ja kurz vor einem Wechsel und weiß zumindest, dass ich oft, wenn ich mal den inneren Schweinehund überwunden habe und mit meinem Biobike eine, für mich sportlich herausfordernde Tour gefahren bin, Glücksgefühle hatte wenn ich nach Hause kam, wusste was ich geschafft habe, das gleiche Gefühl hatte wenn ich mir in Strava die Bilder, die Statistik angeschaut habe. Ein gutes Gefühl, einen Schritt weiter gekommen zu sein.

Ich habe ein bisschen Angst, dass dieses Gefühl mit einem E Bike - auch wenn man natürlich dennoch immer noch auch Sport macht und sich in gewisser Weise auch anstrengen wird, aber die Möglichkeiten nicht mehr durch den Körper, sondern durch den Akku begrenzt sind - verloren geht.

Wie war das bei euch beim Umstieg?

Ein sehr "psychologisches", aber mMn interessantes Thema.
Hatte auch kurzzeitig ein neues eBike gekauft, täglich damit über 8 Monate gefahren und danach die Lust daran verloren. Es war keine Freude über der Abregelung zu fahren. Demnach mit viel Wertverlust wieder abgestossen und wieder wieder auf verschiedenen Renn- und Gravelbikes unterwegs. Das Gefühl - Unbezalbar.
 
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Die Lösung dieses Problems lautet, das Biobike behalten und weiterhin nutzen. So mach ich das.

Tatsächlich finde ich, dass das Erklimmen eines Hügels hier mit dem Bio MTB viel mehr Bedeutung für mich hat, als mit dem E-MTB. Das befriedigende Gefühl ist viel tiefer, wenn man so will, macht es glücklicher auf eine bestimmte Art. Es bleibt auch die deutlich sportlichere Betätigung, auch wenn ich E-MTB fahren jetzt nicht als unsportlich betrachten kann.

Mit dem E-MTB ist es halt Fun, größerer Aktionsradius, man kommt dank Hilfe Steigungen mit Spaß hoch, die sonst gar nicht oder nur mit großen Qualen gehen.

Es sind für mich zwei unterschiedliche Arten des MTB-Fahrens, beide haben was für sich, beide werde ich weiter betreiben.
 
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WhiteWisp

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wie ging es euch nach den ersten
paar Metern?

"Alter ist das geil!" war mein Gedanke dabei. Bei meiner Freundin auch, bei meiner Schwester auch, meinem besten Freund auch :)


Nein absolut nicht. Ich fahre jetzt Strecken die ich vorher niemals gefahren wäre. Kann auch nicht langsam fahren, ich tret immer voll in die Pedale. Das ist jetzt eine gleichmäßigere und länger anhaltende Belastung, statt mal eben schnell in 5min Irgendwo hin.
 
mango

mango

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shimano steps
Mit dem pedelec fahr ich zig mal lieber als mit dem biobike.

Dem häufig genannte dauergrinsen nach scheint das bei vielen anderen ähnlich zu sein. Vermutlich entsteht das durch glücksgefühle.

Viele, wie auch ich, die mit dem biobike nur wenig und eher ungern geradelt sind, sind (fast) täglich mit dem pedelec unterwegs.
 
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Triton

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Vermutlich noch zu jung für Glücksgefühl beim Umstieg auf Pedelec?
Ab einem gewissen Alter und/oder körperlichen Einschränkungen setzt das Glücksgefühl bereits beim Gedanken an die nächste Ausfahrt mit dem Pedelec ein!
 
Vito

Vito

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für mich sportlich herausfordernde Tour gefahren bin, Glücksgefühle hatte wenn ich nach Hause kam, wusste was ich geschafft habe, das gleiche Gefühl hatte wenn ich mir in Strava die Bilder, die Statistik angeschaut habe. Ein gutes Gefühl, einen Schritt weiter gekommen zu sein.
Ja genau , dieses Glücksgefühl verschafft dir das Dopamin nach der Anstrengung - wenn du ein von dir gestecktes Ziel erreicht hast. Macht süchtig im positiven Sinne, deshalb werden diese Ausdauersportler auch manchmal als "Dopamin Junkies" bezeichnet. Sie wollen halt immer wieder genau dieses Hochgefühl, wenn diese Glückshormone den Körper "fluten". Das wird dir sicher fehlen...
Ich hab für mich irgendwann beschlossen, dass ich niemanden mehr etwas beweisen muss - am wenigsten mir selbst.Ich mach, was mir Spaß macht, und genieße das im Hier und Jetzt. Mit dem e Bike fahren hab ich eine neue Freizeitbeschäftigung gefunden - erst recht seit 2018 mit meinem "Wunschrad" als "Victoriagenussradler". Beim Radeln freue ich mich auf Serotonin (Oxytocin) als Glückshormone, die bei mir einen ständig hohen Pegel erreichen - während ich fahre und mich an so vielen kleinen Dingen erfreue... Also keinen "Eimer Glück " 🪣nach der Fahrt sondern eine ständige "Brause"🚿. So isses bei mir - auch beim e biken.
dass ich oft, wenn ich mal den inneren Schweinehund überwunden habe
Meinen inneren Schweinehund konnte ich dank e Bike ins Tierheim schaffen, denn so Gedanken wie
- Heute is zu windig
- Heute is aber zu warm
- Heute is die Tour zu hügelig
- Heute bin ich bissl kaputt
sind nicht mehr vorhanden dank e Bike.
Ich hab mir aber auch extra noch "Oma Miele" zugelegt, ein restauriertes Rad von 1952, mit dem fahre ich gerne in unserem Städtchen rum - weil es mir Spaß macht (und zum Schluss muss ich immer einen Hügel hoch, schööön).
So ist das mit meinen Glücksgefühlen.

Viele Grüße aus der Lausitz von Ralf
 
Bernhard-SH

Bernhard-SH

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wenn ich mal den inneren Schweinehund überwunden habe
Genau da lag für mich der Kick-Moment!
Nix mehr Überwindung sondern im Wissen, dass Steigungen und Gegenwind mich mal sonstwo können willl ich jetzt häufiger aufs Rad als ich Gelegenheit habe.
 
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holzhai

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Ich war nach wenigen Metern geflasht und konnte das Grinsen kaum wieder wegbekommen. Das ist bei einem S-Pedelec aber vielleicht nochmal anders. Denn das Gefühl mit 32 in der 30er Zone zu fahren und außerhalb auch mal über 40 - wow! Auch die Berge hochzuflitzen, die ich ohne Motor im 1. Gang hochgekeucht bin (am Berg ist es nicht anders wie bei einem normalen Pedelec), das war unglaublich "dopaminierend"!

Und ja, der innere Schweinehund ist ganz schön mickrig geworden. Selbst wenn ich mich mal unfit fühle, schwinge ich mich auf's Rad, und es fühlt sich bald gut an.

Aber das kann bei dir ganz anders sein, wenn du nur über Höchstleistung Befriedigung bekommst. Von daher, ausprobieren. Wahrscheinlich wird es dir gehen wie hier vielen anderen, du wirst das einfach anders toll finden als mit dem Biobike. Aber toll :cool:. Leihe dir doch einfach mal ein E-Rad aus.
 
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Crix

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Meinen inneren Schweinehund konnte ich dank e Bike ins Tierheim schaffen, denn so Gedanken wie
- Heute is zu windig
- Heute is aber zu warm
- Heute is die Tour zu hügelig
- Heute bin ich bissl kaputt
sind nicht mehr vorhanden dank e Bike.
Ein sehr schöner Beitrag und genau das sind die Gedanken, die mich in letzter Zeit öfters vom Fahren abhalten. Wenn ich es dann doch mal schaffe, ist das Gefühl danach umso besser - oder wenn man den Berg hochgehechelt ist.

Nicht falsch verstehen, ich bin kein Extremsportler, eigentlich das Gegenteil. Ich plane eine Route bei Komoot, die ich gern mal fahren will, sehe >300Hm auf meinen 25-30km und stelle die Route solange um, bis ich unter 300 Hm bin - weil ich sonst Angst habe, es nicht zu schaffen. Also ich bin tatsächlich sehr unfit, aber es macht halt SPaß wenn man mal unterwegs ist.

Ich will aber dieses Gefühl, die Route umstellen zu müssen nicht mehr haben. Ich will auch mal an Orte fahren, bei denen ich 40km fahren muss und 600 Hm überwinden muss.

Mit einem E Bike nebendran ist der Schweinehund vermutlich noch viel größer, aber vielleicht sollte ich die Kleinanzeige meines normalen Bio-MTB doch wieder löschen
 
robat1

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Nein. Ist nicht das selbe.
Hi,

Das würde ich auch sagen.

Es ist aber nicht so, dass das Gefühl vollkommen fehlt, aber abgeschwächt ist es trotzdem, auch wenn man alles an Eigenleistung beigesteuert hat was ging.
Es bleibt bei aller Freude und Glücksgefühl die Tour geschaft zu haben, im Kopf trotzdem der Gedanke zurück dass man dabei Hilfe hatte.

Die unterschiedlichen Ansichten sind klar weil jeder bisschen anders tickt.
Um so lieber sich Jemand selbst quält und den Erfolg am Ende einer Qual genießen konnte, um so mehr % wird ihm vom gewohnten Gefühl fehlen, weil er den Gedanken nicht alles mit eigener Kraft geschaft zu haben nicht ganz abstellen kann.
Klar dass das nicht Jeder nachempfinden kann.

Robert
 
holzhai

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Ich will aber dieses Gefühl, die Route umstellen zu müssen nicht mehr haben
Na dann ist ein E-MTB genau richtig für dich, bestimmt. Da fährst dann auch mal 1000 Hm und fühlst dich toll!
Und wie hier schon geschrieben, du kannst dich beliebig quälen damit, falls dir mal danach ist (einfach schneller den Berg hoch und / oder Unterstützung runter). Aber du weißt genau, dass du es schaffen wirst, auch wenn mal nicht mehr so viel Energie übrig ist.
 
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