VESC - Sensorloser FOC-Controller Open Source

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triton-mole

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Also, die App-Config kann ich Dir schicken. ich melde mich die Tage mal per PM bei Dir.

Bei dem Stottern kann es durchaus sein, daß die Sturation-Compensation hiflt, denn das Stottern tritt auf bis ca. 5 km/h und nur, wenn ich viel Gas gebe. Drehe ich ganz gefühlvoll das Gas vorsichtig auf, läuft er an. Wie gesagt: Sensorloser Motor.
Und ich habe dem VESC über 70A Phasenströme freigegeben, wenn ich mich recht entsinne. Und das am Bafang SWXH, der für so was gar nicht gebaut ist.
Was das Stottern angeht, werde ich morgen schlauer sein. Heute habe ich die Bremsen für das Trike zurückbekommen und werde heute Abend das Trike wieder flott machen. Dann auch gleich mal den VESC mit 15% Saturation-Compensation testen.

OT: Ich weiß nicht, bei Saturation-Compensation muss ich immer an den Flux-Compensator aus "Zurück ind die Zukunft" denken. Und das Trike mit 20A-Motor fühlt sich auch so an, als ob hinter mir an der Ampel brennende Reifenspuren liegen müssten, wenn der losstürmt. :ROFLMAO:
 
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triton-mole

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Update:
Die Saturation Compensation hat kaum etwas am Ruckeln geändert. Der Motor ruckelt etwas weniger beim Anfahren, bilde ich mir ein.
Egal: Am Wochenende fliegt der Bafang SWXH raus und der Puma kommt wieder rein. Der SWXH war eh nur der Ersatz für den Puma.
Allerdings lief der Puma auch nicht so ganz ohne Ruckeln an, trotz Sensoren.

Anbei liegt die App-Konfig, mit der ich mir eigentlich erhofft hatte, daß der Bluetooth funktionieren möge.
@Sam van Ratt die Datei habe ich von .7z auf .zip umbenannt, damit ich sie hier hchladen kann!
Sollte aber eigentlich kein Problem sein, die zu entpacken, denke ich.

Schon mal vielen Dank, daß Du da mal reinschauen willst!
 

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Sam van Ratt

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Hi triton-muli
habe die config Datei gezogen und schaue das ich morgen mal ein passendes COM Port Kabel basteln kann (um am PC was zu "sehen"). Dann bloß noch einen Akku pack requirieren und der Test geht los.
Ich melde mich wenn ich was sehe/weiß oder so.

Thema "Saturation Compensation" ich habe noch keine Ahnung was die Funktion bewirkt (entweder erhöht sie den Stromfluß, damit die Sättigungskurve nach oben getrieben wird (dürfte stark am Wirkungsgrad rütteln) oder umgekehrt den Strom runterfahren da die Mehrleistung in keinem Verhältnis zum Mehraufwand steht. Bei ersterem Fall kommen dann noch die Umladeverluste dazu [gerade hier ist ein Axial-Flux (gegen die üblichen Radial-Flux) toll: keine Umladeverluste und auch die Möglichkeit gerichtetes Kornmaterial zu nutzen]. Je nach Kornmaterial (Dynamoblech) ist die Sättigung schwer hochzutrieben und bringt bei billigem Eisenmaterial einiges, bei den üblichen hochgezüchteten BLDCs wohl eher so gut wie nichts da die Sättigungskurve einfach sehr flach weitergeht (vorher steil).

Auf dem GM Forum hat ein MEchaniker einen defekten MP(3?) repariert und einiges gewechselt (LAger, Kabel, ESC, HALLs) um im Versuch bei 48V mit 50A ranzugehen; die Tests von Alan (einem der Admins dort) und knapp 90A dürften ganz sicher brennende Reifenspuren hinterlassen haben (leider hat er nur seinen CA mit den Werten fotografiert)! Schön das du solch einen (Retro) Vergleich ansprichst. Kritisch wie schon angesprochen beim VESC (in meinen Tests) ist die stark abweichende Motorautoerkennung. Mein erster Versuch endete daher immer in einem Überstromfehler (ohne Last) beim Beschleunigen; erst nach vielen Fehlversuchen habe ich die Erkennung erneut rumprobiert und ein total anderes Ergebnis gehabt; Das habe ich auch bei einigen Anderen Motoren gelesen, dann viele Tests und Mittelwert und seither läuft der Motor wie soll; Ruckeln kann ich bei mir nicht feststellen, nur das deutlich langsamere Beschleunigen (Ramping ist bei mir noch recht hoch).


Ich melde mich.
Sam
 
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triton-mole

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Also, ich habe gestern den Bafang rausgeschmissen und wieder den Puma rein. Der Bafang war nur Ersatz, bis der Puma repariert war.
Puma neu einmessen lassen und mit Hall-Hybrid-Modus programmiert und was soll ich sagen: Er fährt absolut geschmeidig an! Hat der vorher nicht gemacht, trotz Sensorstart.
Offenbar hast Du recht, daß die Autoerkennung nicht ausreichend genau arbeitet.
Dafür hat er jetzt ganz unten etwas weniger Bumms, aber immer noch genug, um viel Spaß zu haben!

Kann es sein, daß der VESC am Puma mit 30kHz Switching-Freq. schlechter startet, als mit 20kHz? Ich hatte beim letzten Mal 30kHz, weil ich das Pfeifen vermeiden wollte, das ich jetzt höre, wenn der Motor schiebt.
Das ist wieder so ein Punkt, warum ich gerne den BT haben wollte. Solche Feinheiten lassen sich dann einfach mal schnell Abends konfigurieren, am nächsten tag testen und Abends wieder konfigurieren, ohne daß ich jedes Mal Verkleidung abbaue, Kabelbinder zerschneide, den VESC aus seinem Fahrradschlauch ziehe, damit ich das USB-Kabel anschließen kann. Nicht zu vergessen: Das ganze wieder rückwärts, um am nächsten Tag zu merken, wie er jetzt läuft.
Die Mühle muss bei mir laufen! Jeden Tag! Einfach aufsperren, Akku dran, drauflegen und los! Ist Autoersatz!

Aber vielen Dank, daß Du Dir das mal ansehen willst!
Ich habe auch den BT schon mit eingebaut, weil das Throttle-Kabel ja dort auch einmündet und ich den ganzen Kram ja schon gelötet hatte.

Bei der Saturation-Compensation würde ich eher davon ausgehen, daß die Ströme reduziert werden. In der Beschreibung der Funktion heißt es, daß der Motorkern bei niedrigen Drehzahlen und hohen Strömen, wie sie bei Fahrrädern gerne auftreten, machnmal "hängen bleibt" (get stuck). Da dürfte nur eine Reduktion helfen. Evtl. gibt es eine Möglichkeit, den Zustand des Hängenbleibens kurz vorher zu erkennen und dann kurz den Strom zu reduzieren. Ich kenne mich damit nicht so genau aus.
Im normalen Fahrbetrieb am Freitag hatte ich schon das Gefühl, daß die 15% schon das Anfahren erleichtert hatten. Ich musste dem Bafang zwar immer noch mit den Pedalen Schwung geben, aber nicht mehr so viel, wie früher.

Jetzt beim Puma ist das wieder aus.

Ein Goldenmotor mit 90A!!!! Die spinnen doch, die Römer, äh Amis, äh Canadier. ;)
Da muss man den Motor wohl mit einer Eismaschine kühlen, die weitere 90A Strom zieht! :ROFLMAO:
Klingt aber nach viel Spaß!
Aber mit 36V ist das wohl eher witzlos. Da hast Du dann am Drehzahlende immer das Gefühl, gleich über den Lenker zu fliegen!
 
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triton-mole

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Yuba Mundo, Golden Motor Frontmotor, 36V, 20A
So, heute beim Puma festgestellt: Um 25 km/h herum stottert er. Mit konstant 25 zu fahren ist total häßlich mit dem Gestottere.

Beim Duchbeschleunigen von 22 auf 28 (oder auch ein weiterer Bereich) gibt es nur um die 25 herum komische Geräusche, als ob irgendwas in Resonanz zu klappern begänne.
Ich werde also die Switching-Frequenz noch mal bearbeiten müssen.
 
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Sam van Ratt

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Also, ich habe gestern den Bafang rausgeschmissen und wieder den Puma rein. Der Bafang war nur Ersatz, bis der Puma repariert war.
Puma neu einmessen lassen und mit Hall-Hybrid-Modus programmiert und was soll ich sagen: Er fährt absolut geschmeidig an! Hat der vorher nicht gemacht, trotz Sensorstart.
Offenbar hast Du recht, daß die Autoerkennung nicht ausreichend genau arbeitet.
Dafür hat er jetzt ganz unten etwas weniger Bumms, aber immer noch genug, um viel Spaß zu haben!
Ja die Erkennung war bei mir sehr unterschiedlich und es war mein letzter Schuß da nochmal rumzuprobieren, nachdem einer Probleme mit einem Modellmotor hatte und dann rumspielte.
Mach einfach mal mehrere Erkennungen und notiere die paar Werte je; wenn die stark abweichen geh auf Maße und mittelwert.

Kann es sein, daß der VESC am Puma mit 30kHz Switching-Freq. schlechter startet, als mit 20kHz? Ich hatte beim letzten Mal 30kHz, weil ich das Pfeifen vermeiden wollte, das ich jetzt höre, wenn der Motor schiebt.
Das ist wieder so ein Punkt, warum ich gerne den BT haben wollte. Solche Feinheiten lassen sich dann einfach mal schnell Abends konfigurieren, am nächsten tag testen und Abends wieder konfigurieren, ohne daß ich jedes Mal Verkleidung abbaue, Kabelbinder zerschneide, den VESC aus seinem Fahrradschlauch ziehe, damit ich das USB-Kabel anschließen kann. Nicht zu vergessen: Das ganze wieder rückwärts, um am nächsten Tag zu merken, wie er jetzt läuft.
Die Mühle muss bei mir laufen! Jeden Tag! Einfach aufsperren, Akku dran, drauflegen und los! Ist Autoersatz!
geht mir genauso: daher habe ich auch keinerlei Anzeigen oder sonstwas drauf, sondern so Radnahe wie möglich (nun ja 37kg Eigengewicht, aber das kennst du ja). Ich bin NUR Radfahrer (+Bahn); alles andere empfinde ich als politisch nicht zu vertreten.
Die Schaltfrequenz bewirkt das der Sinus besser nachgebaut werden kann und je höher der takt umso genauer macht er das, ABER die Kabel werden da immer kritischer (sog. Skin Effekt und Induktivität der Länge) und das verwendete Kernmaterial (wie U238 oder Po208... nein das Magnetmaterial natürlich), welches auf Takt nicht gleich reagiert. Der VESC wird dadurch auch deutlich wärmer (f geht quadratisch in die Verlustrechnung ein), aber meist ist höher besser. Ich habe auch schon 10kHz ausprobiert und keinen wirklichen Unterschied gemessen (dürfte gedanklich nur bei höheren Drehzahlen was ändern) und so bin ich wieder auf 20, dann 30 hoch. Unter 60kHz ist das Limit vom VESC4.

Aber vielen Dank, daß Du Dir das mal ansehen willst!
Ich habe auch den BT schon mit eingebaut, weil das Throttle-Kabel ja dort auch einmündet und ich den ganzen Kram ja schon gelötet hatte.

Bei der Saturation-Compensation würde ich eher davon ausgehen, daß die Ströme reduziert werden. In der Beschreibung der Funktion heißt es, daß der Motorkern bei niedrigen Drehzahlen und hohen Strömen, wie sie bei Fahrrädern gerne auftreten, machnmal "hängen bleibt" (get stuck). Da dürfte nur eine Reduktion helfen. Evtl. gibt es eine Möglichkeit, den Zustand des Hängenbleibens kurz vorher zu erkennen und dann kurz den Strom zu reduzieren. Ich kenne mich damit nicht so genau aus.
Im normalen Fahrbetrieb am Freitag hatte ich schon das Gefühl, daß die 15% schon das Anfahren erleichtert hatten. Ich musste dem Bafang zwar immer noch mit den Pedalen Schwung geben, aber nicht mehr so viel, wie früher.

Jetzt beim Puma ist das wieder aus.
Ich helfe da gerne, muß nur das ganze "Paket" mal wieder rauslegen; ist gerade erst wieder eingepackt worden; RS232 Kabel finde ich gerade nicht; kommt die Tage


Ein Goldenmotor mit 90A!!!! Die spinnen doch, die Römer, äh Amis, äh Canadier. ;)
Da muss man den Motor wohl mit einer Eismaschine kühlen, die weitere 90A Strom zieht! :ROFLMAO:
Klingt aber nach viel Spaß!
Aber mit 36V ist das wohl eher witzlos. Da hast Du dann am Drehzahlende immer das Gefühl, gleich über den Lenker zu fliegen!
Das war Alan (alias Bikemad) einer der wenigen Admins und technisch versierten und da liegen wohl ESCs eher rum. Als ich 2011 mit GM in Berührung kam, gab es auch Berichte von GM Kunden, welche Ersatzteile ohne Probleme für Lau erhielten und so den guten Ruf von GM untermauerten. Bei mir liegt halt bevorzugt nichts rum und eine testumgebung fehlt mir auch komplett. Fahrrad zerlegen und drei Monate rumprobieren schränkt meine rund 20m^2 Bude doch enorm ein, da ich draußen zwar einen Abstellplatz habe, aber nichts zum rumbauen.
Der Umbau derzeit ist richtig schön beschrieben und schön ausgeführt. Ich mußte einiges recyclen von den defekten ESCs um da wieder was zu haben und die 4mm^2 waren absolut übertrieben für was ich damit mache (und wie schlecht sie durchzuführen waren). Aus dem Forum stammen auch einige Videos von Hang hochfahren (wofür treten....), was wohl auch nur mit 48V Systemen und dickem Akku geht.
Kühlen dürfte bei den Außenläufern recht langsam angehen, da der innere Stator viel Energie aufnehmen kann, bis der mal richtig warm ist. Ab 80°C dürften die Magnete arg leiden und ratzfatz ihre tollen Eigenschaften verlieren; ich habe von "Overclockern" auch hier gelesen, welche immer schwächere geschundene Systeme hatten und dann mit noch mehr Strom arbeiteten ("wenn's kracht noch'n Meter").
Der MP zeigt aber doch das er ordentlich was abkann, sofern ein dicker ESC mit dran ist.
Gruß
Sam
 
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triton-mole

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nun ja 37kg Eigengewicht, aber das kennst du ja
Ui, das fände ich voll geil, wenn mein Mundo so leicht wäre!
Mein Mundo hatte das Gewicht schon VOR der Elektrifizierung! Jetzt, mit Frontgepäckträger als Akkuhalter und 20Ah LiFePo (10 vorne und 10 in der Packtasche) komme ich auf über 55 Kilo!
37kg..... Pfff! Lächerlich! ;)

Die Schaltfrequenz bewirkt das der Sinus besser nachgebaut werden kann und je höher der takt umso genauer macht er das, ABER die Kabel werden da immer kritischer (sog. Skin Effekt und Induktivität der Länge) und das verwendete Kernmaterial (wie U238 oder Po208... nein das Magnetmaterial natürlich), welches auf Takt nicht gleich reagiert. Der VESC wird dadurch auch deutlich wärmer (f geht quadratisch in die Verlustrechnung ein), aber meist ist höher besser. Ich habe auch schon 10kHz ausprobiert und keinen wirklichen Unterschied gemessen (dürfte gedanklich nur bei höheren Drehzahlen was ändern) und so bin ich wieder auf 20, dann 30 hoch. Unter 60kHz ist das Limit vom VESC4.
Also jetzt mal für den Halblaien:
Hohe Schaltfrequenz => schlechter Wirkungsgrad? (Würde ich mal darauf zurückführen, daß die FETs im Moment des Schaltens immer wieder "halboffen" sind und da unnötig hohen Widerstand haben. Perfekten Rechteck zum Ansteuern bekommt man normal nicht her.)
Hohe Schaltfrequenz macht Probleme mit den Kabeln, das ist mir auch völlig klar.
In wie weit können hohe Schaltfrequenzen die Hall-Signale stören? Da liegen immerhin die Sensorkabel ungeschirmt direkt neben Leitungen, durch die zig Ampere mit hohen Schaltfrequenzen durchgejagt werden.
Auch könnte ich mir vorstellenen, daß im sensorlosen Betrieb evtl. die Schaltfrequenzen die Messung des Back-EMF stören könnten.

Was sich übrigens lustig anfühlt, ist Wasser im Phasenstecker (XT60) bei sensorlosem Betrieb. Beim SWXH fuhr an, wie immer und ab 15 km/h ging nur noch Stottern!
Aber der XT60 ist ja den Powerpoles gewichen.

Wenn ich sehe, daß der VESc im BLDC-Mode auch gerne variable Schaltfrequenzen nutzt, könnte ich mir vorstellen, daß mein Puma wieder zickt beim Anfahren, wenn ich jetzt einfach nur die Schaltfrequenz wieder auf 30kHz erhöhe, um das Stottern bei 25 km/h zu beseitigen.

Übrigens:
VESC4 soll nur unter 45kHz Schaltfrequenz sicher sein!
https://vesc-project.com/node/602
Und auf Bricken hätte ich wenig Bock. So was ist meist etwas komplizierter zu beheben. Zumindest kenne ich das von Smartphones so.
 
Hiasi

Hiasi

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Verkleidung abbaue, Kabelbinder zerschneide, den VESC aus seinem Fahrradschlauch ziehe, damit ich das USB-Kabel anschließen kann
Hi, ich lese hier immer höchst interessiert mit, auch wenn ich eure Beiträge nur langsam immer besser verstehe. Erlaubt mir bitte meine Zwischenfragen, auch wenn sie immer ein wenig off topic sind, ja?
Du hast den Vesc in einem Schlauch?? Mit wieviel Ampere geht das ohne Überhitzung?
 
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triton-mole

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ein wenig off topic
Nö, finde ich nicht. Berechtigte Frage.

Du hast den Vesc in einem Schlauch?? Mit wieviel Ampere geht das ohne Überhitzung?
Ja! Einfach Fahrradschlauch MTB-Größe drüber geschoben mit reichlich Überstand an beiden Enden. Dann VESC aufs waagerechte Rahmenrohr gelegt und zusammen mit Schlauch mit Kabelbindern (Ich liebe sie!:ROFLMAO:) am Ende der Platine festgezurrt. Wichtig dabei: Die Kabel müssen nach unten weggehen, damit Wasser nicht am Kabel entlang in den Schlauch laufen kann.
Ich muss aber dazu auch sagen: Der Netzsitz drüber (in der kalten Jahreszeit mit eingelegter Isomatte) hält den meisten Regen ab und Spritzwasser von den Laufrädern kommt dort nur minimal hin.
Senkrecht würde ich ihn so nicht montieren, außer ich komme sowohl mit den Phasenkabeln, wie auch mit dem Batteriekabel von unten.

Ich fahre 36V, 20A Batteriestrom, 70A Phase, aber meiner Einschätzung nach (aus der Beobachtung des Batteriestromes in Abhängigkeit der Geschwindigkeit) wird der maximale Phasenstrom nicht erreicht.
Wie warm der VESC dabei wird, kann ich Dir nicht sagen, denn ich komme da nicht so leicht mit der Hand hin. Müsste ich das Trike erst auf die Seite legen, um den Schlauch anfassen zu können.
Ich bin aber recht sorglos, denn der VESC überwacht selber die Temperatur der FETs und würde einfach abregeln, wenn Gefahr der Überhitzung bestünde. Ich glaube voreingestellt ist 80 bis 85 Grad fürs Abregeln. Der hat aber auch letzten Sommer bei 30 Grad nicht abgeregelt, obwohl er nur 20 cm über dem heißen Asphalt schwebt.
Er bekommt dort aber noch Fahrwind mit. Oder eigentlich ist es der Fahrradschlauch, der den Fahrtwind abbekommt. ;)
Nachdem der VESC so schön handlich und leicht ist, war es für mich am Liegetrike so am einfachsten, ihn zu verbauen.
@jenkie berichtete, der VESC würde bei ihm nur handwarm.
 
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Sam van Ratt

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Ui, das fände ich voll geil, wenn mein Mundo so leicht wäre!
Mein Mundo hatte das Gewicht schon VOR der Elektrifizierung! Jetzt, mit Frontgepäckträger als Akkuhalter und 20Ah LiFePo (10 vorne und 10 in der Packtasche) komme ich auf über 55 Kilo!
37kg..... Pfff! Lächerlich! ;)



Also jetzt mal für den Halblaien:
Hohe Schaltfrequenz => schlechter Wirkungsgrad? (Würde ich mal darauf zurückführen, daß die FETs im Moment des Schaltens immer wieder "halboffen" sind und da unnötig hohen Widerstand haben. Perfekten Rechteck zum Ansteuern bekommt man normal nicht her.)
Hohe Schaltfrequenz macht Probleme mit den Kabeln, das ist mir auch völlig klar.
In wie weit können hohe Schaltfrequenzen die Hall-Signale stören? Da liegen immerhin die Sensorkabel ungeschirmt direkt neben Leitungen, durch die zig Ampere mit hohen Schaltfrequenzen durchgejagt werden.
Auch könnte ich mir vorstellenen, daß im sensorlosen Betrieb evtl. die Schaltfrequenzen die Messung des Back-EMF stören könnten.

Was sich übrigens lustig anfühlt, ist Wasser im Phasenstecker (XT60) bei sensorlosem Betrieb. Beim SWXH fuhr an, wie immer und ab 15 km/h ging nur noch Stottern!
Aber der XT60 ist ja den Powerpoles gewichen.

Wenn ich sehe, daß der VESc im BLDC-Mode auch gerne variable Schaltfrequenzen nutzt, könnte ich mir vorstellen, daß mein Puma wieder zickt beim Anfahren, wenn ich jetzt einfach nur die Schaltfrequenz wieder auf 30kHz erhöhe, um das Stottern bei 25 km/h zu beseitigen.

Übrigens:
VESC4 soll nur unter 45kHz Schaltfrequenz sicher sein!
https://vesc-project.com/node/602
Und auf Bricken hätte ich wenig Bock. So was ist meist etwas komplizierter zu beheben. Zumindest kenne ich das von Smartphones so.
Hi
die Schaltfrequenz heizt die FETs durch die Umladeverluste auf (die Gate Kapazität), was nichts mit dem RDSon (oder dem durch die Umladung nicht idealen Vollein/vollaus R) zu tun hat. Da der Treiber nur afaik 2A kann, kann man deshalb die Frequenz nicht hochfahren wenn man mehrere FETs Parallelschaltet (eine 50V/300A Version gab es auch mal im Forum). Da f in die Formel quadratisch eingeht ist 10Khz was ganz anderes als 20kHz. Obwohl meine FETs "gut" (naja auf der Plastikseite) gekühlt sindwollt eich da sparen. Die hohe Schaltfrequenz bringt dir einen deutlich schöneren Kurvenverlauf; die Rise/Fall Zeiten sind da recht unabhängig von, da so oder so PWM gefahren wird. Ich kann zu dem BlockComm Modus (falsch als BLDC mode deklariert) nichts sagen, denn die Erkennung steigt bei mir da schon aus und daher geht nur FOC.
Ich habe erst recht spät erfahren das die HALLs im MP3 keine Analog, sondern gelatchte "Digitale" sind und damit sehr unanfällig für lange Leitungen. Ich habe da Einstreuungen und damit Falscherkennungen befürchtet (Allein schon da ich nun rund 80cm Leitung habe und nicht mehr 20cm wie im Original), daher geschirmt bei mir (RG179 oder so bei rund 1,5mm Außendurchmesser). Wenn man die "Billigräder" sieht mit Sensor, ist da schön zu sehen wie da gespart wird und päpstlicher muss man auch nicht sein. Die Einstreuung wäre sicher gut messbar durch die Nähe (Kabelstrang) und dicken geswitchten Amperes aber durch die Digitalpegel (Nahe Masse oder Nahe Vcc) dürfte da wenig Fehler bleiben. Ich denke das ist auch der Grund wieso keine linearen HALLs in den Motoren benutzt werden wenn man einige cm Weg vor sich hat.
Ich habe zwar auch XT60+90 im Einsatz, aber immer komplett versiegelt. Wasser im HALL-Stecker stelle ich mir interessant vor; bei dir dürfte das Wasser eigentlich nur warm werden (wechselnde Pole) und verdampfen. Bei meinem ersten MP2 kam durch ein Loch in der Deckelplatte massiv Wasser bei Regen in den MP2 und er fuhr am Tag darauf noch so 5 Minuten; dann waren die Leiterbahnen wegge-elektrolysiert und ich habe meine erste Reklamation nach einigen Tagen Betrieb begonnen. Hat geklungen wie eine Waschmaschine (wieso nur ....); war aber im BC Modus nicht raushörbar.

Bricken ist meist auf das zerstören der Software=Bootprozess bezogen; bei zu hoch würde der Controllerteil noch weiterhin laufen, umstellen gut ist's. Mit unter 60kHz war genau gemeint das er eben weniger erlaubt; der neue VESC6 kann 60kHz gut mitmachen. Da ich aber recht niedrig toure (gerade mal so 7000eRPM) bin ich da in einem anderen Bereich. Mir ist ein schöner Sinus aber durchwegs einen Versuch wert (sonst hätte ich den VESC nie ausprobiert) und ich kann heute sagen: zum Glück.
Wenn der VESC mal ein defektes Bauteil hat (R/C, uC, Driver) ist man durchaus unterwegs und im typ. irreparabel für den Normalelektroniker. Selbst die FETs sind nicht mal so schnell umgelötet.

Gruß
Sam
 
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triton-mole

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@Sam van Ratt
Danke für Deine Ausführungen! Ich habe zwar gerade mal die Hälfte verstanden, aber OK, die FETs werde bei niedriger Frequenz weniger warm.

Ich habe gestern Abend feststellen dürfen, daß ich ein Kamel bin! Ich war am Sonntag am VESC dran, weil ich endlich den FC davor geschaltet habe. Und was habe ich dabei wieder vergessen: Die Schaltfrequenz!!!!
Naja, muss ich also demnächst nochmal dran.

Wie weit bist Du eigentlich gekommen mit dem BT-Modul?
 
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Sam van Ratt

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Technisch einfacher ging's nicht, außer dir das Ergebnis zu geben (thema Kreuzchentest).

Das Kabel liegt noch jungfräulich (Serielles Verlängerungskabel... ich brauche aber auf einer Seite die Litzen) neben der Lötstation, der VESC ist neben dem Akkupack; die LED/Pin Box (damit man sieht was auf dem RS232 los ist) suche ich noch. Kurz noch gar nichts; zu viel anderes Zeugs das wartet. In Kürze!
Den Eintrag hast du gesehen: "https://vesc-project.com/node/642"
Ben meinte darin das es mit dem BT geht, aber mit dem anderen nicht mit der VESC Firmware

Gruß
Sam
 
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triton-mole

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Technisch einfacher ging's nicht
Ist auch ganz gut so. Mit jedem Lesen sickert wieder ein Detail in meinen Verstand.
Vlielleicht erfasse ich es ja noch irgendwann zu 100%.

Ich habe gestern Abend anlässlich des erneuten Ausbaus des FCs (Im anderen Faden zu Lesen) mir den VESC nochmal vorgenommen.
Diesmal habe ich die Verfahrensweise etwas vereinfacht: Abdeckung ab, VESC ab, Schutzschlauch so weit vom VESC abziehen, daß der USB frei liegt, VESC an den Rahmen wieder anschnallen.
So musste ich nach einer Proberunde nur das Trike auf die Seite legen, den Laptop anschließen, konfigurieren, neu testen.
Ich habe verschiedene Schaltfrequenzen probiert.
10kHz mit Sensoren: Ich kann die Sensoren schon bei 2000 erpm abschalten, habe aber fast über gesammte Drehzahlspetrum einen unruhigen Lauf.
20kHz mit Sensoren: 2000 erpm für das Abschalten der Sensoren ist zu niedrig, Unruhe bei um die 25 km/h.
40kHz mit Sensoren: Ich muss die Sensoren bis 3000 erpm nutzen, habe danach aber einen sauberen und ruhigen Motorlauf, ohne Pfeifgeräusch, was ich bei 10kHz und 20kHz noch hörte.

Dann habe ich BLDC getestet.
Openloop bis 1600 erpm (800 sind voreingestellt) macht keinen nennenswerten Unterschied zu den 800.
Sensoren habe ich nicht zum Laufen bekommen, weil ich nicht wusste, was ich dort eintragen muss.
Ansonsten läuft er mit BLDC und variabler Schaltfrequenz (4kHz bis 30kHz waren, glaube ich voreingestellt) deutlich lauter, als mit FOC.
Wenn ich andererseits mit BLDC Strom sparen kann, könnte das eine Option sein.

So habe bestimmt 1,5 Stunden gestern nur damit verbracht, immer wieder in verschiedenen Varianten den VESC am Puma zu testen.

Ich frage mich nur, was die Nachbarn denken, wenn sie sehen, daß der Verrückte mit seiner gelben Rakete (die in der hanzen Stadt als irre schnell verschrien ist) immer wieder am Gehsteig den Laptop an das Ding anschließt! :ROFLMAO:

Daß Du mit dem BT noch nicht weiter gekommen bist, ist aschade, aber ich Verständnis dafür! Geht mir nicht viel anders. Drum nervt es mich auch maßlos, wenn ich schon wieder einen FC ausbauen muss! :mad: (Schon wieder dieser Seitenhieb......:oops:)
Wenn Du willst, kann ich Dir einen Flipski BT fertig verdrahtet zuschicken. Ich habe dort den Stecker gewechselt, so daß auch die ADC-Anschlüsse benutzbar sind. Ich habe mir ein "Sträußchen" dieser Stecker gekauft.

Ich bekomme sowieso nochmal zwei solche:
https://www.ebay.de/itm/BLE-Bluetooth-4-0-CC2540-CC2541-HM-10-Serial-Wireless-Module-Arduino-Android-IOS/273479323148?ssPageName=STRK:MEBIDX:IT&var=572868352968&_trksid=p2057872.m2749.l2649
Sind schon unterwegs zu mir.
Das müssten die sein, die die Leute in den Anleitungsvideos auf der Du-Röhre meist benutzen. Und bei dem Preis dachte ich mir, einen Versuch ist es wert.
 
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triton-mole

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Oh, da habe ich Quark geschrieben!
Openloop hatte ich mit FOC probiert. geht so recht und schlecht, überzeugt mich nicht.

BLDC habe ich sensorlos nur mit Anfahrruckeln hinbekommen und mit Sensoren gar nicht.
 
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Ich schon wieder.

Heute festgestellt: Wenn ich versuche, konstante 22 km/h zu fahren, ruckelt es! Leistungsschwankungen! Teilweise so deutlich, daß meine Windhaube auf dem Trike zu wackeln anfängt!
Bis 20 km/h ist es unauffällig, dann werden die Schwankungen deutlich hörbar, bei 22 bis 23 sind sie spürbar und danach lassen sie wieder nach.

Wäre nun interessant, zu prüfen, ob das gleiche bei Duty-Cycle-Mode auch passiert! Das könnte für den Betrieb mit FC eine Option sein. Ohne FC mit Gasgriff würde ich Duty-Cycle nicht fahren wollen. Fühlt sich ekelig an.
Oder könnte dieses Problem vielleicht verschwinden, wenn ich die Sensoren nicht abschalten lasse? Aber dann klingt der Motor komisch.
 
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Ich werde die Tage mal probieren, ob mein Reserve-Vesc, der noch auf meinem Arbeitstisch liegt, mit BT geht, wenn ich die Firmware update. Ich habe eine 3.34 drauf.

Das Stotter-Problem macht mir immer noch Kopfschmerzen.
Kann es sein, daß die Chinesen beim Flipsky-ESC minderwertige Komponenten verbaut haben und deswegen das Problem auftritt, daß um die 20000 erpm der Motor stottert?
Ich hatte jetzt schon den Power-Pole-Stecker in der Phasenleitung im Verdacht, aber der sieht sauber aus. Auch innen!

Beim Bafang hatte ich das Problem nicht, weil der nur 19000 erpm drehte.
Vielleicht sollte ich doch wieder den Bafang fahren...... Leiser war der Bafang auch, gegenüber dem Puma.
 
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triton-mole

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Also, ich bin vollauf begeistert! ich wusste genau, warum ich mich vor einem Firmware-Update gedrückt hatte!
Von hier habe die die Firmware geholt:
https://github.com/vedderb/vesc_tool/tree/master/res/firmwares/410_o_411_o_412
Habe sie vom Laptop aus geflasht. Zum Glück in meinen Reserve-VESC!!!!!!!
Nun reagiert er auf nix mehr! Das Vesc-Tool findet ihn nicht mehr, baut keine Verbindung über USB mehr zu ihm auf!
Warum zu Teufel, ging das jetzt schief? Die Firmware unter diesem Link ist eindeutig für einen 4.12 gedacht!

Was nun?
 
T

triton-mole

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Hat dein VESC einen Bootloader?
Keine Ahnung! Kann ich jetzt auch erst mal nicht mehr feststellen., weil ich ja mittels USB nicht mehr drankomme.
Aber ich hätte gedacht, ein Bootloader muss immer vorhanden sein, um das Betriebssystem zu laden. Wenn ich das Prinzip richtig verstehe, muss ich den Bootloader nur installieren, wenn ich den VESC komplett neu zusammengebaut habe, um dann im nächsten Schritt ein System in den VESC installieren zu können.

Sobald mein ST-Link eintrifft, werde ich mir das erst mal zu Gemüte führen und dann weitersehen. Sieht so aus, als ob dort schön im Detail erklärt wäre, wie man den ST-Link verdrahtet.

Ich bin nur froh, daß es mit dem Reserve-VESC passiert ist. Ich kann mit dem Trike lustig weiterfahren.
Aber stinken tut's mir schon....
 
Thema:

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