VESC - Sensorloser FOC-Controller Open Source

Diskutiere VESC - Sensorloser FOC-Controller Open Source im ForumsController Forum im Bereich Controller/Regler, Fahrerinformation, Elektronik; Wieso VESC: abgesehen von dem openSource Gedanken (jeder kann modifizieren, z.B. Spannung/Strom anpassen, sofern er löten kann, Funktionen...
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Sam van Ratt

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Wieso VESC: abgesehen von dem openSource Gedanken (jeder kann modifizieren, z.B. Spannung/Strom anpassen, sofern er löten kann, Funktionen addieren, ...) war ich nach einigen Controllerdefekten einfach den Gedanken leid nach einigen Jahren ein nicht mehr unterstütztes "Rad" zu haben, nur weil ein Bauteil kaputt ist. Und dabei spielt es auch keine Rolle ob das nun ein Deutscher Distri ist oder einer der noch in DE herstellt, da die Bauteile sowieso alle aus Fernost kommen. Für viele ist es sicher kein Problem einen anderen Kontroller zu modifizieren, aber einer ohne Lernphase lebt vom Kompatibilitätsgedanken (HALL zu Polversatz z.B.). Der VESC (auch wenn speziell eher für Modellbau und skateBoards gedacht) ist hier offen und frei nachbaubar. Wie man an den vielen ESCs heute sehen kann, ist das KnowHow oft sehr günstig weiterbenutzt worden und führt zu massiver Verbreitung (vermutlich allerdings ohne Vorteil für Hrn Vedder....) und teils auch Verbesserung wie die SCRAM Doppeldeckerversionen (mit festem Kühlkörper auf einer Seite).
Sobald mein System mal rund läuft freue ich mich auch den ein oder anderen Taler bei Hrn Vedder zu lassen; immerhin nutze ich ja seine Entwicklung und will auch das es weiter entwickelt wird. PAS steht ja schon auf seiner ToDo Liste. Die hochwertige Bauteilwahl (naja bis auf die Keramikkondensatoren vielleicht) ist genau mein Ding: ordentliche Elektronik, keine Rotstiftaktionen von Leuten die keine Ahnung davon haben was sie da verursachen, Kühlung und Leistung wo man will. Evtl. findet sich auch der eine oder andere der den STM32 um weitere Funktionen füttert oder Rückinfo von prof. Produkten (ich habe den VESC auch schon bei E-Motorrädern gesehen, mit 150V und 300A Varianten), damit deren Input da auch als Option einfließt. Hier haben ja viele wegen der "niedrigen" 60V Spannungsgrenze der Standardversion moniert; auch das wurde ja im mikrocontroller.de Forum diskutiert und "gelöst". Diese wertvollen Feedbacks fehlen den Chinacontrollern denke ich zumeist.

Gruß
Sam
 
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--freeride--

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Heißt das die Aktuellen VESC können jetzt 14S? Oder muss man da selbst was basteln damit sie es können?
Wenn 14S Standard ist und die PAS Funktion geht, ist das der Controller :)
 
Hiasi

Hiasi

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Soweit ich es überblicke, gibt es da keine PAS-Funktion, sondern nur einen Anschluß für "Gas". Das PAS könnte aber ein winziger Arduino erledigen, und den Vesc per Uart steuern.

Edit: --> Quatsch, ich habe überlesen, daß es um die neuen Geräte geht. Sorry!
 
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triton-mole

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Zum VESC (4.12) hätte ich noch mal eine Frage:
Ich möchte den VESC an einem DD-Motor benutzen.
Wenn ich ihn jetzt so programmiere, daß ich Reku über ein Poti am zweiten Analogeingang steuern kann, was passiert dann, wenn gleichzeitig Gas gegeben wird und die Reku ausgelöst wird?
Normal würde ich erwarten, daß der VESc dann bremst, aber weiß jemand sicher, was dann passiert?
Vielen Dank schon mal für Eure Antworten!
 
S

Sam van Ratt

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Heißt das die Aktuellen VESC können jetzt 14S? Oder muss man da selbst was basteln damit sie es können?
Wenn 14S Standard ist und die PAS Funktion geht, ist das der Controller :)
Hi
der neue VESC6.x kann bis 70V ja, ABER keiner hindert dich daran andere FETs einzusetzen und mit 120V zu laufen. Es gibt einige offene Assemblierer und Erbauer für die VESC Versionen. Meiner hat z.B. seinen Zuschlag erhalten da er Kühlkörper an den FETs hat, was ich als unbedingt notwendig ansehe. Ein Projekt vor zwei Jahren hat auch einen 100V/300A Typ gebaut; die Daten waren damals im vedder.se Forum genannt inkl. PCB. Selbst wenn man nicht löten kann/will gibt es andere die das für geld gerne machen.
Gruß
Sam
Ergänzung:
Soweit ich es überblicke, gibt es da keine PAS-Funktion, sondern nur einen Anschluß für "Gas". Das PAS könnte aber ein winziger Arduino erledigen, und den Vesc per Uart steuern.

Edit: --> Quatsch, ich habe überlesen, daß es um die neuen Geräte geht. Sorry!
Hi; naja PAS ist immer noch nicht im Hauptstamm enthalten, ebenso wie viele normale ebike Funktionen (Bremse, Cruise,...). Mit den paar Bikern wird sich Hr Vedder wohl wenig um den Stamm kümmern, wenn die Skateboarder so dominant dort sind und damit indirekt ihn bezahlen. Wer gerne entwickelt und programmiert, der hat PAS schon intus und eine simple Sample&Hold Funktion habe ich schon angeboten mal zu testen/machen, wenn da nur Info/Wünsche zurück kämen.
Gruß
Sam
 
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Sam van Ratt

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Zum VESC (4.12) hätte ich noch mal eine Frage:
Ich möchte den VESC an einem DD-Motor benutzen.
Wenn ich ihn jetzt so programmiere, daß ich Reku über ein Poti am zweiten Analogeingang steuern kann, was passiert dann, wenn gleichzeitig Gas gegeben wird und die Reku ausgelöst wird?
Normal würde ich erwarten, daß der VESc dann bremst, aber weiß jemand sicher, was dann passiert?
Vielen Dank schon mal für Eure Antworten!
Hi
DD soll DirectDrive sein oder? Deinen GM dürfte ich in ähnlicher Version (MP3) haben, damit selbe Vorraussetzung.
WENN ich die Bremse endlich mal am laufen habe (die Programmierung und die HowTo Funktion erschließen sich mir als Elektroniker nicht wirklich, da die Doku leider für "lustige Steuerelemente" wie die Wii Steuerungen und Bluetooth Dongles erstellt wurden.
Aber im Endeffekt kann der VESC (V4.x+) sicher analogbremsen (zweiter Throttle), das wie erschloß sich mir noch nicht, bin aber akut dran. Mir reicht aber eine stupide Digitalbremse; ich fahre seit 2011 mit so einer, da gewöhnt man sich dran, außerdem kann mein Akku nur 1,5C beim laden und das sind "nur" 25A, was bei Geschwindigkeiten ab 20km/h schnell erreicht ist. Grundsätzlich (geht ja noch nicht) sollte Bremse immer alles andere Überschreiben; dürfte hier nicht anders sein. Mein int. des MP3 machte das so, der Kelly KBL ebenso, der VESC sollte das auch so machen. Im Realfall sollte es so aussehen, das du x Gas einstellst, die Bremse das aber überschreibt bei Auslösung (die Software erlaubt einen totraum, ab wann er wirklich auslöst und dann auch wie stark), bis du die Bremse wieder lossläßt und der Throttle wieder greift.
So toll die Möglichkeiten sind, fehlen mir bis dato einige Funktionen und mir geht die Zeit aus da noch lange zu probieren. Ein ext. Forumskontroller klingt da schon reizvoll, ist mir aber ein Dorn im Auge, da noch ein Bauteil was ausfallen kann da ist. In den 7 Jahren sind bisher 5 meiner Kontroller defekt gegangen, obwohl ich nur 250W raushole (beim MP3 lächerlich), alles ordentlich verbaut und gekühlt wird. Bisher waren immer totalausfall oder teilausfälle (Reku geht nicht mehr, die Regelung startet ohne Gas, ...), was mir nun endlich reicht, auf Billigkontroller zu verzichten. Die Kelly's machen einen ungewöhnlich soliden (wenn auch nicht sonderlich innovative) Eindruck, was es als Konkurrenz zum VESC noch gibt.
Mein Commitment zum VESC liegt in der Offenheit und eben der Langzeitverfügbarkeit. Mittlerweile gibt es ihn auch für gutes Geld unter 100EUR, auch als Doppelausführung und mit richtig guten FETs. Du hast ja evtl. auch deinen GM Motor an einer speziellen Gabel (meine Custom hat eine Passung für die 10mm Achse und dauert Ewigkeiten zum Entnehmen oder Einfügen) und schnell wechseln ist da kein Spaß.
Gruß
Sam
 
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triton-mole

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Bei der Programmierung sehe ich persönlich nicht das große Problem.
Ich habe am Trike mit Geriebemotor (Puma) einen FC vorgeschaltet, der ein Analogsignal für Gas an den VESC schickt. Am Getriebemotor hatte ich das Problem, daß der Freilauf gerne festklemmte. Haben ich dadurch gelöst, daß der FC beim Gaswegnehmen auf 0V geht und der Vesc auf Analog-Throttle mit Reku gestellt ist. Center-Wert ist dabei 0,1V. So geht der VESC immer in Reku, wenn der FC gas wegnimmt. Das klappt bestens, würde ich aber an einem DD-Motor (Ja, soll Direct-Drive heißen) nicht so haben wollen.

Mit dieser Methode ließe sich eine digital angesteuerte Reku leicht realisieren, indem ich den Bremskontakt als Schließer zum Kurzschließen der Gasleitung nutze. Evtl. mit Widerstand, um den Gasausgang des FC zu schonen.
Man könnte auch den Bremskontakt am VESC an den zweiten Analoganschluß hängen und diesen Eingang dann auf 3,3V aus dem VESC schalten, um das Bremsen einzuleiten.
Wie die Einstellung in der APP des Vesc jetzt heißt, heiß nicht mehr, aber es ist die gleiche Einstellung für Poti als Bremseingang.

Mir ginge es beim Poti als Rekusteuerung darum, die Bremskraft von hoch über mittel bis Null regeln zu können, aber immer noch über einen Bremsschalter auszulösen.
Ich kann bedenkenlos 20A Bremsen, für die ich aber satt bergab fahren muss. Mein jetziger Kontroller gibt mir bei 25 km/h nur 11A Peak, schnell fallend. Da wollte ich, wenn ich den VESC an den DD hänge, hatte ich die Hoffnung, durch höhere Phasenströme auch bei niedrigeren Geschwindigkeiten mehr Bremswirkung bekommen zu können.

Mein Kontrollerverschleiß hält sich bisher am DD-Motor in Grenzen. Am Anfang ist einer durchgebrannt. Ich habe dann auf einen stärkeren gewechselt, seitdem ist Ruhe.
Am Getriebemotor ist der VESc schoon der dritte Controller, weil die beiden anderen mir zu schwach waren und mich der VESC brennend interessiert hatte.
Schon klasse, wenn man den Controller dank der offenen Hard- und Software selber anpassen kann. Ich habe mir jetzt auch noch Bluetooth für den VESC gekauft, der aber noch nicht dran ist, weil ich zur Zeit am Trike einen kapitalen Bremsenschaden habe und auf die Reparatur der Bremsanlage bei Magura warten muss. Wenn die Bremsen wieder dran sind, kommt der SWXH wieder aus dem Trike raus und der Puma wieder rein und der VESC wird dann mit BT erweitert.

Für das Lastenrad mit DD-Motor liegt der VESC sammt BT-Modul schon in der Schublade. Da fange ich aber frühestens mit an, wenn das Trike wieder zuverlässig läuft. Ich werde nicht an meinem momentan einzigen E-Fahrrad rumbasteln und riskieren, daß es dann einige Tage nicht läuft. Ich mag nicht auf das Auto umsteigen müssen.
 
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labella-baron

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Ich kann bedenkenlos 20A Bremsen, für die ich aber satt bergab fahren muss. Mein jetziger Kontroller gibt mir bei 25 km/h nur 11A Peak, schnell fallend. Da wollte ich, wenn ich den VESC an den DD hänge, hatte ich die Hoffnung, durch höhere Phasenströme auch bei niedrigeren Geschwindigkeiten mehr Bremswirkung bekommen zu können.
Bei niedrigen Geschwindigkeiten wird das ineffektiv, da ja die Generatorspannung bei z.B. 6km/h nur ein Fünftel gegenüber 30km/h ist und somit der Phasenstrom fünfmal so hoch sein müsste. Wenn du hierbei z.B. 20A Akkustrom haben willst, muss der Motorstrom 100A betragen - die Verluste kann man dann über 100*Ri*100 auch ausrechnen; das macht keinen Sinn.
Ohnehin ist die Reku nicht für eine scharfe Anhaltebremsung z.B. bei einer auf Rot springenden Ampel zu gebrauchen.
Die zur Verfügung stehende Bewegungsenergie ist ja ohnehin gering, da die Geschwindigkeit quadratisch eingeht, bei einem Fünftel also nur 4% davon.

Ich habe meinen PhaseRunner auf 12km/h als Untergrenze eingestellt. Da ist der Nutzen noch ca. 10% gegenüber 40km/h. Und da ich auch "Auto-Reku" habe, wenn ich nicht pedaliere nervt die Reku dann beim Langsam-Rollen nicht ständig.
 
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triton-mole

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Wenn Du bei Reku von Effektivität redest, ist immer die Frage, worauf sich diese beziehen soll. In Bezug auf Energierückgewinnung gebe ich Dir völlig Recht. Ineffektiv. Mir geht es weniger um die Energierückgewinnung, sondern mehr um das Verzögern des Fahrzeuges, welches nie unter 150 Kilo wiegt, solange ich keine Schlankheitskur mache. Das Fahrzeug wiegt leer mit Akkus schon um die 60 Kilo. Das ist gut Bewegungsenergie drin. Wenn ich diese durch Reku "vernichte" (Im Sinne von "in irgendwas anderes umwandeln, egal was"), dann schont es meine Bremsen.

Ich will es halt mal probieren, weil ich es mit dem VESC kann. Ich vermute, daß mich die wenig intuitive Dosierbarkeit auf die Dauer eh stören wird und ich wieder auf wenig Reku und viel HS11 gehen werde. Im Prinzip kann ich mit BT-Modul auch auf ein Poti verzichten und einfach zum Testen mittels Mobiltelefon die Reku konfigurieren, bis sie mir gefällt.

Eine Auto-Reku würde ich, wie schon gesagt, beim DD-Motor nicht haben wollen. Ein Fahrrad muss ordentlich rollen, wenn nicht angetrieben wird. Fühlt sich sonst nicht nach Fahrrad an. (Finde ich zumindest.)
 
L

labella-baron

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Wenn Du bei Reku von Effektivität redest, ist immer die Frage, worauf sich diese beziehen soll. In Bezug auf Energierückgewinnung gebe ich Dir völlig Recht.
Ich hatte ja eingangs die niedrigen Geschwindigkeiten vorangestellt. Hierbei wird die Energie hauptsächlich in Wärme verwandelt. Das kann aber eine Scheibenbremse sehr viel besser und bergab wesentlich länger als es ein E-Motor kann.
Eine Auto-Reku würde ich, wie schon gesagt, beim DD-Motor nicht haben wollen. Ein Fahrrad muss ordentlich rollen, wenn nicht angetrieben wird.
Macht es doch - muss man halt pseudo-pedalieren.
Welcher zeitlichen Anteil einer Fahrradfahrt fällt auf den Fall dass man es nicht rollen lässt um langsamer zu werden oder bergab nicht wenigstens leicht verzögern möchte. Fast immer bewegt man die Pedale.
 
S

Sam van Ratt

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Hallo zusammen
Ich habe nun endlich das Konstrukt am laufen; der Throttle wurde von 1-4V mittels Widerstandsnetz auf 0,6-3,1V runtergetuned (3,3V max Input beim STM32); da dort auch PAS drinnen begraben ist habe ich meine alte Schaltung 1:1 übernommen. Ich habe nun 2 Monate mit einigen (VESC) Forumsfragen verbracht, aber die Antworten hielten sich in sehr überschaubaren Grenzen. Technische Infos waren eher sehr spärlich.
Meine ganzen Probleme bisher lagen an der Nutzuing von den ADC Funktionen und
a) einer schlechten Lötstelle am VESC 5V pin (throttle+PAS)
b) das die Bremse eine normale digitale (brake = Ground connect) wohl nicht vorgesehen ist, da ein simpler Pulldown/up Widerstand fehlt und damit der Eingang zig mal pro Sekunde die Bremse auslöste da mein ADC2 Spannung magisch anzieht (Einstreuung wohl durchs Board)

Damit auch zu " triton-mole":
ja das Teil kann wudnerbar mit Analogbremsen umgehen und reagiert in den paar Tests (throttle mal kurz umgesteckt) recht weich und damit recht nahe am Original.
Was ich an der Reku Bremse (auch simple ein/aus) so toll finde sind seine Verschleißlosigkeit und im Winter seine nie blockierende Funktion.
Ich fahre rund 15.000 km/Jahr und meine Magura MT2 Scheiben mußte ich alle 2 JAhre und die Beläge alle 10-12 Monate wechseln; seit 2011 (=Umstieg auf den MagicPie3) habe ich nun erst zweimal die Beläge gewechselt und die Scheibe ist noch gut dabei.
Die Reku Energie habe ich 2012 mal in Matlab simulieren lassen (85% Wirkungsgrad) und kam auf ernüchternde 2,x % Rekuperationsenergie, noch dazu mögen fast keine Akkutechniken die stoßweise Energiezufuhr wie sie beim schnellen Bremsen auftreten (daher habe ich noch 1,2Wh Doppelschicht Kondensatoren verbaut; die mögen das).

Jetzt stört noch der (rote LED) Fault beim instant 0-100% Start (langsam geht) und die Cruise Funktion (ich fahre eine Strecke fast 15 Min ohne Straße/ampel und Co); mal sehen wann es mich nervt. Der FC klingt immer noch attraktiv, hat aber auch so seine Eigenheiten.

Gruß
Sam
 
L

labella-baron

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Crystalyte 209, LiFePo 36V 4,6Ah von A123
kam auf ernüchternde 2,x % Rekuperationsenergie, noch dazu mögen fast keine Akkutechniken die stoßweise Energiezufuhr wie sie beim schnellen Bremsen auftreten (daher habe ich noch 1,2Wh Doppelschicht Kondensatoren verbaut; die mögen das).
Hallo, erinnere mich an deine Beiträge von damals. Sind inzwischen 1,2Wh erschwinglich?
Von welchen Fahrzeug schreibst du - immer noch dem Velomobil abgeneigt? Ich bremse jetzt schon geraume Zeit mit bis zu 1kW in 2,5Ah LiFePO.
Hast du diese Simulation schon gesehen?
 
S

Sam van Ratt

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Hi labella-baron,
nein Erschwinglich dürfte durch die geringe Nachfrage und die schleppende Weiterentwicklung weiterhin nicht im üblichen Preis/Leistungs/Größenrahmen sein. Die 1,2Wh sind genauso groß wie die 510Wh LiFePO4 und damit in keinem Verhältnis. Ich hatte sie halt "übrig" und Gewicht ist da lächerlich (wiegt ja fast nichts bis auf den Alubecher). Bei meinem Standard (Diamant-)Fahrradrahmen mit dickem Lastenkorb spielt Größe/Gewicht keine Rolle mehr und beim Design ist jede Diskussion da zu ENde; Reines FUnktionsmodell...
Die Simulation war mir neu, ist aber bei mir aus der Not entstanden Sinn und Unsinn zu beurteilen. Ich habe viel Aufwand in einen DD gesetzt, welcher Reku kann und wollte naja das technicsh maximale daraus machen. Sinn ist eher sehr dürftig. Ich habe damals ein GPS Navi benutzt welches noch eine einfache csv Datei rausläßt und ein Diff-GPS intus hat und damit auf knapp 1m genau Höhe auch bestimmt; das dann mit dem Wirkungsgrad (der MP3 ist da recht ordentlich und selbst mit dem recht einfachen ESC vom MP3 kommt da ordentlich was zurück) je Strecke. Für 2.x% so einen Aufwand treiben kommt erst bei hoher Masse (Auto) zum tragen und ständigem Stop&Go. Ich habe rund 15km in denen ich nicht anhalten oder ähnliches muss und dann noch so 10km Stadt rein, wo aber auch lange Wege vorkommen.
Ich will damit nur relativieren das es viel bringt da viele kg reinzustecken.

Mein Akkupack von 2011 ist immer noch der selbe und hat nun gut 2800 Ladungen hinter sich. Bei noch so 91% Kapa darf ich durchaus auch das nette Laden/Entladen (max 0,7C Entladung und max. 0,5C Ladung bei Reku, sonst 1/10C Ladung) dafür verantwortlich ist. Das ist aber alles meiner Sparsamkeit geschuldet :)
Ich bin gerade dabei LTO Zellen mit zu verwenden (die würden 1:1 Hand in Hand mit den Doppelschicht gehen und ich könnte dann mit einem Balancer arbeiten, statt zwei getrennten Modulen wie bisher), als Ersatz wenn mal eine Zelle den ganzen Block unsinnig macht (die Original Zellen gibt es längst nicht mehr zu kaufen).
Deine Reku: es gibt bestimmte LiFePO4 Akkus wie die A123, welche diese Schockladung vertragen (Afair Glasschicht über der Anode) und lange mitmachen, aber die meisten leiden recht kräftig darunter. LTO Zellen mögen das sogar und sind schwer zu ramponieren. Die 1000 Testzyklen die ich mit Toshiba SCIB gemacht habe, sind Verfallswertelos vorbeigezogen und haben mich bis auf viel Strom nichts lernen lassen. Pb machen das ja auch gerne mit, aber die meisten mögen das eben nicht.

Velo: klingt mal unglaublich attraktiv. Ich bin mal so 1990 auf der Tour de Solar in CH damit rumgefahren, es fühlte dich aber immer recht ungewöhnlich an und es war schön, bin dann aber doch wieder bei Standard (ein Fendt...) gelandet und damit auch glücklich geworden/geblieben. Als ich dann 2008 das Tripendo (daher kamen dann viele meiner Forumseinträge, da ich echt einsteigen wollte) kennenlernte und auch mit Frank (afair) dem Entwickler recht engen Kontakt hatte plante ich lange (kostet ja doch so als Basis rund 5TEUR) hin und wie ich es dann gleich mit zwei Frontmotoren ausstatte und hin und her. Leider ist der Kontakt zu Frank dann recht schnell eingeschlafen und damit kam kein Tripendo raus; dann kam ich zur Greenmachine, was aber vom Transport schwierig wird (muss teils große Sachen transportieren, was mit Korb und teils drauflegen und schieben geht; bei der GM nicht. Dann habe ich auf der Messe den rattenscharfen (Schwarz/weiß) Orca gesehen und da habe ich gerade meinen Einkauf zum Umbau meines Hartje hinter mir und damit wurde alles aufgeschoben. Mir fehlt auch der Platz um mehr als ein Rad hinzustellen (Mietshaus) und selbst das ist jeden Tag im Freien..

Die Zeiten wo ich für Hartje, Mifa oder DerbyCylces testfahren durfte (und damit immer 1-3 Räder auf Lager) ist leider vorbei. Und wenn man einmal vom Mainstream weg ist ("ich bau das selber") und lernt sich dort wohlzufühlen ("tja bei mir tritt das nicht auf") hängt man auch nicht ständig in der Technik der HErsteller rum um nicht vorhandene Probleme ("nur Carbondrive wird das lösen") abzuwarten.

Gruß
Sam
 
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labella-baron

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Deine Reku: es gibt bestimmte LiFePO4 Akkus wie die A123, welche diese Schockladung vertragen (Afair Glasschicht über der Anode) und lange mitmachen, aber die meisten leiden recht kräftig darunter.
labella-baron schrieb:
Velo: klingt mal unglaublich attraktiv. Ich bin mal so 1990 auf der Tour de Solar in CH damit rumgefahren
Dort war ich 1988 mit dem Langlieger und habe zugeschaut.

Eine Menge Stichworte in deinem Beitrag, welche ich erst recherchieren muss. Ich vermute, dass du derzeit die Doppelschichtkondensatoren bei niedriger Spannung lädst und sie trickreich mit Halbleiterschaltern mit der übrigen Elektrik verbunden sind. Was für ein Bauvolumen kommt da eigentlich bei 1,2Wh zusammen? Edit: Wenn ich das richtig lese das gleiche wie beim Akku mit 500-facher Kapazität.

Bedanke mich für deinen "technischen Lebenslauf" (y)
 
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Sam van Ratt

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Dort war ich 1988 mit dem Langlieger und habe zugeschaut.

Eine Menge Stichworte in deinem Beitrag, welche ich erst recherchieren muss. Ich vermute, dass du derzeit die Doppelschichtkondensatoren bei niedriger Spannung lädst und sie trickreich mit Halbleiterschaltern mit der übrigen Elektrik verbunden sind. Was für ein Bauvolumen kommt da eigentlich bei 1,2Wh zusammen? Edit: Wenn ich das richtig lese das gleiche wie beim Akku mit 500-facher Kapazität.

Bedanke mich für deinen "technischen Lebenslauf" (y)
Doppelschicht: ich habe 12 Stück (a 100F) in Kaskade un einem xy Chip von NationalSemi (keine Ahnung mehr auswendig welche), welche parallel kaskadiert liegt und damit die 28V Leerlaufspannung 1:1 aufnehmen kann. Ich spare mir damit die zahlreichen Switche um die Pegel anzupassen. Mittlerweile gibt es ja schon Supercaps, welche die doppelte Menge aufnehmen auf dem Volumen, aber real sind die mit hohen Ri verbunden, wodurch der ideale Speicher auch noch weit entfernt ist, ABER sie mögen gerne Ströme mit 50A über einige Sekunden aufnehmen und mehr kann ich bei rund 120kg Gewicht und so 26km/h auch nicht liefern. Mit den 2,5V LTO Zellen wäre das schon recht attraktiv.
Bauvolumen ist bei mir rund 20*10*10cm^3 nur der Puffer ohne die Dioden (FETs) dazwischen; Gewicht ist mit 600gr eher lächerlich.

Ich habe 2000 rum mit LiIon (Mn) angefangen und die Zellen waren einfach zu schnell durch (2-3JAhre). Bei der Beschaffungsproblematik (Preis, Spezialversand, Woher und an Privatperson) damals bin ich einfach sehr vorsichtig geworden, obwohl die Herstellungstechniken deutlich besser geworden sind und es heute die Zellen im Kaufhaus gibt. Das prägt mich bis heute.

Auf der Tour Del Sol war ich nur als Besucher mit einem Kollegen und seinem Stirlinggefährt. Da durfte ich dann auch mal andere Bikes (eben Liegeräder mit Vorne/hinten PV Zellen dran)=Liegeräder fahren. Also recht überschaubar. Als Greenpeace Aktivist aber damals ein guter Schub, das es Wege gibt und man sie nur umsetzen muss. Ich kannte vorher andere Arten (non Diamant) nur vom Namen her.

Gruß
Sam
 
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Sam van Ratt

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Doppelschicht: ich habe 12 Stück (a 100F) in Kaskade un einem xy Chip von NationalSemi (keine Ahnung mehr auswendig welche), welche parallel kaskadiert liegt und damit die 28V Leerlaufspannung 1:1 aufnehmen kann.
Es ist ein Chip je Cap, habe ich missverständlich geschrieben; die gibt es mittlerweile aber auch diskret aufgebaut (FET, R und Steuerung) als Streifenplatine (und kosten weniger als 10er Pack als ich je Chip+FET gezahlt habe. Naja der Preis der Speerspitze. 2011/12 waren UCs und Balancer noch recht ungewöhnlich, allein schon wegen des Preises; heute ist das verfügbare Massenware.
 
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Hiasi

Hiasi

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Ich störe eure Profi-Diskussion (von der ich intellektuell kaum was verstehe) nur ungerne, aber erscheint mir als eine gute Gelegenheit: Wofür sind die Kondensatoren am Akku-Eingang des VESC? Hat das was mit der Reku zu tun?
Danke, Hias.
 
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Sam van Ratt

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Ich störe eure Profi-Diskussion (von der ich intellektuell kaum was verstehe) nur ungerne, aber erscheint mir als eine gute Gelegenheit: Wofür sind die Kondensatoren am Akku-Eingang des VESC? Hat das was mit der Reku zu tun?
Danke, Hias.
Hallo Hias
nein, wie fast alle Elkos dient er rein der Pufferung. Der VESC setzt auf scharfes takten, was die Belastung der Stromzufuhr erschwert. Daher puffert er wie typ. alle Switchregler (jeder ESC im Prinzip) direkt vor der Endstufe ((FETs typisch) so gut es geht. Für Reku ist das alles ungeeignet (Energiebilanz). Da Elkos auch noch schlechte ESR Werte haben (hoher Ri) wird direkt an den FETs normal erneut gepuffert, dann aber eher im untersten uF Bereich. Die Kondensatoren bügeln die Stromspitzen weg. Damit kann der VESC auch recht genau messen, was seinen Energietransfer betrifft. Wenn man die Sensorik darin ansieht ist es recht beachtlich zu sehen was mit den paar Bauteilen da ausgewertet wird.

Auch wenn mein MP3 noch zuckt von 0 auf 100% ist es doch beachtlich zu sehen wie die Autoerkennung die Hardware anpassen konnte, denn laut Hersteller gibt es keine Möglichkeit diesen auf FOC anzupassen (vielleicht auch billige Ausrede, damit der MP4+5 gekauft werden sollte, anstatt einem 2013er Modell noch Krücken zu verpassen).

Gruß
Sam
 
Hiasi

Hiasi

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Dankeschön! :)
 
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Sam van Ratt

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Bei der Programmierung sehe ich persönlich nicht das große Problem.
Ich habe am Trike mit Geriebemotor (Puma) einen FC vorgeschaltet, der ein Analogsignal für Gas an den VESC schickt. Am Getriebemotor hatte ich das Problem, daß der Freilauf gerne festklemmte. Haben ich dadurch gelöst, daß der FC beim Gaswegnehmen auf 0V geht und der Vesc auf Analog-Throttle mit Reku gestellt ist. Center-Wert ist dabei 0,1V. So geht der VESC immer in Reku, wenn der FC gas wegnimmt. Das klappt bestens, würde ich aber an einem DD-Motor (Ja, soll Direct-Drive heißen) nicht so haben wollen.

Mit dieser Methode ließe sich eine digital angesteuerte Reku leicht realisieren, indem ich den Bremskontakt als Schließer zum Kurzschließen der Gasleitung nutze. Evtl. mit Widerstand, um den Gasausgang des FC zu schonen.
Man könnte auch den Bremskontakt am VESC an den zweiten Analoganschluß hängen und diesen Eingang dann auf 3,3V aus dem VESC schalten, um das Bremsen einzuleiten.
Wie die Einstellung in der APP des Vesc jetzt heißt, heiß nicht mehr, aber es ist die gleiche Einstellung für Poti als Bremseingang.

Mir ginge es beim Poti als Rekusteuerung darum, die Bremskraft von hoch über mittel bis Null regeln zu können, aber immer noch über einen Bremsschalter auszulösen.
Ich kann bedenkenlos 20A Bremsen, für die ich aber satt bergab fahren muss. Mein jetziger Kontroller gibt mir bei 25 km/h nur 11A Peak, schnell fallend. Da wollte ich, wenn ich den VESC an den DD hänge, hatte ich die Hoffnung, durch höhere Phasenströme auch bei niedrigeren Geschwindigkeiten mehr Bremswirkung bekommen zu können.

Mein Kontrollerverschleiß hält sich bisher am DD-Motor in Grenzen. Am Anfang ist einer durchgebrannt. Ich habe dann auf einen stärkeren gewechselt, seitdem ist Ruhe.
Am Getriebemotor ist der VESc schoon der dritte Controller, weil die beiden anderen mir zu schwach waren und mich der VESC brennend interessiert hatte.
Schon klasse, wenn man den Controller dank der offenen Hard- und Software selber anpassen kann. Ich habe mir jetzt auch noch Bluetooth für den VESC gekauft, der aber noch nicht dran ist, weil ich zur Zeit am Trike einen kapitalen Bremsenschaden habe und auf die Reparatur der Bremsanlage bei Magura warten muss. Wenn die Bremsen wieder dran sind, kommt der SWXH wieder aus dem Trike raus und der Puma wieder rein und der VESC wird dann mit BT erweitert.

Für das Lastenrad mit DD-Motor liegt der VESC sammt BT-Modul schon in der Schublade. Da fange ich aber frühestens mit an, wenn das Trike wieder zuverlässig läuft. Ich werde nicht an meinem momentan einzigen E-Fahrrad rumbasteln und riskieren, daß es dann einige Tage nicht läuft. Ich mag nicht auf das Auto umsteigen müssen.
Hi triton-mole
du hast da prinzipiell zwei Möglichkeiten:
a) du setzt den ADC2 auf 0-3,3V und via Poti definierst du den Wert. Mit der (digital)Bremse leitest du dann bei bedarf diese Spannung wirklich zum ADC2 weiter, sonst bekommt der Eingang nur seinen hochohmigen Pull-up oder pull-down Widerstand gegen 3,3V , bzw. Masse damit die Bremse sicher nicht floatet und greift (wie bei meinem Originalproblem mit dem VESC).
oder
b) du nimmst gleich einen (thumb)Throttle und bremst halt analog wie bei normalen Bremsen auch. Leider kenne ich bisher nur sehr unanalog liefernde Throttles, nicht vergleichbar mit einem linearen Poti.


b) fände ich super (Feeling und GEwöhnung), aber ich habe keinen Platz mehr bei mir am lenker um nochwas ranzukriegen. Daher habe ich eben einen festen Wert (10A) drinnen und löse den entsprechend nur aus. Da ich seit 2011 so fahre gewöhnt man sich auch daran.

Gruß
Sam
 
Thema:

VESC - Sensorloser FOC-Controller Open Source

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