Versicherer wollen Pedelecs drosseln

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von wolbauer, 12.07.18.

  1. Wer soll das denn alles kontrollieren? Versicherungspflicht, Drosselung, mögliche Eigenleistung, Fahrerlaubnis, körperliche Befähigung... Ist m.E. nicht durchführbar und damit wird sich auch (so schnell) nichts ändern.

    Viele Grüße, Stephan
     
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  2. KuNiRider

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    Irgendwie findet man keine glaubhafte Statistiken:(
    Der E-Bike-Bestand steigt jährlich um ca 25% also weitaus mehr als die Fahrradtoten. Nach einer Quelle waren abwaren aber nur 55Tode auf Pedelecs unterwegs!
    Dass Jugendliche und Senioren häufiger und schwerer verunfallen ist bei allen Fahrzeugen so.
    Also wird diese Sai gerad durchs Dorf gegrieben, weil Sommerloch ohne Deutschland in der WM
     
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  3. GiosCompact

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    Nachdem ich diesen Bericht des SWR gelesen hatte fiel es mir schwer die Contenance zu bewahren.
    Egal zu welchem Thema auch immer - es wird unreflektiert und indifferent herumpauschalisiert.
    In diesem Fall von einem "Unfallforscher", der auf dem Gebiet keinen wissenschaftlichen Titel trägt.
    Ein gelernter Kfz-Mechaniker und studierter Politikwissenschaftler - nicht der erste Bock der zum
    Gärtner gemacht worden ist. :ROFLMAO:

    Kein Ansatz der Analyse bezüglich der Unfalltoten Pedelecfahrer und der Umstände.

    Kein Ansatz ein schlüssiges Konzept zu erarbeiten, um das Problem nachhaltig zu lösen.

    Stattdessen eine pauschale Diskrimierung - gehts noch?

    Nachdenkliche Grüße!

    Karl
     
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  4. newbeat

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    wenn das kommt mach ich ein startup: Tuning für Seniorenpedelecs :D
     
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  5. quernetz

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    Wenn man die Sache mal weiter denkt und überträgt ergibt sich weiterer Unsinn:
    • Wer nicht mehr ohne Unterstützung gehen kann, der darf auch keinen Rollator benutzen.
    • Wer überhaupt nicht mehr gehen kann, darf keinen Rollstuhl benutzen.

    Es fehlt an jeglichem Zusammenhang zwischen Tretkraft und Reaktionsvermögen. Ein Mensch, der ohne Unterstützung nur noch 10 km/h fahren kann, kann durchaus in der Lage sein, entsprechend 25 km/h zu reagieren - und umgekehrt.

    Hinzu kommt, dass der ältere Mensch - solange er nicht vollkommen "tüddelt" - aufgrund der Lebenserfahrung besser vorausschauen kann. Klar, die Reaktionsfähigkeit lässt mit dem Alter nach, aber wir reden hier von 25 km/h mit einem Gesamtgewicht von um die 120 kg oder weniger und nicht von 200 km/h mit einem 2.000 kg SUV sowie der zugehörigen Gefährdung.

    Abgesehen davon sind die meisten Unfälle mit Pedelecs durch andere Verkehrsteilnehmer verschuldet und nicht durch die Pedelecfahrer.
     
  6. Rollerfahrer

    Rollerfahrer

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    Das Problem ist ja nur das die China Controller für Deutschland völlig falsch verkabelt sind. Die Bremshebelabschalter
    müssten hier so wirken das der Motor in keinen Fall läuft wenn nicht beide Bremsen voll angezogen sind.
    :D:ROFLMAO::D
    Wenn noch weiter reguliert wird, schlage ich vor Pedelecs erst ab 80 Jahren zu benutzen, dann sind die Konsequenzen bei eventuellen Gesetzesübertretungen
    in den meisten Fällen nicht mehr so lange zu ertragen.
     
  7. Klein Andy

    Klein Andy

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    In meiner Gegend gab es in diesem Jahr bereits 3 Unfälle mit schwerverletzten Pedelecern.
    Der erste fuhr verkehrt durch eine Einbahnstraße, wo dies für Radfahrer durch ein entsprechendes Verkehrszeichen aber ausdrücklich erlaubt ist. Ein Autofahrer hat rückwärts ausgeparkt und nur in die Richtung geschaut, aus welcher in der Einbahnstraße üblicherweise die Autos kommen. Pedelecer schwer verletzt, trug keinen Helm.
    Der zweite für eine abschüssige Straße herunter und eine Autofahrerin kam aus ihrer Hofeinfahrt, ohne überhaupt zu schauen, ob was kommt. "Da kommt sonst nie was."
    Der dritte wurde auf einer engen Straße zwischen 2 Dörfern von einem älteren Autofahrer einfach umgefahren. Tiefstehende Sonne als Ausrede. Vermutlich hat der Autofahrer die Kurve geschnitten, es gibt dort aber auch keine Mittellinie.

    Unfall eins und zwei wären wohl auch mit "begrenzten" Pedelecs nicht zu verhindern gewesen, ging ja jeweils bergab, da braucht es keinen Motor. Beim dritten war es auch egal wie schnell er war, wenn er von einem Auto weggebügelt wurde.

    Vielleicht für zukünftige Autos interessant, jedenfalls bis diese autonom fahren: Vor dem Start ein automatischer Reaktionstest und gemessen daran eine Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit?
     
  8. Fripon

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    Zur Zeit nur mein Winterpdelec
    Hallo miteinander,
    Die erste Hälfte des Problems ( Anfahrschwäche ) läßt sich ganz einfach lösen.
    Gasgriff erlauben der auch ohne Treten funktioniert und schon ist die Anfahrschwäche weg! (y)
    Die zweite Hälfte ( Anhalteschwäche ) ist bedeutend schwieriger.
    Die Lowtech Lösung wären wohl Stützräder für den Anfang ca. 1 bis 3 Monate Demontage wenn drei geübte Radfahre dies befürworten ( es könnte aber an der Akzeptanz mangeln ). :whistle:
    Die Hitechlösung/en können sich ja all die :
    Ings.,Versicheungs Jogel,Google,die Autoindustrie ( haben ja bald nichts mehr zu tun weil das Auto ein Auslaufmodell ist ),
    Heilsbringer wie der Verfasser des eingangs erwähnten Artikels ausdenken.
    Man könnte dann ja auch gleich noch die Fahrlehrer und den Tüv einbinden und schon hätten wir wieder eine 1 A Gelddruckmaschiene. :whistle:
    Der Bereich des normalen fahrens ist meist kein größeres Problem,es darf nur nicht plötzlich unübersichtlich werden.

    Gruß Fripon
     
  9. greeny66

    greeny66

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    Der Unfallforscher sagt ja, wenn man nur 15kmh mit Muskelkraft erreichen würde steht auch die Unterstützung nur bis 15 kmh zur Verfügung. Im Umkehrschluß bedeutet das aber auch, wenn man mit Muskelkraft 50 kmh errreichen kann, würde man auch bis 50 kmh Unterstützung bekommen.
     
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  10. DJTornado

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    Echt jetzt
     
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  11. wolbauer

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  12. Chrisol

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    Du meinst den Verstorbenen?
     
  13. Norane

    Norane

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    Bevor man die Pedelecs in der Art verlangsamt stellt sich doch erstmal die Frage:

    Ist eine Korrelation zwischen (verbleibender) Körperkraft und (verbleibendem) Reaktionsvermögen überhaupt wissenschaftlich belegt?

    Und ferner: Ist es nicht besser Senioren mit reduziertem Reaktionsvermögen bewegen ca. 120kg durch die Gegend mit 25km/h als 2 Tonnen mit 100km/h (im Auto)?
     
  14. Hi,

    wer sich so etwas ausdenkt, der hat eine Gelddruckmaschine im Hinterkopf.
    Die Versicherungen haben ihre Lobbyisten in Berlin angewiesen, die Politik auf die Pedelecfahrer anzusetzen.
    Mit Bausparverträgen, Risterrente oder Lebensversicherungen ist kein Geld mehr zu verdienen, also brauchen sie eine Kuh, die gemolken werden kann.
    Und die Politik steigt ein und man verweist auf Statistiken, die ich nicht selbst gefälscht habe.
    Wer die Unfälle, in den Medien verfolgt, stellt fest, dass die meisten Pedelecunfälle, ich schätze mal 2/3 von anderen Verkehrsteilnehmer verschuldet bzw. verursacht werden.
    Wir haben in letzten Jahren ein Boom an solchen Pedelecs oder Ebikes und dann werden die Unfälle nicht mal mit dem Mehraufkommen hochgerechnet.

    Mir fällt hierzu nichts mehr ein. Doch der Dieselskandal: den Lobbyisten der Autoindustrie ist es gelungen das Problem auf den Verbrauche abzuwälzen.

    Mit so wenig Hirn kann jeder regieren, aber Geld stinkt offenbar nicht.
     
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  15. onemintyulep

    onemintyulep

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    Das ist Teil einer Kampagne. Anderes Beispiel von gestern:
    https://www.stuttgarter-zeitung.de/...ten.c1958ad2-1dd2-4469-ac3f-093dd78583c0.html

    Keine Inbezugsetzung zur steigenden Anzahl der "E-Bike" Nutzer.

    Interessanterweise ist das sogar ein Artikel mit lokalen Quellen und eigener Autorin.
    Aber die Bildquelle: dpa :)

    Ich nehme an die Stakeholder haben über die dpa einfach die Veröffentlichung dieser Statistik des Bundesamts lanciert, was solche Artikel motiviert, die man momentan zuhauf findet.
    Die schiessen echt aus allen Rohren.

    PS: Ich lanciere mal selbst ein paar Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamts...
     
    Zuletzt bearbeitet: 13.07.18
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  16. Ich

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    Die Deutschen sollten sich vielleicht alle mal einen Michelinmännchenanzug kaufen, weil das Leben dann sicherer ist.

    Aber mal im Ernst:
    Muss das Leben immer ideotensicherer werden?
     
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  17. Jaap

    Jaap

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    Solange bei 75% der Radfahrer/Auto Unfälle die Schuld beim Autofahrer liegt bringt eine Leistungsreduzierung am Pedelec nichts.

    Wobei der auch kein Wort verliert wie der bei den Pedelecs mit Geschwindigkeitsstufen (und die dürften viel problematischer zu fahren sein) das Problem lösen will.
    Aber die kennt der halt nicht.
     
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  18. Ich

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    Eine neue rechtliche Reduzierung der Motorunterstützung über 15Km/h könnte einige Probleme mit sich bringen.
    1. Bestandsschutz bestehender Pedelecs
    2. Kontrolle, wann ein im Straßenverkehr kontrolliertes Pedelec in Umlauf gebracht wurde
    3. Boom auf dem Pedelec Gebrauchtmarkt, weil die dann schneller fahren dürfen (Bestandsschutz)
    4. Boom auf dem Ersatzteilemarkt, weil die Gebrauchtpedelecs dann erhalten bleiben müssen.
    4. Boom auf dem Tuningmarkt, um neue Pedelecs von 15Km/h auf 25Km/h zu tunen, kann ja kaum einer kontrollieren, ob es vielleicht älter ist und noch Bestandsschutz genießt

    Ich denke, eine Geschwindigkeitsreduzierung von 25 auf 15 Km/h ist aus genannten Gründen praxisuntauglich.
    Ich könne mir aber gut vorstellen, dass man langfristig eine Pflichtversicherung für Pedelecs einführt, ebenso wie eine Helmpflicht.
    Gegen eine Helmpflicht würde sich kaum jemand wehren, hat damals beim Mofa auch kaum jemand gemacht.

    Ich bin zwar gegen ein Helmpflich und auch gegen eine Versicherungspflich, aber das wird die Gesetzgeber nicht interessieren.

    Ergänzender Hinweis zu meinem Beitrag:
    Dass eventuell geplant ist, bei einer Mindesteigenleistung auch über 15Km/h, vielleicht sogar bis 30 oder 32Km/h Unterstützung bereitzustellen, halte ich für unrelevant, weil dann ein großer Teil (natürlich nicht alle) der eigentlichen Zielgruppe von Pedelecs (alte, kranke oder schwache Menschen) nicht in den Genuss der Unterstützung bei über 15Km/h kommen, weil ihnen die Kraft dann fehlt, um den härter eingestellten Drehmomentsensor zur Leistungsfreigabe zu bewegen.
     
  19. DJTornado

    DJTornado

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    Mofas hat auch nicht die "gehobene Mittelschicht" und aufwärts gefahren sondern hauptsächlich Jugendliche. Bei eBikes ist der Anteil der älteren Besserverdiener deutlich größer, die haben auch eine größere Lobby als 15 jährige.
     
  20. Chrisol

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    5. Boom bei geklauten Pedelecs, die noch 25 km/h fahren dürfen;)
     
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