Verkehrswende in Sachsen?

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trifi70

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Ich denke auch: das ist einfach eine Möglichkeit, es besteht ja kein "Zwang" für jeden. Niemand der bisher mit dem Fahrrad kommt, wird jetzt plötzlich mit dem E-Auto vorfahren, nur weil er kostenlos laden kann. Einfach ein Baustein im großen Puzzle. Und wenn vl. 5-10% der Mitarbeiter das mehr oder weniger regelmäßig nutzen, ist das doch eine gute Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln. Für potentielle Nachmacher. Irgendwo müssen wir ja anfangen :)
 
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cephalotus

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In anderen Großstädten geht es doch auch, teilweise völlig kostenlos. So lange es für Priviligien Staatsbedienteer reicht ist das ganze heuchlerisches Gewäsch. Der Plebs mag sich auf sein rostiges Radl schwingen während die Besoldungsstufe im Tesla vorfährt
Mann, Du bist so ein negativer Typ. Meckern. Mechern, meckern.... Die ganze Welt ist doof und scheiße.

Gibt es eigentlich irgendwas, was Du gut findest?

Der ÖPNV in Dresden ist meiner Ansicht nach ziemlich gut und auch innovativ. Wenn man ihn weiter verbessern will braucht es ein noch dichteres und größeres Streckennetz, höhere Taktung in Stoßzeiten und zusätzliche moderne Fahrzeuge, also z.B. e-Busse.
Das alles kostet viele Millionen Euro.
Wo zum Teufel soll der Sinn sein, die Ticketpreise eines gut genutzten ÖPNV jetzt künstlich zu verbilligen, auf dass Millionen Euro an Verlust eingefahren werden. Ich dachte der ÖPNV soll besser werden und nicht schlechter?
Wenn dann könnte man über verbilligte Preise während der Nacht o.ä. nachdenken, wenn die Auslastung niedrig ist, dass da dann z.B. ein Kurzstreckenticket für eine Zone gilt.

Zum Laden an Behördenstandorten. Das SIB errichtet dort derzeit mehrere hundert Lademöglichkeiten für Fuhrparkfahrzeuge, Mitarbeiterfahrzeuge und evtl. auch Gäste. Ich weiß auch die Details dazu, glaube aber die sind nicht publiziert.
Jedenfalls ist es eine Infrastrukturkosten- aber auch massive Verwaltungsfrage, Fahrzeuge bzw. Personen an diesen Ladepunkten zu identifizieren und Strom an diesen Ladepunkten abzurechnen.

Sicherlich wird Strom verschenken keine ewige Lösung sein, aber es kann Anreize schaffen. Der Staat fördert alles mögliche, auf Bundesebene z.B. 6000 Euro für den Kauf eines ePKW. Warum also nicht Ladeinfrastruktur und Fahrstrom bereit stellen. das ist doch eine super Sache und kann gerade für viele Stadtbewohner ohne Lademöglichkeit zuhause attraktiv sein.

Natürlich muss man ggf. Missbrauch beobachten. Es kann nicht sein, dass Leute dort ihre ePKW voll laden und über eine bidirektionale Schnittstelle dann auch gleich noch den Haushaltsstrom für daheim mit abzapfen, aber die Gefahr dürfte momentan gering sein.

In der Anlaufphase der ersten Jahre ist das halt ein einfacher, kostengünstiger und pragmatischer Weg. Die Ladeinfrastruktur wird man dann n weiteren Schritten für Lastmanagement ertüchtigen, Identifizierungs- und Abrechnungsmöglichkeiten schaffen und hoffentlich die Liegenschaften wo immer möglich mit reichlich Photovoltaik ausstatten. Strom an Ladepunkten gilt ja als Eigenverbrauch, egal wer lädt.

Prinzipiell war/bin ich auch dagegen Strom zu verschenken (ich finde das auch bei ALDI & Co oder bei Tesla blöd), aber es ermöglicht halt den Aufbau von Ladeinfrastruktur bevor die teils rechtlich sehr komplizierten Fragen gelöst sind, die beim Abrechnen anfallen können. Soll man also jetzte rstmal 5 Jahre warten und nichts tun?
Und wenn jetzt 5 Jahre lang 200 oder vielleicht sogar 500 Mitarbeiter sich einen ePKW anschaffen und auf Arbeit laden können ist es doch gut. Wenn das "überhand" nimmt kann man ja mit überschaubarem Aufwand gegensteuern. Wenn man z.B. die Ladeleistung auf 2kW drosselt oder so drosselt dass nur selbst erzeugter Solarstrom geladen wird begrenzt man auch die finanziellen Vorteil.

Und wenn Ladeinfrastruktur für Gäste der Behörden mit anfällt ist das doch auch okay.

Erstmal selber was Besseres ausdenken als immer nur meckern.

MfG
 
Ich weiß nicht, ob bei ner Landesbehörde alle Mitarbeiter nen Dienstwagen haben, alle mit Pkw zur Arbeit kommen, für jeden mit Pkw erscheinenden ein Parkplatz bereit steht und dann noch für die mit E dann noch ne Ladesäule bereit ist? Das wird
Die allerwenigsten Angestellten und Beamten der Landesbehörden haben einen Dienstwagen.

Die Dienstwagen der Fuhrparks sind ein ganz eigenes Thema.

Es geht hier um das Laden von Privatfahrzeugen der Mitarbeiter bzw um das Laden von Gästen der Behörden.

Dass man, dort wo möglich, Ladeinfrastruktur für diese Personen erreichtet dürfte doch hoffentlich nicht auf Kritik stoßen? was soll daran schelcht sein?

Natürlich parken viele Mitarbeiter auf öffentlichen oder privaten Parkplätzen, die nicht dem Land gehören, da kann man dann natürlich auch nichts an Ladeinfarstruktur errichten.

Da müßte ja ein extra Bereich für E-Autos zum Laden eingerichtet werden. Und ob das dann im Haushaltsplan so einfach mal aufgenommen und realisiert wird? Da habe ich meine Zweifel. Wir reden ja hier nicht von Stromkosten, sondern von Baukosten. Die dürften nicht unerheblich sein.
Bei den klammen Kassen, wird das schon ne Rolle spielen. Ich sehe das dann eher bei nem geringen Personenkreis und das dann auch nicht als Selbstfahrer, also Fuhrpark ner Behörde.
Das SIB war schon vor dem Koalitionsvertrag beauftragt mehrere hundert solcher Ladeinfrastrukturpunkte zu erreichten dort wo dies möglich ist. Das unterscheidet sich halt von Fall zu Fall. Es handelt sich dabei um 22kW AC und die sind als Wallbox & Co idR spottbillig.
Parkplätze am Standort im Besitz des Landes selbst zuzuordnen ist ein simpler Akt.

Überhaupt nicht simpel ist stattdessen als Behörde Strom an seine Mitarbeiter zu verkaufen. Unlösbar ist das aber vermutlich nicht. Privatgespräche vom Dienst Telefon kann man z.B. auch über den Lohn mit abrechnen, aber man muss dafür eben erstmal die Voraussetzungen schaffen.
 
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E-Strampler

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Und wenn jetzt 5 Jahre lang 200 oder vielleicht sogar 500 Mitarbeiter sich einen ePKW anschaffen und auf Arbeit laden können ist es doch gut
Hm, das ist ja keine Verkehrswende, ist ja nur Wechsel des Antriebskonzeptes. Nicht, daß ich das ablehne.
 
RheaM

RheaM

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Mann, Du bist so ein negativer Typ. Meckern. Mechern, meckern.... Die ganze Welt ist doof und scheiße.

Gibt es eigentlich irgendwas, was Du gut findest?

Der ÖPNV in Dresden ist meiner Ansicht nach ziemlich gut und auch innovativ. Wenn man ihn weiter verbessern will braucht es ein noch dichteres und größeres Streckennetz, höhere Taktung in Stoßzeiten und zusätzliche moderne Fahrzeuge, also z.B. e-Busse.

Na hoffentlich läuft das dann nicht so toll wie in Trier

Nach Millionen-Ausgaben: Totaler Blackout bei Trierer Elektrobussen

Und bei den rasant steigenden Preisen an öffentlichen Ladesäulen ist kostenloses Laden für Staatsbedienstete schon ein Politikum.
 
stardealer

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Und bei den rasant steigenden Preisen an öffentlichen Ladesäulen ist kostenloses Laden für Staatsbedienstete schon ein Politikum.
Sehe ich nicht so. Die Verkehrswende ist politisch gewollt und kostenfreies Laden am Arbeitsplatz auch, schließlich wurde explizit geregelt, dass es sich dabei, im Gegensatz zu anderen Treibstoffen, nicht um einen zu versteuernden geldwerten Vorteil handelt.
Warum sollte dies für öffentliche Arbeitgeber nicht anzuwenden sein? Neid? Wäre m.M.n. nur berechtigt, wenn es ausschließlich Beamten oder gehobenen Besoldungsgruppen zur Verfügung stünde.
 
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