Verkehrswende in Sachsen?

Diskutiere Verkehrswende in Sachsen? im Plauderecke Forum im Bereich Community; Selbstverständlich nicht. Ich kann mich spontan an keinen Beitrag Deinerseits erinnern, wo Du jemals irgendwas auf politischer Ebene gut fandest...
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cephalotus

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Und das bei RRG. Ich erwarte von dem Koalitionsvertrag gar nichts, schon gar keine Verkehrswende
Selbstverständlich nicht. Ich kann mich spontan an keinen Beitrag Deinerseits erinnern, wo Du jemals irgendwas auf politischer Ebene gut fandest. Warum sollte das plötzlich anders sein?
 
RheaM

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Du meinst also das es die neue Regierung in 5 Jahren schafft was bisher nicht geschafft wurde ? Du kennst das Theater um den Nahverkehr von und nach Dresden ? Was gibt es da für Lösungsansätze ? P.S. Heute sind zum Fahrplanwechsel viele Schüler nicht zur Schule gekommen. Was werden Gymnasiasten denken wenn sie später vor der Wahl stehen ÖPNV oder eigenes Fahrzeug ?
 
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cephalotus

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Du meinst also das es die neue Regierung in 5 Jahren schafft was bisher nicht geschafft wurde ?
Bisher gab es ja noch nicht mal den Willen. Wieviel davon tatsächlich umgesetzt wird steht natürlich in den Sternen.

Du kennst das Theater um den Nahverkehr von und nach Dresden ?
Nein. Seit ich hier bin funktioniert der ÖPNV zumindest in DD sehr gut, ins Umland mag das auch mal anders sein. Hab auch schon gehört, dass auch bei PKW Stau vorkommen sollen.

Was gibt es da für Lösungsansätze ? P.S. Heute sind zum Fahrplanwechsel viele Schüler nicht zur Schule gekommen. Was werden Gymnasiasten denken wenn sie später vor der Wahl stehen ÖPNV oder eigenes Fahrzeug ?
Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich wurde seinerzeit noch nicht fürs Leben traumatisiert, wen ich mal eine Schulstunde verpasste, aber möglicherweise ist das heute anders, da scheint ja alles ein Drama zu sein. Zumindest bei den Eltern.
 
RheaM

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Nein. Seit ich hier bin funktioniert der ÖPNV zumindest in DD sehr gut, ins Umland mag das auch mal anders sein. Hab auch schon gehört, dass auch bei PKW Stau vorkommen sollen.
Es geht nicht um einzelne Verspätungen, wenn ein ganzes Nahverkehrsunternehmen aufgibt spricht das Bände.

Städtebahn Sachsen steht still: Betrieb komplett eingestellt – erste Ersatzbusse rollen

Und in den Städten wird es auch schlechter werden, zunehmend fehlen Fahrer . Ist in Thüringen ähnlich.

Ich finde das nicht schlecht, es ist so.
 
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cephalotus

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Ja, da hast Du Dir natürlich wieder das Extrembeispiel heraus gepickt. Gratulation für Deine wie immer ausgewogene Darstellung. Meine Freundin fährt übrigens auch mit so einer Linie.
 
stardealer

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Jede Förderung des ÖPNV ist gut, allerdings bin ich auch der Meinung dass das Geld besser in weiteren Verbindungen/Taktungen eingesetzt ist, als in kostenfreien ÖPNV.

Meine Situation bei 16km Strecke zur Arbeit:
Auto - 20Min.
Fahrrad - 45 bis 50 Minuten
ÖPNV - 52 Minuten (mit Bahn und Bus + längerer Fußweganteil), 65 Minuten nur mit Bus (7 Minuten Fußweganteil und ohne Umsteigen)

Und das ist so, obwohl es die gut getaktete, zentrale ÖPNV Nord-Süd-Verbindung ist, andere Strecken gehen noch schlechter für den ÖPNV aus.
ÖPNV habe ich nur zwei Mal ausprobiert, denn ich verliere pro Tag mind. 1 Stunde Freizeit im Vergleich zum Auto, mit dem Fahrrad habe ich zumindest in der Zeit noch etwas für mein Herz-/Kreislaufsystem getan (und das in diesem Jahr bisher an jedem 2,3ten Arbeitstag)
 
Tomcat1960

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Ich fahre ja multimodal, wenn ich nicht gleich die ganze Strecke mit dem Brompton fahre: In drei Minuten mit dem Rad zur U-Bahn, 25 Minuten U-Bahn und dann sechs oder sieben Minuten bis an meinen Arbeitsplatz (je nachdem, wie schnell der Aufzug kommt 😁). Mit dem Auto brauche ich für die gleiche Strecke zur gleichen Zeit fast doppelt so lange.
 
RheaM

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Ja, da hast Du Dir natürlich wieder das Extrembeispiel heraus gepickt. Gratulation für Deine wie immer ausgewogene Darstellung. Meine Freundin fährt übrigens auch mit so einer Linie.
Natürlich ausgewogen. In Chemnitz stand der Nahverkehr kurz vor dem Zusammenbruch, auch in Leipzig und Dresden herrscht Fahrermangel. In Thüringen nicht viel anders, Erfurter Bahn und Abellio suchen händeringend Fahrer und Zugbegleiter. Schlechter Verdienst und ständige verbale und auch immer öfter körperliche Angriffe schrecken ab. Stundenlange Zugausfälle sind auf manchen Strecken normal.

Nordthüringen: Massive Zugausfälle wegen kranker Lokführer | MDR.DE

Es wäre schön wenn Sachsen da was auf die Reihe bekommt, ich zweifle daran. Und was sollen schon wieder die Privilegien für Staatsbedienstete ? Kostenlos Stromtanken bekommen die wenigsten Arbeitnehmer
 
flavor82

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Das Problem des ÖPNV ist dass er nur genutzt wird wenn es den ganzen Tag über enge Taktungen gibt. Enge Taktungen über den ganzen Tag machen den ÖPNV allerdings sehr ineffizient. Morgens und abends sind alle Busse und Bahnen Press voll. Zu allen anderen Zeiten sitzt hingegen der Fahrer meist alleine im Bus. Hinzukommt das Problem der Haltestellen. Wählt man den Abstand zu dicht Dauern die Fahrzeiten unnötiger Weise sehr lange. Wählt man den Abstand der Haltestellen allerdings zu weit auseinander, wird der Weg für die Fußgänger zu weit. Ich persönlich fahre gerne mit der Bahn auf Langstrecke, hier funktioniert das Konzept Bahn sehr gut. beim ÖPNV verliert man durch die Fußwege, Wartezeit und unterbrochenen Fahrten überproportional viel Zeit im Verhältnis zur Strecke. In dem Beispiel von @cephalotus sind die Pendler ja auch mit der s-Bahn gefahren. Nur den Weg zur S-Bahn Haltestelle sind die Pendler mit dem Auto gefahren. Das ist auch der Weg den der ÖPNV prinzipbedingt schlechter abdecken kannn. Die Probleme kann der ÖPNV auch nicht alleine lösen. Hier helfen nur Multi Modale Lösungen oder vielleicht intelligente Bedarfsgesteuerte Lösungen.
 
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Da ruft jemand den Kraftverkehr an: Wann fährt der Bus? Antwort: Wann wollen sie denn fahren?
 
RheaM

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In dem Beispiel von @cephalotus sind die Pendler ja auch mit der s-Bahn gefahren. Nur den Weg zur S-Bahn Haltestelle sind die Pendler mit dem Auto gefahren. Das ist auch der Weg den der ÖPNV prinzipbedingt schlechter abdecken kannn.
Das finde ich in Thüringen klasse, da zahlt man nicht für die Fahrradmitnahme. Wird entsprechend gut genutzt. Dafür mangelt es dann an Platz, nochdazu wenn die RE- Züge fahrradunfreundlich sind. Taktung alle 30 min finde ich ausreichend, 20 min wären spitze
 
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In ... Münster ... war ja am letzten Samstag der ÖPNV kostenlos. Hat jemand schon einen Bericht/Fazit gelesen wie das angenommen wurde?
Klickst Du hier

Fazit:
Buss voll, Parkhäuser aber auch.

Das Problem ist, dass nur die Stadtbusse innerhalb von Münster kostenlos waren.

Kommt man mit dem Bus von auswärts, ist nix mit kostenlos.
Hier hätte man wenigstens rabattieren sollen.
 
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Und in Dresden werden die Fahrpreise wieder mal erhöht. Wie wäre es statt kostenlosem Stromtanken für Staatsbedienstete endlich mal das 365,- Jahresticket für alle einzuführen ?
 
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@RheaM tja, wer komfortablen Nahverkehr haben will, der muß zur Kasse gebeten werden. Allein aus kommunalen Mitteln und Fördertöpfen sind da Verbesserungen und Erweiterungen nicht zu stemmen.
Gerade wurde erst zur besseren Anbindung an DB eine Strab-Linie umverlegt, bei Buslinien wurde eine Optimierung vorgenommen. Im Plan ist eine vollkommen neue Strablinie. Neue Strab-Fahrzeuge sollen beschafft werden; größere Fahrzeugbreite zwecks höherer Fahrgastkapazität. Damit muß Schienennetz umgebaut werden.
Die Fahrzeuge werden nicht billiger, zumal man dem bisherigen Hersteller ( Wagenkästen; elktr Ausrüstung, Antriebe kam von anderen Herstellern) der Dresdner Bahnen die Produktion "weggenommen" hat.
So kommt Eins zum Anderen, ein Teufelskreis.
Mir erscheint das verständlich. Zurück ohne den jetzigen Nahverkehr möcht sicher keiner.
 
RheaM

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In anderen Großstädten geht es doch auch, teilweise völlig kostenlos. So lange es für Priviligien Staatsbedienteer reicht ist das ganze heuchlerisches Gewäsch. Der Plebs mag sich auf sein rostiges Radl schwingen während die Besoldungsstufe im Tesla vorfährt
 
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Da Du jetzt mehrmals auf das kostenlose Laden für Staatsbedienstete hingewiesen hast, hier kurz meine Meinung dazu:

Ein Arbeitgeber kann und sollte versucht sein, gewisse Möglichkeiten für seine Mitarbeiter zu schaffen, um die tägliche Routine zu erleichtern. Radstellplätze, bestenfalls überdacht, Akkulademöglichkeit am Arbeitsplatz, Duschmöglichkeit, Kantine, kostenlose Kurse Thema Gesunderhaltung, Optimierung am Arbeitsplatz etc. pp.

Man kann da niemanden zu verpflichten. Aber mit gutem Beispiel voran gehen. Wenn man also den "Staatsbediensteten" nun das kostenlose Laden ermöglicht, so bedeutet dies keine explizite Vorteilsnahme NUR FÜR DIE STAATSBEDIENSTETEN, sondern man sollte es so sehen, dass der ARBEITGEBER, was hier halt zufälligerweise eine Behörde (oder Land/"Staat") ist, eine solche Möglichkeit schafft!

Dies schließt nicht aus, dass auch andere Arbeitgeber sich diesem Beispiel anschließen. Als Behörde den Anfang zu machen und mit gutem Beispiel voranzugehen (und genau als das sehe ich es!) ist auf jeden Fall ein gangbarer und legitimer Weg.

Also nicht aufregen, sondern hoffen dass das Schule macht und möglichst bald viele die Möglichkeit nutzen können, am Arbeitsplatz zu laden. Zu Hause geht es nämlich oft nicht. Thema Etagenwohnung, Vermieter bzw. Eigentümergemeinschaft muss zustimmen, Kabel über die Straße etc.

Zum ÖPNV in Dresden muss ich sagen, dass sich da in den letzten über 2 Jahrzehnten doch einiges getan hat. Die Uni hat eine passende Fakultät für dieses Thema mit gutem Ruf und die Verkehrsplaner haben sich damals entsprechend Fachleute aus Lehre/Forschung und Experten von Verkehrssystem-Firmen ins Boot geholt und den ÖPNV sukzessive beschleunigt. Die einzelnen Trams und Busse melden sich per Funk an einer Kreuzung an und bekommen bevorzugt für ihre Fahrtrichtung die Freigabe. Zur Validierung wurden Studenten per Bahn und Auto quer durch die Stadt geschickt und die Effekte waren gut messbar.

Auf dem Land sieht es sicherlich deutlich schlechter aus, vor allem auch wegen des massiven Rückbaus des Bahnverkehrs der zu DDR-Zeiten vergleichsweise gut entwickelt war. Bezeichnend ist, dass die wichtige Verbindung Berlin - Dresden in erster Linie von der CD (Tschechische Staatsbahn) im Rahmen der Achse Berlin - Prag sehr komfortabel bedient wird...
 
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„Akkulademöglichkeit am Arbeitsplatz“ ist schon was anderes als „kostenloses Stromtanken für den E-Pkw“. Ansonsten stimme ich dir zu, dass gerade der öffentliche Arbeitgeber mit gutem Beispiel vorangehen sollte.
 
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Der "Gegenwert" ist erheblich anders, ja. Das Prinzip ist aber dasselbe. Ein klares Signal bei wirklich moderaten Kosten, vergleichsweise.
 
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Naja, wenn so eine Landesbehörde mit, sagen wir mal, 500 Mitarbeitern jedem seine kostenlose Stromtankstelle für den E-Pkw hinstellt, dann geht das schon ins Geld - investitionsmäßig ebenso wie was die laufenden Kosten angeht. Und dass „Verkehrswende“ nicht darin bestehen kann, Verbrenner-Pkw durch E-Pkw zu ersetzen, darin sind wir uns hoffentlich einig. ;)
 
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Ich weiß nicht, ob bei ner Landesbehörde alle Mitarbeiter nen Dienstwagen haben, alle mit Pkw zur Arbeit kommen, für jeden mit Pkw erscheinenden ein Parkplatz bereit steht und dann noch für die mit E dann noch ne Ladesäule bereit ist? Das wird
a) wohl kaum der gegenwärtige Stand sein (lasen wir erstmal Ladesäulen vor)
b) mit den Ladesäulen sich gar nicht realisieren lassen
Da müßte ja ein extra Bereich für E-Autos zum Laden eingerichtet werden. Und ob das dann im Haushaltsplan so einfach mal aufgenommen und realisiert wird? Da habe ich meine Zweifel. Wir reden ja hier nicht von Stromkosten, sondern von Baukosten. Die dürften nicht unerheblich sein.
Bei den klammen Kassen, wird das schon ne Rolle spielen. Ich sehe das dann eher bei nem geringen Personenkreis und das dann auch nicht als Selbstfahrer, also Fuhrpark ner Behörde.
 
Thema:

Verkehrswende in Sachsen?

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