Vergleich zwischen E6100 und E8000 (Trekking, Gravel)

Diskutiere Vergleich zwischen E6100 und E8000 (Trekking, Gravel) im Shimano Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Hi zusammen, ja, dieses Thema wurde schon nebenläufig diskutiert, u.a. hier: Shimano Steps E6000 ersetzen durch EP8 und hier: Husqvarna: verbaute...

H4rrm

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Hi zusammen,

ja, dieses Thema wurde schon nebenläufig diskutiert, u.a. hier: Shimano Steps E6000 ersetzen durch EP8 und hier: Husqvarna: verbaute Shimano-Motore

Die meisten Vergleiche (in einschlägigen Magazinen) beziehen sich leider stets auf E8000 und E7000 im MTB-Einsatz, wobei die Unterschiede meines Erachtens marginal sind.

Es gibt jedoch einige Trekking- und Gravelbikes, die sowohl mit E8000 als auch E6100 als Ausstattungsvariante zu haben sind. Mich würde daher sehr interessieren, wie sich E6100 und E8000 unterscheiden in Bezug auf:
- Leistungscharakteristik / -entfaltung,
- Reichweite und Reichhöhe,
- Geräuschentwicklung,
- Zuverlässigkeit.

Bin auf Eure Erfahrungen und Einschätzungen gespannt.
 

Kl1ck

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Die Reichweite kannst du so nicht pauschal vergleichen . Höchstens mit ein und dem selben bike mit selbigen Gewicht, Witterung (Temperatur) und trallala .. reichweiten hängen von etlichen Faktoren ab .. ganz zu schweigen von der Kapazität des Akkumulators . Im Bereich e8000 kann ich nicht viel negatives sagen außer das er etwas lautstark summt ( kommt aber auf den Rahmen an denke ich. Da dieser als resonanzkörper fungiert) . Für alles andere kenne ich den direkten Vergleich leider nicht zum 6er .
 

H4rrm

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Die Reichweite kannst du so nicht pauschal vergleichen . Höchstens mit ein und dem selben bike mit selbigen Gewicht, Witterung (Temperatur) und trallala .. reichweiten hängen von etlichen Faktoren ab .. ganz zu schweigen von der Kapazität des Akkumulators . Im Bereich e8000 kann ich nicht viel negatives sagen außer das er etwas lautstark summt ( kommt aber auf den Rahmen an denke ich. Da dieser als resonanzkörper fungiert) . Für alles andere kenne ich den direkten Vergleich leider nicht zum 6er .

Shimano gibt für den E6100 fast die doppelte Reichweite auf einer Referenzstrecke an im Vergleich zum E8000 (beide im ECO-Modus): E-BIKE | SHIMANO BIKE COMPONENT

Für den Trekking-Einsatz würde das dann ja den E6100 dann zum Favoriten machen. Anderseits scheinen hier ja viele den E8000 im Trekkingbike zu nutzen. Ich kann mir den Unterschied irgendwie nicht erklären.
 

Kl1ck

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Kann dann nur an der Übersetzung im Getriebe selbst liegen ?!
 

mango

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shimano steps
shimano hat zwei motoren mit 60 nm im programm:

steps e6100
steps e7000

das hatte mich verwirrt. eigentlich sollte ja ein motor mit 60 nm reichen.

für alle, die die motoren von shimano nicht so genau kennen:

shimano motoren
-e5000 mit 40 nm
-e6000 mit 50 nm
-e6100 mit 60 nm, bzw. gedrosselt mit 50 nm bei älteren nexus nabenschaltungen
-e7000 ebenfalls 60 nm
-e8000 mit 70 nm
-ep8 mit 85 nm

Die meisten Vergleiche (in einschlägigen Magazinen) beziehen sich leider stets auf E8000 und E7000 im MTB-Einsatz, wobei die Unterschiede meines Erachtens marginal sind.

wenn e8000 und e7000 sich ähnlich sind, wird das aber klarer.

der e7000 ist mehr auf hohe trittfrequenz ausgelegt, e61000 eher auf niedrigere.

e7000 und und e8000 sind mehr fürs gelände, e6100 mehr fürs trekking und die stadt.

wer nicht im gelände überwiegend radelt, sollte mit dem e6100 besser bedient sein.

ob das wirklich so ist, weiss ich nicht aus eigner erfahrung. ich kenn nur meinen e6000 motor. 😉
 
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Strindberg

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Husqvarna GT2 zuerst 2 kaputte E7000, jetzt E8000
Aus eigenen Erfahrungen darf ich betonen,
daß der E7000 und der E8000 wunderbare Trekking-Maschinen sind,
ob für Alpenpässe oder für weite Reisen in der Ferne wie in Finland oder Schweden,
also mit Schleppwagen.

Die heutige "Rarität" des E7000 bezieht sich nicht darauf,
daß es "Engpässe" bei Shimano für diese Variante gibt,
aber daß sie anfälliger für W013 und E010 ist,
und irgendwie vom Markt mindestens zeitweise wie der EP8 abgezogen wurde.

Wie ich sehe hat Husqvarna nur noch ein Modell mit E7000,
und dieses solle "zur Zeit" nicht verfügbar sein.

Laut meines FH:s musste er unter Garantie 50 davon austauschen,
darunter 2 von mir nach 1200 km und nach 2700 km nach einem Kollabieren in Schweden.

Deswegen bekam ich ganz offiziell beim dritten Anlauf den E8000,
womit ich exakt vom 22. XI 19 bis zum 22. XII 20 genau 11.004 Kilometer seelenruhig geradelt bin,
und zu 100% nur mit Eco High,
hochtourig im Sommer mit 91 rpm im Winter 85.

Natürlich habe ich für den E8000 zwei Jahre Garantie,
und beim Kollabieren kommt dann nur ein E8000 rein.

Aber wenn ich mal doch Power wollte,
ist der Unterschied zwischen 70 und 60 ein Muß.
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.
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H4rrm

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Deswegen bekam ich ganz offiziell beim dritten Anlauf den E8000,
womit ich exakt vom 22. XI 19 bis zum 22. XII 20 genau 11.004 Kilometer seelenruhig geradelt bin,
und zu 100% nur mit Eco High,
hochtourig im Sommer mit 91 rpm im Winter 85.

Sehr cool, vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht! Mich interessiert ja insbesondere auch der Unterschied in der Reichweite zwischen E6100 und E8000. Wie vielen Akkuzyklen hast Du für Deine 11.000km ungefähr benötigt? Ist das ein Husqvarna Gran Tourer oder Cross Tourer?
 

perro

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Die Reichweite hängt nicht vom Motor ab (egal welche Marke) sondern von Akku, Getriebe und Fahrweise.
 

Strindberg

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Husqvarna GT2 zuerst 2 kaputte E7000, jetzt E8000
@H4rrm

Seit der Inbetriebnahme am 31. Mai 2019 bin ich 14.904 km mit dem Husqvarna GT2 gefahren.
Sein langer Radstand ist für die Reise zu empfehlen.

Ich benutze peinlich genau abwechselnd meine 3 Akkus à 504 Wh,
die gemessen nur 413 Wh für die Lokomotion hergeben, beide Lichtfunktionen ausgeschaltet.

Ganz am Anfang starb auch ein Akku ab, wurde sofort ausgetauscht, den messe ich nun nicht mit.
Meine drei Akkus wiesen vor drei Wochen also alle 47 Zyklen auf,
d.h daß ich ~~ 58.233 Wh bis jetzt verbraucht habe, also 3,9 Wh pro Kilometer
(dagegen verbrauchte der Maxon 25... 9,8 Wh pro kilometer !!! ,
den ich mit großem Geldverlust nach 3 Monaten wieder zurück gab, weil er immer wieder streikte !!!).

Meine 3 Akkus vorloren alle drei schon sehr früh 5% Kapazität.

Aber mit den beiden vorigen kaputten E7000 fuhr ich ausschließlich mit Trail High
und ab und wann auch mit Boost. Es war sehr lustig.

Die letzten 11.000 km bin ich mit dem superguten E8000 nur mit Eco High 60% -30 Nm gefahren,
und ich habe nur noch 2,7 Wh pro Kilometer verbraucht,
wie geschrieben auf Reisen oder bei hohen Pässen in den Alpen und mit Schleppwagen.
Es ist genüßlich.

Da ich mit den vorigen bio-Bikes in guter Verfassung
vorher viel um den Polarkreis und zwei mal bis zum Nordkapp gereist bin,
kann ich nicht sagen, daß meine körperliche Kondition mit dem E8000 so merklich stieg.

So würde ich den Fall des Verbrauchs von 3,9 auf 2,7 Wh mit der Passage vom E7000 zum E8000
gleichmässig mit der besseren Effizienz des E8000 und der Wahl des Eco Hich Modus verstehen.

Aber ja, z.Z. mit der Winterkälte verbrauche ich auch schon 5.2 Wh pro Kilometer
im Elsaß-Thal oder im deutschen Rhein-Talweg,
mit Neopren-Schutzhülle um den Akku,
ja es wirkt, ich habe einen zweiten Akku immer im Koffer zum Vergleich oder im Falle eines Kolappses.

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Harald_K

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ganz schlau werde ich aus den Shimano-Diagrammen leider nicht. Im Physikunterricht haben wir die "allgemeine Fahrwiderstandsgleichung" gelernt. Danach hängt der Leistungsbedarf eines Fahrzeuges (fast) nur von Masse, Geschwindigkeit und Steigung ab. Und diese Parameter sind bei den von Shimano angebenen Daten ja hoffentlich jeweils gleich. Also könnte man jetzt daraus schlußfolgern, daß der eine oder andere Antrieb mehr oder weniger Strom verbraucht um die gleiche Antriebsleistung am Hinterrad zu liefern. Leider sind aber die Parameter für Unterstützungsgrad und Drehmoment jeweils unterschiedlich, sodaß die angegebenen Reichweiten nur bedingt miteinander vergleichbar sind. Was helfen würde, wären Angaben über den spezifischen Verbrauch. Bei Verbrennungsmotoren gibt es diese Angaben, z.B. in g/kWh, bildlich dargestellt im sog. "Muscheldiagramm". So etwas habe ich bei Elektroantrieben noch nicht gesehen, gibt's vielleicht aber auch.
Dann ließe sich auch die eingangs gestellte Frage "E6100 oder E8000" zuverlässiger beantworten. Außerdem gibt es hier noch irgendwo einen Thread mit dem Titel "wer hat einen E6100 und hat noch keine Probleme damit".
 

H4rrm

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Hier noch zwei ganz interessante Links zur Thematik:

Riding Characteristics of Shimano Steps (leider wird die Primärquelle nicht genannt, muss aus einem technischen Handbuch von Shimano stammen):
e-MTB and STEPS Riding Characteristic assist levels explained | BetterShifting.com


Reichweitenvergleich verschiedener Motore auf asphaltierter Referenzstrecke:
E-BIKE | SHIMANO BIKE COMPONENT

--> hier sieht man einen klaren Reichweitenvorteil des E6100, wobei dieser in Eco weniger Assist bietet als der E8000 (40 % vs 60%). Hier frage ich mich jedoch, wie das physikalisch gesehen zu einem so starken Reichweitenunterschied führen kann (E6100 schafft fast die doppelte Strecke), selbst wenn man unterstellt, dass der E8000 ca. 1/3 mehr Arbeit verrichtet hat als der E6100.
 

H4rrm

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Um den Thread nochmal aufzuwärmen: eigentlich hatte ich ja einen systematischen Reichweitenvergleich auf flachem Asphalt zwischen E6100 und E8000 geplant. Das Thema beschäftigt mich irgendwie. Ich kann mir die von Shimano angegeben Reichweitenunterschiede zwischen beiden Motoren nicht durch Effizienzunterschiede erklären. Dafür ist der Wirkungsgrad moderner Elektromotoren doch viel zu gut. Gleiches gilt ja auch für die angeblichen 20% mehr Reichweite des EP8 gegenüber dem E8000.

Vielleicht kann ja @PeterMayer als unangefochtener Shimano-Experte was dazu sagen? Mein Test muss mangels gutem Wetter wohl noch bis zum Frühling warten. LG!
 

PeterMayer

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Um den Thread nochmal aufzuwärmen: eigentlich hatte ich ja einen systematischen Reichweitenvergleich auf flachem Asphalt zwischen E6100 und E8000 geplant. Das Thema beschäftigt mich irgendwie. Ich kann mir die von Shimano angegeben Reichweitenunterschiede zwischen beiden Motoren nicht durch Effizienzunterschiede erklären. Dafür ist der Wirkungsgrad moderner Elektromotoren doch viel zu gut. Gleiches gilt ja auch für die angeblichen 20% mehr Reichweite des EP8 gegenüber dem E8000.

Vielleicht kann ja @PeterMayer als unangefochtener Shimano-Experte was dazu sagen? Mein Test muss mangels gutem Wetter wohl noch bis zum Frühling warten. LG!
Aus meiner Sicht handelt es sich bei dem verlinkten Beitrag trotz der vielen interessanten und wohl auch aussagekräftigen Statistikbilder um einen gut gemachten "Werbebeitrag" der Marketingabteilung von Shimano um die neueste Technik (EP8) vollmundig anzupreisen.

Auch wenn solche Informationen durchaus einen gewissen Bezug zur Realität geben können, so sind dies nur Richtwerte, genauso wie bspw. "WLTP" Angaben bei E-Autos, welche in der Realität meist nicht erreicht werden können.
Es ist aus unserer Sicht einfach nicht möglich im "realen freien Feld" (also nicht unter absolut konstanten Laborbedingungen mit geeichten Messgeräten anstelle von "menschlichen Menschen" als Testfahrern) solche Versuche durchzuführen welche nicht hinterher mit Leichtigkeit in die eine oder andere Richtung hin "optimiert" werden können. Also getreu dem Motto "glaube keiner Statistik welche du nicht selbst optimiert hast".

Es fehlen mir bei den gezeitigten Informationen einfach auch noch weitere wichtige Informationen wie bspw. die durchschnittliche Kadenz der Testfahrer. Dies wäre aus meiner Sicht relativ wichtig um zu erkennen ob größtenteils im optimalen oder aber evtl. im Leistungsbegrenzungsbereich bzw. im Drehmomentbegrenzungsbereich der verwendeten Antriebseinheiten gefahren wurde.

Natürlich sind auch die unterschiedlichen verwendeten Unterstützungsstufen, speziell beim reichweitefördernden „Eco“ über die "Profil1", "Dynamic" bzw. „Comfort“ – Einstellung wohl ein sehr entscheidender Faktor. Hier gibt wahrscheinlich ein DUE6100 Fahrer mehr an Eigenleistung zum guten Ergebnis hinzu.

Leider können wir selbst wenig zum Thema der maximal erreichbaren Reichweiten beim STePS System beitragen da wir uns mit unseren STePS Bikes selbst meist (bewusst und spaßoptimiert) am anderen Ende der Anwenderskala befinden und die Akkus in der Regel sehr schnell leerfahren.
Als "ordentliche Tester" strapazieren wir unser Equipment meist ziemlich und kaum ein Akku und Motor hält uns länger als 1 Stunde aus um nicht wieder an die elektrische Tankstelle zu müssen...
Aus unserer persönlichen "selbst erfahrenen" Erfahrung ist jedoch bspw. der neue EP8 keinesfalls weniger energiehungrig als der gute alte DUE8000.
Bei identischem 630Wh und identischen Systemgewicht kommen wir bei identischer Runde und einigermaßen identischen Rundumbedingungen wie Temperatur, Bodenbeschaffenheit, Leistungsfähigkeit und Motivation des Fahrers ziemlich genau gleich weit mit einer Akkufülllung...
Da wir oft dieselbe Hausstrecke mehrere zigmal pro Jahr fahren und dabei unterschiedliche Räder verwenden kommt für uns persönlich somit ein relativ gutes statistisches Durchschnitts - Vergleichsgefühl bei diesen Tests heraus.

Allerdings ist natürlich bspw. durch das geringere Gewicht des EP8 die Chance deutlich größer dass ein neues Bike mit EP8 Motor auch mit einem kapazitätsstärkeren Akku (bspw. 630Wh oder gar 720Wh) ausgeliefert wird und somit in Summe ein neueres, moderneres Fahrrad damit mit Motorunterstützung weiter kommen kann als ein etwas älteres bspw. DUE8000 oder DUE6100 basiertes Bike mit ggfs. 504Wh oder gar noch kleinerem Akku...
Das liegt dann aber wohl weniger in der (evtl. marginal) besseren Effizienz der Motors, sondern eben eher an den restlichen verwendeten Komponenten des Fahrrads, wie geringeres Gesamtgewicht, stärkerer Akku, effizientere Reifen, etc.

Habe gerade gesehen dass hier ebenfalls über diesen Bericht von Shimano diskutiert wird. Werde mich dort gerne auch mal etwas einlesen.
 
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H4rrm

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Lieber @PeterMayer, wie immer ein informativer Beitrag, danke für die spannende Diskussion!


Es fehlen mir bei den gezeitigten Informationen einfach auch noch weitere wichtige Informationen wie bspw. die durchschnittliche Kadenz der Testfahrer. Dies wäre aus meiner Sicht relativ wichtig um zu erkennen ob größtenteils im optimalen oder aber evtl. im Leistungsbegrenzungsbereich bzw. im Drehmomentbegrenzungsbereich der verwendeten Antriebseinheiten gefahren wurde.
Angeblich waren die Testbedingungen genormt: „Flache asphaltierte Straße, Trittfrequenz: 60 U/min.; Fahrergewicht: 80 kg; Geschwindigkeit: 23 km/h; Außentemperatur: 23 ºC; Trekking-Rad mit 700 x 38C Reifen; ohne elektronische Schaltung, ohne Licht“.


Natürlich sind auch die unterschiedlichen verwendeten Unterstützungsstufen, speziell beim reichweitefördernden „Eco“ über die "Profil1", "Dynamic" bzw. „Comfort“ – Einstellung wohl ein sehr entscheidender Faktor. Hier gibt wahrscheinlich ein DUE6100 Fahrer mehr an Eigenleistung zum guten Ergebnis hinzu.
Hier liegt der Hase vermutlich im Pfeffer!

Leider können wir selbst wenig zum Thema der maximal erreichbaren Reichweiten beim STePS System beitragen da wir uns mit unseren STePS Bikes selbst meist (bewusst und spaßoptimiert) am anderen Ende der Anwenderskala befinden und die Akkus in der Regel sehr schnell leerfahren.
Als "ordentliche Tester" strapazieren wir unser Equipment meist ziemlich und kaum ein Akku und Motor hält uns länger als 1 Stunde aus um nicht wieder an die elektrische Tankstelle zu müssen...
Aus unserer persönlichen "selbst erfahrenen" Erfahrung ist jedoch bspw. der neue EP8 keinesfalls weniger energiehungrig als der gute alte DUE8000.

Daraus leite ich folgende Hypothese ab: Die Effizienz der aktuell angebotenen Shimano-Motoren (E6100, E8000, EP8) unterscheidet sich nur geringfügig (um vielleicht +/- 10%, bspw. aufgrund von Verbesserungen am internen Widerstand des Getriebes). Die angegebenen Reichweitenunterschiede liegen an der unterschiedlichen Leistungscharakteristik der Motoren. Es wäre interessant, das mal empirisch zu validieren!
 

PeterMayer

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Angeblich waren die Testbedingungen genormt: „Flache asphaltierte Straße, Trittfrequenz: 60 U/min.; Fahrergewicht: 80 kg; Geschwindigkeit: 23 km/h; Außentemperatur: 23 ºC; Trekking-Rad mit 700 x 38C Reifen; ohne elektronische Schaltung, ohne Licht“.
Peinlich, peinlich, und ich habe den Artikel von Shimano mindestens 3x durchgelesen, aber anscheinend liest man nur was das Hirn auch wirklich lesen mag und ignoriert den Rest (zumindest in fortgeschrittenem Alter):

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Somit besten Dank für den Hinweis - ich übe mich sehr gerne darin für Fehler, Kritik und Diskussionspunkte offen zu sein, also nur her damit falls ich mal wieder bewusst oder unbewusst versuchen sollte "alternative Fakten" zu verbreiten :sleep::X3: :) (y)

Stimme ansonsten allen oben genannten Schlussfolgerungen zu.(y)
 
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H4rrm

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Ich hatte vor geraumer Zeit versprochen, einen systematischen Reichweiten- / Reichhöhenvergleich zwischen E8000 und E6100 durchzuführen. Heute war es nun soweit.

Teststrecke: 60km, 1400hm, überwiegend Waldautobahn, schönes Wetter (15Grad), trockener Untergrund, Fahrt ausschließlich mit ECO (die ersten 10km off, da überwiegend bergab), Durchschnitt 12,8 km/h.

Bike 1: Husqvarna Gran Tourer GT3, E6100, Akkukapazität (BT-E8010) bei 100%, 2 Zyklen, Bereifung Schwalbe Supermoto-X.
Bike 2: Husqvarna Cross Tourer CT4, E8000, Akkukapazität (BT-E8010) bei 100%, 3 Zyklen, Bereifung Schwalbe Smart Sam.
Beide Fahrer mit vergleichbarer Fitness und gleichem Gewicht (ca. 70 kg). Beide Räder mit gleicher Rahmengröße, Akkus sind gleich alt, beide Akkus voll geladen am Vorabend.

Der E6100 wurde mit eTube auf „Comfort“ konfiguriert (etwas weniger Unterstützung als „Sport“). Der E8000 wurde mit eMax (Leistungsanpassung) so konfiguriert, dass die Unterstützung in ECO genau der des E6100 entspricht (max. 30NM, 30% Leistungsunterstützung). Standardmäßig unterstützt der E8000 nämlich in Eco mit 20% (low), 40% (medium), 60% (high). Das wäre nicht direkt vergleichbar.

Nach der Tour wurden die Restladestände beider Akkus mit eMax ausgelesen und verglichen. Ergebnis:

Bike 1 (E6100): 39% Restladung,
Bike 2 (E8000): 37% Restladung.

Die 2%-Punkte Unterschied können zufallsbedingt sein oder durch minimale Unterschiede im Gewicht / in der Bereifung etc. erklärt werden.

Schlussfolgerung: Das Ergebnis ist ein Indiz dafür, dass die durchgeführten „Studien“ von Shimano zur Reichweite der verschiedenen Motore und das entsprechende Marketing ziemlicher Blödsinn sind. Unterschiede in Reichweite / Reichhöhe sind vermutlich durch die unterschiedliche Leistungszugabe der verschiedenen Motore zu erklären. Das ist aber letztlich ein reines Software-Feature. Das wirft für mich zwei Fragen auf:

1.) Warum produziert Shimano überhaupt unterschiedliche Motore? In vielen Industrien (Automobil, Halbleiter, etc.) ist es üblich, dieselbe Hardware durch unterschiedliche Software als verschiedene Produkte zu vermarkten (Stichwort „Skaleneffekte“).

2.) Ist die angeblich große Verbesserung in der Reichweite des EP8 gegenüber dem E8000 am Ende auch einfach nur ein Software-Feature? Das würde mich als Kunde schon irgendwie stutzig machen.


P.S.: natürlich ist mir bewusst, dass die Hardware des EP8 sich vom E8000 unterscheidet (bspw. das Material des Gehäuses). Worauf ich hinaus will ist, dass Verbesserungen bei der Reichweite nur möglich sind, indem man die Unterstützung subtil durch Software reduziert (bspw. beim Anfahren) und somit Energie einspart. Ich behaupte mal kühn: bei exakt gleicher Unterstützung haben alle aktuellen Shimano-Motore den gleichen „Verbrauch“.
 
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