völlig anders: motorisierter Rollstuhl, Aufrüstung aus normalem Rollstuhl

Diskutiere völlig anders: motorisierter Rollstuhl, Aufrüstung aus normalem Rollstuhl im Plauderecke Forum im Bereich Community; Bedingt durch meine Krankheit (Krebs) ist mein Körper extrem schwach. Sehr wahrscheinlich wird das, auch bei gutem Training, auch noch länger als...

Sel

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Bedingt durch meine Krankheit (Krebs) ist mein Körper extrem schwach. Sehr wahrscheinlich wird das, auch bei gutem Training, auch noch länger als ein Jahr so bleiben. Damit liegt bei mir der Umbau meines Dreirades erstmal auf Eis. :confused:

Nun empfielt mir mein Arzt einen Rollstuhl. Von meiner Kraft und der Kreislaufbelastung beim Gehen her gesehen ist seine Meinung durchaus nachvollziehbar. Schaffe ich es mittlerweile ja kaum 20 Meter zu Fuß, dann muß ich mich sitzend ausruhen. Ja, scheiß Krebs! :mad:

Nun habe ich mir elektrische Rollstühle angesehen, vernünftige Technik gibts erst ab ca. 1600 Euronen. Dagegen bieten "handbetriebene" Rollstühle schon um die 300 Euronen eine bessere Qualität und Ausstattung als ein vergleichbarer elektrischer "Billigrollstuhl". Ein Schelm wer Böses denkt.... Mir kam direkt in den Sinn den Antrieb meines Dreirades in einen normalen Rollstuhl einzubauen. Probleme in Sachen Mechanik treten kaum auf. Ich habe zwei 24"-Räder, wie auch der Rollstuhl, ich habe eine eigentlich passende Hinterachse, ein Differenzial dazwischen, den Kettenantrieb und den Motor (der auf Kette umgebaut werden muß, derzeit ist der Motor ja ein Nabenmotor) und die passende Elektronik. Alternativ sind ja auch Umbausätze leicht erhältlich. Nach so einem Umbau ist der Rollstuhl zwar nicht mehr zusammenklappbar, das ist aber nicht schlimm. Auch den Nabenmotor direkt nur in einem Rad zu belassen und damit (eventuell starr) das zweite Rad mit anzutreiben, wäre möglich. Also gibts da einige Varianten. Schaut man sich die Rollstuhlserien irgendeines Herstellers an, so machen die das auch nicht anders (Thema Stabilität vom Rahmen etc.).

Kommen nun natürlich rechtliche Fragen auf. Bis maximal 6km/h gibts keinerlei Probleme, wie beim Pedelec eben. Kann oder will man schneller fahren (bis 15km/h glaube ich), dann bedarf es einer Haftpflichtversicherung. Allerdings wird keine technische Überprüfung gefordert, keine Abnahme, keine Protokolle. Will man noch schneller fahren, dann braucht man alles wie bei einem E-Bike. Das Letztere fällt also aus. Somit reicht eine Begrenzung (elektronisch) auf 15km/h und gut ist. Natürlich muß dann zwingend Licht an den Rollstuhl, zwei unabhängige Bremsen und so weiter, wie eben beim Pedelec.

Bin ich auf dem Holzweg? Sind die Vorschriften anders? Weiß es jemand besser hier? Das wäre toll!

Wie geschrieben, erstmal kommt die handbetriebene Variante. Ob ich dann auf Elektro umbaue, das weiß ich noch nicht. Und gleich einen Rollstuhl mit Elektroantrieb ist finanziell nicht machbar.

LG Sel
 
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Radlerhai

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Hallo @Sel ,
ein paar Strassen entfernt von mir weiter sehe ich immer einen Rollifahrer mit einem "Zuggerät" vor seinem Rollstuhl. Hab bisher nicht genauer hingeschaut aber scheinbar ist das ein einfaches Zuggerät mit Akku das er vor seinen Rolli spannt. D.h. wohl kaum Umbau am Rollstuhl. Käme sowas für dich in Frage?
Grüssle
 

Wurzelsepp

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Dann nehme aber keinen erstbesten, auch wenn da was von leicht, etc. steht. Die Dinger wiegen ab 15-16 kg und sind eher Traktoren als das sie verwendbar sind.
Da sollte immer was von Activ (12kg oder weniger ) oder ähnlich dabei stehen. Ich hab von Meyra den Avanti, der ist leicht, trotzdem stabil, läuft mit den richtigen Reifen von alleine los, bei ganz leichten Unebenheiten.
Wenn möglich auch gleich ein vernünftiges Sitzkissen beantragen, denn was da normal angeboten wird macht auf die Dauer keinen Sinn.
Falls das zusammenklappen nicht zur Debatte steht, dann einen ohne diesen Mechanismus, den der ist noch mal leichter und stabiler, was auch Sinn macht denn du denkst ja über einen Umbau nach.
Zum Rolli und Sitzkissen noch folgendes : es gibt unterschiedliche Größen bei beiden. Erst mal muss der Rollstuhl zu dir passen, d.h. Sitzbreite, Sitzlänge und Sitzhöhe sind wichtig. Durch die Sitzbreite und -tiefe ergibt sich auch das passende Sitzkissen. Es sollte nicht schmaler und auch nicht zu kurz sein, sonst macht das sitzen keinen Spaß /Sinn.
 

Kongo-Otto

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Ich bin mir da nicht so sicher, ob ein Eigenbau >6 km/h problemlos bewegt werden darf. Die Dinger erfordern dann eine Betriebserlaubnis, wobei normale Hersteller eine ABE bereitstellen. Bei einem Eigenbau dürfte es schwierig werden, der müsste dann nach meinem Verständnis eine Einzelbetriebserlaubnis ausgestellt bekommen. Ohne die würde ihn aber auch wohl keine Versicherung akzeptieren.
 

christiank

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Ich habe letztens einen Rollstuhl mit Albers-Radmotoren gesehen.
Die werden über Drehmomentsensoren in den Griffleisten gesteuert und haben den Akku eingebaut.
= Einfach mit den Händen "anschieben" wie bei einem normalen Rollstuhl und die Motoren steuern dynamisch Kraft dazu.
Technisch allererste Sahne und der Besitzer war begeistert.
Werden (ohne große Umbauten) statt den normalen Rädern montiert

Mobilitäshilfen
 

Kongo-Otto

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Wenn 5000-6000 EUR Budget da wären, könnte man einen Rollstuhl auf e-motion umbauen. Aber das hat der Threadersteller oben ausgeschlossen, ist ja auch ´ne Hausnummer.
 

Sel

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Die Preise sind heftigst, auch für "nur" ein Zuggerät. Selbstbau ist möglich, macht aber hintenrum wahrscheinlich mehr Probleme als man Geld dadurch spart. So jedenfalls mein erstes Suchergebnis.

Gebrauchte Geräte mit Motor sind entweder Schrott, oder teuer. Dazu sollte man ja auf jeden Fall immer einen neuen Akku rechnen. Werde also noch suchen, danke erstmal.

LG Sel
 
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