Unfälle mit S-Pedelecs (KEINE Pedelecs)

Diskutiere Unfälle mit S-Pedelecs (KEINE Pedelecs) im S-Pedelecs und anderes mit E-Motor Forum im Bereich Diskussionen; Am Dienstag war die Gerichtsverhandlung zu meinem Unfall vom 27.02.20. Mittels der Fotos vom Unfallort kam der Gutachter zu einem für mich...

jm1374

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Am Dienstag war die Gerichtsverhandlung zu meinem Unfall vom 27.02.20.

Mittels der Fotos vom Unfallort kam der Gutachter zu einem für mich überraschenden Ergebnis. Der Gutachter sieht es als einzige Möglichkeit , dass ich gegen das 10km/h fahrende Auto gefahren bin und das Auto 40cm nach der Kollision stand.
Hier ist der Beitrag mit den Fotos vom Unfall:
Beitrag im Thema 'Unfälle mit S-Pedelecs (KEINE Pedelecs)'
Unfälle mit S-Pedelecs (KEINE Pedelecs)
Hinter dem linken Seitenspiegel des Autos kann man mich liegend(sitzend auf dem 2. Foto) sehen. Dort bin ich gelandet.

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Ich konnte nur ungläubig mit dem Kopf schütteln. Ein anderes Szenario kam für den Gutachter nicht infrage. Dann hat er gleich noch den Wert meines Bullen auf Ramschniveau runter gerechnet. Also selbst wenn ich unschuldig wäre, würde ich kaum Schadenersatz bekommen.
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Das Urteil fiel dementsprechend niederschmetternd für mich aus. Ich bin laut Richter ein Fahrradrowdy der rücksichtslos in ein Auto gefahren ist. Passt doch gut ins Bild, da ich ein Jahr vor einem Jahr mein S-Pedelec unter ein Auto geschoben habe. Die völlige Ignoranz von Logik und Physik kotzt mich an.

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Noah

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Am Dienstag war die Gerichtsverhandlung zu meinem Unfall vom 27.02.20.

Mittels der Fotos vom Unfallort kam der Gutachter zu einem für mich überraschenden Ergebnis. Der Gutachter sieht es als einzige Möglichkeit , dass ich gegen das 10km/h fahrende Auto gefahren bin und das Auto 40cm nach der Kollision stand.

Anhang anzeigen 363711
Ich konnte nur ungläubig mit dem Kopf schütteln. Ein anderes Szenario kam für den Gutachter nicht infrage. Dann hat er gleich noch den Wert meines Bullen auf Ramschniveau runter gerechnet. Also selbst wenn ich unschuldig wäre, würde ich kaum Schadenersatz bekommen.
Anhang anzeigen 363702

Das Urteil fiel dementsprechend niederschmetternd für mich aus. Ich bin laut Richter ein Fahrradrowdy der rücksichtslos in ein Auto gefahren ist. Passt doch gut ins Bild, da ich ein Jahr vor einem Jahr mein S-Pedelec unter ein Auto geschoben habe. Die völlige Ignoranz von Logik und Physik kotzt mich an.

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Anhang anzeigen 363709
Anhang anzeigen 363707
Anhang anzeigen 363703
Woow tut mir leid für dich.
 

Chaos

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oh mann, und da wird tatsächlich der Abstand von .5 m angegeben und nur in Klammern vom Lenkerende gemessen...


Machen die das bei LKWs auch so, Abstand von Fahrer zu Fahrer 50cm reicht, ach, dann sind die Fahrzeuge ineinander verkeilt, ups???

Gehst du in die nächste Instanz?
 

jm1374

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Weiss ich noch nicht. Ich glaube nicht, dass die nächste Instanz auf ein anderes Ergebnis kommt.

Brachtest du das zum Argument?

Ich konnte überhaupt keine Argumente anbringen. Ich fragte wie wahrscheinlich der Gutachter sein entworfenes Szenario annimmt und er sagte, er kann sich keinen anderen Unfallhergang vorstellen.
 

Boerni556

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Lieber @jm1374
So ein Mist. Nicht verzweifeln. Aber vor Gericht und auf hoher See... die erste Instanz ist manchmal keine wirkliche Instanz. Was meint denn Dein Anwalt dazu?
 

Scott-Biker

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die erste Instanz ist manchmal keine wirkliche Instanz.
wenn man keine grundlegend andere Erkenntnisse bspw. über neue Zeugen/Gutachter usw. in der zweiten Instanz vorbringen kann, ändert sich in der Regel nichts am Urteil. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.
 
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Jaap

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@jm1374
Wie du schon selber geschrieben hast sind die Erkenntnisse des Gutachters mit Physik nicht zu begründen.
Ohne Anzweifeln des Gutachtens wird es nicht gehen.
Was schwer verwunderlich ist. Wieso die Polizei keine Bilder vom Unfallort gemacht hat.
Auch wenn keine Bremsspuren zu sehen gewesen sind. Alleine an der Verschiebung des Schnees hätte man eindeutig sehen müssen, ob dein Rad nach vorne flog oder nach hinten geschleudert wurde.
Und auch die Teile vom Rad die du am nächsten Tag gefunden hast. Hätte man gefunden.
Bei zwei Unterschiedlichen Aussagen zum Unfallgeschehen ist dies grob fahrlässig zu deinem Nachteil.
Und mit Sicherheit weder die vorgeschriebene noch die übliche Arbeitsweise einer Beweisaufnahme.
 

Jenss

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Hattest Du keinen Anwalt?

Hatten grad nen mietstreit, vermieter wollte uns raus klagen.

Unser Anwalt musste denen 14 Monate lang immer wieder schreiben, dass die uns am Ar*** le*** können, bis die es kapiert haben.

;D
 

Radlerhai

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Hinter dem linken Seitenspiegel des Autos kann man mich liegend(sitzend auf dem 2. Foto) sehen. Dort bin ich gelandet.

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Erlaube mir die Frage ob dieses Szenario so stimmt wie auf dem Foto das du gepostet hast. Straße war seitlich und gänzlich frei von Schnee und die Position von Auto und Bike waren so? Falls ja, wieso fuhrst du in der Mitte? Falls nein, dann würde ich das Urteil nicht akzeptieren.
 

AMM

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Das Urteil fiel dementsprechend niederschmetternd für mich aus. Ich bin laut Richter ein Fahrradrowdy der rücksichtslos in ein Auto gefahren ist. Passt doch gut ins Bild, da ich ein Jahr vor einem Jahr mein S-Pedelec unter ein Auto geschoben habe. Die völlige Ignoranz von Logik und Physik kotzt mich an.
Ich scheine ein unverbesserlicher Optimist zu sein, bei jedem neuen Fall keimt in mir die Hoffnung auf, dass irgendwo da draußen vielleicht doch mal ein nachvollziehbares Urteil bei einem Fahrradunfall entsteht, auch wenn fast immer so was wie in deinem Fall herauskommt. Die Worte, mit denen ich dieses Urteil beschreiben würde, will ich lieber nicht öffentlich in ein Forum schreiben.
unter keinem erdenklichen rechtlichen Gesichtspunkt
denkwürdige Untertreibung
Lässt nichts Gutes bzgl. der angeblichen Unvoreingenommenheit vermuten.
[...]dass auf der vom Kläger zu befahrenden Fahrbahn überhaupt kein Schneematsch lag.
Ich sehe da sehr wohl Schneematsch. Auch diesseits der Fahrbahnmarkierung.
dass der Kläger im Vertrauen auf ein "Zurückstecken" anderer diesen seine Fahrweise aufzwingen und verkehrserzieherisch wirken will.
ENDLICH ein Gericht, dass diese selbstjustizübenden Verkehrsrowdys in ihre Schranken weist. Oh Moment...
Der Erstbeklagte war im übrigen auch nicht gehalten so langsam zu fahren, dass er rechtzeitig vor der Begegnung anhalten konnte, schon gar nicht, anzuhalten. [...] darauf vertrauen, dass jemand [...] rechtzeitig genügend weit nach rechts ausweichen wird.
Die rechte Fahrbahnseite umfasst dabei die gesamte rechte Fahrbahn. Deshalb ist ein Verstoß erst gegeben, wenn die rechte Fahrbahnseite nach links wenigstens teilweise überschritten wird, allein das fehlende Fahren „scharf rechts“ genügt nicht.
(MüKoStGB/Pegel, 3. Aufl. 2019, StGB § 315c Rn. 68)
Geil, also der Fahrer des viel breiteren und vierrädrigen Gefährts darf darauf vertrauen, dass der Radfahrer sich zur Not schon in den Schnee werfen wird, nur damit er ja nicht langsamer fahren muss. Ist auch immer super Regelungen für Autos eins zu eins auf Zweiräder zu übertragen. Dem Auto macht es kaum was ein bisschen in den Schnee auszuweichen, auf dem Zweirad riskiert man einen Sturz. Das Fahren möglichst weit weg vom Schnee ist doch das Gegenteil von dem, was ein Hasardeur tun würde. Abgesehen davon, dass ich bezweifle, dass ein Hasardeur so viele Kilometer auf dem Rad überlebt hätte.
Außer vielleicht einen eigenen Gutachter zu beauftragen, lässt mich das auch ratlos und rastlos zurück. Abhaken, sich über die eigene Gesundheit und das Fahrgefühl auf unseren geliebten Zweirädern freuen. Zumindest ich bin des Kämpfens müde.

Erlaube mir die Frage ob dieses Szenario so stimmt wie auf dem Foto das du gepostet hast. Straße war seitlich und gänzlich frei von Schnee und die Position von Auto und Bike waren so? Falls ja, wieso fuhrst du in der Mitte? Falls nein, dann würde ich das Urteil nicht akzeptieren.
Das sieht aus wie vom Gutachter nachträglich angefertigt, hier sind die Bilder, auf denen man zwar auch nicht so viel erkennt, aber dort ist schon Schneematsch auch auf der Fahrbahn zu sehen.
 

Radlerhai

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Das sieht aus wie vom Gutachter nachträglich angefertigt, hier sind die Bilder, auf denen man zwar auch nicht so viel erkennt, aber dort ist schon Schneematsch auch auf der Fahrbahn zu sehen.
Ich habe die Bilder gesehen, den Schneematsch sehe ich nicht. Auch auf dem Foto aus der Sicht des Fahrradfahrers sehe ich keinen Schneematsch der den Biker "gezwungen" hätte in die Fahrbahnmitte auszuweichen, deshalb meine Frage dazu. Ich sehe nur etwas Matsch hinter dem Auto der wohl durch ein Auto verursacht wurde (die Polizei?) das am Unfallort vorbei fuhr.
 

schmadde

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Mittels der Fotos vom Unfallort kam der Gutachter zu einem für mich überraschenden Ergebnis. Der Gutachter sieht es als einzige Möglichkeit , dass ich gegen das 10km/h fahrende Auto gefahren bin und das Auto 40cm nach der Kollision stand.
Und den Gutachter hast Du ausgesucht? Falls nein, warum nicht?
 

Jenss

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Klar, das wirft jetzt alles viele Fragen auf.

Hätte hätte....

Von außen betrachtet gestaltet sich so eine Situation völlig anderst, alls wenn man mitten drin steckt.
 

schmadde

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Es war eine ernstgemeinte Frage, da ich mich mit sowas nicht auskenne - habe zum Glück noch nie so einen Horrorunfall miterlebt und daher keine eigene Erfahrung.
 

Jenss

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Es war eine ernstgemeinte Frage, da ich mich mit sowas nicht auskenne - habe zum Glück noch nie so einen Horrorunfall miterlebt und daher keine eigene Erfahrung.

Daran zweifelt auch keiner alles gut. :)

Hab es bei meinem bruder miterlebt....

Alle haben versagt, genau wie hier in dem fall....

Polizei nix aufgenommen, beweise verschwunden....

Anwalt war schlecht vorbereitet

Meinem bruder wirde quasie zauberei unterstellt....

Recht haben und Recht kriegen...
 

AMM

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Ich habe die Bilder gesehen, den Schneematsch sehe ich nicht.
Ich sehe nur etwas Matsch hinter dem Auto
Wir sind uns denke ich alle einig, dass die Bilder zu wünschen übrig lassen. Die rechte untere Ecke des "Bild 01" ist viel zu dunkel, als dass man darauf Schneematsch erkennen könnte. Hast du die alten Beiträge auch gelesen? Tue mir schwer zu antworten, da einiges durcheinander gewirbelt wird. Zum besseren Verständnis sollte man denke ich trennen:
  1. Was erkennt man auf dem Bild?
  2. War das schon zum Unfallzeitpunkt da?
  3. Will ich als Zweiradfahrer da mittendurch oder lieber seitlich vorbei?
Auch auf dem Foto aus der Sicht des Fahrradfahrers sehe ich keinen Schneematsch der den Biker "gezwungen" hätte in die Fahrbahnmitte auszuweichen, deshalb meine Frage dazu.
Inked Schneematsch.jpg

1. An all diesen Stellen sehe ich Schneematsch, wobei das im oberen der zwei kleinen Kreise könnte evtl. auch ein Trümmerteil sein. Am rechten Rand meine ich nicht nur den Schnee auf der Fahrbahnmarkierung, sondern auch links daneben, sieht aus wie ein Reifenprofil.
Inked Schneematsch 2.jpg

Dort ist auch Schneematsch zu sehen und im Kreuzungsbereich so wie dahinter (nicht markiert) ist auch gut zu erahnen, wie viel Schmodder auf der Straße war.

An dieser Stelle ist für mich schon ersichtlich, dass das Urteil so einfach nicht der Realität entspricht. @Radlerhai sieht anscheinend wie ich den Schneematsch direkt neben dem Auto, meint aber der wäre erst durch ein vorbeifahrendes Auto dorthingekommen. Aber möglicherweise war der ja auch schon vorher da (2) und @jm1374 wollte da eben gerade nicht hindurchfahren? (3)

Außer dem Matsch neben dem Auto (sei mal dahin gestellt, wie und wann der dort hingekommen ist) sehe ich auch nicht direkt Matsch, der einen in die Fahrbahnmitte zwingen würde, aber - sofern ich die Fotos richtig verortet habe - ist außer dem "Bild 01", das im entscheidenden Bereich viel zu dunkel ist, ja auch gar kein Bild in die entsprechende Richtung hier im Forum zu sehen. Aber so von den Beschreibungen und restlichen Fotos finde ich es äußerst plausibel auf das Vorhandensein von noch mehr Schneematsch zu schließen.
 
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Unfälle mit S-Pedelecs (KEINE Pedelecs)

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