Unfälle mit Fahrrädern und Pedelecs (NICHT S-Pedelecs)

Diskutiere Unfälle mit Fahrrädern und Pedelecs (NICHT S-Pedelecs) im Plauderecke Forum im Bereich Community; Was soll das, Schmadde? Erst einmal ist Dein Auftakt völlig daneben, denn Aggressionen im Straßenverkehr habe ich deutlich eine Absage erteilt...

Chris.Z

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Altea
Und das wäre für Dich o.k.? Für mich macht das überhaupt keinen Unterschied auch bei dem von Dir herbeiphantasierten Vorgang. 1x empfindliche Drohung mit dem Auto durch knappüberholen, 1x tätlicher Angriff mit krankenhausreifem Opfer. Das ist genau das was im Artikel steht. Sollte der Radfahrer die o.g. Sachbeschädigung getätigt haben, soll er seine gerechte Strafe bekommen. Aber erstens würde das im Artikel stehen und zweitens rechtfertigt das keinen Gewaltexzess. "Zwei haben sich gefunden" mag stimmen, aber nichtmal das kann man dem Artikel entnehmen. Vielleicht war der Autofahrer einfach nur ein Wahnsinniger, der glaubte er sei im Recht bei allem was er tut. Solche Leute gibts, ich bin selbst mal an so einen geraten.

Was soll das, Schmadde? Erst einmal ist Dein Auftakt völlig daneben, denn Aggressionen im Straßenverkehr habe ich deutlich eine Absage erteilt. Was ist also Deine Motivation, mir zu unterstellen, ich würde die Attacke gutheißen, die hier für eine reißerische Schlagzeile in der Lokalpresse wie gerufen kam?

Desweiteren habe ich nicht mehr oder weniger phantasiert als die Fraktion, die dem Autofahrer die alleinige Schuld für die Auseinandersetzung gibt und hier laut Gift und Galle speit, ohne Informationen über den Ablauf zu haben. Das lässt tief blicken, denn der Artikel gibt so gut wie gar nichts her und ist deswegen für eine Beurteilung des Hergangs wertlos.

Eines steht allerdings tatsächlich drin, nämlich dass der Radfahrer nicht krankenhausreif geschlagen wurde, sondern leichte Verletzungen hatte und sich wegen dieser in Behandlung gab. Das kann auch zur Beweissicherung dienen.

Aber ein fast siebzigjähriger Autofahrer, der einen Radfahrer in seinen besten Jahren zusammenschlägt wie John Rambo einen Dorfpolizisten, das passt natürlich viel besser in die selektive Wahrnehmung, ehe man sich noch die Möglichkeit ausmalt, dass der beteiligte Radfahrer unter Umständen auch kein Kind von Traurigkeit gewesen sein könnte.

Gelegentlich von einem Sattel auf einen Sitz umzusteigen könnte gegen Scheuklappen helfen.
 

Dieter Wright

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Die fieseste Nummer, die ich abgesehen von dem tagtäglichen Rechtsabbieger-Wahnsinn in HH je erlebt habe, war ein Fuzzi, der mir beim aufsteigen auf sein Rad den rechten Stiefel direkt in die Fresse gehauen hat, als ich im für beide Parteien ungünstigen Winkel an ihm vorbeigefahren wollte. Der stand mit seinem Bike auf dem Radweg und der rechte Fuß kam vollkommen unerwartet.
 
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horst1

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Einfach genügend Abstand halten dann kann das nicht passieren. Ist kein Platz stehen bleiben fragen ob er Platz macht und weiter fahren.
Die meisten Radwege sind ja leider so schmal dass man nur vorbei kann wenn man auf dem Bürgersteig fährt.
 

schmadde

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Desweiteren habe ich nicht mehr oder weniger phantasiert als die Fraktion, die dem Autofahrer die alleinige Schuld für die Auseinandersetzung gibt
Natürlich hat der Autofahrer die alleinige Schuld an seinen Gewalt- und Drohexzessen. Es ist kein Hergang der Auseinandersetzung vorstellbar der ein Nahüberholen und Verletzen mit Fahrradkette rechtfertigen könnte. Insofern verstehe ich immer noch nicht, was da an dem Artikel fehlen sollte. Mehr Details sind vielleicht für den Richter interessant der die Strafe bemessen sollte, aber die Information an den Zeitungsleser ist mit "es sind gewalttätige Leute da draussen" ausreichend.

Gelegentlich von einem Sattel auf einen Sitz umzusteigen könnte gegen Scheuklappen helfen.
Ich fahre oft genug mit dem Auto - in diesen Homeofficezeiten vielleicht sogar mehr als mit dem Fahrrad. Aber es ist mir noch nie passiert, dass ich gezwungen war einen Radfahrer "mehrfach ins Gesicht und mit einem Fahrradschloss auf den Kopf" zu schlagen. Leute in Autos, die aussteigen und handgreiflich werden, das habe ich aber als Radfahrer durchaus schon erlebt, Knappüberholen dass man Mühe hat auf dem Rad zu bleiben sowieso. Meiner Oma hat so ein knappüberholer mal einen langen Krankenhausaufenthalt beschert. Einsicht null.
 

Üps

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der mir beim aufsteigen auf sein Rad den rechten Stiefel direkt in die Fresse gehauen hat
Har har, ich bin früher auch immer so aufgestiegen. Bein hoch und mit Schwung von hinten über den Gepäckträger auf den Sattel. Wurde mir erst bewusst, als ich vor 10 Jahren das erste mal bei einem Bekannten ein Pedelec ausprobiert habe. Der hatte einen Korb auf dem Gepäckträger, gegen den ich dann natürlich immer geknallt bin.
Mit dem Tiefeinsteiger 2012-2014 habe ich mir das dann natürlich abgewöhnt.
 

zakdipps

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Natürlich hat der Autofahrer die alleinige Schuld an seinen Gewalt- und Drohexzessen. Es ist kein Hergang der Auseinandersetzung vorstellbar der ein Nahüberholen und Verletzen mit Fahrradkette rechtfertigen könnte. Insofern verstehe ich immer noch nicht, was da an dem Artikel fehlen sollte. Mehr Details sind vielleicht für den Richter interessant der die Strafe bemessen sollte, aber die Information an den Zeitungsleser ist mit "es sind gewalttätige Leute da draussen" ausreichend.


Ich fahre oft genug mit dem Auto - in diesen Homeofficezeiten vielleicht sogar mehr als mit dem Fahrrad. Aber es ist mir noch nie passiert, dass ich gezwungen war einen Radfahrer "mehrfach ins Gesicht und mit einem Fahrradschloss auf den Kopf" zu schlagen. Leute in Autos, die aussteigen und handgreiflich werden, das habe ich aber als Radfahrer durchaus schon erlebt, Knappüberholen dass man Mühe hat auf dem Rad zu bleiben sowieso. Meiner Oma hat so ein knappüberholer mal einen langen Krankenhausaufenthalt beschert. Einsicht null.

Warum gehst du davon aus die Gewalt vom Autofahrer ausgegangen ist ?
 

schmadde

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Weil etwas anderes in seiner kleinen Welt nicht vorstellbar ist.
Ja, es ist "in meiner kleinen Welt" nicht vorstellbar, dass jemand anders als der Autofahrer dafür verantwortlich ist, dass er dem Opfer "mehrfach ins Gesicht und mit einem Fahrradschloss auf den Kopf" geschlagen hat. Wie soll das anders gehen, hat ihn der Radfahrer etwa verzaubert damit er das tut? Nichts rechtfertigt so ein Verhalten. Und dass er vorher den Radfahrer "sehr nah überholt" hat ist dann wohl auch des Radfahrers Schuld, er hätte sich ja kurz vorher in Luft auflösen können oder wie soll das vonstatten gegangen sein.

Es sind doch immer wieder die gleichen Foristen, die jegliches Fehlverhalten von Autofahrern umdeuten wollen und am Ende dem Opfer die Schuld in die Schuhe schieben.
 

E-Strampler

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Tja, auch mir stellt sich die Frage, wo hat der Autofahrer das Fahrradschloß her, bzw wie ist er an dieses gelangt, dem Fahrradfahrer aus den Händen gerissen? Irgendwie ist die Auseinandersetzung nicht genau nachvollziehbar.
 

horst1

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Nun das Fahrradschloss kann ja am Lenker gehangen haben oder hinten im Korb gelegen haben.
Es gibt da schon ein paar Möglichkeiten wo der Autofahrer locker an das Fahrradschloss kommen kann.
 

SilbernerSurfer

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Strassenverkehr wird immer schlimmer, Leute werden immer aggressiver. Zwischen Auto- und Fahradfahrer besteht ein physikalisches Machtgefälle. 1,5 Tonnen Gewicht, höhere Geschwindigkeit, und eine Knautschzone bevorteilen den Autofahrer und lassen ihn mutiger werden gegenüber dem Fahradfahrer. Dazu komt noch diese Auto-Mentalität und Vergötterung des Autos generell.
Klar sind Fahrradfahrer auch nicht immer alle Engel. Siehe Fussgängerzone, oder hohe Geschwindigkeit auf Gehwegen oder anderen Stellen an denen Radfahrer auf Fussgänger treffen.
Aber manche Autofahrer sind einfach rücksichtslos, recht- und machthaberisch, und riskieren, scheinbar ohne Skrupel, die Gesundheit Anderer. Die fühlen sich zu sicher in ihren Stahlpanzern.
Das fängt bei Nettigkeiten wie sinnlosem Gehupe an, und endet eben manchmal mit Verletzung oder dem Tod eines Radfahrers.

Selbiges Verhalten zeigen manche Autofahrer auch gegenüber Motorradfahrern und Fussgängern.

Und nein, das soll keine Verallgemeinerung sein. Und nein, Fussgänger, Radfahrer und Motoradfahrer sind nicht immer und alle Engelchen.

Bestimmte Autofahrer sollten aus dem Verkehr gezogen werden, weil sie nicht über die charakterlichen Eigenschaften verfügen ein Kfz zu führen.
 

Baikal2020

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Ich beobachte eigentlich, dass die Autofahrer hier in der Umgebung rücksichtsvoll reagieren. Wir haben hier einige Engstellen
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und es funktioniert. Die Voraussetzung ist aber auch dass man selbstbewusst und klar berechenbar fährt.
Schwierig sind immer Verkehrende denen ich die z.B. Abbiegeabsicht von hinten ansehe, die aber zu diskret sind das auch zu komunizieren und bis zum letzten Augenblick herumeiern.
Bei den geschilderten Handgreiflichkeiten fehlen eigentlich alle Informationen.
Es könnte auch Notwehr des Autofahrers gewesen sein, oder ein Unfall beim aufs Auto hauen.
ich habe mir mal vor Jahren am Veilchendienstag beim holzmachen das Sappie leicht gehen die Augenbraue gehauen, ein Blutbad! Anderentags blühte ein schönes Veilchen.
 

Biker9000

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Mangels Nummernschildern haben Radfahrer die weitaus bessere Möglichkeit ungeahndet handgreiflich zu werden (sehr beliebt und schon öfters beobachtet: Faustschlag aufs Autodach) und anschließend unerkannt zu entkommen...
 

zakdipps

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Also ich bin oft mit Rad und auch Auto unterwegs.

Da nehmen sich oft beide Parteien nix .
Wie oft hab ich es schon erlebt das Radler bei Rot über die Ampel schießen.
Und gerade in der Stadt sehe ich das sehr oft . Mehr als beim Auto .

Genauso Auto Fahrer die eng an Radfahrer vorbei ziehen um dann kurz danach ab zu biegen.

Und ja ein Auto ist da oft im Vorteil .Aber gerade darum verstehe ich ni wie manche Radler fahren als gäbe es kein morgen .

Es sind also nicht die Radler oder die Autofahrer. Es kommt immer auf die Person an . Arschlöcher hast überall
 

SilbernerSurfer

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Ist alles zum großen Teil richtig was so geschrieben wurde.

Beide Seiten verhalten sich nicht immer richtig.

Radler fahren bei Rot über die Ampel, Fußgänger auch, sogar ortskundige Autofahrer in ländlichen Gegenden machen das.

Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer halten sich nicht immer an die Regeln. Manche davon mehr, manche davon weniger.

Das ist mir erstmal egal, ich bin kein Polizist oder Fahrlehrer.
Wer diese Diskussion mit dem Argument dass sich keiner der Beteiligten immer an die Regeln hält führen will macht es sich zu einfach.
Am Ende ist dann Radfahrer oder Fußgänger tot, der Autofahrer selten. Egal wer das Rotlicht missachtet hat.

Ich fahre täglich seit zig Jahren mit dem Rad in die Arbeit, war in unterschiedlichen Bereichen auch schon Berufskraftfahrer, bin 10 Jahre Motorrad gefahren.

Wenn ich jetzt mal zurückdenke wie oft ich als Motorradfahrer, Radfahrer, oder Fußgänger das Leben Anderer riskiert habe komme ich auf NULL Situationen,

Wenn ich jetzt mal zurückdenke wie oft ein Autofahrer mein Leben als Radfahrer, Motorradfahrer, oder Fußgänger aufs Spiel gesetzt hat fallen mir unzählige Situationen ein.
Und da sind irgendwelche Beschimpfungen aus nichtigen Gründen, sinnlose Huperei, oder sonstige Frustaktionen seitens der Autofahrer nicht einberechnet.

Vor 2 Wochen habe ich auf meiner Fahrspur einen Radfahrer überholt. Wir fuhren also beide kurzzeitig neben
einander. Auf der Gegenfahrbahn stand ein PKW in zweiter Reihe. Ein entgegenkommendes Fahrzeug ist an dem parkenden Auto vorbeigeschossen und mir auf meiner Fahrbahn entgegengekommen. Ich konnte reflexartig nach rechts ausweichen, und war glücklicherweise schon an dem Radfahrer den ich überholte vorbei. Sonst hätte ich den möglicherweise rechts in die parkenden Autos gedrängt. Zeit zum Entscheiden hatte ich nicht, waren nur noch Reflexe, hatte einfach Glück dass ich schon am Radler vorbei war.

Ich habe den Autofahrer zur Rede gestellt mit der Frage ob er mich nicht gesehen hat. Er antwortete er hat mich gesehen, aber selber Schuld, fahr halt nicht mitten auf der Strasse. Ich meinte, das ich auf meiner Seite der Strasse war. Er meinte Hurensohn.

Was in nem Autofahrer der das Leben Anderer gefährdet vorgeht weiß ich nicht, wie ich mich fühlte, knapp dem Tod entronnen, weiß ich noch ganz genau.

Es gibt tatsächlich Leute in meinem Umfeld, die sich nicht mehr mit dem Rad auf die Strasse trauen. Und zwar nicht wenig.


Ich schreibe hier als Pendler der durch die Stadt muß, manchmal auch ohne Radweg.
 
Thema:

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