Umfrage des DAV (Deutscher Alpenverein) bezüglich Mountainbikes in den Bergen

Diskutiere Umfrage des DAV (Deutscher Alpenverein) bezüglich Mountainbikes in den Bergen im Plauderecke Forum im Bereich Community; Das mit dem Glauben solltest du auf Sonntag beschränken! Ansonsten ist es einfach so, dass man seine Haltung/Meinung/Aussagen mit Fakten unterfüttert.
Pede Lexle

Pede Lexle

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Das mit dem Glauben solltest du auf Sonntag beschränken! Ansonsten ist es einfach so, dass man seine Haltung mit Fakten unterfüttert.
Stimmt das gilt aber nunmal für beide Seiten

„Die Erde ist eine Scheibe“ wurde ja auch nicht belegt..
 
Tomcat1960

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@Pede Lexle Du schriebst:
Ich finde man sollte das Wandern außerhalb von Forststraßen verbieten.
Im Gegensatz zu Bikern verdichten Wanderer und Reiter den Boden deutlich stärker, also sollten sich die nur noch auf verdichteten Forstwegen bewegen dürfen
... und ...
Da gibt es wissenschaftliche Studien dazu. Hab ich mir nicht ausgedacht. Die relative Aufstandsfläche soll bei. mTB Reifen höher sein als beim Schuhwerk des Wanderers und daher verdichtet der Wanderer mehr Boden.
Es war früher (also vor Trump) allgemein üblich, dass man Behauptungen belegen konnte, und diese Belege entweder ungefragt oder spätestens auf Nachfrage auch vorlegte. Also sei so gut und belege das, was du behauptest. Dann - und erst dann! - widerlege ich dich auch gerne mit Belegen. (Oder lass es, dann weiß ich aber auch, wie ich dich einzuordnen habe.)
 
hubsibaush

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Sorry, das ich das für dich nicht ausführlich dargelegt hab.
Also jetzt speziell für dich:
Wer erläßt Gesetze in Deutschland ?
Bundestag und Bundesrat

Somit bedeutet im Kontext zu meinem Geschriebenen
man = Bundestag / Bundesrat

Meld dich gerne wieder, wenn ich dir helfen kann :)
Aha....!
Dann soll praktisch der Bundesrat / Bundestag den Waldbesitzern verbieten/untersagen mit dem Harvester in ihren Wald zu fahren!!
 
Holle

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Die sollen doch einfach das Rad fahren verbieten in den Alpen. Dann sollen sie weiter größere Gondeln, Lifte, Hütten bauen. Und natürlich größere Pistenraupen und Hubschrauberflüge für Transport der ganzen Aufbauten der Liftanlagen denn das ist ja alles Klimaneutral. Selbst der DAV hat eine ganze Hütte gebaut in dem nur das Material ausschließlich mit dem Helikopter transportiert wurde die Höllentalangerhütte da muss man sich fragen muss das sein? Obwohl es eine Hütte gab.
 
EMS

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Nur mal so am Rande, damit das nicht aus dem Ruder läuft. Ein Harvester bewegt sich in der Regel in den Regionen, die eine entsprechend breite Zufahrtsstraße haben. Das Holz kann ja auch nur über entsprechend breite Forstwege abtransportiert werde. MTB auf Forstwegen sind ja auch nicht das Problem. Problematisch wird es dann, sobald es nur noch Wanderpfade sind oder, s. Foto weiter vorne, die Räder abseits der Pfade bewegt (ob hoch getragen oder auch per Pedalkraft) werden. Oberhalb der Baumgrenze habe ich auch noch keinen einzigen Harvester gesehen!
 
Pede Lexle

Pede Lexle

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Nur mal so am Rande, damit das nicht aus dem Ruder läuft. Ein Harvester bewegt sich in der Regel in den Regionen, die eine entsprechend breite Zufahrtsstraße haben. Das Holz kann ja auch nur über entsprechend breite Forstwege abtransportiert werde. MTB auf Forstwegen sind ja auch nicht das Problem. Problematisch wird es dann, sobald es nur noch Wanderpfade sind oder, s. Foto weiter vorne, die Räder abseits der Pfade bewegt (ob hoch getragen oder auch per Pedalkraft) werden. Oberhalb der Baumgrenze habe ich auch noch keinen einzigen Harvester gesehen!
Bei uns machen Harvester aus kleinen (Wanderer)Trampelpfaden Forstschneißen und Lichtungen und das bleibt dann auf Jahrzehnte so
 
Electric

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Ich muss das hier mal rechtlich geraderücken:

Wie ich schon erwähnte, haben wir keine Natur-, sondern eine Kulturlandschaft. Der Wald ist also eine gnadenlose Industrieanlage wie ein Chemiewerk oder eine Autofabrik. Es arbeiten übrigens mehr Menschen im Wald als in der Automobilindustrie. Kein Wunder - er bedeckt 1/3 unserer Fläche. Das ist also ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

Etwa die Hälfte des deutschen Waldes gehört privaten Waldbesitzern. Der Waldbesitzer darf im Kern mit seinem Wald machen, was er will. Er darf ihn sogar komplett abholzen, allerdings muss er ihn dann wieder aufforsten, weil es sonst eine nicht genehmigte Nutzungsänderung wäre. Eine Schneise oder Lichtung darf man jederzeit schlagen. Gerichte haben festgelegt, wie viel der Waldfläche man so umwidmen darf. Insofern ist der Einsatz von schwerem Gerät überhaupt kein rechtliches Problem. Man darf Flurschaden anrichten, ist ja der eigene Wald. Der Einsatz z.B. eines Harvesters rechnet sich trotz gewissen Flächenverbrauchs.

Dass sich sog. Naturfreunde, Wanderer etc. über Flurschäden durch Harvester oder über eMTB aufregen, ist nur aus einer verschobenen Weltsicht zu erklären. Die ist vermutlich auf Egoismus und vor allem sehr, sehr viel Unwissen zurückzuführen:

Die Naturfreunde/Wanderer/Alpenvereinsmeier haben hier nämlich nichts zu sagen. Sie befinden sich in einer Industrieanlage und dass sie die überhaupt betreten dürfen, verdanken sie §14 Bundeswaldgesetz. Weil die öffentlichen und privaten Waldbesitzer den Zutritt zähneknirschend dulden müssen, haben als Ausgleich gewisse steuerliche Privilegien. Der Zutritt zum Wald ist übrigens in diesem Paragraphen genau geregelt: Wanderer dürfen die Wege verlassen, Radfahrer nicht. Damit ist es als Wanderer total einfach, von eMTB nicht belästigt zu werden...:);)
 
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Tomcat1960

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Wanderer dürfen die Wege verlassen, Radfahrer nicht. Damit ist es als Wanderer total einfach, von eMTB nicht belästigt zu werden...:);)
Das ist mal wieder typisch. Vielleicht wäre es am allerbesten, wenn die eMTB-Fahrer von vornherein niemanden belästigen? :unsure:
 
Electric

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Was ich aussage ist etwas völlig anderes: Es handelt sich bei Naturfreunden/Wanderern nicht um Gralshüter einer Naturlandschaft mit besonderen Privilegien oder Rechten. Es handelt sich um gegen Geld (Steuerprivilegien) geduldete Besucher in einer Produktionsanlage (Wald). Genau wie Radfahrer, die ausdrücklich seit jeher erwähnt sind.

Es gibt also keine neue Gefahr. Sondern es geht den Wanderern eher so als wenn die Doppelhaushälfte neben einem lange unbewohnt ist und plötzlich eine Familie mit Kindern einzieht. Man fühlt sich gestört, obwohl alles rechtens ist.
 
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Tomcat1960

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Wenn sich alle benehmen, gibt es keinen Grund, sich gestört zu fühlen. Oder?
 
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... Ein Harvester bewegt sich in der Regel in den Regionen, die eine entsprechend breite Zufahrtsstraße haben. Das Holz kann ja auch nur über entsprechend breite Forstwege abtransportiert werde. ...
Da biegt sich aber einer die Wirklichkeit massiv zurecht.
Auf der Zollernalb und drum herum werden die Zufahrtswege von Jahr für Jahr breiter um den Einsatz von Vollerntern und den Abtransport per 40-Tonner direkt am Schlag zu ermöglichen. Die eigentlichen Gassen , die die Vollernter alle 'paar' Meter freisägen und sich eingraben sind breiter und tiefer als jahrhunderte alte Rückewege. Und dies oft in steiler Hanglage.
Vor etlichen Jahren habe ich mich auch 'schrecklich' über einen von MTB-lern über viele Jahre vielbefahrenen Pfad aufgeregt, bis eines Frühjahrs dieser Pfad zu einer mehrere Meter breiten, halbmetertiefen Vollernterspur mutiert war. An den Stellen, an der er noch erkennbar war, hat sich der Wander- und MTB-Pfad lächerlich klein ausgenommen.
 
Electric

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Gut, mein lieber, @Tomcat1960 , denk bitte in Ruhe über meinen letzten Beitrag nach. Vielleicht kommst du dann darauf, dass deine Antwort nicht passt. Und, @10tausender , auch für dich schreibe ich hier. Du bist zu Gast in der Produktionsstätte Wald und welche Schäden Angestellte oder Lohngewerke im Auftrag des Waldbesitzers verursachen, sind sie nur diesem gegenüber verpflichtet zu rechtfertigen. Nicht dem zwangsweise geduldeten Besucher...
 
Mikamaxi

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Oberhalb der Baumgrenze habe ich auch noch keinen einzigen Harvester gesehen!
:oops: der ist gut! 😂

Das Problem ist, dass die Holzernter -wenn sie schonmal vor Ort sind- ja gerne in den Baumbestand fahren, um einzelne Bäume zu fällen!
Früher hat man das gerne schonend per Hand gemacht, heute fährt ein ungeschickter Maschinenführer ohne Rücksicht auf Verluste quer durch und zerrt die Stämme Richtung Forstweg.
 
stardealer

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Und, @10tausender , auch für dich schreibe ich hier. Du bist zu Gast in der Produktionsstätte Wald und welche Schäden Angestellte oder Lohngewerke im Auftrag des Waldbesitzers verursachen, sind sie nur diesem gegenüber verpflichtet zu rechtfertigen. Nicht dem zwangsweise geduldeten Besucher...
Korrekt, allerdings sollte der Waldbesitzer angesichts des Umpflügens ganzer Bereiche die Bedrohung seines Bestands- und Ertragspotentials durch (e)MTB-gemachte Verdichtung oder Erosion auch als das betrachten was sie ist - verhältnismäßig irrelevant.
 
Fripon

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Hallo miteinander

Ich vermute jetzt mal, ohne es nachgeschlagen zu haben es steht im Waldgesetz § 1 was anderes als im § 1 der StVO.

Gruß Fripon
 
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