Umfrage des DAV (Deutscher Alpenverein) bezüglich Mountainbikes in den Bergen

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Wildwolf

Wildwolf

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Selbst der DAV hat eine ganze Hütte gebaut
Eine ganze Hütte, sag bloß! eine halbe Hütte wäre auch voll bescheuert, gell.

Die "neue Hölle" ist ein Schmuckkasterl geworden…

Die ursprüngliche Höllentalangerhütte musste 2013 abgerissen werden, da sie nicht mehr den heutigen Anforderungen an Brandschutz, den Arbeitsstättenrichtlinien oder den hygienischen Anforderungen aus dem Lebensmittelrecht entsprach. An ihrer Stelle wurde 2014–15 die neue Höllentalangerhütte gebaut.

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Wolf
 
prophete

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Der DAV schafft es sicher das einige Wanderpfade für MTB gesperrt werden. :):):)
Es betrifft da mit Sicherheit die stark frequentierten Pfade der DAV-Rentner, (da fährt in der Regel eh kein echter MTB ler).;):)
Auf den restlichen 90% Prozent der Trails macht es dann richtig Spaß. :p:p
Rücksichtnahme auf verängstigte Wanderer ist dann auch kein Thema mehr, haben ja ihre "Only DAVler Pfade".(y)(y)
 
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Die ist vermutlich auf Egoismus und vor allem sehr, sehr viel Unwissen zurückzuführen
Das trifft im Wesentlichen auf dein ganzes Statement zu!
Die Wälder in der Alpenregion sind keine
gnadenlose Industrieanlage wie ein Chemiewerk oder eine Autofabrik
Die Wälder in den Alpen sind i.d.R. sogenannte Bannwälder die eine Schutzfunktion (Lawinen/Muren etc) für die Siedlungen in den Tallagen übernehmen. Das ist nun mal nicht mit Wald rund um Berlin oder Brandenburg vergleichbar.
In Bayern wird dies mit Art. 14 des Waldgesetzes geregelt.
Auszug aus dem bay. Waldgesetz:
"6. im Hochwald Kahlhiebe zu vermeiden; Abs. 3 bleibt unberührt.

(2) In Schutzwäldern nach Art. 10 Abs. 1 sowie in Erholungswäldern können zur Sicherung der Schutz- und Erholungsfunktion Handlungen, welche diese Funktionen des Waldes beeinträchtigen oder gefährden würden, untersagt werden. Die Eigentümer solcher Wälder und die Nutzungsberechtigten haben ferner die zur Sicherstellung der Schutz- und Erholungsfunktionen notwendigen Maßnahmen zu dulden. In Schutzwäldern nach Art. 10 Abs. 1 und in denjenigen Erholungswäldern, die sich im Eigentum von Gebietskörperschaften befinden, können ferner zur Sicherung der Schutz- und Erholungsfunktion bestimmte forstliche Wirtschaftsmaßnahmen vorgeschrieben werden. In Bannwäldern dürfen Maßnahmen im Sinn der Sätze 1 bis 3 nicht angeordnet oder vorgeschrieben werden. Sind jedoch zum Schutz der Bevölkerung vor Immissionen bestimmte Wirtschaftsmaßnahmen erforderlich, so können diese demjenigen auferlegt werden, der die Immission verursacht. Der Waldbesitzer hat in diesem Fall solche Maßnahmen zu dulden."

Grundlagen einer naturnahen Waldbewirtschaftung
Unter "bestimmte forstliche Wirtschaftsmaßnahmen" wird zum Bsp. geregelt ob überhaupt ein Forester/Harvester eingestzt werden darf. Kahlschlag ist in Hanglagen generell verboten. Es dürfen nur einzelne Bäume entnommen werden. Dies macht den Einsatz eines Harvesters i.d.R. bereits unwirtschaftlich.
 
Tomcat1960

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Rücksichtnahme auf verängstigte Wanderer ist dann auch kein Thema mehr, haben ja ihre "Only DAVler Pfade".(y)(y)
Und du wunderst dich über Feindseligkeit gegenüber MTB/eMTB-Fahrern?

Rücksichtnahme sollte immer ein Thema sein.
 
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10tausender

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Kahlschlag ist in Hanglagen generell verboten. Es dürfen nur einzelne Bäume entnommen werden. Dies macht den Einsatz eines Harvesters i.d.R. bereits unwirtschaftlich.
Das stimmt nicht. Gerade bei 'Einzelentnahme' ist ein Harvestereinsatz besonders wirtschaftlich im Vergleich zum Windeneinsatz.

Die Wälder in den Alpen sind i.d.R. sogenannte Bannwälder
Das 'i.d.R.' stimmt auch nicht. Schon gar nicht auf den Alpenraum außerhalb Bayerns bezogen.
 
Electric

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Die Wälder in den Alpen sind i.d.R. sogenannte Bannwälder die eine Schutzfunktion (Lawinen/Muren etc) für die Siedlungen in den Tallagen übernehmen....(2) ....können...bestimmte forstliche Wirtschaftsmaßnahmen vorgeschrieben werden.... Sind...erforderlich, so können diese demjenigen auferlegt werden..."...Kahlschlag ist in Hanglagen generell verboten.
Wie man sieht hat der Seehofer recht damit, die Gesetze etwas komplizierter zu schreiben, damit keiner mehr etwas kapiert und aufmuckt. Das gilt allerdings für Schlaue, hier ist es einfach geschrieben und wird dennoch auch nicht annähernd verstanden. :ROFLMAO:

Da steht „kann“. Das macht man so, wenn man den Laien besänftigen will. Tatsächlich ist nämlich überhaupt nichts geschützt. Ist ja auch klar, die CSU ist Lobbypartei aller Jäger, Waldbesitzer und Großbauern.

Soso, Bannwälder. Da denkst du also, das seien Wälder mit einer Schutzfunktion. Das sind sie nicht! Insofern ist es richtig - die Wälder in den Alpen sind idR Bannwälder. Nur, dummerweise ist „Bannwald“ folgendes:
Bannwald; Erklärung - BayernPortal
Es ist also in Bayern ein anderes Wort für „Waldgebiet“. Nicht zu verwechseln mit „Schutzwald“. Der wäre tatsächlich schützenswert. Zumindest theoretisch:

Dein Beispiel Kahlschlag in Hanglagen. Das fände ich logisch, wenn das untersagt wäre. Ist es aber nicht, im Gegenteil: §14.3 BayWaldG: „Der Kahlhieb im Schutzwald bedarf der Erlaubnis. Sie ist zu erteilen, sofern sich aus Abs. 4 nichts anderes ergibt.“ Und in 4. stehen drei butterweiche Sätze, der jeder Antrag statthält. Man hat ein Recht auf Erteilung. Anders als wenn da stände „ist nur zu erteilen, wenn..“ oder, „ist nur im Ausnahmefall zu erteilen.“ Also ist selbst der Schutzwald nicht wirklich geschützt...

Du siehst: Man sollte genauer hinschauen und, vor allem, ein gewisses Grundwissen haben, wenn man mitdiskutieren will.
 
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Gerade bei 'Einzelentnahme' ist ein Harvestereinsatz besonders wirtschaftlich im Vergleich zum Windeneinsatz.
Dein Beitrag läuft unter: Einfach mal was behaupten, Hauptsache man kann widersprechen.

" Die wirtschaftliche Untergrenze für einen Harvestereinsatz liegt je nach Gerätestärkeklasse bei etwa 500 bis 1000 Festmeter. …..
Harvestereinsätze müssen gut geplant sein, was jedoch mehr Aufwand als für herkömmliche Holzernteverfahren erfordert. Da es sich um teure Maschinen handelt, rechnen sich diese nur bei entsprechend hoher Auslastung. "
Was man über den Harvestereinsatz wissen sollte

Das 'i.d.R.' stimmt auch nicht. Schon gar nicht auf den Alpenraum außerhalb Bayerns bezogen.
Die genauen Zahlen für Österreich (also außerhalb Bayerns) findest du hier:
Der Objektschutzwald - Bedeutung und Herausforderung

Wenn du das nächste mal Behauptungen hier einbringst, solltest du dich vorher informieren und auch deine Behauptungen mit Fakten u. Daten belegen.
 
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systemgewicht

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Dann soll praktisch der Bundesrat / Bundestag den Waldbesitzern verbieten/untersagen mit dem Harvester in ihren Wald zu fahren!!
Also ich zumindest habe kein Problem mit dem Harvester. Der Wald ist zum größten Teil eine Wirtschaftsfläche und muss bearbeitet werden.

Ich finde nur scheinheilig wenn man über eMTBs ob derer Naturzerstörungsgewalt schimpft, die in derselben Größenordnung wie die eines Wanderers liegt (+/- 30% egal), wo ein einziger Harvester tausendfach mehr Schaden anrichtet.
 
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Nur, dummerweise ist „Bannwald“ folgendes:
Das was in Österreich Bannwald heißt, hat in Bayern nur einen anderen Begriff. In Bayern nennt sich das Schutzwald.
Deshalb schrieb ich ja " in den Alpen sind i.d.R. sogenannte Bannwälder die eine Schutzfunktion..."
Genau um diese Gebiete dreht sich ja u.a. die Diskussion zur Mtb-Nutzung in den Alpen

"Art. 10 Schutzwald

(1) Schutzwald ist Wald
1. in den Hoch- und Kammlagen der Alpen und der Mittelgebirge,
2. auf Standorten, die zur Verkarstung neigen oder stark erosionsgefährdet sind,
3. der dazu dient, Lawinen, Felsstürzen, Steinschlägen, Erdabrutschungen, Hochwassern, Überflutungen, Bodenverwehungen oder ähnlichen Gefahren vorzubeugen oder die Flussufer zu erhalten.
BayWaldG: Art. 10 Schutzwald - Bürgerservice

Von daher hast du natürlich recht:
Man sollte genauer hinschauen und, vor allem, ein gewisses Grundwissen haben, wenn man mitdiskutieren will.
 
OldMan54

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@Tomcat1960
Aha. Und du hast keine, auch nicht die leiseste Ahnung, wo gewisse Animositäten ihren Ursprung haben könnten?
Ich will von niemandem etwas, einfach in Ruhe Biken, Wandern etc.
Dazu gehört von meiner Seite, dass ich immer stark abbremse, in langsamem Tempo an Fußgängern, Hundebesitzern, usw. vorbei fahre und freundlich Grüße.
Wenn irgendwo jemand mit Defekt steht, frage ich immer nach, ob Hilfe benötigt wird.

Wer mich blöd anmacht, bekommt eine passende Antwort, gefällt nicht allen, ist mir aber völlig.....
Wer mich anfasst, eine Warnung, (ich weise jeden auf meinen ehemaligen Beruf hin), danach muss er mit den Konsequenzen seines Handelns leben, so wie ich auch.
Ich suche keinen Streit, aber laufe oder fahre auch nicht weg :cool:

Hat bis jetzt funktioniert, manchmal knapp, aber so ist das Leben ;)
 
Electric

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Lieber @EMS , du darfst gerne deine Aussagen nachträglich umdefinieren.
Das ist dann der richtige Zeitpunkt für mich, den Kopf zu heben und aus dieser Diskussion zu gehen.
Ich denke, für die vielen, die sich für das Thema interessieren, ist meine Sachinfo platziert worden:
Es handelt sich bei Naturfreunden/Wanderern nicht um Gralshüter einer Naturlandschaft mit besonderen Privilegien oder Rechten. Es handelt sich um gegen Geld (Steuerprivilegien) geduldete Besucher in einer Produktionsanlage (Wald). Genau wie Radfahrer, die ausdrücklich seit jeher erwähnt sind. Es gibt also keine neue Gefahr. Sondern es geht den Wanderern eher so als wenn die Doppelhaushälfte neben einem lange unbewohnt ist und plötzlich eine Familie mit Kindern einzieht. Man fühlt sich gestört, obwohl alles rechtens ist.
 
EMS

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"Neuer Mountainbike-Leitfaden soll die Landschaft schonen"
Neuer Mountainbike-Leitfaden soll die Landschaft schonen

du darfst gerne deine Aussagen nachträglich umdefinieren
Das Problem sind in diesem Fall die unterschiedlichen Begriffsdefinitionen zwischen Bayern und Österreich.
Genau aus diesem Grund lautet mein Satz ja auch "Die Wälder in den Alpen sind i.d.R. sogenannte Bannwälder die eine Schutzfunktion.."
Die Schutzwälder bzw. Bannwälder in den Alpen kann man aber nicht als "Produktionsanlage (Wald)" ansehen. Hier ist der wirtschaftliche Nutzen zu gering. Das trifft auf alle leichter zu bewirtschaftenden Waldflächen zu, aber nicht auf Steilhänge usw..
 
Tomcat1960

Tomcat1960

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Ein Waldbesuch ohne Steilhänge kommt mir auch reichlich sinnfrei vor für Mountainbiker.
 
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