Umbauten mit Sets von ATM

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paukenschlag

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Nachdem ich bei der Vorbereitung auf meine ersten Umbauten hier im Forum viele Anregungen gefunden habe, möchte ich die Räder nun kurz vorstellen. Auch wenn sie sicher nicht spektakulär und bewusst einfach gehalten sind, kann vielleicht der nächste Neuling davon profitieren.

Für das erste Rad habe ich zuerst das bekannte Set von Yose Power bestellt, musste das aber wegen einer beschädigten Felge und falsch gesetzten Gewindebohrungen für die Bremsscheibe reklamieren. Zu meinem Glück hat sich der Händler bei Reklamation so dämlich angestellt, das ich das Set zurückgegeben und das im Forum schon erwähnte Set von ATM bestellt habe:
http://www.atmparts.eu/p24_eu/eshop/de/2W

Die ATM-Sets haben einige Vorteile, wie die offiziellen 250 Watt Nennleistung, ein Zwischenstecker im Motorkabel, ein einfacher und flexibel zu verbauender PAS und einen wesentlich besseren Service.


Das erste Rad ist für meine Frau, als Nahverkehrsrad in Stuttgart (Steigungen) und als Urlaubsrad für unsere Nordseeurlaube (Gegenwind, Reichweite).

Der Steckbrief:

Rahmenset von Poisson incl. Gabel (über ebay)
3x9-fach Antrieb mit neuen Altus- und alten LX-Teilen
einfache Shimano Scheibenbremse
Umbauset für das Vorderrad
10s3p Softpackakku von enerdan im Vaude „Cruiser bag“
3€-ebay-Satteltasche für Kontroller und Kabelüberlänge
Vaude „Tube bag S“ unter dem Vorbau für den Verteilerknubbel des Displaykabels
Gepäckträger „Disco“ von Tubus


Auch bei dem ATM-Vorderrad-Set sind die Gewindebohrungen für die Bremsscheibe etwas nach innen versetzt. Die Schrauben verkanten beim Anziehen und spätestens beim ersten Scheibenwechsel ist das Gewinde hin. Mit einer Feile zum Schärfen von Sägeketten, Durchmesser 4,8 mm habe ich die Schraubenlöcher der Scheibe um 0,1 bis 0,2 mm nach innen erweitert, dann ließen sich die Schrauben spannungsfrei eindrehen.

Auf der Bremsseite musste ein 1mm Spacer auf die Achse, damit die Bremsscheibe frei läuft.

Gewicht lt. meiner Kofferwaage incl. Akku, Beleuchtung, Gepäckträger: 18 kg.

IMG_20171229_134232.jpg

Weil der Umbau so schön geklappt hat, wurde gleich der Hinterrad-Umbausatz für mein 26er MTB bestellt. Auch hier war ein Gewinde für die Bremsscheibe defekt, ein Ersatzrad kam nach wenigen Tagen.

Hier steckt im Cruiser Bag nur ein 2p-Akku, das Display habe ich mit einem alte CatEye-Lampenhalter befestigt. Der PAS wurde rechts zusammen mit 2 0,7 mm Spacern anstelle des 2,5mm Spacers hinter die Lagerschale geklemmt, die Magnetscheibe mit einem 45mm Topfbohrer zum Magnetring aufgebohrt und auf das kleine Kettenblatt geklebt. Motor-, Akku- und Displaykabel sind sehr sparsam mit wenigen Klettbänder und 2 gummierten S-Haken befestigt, so dass ich das Rad wieder schnell zurückbauen kann.

Leider greifen die Nasenscheiben nicht, ich muss also noch eine Drehmomentstütze einbauen. Bis dahin ist der Motor auf max. 8A gedrosselt, bisher ging alles gut.

Gewicht wie auf dem Bild zu sehen incl. Akku 16 kg.

IMG_20171224_145112.jpg IMG_20171224_145554.jpg IMG_20171224_150347.jpg
 

paukenschlag

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Noch ein kleiner Nachtrag:
Bei dem HR-Motor musste ich rechts 1mm und links 2mm zusätzlich unterlegen.
Zum Anschließen des Akkus haben beide Controller einen XT60 Stecker an kurzen Litzen. Das Kabel zum Akku muss man also noch selber machen (lassen), dann aber auch kein dickes überlanges Akkukabel verstauen.
Der Vorderradantrieb (der ja durch die Eigenleistung hinten zum Allradantrieb wird) ist für weniger geübte Radfahrer wohl die bessere Variante. Die Motoren haben ja keine Antischlupfregelung, bei Hinterradantrieb und rutschigem Untergrund dreht das Hinterrad sicher schnell durch und bricht aus. Das Fahrgefühl ist auf jeden Fall sehr entspannt und auf festem Untergrund hatte ich bisher auch bei steileren Anstiegen keine Probleme.
Bei einer eingestellten Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h unterstützt der ungedrosselte Motor recht stark bis 24 km und regelt dann ab. Der auf 8A beschränkte Motor reduziert die die Leistung bereits ab 20 km/h, für eine sportlich Fahrweise mit viel Eigenleistung passt das sehr gut.
Einziger Wermutstropfen bisher: Die Motoren sind etwas lauter als erhofft. Vor allem am Berg bei starker Leistung ist der VR-Motor deutlich zu hören, der HR-Motor ist unauffälliger.
 
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