Umbauideen mit alten Yamaha Antrieb

Dieses Thema im Forum "Umbau-Pedelecs" wurde erstellt von bbike, 05.07.17.

  1. bbike

    bbike

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    Hallo
    Ich möchte hier nach einigen Erfahrungen mit dem alten Yamaha-Antrieb meine neusten Selbsbauprojekte vorstellen oder auch als Anregung für andere die sich etwas ähnliches vorstellen könnten . Ich halte diesen Antrieb
    S7305393.JPG
    für einen der besten und kenne die wenigen Schwachstellen . Ich hatte noch keinen Antrieb mit mechanischen Defekte . Bei meinen letzten Umbauten wo ich den Antrieb eigendlich nur zur messung des Drehmoment einsetze konnte ich auch Kritiker begeistern .
    DSCN0646.JPG DSCN0566.JPG
    Die neuen Projekte werden trotz der gleichen Grundlage sehr verschieden . Zum einen will ich wieder nur die Messung des Drehmoment und die Drehzahl für einen Nabenmotor nutzen und in ein Trike einbauen . Das zweite Projekt soll ein eher einfacher aber fast lautloser bürstenloser Mittelmotor werden und das letzte Modell soll trotz des orginal Bürstenmotor zum leistungsstarken und auch optisch schönen Mittelmotor-MTB aufgebaut werden .

    Zuerst will ich aber mal auf den Grundantrieb eingehen und den Aufbau anhand von Bildern euch zeigen .
    Der Antrieb besteht aus drei Getriebestufen . Die erste sitzt direkt am Motor und ist ein Rollenplanetenradsatz . Dieser ist vollkommen gräuschlos und mit dem Freilaufkörper verbunden und dieser wiederum mit dem schrägverzahnten Kegelrad .
    DSCN0749.JPG DSCN0746.JPG DSCN0747.JPG
    Kegelrad und Tellerrad ergeben die zweite Getriebestufe für den Elektromotor . Das Tellerrad steht in direkter Verbindung mit dem Kettenrad .
    DSCN0750.JPG
    Die dritte Getriebestufe wird zur messung des Drehmoment zwischen den Kurbeln und dem Kettenrad genutzt . Wenn es von interesse ist versuche ich mal Bilder am offenen Antrieb zu machen , so das man erkennt wie das ganze funktioniert .
    DSCN0752.JPG
    Zur messung des Drehmoment werden zusätzlich zum Planetenradsatz mit Träger diese Feder und der Sensor gebraucht .
    DSCN0753.JPG
    Einziger Schwachpunkt den ich kenne ist dieser Sensor . Nicht elektrisch , sondern das der Hebel an der Aufname bricht und sich somit verstellt . Sollte das der Fall sein geht nichts mehr und Ersatz gibt es nicht mehr .
    Zur Zeit suche ich nach eine Reperaturlösung oder eine andere Lösung einer Drehmomentmessung .
    Bin für jeden machbaren Vorschlag dankbar .

    Grüße
     
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  2. mrmomba

    mrmomba Guest

    Hallo,
    Hast du Abmessungen von dem 'Hebel'?
    Genialer wäre eine CAD 3D Zeichnung.

    Mein Kumpel hat ein 3D Drucker.
     
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  3. RUBLIH

    RUBLIH

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    Ich muß gestehen, daß man bei Panasonic sich richtig Gedanken zum Antrieb gemacht hat - RESPEKT !

    Die Dimensionierung Positionierung der Komponenten und das Konzept - sehr interessant. Massive ReibrollenPlanten 4 an der Zahl, Stahlplaneten zur Drehmomenterkennung, Winkelgetriebe, der Freilauf ist ein "Gedicht" -davon träumen Boschfahrer, usw.

    Im Vergleich dazu ist Boschkram einfallslos, primitiv, traurig anzusehen. Da dreht sich Robert im Grabe um, daß so ordinärer Kram seinen Namen trägt. Innovation kann man beim Panasonic ablesen - so sieht Technik aus !

    Der Hebel bricht wohlmöglich in Folge eines zu starken Antrittes ?
    Druck in Plastik ist sicher besser, als den in Stahl anzufertigen - damit zerstört man alternativ den Motor ?
     
    Zuletzt bearbeitet: 05.07.17
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  4. trialero

    trialero

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    mehrere
    wieder n schönes Bike von dir Bernd
     
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  5. Hochsitzcola

    Hochsitzcola

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    Interesse !!! :)

    Gibt es ein Foto von dem verbogenen/gebrochenen Hebel? Den Defekt habe ich auf den Fotos nicht entdecken können....

    Wenn es nur die Mechanik ist, sollte ein Hammer und ein Schweißgerät zum Reparieren reichen :eek:

    YamahaPanasonic !?

    Gruß
    hochsitzcola
     
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  6. bbike

    bbike

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    Hallo
    Noch sind wir beim Antrieb aber ich hoffe das ich für dich und @Old Grizzly was zur nächsten Probefahrt fertig bekomme .
    @RUBLIH außer das du den Markenhersteller verwechselt hattest gebe ich deiner Antwort im vollen Umfang recht .
    Erinnert etwas an Motorradmotore . Ich weiß jetzt nicht ob dieser Hersteller auch was mit den Motorradhersteller zu tun hat .

    Also die Idee ist nicht schlecht . Da es bei mir jetzt der eine Hebel ist schnitze ich gerade einen aus Alu .
    Aber ich könnte mir eine ganz andere Lösung auch vorstellen da ich den Sensor als Ersatzteil nirgends gefunden habe .

    Der gezeigte war auch ok .
    Hier ein Bild
    DSCN0760.JPG
    Ich weiß das du ein Drehmomentmessfan bist . Ich habe zur besseren Erkennung mal Sensorhebel und Feder wo sich der Planetenträger abstützt eingefärbt . Statt festgeschraubt dreht dieser sich und wird durch eine Feder festgehalten .
    Bild 1 ohne Last
    DSCN0758.JPG
    Bild 2 bei Vollast
    DSCN0757.JPG
    Eine Nachjustierung ist durch die Langlöcher am Sensor möglich
    DSCN0759.JPG

    Grüße
     
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  7. Hochsitzcola

    Hochsitzcola

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    Bei dem grossen Hebelweg könntest du einfach den Hallsensor aus einem Gasgriff ins Gehäuse kleben und einen Magneten auf die obere Nase von dem Planetenträger. Dann bekommst du ganz bequem dein 0-5V Drehmomentsignal. Über die Positionierung von Hallsensor zu Magnet kannst du die Empfindlichkeit einstellen.
    Wobei mich es stark wundert, daß dieses Kunststoffhebelchen abgebrochen ist, ist der Sensor so schwergängig?! Oder bekommt er nennenswert Temperatur ab?

    Gruß
    hochsitzcola
     
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  8. RUBLIH

    RUBLIH

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    Der Hebel scheint doch durch Überlastung zu brechen.

    Entsprechend sei gegeben falls die Feder zu verstärken, da diese zu sehr gestaucht wird, was zu einer übermäßigen Betätigung und Bruch des Hebels führt ?

    Über den wird im Normalfall wohl gar keine Kraft übertragen, sondern eine Auslenkung gemessen.

    Verstärkt man den Hebel, wird der Sensor zerstört, meine Vorstellung der Technik.


    Ok Yamaha, warum auch immer Panasonic in meinen Kopf umherirrte.

    Eindeutig japanisch, echte Ingenieurskunst, frei von deutscher Armseeligkeit.
     
  9. bbike

    bbike

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    Hallo
    Die Idee ist sehr gut und ich habe schonmal probeweise ein bar Versuche gemacht . Wobei die Auslenkung eher gering ist . Die Feder zum gegenhalten ist sehr hart . Das ganze bewegt sich nur wenige mm .
    Der Bruch kann meiner Meinung nach zwei Gründe haben . Kunstoff unterliegt einen Alterungsprozess und wird im alter etwas spröde und härter durch verflüchtigen der Weichmacher oder beim Montagefehler . Da man den Hebel nur in einer Position mit ausgebauter Feder einfügen kann , sonst steht er hinter dem Hebel und verklemmt sich . Ich habe jetzt einen Hebel aus Alu gefeilt und mir ist jetzt schon klar das dieser an der Auflagefläche wohl einen stärkeren Verschleiß hat wie der zähe Kunstoffhebel .
    @RUBLIH die Bewegung ist eher gering . Der Sensor selbst hat einen sehr weiten Weg aber die Messung selbst betrifft nur ein Bruchteil davon . Also der Sensor läuft nie auf block ( wenn er richtig eingebaut ist ) . Die Einstellung des Sensors ist etwas fummelig da er außerhalb des Messbereich nicht funktioniert .
    Das mit dem verstärken der Feder habe ich im oben gezeigten Haibike gemacht um das Ansprechverhalten zu ändern .
    Heute geht es an beide Fahrradrahmen und eine Halterung für das Trike .

    Grüße
     
  10. bbike

    bbike

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    Hallo
    Der erste Rahmen mit eingebauten Antriebsgehäuse ist soweit aufgebaut . Jetzt stellt sich für mich die Frage welcher Motor eingebaut werden soll . Zum einen könnte ich den orginalen Bürstenmotor verbauen oder ich rüste auf Bürstenlos um . Der Bürstenmotor hat 24v und 220 Watt laut Angabe . Bei einen Versuchsaufbau habe ich den Motor mit 36 Volt und einem 500 Watt Regler betrieben und das ganze hat funktioniert .
    Meine Frage klinkt sicherlich für Elektriker etwas primitiev aber was macht es für einen Unterschied beim Betrieb statt 24 v und 250Watt Controller gegen 36 v mit 250 Watt Controller . Oder ist der 36 Volt Controller überlastet da ja rein rechnerisch weniger Ampere fliesen .

    Grüße
     
  11. bbike

    bbike

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    Hallo
    Auch mein zweiter Rahmen nimmt Formen an . Bei der Schaltung möchte ich auch zwei unterschiedliche Wege gehen . Zum einen einfache etwas modifizierte 3 Gang Nabenschaltung und beim anderen eine 9 oder 10 Gang Kettenschaltung . Hätte dazu am liebsten hinten für große Steigungen hinten ein 40-42 Ritzel verbaut . Finde dazu nicht wirklich das richtige Schaltwerk . Bei allen die ich finde steht bis 36 Zähne . Kann mir mal einer einen Link schicken oder eine Bezeichnung für ein Schaltwerk das von 11 bis 40 oder 42 geht .
    Grüße
     
  12. Meister783

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    Na und???
    Mein Shimano XTR 10-fach kann auch mit 11-fach (max.42) umgehen.
    Aber nur mit Sram 11-fach Trigger.
    Im schlimmsten Fall brauchst du eine länger B Schraube. Aber auf jeden Fall ein Schaltwerk mit langem Käfig.
     
  13. gerry.k

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    Ein SLX 11-fach Upgrade Kit mit Schalthebel, Schaltwerk, 11-42 Kassette und Kette kostet keine 160€.
    Lohnt sich da der Kauf von gebrauchten Teilen aus ebay mit zweifelhaftem Verschleißzustand?
     
  14. Kraeuterbutter

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    lässt sich sowas auch mit 9-fach Kettenblättern kombinieren ?
     
  15. bbike

    bbike

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    Hallo
    Heute mal ein kurzes Update zu meinen Yamaha Projekten . Die beiden Grundrahmen sind soweit fertig aber weder der Motor im grauen Rad ( Bürsten oder Bürstenlos ) wie auch die Schaltung im anderen sind entschieden . Da ich im zweiten Rad vielleicht Grimeca Felgen nehmen will macht es nicht leichter , da diese nur mit Schraubkranzgewinde sind und hier große Ritzel und richtig kleine eher selten sind .
    @gerry.k vielen Dank für den Link . So ein kompletter Satz macht echt Sinn . Da dies nicht mein einziges Projekt ist hilft mir das ein ganzes Stück weiter .

    Grüße
     

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  16. oger

    oger

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    Sieht schon mal prima aus.
    Machst du die Schweissarbeiten selber?
    Das ist Stahl, oder? ist bestimmt einfacher zu schweissen als Alu. Was muss man dabei beachten?
    Ist es auch wichtig, wie bei Alu die innere Materialspannung abzubauen?

    Gruss
     
  17. bastl-axel

    bastl-axel Guest

    Jo.
    Welche denn? Mir sind noch gar keine aufgefallen.
    Wenn du so schon fragst, ist es wohl nix für dich, denn dann hast du ja nicht mal die Grundkenntnisse.
    Ist ja nicht mal bei Alu immer nötig. Hängt halt von der Legierung und von den Schweißnähten ab.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16.07.17
  18. oger

    oger

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    Eigentlich hatte ich dich nicht gefragt, und den Kommentar hättest du dir sparen können, da unnötig.
    Werde auch nicht auf das Problem der internen Spannung des Alu eingehen, da du hier anscheinend keine Kenntnisse hast.
     
  19. bastl-axel

    bastl-axel Guest

    Aber du? Warum fragst du dann so einen Kram, den nur Leute mit Halb- oder gar keinem Wissen fragen?
    Denn jemand, der etwas Ahnung hat, fragt nicht, ob Alu schwerer zu schweißen ist, als Stahl, der weiß das.
    Als ich bei der Lufthansa in der Werkstatt arbeitete gab es schweißbare Alulegierungen, welche, nach dem Schweißen, nur kalt ausgelagert wurden und bei einer der zwei üblichen Alu-Legierungen bei Fahrradrahmen ist es genauso.
    Das sagt dir Einer, der Alu-Hilfsrahmen bei Audi und BMW schweißen darf.
     
  20. oger

    oger

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    Ich frag so einen Kram, weil ich es einfach wissen möchte.
    Und dieses Forum gibt mir die Möglichkeit dazu, ob es dir nun passt oder nicht.
    Mir gefällt halt deine Arrogante Art nicht, wie du solche Fragen beantwortest, obwohl du gar nicht gefragt wurdest.
    Brauchst gar nix zu posten.
     


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