Tubeless (Schlauchlos-System): Montage, Dichtmilch, Vor- und Nachteile, Probleme

Diskutiere Tubeless (Schlauchlos-System): Montage, Dichtmilch, Vor- und Nachteile, Probleme im Fahrradkomponenten, Zubehör, Ausrüstung Forum im Bereich Diskussionen; Ja klar. Nur ist die Milch ja nur zur Pannensicherheit drin. Zum Gewichtsvergleich müsstest die dann auch in deinem Schlauch einfüllen. Und ja...

avau

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Jo, Schauch mit Ventil 85g vs. TL Ventil 2-5g + 90-120ml Milch.
Ja klar. Nur ist die Milch ja nur zur Pannensicherheit drin. Zum Gewichtsvergleich müsstest die dann auch in deinem Schlauch einfüllen.
Und ja, bei mir waren die Räder meistens auch ohne Milch schon dicht.
Fülle die aber dennoch zur Sicherheit rein.(y) Hat mir auch schon geholfen.
 

emitter1

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Snake Bites hatte ich früher an meinem alten GT-LTS ab und zu mal. Seit TL kein Thema mehr - selbst bei meinem vorigen Bike, wo ich bei TL mal einen Durchschlag und eine kleine Kerbe im Felgenhorn hatte (vermutlich Fahrfehler von mir) - lief ohne Probleme noch ein paar tausend km bis zum Verkauf und vermutlich heute noch.
 

emitter1

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Wenn Dichtmilch und auch kein anderes wirklich gleichwertiges zusätzliches Pannenschutzverfahren für solche Schläuche mangels Eignung in Frage kommt, dann kann man sich nicht im Vergleich eine TL Variante die ebenfalls ohne Dichtmilch funktioniert hier mit dem Zusatzgewicht der Extrafunktion „Pannensicherheit“ beaufschlagen. Das wäre schlichtweg verfälschend und „schön gerechnet“
 

tw463

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Hört doch auf mit dem Quatsch.

TL ohne Dichtmilch ist nun wirklich keine Option und die Gewichtsersparnis ist zwar schön, aber die macht den Braten auch nicht fett (mindestens bei uns im Hobbybereich).

Beide Systeme haben ihre Berechtigung und beide haben ihre Nachteile. Ich bin zwar ein grosser TL-Fan, aber letzthin habe ich mich gewaltig geärget, weil ich auf die Schnelle was optimieren wollte und das dann gewaltig in die Hose gegangen ist.

Mir fällt bei mir selbst auf, dass ich persönlich etwas oft dann am vehementesten vertrete, wenn ich mich selbst davon überzeugen muss, richtig gehandelt zu haben.
Ein gutes Beispiel dafür ist das Motorenkonzept. Anfänglich tendierte ich zu einem Nabenmotor und kam nach reiflicher Überlegugn dazu, dass sich für meine Bedürfnisse ein Mittelmotor besser eignet. Diese Entscheidung muss ich vor mir selbst immer wieder verteidigen, wenn mich ein Bike mit Nabenmotor schwungvoll und geräuschlos überholt, oder der Fahrer auf einer Abfahrt rekuperieren kann.
Dadurch entsteht eine gewisse Rigidität. Weil ich mich ja nicht teilentscheiden konnte, sondern mich klar zum einen oder anderen Konzept durchringen musste, muss ich vor mir gewissermassen die guten Gegenargumente ausblenden um voll hinter meiner Entscheidung stehen zu können.

Manchmal hilft es, sich zu überlegen, wie man argumentieren würde, wenn man sich zuvor anders entscheiden hätte.
Es gibt in der Regel mehr als nur eine Wahrheit
 

emitter1

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Weshalb Quatsch?
Wer schon nach diesen 50gr fragt, der kann easy als Hochleistungssportler auf seinen Trainigsstrecken auch alle paar Tage nachpumpen...
Im Übrigen muss ich da keinerlei Rigidität zeigen, da ich lange Zeit beides eingesetzt habe und für mich persönlich die noch immer gültige richtige Entscheidung getroffen habe - wohlwissend, dass unter anderen Einsatzbediungungen andere Lösungen besser oder zumindest praktikabler sein können.
Ich wehre mich lediglich gegen immerwährende verallgemeinerte Totschlagargumente - was für den einen unter seinen Einsatzbedingungen gilt soll für mich mit vielleicht (und ggf. ohne dass er andere das weis oder gar beurteilen könnte) gänzlich unterschiedlichen Voraussetzungen ebenfalls gelten. Genau da werde ich dann rigide, um den Ausdruck nochmal aufzunehmen (die sprachliche Tiefe der Wortbedeutung mag ja in der Schweiz anders / milder, als in Deutschland sein).
 

cube_one

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Heute habe ich meinen Trecker mal wieder auf seine Sommerreifen gestellt.
Vor recht genau einem halben Jahr hatte ich Maxxis montiert, mit der Conti-Milch befüllt und mich seitdem, bis auf Luftdruckkontrolle, weiter nicht mehr drum gekümmert.
War überrascht, wieviel Milch da noch rumschwappte. Hätte man also noch 'ne ganze Zeit sorgenfrei mit weiterfahren können. (y)

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Als Felgenband hatte ich vor einem Jahr Silorep.-klebeband genommen und auch nur in einer Schicht aufgetragen. War alles noch tadellos und auch nirgends von der Milch unterwandert. Hatte mir sicherheitshalber schonmal neues bestellt, aber das wird jetzt wohl noch länger im Vorratsschrank liegen.
 

Geierlamm

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Das Gewicht zwischen TL und Schlauch ist sehr ähnlich, da die TL Reifen gleicher Marke meist ein
paar Gramm schwerer sind.
Was man aber deutlich spürt ist die Walkarbeit des Schlauches die entfällt.
Stimmt für meine, von dir empfohlene Reifenwahl, ich habs gewogen.
Und dicht ist der Reifen. Besser Rollen auf Asphalt? Nun ja, im reinen Hobbyradlerbereich sind die Unterschiede zwischen zwei
- hochwertigen!- Reifen meiner Ansicht nach kaum spürbar.
Ich hab vor allem wegen der größeren Breite und geringerem nötigen Luftdruck umgerüstet. Fährt sich auf Schotter deutlich besser.
Im Übrigen galt früher zumindest im Rennradbereich: vor jeder Tour wird der Luftdruck geprüft und meistens musste man, weil die Schläuche so leicht und dünn wie möglich gewählt wurden, auch nachpumpen.
Also nix neues.

Gruss
Geierlamm
 

Meister783

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Geierlamm

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Latexschläuche wahrscheinlich.

Bei schmalen Reifen die mit viel Druck gefahren werden merkt man wahrscheinlich nichts.
Bei den breiten MTB Reifen ist da schon ein deutlicher Unterschied.
Ja latex, war auch so eine Manie, weil erst wirksam bei Leuten die einen 37er Schnitt anpeilen durften.
Ja die breiten mtb Schlappen dürften wegen der sehr schweren Schläuche am meisten davon profitieren. Doch auch da ist viel Voodoo im Spiel.
In den alten Moser MTB Führern war zumeist die halbe Strecke auf Asphalt zurückzulegen und mindestens ein weiteres Viertel auf mehr oder weniger groben Schotterstrassen. Mit ein bißchen Fahrgefühl und Technik brauchts da keine Superbreitreifen.
Irgendwelche Bike park Turnübungen interessieren mich nicht. Aber nichtsdestotrotz habe ich mich von der Brauchbarkeit des Schlauchlos Konzepts überzeugt. Mein Gravel ist deutlich vielseitiger nutzbar, wenn auch nicht unbedingt schneller.

Gruss

Geierlamm
 

Geierlamm

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Trekkingreifen fahr ich nicht, hab da keinen Schimmer!
Wenn ein Reifen kein Slick und mehr als 400 gr wiegt, gruselts mich schon, aber gut mit Motor ändert sich da einiges.

Gruss
Geierlamm
 

OldMan54

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@Geierlamm

Hier geht es um Tubeless, was früher zu Moser Zeiten mit 26 Zoll Stand der Technik war, ist heute deutlich überholt.
Niemand muss MTB mögen, aber Kommentare sollten schon irgendwie Sinn machen und zum Thema passen.
 

Schnipp

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Weitere OT-Beiträge gelöscht!

Manchmal kommt man hier echt ins zweifeln.
@OldMan54 hat es schon angesprochen, da braucht man nicht weiter OT zu diskutieren welche Reifenarten wozu taugen und genutzt werden dürfen.

Hier geht es um Tubeless in seiner technischen Form und Praxiseinsatz.
 

KalleAnka

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Darf ich meine bisher unbeantwortete Frage nochmal aufgreifen? Ein kleiner Hinweis wäre super, ich tippe auf 35 mm? :)
Ich fahre an allen meinen Laufrädern DT-Swiss (1500, 1700, 1900) und RaceFace ARC HD die 35mm Variante. Die Ventile sind sowieso nicht wahnsinnig stabil, ich würde also so kurz wie möglich empfehlen.
 

cube_one

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Ich fahre an Fully und Fatty Ventillängen zwischen 44 und 48 mm.
Noch länger würde ich aber auch auf keinen Fall nehmen. Da hätte ich doch Bedenken, dass sie sich durch die Fliehkräfte zu sehr bewegen und dadurch undicht werden.

Habe übrigens am Wochenende zum ersten Mal eines der günstigen aus China montiert. Funktioniert wirklich prima und hat einen guten Luftdurchsatz, der auch den "Plöpp" erleichtert. Qualitativ stehen die günstigen den mind. 5x so teuren Markenventilen in nichts nach.

China-Ventile

s-l1600.jpg

Man findet das Paar bei ebay mittlerweile auch schon unter 4€.
 
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