TRELAGO Speedster (Schweiz) - Test und Erfahrungen

Diskutiere TRELAGO Speedster (Schweiz) - Test und Erfahrungen im S-Pedelecs und anderes mit E-Motor Forum im Bereich Diskussionen; Aktuell ist wohl bei jeder Stufe die maximale Leistung eingestellt und nur die Geschwindigkeit begrenzt. D.h. der Motor kann in jeder Stufe...
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buda5767

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Aktuell ist wohl bei jeder Stufe die maximale Leistung eingestellt und nur die Geschwindigkeit begrenzt.

D.h. der Motor kann in jeder Stufe überhitzt werden. Die Nabenmotoren haben aber einen sehr schlechten Wirkungsgrad wenn die Umdrehung zu klein wird, d.h. < 12km/h. Hier wird sehr viel Wärme statt mechanische Energie erzeugt, d.h. ihr schafft das gefühlsmässig schneller als bei schnellen Geschwindigkeiten.
 
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ebiker7

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Hallo buda5767

Es ist klar, dass eine Änderung der Steuerungcharakteristik nicht einfach und für uns Laien eigentlich nicht möglich ist. Sehr wohl aber für den Motor Hersteller Bafang und des E-Bikes. Die Art der Motorsteuerung entscheidet, wie gut oder schlecht sich ein E-Bike fährt. Das speedster ist meiner Meinung nach sehr gut eingestellt, weil die Motorkraft weich einsetzt und auch bei hohen Geschwindigkeiten alles sehr angenehm zu fahren ist. Die vom Controller abgegebene Leistung zum Motor ist dabei nicht immer maximal. Ein solches Verhalten wäre nicht fahrbar, weil dann der Controller dauernd ein- und ausschalten müsste und dies würdest du als Ruckeln feststellen. Abgesehen davon sieht man bei den angezeigten Balken von L über M bis H, wie viel Leistung in den Motor "fliesst".

Nun zur schnellen Bergfahrt: ich habe bei meinen Tests ebenfalls eine starke Steigung mit Stufe 9 erklommen, aber die quälenden Geräusche vom Hinterrad haben mich zum raschen Abbruch der Übung gebracht. Das Motorblock Symbol (ohne Fehlermeldung) blinkte auch für eine Weile, eine spätere Weiterfahrt war ohne weitere Vorkommnisse möglich. Bei vollgeladenem Akku kann ich mir aber schon vorstellen, dass dann der Controller Schaden nimmt, weil die Elektronik der abgegebenen Leistung nicht standhalten kann. Der Motor nimmt wegen der grossen Masse weniger Schaden an. Wenn jetzt korrekterweise die Leistungsstufen manuell zurück genommen werden, pendelt sich die Geschwindigkeit und die Leistungsaufnahme des Motors in einem vernünftigen Bereich ein. Denn je langsamer man bergauf fährt, desto weniger Kraft wird benötigt, bis man eben in einen Bereich kommt, wo ein 500W Motor genügt. Bei den Stromern geschieht dies wegen des verwendeten Steuerung Algorithmus automatisch und kann nicht geändert werden. Das speedster hat leider diese Automatik nicht und meiner Meinung nach keinen vernünftigen Schutz vor einer Überbelastung des Systems. Deshalb mein Vorschlag für die automatische Reduktion der Leistung, wenn die vorgegebene Geschwindigkeit während einer längeren Zeit (Sekunden) nicht erreicht werden kann. Dabei geht es nicht darum, aus einem 500W einen 400W Motor zu machen, sondern nur um die zeitlich begrenzte Einhaltung von "gesunden" Arbeitsbedingungen. Alle für eine solche Regelung nötigen Parameter wären vorhanden. Der Programmieraufwand ist die korrekte Verknüpfung derselben. Solange es aber diese Automatik beim speedster nicht gibt, müssen wir unser Hirn einschalten, um beschriebene Vorkomnisse zu verhindern.

Ich befürchte, dieser Beitrag ist etwas zu Technik lastig. Trotzdem hoffe ich auf Verständnis. ;)

Gruss
 
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Jaap

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Der Grin Motorsimulator hat die Möglichkeit sich die Problematik Steigung und Geschwindigkeit anzusehen.
Mittels Run Simulation kann man verschiedene Parameter miteinander vergleichen.

Motor Simulator - Tools
 
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velo_doro

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hallo zusammen
wir haben ja 3 trelago speedster und zusätzlich 2 ersatzakkus.
so haben wir einen ziemlich guten vergleich.
  • velo sohn: er braucht es täglich für ca. 22 km (lehre & schule). fährt bis jetzt gut, macht ein komisches geräusch wahrscheinlich im zusammenhang mit der radumdrehung, es tönt ein bisschen wie eine heisere ente (tönt nicht nach scheibenbremse). ausserdem schafft sein akku keine 2 tage (44km) - oder nur ganz knapp mit dem letzten balken.
  • velo mann: bei ihm ist während der fahrt die vorderlampe abgebrochen, gänge sind nicht gut eingestellt, scheibenbremse bremst nur in intervallen, ruckartig - er hat es in den landi service gebracht und kann es nun heute - nach ca. 2 wochen wieder abholen.
  • velo doro: fährt gut und flüssig, alles ist gut eingestellt. mein akku ist stark - kann bei meinem fahrstil ca. 40-45km fahren, (nicht viel auf und ab) und erst dann wechelt es auf 4 balken. ich habe das problem mit den gesamtkilometern. ich stelle das velo nicht über den akku ab. trotzdem löscht es bei mir immer wieder und willkürlich km. es löscht nicht die ganzen tageskm, sondern zieht einfach z.b. 18km ab... ist mir ein rätsel und das dürfte meiner meinung nach keinenfalls passieren.
bei allen velos mussten wir diverse schrauben nachziehen, weil sie locker waren: ständer, pedale, lampe...
die ersatzakkus scheinen auch eher schwach zu sein - im vergleich zu meinem akku. wir werden sie jedenfalls bevor das garantiejahr vorüber ist nochmal auf garantie prüfen lassen.
wir laden die akkus immer extern, somit hatten wir noch nie das problem, dass das velo nicht eingeschaltet hätte.
 
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Adoo13

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hallo zusammen
wir haben ja 3 trelago speedster und zusätzlich 2 ersatzakkus.
so haben wir einen ziemlich guten vergleich.
  • velo sohn: er braucht es täglich für ca. 22 km (lehre & schule). fährt bis jetzt gut, macht ein komisches geräusch wahrscheinlich im zusammenhang mit der radumdrehung, es tönt ein bisschen wie eine heisere ente (tönt nicht nach scheibenbremse). ausserdem schafft sein akku keine 2 tage (44km) - oder nur ganz knapp mit dem letzten balken.
  • velo mann: bei ihm ist während der fahrt die vorderlampe abgebrochen, gänge sind nicht gut eingestellt, scheibenbremse bremst nur in intervallen, ruckartig - er hat es in den landi service gebracht und kann es nun heute - nach ca. 2 wochen wieder abholen.
  • velo doro: fährt gut und flüssig, alles ist gut eingestellt. mein akku ist stark - kann bei meinem fahrstil ca. 40-45km fahren, (nicht viel auf und ab) und erst dann wechelt es auf 4 balken. ich habe das problem mit den gesamtkilometern. ich stelle das velo nicht über den akku ab. trotzdem löscht es bei mir immer wieder und willkürlich km. es löscht nicht die ganzen tageskm, sondern zieht einfach z.b. 18km ab... ist mir ein rätsel und das dürfte meiner meinung nach keinenfalls passieren.
bei allen velos mussten wir diverse schrauben nachziehen, weil sie locker waren: ständer, pedale, lampe...
die ersatzakkus scheinen auch eher schwach zu sein - im vergleich zu meinem akku. wir werden sie jedenfalls bevor das garantiejahr vorüber ist nochmal auf garantie prüfen lassen.
wir laden die akkus immer extern, somit hatten wir noch nie das problem, dass das velo nicht eingeschaltet hätte.
Wie viele KM habt Ihr schon auf den Tachos?
 
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velo_doro

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velo sohn: ODO ca. 500km
velo mann: ODO 465km
velo doro: ODO 325km, es sind aber wahrscheinlich knapp über 400 mit allen gelöschten km.
 
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dahu

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Hallo zämme, vielen Dank für eure tollen Tipps und Erfahrungen.

Ich habe schließlich einen Speedster gekauft. Die ersten Eindrücke sind sehr gut. Eine meiner Strecken hat auf einigen Metern (ca 100m) eine starke Steigung bis zu 20 %. Das ist die Grenze für die Motorunterstützung. Es steigt. Sehr langsam, aber es steigt. Zusammenfassend würde ich sagen:
Steigungen bis zu 12 %: sehr gut :D
Steigungen 12 - 15 %: geht so 😐
Steigungen 15 - 20%: mühsam 🥵
Ansonsten fehlt meiner Meinung nach eine Hintergrundbeleuchtung für den Kontrollbildschirm. Nachts sieht man überhaupt nichts...

Einen schönen Tag :D
 
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fz10

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Hallo zämme, vielen Dank für eure tollen Tipps und Erfahrungen.

Ich habe schließlich einen Speedster gekauft. Die ersten Eindrücke sind sehr gut. Eine meiner Strecken hat auf einigen Metern (ca 100m) eine starke Steigung bis zu 20 %. Das ist die Grenze für die Motorunterstützung. Es steigt. Sehr langsam, aber es steigt. Zusammenfassend würde ich sagen:
Steigungen bis zu 12 %: sehr gut :D
Steigungen 12 - 15 %: geht so 😐
Steigungen 15 - 20%: mühsam 🥵
Ansonsten fehlt meiner Meinung nach eine Hintergrundbeleuchtung für den Kontrollbildschirm. Nachts sieht man überhaupt nichts...

Einen schönen Tag :D
Du musst nur ganz laaaange das (+) drücken, dann schaltet sich die Hintergrundbeleuchtung ein.
 
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Adoo13

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velo sohn: ODO ca. 500km
velo mann: ODO 465km
velo doro: ODO 325km, es sind aber wahrscheinlich knapp über 400 mit allen gelöschten km.
Also ich hab mittlerweile 1500Km drauf. Das Teil hat noch nie Probleme gemacht(bis auf KM zurücksetzten). Ich muss aber sagen dass ich jedoch auch mit der einen oder anderen lockeren Schraube auch schon zu kämpfen hatte. Einfach nachziehen ist hier die Lösung glaube ich😛
Sonst muss ich wirklich sagen macht das Teil was es soll, fährt einfach.

Ich lade meinen Akku zwei mal am Tag. Die Akkukapazität ist gut. Für meine Strecke reicht es halt nur in eine Richtung aber dafür mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 32km/h bis 35km/h.

Noch als Info: Die maximale Akkukapazität ist erst nach 4 - 5 mal komplett entladen und wieder aufladen verfügbar. Steht so im Handbuch des Speedster‘s.

Gruss :)
 
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buda5767

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Wer viele Steigungen hat muss sich ein Mittelmotor kaufen, da diese im optimalen Drehmoment mit eigenem Getriebe bleiben. Der Nabenmotor kommt mit seiner fixen Übersetzung bei Geschwindigkeiten unter 12kmh sehr schnell an seine Grenzen.

Ich bin kürzlich 80km gefahren und über die Hulftegg und immer Stufe 2 gefahren. Mit 5 Strichen im Akku gestartet und mit 5 angekommen. Was ich damit mit der Reichweite sagen will, wer mit Tempo > 30kmh fährt, wird wohl unter 50km Reichweite bleiben, wer sinnvoll fährt und selber mithilft wird da auch 100km schaffen, natürlich ist da die durchschnittliche Geschwindigkeit bei unter 20kmh.


Bei so 23kmh im Schnitt verliere ich nach 35km den ersten Balken im Akkustand.
 
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ebiker7

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Hallo zusammen

Das Trelago speedster hat für ein schnelles E-Bike eine relativ bescheidene Akkukapazität von etwa 662Wh. Denn je schneller man fährt umso viel mehr Energie braucht es (im Quadrat) und das Gleiche gilt auch für Steigungen. Damit ich die Reichweite für meinen persönlichen Fahrstil besser abschätzen kann, habe ich einen 220V Strommesser besorgt. Die sind günstig und haben je nach Modell gute Zusatzfunktionen.
Strommesser red.jpg
Das Besondere an diesem Gerät ist die Speicherfunktion, welche den Verbrauch für die letzten 7 Tage oder Wochen oder Monate anzeigen kann. Das Gerät ist genau genug, um die geringe Leistung des Ladegerätes zu messen (es werden nur etwa 100W aus der Steckdose gezogen). Nachdem ich 62km im Alltagsbetrieb gefahren bin (Durchschnitt 35km/h, mit und ohne Lastenanhänger) und der Balken in der Akkuanzeige nur einen Strich zeigte, konnte ich 600Wh oder 0,6kWh laden. Dies nach total etwa 900km. Diese Kenntnis ist nützlich. Wenn ich zB nur 500Wh laden könnte, würde es bedeuten, dass ich entweder noch "viel" weiter fahren könnte (y) oder dass der Akku nur noch eine reale Kapazität von etwa 76% hat 👎. Das ist für einen eventuellen Garantiefall wichtig zu wissen.

Eignet sich das speedster auch für lange mehrtägige Touren? Mit heftigen Steigungen, aber immer auf guten Strassen? D.h. mindestens Schotter, dennes ist ja schliesslich kein E-MTB. Und welche Steigungen in Prozent und Höhenmetern schafft es? Ich habe eine solche anspruchsvolle Tour geplant und durchgeführt. Ein Punkt sei vorweg genommen: ich bin nicht schnell gefahren, weil für mich bedeutet eine Tour nicht, möglichst schnell zu sein sondern möglichst viel zu sehen. Deshalb gab es immer wieder Fotostopps, Fahrt in der Ebene 20-25km/h, höchstens 35km/h, wenn es schnell gehen musste (vielbefahrene Überlandstrasse), Steigungen wesentlich langsamer. In der Regel stieg die Motorleistung nie über M. Ich habe auch gut selber pedalt, denn ich wollte wissen, wie weit man kommen kann und nicht wie schnell. Ich werde mit Tourverlauf und Profil berichten.

Gruss
 
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ebiker7

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Hallo zusammen

Hier nun mein Touren Bericht und allgemeine Infos zu allen Tourabschnitten, um die erzielten Reichweiten besser einschätzen zu können:
  • Fahrergewicht mit leichtem Gepäck war etwa 80kg (70+10).
  • Die Motorbelastung stieg nie über M. Die Stufen wurden so eingestellt, dass mittleres Pedalieren nötig war. Fahrt in der Ebene 20-25km/h, höchstens 35km/h, wenn es schnell gehen musste (vielbefahrene Überlandstrasse), Steigungen wesentlich langsamer.
  • Die angegebenen Zeiten und Durchschnitt Geschwindigkeiten sind geplante Werte, nicht die effektiv gefahrenen. Die Höhenmeter der Anstiege und Abstiege sind die Summen aller.
Alle hier vorgestellten Touren können in der Applikation Komoot nachgestellt und dann im Detail betrachtet werden (komoot.de). In dieser nützlichen App können Wanderungen und Fahrrad Touren mit jeweils passendem Kartenmaterial weltweit geplant und gemacht werden.(y)

Den ersten Tourabschnitt habe ich mit relativ viel Höhenmetern gewählt, also insgesamt nicht zu lang aber dafür mit einem langen Anstieg.
Schindellegi nach Schwyz Zf.JPG
Schindellegi nach Schwyz.JPGSchindellegi nach Schwyz TP.JPGHolzegg.jpg
Die Steigungen bis Ibergeregg (Pass) variierten zwischen 6-10% und die fuhr ich mit etwa 15km/h bei Stufe 3-4. Entscheidend waren für mich eine angenehme Tretleistung (ein bisschen anstrengend darf es sein) und eine maximale Motorbelastung bis M. Ging sie darüber fuhr ich langsamer. Ich gebe bewusst keine Durchschnittsgeschwindigkeit an oder wie lange ich dafür hatte, denn mit diesen sehr individuellen Werten kann man allgemein nichts anfangen. Und ich hatte viele Fotostopps.
Danach kam die Fahrt von Ibergeregg nach Holzegg auf Schotterwegen. Kein Problem für das speedster bei langsamer Fahrt. Es hatte ein paar kurze aber heftige Steigungen im Wald dabei, wo ich aus dem Sattel musste (nicht aus den Pedalen) bei Stufe 2-3, damit ich die Geschwindigkeit um 10km/h halten konnte. Das war aber schon grenzwertig da fast zu langsam. Zwar hätte ich vielleicht auch mit Stufe 4 fahren können, aber dann wird man so schnell, dass das Fahren auf diesem Abschnitt nicht mehr kontrolliert ist. Man sollte bedenken, dass das speedster mit Gepäck 40kg Masse hat. Bewegen die sich falsch sind sie schwierig aufzuhalten. Ab Holzegg bin ich noch auf den Grossen Mythen 🥾 , weil ein Fahrverbot eine Weiterfahrt leider verunmöglichte. ;)

Energieverbrauch: 485Wh für 44km, also etwa 110Wh pro 10km. Natürlich ist der Verbrauch vor allem bis Ibergeregg vorhanden, bei der Abfahrt nicht mehr. 2 Balken am Ende der Fahrt.
Besonderheit: Bei dieser Abfahrt und allen späteren werden die Bremsen heiss, also Tempo reduzieren! Dafür sind die Bremsen nun wirklich gut eingefahren (y) . Was mir aber gar nicht gefallen hat ist die Steifigkeit der Vordergabel. Beim starken Bremsen verbog sie sich merklich nach links (das sieht man gut von oben relativ zum Schutzblech). 👎👎 Die Gabel ist schlicht und einfach zu schwach dimensioniert! 👎👎Das hat mit dem Mehrgewicht des speedster nichts zu tun denn das ist im Vergleich zum Rest fast vernachlässigbar. Bei keinem von meinen anderen Fahrrädern habe ich dieses Verhalten festgestellt. Die auch gefederten Gabeln sind steif, da verbiegt sich nichts. Dabei ist der Hersteller gleich wie beim speedster (SR suntour, XTC'30). Die Vordergabel beim speedster ist ein echtes Billigteil.👎👎:mad:


Der zweite Tourabschnitt war lang dafür flach.
Schwyz nach Sarnen Zf.JPG

Schwyz nach Sarnen.JPGSchwyz nach Sarnen TP.JPG
Die Steigungen waren moderat bis 5%. Ich fuhr die Strecke relativ schnell mit Stufe 6 Überland, in der Stadt natürlich langsamer.

Energieverbrauch: 600Wh für 65km, also auch etwa 110Wh pro 10km. 1 Balken am Ende der Fahrt.
Besonderheit: Hier ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass das Vorderlicht dauernd zittert, selbst auf Asphalt. Bei genauer Betrachtung ist die gesamte Konstruktion Hupe und Vorderlicht falsch gemacht. Trotz relativ geringer Masse kommt das Ganze so in Schwingung, dass früher oder später die Halterung wegen Materialermüdung bricht. Zwar ein Garantiefall, aber trotzdem übel! :mad:👎


Der dritte Tourabschnitt war als Königsetappe geplant, also lang und mit vielen Höhenmetern. Schliesslich ging es über den Brünigpass (mit Abstecher).
Sarnen nach Wilderswil Zf.JPG

Sarnen nach Wilderswil.JPGSarnen nach Wilderswil TP.JPGS-Kurve.jpg

Die hier gefahrenen Steigungen von bis zu 18% sind mit Stufe 2 und viel Muskelkraft machbar bei 10km/h. Mehr liegt bei mir nicht drin. 🥵Trotzdem fühlte ich mich gut dabei, denn schliesslich waren es richtig starke und lange Steigungen und das darf man spüren und ausser Atem kommen. Ich habe versuchsweise auch geschoben, doch das macht bei diesen Steigungen gar keinen Spass. Spätere lange Abschnitte waren steile Schotterwege. Geht auch gut bei knapp 10km/h. Langsamer sollte man nicht werden, denn dann wird die Fahrt instabil. Ab Reuti bin ich als Ausgleich noch die S-Kurve 🥾 .

Energieverbrauch: 640Wh für 66, also etwa 100Wh pro 10km. 1 Balken am Ende der Fahrt. Der Akku ist de facto leer, ich war es aber auch.
Besonderheit: Das Zittern des Vorderlichts nimmt zu! Fährt da ein "Zitteri"? wird sich wohl jeder entgegenkommende Autofahrer denken. Und ich wage gar nicht daran zu denken, wie das in der Nacht aussieht! Einfach schrecklich. :rolleyes:


Fazit nach den drei Touren:
Man kommt bei angepasster Fahrweise weit, die Distanz ist aber von der Steigung abhängig. Der Akku ist auf dem "Berg" leer. Wenn man noch weiter relativ flach fahren will, hat man dafür vielleicht keinen Strom mehr. Das speedster ist dank den breiten Reifen für Touren geeignet, wenn man nur für Fahrräder geeignete Strassen und Wege wählt. Sobald aber grössere Felsbrocken oder auch Wurzeln vorhanden sind ist fertig mit lustig. Auch leichte MTB Strecken sind definitiv nicht geeignet. Steigungen können gut gemeistert werden. Ich habe den Nabenmotor wieder als äusserst positiv wahrgenommen. Selbst bei steilen Anstiegen waren die Kette und das Ritzel nur mässig belastet. Das Schalten war immer gut möglich und eine Motor Überlast ist unbedingt zu vermeiden.

Eigentlich war damit das Ende erreicht, doch das Wetter hat eine Kaiseretappe erlaubt. (y)😃
Von dieser ans echte Limit gehenden Etappe später mehr.

Gruss
 
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buda5767

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Hallo zusammen

Hier nun mein Touren Bericht und allgemeine Infos zu allen Tourabschnitten, um die erzielten Reichweiten besser einschätzen zu können:
  • Fahrergewicht mit leichtem Gepäck war etwa 80kg (70+10).
  • Die Motorbelastung stieg nie über M. Die Stufen wurden so eingestellt, dass mittleres Pedalieren nötig war. Fahrt in der Ebene 20-25km/h, höchstens 35km/h, wenn es schnell gehen musste (vielbefahrene Überlandstrasse), Steigungen wesentlich langsamer.
  • Die angegebenen Zeiten und Durchschnitt Geschwindigkeiten sind geplante Werte, nicht die effektiv gefahrenen. Die Höhenmeter der Anstiege und Abstiege sind die Summen aller.
Alle hier vorgestellten Touren können in der Applikation Komoot nachgestellt und dann im Detail betrachtet werden (komoot.de). In dieser nützlichen App können Wanderungen und Fahrrad Touren mit jeweils passendem Kartenmaterial weltweit geplant und gemacht werden.(y)

Den ersten Tourabschnitt habe ich mit relativ viel Höhenmetern gewählt, also insgesamt nicht zu lang aber dafür mit einem langen Anstieg.
Anhang anzeigen 465715
Anhang anzeigen 465739Anhang anzeigen 465720Anhang anzeigen 465721
Die Steigungen bis Ibergeregg (Pass) variierten zwischen 6-10% und die fuhr ich mit etwa 15km/h bei Stufe 3-4. Entscheidend waren für mich eine angenehme Tretleistung (ein bisschen anstrengend darf es sein) und eine maximale Motorbelastung bis M. Ging sie darüber fuhr ich langsamer. Ich gebe bewusst keine Durchschnittsgeschwindigkeit an oder wie lange ich dafür hatte, denn mit diesen sehr individuellen Werten kann man allgemein nichts anfangen. Und ich hatte viele Fotostopps.
Danach kam die Fahrt von Ibergeregg nach Holzegg auf Schotterwegen. Kein Problem für das speedster bei langsamer Fahrt. Es hatte ein paar kurze aber heftige Steigungen im Wald dabei, wo ich aus dem Sattel musste (nicht aus den Pedalen) bei Stufe 2-3, damit ich die Geschwindigkeit um 10km/h halten konnte. Das war aber schon grenzwertig da fast zu langsam. Zwar hätte ich vielleicht auch mit Stufe 4 fahren können, aber dann wird man so schnell, dass das Fahren auf diesem Abschnitt nicht mehr kontrolliert ist. Man sollte bedenken, dass das speedster mit Gepäck 40kg Masse hat. Bewegen die sich falsch sind sie schwierig aufzuhalten. Ab Holzegg bin ich noch auf den Grossen Mythen 🥾 , weil ein Fahrverbot eine Weiterfahrt leider verunmöglichte. ;)

Energieverbrauch: 485Wh für 44km, also etwa 110Wh pro 10km. Natürlich ist der Verbrauch vor allem bis Ibergeregg vorhanden, bei der Abfahrt nicht mehr. 2 Balken am Ende der Fahrt.
Besonderheit: Bei dieser Abfahrt und allen späteren werden die Bremsen heiss, also Tempo reduzieren! Dafür sind die Bremsen nun wirklich gut eingefahren (y) . Was mir aber gar nicht gefallen hat ist die Steifigkeit der Vordergabel. Beim starken Bremsen verbog sie sich merklich nach links (das sieht man gut von oben relativ zum Schutzblech). 👎👎 Die Gabel ist schlicht und einfach zu schwach dimensioniert! 👎👎Das hat mit dem Mehrgewicht des speedster nichts zu tun denn das ist im Vergleich zum Rest fast vernachlässigbar. Bei keinem von meinen anderen Fahrrädern habe ich dieses Verhalten festgestellt. Die auch gefederten Gabeln sind steif, da verbiegt sich nichts. Dabei ist der Hersteller gleich wie beim speedster (SR suntour, XTC'30). Die Vordergabel beim speedster ist ein echtes Billigteil.👎👎:mad:


Der zweite Tourabschnitt war lang dafür flach.
Anhang anzeigen 465722
Anhang anzeigen 465723Anhang anzeigen 465724
Die Steigungen waren moderat bis 5%. Ich fuhr die Strecke relativ schnell mit Stufe 6 Überland, in der Stadt natürlich langsamer.

Energieverbrauch: 600Wh für 65km, also auch etwa 110Wh pro 10km. 1 Balken am Ende der Fahrt.
Besonderheit: Hier ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass das Vorderlicht dauernd zittert, selbst auf Asphalt. Bei genauer Betrachtung ist die gesamte Konstruktion Hupe und Vorderlicht falsch gemacht. Trotz relativ geringer Masse kommt das Ganze so in Schwingung, dass früher oder später die Halterung wegen Materialermüdung bricht. Zwar ein Garantiefall, aber trotzdem übel! :mad:👎


Der dritte Tourabschnitt war als Königsetappe geplant, also lang und mit vielen Höhenmetern. Schliesslich ging es über den Brünigpass (mit Abstecher).
Anhang anzeigen 465725
Anhang anzeigen 465726Anhang anzeigen 465727Anhang anzeigen 465741

Die hier gefahrenen Steigungen von bis zu 18% sind mit Stufe 2 und viel Muskelkraft machbar bei 10km/h. Mehr liegt bei mir nicht drin. 🥵Trotzdem fühlte ich mich gut dabei, denn schliesslich waren es richtig starke und lange Steigungen und das darf man spüren und ausser Atem kommen. Ich habe versuchsweise auch geschoben, doch das macht bei diesen Steigungen gar keinen Spass. Spätere lange Abschnitte waren steile Schotterwege. Geht auch gut bei knapp 10km/h. Langsamer sollte man nicht werden, denn dann wird die Fahrt instabil. Ab Reuti bin ich als Ausgleich noch die S-Kurve 🥾 .

Energieverbrauch: 640Wh für 66, also etwa 100Wh pro 10km. 1 Balken am Ende der Fahrt. Der Akku ist de facto leer, ich war es aber auch.
Besonderheit: Das Zittern des Vorderlichts nimmt zu! Fährt da ein "Zitteri"? wird sich wohl jeder entgegenkommende Autofahrer denken. Und ich wage gar nicht daran zu denken, wie das in der Nacht aussieht! Einfach schrecklich. :rolleyes:


Fazit nach den drei Touren:
Man kommt bei angepasster Fahrweise weit, die Distanz ist aber von der Steigung abhängig. Der Akku ist auf dem "Berg" leer. Wenn man noch weiter relativ flach fahren will, hat man dafür vielleicht keinen Strom mehr. Das speedster ist dank den breiten Reifen für Touren geeignet, wenn man nur für Fahrräder geeignete Strassen und Wege wählt. Sobald aber grössere Felsbrocken oder auch Wurzeln vorhanden sind ist fertig mit lustig. Auch leichte MTB Strecken sind definitiv nicht geeignet. Steigungen können gut gemeistert werden. Ich habe den Nabenmotor wieder als äusserst positiv wahrgenommen. Selbst bei steilen Anstiegen waren die Kette und das Ritzel nur mässig belastet. Das Schalten war immer gut möglich und eine Motor Überlast ist unbedingt zu vermeiden.

Eigentlich war damit das Ende erreicht, doch das Wetter hat eine Kaiseretappe erlaubt. (y)😃
Von dieser ans echte Limit gehenden Etappe später mehr.

Gruss
70km mit 1200 Höhenmeter, sowas würde ich mit Komoot nie planen, da muss die ganze Strecke immer mit Stufe 2 gefahren werden, wenn man bis am Schluss noch Akku will😂


Danke für deine detaillierten Einblicke 👍
 
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ebiker7

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Hallo buda5767,
so schlimm ist das nicht. Wie oben geschrieben sind die Höhenmeter immer die Summen aller Anstiege bzw. Abstiege. Der tiefste Punkt war etwa 500m, der höchste 1200m, macht als Differenz 700 Höhenmeter. Immer noch anspruchsvoll aber absolut machbar. Wenn ich in Reuti nicht noch eine schnelle Wanderung gemacht hätte, wäre die Tour fast easy geworden. :cool:

An dem Tag war es am Brienzersee so richtig heiss und windstill und ich Dubbel habe die Badehose zuhause gelassen. Habe halt eine längere Pause an einem kalten Brunnen gemacht und gaaaanz lange Arme und Kopf gekühlt. Aber am Abend war ich dann schon ziemlich auf den Felgen ... 🥵

Gruss
 
A

Adoo13

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Hallo zusammen, ich möchte mal wieder etwas mit euch teilen.

Als ich mir das E-Bike gekauft hatte, war ich davon überzeugt dass mein Speedster nur maximal den feuchten Asphalt sehen würde mit mir oben drauf als Fahrer. Heute wurde ich von der Mutternatur des besseren belehrt.

Meine 35km Heimfahrt durfte ich im Starkregen bis mässigen oder leichtem regen antreten, je nachdem wo ich mich befand. Wind durfte natürlich auch nicht fehlen, wäre ja sonst zu langweilig.

Zum Glück hatte ich nur ein T-Shirt, eine kurze Hose und dazu passende, nicht wasserdichte, Schuhe an.

Ich muss schon sagen dass es eine geile Erfahrung war. Aber zum Speedster muss ich folgendes sagen. Ich weiss nicht ob das normal ist, aber die Schutzbleche beim Vorderrad sind mal wirklich schrecklich. Durch mein passendes Schuhwerk konnte ich bei jedem einlenken fühlen wie das Wasser direkt hinein kam. Fazit: Ich denke die Schutzbleche vorne sollte tiefer runter gehen. Das würde oder werde ich anpassen da sonst bei Regen/Nässe die Schuhe richtig durchgeflutet werden. Natürlich werde ich mir passende Schuhe dazu kaufen, dass nur so nebenbei.

Ansonsten, das Speedster mit seinem “Tempomat“ war gail. Denn wenn man von der Pedale abrutschte, oder gerade viele Tropfen die Augen trafen konnte man sich auf den Tempomat verlassen. Genial!

Ich habe meine Pneu auf 5.1Bar gepumpt. Dies merkte ich bei jedem Fussgängerstreifen oder anderen Linien. Das Hinterrad hatte keine richtige Haftung mehr(In den Kurven).Vielleicht sollte hier auch, vor allem im Winter dann, ein besserer Pneu montiert sein. Die Frage die sich mir hier stellt ist, darf man an einem E-Bike mit Nummernschild einen anderen Pneu montieren oder müssen es immer die gleichen sein? Also ich hätte im Winter vielleicht lieber etwas breitere Pneu.

Ansonsten war die fahrt zu Wild! Gerne wieder Mutternatur, jedoch mit passender Bekleidung.

Grüsse an euch!
 
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Vermutlich helfen nur Gamaschen etwas, sind leicht und einfach mitzunehmen, Vaude hat eine ganz gute Auswahl.

Mit den Reifen habe ich mich noch nicht beschäftigt, da der Winter weit weit weg ist. Aber mit dem Motorrad rutscht du auch auf den Fussgängerstreifen und Gullis rum — die sind also saugefährlich.

Vielleicht kannst du ja einfach ein bisschen Luft ablassen, wenn es regnet.
Und Willkommen im Klub der Regenfahrer ;).

Eigentlich musst du dich daran gewöhnen, eigentlich regnet es in unseren Breiten mehr, als die Sonne scheint - nur das Wetter spielt ein bisschen verrückt.

Und du hattest einen verrückt guten Ebike Sommer.

Für den Winter gibt es sogar Pneus mit Reisverschluss zum draufziehen. Ich selber habe die noch nie getestet. Finde die Idee aber super.
___________________
nach längerem Suchen habe ich das Video gefunden, welches zu dir passt. Du fährst ja unglauclich viel, schau es dir an … der Typ hat zwar einen komischen Dialekt.. aber er hats drauf.

Ganzjahresfahrer
 
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Chaos

Chaos

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Details E-Antrieb
Stromer ST1X Std. Motor, Das-Kit Fatbike Motor
In Deutschland, das ja allgemein strengere S-Ped Regeln hat muss die Reifendimension in der CoC eingetragen sein und der Ersatzreifen ECE-50 erfüllen, die Reifennorm für 45 km/h Räder.

Vllt Kann @kawajan74 ja mehr zu den den Schweizer Regeln beitragen?
 
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ebiker7

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Hallo Adoo13

Auch mich hatte es in diesem eigentlich nur trockenen und heissen Sommer zweimal leichtbekleidet mit Starkregen erwischt (oder habe ich den Regen erwischt? :sneaky: ) . Interessanterweise fand ich ihn gar nicht schlimm, im Gegenteil! 😅 Zwar war ich total nass und habe mir danach auch eine Dusche gegönnt, aber es war irgendwie ein cooles Erlebnis. Wenn der Regen aber nasskalt wird, ist es sicher weniger gemütlich. Das Video des Ganzjahresfahrers klärt ja dafür ganz gut auf.
Hast du die Schutzbleche ausgerichtet? Breit genug sind sie. Vorne tiefer ziehen dürfte mit einem geeigneten härteren Gummi gehen, der das Schutzblechprofil aufnimmt. Ob das allerdings langfristig hält? Oder aus einem Ersatz Schutzblech eine Verlängerung basteln. Bei einer Berührung (bei Randsteinen) könnte es aber abgerissen werden. :confused:

5,1bar sind ganz viel Druck. Ich glaube, das ist in etwa der Auslieferungszustand des speedster. Ich habe sofort auf etwa 3bar gesenkt. Unebenheiten werden relativ gut geschluckt und der Rollwiderstand ist immer noch gering. Breitere Reifen würde ich nicht montieren. Der Rollwiderstand nimmt zu und die Haftung ab, beides ist schlecht. Insbesondere im Winter braucht es einen möglichst hohen Auflagedruck und den erreicht man mit einer möglichst geringen Auflagefläche. Bei Regen das Gleiche. Zudem gilt: je schmaler der Reifen desto weniger Wasser muss verdrängt werden. Aquaplanning gibt es auch beim Fahrradfahren ...🌊 Das Wichtigste aber ist: Tempo runter.

Zur Reifenwahl: Tja, wir fahren mit dem speedster in der CH und da ist das S-Pedelec dem normalen Pedelec fast gleichgestellt, zum Glück. Es gibt meines Wissens nach keine Vorschrift zur Reifenwahl, kannst also nehmen, was du willst. Auf die Felgen müsste es aber schon passen. 😉

Gruss
 
E

ebiker7

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Hallo zusammen

Weder ich noch das speedster ist bei den bisherigen Touren ans Limit gekommen und weil das Wetter optimal mitspielte (bedeckter Himmel), kam es zur Kaiseretappe von Wilderswil über die Grosse Scheidegg nach Meiringen. Immerhin 47km und ein Höhenunterschied von 1400m. Schaffen das beide Akkus? 🙄
Wilderswil nach Meiringen Zf.JPG
Wilderswil nach Meiringen.JPGWilderswil nach Meiringen TP.JPG
Bis km9 ging es ganz gemütlich "obsi", dann für kurze Zeit heftig (Stufe 2, erster Gang, teilweise aus dem Sattel). Bis Grindelwald wieder eine sehr angenehme Fahrt. Richtig anspruchsvoll wurde es aber ab km20 bis km28. So konnte ich wie oben mit knapp 10km/h zum Scheitelpunkt pedalen. Die Motorbelastung zeigte etwa drei Striche. Das Schöne daran war, dass man die schmale Strasse nur für sich und das Postauto hat. Überholt wurde ich als Schleicher nebst dem Postauto von einem E-MTBler, der locker und schnell vorbeizog. Offenbar ein anderes Steigkaliber :oops:, aber die Elektronen dürften durch die Leitungen auch so nur rauschen. Eingeholt habe ich zwei Rennfahrer, die noch langsamer bergauf schlichen (umso schneller sind sie dann die geiche Strecke nach unten gedüst). Begonnen habe ich die Steigung mit vier Akkubalken. Gegen Ende habe ich mich schon gefragt, ob ich genügend Elektronen eingepackt habe, denn der letzte Balken war schon längere Zeit sichtbar (ohne Blinken). Schieben der Fuhre wäre bei bis zu 18% Steigung eine noch anstrengendere und vor allem frustrierende Option als Fahren. 😤 Der lange Rede kurzer Sinn: es hat knapp gereicht, aber der sportliche Einsatz war hoch! Nebst den Elektronen war Wasser die wichtigste Ressource! 🥵

Nebst den Elektronen war Wasser die wichtigste Ressource! On top!Bei der geringen Ladeleistung hätte ich sehr lange essen müssen!
Energieverbrauch: 670Wh für 47km, also etwa 140Wh pro 10km. 1 Balken am Ende der Fahrt. Es ist zu beachten, dass der Akku schon nach 28km leer war, bei der restlichen Fahrt ging es nur noch bergab. So errechnet sich dann der Verbrauch auf etwa 240Wh pro 10km bei einem Anstieg von 1400Hm. Mit Stufe 3 statt 2 wäre ich zwar etwas schneller gefahren, aber der Akku wäre vor dem Gipfelpunkt leer gewesen. 😵
Besonderheiten: keine bis auf das zitternde Licht.

Diese Kaiseretappe kann mit dem speedster nicht leicht pedalt werden. Auch für den Fahrer geht es sehr sportlich zur Sache. Aber - und das ist mir wichtig festzustellen - das speedster kann sehr wohl für extreme Steigungen mit der nötigen fahrerischen Unterstützungso so eingestellt werden, dass sie ohne Motor Abschaltungen oder anderen Widerwärtigkeiten machbar sind. Das habe ich nicht unbedingt erwartet, vor allem die damit erzielbaren Reichweiten haben mich positiv überrascht. Mehr ist aber nicht machbar.

Zuhause habe ich nochmals den Verbrauch bei meinen schnellen täglichen Fahrten gemessen (teilweise mit Lastenanhänger):
600Wh für 47km, also 130Wh pro 10km. Geschwindigkeit frisst Energie.

Fazit: Das speedster weist eine enorme Einsatzbreite auf, von schnell und flach bis langsam und steil. Nur der Untergrund muss für ein Strassenvelo immer passend sein!

Soweit meine Erfahrungen im Grenzbereich der Möglichkeiten.

Gruss
 
Thema:

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