Trekkingrad mit ordentlicher Reichweite

Diskutiere Trekkingrad mit ordentlicher Reichweite im Kaufberatung Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Hallo zusammen, Ich bin noch ganz neu hier, habe mich angemeldet da wir aktiv auf der Suche sind. Meine Frau und ich haben uns vor 5Jahren zwei...
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Flughund84

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Hallo zusammen,
Ich bin noch ganz neu hier, habe mich angemeldet da wir aktiv auf der Suche sind.
Meine Frau und ich haben uns vor 5Jahren zwei KTM-EBikes gekauft, sind aber nie wirklich zum fahren gekommen. Durch umfangreiche Haussanierung und danach Nachwuchs standen die beiden Räder fast nur, Laufleistung unter 1000km... Aber sie funktionieren nicht mehr.
Wir bräuchten auf jeden Fall zwei neue Akkus, da es sich aber um das Bionx System handelt und es dort massive Probleme gibt, haben wir überlegt zwei neue Bikes zu kaufen.
Die örtlichen Händler wollen einem immer das verkaufen was sie gerade dastehen haben, so zumindest unser Gefühl. Wirklich technische Ahnung haben die meisten nicht... Daher erhoffen wir uns hier tolle Infos zu bekommen. Wir möchten im Prinzip zwei Trekkingräder, es muss möglich sein einen Kindersitz zu montieren und am anderen auch ordentlich Taschen. Hintergrund ist der, das wir viel mit dem Wohnmobil unterwegs sind, und da dann auch einkaufen gehen. Der nächste wichtige Punkt wäre die Reichweite, es sollte schon auch mal eine Tagestour möglich sein. Sprich eine Reichweite bei mittlerer Unterstützung >60km. Die mittlere Unterstützung braucht meine Frau auch dringend, da sie mehrfach am Knie operiert wurde und hier nicht voll belasten kann.
Mal schauen was sich ergibt.
Viele Grüße aus Südbaden
Tobi
 
G

gnomegemini

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Hallo,

wir hatten letztes Jahr 2 E-Bikes von Kettler mit Bosch System im Einsatz. Beide Laufleistung 1000km ca. meine Frau mehr als ich da sie auch auf Arbeit fuhr damit; mein Arbeitsweg waren 10min und damit die Anschließzeit länger als der eigentliche Weg. :)

Meine Meinung ist sehr anfängermäßig und ich kann nur von beiden Bikes berichten bzw. Vergleichen:
Kettler traveller e gold: Bosch Active Line (der schwächste Motor von Bosch 2018) mit Shimano Alfine 8 Gang Nabenschaltung
Kettler traveler pro e NuVinci: Bosch Performanceline CX (der stärkste Motor von Bosch 2018) mit NuVinci N380 stufenloser Nabenschaltung

Beide Bikes mit Intuvia Display und 500Wh intube Akku.

Wir sind meistens im Tourenmodus losgefahren (Eco, Tour, Sport, Turbo). Das mit 8Gang und schwächerem Motor hatte da eine Reichweite von 180km, das mit stufenloser Schaltung und dem stärkeren Motor von 120km.
Ich bin jetzt mit beiden Rädern am Wochenende zu den Schwiegereltern gefahren (je Strecke 40km) und habe damit folgende Erfahrungen:
- das schwächere Bike mit 8 Gang konnte im Turbomodus ohne Anstrengung 40km fahren und den Rückweg ebenfalls in diesem Modus, musste allerdings auf ebener Strecke auf Tour schalten.
- wenn man auf gerader Strecke fuhr konnte man einfach mal so auf 28km/h beschleunigen und war dennoch gemütlich unter Wegs ohne Motorunterstzung.

- das stärkere Rad mit NuVinci konnte im Turbomodus gerade mal die Strecke fahren und hatte dann noch 10km Restreichweite. Hier war ein Aufladen notwendig.
- es war sehr anstrengend über die 27km/h zu beschleunigen welche der Motor noch mitmachte. Man hatte schon gut zu tun dagegen anzukommen

Hätte ich die Wahl würde ich die NuVinci (heute Enviolo) nicht mehr ohne Automatik holen. Aber es hat definitiv Laune gemacht. Unsere längste Tour waren 120km an einem Tag wo ich bei dem stärkeren Rad und NuVinci jedoch sehr oft ohne Motor fahren musste und am Ende dennoch 3km ohne Akku fuhr. Das schwächere mit Nabenschaltung hatte noch 10km Restreichweite bei mehr Fahrergewicht (das war ich; nicht meine Frau :whistle:).

In Berichten und Foren liest man, dass die NuVinci auch einen schlechteren Wirkungsgrad hat; macht auch physisch Sinn, wenn das Öl bei Kompression erst fest wird und damit als Kupplung des Planetengetriebes wirkt. Den Negativeffekt hat eine normale Nabe nicht.

Laut Bosch's Reichweitenrechner ist auch der stärkere Motor für die kürzere Reichtweite verantwortlich: https://www.bosch-ebike.com/de/service/reichweiten-assistent/

Ich persönlich würde kein Boschsystem mit Intuvia holen weil es kein Navi hat und keinerelei GPS/Diebstahlschutz. Da ich als IT'ler aber eher ein Spielmatz bin, freu ich mich schon auf die neue Panasonicausrüstung. Aber das sind persönliche Vorliegen.

Beide Bikes wurden vom Fahradhändler eingestellt und auf die letzten SW Versionen gebracht. Alle beide identische Rahmen, Bremsen, Lichter (ausser Tiefeinsteiger vs. Herrenrad), Reifen und Felgen. Luftdruck bei empfohlenen 4,5-6Bar war immer knalle voll bei 6,0 bar entsprechend dem Reichweiten Tipps von Bosch folgend.

Ich kenn aber keinen Vergleich zu anderen Antriebssystemen.

Viele Grüße,
Stefan
 
perro

perro

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60 km mit mittlerer Leistung muß jeder 500er Akku spielend schaffen, ich komm im Hügelland locker 80 mit dem 400er. Allerdings mit 20 Gängen, sodaß ich immer im optimalen Bereich fahre. Je weniger Gänge desto mehr Stromverbrauch.... und bei Tagestouren fährt man doch nicht ständig die gerade noch mögliche Geschwindigkeit! Dann ist auch die "Stärke" nicht von Bedeutung - die braucht nicht per se mehr Strom, sondern nur, wenn sie voll ausgenutzt wird.
 
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Ich fahre ein Diamant Elan+, Bosch Performance, und mir gefällt das Rad ausgezeichnet. Die Bremsen sind gut, die Unterstützung ebenfalls und ich komme hier in der Oberlausitz mit dem 500er Akku auf Reichweiten von ca. 80 km. Es ist eben doch recht hügelig und da braucht es manchmal (für mich) etwas mehr Unterstützung.
In drei Wochen kann ich dazu mehr sagen, weil es am Sonnabend zu einer längeren Tour losgeht. Bis jetzt eine klare Kaufempfehlung.
 
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cephalotus

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Hallo zusammen,
Ich bin noch ganz neu hier, habe mich angemeldet da wir aktiv auf der Suche sind.
Meine Frau und ich haben uns vor 5Jahren zwei KTM-EBikes gekauft, sind aber nie wirklich zum fahren gekommen. Durch umfangreiche Haussanierung und danach Nachwuchs standen die beiden Räder fast nur, Laufleistung unter 1000km... Aber sie funktionieren nicht mehr.
Wir bräuchten auf jeden Fall zwei neue Akkus, da es sich aber um das Bionx System handelt und es dort massive Probleme gibt, haben wir überlegt zwei neue Bikes zu kaufen...
Wieso soll es massive Probleme mit dem BionX System geben? Der Hersteller ist insolvent, aber noch kann man diese Systeme reparieren. Hattet ihr denn bisher auf den unter 1000km denn Probleme damit? Passen Euch die Räder an sich nicht?

Ob ihr wirklich zwei neue Akkus braucht bekommt ihr raus, wenn ihr die aktuellen z.B. zu Liofit zur Diagnose einschickt. Vermutlich halt tiefentladen, wenn ewig nicht mehr benutzt.

Lasst Euch neue Zellen einbauen. Ja nach Reichweitenanforderung wäre theoretisch auch ein Extender denkbar, aber zuerst mal würde ich nur die Akkus upgraden. Evtl aktuelle Software drauf, Motortemperatur an den Displays freischalten, Mountainmodus vernüftig programmeren (z.B. auf Werte um die 20-24) und vielleicht noch eine Heatpipe in die Motorachse stecken, die bringt zumindest um die 5°C weniger Motortemperatur.(wenn Temperaturabregelung bisher ein Problem war). Selbst den Lichtausgang kann man auf 12V 18W Leistung ändern, solltet ihr mal modernere Beleuchtung wünschen. Vom Schraubkranz abgesehen ist das System technisch mMn im Trekkingbereich immer noch absolut up to date.

Wenn ihr mit den Dingern dann nochmal 1000km gefahren seid und sie Euch doch nicht gefallen könnt ihr sie ja immer noch verkaufen und Euch nach was neuem umschauen (der Wertverfall ist längst passiert, 1000km oder 1 Jahr hin oder her haben keinerlei Einfluss mehr auf den Verkaufspreis) und wenn sie doch passen habt ihr ein paar Tausender gespart.

MfG
Ergänzung:
60 km mit mittlerer Leistung muß jeder 500er Akku spielend schaffen,...
Reichweitenangaben sind immer kritisch.

Auf normaler Strecke komme ich mit dem 25er Pedelec und 500Wh aus dem akku (ein "500er" Akku hat neu eehr 450Wh, nach einer Weile eher 400Wh) sicherlich auch 60km weit fahren.

Ob im stark bergigen, bei -10°C, aufrecht mit dicker Jacke wie ein Schrank im Fahrtwind hockend, Schnee auf der Straßen, irgendwelchen unplattbaren Reifen mit Mega Rollwiderstand, Riemen und Nuvinci, 4 Packtaschen im Gegenwind und jemandem der kaum selber tritt ist dann keineswegs gewiss, um es mal etwas überspitzt zu formulieren.

Im Grunde hilft hier nur eigene Erfahrung, jeder versteht unter "etwas mittreten" oder "schnell fahren" oder "hügelig" dann meist doch was anderes
Ergänzung:
Beide Bikes wurden vom Fahradhändler eingestellt und auf die letzten SW Versionen gebracht. Alle beide identische Rahmen, Bremsen, Lichter (ausser Tiefeinsteiger vs. Herrenrad), Reifen und Felgen. Luftdruck bei empfohlenen 4,5-6Bar war immer knalle voll bei 6,0 bar entsprechend dem Reichweiten Tipps von Bosch folgend.
Ein betnhart aufgepumpter Reifen hat im Labor auf einer Stahlrolle einen geringeren Rollwiderstand.

In der Praxis schon auf normalem Straßenbelag führt so hoher Luftdruck bei normalgewichtigen fahrern dazu, dass der Rollwiderstand eher steigt(!) und zugleich der Komfort massiv leidet. Also ausschließlich Nachteile.

https://janheine.wordpress.com/2019/01/03/myth-16-higher-tire-pressure-is-faster/

Der Trick für geringeen Rollwiderstand (und das hat im Trekkingrad einen signifikanten Einfluss, viel mehr als alle Lager zusammen und idR auch viel mehr als selbst 10kg mehr oder weniger Gewicht) ist es, wirklich gute hochwertige Reifen zu kaufen, die entsprechend leicht rollen. Für Trekkingräder z.B. einen Marathon Almotion.
Nichts, aber auch garnichts verbessert die Leistung eines Trekkingrades mehr für vergleichsweise so wenig Geld, als den besten möglichen Reifen zu kaufen.

MfG
 
perro

perro

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wirklich gute hochwertige Reifen zu kaufen
naja, was wirklich "gut und hochwertig" ist dürfte auch Ansichtssache sein... ich fahr am Treckinghai entweder Smart Sam mit 3,5 bar oder, für schlechtere Strassen, Maxxis Ardent/Icon mit 2,8 bar und bin mit Komfort und Reichweite vollkommen zufrieden. Aber das muß jeder selber austesten, glaub ich. Am Bulls hab ich die G-One TL Allround mit unter 2 bar, die dürften "hochwertig" weil teuer genug, sein....
 
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Flughund84

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Also wirkliche Probleme hatten wir nie mit den Rädern, aber sind ja auch nur 600km damit gefahren. Der Händler meinte damals das wir sie bei Nichtbenutzung alle 4-6 Monate laden sollen, das haben wir auch gemacht.
Im Prinzip sind die Räder super, mit Ausnahme der Tatsache das es momentan nicht richtig funktioniert.
Ich hatte bei zwei unterschiedlichen "Akkuspezialisten" angerufen und diese sagten mir unabhängig voneinander das der Zellentausch in 80% der Fälle zu Problemen führen würde.
Vielleicht habe ich mich im Eingangspost falsch ausgedrückt, eigentlich würde ich natürlich am liebsten die bisherigen behalten, die sind ja von der Laufleistung her quasi neu!
Das Hauptproblem liegt bei meinem Rad daran das der Akku bei 50.3V anfängt grün zu blinken und nicht mehr weiter lädt. Er zeigt im Display dann voll an, aber nach 200Meter fehlen dann bereits 25% von der Anzeige. Somit Reichweite irgendwo bei 15-20km! Dazu kommt dass sich das Fahrrad immer selbst einschaltet, sprich man schaltet es aus, und kurz darauf geht es automatisch wieder an. Mit angenommenen Display fängt es an zu Piepsen und das Licht blinkt alle 10sekunden...
 
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cephalotus

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Das klingt nach einem defekten BMS in Deinem Akku. Lässt sich auch austauschen. Der Akku im Rad Deiner Frau ist auch defekt?

Ob die Zellen noch taugen müsste man dann testen. Aber mit den 8.4Ah? Akkus nach 5 Jahren sind die 60km eher nur mit Eigenleistung drin. Evtl nur ein neuer 11.6Ah Akku für die Frau und Du nimmst den mit weniger Kapazität?

Bei BionX Akkus scheint Liofit die Referenz zu sein. Die haben auch Ahnung von der Elektronik.
 
RUBLIH

RUBLIH

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Ganz einfach - BIONIX ist TOT
Es wird NICHT besser, Ersatzteile wachsen nicht nach - BIONIX beerdigen und ruhen lassen.....
Die Zukunft mit solchen Kram - jeder belanglose Fehler/Defekt wird desaströs und Verkäufer nutzen das um popeligen Kram teuer zu verhökern.

BIONIX = TONNE - lieber ein Ende mit Schrecken und so weiter...

60km bei geringer Eigenleistung ist schon gewagt. Wegen der Knieprobleme nunja - da wäre Leistung auf Knopfdruck bestimmt hilfreich -> Daumengas...

Und Ja - richtig
Die örtlichen Händler wollen einem immer das verkaufen was sie gerade dastehen haben, so zumindest unser Gefühl. Wirklich technische Ahnung haben die meisten nicht...
Genau ins Schwarze !!!

Beratung läuft in der Regel so, daß der Händler in den Kopf vom Kunden schaut und dessen Ansichten auf das Vorhandene gebogen werden.
Ich mußte neulich einem Bekannten den Wagen auf dem Hof einer Autowerkstatt reparieren, Werkstatt hat halt nur "Fachkräfte" - egal. Mal schnell ein Brötchen mit Bauarbeitermarmelade - "Hamse se Salz ?" - "Ja - an der Servcestation können Sie sich selbst bedienen..." Was ist der Fehler ?
Es ist KEINE Servicestation - das ist Selbstbedienung.
Ich nenne das mal Antiservice.
Es werden - und das scheint "normal", gegensätzliche Bedeutungen verwendet. So denkt die Verkäuferin "das ist Service" und bedient sich der entgegengesetzten Maßnahme. Beispiele aus der Praxis: Fachkräftemangel - zum Mindestlohn...
Das Gespräch mit Verkäufern ist ein Verkaufsgespräch - wird als Beratung tituliert.

Ich kann kein Rad empfhelen, aber in sich zu gehen um festzustellen ob das überhaupt Sinn macht. Der Gedanke allein führt nicht zum Radfahren.

Das Wichtigste ist dabei richtig zu sitzen - meine Meinung.
Verucht doch erstmal überhaupt Radzufahren - ohne Motor einfach Radfahren. Etwas mehr Drehzahl an der Tretkurbel, mit einem gern gebrauchten leichten Rad das optimal angepaßt ist. Wenn die körperlichen Attribute Standardgeometrien zulassen - gebrauchte Räder gibt´s in höchter Qualität zum kleinsten Preis.
 
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peef

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Aha.
 
Axel_K.

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Ganz einfach - BIONIX ist TOT
Sagt der der BionX aus eigener Erfahrung so gut kennt? :rolleyes:

Mag sein, das es den Hersteller in Kanada (leider) nicht mehr gibt, dennoch würde ich meine BionXe nicht um alles in der Welt für was anderes dran geben obwohl ich mittlerweile genügend andere Systeme kenne und ergänzend und vergleichend zu BionX nutze ;).

So lange es noch Firmen wie LioFit und Co. gibt und erforderlichenfalls Ersatzteile auf dem Gebrauchtmarkt bzw. aus meiner eigenen Sammlung in ausreichender Zahl verfügbar sind sähe und sehe ich aktuell keinen Grund BionX aufzugeben.
 
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RUBLIH

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Es spielt keine Rolle es ist EGAL ob ich BIONX kenne oder nur von den unzähligen defekten Motoren bei Ebay.

Ein Totes Pferd satteln - WOZU ?

Der TE hat völlig Recht und ich kann die Meinung nur unterstützen - SEINLASSEN - WEGWERFEN TOT

Das Zeugs auf dem wie Du es schreibst "Gebrauchtmarkt" verhökern, solange es noch welche gibt die dafür Geld zum Fenster rauswerfen. Als Ersatzteilspender eine wunderbare Quelle.

Aber als Pedelec doch nicht mehr zu gebrauchen. Als nächstes fällt der DMS Sensor ab, ein Display geht kaputt oder oder oder ....

Bei aller Liebe - andere Mütter haben auch schöne Töchter

Als Zwischenweg wäre es ja auch denkbar nur den abgekündigten Bionxkram rauszureißen und gegen etwas beständiges mit Qualität aus CHINA einzubauen. Das ist dann NICHT verdongelt, reparabel, günstig ersetzbar und kompatibel.

Eventuell gibt ja irgendwer für den alten Bionxkram ja noch ein paar € aus - ....
 
Axel_K.

Axel_K.

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Es spielt keine Rolle es ist EGAL ob ich BIONX kenne oder nur von den unzähligen defekten Motoren bei ebay....
Joa, die zwischenzeitlich hinlänglich bekannten Serien.. **gähn**

Ein Totes Pferd satteln - WOZU ?
Es scheint doch nur der Akku zu sein oder kaufst Du Dir dann auch gleich ein neues Rad? :eek::whistle::D

Aber als Pedelec doch nicht mehr zu gebruachen. Als nächstes fällt der DMS Sensor ab, ein Display geht kaputt oder oder oder ....
Ja klar, hat ja auch schon zigtausend km runter, das arme, runtergerittene Rad. :D

Als Zwischenweg wäre es ja auch denkbar nur den abgekündigten Bionxkram rauszureißen und gegen etwas beständiges mit Qualität aus CHINA einzubauen. Das ist dann NICHT verdongelt, reparabel, günstig ersetzbar und kompatibel.
Joa, schon allein mit dem Umbau hat dann der Themenstarter sicher viel Freude! :D(y)(y)(y)
 
Speedline

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Akkus kaufen....Systhem upgraden....fertig..
Ein klassisches Motorrad schmeiß ich auch nicht auf den Schrott,weil der Motor nicht mehr gebaut wird.Und ein Akku ist nunmal ein Verschleißteil,und ein neuer,wertet das Rad um dessen Preis auf.
 
RUBLIH

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Joa, schon allein mit dem Umbau hat dann der Themenstarter sicher viel Freude! :D(y)(y)(y)
Du meinst ebensoviel wie mit dem Hinterherrennen defekter Ersatzteile bei Bionx ?

Es macht da keinen sonderlichen Unterschied, ob an toten Bionx operiert wird, oder Neufaubau.

"Vorteil" beim BIONX - jedes neue Problem ist umständlich bis gar nicht lösbar - sowas wie Hauptgewinn
Ich schaue mindestens etwas nach vorn und halte nicht an Vergangenem fest - wozu auch.
Bionx hat eindeutig bewiesen, nicht überlebensfähig zu sein.

Es ist kein klassisches Motorrad ?
Eine Aufwertung wird geringer ausfallen, als die Kosten für die Akkuinstandsetzung. Mir erschließt sich diese eigenartige Betrachtung nicht, die Rechnung hinkt. 500€ reinstecken, damit das 300€ wertvoller wird. So ist es zumeist auch bei klassischen Motorrädern, deren Motoren man instandsetzen läßt. Oder fehlt da die Erfahrung aus der Praxis ?

Hier geht´s zum Bionxproblembereich

Wenn das nicht Inspiration bedeutet...
 
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Axel_K.

Axel_K.

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Du meinst ebensoviel wie mit dem Hinterherrennen defekter Ersatzteile bei Bionx ?

Es macht da keinen sonderlichen Unterschied, ob an toten Bionx operiert wird, oder Neufaubau.

"Vorteil" beim BIONX - jedes neue Problem ist umständlich bis gar nicht lösbar - sowas wie Hauptgewinn..
Schon seltsam was ausgerechnet die die selbst vermutlich noch nie was mit BionX am Hut hatten wieder mal alles so pauschal ins Feld führen. :rolleyes:

Meine bislang problemlosen mehr als 11.000 km sagen mir halt was völlig anderes, Spaß und Fahrgefühl und die sonstigen Vorzüge lasse ich dabei jetzt mal ganz außen vor. :)
 
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cephalotus

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Du meinst ebensoviel wie mit dem Hinterherrennen defekter Ersatzteile bei Bionx ?

Es macht da keinen sonderlichen Unterschied, ob an toten Bionx operiert wird, oder Neufaubau....
Die genauen Details kenne ich nicht, aber sehr wahrscheinlich handelt es sich hier um zwei BionX Fahrräder mit dem alten HT Schraubkranzmotor für jeweils grob geschätzt 2000 Euro damaliger Neupreis.

Mit defektem Akku bekommst Du da heute 400 Euro dafür im Verkauf (als Einzelteile mehr, aber auch mehr Aufwand). Weggeben bedeutet also bei zwei Rädern irgendwas um die 3000 Euro Wertverlust realisieren. Das ist dein Vorschlag.

Mein Vorschlag ist die beiden Akkus zu LioFit zu schicken und sich zumindest eine Diagnose und Kostenvoranschlag zusenden zu lassen.

Sinnvoll wäre in meinen Augen, sich zwei Akkus mit 11,6Ah zu holen bzw umbauen zu lassen, damit sind die 60km in normalem Gelände ganz locker drin. Ich bin gestern mit der Freundin und unseren Speed Pedelec mit so einem 11,6Ah Akku je 57km gefahren (teilweise auch bis 45km/h ausgefahren, hinten je eine Packtasche dran) und am Ende waren noch ca. 15% Restreichweite vorhanden.
Bei einem dritten Akku würde ich den Original Akkupack drin lassen und nur die Platine ersetzen, der dient dann als Reserve. (Billigerer Ansatz wäre 1x 11,6Ah Akku für die Frau und bei den beiden vorhandene nur das BMS tauschen/reparieren lassen)

Je nach Aufwand bewegen sich hierfür die Kosten wohl irgendwo bei 800-1400 Euro herum.

Ansonsten zu BionX:

Ladegerät ist vollkommen unproblematisch, da man ggf jedes 24V/3,5A Netzteil mit Lenovo Stecker dafür verwenden kann. Kostet auch original gebraucht meist ca. 50 euro
G2 Konsole geht normalerweise nicht kaputt, solange man sie nicht runter wirft. Angebote sind verfügbar, allerdings mittlerweile im Preisbereich von meist 100-160 Euro herum, das ist bisher am teuersten geworden. Notfalls könnte man aber auch G1 oder RC3/DS3 verwenden. Selbst die vor 9 Jahren eingestellten G1 Konsolen werden heute noch regelmäßig gebraucht angeboten.

Schiebehilfe(Bedienelement geht idR nie aputt ansonsten problemlos zu bekommen für 30-40 Euro
Bremsschalter ist Standard Reed Kontakt
Akkuschiene/Kabelbaum gibt es reichlich am gebraucht markt für 50-60 Euro
Die alten HT Motoren gibt es gebraucht wie Sand am Meer, oft kaum gelaufen und schon passend eingespeicht teils unter 200 Euro, das ist bei BionX billiger als sonstwo.
Mit dem Schraubkranz kommt man klar oder halt nicht. Hängt vor allem davon ab, mit wieviel Gewalt man rein tritt. Vorne auf dem kleinen Kettenblatt und dann ein 120kg Typ im Wiegetritt schrottet die Lager im Schraubkranz ratzfatz. Wer weniger kraftvoll tritt kann die Dinger auch 10.000km oder 20.000km fahren.
Akku wie oben erwähnt reparieren ggf. jetzt noch einen auf Reserve legen und gut ist es. Funktuonsfähige 48V BMS bekommt man für 100-130 Euro, ist dann aber für selber Bastler. Ansonsten eben Liofit & Co.

Die Software ist seit Version 6.2 absolut ausgereift, mir sind in den letzten 5 Jahren keine bugs bekannt geworden und ich habe mit meinen BionX Systemen so ziemlich alles mögliche und unmögliche ausprobiert (außer dass der D-Motor die Akkustrombegrezung mit G2 Konsole ignoriert, hier aber nicht relevant). Ältere Versionen sollte man heute nicht mehr nutzen, z.B. haben die 5.x noch keinen Überspannungsschutz bei Reku und keinen Mountainmode.

Wenn man natürlich grundsätzlich mit dem System unzufrieden ist und was anderes will soll man auch was anderes kaufen, aber wenn man mit den Rädern zufrieden war sehe ich absolut keinen Grund jetzt 3000 Euro einfach so wegzuwerfen.

Ich habe vor, meine BionX Systeme noch locker 10 Jahre lang zu nutzen, eher peile ich 20 Jahre an. (wobei bei mir der Schwachpunkt nun vor allem die D-Motoren sein dürften, aber die sind hier ja nicht Thema).

Vom Schraubkranz abgesehen und der generellen Thematik Nabenmotor vs Mittlemotor gibt es nach wie vor nichts am Markt, was bezogen auf den Antrieb irgendwas relevantes besser könnte als diese "alten" BionX Antriebe, vieles ist eher schlechter gemacht wie z.B. Konfigurierbarkeit oder Rekuperation. Das einzige wo sich am Markt für Nabenmotoren meiner Ansicht nach derzeit überhaupt noch was tut sind irgendwelche "Apps".

MfG
Ergänzung:
Es geht hier im das Diagnosetool, also das Teil, das es für andere Systeme so vergleichbar überhaupt nicht gibt.

Mittlerweile ist die Software dazu auch offline verfügbar, mit der man das völlig frei konfigurieren kann, BionX Server braucht man nicht mehr.

Normalerweise sagt man ja, dass man über Tote nicht schlecht redet. Bei BionX geht das bashing aber einfach munter weiter, vor allem von den Leuten, die von BionX offenschtlich nicht die geringste Ahnung haben. warum auch immer.

----

Wie hält man ein BionX System am Leben:

1. Achse korrekt einbauen und Achsmuttern mit 40Nm anziehen. (Drehmomentschlüssel!)
2. Kette nicht in Öl tränken. Ketten gehören leicht geschmiert und sollten ansonsten "trocken" sein. Bei normalen Rädrn "nur" geschamckssache ob man seine ketten mit Lö-Dreck-schmiere schnell töten will oder nicht. aber trieft beim BionX alles mit Öl gelangt das an die Motorachse und kann da ggf den DMS ablösen. Ansonsten lösen sich die Dinger idR nicht und sind sehr zuverlässig.
3. Den Motorstromstecker (BAAS) an der Kettenstrebe so aufbiegen, dass der sehr stramm sitzt. Vor Oxidation und sich selbst öffnen schützen.
4. SUB D Stecker an der Akkuschiene regelmäßig putzen, bei häufigem offenem Abstellen im Regen evtl. kleine Abdeckkappe nutzen
5. Mindestens Software 6.2 oder höher installieren, analoges gilt für die anderen Komponenten auch. Bei den Akkus scheint für mich bisher die Hybridsoftware 115 am problemlosesten.
6. Akku für die Fahrt immer sicher verriegeln und absperren!
7. Akku nie unter Strom entnehmen, keine Stecker unter Strom trennen.
8. Die alten 48V Akkus ohne Tiefentladeschutz alle 3-6 Monate wieder voll laden
9. Ich selbst klebe die Nähte an Akku und Motor mit Klebeband ab. Die haben zwar Dichtungen, aber im Laufe der Jahre... Außerdem baue ich der Akkuladebuchse ein kleinen Regenabweiser aus Klebeband. Der Aufwand beträgt keine 3ct, aber evtl ist mal der Nutzen groß.
10. Konsole nicht fallen lassen.

Nicht notwendig aber als Bonus:

11. Anzeige der Motortemperatur frei schalten (lassen), damit bekommt ma dafür ein gutes Gefühl
12. Akkuströme drosseln auf z.B. 25A und -6A
13. Probleme mit dem Bremssensor sind meist Probleme der Position von Kontakt und Magnet. Lässt sich idR einfach beheben. Zum problemlosen Weiterfahren (ohne Bremsreku) Kontakt abstecken oder Funktion in der G2 Konsole deaktivieren.
14. Schraubkranzgewinde vor Montage fetten, ggf Lager im Schraubkranz vor Montage fetten

Das ist es. Alles keine Hexerei und keine große Kunst, aber man muss es halt wissen. Die meisten Händler von vor 5 Jahren hatten davon nicht den blassesten Schimmer, die Käufer natürlich auch nicht.

Natürlich kann auch bei BionX mal was kaputt gehen. Ich würde bei den HT Motoren so mit im Schnitt 15.000-20.000km rechnen, aber das gilt für alle anderen Systeme genauso.

Wir haben hier im Forum eine sehr verzerrte Wahrnehmung. Bei GoSwiss gibt es einen, der hat (inkl Reperatur) 80.000km auf einen GoSwiss gefahren und jetzt glaubt jeder, das wäre normal, obwohl andere GoSwiss wesentlich früher ausfallen.
Bei BionX hat einer 80.000km auf einen HT Motor drauf gefahren und halt auch viele wo Motoren früher starben und hier erzählt jeder, dass die Dinger grundsätzlich alle super anfällig sind.

Von meinen gebrauchten Surpreme+ Käufen habe ich drei alte HT Motoren Baujahr 2009 und 2010. Die funktionieren auch heute alle noch einwandfrei.

MfG
 
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Axel_K.

Axel_K.

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48V Bionx HR, 48V Shengyi MM, Impulse Evo RS Speed
Mittlerweile ist die Software dazu auch offline verfügbar, mit der man das völlig frei konfigurieren kann, BionX Server braucht man nicht mehr.
@cephalotus

Sorry,

aber für die 2er-Version der BBI benötigt man die Server und 'ne Interentverbindung oder liege ich hier komplett falsch? - Dass die diversen 1...-Versionen auch ohne Verbindung zum Server laufen ist ja schon länger so.

Nachtrag:

Hab eben nochmals Deinen ganzen Beitrag oben gelesen, ich glaub besser zusammenfassen und auf den Punkt bringen was es alles an Insider-Infos über das System gibt kann man es wohl nicht! (y)

Klar, über die Software und die Einstellungen und was sich alles Rauslesen läßt und ließe geht locker noch seitenweise mehr, Reparturmöglichkeiten zu Motor etc. ebenfalls, aber das steht auf einem völlig anderen Blatt.

Deine Zusammenfassung oben jedenfalls gehört für mich so wie sie ist eigentlich direkt ein Wiki!
 
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Thema:

Trekkingrad mit ordentlicher Reichweite

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