Trekking-Pedelec mit Heckmotor gesucht (Achtung: Viel Text)

Diskutiere Trekking-Pedelec mit Heckmotor gesucht (Achtung: Viel Text) im Kaufberatung Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Hallo zusammen, bin neu hier, lese aber schon ein paar Tage mit. Nachdem ich die letzten 40 Jahre ohne Motorunterstützung geradelt bin, denke ich...
tigerle

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Hallo zusammen,

bin neu hier, lese aber schon ein paar Tage mit. Nachdem ich die letzten 40 Jahre ohne Motorunterstützung geradelt bin, denke ich für dieses Frühjahr über ein Pedelec nach. Habe bisher ein relativ schweres aber gut zu fahrendes Trekking-Rad (von Aldi, Jg. 2007) und ein Wheeler RL6500 Mountainbike (Jg. 2003). Mit beiden Rädern bin ich für Ihren jeweiligen Einsatzzweck eigentlich recht zufrieden :).
Fahre ca. 4-5x/Woche mit dem Trekkingrad zur Arbeit (nur ca. 4 km/Strecke, allerdings ca. 100 Höhenmeter auf einem km (hin am Anfang abwärts, zurück am Ende aufwärts). Da der "Schwitzfaktor" erst auf dem Rückweg entsteht, bisher kein so großes Problem. Hätte aber ganz gerne ein Pedelec, weil ich im Moment doch das ein- oder andere mal lieber das Auto nehme :whistle: und außerdem auf dem Weg in die Innenstadt die gleichen Höhenmeter anfallen. Mal eben mit dem Fahrrad in die Stadt überlegt man sich dann schon. Das wäre also das Alltags-Fahrprofil, bei schönem Wetter mal eine längere Tour ist dann sicherlich auch drin (y)

Kann ein bisschen schrauben, habe ein Messgerät und einen Lötkolben. Bisher am Fahrrad alles und am Auto manches selber gemacht.

Aufgrund der aus meiner Sicht vorteilhaften Eigenschaften des Heckmotor-/Heckantriebs habe ich den Mainstream der Mittelmotorräder nicht weiter verfolgt. Vor allem schreckt mich der scheinbar exorbitante Verschleiß (ein Händler meinte, Ritzel und Kette einmal im Jahr), das Geräusch (geht inzwischen, ich weiss) und die Wartungsunfreundlichkeit der Mittelmotoren ab. Einige werden einwenden, dass bei stärkeren Steigungen der Heckmotor zu langsam wird. Allerdings habe ich durchaus vor, weiterhin mitzutreten und den Berg dann entsprechend schneller hochzufahren als bisher ohne Motor. Schön wäre Rekuperation, scheint aber außer etwas Schonung der Bremsbeläge soviel nicht zu bringen.

Hatte zunächst BionX im Auge:
Vorteil: Wohl einigermaßen unproblematische Motoren, Unterstützungssteuerung mit Drehmomentsensor, leise, Rekuperation möglich.
Nachteile: soweit ich das sehe, komplett verdongelt :eek:; teuer in Anschaffung und Unterhalt (teure Ersatzteile); quasi nur noch als Nachrüstset erhältlich, werden im Moment nur bei "elby" neu verbaut.

Neodrives (ehemals Xion):
Vorteil: Rekuperation, soll ein sehr guter Motor sein, Unterstützungssteuerung mit Drehmomentsensor, neues Bedienteil scheint ziemlich gut zu sein (sogar mit Smartphone-Anbindung), wird bei Raleigh und Kalkhoff in Kompletträder eingebaut, deutscher Hersteller (Produktion auch in D ?)
Nachteil: zumindest teilweise verdongelt, teuer, etwas unvorteilhafte Modellpolitik bei Rl und Kh (aus meiner Sicht) (der hiesige Kalkhoff-Händler verkauft z.B. ausschließlich die Mittelmotor-Modelle)

Swissdrive go: Sprengt ehrlich gesagt mein angepeiltes Budget :confused:


Bafang-Motor, das-Kit:
Vorteil: unschlagbarer Preis, "Standardkomponenten", gute und günstige Ersatzteilversorung (wenn man weiß, wie man einen Schraubenzieher und Lötkolben hält), fertige Räder von NCM scheinen zumindest teilweise was zu taugen
Nachteil: Keine Reku, weil Getriebemotor, lauter (?), definitiv Chinaware (was nicht unbedingt ein Nachteil sein muss), eventuell geringere Haltbarkeit, wohl wenig Kulanz des Herstellers bei Defekten (bei den Preisen nicht verwunderlich und natürlich auch eher zu verschmerzen als bei den teuren Anbietern)


Eigentlich tendiere ich im Moment dazu, das NCM Venice+ mit dem Bafang-Motor zu kaufen. Werde dann aber wahrscheinlich auf die Dienste der hiesigen Fahrrad-Fachwerkstätten verzichten müssen (habe ich mit meinen bisherigen Rädern in den letzten 20 Jahren allerdings auch).

Ich weiss, dass der Vergleich zwischen z.B. "Raleigh Stanton 9" (ca. 2600,-) und dem "NCM Venice+" (ca. 1400,-) hinkt. Möchte jetzt auch keine Grundsatzdiskussionen lostreten. Vielleicht kann der ein oder andere noch einen Tip geben, falls ich etwas vergessen habe. Und wenn jemand selber eines der Räder fährt, wäre ich natürlich für Erfahrungsberichte dankbar.
Ach ja: Bin 183 cm groß, Schritthöhe 85 cm, Gewicht ca. 90 kg (wieder geplant ;-) )

Vielen Dank und schönen Abend noch.
 
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peef

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Bei dem Streckenprofil ist doch ein MM in Ordnung.
 
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Beim Mittelmotor kann ich einen erhöhten Kettenverschleiß gegenüber dem Nabenmotor persönlich überhaupt nicht bestätigen. Ich glaube, das ist insbesondere ein Problem der Motoren mit der internen Getriebeübersetzung auf ein dann winziges Kettenblatt.
Trotzdem hast du bei deinen maximal 10% Steigung mit viel Eigenleistung sicher nicht unrecht, wenn du eher zum Nabenmotor tendierst. Insbesondere bei der Nachrüstung! Bei der Nachrüstung ist das Angebot an Mittelmotoren doch sehr begrenzt und im legalen Bereich haben die Motoren doch einige Nachteile. Das geht schon bei Problemen mit der Schaltung, der Kettenlinie und dem Kettenblatt los, bei der geringen Kadenz weiter usw. Wenn du das am Berg nicht brauchst, dann tu dir das bei einer Nachrüstung nicht an!

Von der Reku ist meines Wissens der BionX am besten, von der Steuerung mit seiner Parametrisierbarkeit auch. Trotzdem würde ich mir gut überlegen, ob mir das den Aufpreis auf einen Bafang wert ist. Oder nach einem gebrauchten BionX PL250, bzw. Gebrauchtrad mit BionX umsehen.
Bei deiner Beschreibung klingt es wirklich nicht danach, als ob du den großen und teuren BionX D bräuchtest.
 
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cephalotus

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Bei e-bikes4you.de kostet der BionX P mit dem 555Wh Akku, G2 Konsole und dem ganzen anderen Kram 1400 Euro neu. Mit dem ganzen Kram der dazu gehört. Ich denke mit 3 Jahren Garantie.
Von diesem Motor hört man wenig negatives.

Die Panasonic PF Zellen sind robust und haben nach 1000 Vollzyklen als Einzelzelle noch reale 2Ah. Auch die kalendarische Alterung ist vermutlich gering bei Zellen mit NCA Kathode.

Wie gut und schnell 1km mit durchschnittlich 10% klappt hängt vom Gewicht und Eigenleistung und Aussentemperatur ab.

Reku bei BionX funktioniert bis 60km/h super und praxistauglich. Ich glaube bei Alber / Xion ist dem nicht so.
Bringt bei Dir halt Schonung der Bremsen, Akkurückspeisung ist bei 8km Strecke recht egal. Damit die Reku funktioniert darf der Akku aber bei Dir beim Losfahren nicht voll sein.

Kosten für einen Bafang mal aufschreiben mit allem was so anfällt inkk Ladegerät, Versand, Laufrad einspeichen, usw.
Kompatibilität prüfen. Mit Scheibenbremsen und 9x bzw 10x Kassette sind es schnell mal über 135mm.
In der Hinsicht ist der BionX völlig unkritisch da der schlank baut.
Ausserdem muss man den Kontroller am Rad unterbringen.

Nachteil am BionX P ist mMn vor allem das Gewicht von 4.7kg hinten.

Wenn Mittelmotor würd ich mit eins der Bosch CX Räder bei LinkRadQuadrat holen. Da stimmt für mich Preis und Leistung.

MfG
 
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jodi2

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Ich lese nirgends was von S-Pedelec?
Ein HR Motor ist eigentlich nur für S üblich, bei 25ern ist das ziemlich wenig gefragt und bringt auch weniger Vorteile als beim 45er. Dazu ist es vermute ich teurer, zumindest bei fertigen Pedelecs bekannter Marken. Und Deine Strecke ist doch genau für MM, die böse heftige Steigung die Dich jedes mal abschreckt?
Rein rational und vom geplanten Einsatz her spricht mehr für MM.
 
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Lass dir nix einreden. Wenn du mit einem alten Aldirad ohne jeglichen Motor gut klar gekommen bist, nimm das günstige Rad mit HR und gut.
Die Bafang Motoren laufen ihre 20.000km ohne Probleme und selbst dann sind sie unschlagbar Billig zu wechseln.
Geräusche kann ich nicht nachvollziehen. Bosch ist lauter jeder Nabenmotor den ich je gehört habe.

Wenn du selber reparieren kannst biste mit dem NCM unschlagbar günstig dabei.

Reku lohnt bei der Strecke nicht so sehr bzw meist auch nur bei richtigem Gebirge oder als S-Pedelec.

Ich nutze es gerne im Stadtverkehr da ich an jeder Ampel von 45kmh auf 0 runter muss. Das schont die Bremsen schon ein wenig.
 
hg6996

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Alber kann ab dem Z20-Motor, der ab diesem Jahr verbaut wird, bis etwa 50 km/h rekuperieren, die Reku ist auch deutlich stärker geworden.
Aber so weit ich weiß, bekommt aktuell nur Simplon eine kleine Zahl von Motoren. Der Rest muss warten.
 
tigerle

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Hallo,

vielen Dank für die vielen Antworten. Habe gestern abend dann auch noch einen anderen Thread gelesen, wo jemand eine ähnliche Frage hat (https://www.pedelecforum.de/forum/i...-für-pendler-gesucht.52803/page-3#post-940803). Bei dem wird es wohl auf die Umbau-Lösung mit Bafang hinauslaufen (kostet alles in allem aber auch 1200,- + Fahrrad).
Umbau könnte ich machen, halte aber weder das Aldi-Fahrrad noch das 15 Jahre alte Wheeler für geeignet. Bräuchte also noch ein vernünftiges "Basisrad". Den BionX für ca. 1400,- hatte ich auch schon "auf dem Schirm". Aus Gewährleistungsgründen würde ich den aber vom Fachmann einbauen lassen (ca. 200,-).
Das NCM wäre natürlich einen glatten 1000er günstiger und ist eventuell Wartungsfreundlicher (danke an Ewi2435). Ich habe mal im "DiscounterBike"-Forum ne Anfrage gestellt, ob jemand mit dem Venice+ schon Erfahrungen hat, die Modelle Hamburg, Prag und Moscow kommen ja gut weg.
Habe übrigens nochmal mein Höhenprofil gegoogelt. Der Anstieg ist viel kontinuierlicher, als ich dachte, müßte also mit dem Nabenmotor eigentlich gut gehen (wohne am Nordrand der Mittelgebirge).
Vielen Dank an alle und Viele Grüße
 
Alber kann ab dem Z20-Motor, der ab diesem Jahr verbaut wird, bis etwa 50 km/h rekuperieren, die Reku ist auch deutlich stärker geworden.
Aber so weit ich weiß, bekommt aktuell nur Simplon eine kleine Zahl von Motoren. Der Rest muss warten.
Habe auch schon gelesen, dass der nochmal deutlich verbessert sein dürfte (auch vom Bedienteil). Der wäre dann ja auch im Raleigh, wobei der Händler da schon meinte, dass das vor April/Mai nichts wird.
 

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Wie gesagt umbau lohnt eigtl nur wenn man bereits ein super hochwertiges bike hat und das weiter fahren will.

Die ncm modelle sind das geld sowas von wert da wuerde ich als anfaenger keine hand anlegen. Selbst wenn du da noch die bremsen oder schaltung durch hochwertige ersetzt kommst du weitaus guenstiger weg.

Mfg
 
tigerle

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Ich bin's nochmal,
habe mir natürlich noch kein eBike gekauft (will vorher noch mein Cabrio verkaufen, okay, hat damit nicht direkt was zu tun :rolleyes:). Bin vorgestern über das Rex Graveler e8.7 https://www.rex-bike.de/de/shop/rex-e-bike-alu-atb-twentyniner-29-graveler-e8-7-51578-0111 "gestolpert". Das gute Stück gibt es ab ca. 1550,- und sieht auf dem Papier ja ganz gut aus. Prophete/Rex kommt hier im Forum ja eigentlich auch gut weg.
Hat zufällig schon jemand Erfahrungen damit gemacht (scheint ja erst seit kurzem auf dem Markt zu sein). In den "Werbetexten" steht was von "Direktantrieb", hat der verbaute Trio womöglich sogar einen Drehmomentsensor und vielleicht sogar Reku ??? (Wäre natürlich zu schön, um wahr zu sein).

Vielen Dank und viele Grüße
 
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Toddie

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Ich fahre seit 4 Jahren und mittlerweile 16.000 km ein Kalkhoff mit XION-Motor von Alber. Der Motor ist ne Wucht. Er arbeitet kraftvoll und geht dabei sehr sanft zu Werke. Sprich: es gibt weder einen unharmonischen Anfahrruck, wenn der Motor schiebt, noch eine spürbare Bremse, wenn abgeriegelt wird.
Und das Beste: Er arbeitet völlig lautlos, was ich sehr zu schätzen weiß, wenn ich neben einem Mittelmotor-eBike daherfahre. Auch der Bafang im günstigen NCM macht hässliche Geräusche.
Ich würde mich bei einem Neukauf wieder für einen direkt angetriebenen Heckmotor entscheiden. Mit dem Albermotor hatte ich bislang keinerlei Probleme. Einzig das Display musste einmal auf Garantie getauscht werden und hat manchmal, wenn auch selten, ein Kontaktproblem.
Mich überzeugt das Konzept des berührungslosen und daher geräuschlosen Direktantriebes ebenso wie der geringere Verschleiss der Antriebskomponenten wie Ritzel, Kette und Kassette, da ja die Kraft des Motors direkt auf das Rad übertragen wird. Das Rad macht mir auch nach vier Jahren noch viel Spaß und leistet mir täglich treue Dienste.

Das NCM meiner Frau läuft nun zwei Jahre sehr zu ihrer Zufriedenheit. Die unharmonische Kraftentfaltung stört mich persönlich aber genauso wie die nervige Geräuschkulisse und die eigenartige Steuerung, deren unterschiedlichen Fahrstufen sich lediglich auf die mit der Stufe zu fahrende Höchstgeschwindigkeit beziehen und keinesfalls auf die Stärke der Unterstützung.

Meine Frau stört das alles nicht. Sie kann auch mit den einfacheren Komponenten am Rad gut leben und freut sich diebisch, dass ihr Fahrrad weniger als die Hälfte von meinem gekostet hat.
 
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Fairerweise sollte man erwähnen, dass Alber mit seinen Motoren im der Vergangenheit eim Problem mit der Zuverlässigkeit hatte. Mein Motor hat knapp 25.000km gehalten. Angeblich sind diese Probleme mittlerweile gelöst. Aber der Händler, bei dem ich mein Bike gekauft hatte, bietet es nicht mehr an. Er hatte zu viel Ärger damit.
Mein Austauschmotor hat jetzt 2.500km runter und funktioniert noch prima. Ich bin mal gespannt wie es weitergeht.
Die aktuelle Software ist jedenfalls ein Traum. Eco 2 ist genau das, was ich mir gewünscht habe. Größter Kritikpunkt meines Motors ist, wie bereits erwähnt, die schwache Reku, die nur bis 28 km/h funktioniert. Wie man so einen Quatsch konstruieren kann, erschließt sich mir nicht.
 
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cephalotus

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Hatte zunächst BionX im Auge:
Vorteil: Wohl einigermaßen unproblematische Motoren, Unterstützungssteuerung mit Drehmomentsensor, leise, Rekuperation möglich.
Nachteile: soweit ich das sehe, komplett verdongelt :eek:; teuer in Anschaffung und Unterhalt (teure Ersatzteile); quasi nur noch als Nachrüstset erhältlich, werden im Moment nur bei "elby" neu verbaut.
Du siehst das falsch. Kein mir bekanntes System auf dem Markt ist mit Zugriff auf den CAN Bus und entsprechende Software freier und detaillierter einstellbar als das BionX System.

Ja, Motor, Controller und Sensor bilden eine Einheit, das sehe ich aber grundsätzlich nicht so kritisch, es sei denn auf Weltreisen, weil das rad unfahrbar wird, wenn der Contsrolleer einen Kurzschluss hat (ob das im schnitt häufiger als 1x pro 1 Million km vorkommt weiß ich nicht, ich schätze nein, seit die Software da vor Jahren mehr Schutzfunktionen hatte) da darfst Du dann aber generell keinen einzigen OEM Anbieter wählen.
Bionx Motoren lassen sich ausgespeicht öffnen (bei D-Motor aber mühsam). Bei anderen sind die Motoren verschweisst.
wer will kann Fremdcontroller einsetzen, ich hatte mich da auch gedanklich immer mal wieder damit gespielt.
Die Realität ist, dass man eingespeichte gebrauchte alte Schraubkranz BionX Motoren mit 30A controller und guter Sensorik gebraucht für 200 euro bekommt, während vergleichbare Steuerungssysteme und Controller von Dritten aus China bei mehreren hundert Euro liegen, ohne Motor.
Der Schraubkranz ist nicht ideal, für Fahrer mit kräftigem Antritt die auch mal auf kleinen Kettenblättern fahren würde ich davon abraten, manche treten so die Lager in den Schraubkränzen in nur 100km kaputt, andere kommen aber mehr als 10.000km pro Schraubkranz hin und dann hat man auch immer gleich den Freilauf gewechselt.

Bei den Akkus gibt es Drittanbieter, die die Zellen tauschen und ggf. auch die Elektronik reparieren können.

Wenn es Dir um "freie Akkus geht schau Dich bei den 37V BionX Akkupacks um, da kann man prinzipiell belibige 37V Akkus dran hängen ohne Einzelzellüberwachung durch das BionX BMS. Auf Antiblitz-Kontakte achten. Macht halt so gut wie keiner, denkbar ist es. schleift man die Spannung am BMS vorbei und versogt dieses separat gehen sogar höhere Akkuspannungen, dann aber ohne Akkuanzeige.

Naja, die G2 Displays kosten neu 92 Euro und die ladegereöte neu 60 euro (Ein Universal-Notebooknetzteil mit 24-26V und mindestens 3,5Aklappt auch und kostet 12 Euro).

Bedienhebel kostet neu 32 Euro.

Ich sehe nicht, warum man da unbedingt was aus China haben will, diese Dinger sind gut, funktionieren bei mir seit vielen Jahren problemlos an diversen Rädern und nicht wirklich teuer.

Lichtausgang bei BionX liefert (eistellbar mit o.e. Tools) 5V bis 12V und maximal 1,5A. Selbst die aktuelle Speerspitze der Fahrradbeleuchtung wie IQ-X E, Lupine SL oder M99 Pure+ bzw M99 Pini Pro 25 kann man daran auch an 10 Jahren alten Bionx Systemen betreiben .

Alle von außen zugänglichen Steckverbinder, Kugellager, usw... der alten BionX Systeme vor 2017 sind Standardware und bei Bedarf auch im normalen Handel zu beziehen.

Ich kenne nur das BionX System mittlerweile sehr gut, die anderen überwiegend nur von lesen oder kurzem Ausprobieren, aber für mich als Bastler gibt es nicht 1 Sekunde zu überlegen, welches System der Direktläufer ich auch heute allen anderen klar vorziehen würde.
Nachteile sind die Schraubkränze bei den alten Motoren und das recht schneller überhitzen der leichten SL Motoren. Für Bastler gäbe ses aber auch da Lösungsansätze, die Wärme schneller abzuführen.

Generell kommen natürlich alle Direktläufer an Grenzen, wenn man sich mit 5km/h irgendwelche Passstraßen oder Trails hoch schleppen will.

Etwas kritischer für Bastler sehe ich den D-Motor. Der ist technologisch auf alle Fälle spektakulär und herausragend, aber nicht billig zu bekommen und möglicherweise auch etwas fehleranfällig und nur sehr schwer zu warten.

MfG
 
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@Toddie Vielen Dank für den Bericht. Deine Überlegung bzgl. Getriebemotor (der Bafang im NCM hat ja ein Planetengetriebe) teile ich. Deswegen habe ich mir jetzt das Rex Graveler e8.7 gekauft (https://www.pedelecforum.de/forum/index.php?threads/wer-hat-erfahrungen-mit-dem-neuen-rex-graveler-e8-7.53906/). Preislich ca. bei den NCMs (1500,-), der Hauptvorteil ist der Trio-Motor, das ist nämlich auch ein Direktläufer. Der Motor ist leise und spricht direkt an. Ein Rucken beim Ein- oder Ausregeln besteht nicht, allerdings hat er auch keine Drehmomentsteuerung. Die Unterstützungsstufen beziehen sich nur auch die maximale Geschwindigkeit (bis die erreicht ist, gibt der Motor volle Power). Da ist der Alber sicher im Vorteil, aber ich habe mich schnell dran gewöhnt. Man kann auch längere Anstiege mit gleichmäßiger Geschwindigkeit hochfahren, auch wenn man ordentlich mit pedaliert. Es kommt also nicht zu einem ständigen Ein- und Ausregeln.
Das Rad ist natürlich etwas schwerer und rollt bergab schnell bis 50 km/h, eine Reku ist nicht vorgesehen, d.h. man wird öfters mal die Bremsbeläge wechseln dürfen.
Hauptnachteil sind die teilweise eher "preisgünstigen" Komponenten (z.B. Federgabel), aber dafür auch 1200,- Abstand zum günstigsten Rad mit Alber-Motor.

Viele Grüße

EDIT:
@cephalotus Vieln Dank für die Infos zum BionX-System. Ich habe ja inzwischen mein eBike, aber vielleicht komme ich ja auf den Geschmack und will irgendwann mehr ...
 
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cephalotus

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Ach sorry, ich hatte übersehen, dass das ein altes Thema war und ich eh schon meinen Senf dazu abgegeben hatte.
 
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