Trecking Bike Umbau Entscheidungshilfe

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Hallo liebe Freunde des gepflegten Elektrorades. Mein Name ist Falk. Ich wohne im schönen Erzgebirge. Ich habe mir vorgenommen, mein altes 28 Zoll Fahrrad mit E-Antrieb auszurüsten, um meinen Aktionsradius zu erweitern oder das Rad zur Fahrt auf Arbeit zu nutzen, ohne sackenassgeschwitzt anzukommen.

In meinem jugendlichen Leichtsinn wollte ich ursprünglich einen Hinterradnabenmotor einbauen, da ich das für überschaubaren Aufwand hielt, die ganze Sache relativ problemlos rückbaufähig ist (wenn es nicht so funktioniert wie gedacht), durch den Freilauf auch ein Fahren ohne Akku, wie mit einem "normalen" Rad möglich ist, ein Nabenmotor im Rad eher wenig auffällig ist und auch der Preis sich in Grenzen hält.
Dazu hatte ich schon mal Preise bei bekannten Firmen angefragt. Die habe ich auch erhalten aber immer wieder mit dem Hinweis, dass im Gebirge der Mittelmotor für mich die bessere Option sei, da damit das Schaltwerk mit in den Antrieb einbezogen wird. Bei meiner Recherche hier im Forum kam auch immer wieder die Sprache auf den besseren Wirkungsgrad eines Mittelmotors bei Bergfahrten.
Nun stehe ich zunächst vor der grundlegenden Entscheidung ob ich einen Mittel- oder Nabenmotor einbauen soll und wäre froh, wenn mir die Experten dieses Forums Entscheidungshilfe leisten könnten. Fotos des umzubauenden Rades füge ich bei, um sich ein besseres Bild machen zu können. Vielen Dank schon mal im Voraus.
 

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hansmeier2018

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Welcher Motor ist immer eine Frage von:
Gewicht
Fitness
Steigung: wie steil, wie lang?

Willst du selbstumbauen oder umbauen lassen?

Budget?
Ungefähre Reichweite oder WH des Akkus?

Kannst du einspeichen?
 
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Hallo Hans,
ich denke ich müsste mit einem Gesamtgewicht um die 100 kg rechnen. Fitness ist derzeit eher dürftig. Ich bin eher Genussfahrer. Steigungen gehen im Erzgebirge an die 20% und das schon über einige km. Umbauen möchte ich selbst. Ich finde es einfach cool, was selbst zu machen und freue mich, wenn sowas dann auch noch funktioniert.
Als Budget rechne ich mal mit 800 Euro.
Reichweite im Gebirge 80 km (???). Ist für mich schwierig einzuschätzen.
Einspeichen würde ich mir zutrauen. Hab ich beim Mopped schon gemacht.
 
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hansmeier2018

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@FalkGo Du musst ein @ vor meinen Namen tun damit ich benachrichtig werde.


Dann nimm am besten doch nen Mittelmotor.
Von denen habe ich nur wenig bis keine Ahnung.
Aber da melden sich bestimmt noch andere oder du guckst hier einfach mal im Forum rum.

Als Budget rechne ich mal mit 800 Euro.
Das passt, wenn du es selber machst.

Reichweite im Gebirge 80 km (???).
80 im Gebirge ist schon einiges. Da brauchste mind. 500wh bessereher 700wh bis 800wh.

Viel Erfolg
 
marci

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@FalkGo : Bei Deinem Namen werden alte Offroad Erinnerungen wach.. ;-)
Bin gespannt auf Deinem Umbau :)
 
FalkGo

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Danke Hans. Mal sehen, ob es noch mehr Meinungen zu dem Thema gibt.
 
marci

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@FalkGo Entschuldige, das war O-Ton, also nicht dem Thema entsprechend. Früher habe ich viel an Geländewagen rumgeschraubt und bin viel mit meinen Offroadfreunden aus dem Osten u.A. auch im Mittelgebirge und Erzgebirge und im ganzen Osten durchs Gelände geheizt. Da gab es auch einen Falkgo und jedes mal wenn ich an meine Abenteuer im Osten nachdenke, werden alte gute Erinnerungen wach ;-) War eine tolle Zeit, tolle Leute, tolle Gegend und ich hab viel gelernt, was improvisieren betrifft. Das hatten wir damals im Westen (ausser ein paar wenige) z.B. in meinem Betrieb (Werkzeugbau) so gar nicht drauf. Alte gute Zeiten eben ;-)
 
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ah, verstehe. Der wilde Osten. Das Schrauber-Gen hat sich bei manchen erhalten. ;) Vielleicht wir das in der Zukunft für einige wieder wichtiger, von wegen Nachhaltigkeit und so. Ich selbst habe vor vielen Monden Radio- und Fernsehtechniker gelernt. Wir haben noch Generalreparaturen an Fernsehgeräten gemacht, da wurden Bildröhren gewechselt. So was ist heute nicht mehr vorstellbar aber wer weiß.

Aber nochmal zur Sache. Wie ist denn deine Meinung zu Naben- oder Mittelmotor?
 
marci

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Ja genau, der wilde Osten :) Ich habe den alten Charme lieben gelernt und vermisse ihn heute ein wenig. Freu mich jedes mal, wenn ich jemanden aus dem Osten am Tel habe :) Das mit Radio- und Fernsehwerkstatt kenn ich auch noch, ich bin quasi im Laden meines Vaters damit groß geworden, aber mein Vater ist schon recht früh Ende der 70er auf den Vertrieb und Entwicklung von Computern und Amateurfunktechnik umgestiegen. Da hat man natürlich auch etwas gelernt, auch die ersten Computer selber bauen ;-)

Das mit dem Motor ist so eine Sache. Ich liebe ja Umbauten, wo man erst auf dem 2. Blick sieht, dass es ein Ebike ist. Wenn man so einen Bafang oder Tongsheng Mittelmotor ans Tretlager schraubt, ist halt die Optik weg. Vorteile hat der Mittelmotor natürlich bei grassen und vor allem langanhaltenden Steigungen. Ich selber habe es zweimal mit Bosch Mittelmotor versucht und hab die relativ schnell wieder verkauft, weil mir einfach zuviele Parameter nicht gepasst haben. Und ich bin eher so ein Reiseradler, der mit seinen Rädern meist nur auf Feldwegen und normalen Waldwegen unterwegs ist. Steigungen habe ich i.d.R. nur die des Voralpenlandes, zwar auch mal steiler, aber keine 2km lang, sondern eher nur ein paar 100Meter. Dann kommt noch mein stattliches Gewicht dazu, ich und meine Stahlrösser wiegen beladen dann locker 135kg. Das ist natürlich eine Herausforderung am Berg für die kleinen dezenten Nabenmotoren die ich fahre, zumindest am Berg, also muss man schonmal schnell runtertreten um auch wieder schnell hochzukommen. Das ist der Nachteil bei den Nabenmotoren, wenns steil wird, ist langsam mit dem Nabenmotor ein Problem.

Wenn man es allerdings richtig macht und wie gesagt keine steilen Bergpassagen mit sehr losen Untergrund oder Single Trails fährt die man eher mit Motorunterstützung im Schrittempo fährt, tendiere ich immer zu einem Nabenmotor.

Vor allem, wenn man es halt möglichst unauffällig haben will und auch ohne Motorunterstützung den Flow haben will wie auf einem normalen Rad.

Ich hab meine Softpack- Akkus immer in einer Rahmentasche, da sind sie auch recht gut geschützt, weil ich doch manchmal (ungewollt) etwas sehr offroad unterwegs bin)

Bis vor kurzen hatte ich den Puma Motor in meinem Hinterrad, aber der ist halt eher eine Bergziege unter den Nabenmotoren, der war mir zu schwer und zu stark. Davor hatte ich den kleineren und leichteren Shengyi Heckmotor drin (heißt bei Ebike Solutions Climber V2 mit Tempüberwachung) und das war der beste Hecknabenmotor den ich je gefahren bin. (bin damit auf einigen mehrtägigen Radeltouren einige 100km mit einem 15A Akku gefahren (bis oben hin mit Zelt und Co bepackt), der war der beste Kompromiss für ein Reiseradlerherz wie meinem, leicht, leise und unauffällig, :)

Nachdem ich jetzt auch noch ein Fatbike habe, ist da ein dicker Motor drinnen und für mein Reiserad hab ich einen ganz leichten Frontmotor verbaut, weil ich sicherlich keine dramatischen Touren mehr durch Europa mache... (und der ist wirklich nur ein wenig grösser als ein Nabendynamo)

Frage ist halt: Wie oft fährt Du das Mittelgebirge mit Deinem Rad hoch und wie steil und wie lange (km) sind diese Anstiege? Bist Du in irgendeiner Form gesundheitlich beeiträchtigt und was bringst Du auf die Waage?

Ich fahre bei mir im Voralpenland ja auch mit einem dezenten Nabenmotor, der Puma würde mich wahrscheinlich bei entsprechenden Akku überall hochwuchten (ausser auf losen Geröll, wir sprachen ja zuvor schon von einer gewissen Geschwindigkeit, die ein Nabenmotor braucht um effektiv zu arbeiten), aber alles was man mit einem Treckingrad i.d.R: so fahren bzw. fährt, dafür würde ich keinen Mittelmotor einsetzen, sondern auf den dezenten Shengyi (Climber) setzen, der ein ausgewogenes verhätnis von Gewicht, Leichtlauf und Drehmoment hat..

Es gibt für alles ein für- und wieder und für mich war einfach erst mal die unauffällige Optik wichtig, dann die Erfahrung als Reiseradler (da weiß man ja selber recht gut was man drauf hat, auch als Dickmops wie ich es bin).

Wenn ich für meine Kollegen die Räder umbaue, habe ich meist den Anwendungsfall Gelegenheitsradler, der gerne etwas mehr tun will. Also baue ich Nabenmotoren in die Treckingräder / All-Mountain MTBs rein und damit sind sie mehr als zufrieden.

Irgendwann werde ich wohl auch mal ein Mittelmotor einbauen müssen, weil die neuen Fahrräder ja alle Steckachsen haben, aber bisher konnte ich mich davor drücken ;-)
 
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Das mit der Optik war zunächst auch mein Beweggrund, auf Nabenmotor zu setzen. Funktioniert der Hinterrad Nabenmotor auch auf Waldwege oder gibt es da Probleme? Ein Nachteil hier bei uns ist, dass es kaum Radwege gibt aber dafür herrliche Waldwege, die zu einer Wochenendtour einladen.
Zum Gewicht hatte ich ja schon was gesagt und würde das ungern wiederholen :rolleyes:.
Was mir noch nicht so richtig einleuchtend ist, wie sich praktisch ohne eingebundene Schaltung die Motorunterstützung am Berg einstellen lässt. Muss ich da ständig die Stromstufen nachregeln, wenn ich langsamer werde? Was ich auch immer wieder lese ist, dass man den Motor abwürgt, wenn man zu langsam fährt oder mächtig Energie in Wärme verwandelt. Aus dem Grund müsste man mit etwas mehr Pfeffer den Berg hoch fahren. Wie ist da deine Erfahrung. Kannst mir ja auch mal Bilder von deinen Umbauten einstellen. Mit den Augen kann man soooo schön klauen.
 
marci

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Uh, auf die alten Tage habe ich wohl Deinen Beitrag weiter oben übersehen. ;-)

Mir ist nur Dein Treckingrad aufgefallen, (ich hatte so eins auch mal von Cube, die Ähnlichkeit ist überwältigend, Anfang 2002-2005 haben alle Hersteller dezentes Schwarz / Grau Pulverbeschichtet als Trecking /Crossbike angeboten ;-))

Also von der Rahmengeometrie bist Du ja etwas größer so um die 1.82? da sind ja xxx kg Gesamtgewicht auch nicht so wild ;-)

Aber Du schreibst 20% und das mehrere Kilometer. Das hab ich auch überlesen, bzw. hab dich wohl geistig mit einem anderen Beitrag verwechselt)

Also fährst Du öfters einen hohen Berg rauf.

Das würde mein Nabenmotor nicht schaffen, ich denke, wenn ich meinen Controller zur besseren Kühlung an der Luft montiert hätte (meine Controller sind mehr oder weniger luftdicht in einer Rahmentasche verbaut), würde er bei flotter Bergauffahrt nach 1-2km wegen Überhitzung abschalten. Wenn der Controller Frischluft hätte dann vielleicht nach 3-4km bei meinem Gewicht.

Die moderne Ansteuerung von Nabenmotoren ist meist Stromstufenbasierend. ich habe mir z.B. 5 Stufen programmiert,
1. Stufe 2A (das reicht fürs normale Radeln)
2. Stufe 5A (wenn ich schon etwas schlapp bin)
3: Stufe 10A (wenn es leicht bergaufgeht)
4. Stufe 15A (wenn es schwer raufgeht)
5. Stufe Boost: Alles was der Controller hergibt, = Bitte beiss mich nicht lieber Hund)

Früher habe ich auch mehr Stufen parametrisiert (9) und zu den einzelenen Werten der Stromstufen auch eine GEschwindigkeitsbegrenzung individuell festgelegt.

Bsp: hier jetzt nur 5 Stufig: Stromstufenbasierend mit zusätzlichen Geschwindigkeitsparametern
1. Stufe 2A (das reicht fürs normale Radeln) + max 20km/h (genussradeln in einer angenehmen Trittfrequenz)
2. Stufe 5A (wenn ich schon etwas schlapp bin) + max 25km/h
3: Stufe 10A (wenn es leicht bergaufgeht) + max 25km/h
4. Stufe 15A (wenn es schwer raufgeht) + max 15km/h (weil Bergauf eh nicht mehr geht /ging)
5. Stufe Boost: Alles was der Controller hergibt, = Bitte beiss mich nicht lieber Hund) + Sing Hallejulia km/h

Aber heute brauch ich das Finetuning mit der Endgeschwindigkeit nicht mehr, das wird überbewertet und ich hatte es auch überbewertet, wenn ich langsamer fahren will, geh ich einfach auf die Stufe 1 ;-) (Aber gut wenn der Controller / Display die Option hat, es einzustellen)

Die Stromstufen unterstützen ja einfach etwas, jenachdem wieviele Amps bzw. Watts Du auf die jeweilige Stufe rein parametrisiert bzw. an Deinem Display konfigurierst.. Da findest man schnell seine angenehmen Werte :)

Motor abwürgen? Zu heiß werden? Naja, wenn Du einen kleinen baumarkt Nabenmotor nimmst, mit einem zu schwach dimensionierten Controller kann das eine wie auch das andere passieren. ;-) Wenn Du 20% Steigung über mehrere Kilometer hochfährst, dann brauchst Du natürlich einen starken Motor, Controller und Display.

Mit einem entsprechend starken Nabenmotor wie z.B. den Puma bist Du halt schnell mit Deinem Treckingrad bei einem Systemgewicht von 100kg oben, aber so ein Set mit Akku kostet dann schon mehr als 800€

Mit einem Mittelmotor wie den Bafang oder Tongsheng bist Du wahrscheinlich nicht ganz so schnell oben, (selbst wenn er das schnell schaffen würde, würden dann Deine Kette und Deine Schaltkassette schnell um Verschleissaustausch bitten), und kannst auf jeden Fall das Getriebe Deiner Gangschaltung mitnutzen..

Wenn Du also öfters so große grasse Touren mit 20% auf mehrere Kilometer fährst, dann setz lieber auf einen Mittelmotor. Der ist in diesem Fall günstiger und wenn Du ihn nicht zu sehr quälst, (also am Berg langsame Gänge auswählst) halten auch Kette und Kassette eine Weile. Wenn es dann mal darum geht, Kette und Zahnkranz auszutauschen, nimm anschliessend einen Zahnkranz aus Stahl :)

P.S: Ob Du herrliche Waldwege mit einem Mittelmotor oder Nabenmotor fährst, dürfte in Deinem Fall wahrscheinlich egal sein. Wenn ich Dein Treckingrad anschaue und Du damit bisher diese Wege gefahren bist, sind das wohl eher gut befahrbare Waldwege und es spielt keine Rolle, ob Du die mit Nabenmotor oder Mittelmotor fährst. Erst wenn es üble Wege mit grasser Steigung werden, würde ich zu einem Mittelmotor wechseln.

Aber wie gesagt, 20% auf mehrere Kilometer: = Mittelmotor, denn das kann nur ein Mittelmotor auf Dauer gut, wenn Du nicht gleich ein Flagschiff wie den starken Puma nehmen möchtest...

Also ran an den Speck und umbauen :) Bin gespannt, was es bei Dir wird :)
Hier sind noch ein paar Bilder von meinen letzten Umbauten, leider hab ich vor einer Weile die meisten Bilder wieder rausgelöscht und die liegen jetzt irgendwo in einem Datengrab auf den vielen Festplatten, NAS Speichern, alten Handys usw ;-)
 
FalkGo

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Hallo Marci. Danke dir für deine ausführlichen Erläuterungen. Schöne Bilder. Da ist ja von allem was dabei. Welchen/welche Controller mit welchem Display verbaust du so? Deine Einstellungen klingen nach frei programmierbar mit PC über Schnittstelle oder kannst du das alles über das Display machen? Vorteil vom Mittelmotor wäre aber auch, dass der Sensor das Drehmoment misst.
 
marci

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Danke Dir :) Ja, das ist aber nur ein Bruchteil was ich so umgebaut oder repariert habe, ich hab so ziemlich alles, was so auf dem Markt die letzten 10 Jahre warausprobiert. Ich hab meistens die Räder meiner Kollegen umgebaut und auch ein paar Spezialfahrräder für Körperlich beeinträchtigte, da lernt man viel und das, obwohl es für mich nur ein Hobby ist ohne finanzielles Interesse ;-) Ich schick Dir mal per PM meine Tel, das ist glaubich leichter zu erklären :)
 
FalkGo

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Habe gestern mit einem Kollegen in der Nähe telefoniert. Der hat ein Rad mit Vorderrad Nabenmotor. Das möchte ich mal Probefahrt um ein Gefühl zu bekommen, wie sich das am Berg so anfühlt. Bisher bin ich nur das Fertigmountainbike meines Cousins mit Mittelmotor gefahren.
 
HeinzH.

HeinzH.

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Bis vor kurzen hatte ich den Puma Motor in meinem Hinterrad, aber der ist halt eher eine Bergziege unter den Nabenmotoren, der war mir zu schwer und zu stark. Davor hatte ich den kleineren und leichteren Shengyi Heckmotor drin (heißt bei Ebike Solutions Climber V2 mit Tempüberwachung) und das war der beste Hecknabenmotor den ich je gefahren bin. (bin damit auf einigen mehrtägigen Radeltouren einige 100km mit einem 15A Akku gefahren (bis oben hin mit Zelt und Co bepackt), der war der beste Kompromiss für ein Reiseradlerherz wie meinem, leicht, leise und unauffällig, :)
mmm
Moin moin!
Ich selbst habe mein Trike mit einem Cute 100CST ausgerüstet, ....
Scorpion Pedelec-Teilesatz_1.jpg

....das ebenfalls auf 20"-Rädern rollende Trike meiner Frau pedelectrisiere ich z.Z. mit dem Climber V2
Da ich selbst mit dem leichten Cute auch auf Fahrradreisen mit Gepäck in hügeliger Landschaft zurechtkomme, gehe ich davon aus, daß sie mit dem drehmomentstärkeren Climber erst recht gut zurecht kommen wird. Wir haben Freude am Einsatz auch der eigenen Muskelkraft. Ich schalte den Motor auf Touren auch mal ab, dank des bei Getriebe-Nabenmotoren standardmäßigen echten Freilaufs rollt mein Trike genau so leicht wie vor der Elektrifizierung.
Gruß aus Münster,
HeinzH.
 
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Also ich habe nen 350W Hecknabenmotor, der mich kurze steile Anstiege ganz gut hoch schiebt. Aber da ich im Flachland wohne, sind die nie länger als ein, zwei hundert Meter. Die Poweranzeige geht auf voll, fast egal was ich da selbst trete, weil das Fertig-Umbau-Set leider nur Geschwindigkeitsstufen einstellen lässt. Stelle ich also eine kleine Stufe, wie 1 oder 2 ein, schiebt der mich mit voller Power innerhalb von Sekunden auf die dementsprechende Geschwindigkeit, also 10 bzw. 15 Km/h, und ich muss massiv strampeln um die dann ohne oder nur halber Motorleistung zu halten bei steilem Anstieg, oder der Motor springt wieder mit 100% Power ein und schiebt mich über die Geschwindigkeitsgrenze, die ich eingestellt habe. Das macht mir bei den kurzen, wenige 100m Anstiegen hier in Berlin viel Spaß - aber für ne Fahrradtour durch den Schwarzwald wäre das wohl vollkommener Mist, weil in kürzester Zeit selbst der größte Akku ratzfatz leer gesaugt würde, der Motor oder Controller überhitzen würden, und sonstiger Mist passieren könnte. Das bei den Umbausätzen so viel Unterschied besteht, wie man den Controller einstellen kann, und wie wichtig die Möglichkeit der Einstellung von Stromstufen für ergonomisches Fahren sein kann, war mir leider vor dem Umbau nicht klar. Aber nu isses so, und ich wohne im Flachland, das 450 Wh-Akku lässt mich in diesem Umfeld auch 70-80 Km fahren, passt also alles irgendwie. Bei meinem nächsten Umbau werde ich auf jeden Fall auf diese Möglichkeit achten, Stromstufen!
 
HeinzH.

HeinzH.

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Nachtrag: Manche Schaltdisplays haben einw USB-Buchse. Damit kannst Du Dein Smartphone aufladen oder, wenn Du es als Navi benutzt, stundenlang bei Laune halten.
HeinzH.
 
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Jetzt kommt ja Bewegung in die Diskussion. Sehr schön! Ich konnte gestern ein Damenrad der "Marke" Zündapp mit Vorderrad Nabenmotor testen. Ich gehe davon aus, dass der Motor wahrlich nichts besonderes ist und der Controller nur Geschwindigkeitsstufen hat. Ich kenne den Unterschied zwischen Stromstufen und Geschwindigkeitsstufen aber praktisch nicht. Was ich aber probiert habe ist das Fahren am Berg und ich muss schon sagen das fand ich jetzt für so ein Nonameprodukt nicht schlecht. Ich bin sogar leicht schlammig bergauf im Wald vorwärts gekommen. Darüber war ich echt erstaunt. Die Wärmeentwicklung des Motors hat sich auch in Grenzen gehalten. Insofern Pluspunkt für den Nabenmotor. Nur die Abstimmung der Unterstützungsstufen fand ich gewöhnungsbedürftig aber das sollte doch mit einem gut parametrierbaren Controller sicher in den Griff bekommen können.
 
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Moin moin!
Ich selbst habe mein Trike mit einem Cute 100CST ausgerüstet, ....
Anhang anzeigen 383127
....das ebenfalls auf 20"-Rädern rollende Trike meiner Frau pedelectrisiere ich z.Z. mit dem Climber V2
Da ich selbst mit dem leichten Cute auch auf Fahrradreisen mit Gepäck in hügeliger Landschaft zurechtkomme, gehe ich davon aus, daß sie mit dem drehmomentstärkeren Climber erst recht gut zurecht kommen wird. Wir haben Freude am Einsatz auch der eigenen Muskelkraft. Ich schalte den Motor auf Touren auch mal ab, dank des bei Getriebe-Nabenmotoren standardmäßigen echten Freilaufs rollt mein Trike genau so leicht wie vor der Elektrifizierung.
Gruß aus Münster,
HeinzH.
Das sieht aber nach Großbestellung aus. Darf man hier mitteilen, wo du bestellt hast?
 
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