Todesrisiko auf E-Bike dreimal höher als auf Fahrrad

Diskutiere Todesrisiko auf E-Bike dreimal höher als auf Fahrrad im Plauderecke Forum im Bereich Community; Die des Gesetzgebers. Ob du es gut findest oder nicht ist in dem Fall irrelevant. Fahr einfach wie du meinst und solltest du dann von der...
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Dirk U.

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Jeder definiert "gefahrlos" für sich selbst. Wessen Meinung, was "gefahrlos" heißt, zählt nun?
Die des Gesetzgebers. Ob du es gut findest oder nicht ist in dem Fall irrelevant.

Fahr einfach wie du meinst und solltest du dann von der Obrigkeit angehalten werden, diskutierst du das einfach mit denen aus. Meine Argumentation muss auch nicht weit tragen da ich weder Polizist noch Richter bin.

Ich halte mich einfach an die mir bekannten Gesetze und das ist dann gut für mich.
 
Tomcat1960

Tomcat1960

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Der Gesetzgeber definiert einen Seitenabstand von 1,5 m als Mindestabstand für Fahrzeuge, die einen Radfahrer überholen. Damit kann ein Autofahrer einen Radfahrer auf seiner Spur nicht überholen. Der Radfahrer wird somit qua gesetzlicher Definition zum "Verkehrshindernis."
Solange sich diese Anschauung nicht ändert, wird es auf der Straße mit jedem weiteren zugelassenen Auto für uns Radfahrer immer gefährlicher werden.
 
Sack84

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defekt
Das Problem ist: Beide haben recht.
Ich könnte hier, wenn ich auf "vollwertigen Verkehrsteilnehmer" bestehen würden, die einzige Landstraße hier in Richtung Nord-Westen auf 10 KM blockieren. Nur weder will ich das, noch darf man das.
Auf der anderen Seite: Ich möchte auch nicht, obwohl ich mich so defensiv verhalte wie es geht, und maximal rechts fahre, trotzdem zu knapp , und in komplett unübersichtlichen Situationen überholt werden.
1,5 Meter Abstand muss nicht sein, geht je nach Straße hier auch gar nicht. In etwas Abstand, ohne extremen Geschwindigkeitsüberschuss genügt mir da.
Die KFZ`s sind nun mal die stärkeren viel schnelleren Verkehrsteilnehmer, und Räder (auch z.B. 45er Roller) auf einer Landstraße immer Störfaktor. Nur wie man damit umgeht ist wichtig.

8/10 KFZ`s verhalten sich meiner Meinung nach angemessen. Nur die beiden anderen sind das Problem.

Busse, LKW`s, Sprinter sind oft dabei. Nur da ist das Problem meiner Meinung nach ein anderes. Dieser unfassbare Termindruck heutzutage. Ist sicher keine Entschuldigung mich zu gefährden, aber etwas Verständnis habe ich schon. Natürlich gibt es auch ein paar Raser in speziellen Fahrzeugen mit 3 Buchstaben, aber lassen wir das ... ;)

Sorry falls ich mich wiederhole! Aber die Verkehrssituation wird in Zukunft noch viel komplizierter werden.
Immer mehr Pedelec`s, und vielleicht noch E-Scooter. In einer Gegend wie hier, praktisch ohne die Möglichkeit neue Radwege zu bauen, das gibt noch Probleme.
 
Tomcat1960

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... das gibt noch Probleme.
Und die werden wir ohne ein geändertes Mindset auf Seiten derer, die die Alleinherrschaft auf der Straße beanspruchen - Autos und Lastkraftwagen - nicht lösen können. Deswegen reagiere ich auch so empfindlich, wenn ich sogar hier mit der Auffassung konfrontiert werde, Radfahrer "stören den Verkehr".
Das dringend notwendige Umdenken sollte auch durch unsere Sprache gefördert werden. Für die Mobilitätswende wird immerhin vor allem von Autofahrern Verzicht verlangt - auf Parkplätze, zweite und dritte Fahrspuren, Tempo 50 selbst in kleinsten Innenstadtsträßchen. Dieser Verzicht wird ohne Einsicht nicht funktionieren, und die Einsicht wird ohne das entsprechende Umdenken nicht kommen.
 
onkel tom

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Ich dachte ich diskutiere hier mit Erwachsenen.
Nö, du versuchst mit Radfahrern zu diskutieren die sich ihr Feindbild "Autofahrer" aufgebaut haben.

Jeder Autofahrer ist ein potentieller Mörder und hat die Straße zu räumen damit die Radler in der Mitte der Strasse fahren können und das auch wenn parallel dazu ein wunderschöner Radweg verläuft.

Erlebe ich jeden Tag!

Ich erlebe es in der letzten Zeit häufiger das Autofahrer sich rücksichtsvoller gegenüber Radfahrern verhalten wie vor ein paar Jahren. Vielleicht weil durch den Pedelec Boom vermehrt Freizeitradler hinter dem Steuer sitzen.
 
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Chrisol

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Wer absichtlich mit seinem Rad mitten auf der Straße fährt, obwohl er sich auch gefahrlos rechts halten könnte, der ist ein Verkehrshindernis.
Du musst rechts einen Meter Abstand halten. Mit dem Lenker, nicht dem Vorderrad. Schwupps fährst du mitten auf der Straße.
 
mawadre

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überqueren der Straßenbahnschienen. Sollte doch eigentlich jedem klar sein, dass man im stumpfen Winkel da fast immer stürzt.
Meine Frau war letztens 4 Wochen außer Gefecht gesetzt. In die Tramschine gerutscht, gestürzt, Fleischwunde am Knie, in der Notaufnahme genäht, nach 2 Wochen liegen nachträgliche OP des Schleimbeutels, noch mal 2 Wochen aussetzen. Sie weiß, dass Tramschienen gefährlich sind. Ich hätte mir auch vor langer Zeit die Schulter infolge eines Sturzes bei ca. 30 kmh in einer Tramschine angebrochen.

Die Dinger sind einfach tückisch für Radfahrer. Langjährige Fahrpraxis mit Tramschinen schützt nicht zu 100% vor Unfällen.
 
mawadre

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Wie im Beitrag schon erwähnt wäre eine Infrastruktur, bei der sich z.B. der Radverkehr möglichst getrennt zum KFZ Verkehr abgetrennt bewegt, die beste Lösung. Es nachträglich zu installieren ist allerdings zum Teil ziemlich unrealistisch bis unmöglich
Nichts ist unmöglich. In Zürich gibt's gerade eine Initiative über 100 Millionen genau dafür:
eine Initiative in der Stadt, die fordert, über 10 Jahre mit insgesamt 100 Millionen Franken ein besseres, möglichst separiertes Radwegenetz aufzubauen. Wenn ich allerdings sehe, dass es schon soviel kosten soll, über eine schon bestehende Autobrücke noch zusätzlich eine Tramstrecke drüberzubauen, bin ich skeptisch, dass mit 100 Millionen spürbar viel gewuppt werden kann.
 
mawadre

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Mein Fazit: Entweder sind die Stuttgarter ganz besonders schlechte Autofahrer oder diese "Schutzstreifen" sind schlicht saugefährlich und gehören entfernt. Macht richtige Radwege draus und gut.
Lange Zeit würden sie als Verbesserung für Radfahrer empfohlen, auch in Stuttgart. Inzwischen ist der Erkenntnis gereift, dass sie teilweise hochgefährlich sind. Leider ist das wie so oft im analogen Leben (Leben 1.0?) ein teilweise tödliches Experiment am lebenden Objekt. Krasses Beispiel sind viel zu schmale "Schutzstreifen" zwischen parkenden Autos und fahrenden Autos voll im Bereich der sich öffnenden Türen der geparkten Autos.
 
Sack84

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Hier in der Gegend gibt`s kurioserweise immer noch einiges an Schienen, und auch Bahnübergänge.
Obwohl kein Zug mehr fahren kann, ist die Bahn verpflichtet die Übergänge beschildert, und intakt zu halten.

Hunsrückquerbahn – Wikipedia

Bürokratie bei uns in good old Germany. Die könnten die Schienen im Bereich der Bahnübergänge einfach auffüllen, oder zumindest mit irgendwas belegen. Wäre zumindest mal eine Unfallgefahr weniger.

Da würden sich wohl alle Verkehrsteilnehmer freuen.
 
mawadre

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Richtig und die Fußgänger gehören ebenfalls mittig auf die Fahrbahn, die sind schließlich auch Steuerzahler.
Und Hunde. Jeder weiß, wie hoch die Hundesteuern sind... :unsure:
Ah nein, Hunde gehören ja auf den Radweg... :ROFLMAO:
 
Dirk U.

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Nichts ist unmöglich. In Zürich gibt's gerade eine Initiative über 100 Millionen genau dafür:
Das Problem ist, nicht jede Stadt hat ein so großes Budget, oder ein der Stadt entsprechendes. Das können sich dann nur Städte und Kommunen leisten die einen gewissen Wohlstand haben.
Zumal die Schweiz auch nicht mit Deutschland zu vergleichen ist, was die finanzielle Situation angeht. Der Schweiz geht es ja im großen und Ganzen finanziell gut.
 
mawadre

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Den Deal kann ich sehr gut nachvollziehen, du nicht?
Ich bin als Radfahrer froh, seit einem Jahr nicht mehr "die selbe Priorität und Regeln" befolgen zu dürfen/müssen sondern täglich weitab von Hauptstraßen, Stau, Gestank, Lärm, Ampeln durch die verkehrsberuhigten, leeren Quartieren fahren zu können. Also separate Infrastruktur und Regeln finde ich gut. Abgesehen davon fahre ich dank S-Pedelec mit Nummernschild und bin auch schon in der 30er Zone geblitzt worden zum Glück keine Reaktion.

Wobei ich Zürich in den Ferien auch sehr angenehm Autofrei finde. Das ist z.B. heute morgen 9 Uhr auf einer normal ordentlich befahrenen Straße fotografiert:
264320
 
mawadre

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Ich bin selbst Autofahrer. Was aber hier zum Teil abgeht ist ja echt nicht mehr gutzuheisen. Meine kanadischen Kollegen haben bei Besuchen hier auf unseren Autobahnen meist das Totenhemd an. Während ich selbst bei meinen Besuchen in Kanada immer wieder darüber staune wie entspannt das ganze selbst in der Rushhour dort zugeht.
Ich kenne Autobahn fahren in AT, CH, DE, IT (Nord, Mittel und Süd), FR, ES. In DE finde ich es oft sehr stressig. Besonders Wochentags wenn rechts die Lastwagenkolonnen unterwegs sind. Ständiges Herumspringen rechts mit 80 km/h, links 120, 130 oder auch mehr. Anstatt gleichmäßig durchfahren zu können.
 
P

Pöhlmann

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Kettler Obra NX8 (Panasonic NUA028D, 26V)
Die des Gesetzgebers.
Oft genug gibt es zu berücksichtigende höherwertige Rechtsgüter, z.B. das Recht auf Leben. So hat das Rechtsfahrgebot seine Grenzen in der Eigengefährdung. Wer zu nahe an Autotüren entlangfährt, muss damit rechnen, dass ihm nach einem Sturz der Schadensersatz gekürzt wird.

Entsprechende Abgänge enden gelegentlich in der Invalidität oder gar tödlich, bis hin zum Genickbruch ...

Siehe z.B. ADFC: Verkehrsrecht für Radfahrende

Andere Stellen vertreten auch schon mal 1,2m - schließlich bewegt sich ein Radfahrer nicht schnurgerade, sondern pendelt um seine Fahrtrichtung. Und ich habe genügend oft gesehen, dass beim Aussteigen aus dem Auto schon mal ein kleiner Schlenker gemacht wurde.
 
Fraenker

Fraenker

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Klever X Commuter2017 Bosch 2013
Am besten die Frage direkt an Mawadre richten, der wirds wissen, ganz sicher.
 
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