Todesrisiko auf E-Bike dreimal höher als auf Fahrrad

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Oliver1

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Wir gehören weder auf Schutzstreifen noch auf Radwege. Wir gehören mittig auf die Straße, und zwar so das der Autofahrer beim Überholen die Spur wechseln muss. Bei einem Auto muss er das auch. Auch als Radfahrer bezahle ich die Straßen mit.
Es kann doch nicht sein das wir uns im Jahre 2019 irgendwo am Rand abstellen lassen und seht mal zu, wie ihr zurechtkommt.
 
EMS

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Wir gehören weder auf Schutzstreifen noch auf Radwege. Wir gehören mittig auf die Straße, und zwar so das der Autofahrer beim Überholen die Spur wechseln muss. Bei einem Auto muss er das auch. Auch als Radfahrer bezahle ich die Straßen mit.
Richtig und die Fußgänger gehören ebenfalls mittig auf die Fahrbahn, die sind schließlich auch Steuerzahler.
 
Tomcat1960

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Wer hier glaubt, dass auch nur ein Radler weniger vom rechtsabbiegenden Lasterfahrer übersehen wird, weil er ein Kennzeichen hat, der hebe bitte die Hand. Und wer hier glaubt, dass Radwege breiter/sicherer/abgetrennter werden, weil jedes Rad ein Kennzeichen hat, der ebenfalls.
Wenn Kennzeichen dazu führen, dass man weniger aggressiv fährt, warum gibt es dann immer noch so schrecklich viele aggressive Autofahrer?

Sorry, aber die Argumentation auf Seite 1 ist absolut nicht nachvollziehbar für mich.
 
harry-lb

harry-lb

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Richtig und die Fußgänger gehören ebenfalls mittig auf die Fahrbahn, die sind schließlich auch Steuerzahler
Schon mal Bilder einer Straße aus der Zeit vor dem Auto gesehen?
Da gab es zwar Straßen, aber keine separaten Fußwege, die an den Rand gequetscht wurden. Die Straße ist nicht erst für das Auto erfunden worden!

Genau und die Autos auf den Radweg.
Komisch genau das (Auto fahrend auf dem Radweg) habe ich gestern zwei Mal erlebt . Der Eine hatte damit eine Baustelle "umfahren", beim Anderen Fall war im besten Willen keine Motivation erkennbar für das Verhalten.
Ergänzend, es handelte sich beides Mal um baulich getrennte Wege, einmal hinter einer Parkplatzreihe (in dem Moment Baustellenfläche), einmal außerorts separater Radweg/Fußweg hinter Alleebäumen.
 
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Ullerich

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Wenn Kennzeichen dazu führen, dass man weniger aggressiv fährt, warum gibt es dann immer noch so schrecklich viele aggressive Autofahrer?
Falsche Frage: Wie würden wir Auto fahren, gäbe es keine Kennzeichen? Es geht um Kennzeichnung des Radfahrers, nicht um das Thema Auto.

aus Radverkehr: Ein Nummernschild für jedes Fahrrad? , Seite 1:
Ich stelle mir einen Deal vor: Wir, die Radfahrerinnen und Radfahrer, gäben eins der wenigen Privilegien auf, die wir haben, nämlich unsere Anonymität. Jedes Vergehen, selbst die vermeintlichen, könnte dann mit der Radbesitzerin in Verbindung gebracht werden. Es wäre ein Bekenntnis dazu, ebenso wie Autofahrer zur Verantwortung gezogen werden zu können. Im Gegenzug bekämen wir dieselben Rechte, in allen Städten und Kommunen. Radfahrer würden nicht mehr auf bucklige Radwege abgeschoben oder ohne Schutzstreifen zwischen Autos alleingelassen, sondern hätten in der Verkehrsplanung die gleiche Priorität wie Autofahrer.
Den Deal kann ich sehr gut nachvollziehen, du nicht?
 
ThomasM68

ThomasM68

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Generelle Rücksichtsnahme kann man in Deutschland als Autoland wohl nur mit drakonischen Strafen erzwingen. Was nützen mir Schutzstreifen, Sicherheitsabstand beim Überholen usw. wenn es keinen interessiert und die Einhaltung auch nicht erzwungen wird? Auch wenn ich mich jetzt unbeliebt mache.

- drastische Erhöhung aller Bußgelder so das sie auch zum Umdenken zwingen. In den Nachbarländern funktioniert es. Hier sind die Bußgelder einfach viel zu niedrig. Aber nicht als feste Größe sondern als Tagessätze.
- flächendeckendes Tempolimit auf Autobahnen. Zwingt zum entspanderen Fahren. Mehr Zeit benötigt man auf unseren Dauerstauautobahnen damit kaum.
- drastische Erhöhung der Parkgebühren in den Innenstädten.

Auch das finde ich gut, ist ein Nachbarort. Waibstadt: Waibstadt soll zur Tempo-30-Zone werden Wird leider nicht so weit kommen. Die Straßenverkehrsbehörde erlaubt es wohl nicht.

Ich bin selbst Autofahrer. Was aber hier zum Teil abgeht ist ja echt nicht mehr gutzuheisen. Meine kanadischen Kollegen haben bei Besuchen hier auf unseren Autobahnen meist das Totenhemd an. Während ich selbst bei meinen Besuchen in Kanada immer wieder darüber staune wie entspannt das ganze selbst in der Rushhour dort zugeht.
 
Dirk U.

Dirk U.

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Wir gehören weder auf Schutzstreifen noch auf Radwege. Wir gehören mittig auf die Straße, und zwar so das der Autofahrer beim Überholen die Spur wechseln muss. Bei einem Auto muss er das auch. Auch als Radfahrer bezahle ich die Straßen mit.
Es kann doch nicht sein das wir uns im Jahre 2019 irgendwo am Rand abstellen lassen und seht mal zu, wie ihr zurechtkommt.
Dann sieh aber auch zu dass du knapp 50 km/h fährst wo es zulässig ist, denn das müssen Autos auch. Denn ohne besonderen Grund dürfen auch Autofahrer nicht unnötig langsam fahren und dadurch den Verkehr behindern.
 
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Ullerich

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dass die Einführung von Kennzeichen für Radfahrer zu einer Verhaltensänderung bei den Autofahrern führt
Bleib locker. Wir reden von einer geänderten Infrastruktur, die die räumliche Trennung als Ziel hat, was allerdings alles andere als einfach ist. Aber okay: Gegenvorschlag für die jeweiligen Probleme?
Es gibt nämlich:
Rad gegen Rad
Rad gegen Fußgänger
Rad gegen Auto
(mal grob)
Es gibt auch jede Menge Autofahrer, die bisweilen auf das Rad steigen oder sogar umsteigen.. Wer sollen also die Autofahrer sein, auf die du dich beziehst?

Dann haben wir übrigens noch das Fehlverhalten jedweder Gruppe oder Unachtsamkeit. Weder ein Kennzeichen noch drakonische Strafen können in allen Situationen gleich wirksam sein, sie wirken immer nur begrenzt. Das solltest du wissen und im Artikel stand auch nichts darüber, dass Abbiegeunfälle dadurch minimiert würden. Das muss an der Quelle technisch beseitigt werden, die Möglichkeiten dazu existieren.

Hatten wir nicht mal das Video von einem User, der sich mit einem Busfahrer angelegt hat? Dem User stünde ein Kennzeichen gut zu Gesicht, wer an einer Haltestelle so durchbrettert, sollte auch seine drakonische Strafe abholen, wenn man ihn identifizieren könnte.
 
camper510

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Dann sieh aber auch zu dass du knapp 50 km/h fährst wo es zulässig ist, denn das müssen Autos auch. Denn ohne besonderen Grund dürfen auch Autofahrer nicht unnötig langsam fahren und dadurch den Verkehr behindern.
Und was ist mit Mofas, meist Roller?
Die dürfen ja nur 25km/h schnell fahren.
Oder Mopeds? Die dürfen nur 40km/h schnell fahren.
Oder S-Pedelecs? Maximal 45km/h, eher weniger.
 
Dirk U.

Dirk U.

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Die müssen sich auch rechts halten damit sie den Verkehr nicht stören. Es ist zwar schon 11 Jahre her, dass ich noch mal in der Fahrschule war (Klasse A), aber das weiß ich immer noch.
 
Tomcat1960

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Die müssen sich auch rechts halten damit sie den Verkehr nicht stören.
Liest du gelegentlich auch mal, was du schreibst? Die sind immerhin Teil des Verkehrs, auf den sich andere Teile des Verkehrs einzustellen haben.
Kein Wunder, dass bei der Mobilitätswende nichts vorangeht, wenn sogar hier dieses Mindset vorherrscht...
 
Tomcat1960

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... und im Artikel stand auch nichts darüber, dass Abbiegeunfälle dadurch minimiert würden. Das muss an der Quelle technisch beseitigt werden, die Möglichkeiten dazu existieren.
Die Argumentation der Dame war, dass man Radfahrer ernster nehmen würde, wenn sie ein Kennzeichen an ihrem Rad hätten. Implizit ergibt sich daraus, dass mit Kennzeichen weniger Radfahrer Opfer von unachtsamen Autofahrern werden. Mir ist völlig klar, dass das blanker Unsinn ist, aber der Frage, was für uns Radler der Vorteil einer Kennzeichenpflicht wäre, geht ein zentrales Argument verloren. (Ich wiederhole meine Frage gern: Wer glaubt, dass man uns Radler ernster nimmt, wenn wir Kennzeichen dran haben?)

Hatten wir nicht mal das Video von einem User, der sich mit einem Busfahrer angelegt hat? Dem User stünde ein Kennzeichen gut zu Gesicht, wer an einer Haltestelle so durchbrettert, sollte auch seine drakonische Strafe abholen, wenn man ihn identifizieren könnte.
Das ist ein Argument, dem ich mich sogar anschließen kann. Aber dann soll man auch genauso argumentieren und die Forderung nach Identifizierbarkeit von Rüpeln ins Zentrum der Argumentation stellen, bitte, und die (radfahrenden und sonstigen) Leser nicht mit einer fadenscheinigen Vorstellung angeblicher "Vorteile", die so eine Kennzeichenpflicht für uns Radfahrer hätte, auf den Arm nehmen. Danke.
 
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Dirk U.

Dirk U.

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Möööp, leider stimmt es nicht (mehr)
Diese Regeln gelten wirklich.

Auf der Fahrbahn bedeutet Rechtsfahrgebot: von zwei Fahrbahnen die rechte zu benutzen.
Das ist richtig, trotzdem gilt auch dieser Passus für die untere Aussage:

"Sie müssen nur darauf achten, dass sie die anderen Verkehrsteilnehmer nicht behindern."
Liest du gelegentlich auch mal, was du schreibst? Die sind immerhin Teil des Verkehrs, auf den sich andere Teile des Verkehrs einzustellen haben.
Kein Wunder, dass bei der Mobilitätswende nichts vorangeht, wenn sogar hier dieses Mindset vorherrscht...
Was eine Korinthenkackerei. Es geht natürlich um die anderen Verkehrsteilnehmer!

Entschuldigung dass ich mich falsch ausgedrückt habe. *shame on me*
 
Dirk U.

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"Behindern" heißt also "anwesend sein"?
Ist es so schwer zu verstehen? Ich dachte ich diskutiere hier mit Erwachsenen.

Behindern heißt, sich als Hindernis für den restlichen Verkehr auf der Straße zu befinden, wenn sich dieses durch ein rechts halten vermeiden ließe.
Wer absichtlich mit seinem Rad mitten auf der Straße fährt, obwohl er sich auch gefahrlos rechts halten könnte, der ist ein Verkehrshindernis.
 
Tomcat1960

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Jeder definiert "gefahrlos" für sich selbst. Wessen Meinung, was "gefahrlos" heißt, zählt nun?
Wenn rechts Autos stehen fahre ich da nicht näher als auf einen Meter ran. Deiner Definition nach "behindere" ich damit die Autos, die gerne nebeneinander fahrend an mir vorbei wollen.
Deine Argumentation trägt keine Fahrradlänge weit. Sorry.
 
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