Todesrisiko auf E-Bike dreimal höher als auf Fahrrad

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mawadre

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Abbremsen und gut ist. Nicht meine rechte sondern mein überleben ist mir wichtig.
Das ist wohl jedem erfahrenen regelmäßigen Radfahrer bekannt. Wir haben uns mit dem Recht des Stärkeren arrangiert. Soweit so ungut.

Für die unzähligen dank Pedelec neu eingestiegen Radfahrer kann das allerdings schon ein erhöhtes Risiko bedeuten. Gerade wenn man "erfahrener" Autofahrer ist und auf einmal in die völlig unerwartete Rolle des Abgedrängten gerät.

Und öffentlich viel mehr auf den Missstand hinweisen, dass im Straßenverkehr scheinbar gerade bei Berufskraftfahrern das Recht des Stärkeren gilt, finde ich gut. Ohne Kritik keine Verbesserung.
 
Oliver1

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Berufskraftfahrer habe ich auch mal kurz gemacht mit einem 7,5 Tonner. Ist schon 40 Jahre her. Waren nur ein paar Wochen. Nur Stress Zeitdruck Ausbeuter Lohn. Das wird heute nicht viel anders sein. Einmal und nie wieder für das Geld kann ich auch Hartz IV beziehen, da kann ich wenigstens keinen Platt machen. ;)
 
Electric

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Man weiss aber nicht, ob hinter dem filmenden Radfahrer nicht noch mehr Radfahrer kommen und der Busfahrer eben nicht alle noch durchlassen wollte und deshalb überholt hat.
Genau das hätte er müssen, anhalten. Und wenn dort die Critical Mass hintereinander auf der Radspur kommt. Ist nicht anders als rechts abbiegen...

Falls der Busfahrer deiner Argumentation folgt und sagt: „Ja, Herr Richter, ich habe den einen Radfahrer ja nur abgedrängt, weil ich die ganzen anderen Arschlöcher nicht auch noch durchlassen wollte!“, dann verliert er die Fleppe auf Lebenszeit wegen sittlicher Unreife zum Führen eines Kraftfahrzeugs.
 
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Georg

Georg

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Leute nun reicht es doch mit dem Erzählen aller Unfälle und Beinahe-Unfälle?
Hift uns allen nicht weiter. Das kennen wir doch schon alle und neue Erkenntnisse gewinnen wir auch nicht!
 
Teutobiker

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Hift uns allen nicht weiter. Das kennen wir doch schon alle und neue Erkenntnisse gewinnen wir auch nicht!
Da stimme ich @Georg uneingeschränkt zu! Ich bin überzeugt, wir täten uns und unserer 'Gilde‘ (einschließlich Bio-Bikern, aber den schnellen/stürmischen/überalterten/überforderten/ wie auch immer charakterisierten Pedelecfahrern ganz besonders) einen guten Dienst, uns über Strategien und Verhaltensweisen auszutauschen, die das Risiko im Titel minimieren.
Und da setze ich immer noch auf die oben von mir z.T. schon genannten
  • Respekt vor den anderen Verkehrsteilnehmern
  • defensive Fahrweise im Straßenverkehr (was beileibe nicht gegen zügiges Fahren spricht)
  • ordentliches, zweckmäßiges Material
  • als Newcomer sich ruhig mal ein qualifiziertes Fahrtraining gönnen und
  • danach für eine ausreichende Inübunghaltung sorgen -
ich bin überzeugt, damit läßt sich das zitierte Risiko in überschaubarem Rahmen halten!
 
ThomasM68

ThomasM68

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Am erschreckendsten finde ich im Video die "Alleinunfälle" (ab 3:58). Passend dazu gleich die Bilder vom überqueren der Straßenbahnschienen. Sollte doch eigentlich jedem klar sein, dass man im stumpfen Winkel da fast immer stürzt.
 
harry-lb

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dass man im stumpfen Winkel da fast immer stürzt
Du meinst im spitzen Winkel.

Im Video fand ich interessant, dass genau bei der Aussage dass es mehr Rad Infrastruktur braucht ein Geisterradler auf der falschen Spur gezeigt wird.
Das sind auch meiner Meinung genau Die Idioten, die uns in Verruf bringen, welche mich am meisten aufregen, weil ich immer wieder beobachte, wie unnötig dumm das ist.
Selbst wenn voraussehbar ist, dass wenige Meter weiter sie in ein Problem kommen, wenige Meter weiter kommt eine Kreuzung wo man mitten in den Autoverkehr muss, Weg wird zum Schutzstreifen oder der Weg wird sehr eng fahren viele als würden Sie nur die Verkehrswege nur bis zwei Meter vor ihrem Vorderrad wahrnehmen selbst wenn auf der gegenüberliegenden Seite beste Wge vorhanden sind und bringen sich und andere häufig unnötig in Gefahr.
 
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ThomasM68

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harry-lb

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Das ist auf dem Video nicht so ersichtlich
Naja - wenn man weiß, dass laut VwV-StVO Zweirichtungsradwege mind. 200 möglichst 240 cm breit sein müssen, dann erkennt man das sofort. OK - das weiß nicht jeder, aber jeder müsste erkennen, dass auf dem gezeigten Radweg kein Aneinander-Vorbeikommen möglich ist ohne das einer den Radweg verlässt.
 
Flatliner

Flatliner

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Naja - wenn man weiß, dass laut VwV-StVO Zweirichtungsradwege mind. 200 möglichst 240 cm breit sein müssen, dann erkennt man das sofort. ...
Es gibt in Reutlingen und Umgebung aber genug Radwege, die in beide Richtungen freigegeben sind und tlw. nur 1m breit sind.
Hab ich auf meinem Arbeitsweg auch. (Werd mal davon bei Gelegenheit ein Foto machen.)
Da muss man bei Gegenverkehr auf den (zum Glück) nicht so stark benutzten Fußweg ausweichen.
Dies ist leider die Normalität und nicht die Ausnahme.
 
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Ullerich

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Das Zauberwort heißt Infrastruktur!
Wenn es denn mit dem Zaubern auch so einfach wäre... Nein, es gibt leider viel mehr Einflüsse, die da eine Rolle spielen, dazu ein Kommentar aus der Zeit: Radverkehr: Ein Nummernschild für jedes Fahrrad?
Titel:
Ein Nummernschild für jedes Fahrrad?
Radfahrer sind auf den Straßen viel verletzlicher als Autofahrer – dennoch fahren viele aggressiv und riskant. Könnten Pflichtkennzeichen das ändern? Ein Pro und Contra
Infrastruktur ist ein durchaus wichtiger Teil, ohne Frage, aber auch "die Kundschaft" muss mitspielen.
 
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Gian

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Das kann ich so nur unterschreiben! Ich war einige Jahre Fahrradkurier und als solcher ist man sicher nie langsam unterwegs, aber es gab allem voran eine goldene Grundregel: "Gehst du dem Autofahrer nicht auf den Nerv, dann geht er dir nicht auf den Nerv."
Wenn man dann die Hollandrad-Fahrer sieht, die der Meinung sind, sich vorzudrängeln und sich dann mittig an der Ampel auf die Spur zu stellen um dann wackelnd anzufahren... da würde ich auch die Krise bekommen... Es kommt auf das Miteinander an... oder eben besagtem Respekt... dann funktioniert das auch und minimiert kritische Situationen drastisch.
 
Dirk U.

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Wenn es denn mit dem Zaubern auch so einfach wäre... Nein, es gibt leider viel mehr Einflüsse, die da eine Rolle spielen, dazu ein Kommentar aus der Zeit: Radverkehr: Ein Nummernschild für jedes Fahrrad?
Titel:


Infrastruktur ist ein durchaus wichtiger Teil, ohne Frage, aber auch "die Kundschaft" muss mitspielen.
Wie im Beitrag schon erwähnt wäre eine Infrastruktur, bei der sich z.B. der Radverkehr möglichst getrennt zum KFZ Verkehr abgetrennt bewegt, die beste Lösung. Es nachträglich zu installieren ist allerdings zum Teil ziemlich unrealistisch bis unmöglich, weil schon seit je her in Deutschland alles aufs Auto ausgelegt war.
Die Holländer zeigen wie es anders geht, aber bei denen spielt das Rad auch schon immer eine andere Rolle.
Die Städte kommen aber auch langsam zu der Erkanntnis, dass man da doch etwas machen muss und planen schon etwas anders als noch vor 20 - 30 Jahren.
 
EMS

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Wie im Beitrag schon erwähnt wäre eine Infrastruktur, bei der sich z.B. der Radverkehr möglichst getrennt zum KFZ Verkehr abgetrennt bewegt, die beste Lösung. Es nachträglich zu installieren ist allerdings zum Teil ziemlich unrealistisch bis unmöglich
Das geht i.d.R. nur wenn man den Autos Platz weg nimmt und Radfahrbahnen ausweist.
 
Techniker

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Die Städte kommen aber auch langsam zu der Erkanntnis, dass man da doch etwas machen muss und planen schon etwas anders als noch vor 20 - 30 Jahren.
Das ist wahr, allerdings beschränkt sich das meist darauf, dass man auf der Fahrbahn eine gestrichelte Linie zieht, ein Fahrradsymbol darauf sprüht und das war es dann. Da läuft noch zu viel unter dem Motto: Schön, dass wir darüber gesprochen haben...
 
Dirk U.

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Das geht i.d.R. nur wenn man den Autos Platz weg nimmt und Radfahrbahnen ausweist.
Richtig, das wird auch im Beitrag gesagt. Wenn man einem etwas geben will, muss man einem anderen etwas weg nehmen.
 
Tomcat1960

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Das ist wahr, allerdings beschränkt sich das meist darauf, dass man auf der Fahrbahn eine gestrichelte Linie zieht, ein Fahrradsymbol darauf sprüht und das war es dann. Da läuft noch zu viel unter dem Motto: Schön, dass wir darüber gesprochen haben...
So ist es. Meine Erfahrung mit diesen sogenannten "Schutzstreifen": Sie verleiten Autofahrer eher dazu, noch enger vorbeizufahren. In Stuttgart haben mich vorgestern auf knapp 200 Meter Schutzstreifen zwei dieser Helden fast vom Rad geholt. Und meine Beobachtung anderer Radfahrer am nächsten Tag, als ich zu Fuß auf dem sicheren Gehsteig an der Straße entlang lief, hatte das gleiche Resultat. Abstand im Schnitt unter 50 cm.

Mein Fazit: Entweder sind die Stuttgarter ganz besonders schlechte Autofahrer oder diese "Schutzstreifen" sind schlicht saugefährlich und gehören entfernt. Macht richtige Radwege draus und gut.
 
harry-lb

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Es gibt in Reutlingen und Umgebung aber genug Radwege, die in beide Richtungen freigegeben sind und tlw. nur 1m breit sind.
Dann sind das bestimmt freigegebene Fußwege. Weil würde mich wundern das man bei dem Entfernen der ganzen Radwegebeschilderung, welche man die letzten 20 Jahre betrieben hat, noch immer Wege übersehen hat.
 
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