Tiefentladen BIONX AKKU 37V Vorsicht !!!

Diskutiere Tiefentladen BIONX AKKU 37V Vorsicht !!! im BionX Forum im Bereich Nabenmotoren; Hatte einen Bionx AKKU 37V geschenkt bekommen. War tiefentladen. Man konnte ihn weder laden noch mit ihm ein BIONX-System aktivieren. Der AKKU...

kepreis

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Hatte einen Bionx AKKU 37V geschenkt bekommen.
War tiefentladen. Man konnte ihn weder laden noch mit ihm ein BIONX-System aktivieren.
Der AKKU hatte neue Zellen, gerade vor einem Jahr erhalten, war noch mit Garantie-Aufkleber versehen.

Nach Aussage des Eigentümers ... war er möglicherweise über 10 Monate nicht geladen. Was tun.
Dachte, bei fast "neuen" Zellen ... kann doch nichts schiff gehen. Das war ein Fehler !

Hab geschafft, ohne AKKU zu öffnen, ... dass der AKKU auf ein Mal mit dem originellen Netzteil geladen werden konnte.
Nach einigen Stunden erreichte der AKKU 42.2V Spannung ... optimal, dachte ich. Ausgesteckte Akku aufs Regal.
Am nächsten Tag hab mit entsetzten feststellen müssen, dass der AKKU sehr heiß war.

Schnell auseinander gebaut ... zwei Zellen-Bänke mit Null-Spannung ! Gesamt Spannung zu dem Zeitpunkt bei 38V.
Heiß waren alle Zellen. Von BMS getrennt, waren aber Zellen weiterhin heiß, nach zwei Stunden ins Wasser.
Nach und nach, ging Temperatur runter.

Der AKKU hatte einen 5.2 BMS heißt keine Einzel-Zellen Überwachung/Balancierung.
Man Tipp also ... bei einem tiefentladen AKKU unbedingt die Spannungen der einzelnen Bänke messen, bevor AKKU aufgeladen wird.
Meiner Vermutung: Das Ladegerät hat versucht den AKKU auf das Maximum zu laden (hier 42.2V) auch wenn einzelne Bänke kurzgeschlossen waren!
Hat jemand noch andere Erklärung ?
 
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Jomar59

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Also ich mache ja im Bekanntenkreis Akkus für Elektrogeräte und habe mir daher angewohnt, wenn ein kaputter Akku zu mir kommt werden die einzelnen Zellen gemessen und dann versucht auch einzeln zu laden. Ich hatte schon einige Male den Fall das eine Zelle komplett leer war und keinen Strom durch ließ. Im Zuge des Ladeversuches hat dann auch schon öfter so eine Zelle auf Kurzschluss geschalten, denke genau das ist bei dir passiert und daher hast du dann den Rest des Zellpacks überladen.
 

Hasso123

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Wobei sich die stellt: wogegen schützt das verbaute BMS im BionX Akku?
OK, wenn man die Aufladung mit " umgehen " erzwingt, wundert mich das nicht. Aber dennoch: ein BMS ohne Einzelzellen Überwachung ist doch nutzlos?
 

kepreis

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daher hast du dann den Rest des Zellpacks überladen
Genauso sehe ich das auch. Nur, wer hätte so was bei fast neuen Zellen gedacht.
Jetzt werde auch ich versichtigter!


ein BMS ohne Einzelzellen Überwachung ist doch nutzlos
Hast schon Recht ... ist eigentlich kein richtiges BMS, eher Steuer-Modul das eBike. Das aber sehr zuverlässig :)
Nur die Gesamtspannung wird ausgewertet.
 

Jomar59

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Nur, wer hätte so was bei fast neuen Zellen gedacht.
Also wenn die B-Qualität oder eventuell gar refresht waren, dann kommt das schon mal vor das die nach ein paar Ladungen die Mücke machen. Ich hatte es mal bei einen neuen Akkurasenmäher, im Herbst gekauft und im Winter in der Gartenhütte gestanden. Die Garantie wurde ihm im Falle vom Akku verweigert, also hatte ich den zerlegt, 2 Zellen machten genau das gleiche, die wurden gegen neue getauscht und der läuft jetzt schon einige Jahre, Akku kommt aber jetzt über den Winter in den Keller.
 

cephalotus

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Das Hauptrisiko moderner Zellen ist nicht das Überladen sondern interne Kurzschlüsse.
Das kann bei längerer(!) Tiefentladung passieren (Kupferbrücken) und beim Laden bei Kälte. (Lithium Dendriten).

Durch den meist fetten Parallelverbund heizen dann die Schwesterzellen die mit dem Kurzschluss noch mit.

Ein BMS schützt davor nicht, es kann nur das Aufladen unter solchen Bedingungen verhindern. Also genau das was die Bastler dann umgehen.

Von meinem Zellen habe ich das bisher vin den Sony VT erlebt aus alten gebrauchten und länger tiefentladenen Akkupacks. Die haben dann einen kurzen. Ich hab damit nur experimentiert, die Akkupacks habe ich entsorgt.

Wir haben im Forum eine mMn falsche Risikowahrnehmung zu Zellen und BMS.

Die Urache bei Deinem Akkupack kannst Du durch Messen heraus finden

MfG
 

kepreis

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Die Urache bei Deinem Akkupack kannst Du durch Messen heraus finden
Jetzt klar ... AKKU ist ja auf ... aber Jetzt wird der gesamte Zellpack entsorgt und fertig, keine Experimente mit "angeschlagenen" Zellen.
Mir wurde aber bei der Geschichte bewusst, wie Vorsichtigt man mit Tipps umgehen muss :)
z.B. Akku`s ohne BMS als Extender usw.
 

Jomar59

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Wir haben im Forum eine mMn falsche Risikowahrnehmung zu Zellen und BMS.
Ich denke schon das einige hier das sehr wohl richtig machen, aber den Eindruck erwecken das es nicht so gefährlich ist. Ich will mich da nicht ausschließen, hab selber erst erlebt das ein Bekannter sich mein Punktschweißgerät etc. ausgeliehen hatte und einen Akku gebaut. Leider hat er dann den Akku mit Panzertape zusammengeklebt, da hat es mir ganz leicht die Haare aufgestellt. Hab ihm dann das Panzertape wieder runter nehmen lassen, mit Kaptontape eingewickelt und Schrumpfschlauch drüber. Natürlich machen das viele ohne Kaptontape, für mich ist das ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor, aber Panzertape hat da schon mal gar nichts verloren.
 

cephalotus

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Jetzt klar ... AKKU ist ja auf ... aber Jetzt wird der gesamte Zellpack entsorgt und fertig, keine Experimente mit "angeschlagenen" Zellen.
Mir wurde aber bei der Geschichte bewusst, wie Vorsichtigt man mit Tipps umgehen muss :)
z.B. Akku`s ohne BMS als Extender usw.

Das BMS hilft Dir bei einem (möglicherweise) internen Zellkurzschluss garnix. Wenn dann verhindert es gleich das Wiederaufladen det tiefentladenen Zellen. Vom Überladen werden die Zelle nicht nachträglich(!) heiß.
 

eichensven

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Interessant war noch ein Ergebnis beim Überladen von Zellpaketen auf 4,7V pro Zelle. Auch wenn dann das Ladegerät weg ist, schaukelt sich die Temperatur (wahrscheinlich bis zur Selbstentzündung) hoch. Da bleibt nur - entweder im Sand vergraben - oder schnellstmöglich eine Last anschließen.

Das Problem wird umso stärker auftreten, umsomehr neubestückte 37 Volt Akkus in Verkehr kommen.
Die Anleitung zum wiederbeleben mag bei den Sony V1 Zellen immer gut gegangen sein ( bei mir jedenfalls) , bei anderen Zellen kann es da "sehr heiße" Probleme geben.
Ich habe auch schon versucht andere Zellen wieder hochzuladen. Anfangs ging das gut aber im Laufe der Ladung vielen immer wieder einzelne Zellbänke in ihrer Spannungslage zurück und ich hatte die Ladung abgebrochen .
 
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Janne

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Zumindest das Laden mit original LR sollte die Elektronik in solch einem Fall doch zuverlässig verhindern können.
Hast Du Stützspannung drauf gegeben, um es zum starten zu bewegen oder nur das gemacht, was ein 'störrischer' Normaluser auch hätte tun können?
Hattest Du die Gesamtspannung am Akku gemessen?
 

eichensven

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Mit Bikeinfo kann man das Laden erzwingen, muss aber die einzelnen Zellspannungen dann nonstop überwachen.
Dabei kann man beobachten wie einzelne Zellbänke nach einiger Zeit des Ladens in ihrer Spannungslage stehen bleiben und wieder abfallen. Die anderen laden dabei munter weiter.
 
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Tommmi

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Der Polaron Pro Lader von mir erkennt beim aufwecken wenn Zellen einen Schluss haben und beendet das laden mit selbiger Meldung.
Ich habe vor kurzem ein 7s 3p Pack bekommen mit 35e Zellen die höchstens 10 Zyklen hatten und auf 0V entladen waren, bis auf 3 Zellen haben es alle überstanden und funktionieren mit voller Leistung. Das ist aber echt die Ausnahme, normalerweise schmeiß ich so etwas gleich weg aber hier war ich neugierig.
 

Jomar59

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37V Akkus haben keine Einzelzellüberwachung, die Ladeüberwachung ist eigentlich nur im Netzteil. Eigentlich ist die Wiederbelebungsfunktion wie sie von BionX beschrieben gefährlich, mag bei den alten Sony Zellen gut funktioniert haben, aber bei neueren Zellen mit einer viel höheren Energiedichte sicherlich nicht das Mittel der Wahl.
Eine kleine Erklärung was dadurch passieren kann, ein 10s6p Akku mal angenommen,
1) eine Zelle schließt kurz, die Grundspannung bringe ich so hoch das Ladegerät fängt wieder normal an zu laden, das Ladegerät lädt bis 42V, das bedeutet das ich ein paralleles pack mit 0 Volt habe und die restlichen 9 kommen auf fast 4,7 Volt, daher sind die auch schön heiß.
Wollen wir jetzt mal andenken das dies ein Horrorszenario werden kann.
2) ich bringe die Grundspannung so hoch das Ladegerät fängt wieder an zu laden, alle Zellen lassen sich laden und kurz bevor der Akku vollgeladen ist geht eine Zelle auf Kurzschluss. Sollte jetzt einer denken Glück gehabt, dann möchte ich doch anmerken das ich einen fast vollgeladenen Akku habe, im parallelen Pack 5 Zellen auf Vollladung habe, eine auf Kurzschluss geht und dadurch die vollgeladenen mit Kurzschluss schnellentladen werden.
Das lass ich jetzt mal so kommentarlos zum Nachdenken stehen.
 

kepreis

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Hab die letzten Post`s verpasst .. erst jetzt gelesen.
Das Problem liegt tatsächlich daran .... woher sollte man wissen, dass das Ladegerät keine Ahnung vom Kurzschluss an zwei Bänken hat
un fleißig weiter lädt und lädt ... bis er die 42,2V feststellt ... nur dann ist schon zu spät !!!
Natürlich war`s mein Fehler ... wollte halt die Garantiesiegeln nicht zerreisen ... ja ... das war dumm :)
 

Hasso123

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Hallo.
Hab ja ein 13S4P BionX Akku; am BMS sind die dünnen Leitungen zu den Zellen angebracht.
Große Preisfrage: Wofür sind die gedacht, wenn das Laden nur das Ladegerät überwacht?
Und ohne Einzelzellenüberwachung...? Oder werden beim 48V Akkus die Zellen doch vom BMS überwacht im Gegensatz zu den 37V Akkus?
 

Jomar59

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Also das betrifft nur die Akkus mit 5.x BMS, die 48V haben alle 6.x BMS und und da wird zumindest dies vermieden.
 

onemintyulep

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Wobei sich die stellt: wogegen schützt das verbaute BMS im BionX Akku?
Diese Akkus waren original mit LiMn Zellen bestückt. Da passiert nichts wirklich schlimmes wenn man sie überlädt oder darauf schiesst ("eigensicher").
Der Fehler ist so einen Akku mit "neuen Zellen" zu bestücken ohne ein BMS mit Einzelzellüberwachung einzubauen.
 
Thema:

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