Test von 6 verschiedenen Pedelecs auf der selben Strecke

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easy01

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Sanyo im Giant Twist Comfort
AW: Test von 6 verschiedenen Pedelecs auf der selben Strecke

Hi an alle,

so - hier wie versprochen der Zwischenbericht bei KM-Stand 1000 meines Giant Twist Comfort CS (2009er Modell, Freilauf vorne, 2 Akkus, wie weiter oben beschrieben).

Bei 300 km war die erste Wartung, keine Fehler festgestellt, halt das übliche Schrauben-Nachziehen und Bremsen kontrollieren.

Generelle Punkte:

Fahrverhalten:
- Hat man sich an das Gewicht des Rades gewöhnt, ist das Verhalten auch bei engen Kurven und Ausweichmanövern bei Hundebesitzern, die ihre geliebten Viecher auf Radfahrer loslassen einwandfrei.

Reichweite:
- 35 km pro Akku, gleichbleibend seit der ersten Ladung. Bei uns in der Gegend viele Höhenmeter, Weinberge, gelegentlich mal eine Fahrt am Main entlang, die aber immer wieder mit mindestens 280 Höhenmeter nach Hause endet. MIT NUR EINEM AKKU HÄTTE ICH KEINE FREUDE HIER! Am Wochenende mache ich Tagestouren von 40 - 60 km, da sind dann beide Akkus am Rad. Zur Arbeit (10km hin und 10km her) reicht ein Akku.

Stabilität:
- Tja, ist einfach stabil - keine lockeren Speichen (trotz vieler Wald- und Feldwege). Die Reifen sind lausig: kein Profil und eigentlich nur für die Stadt geeignet, fahre ich aber bis zum ersten Platten, dann kommen andere drauf.

Bei Regen:
- Zweimal hat mich bis jetzt ein Wolkenbruch bzw. Gewitter mit Starkregen erwischt. Die Elektrik blieb davon unbeeindruckt und hat einfach ganz normal funktioniert, auch der Kapazitätsanzeiger/Leistungsregler und der Umschalter von Akku A nach B. Jeweils zu Hause die Abdeckung für Controller und Anschlüsse oberhalb des Tretlagers abgeschraubt und Dichtigkeit kontrolliert: Keinerlei Feuchtigkeit eingedrungen.

Beleuchtung:
- Montiert war ab Werk ein Halogenscheinwerfer, obwohl im Prospekt stand dort sei ein LED-Scheinwerfer verbaut. Bei Händler reklamiert und anstandslos den LED-Scheinwerfer geliefert bekommen. Selbst eingebaut in die verdeckte Schiene am Rahmen das Kabel verlegt und mit der betreffenden Steckverbindung am Controlleranschluss verbunden. Spannung - Einschalten: geht! Sehr hell (eigentlich schon unangenehm, wenn ich mir vorstelle, ich käme mir mit dieser Beleuchtung entgegen...) und viel besser als der Halogenschein... Oh, ausgegangen!?! Mehrere Versuche mit Ein- und Ausschalten sind erfolglos. Akku raus, Akku wieder rein: LED brennt wieder. Knapp 30 Sekunden, wieder aus. An der Steckverbindung nachgemessen - keine Spannung anliegend. Akku raus, Akku rein: jetzt sind 11,9 V da am Stecker. Sobald die LED eine Weile brennt, schaltet offensichtlich aber der Controller die Spannung weg. Beim Händler nachgefragt: Tja müsste man in der Werkstatt mal untersuchen dauert halt ein paar Tage. Da ich mittlerweile im absoluten Pedelec-Fieber lag, war das natürlich inakzeptabel. LED abgebaut und an einem regelbaren Netzteil betrieben. Die eingebauten Last-Widerstände verbrutzeln bei höheren Spannungen die überflüssige Spannung. Runtergeregelt auf 3-4 Volt. Da brennt die LED ausreichend hell und die Widerstände werden nicht mehr warm. Kleines schwarzes Plastikgehäuse -> Kippschalter eingebaut -> 3,7V LiPo mit 1200 mAh rein und alles an der Hinterseite der LED Leuchte montiert. So kann man auch bei Fahrten ohne Motorunterstützung (in der Ebene geht das tatsächlich, trotz des hohen Gewichtes) Licht an haben und den Autofahrern keinen Grund mehr geben, einen zu übersehen. Der LiPo ist leicht herauszunehmen und wird dann über einen Modellbaulader geladen. Dauertest, wie lange die LED mit dem LiPo tut, habe ich nach vier Stunden abgebrochen - brannte immer noch.

Lenker:
- Da ich bei Anstiegen mit losem Schotterbelag immer im Stehen und im Wiegeschritt fahre (mit hohem Gang und absolut entspannt, habe ich mal an anderer Stelle beschrieben) ächzt die TransX-Lenkerverstellung immer ein wenig, aber der Lenker ist trotzdem sicher befestigt und es braucht nicht nachgestellt zu werden.

Antrieb:
- Für mich vollkommen ausreichend, auch auf Weinbergswegen. Unterstützung für etwas mehr als 24 km/h würde ich mir wünschen, geht halt eben nicht. Durchschnittsgeschwindigkeit 20,15 km/h (in den ersten 500 km: 19,6 km/h). Das ist für mich absolut ausreichend, denn ich bin eher Genussradler denn Rennsau. Auch nach steilen langen Anstiegen ist die Temperatur des recht voluminösen Motorgehäuses mit Getriebe nicht mehr als handwarm; eher durch die Umgebungstemperatur bedingt, als durch innere Anstrengung, scheint mir. Nach 20-25 gefahrenen Kilometern ist vorn (unbestimmt, wo genau, aber ich vermute im Motorgehäuse) bei jeder Umdrehung des Rades ein leises Klick zu hören, egal ob mit oder ohne Motorunterstützung. Händler konnte es nicht lokalisieren, das Geräusch hindert aber nicht und wird zukünftig einfach ignoriert.

Fazit nach den ersten Tausend: Absolut zufrieden, würde das Rad jederzeit wieder kaufen.

Anfangs hatte ich auch überlegt - angeregt durch dieses Forum - etwa ein Rad selbst umzubauen. Da aber das vorhandene Trekkingrad nicht mehr viel taugte, hätte ich mir erst ein neues Rad und dann noch den Umbausatz kaufen müssen, was mir dann doch zu umtriebig war. Nachdem ich das Twist jetzt diese Zeit gefahren bin, vermute ich mal, dass ein Selbstumbau nur in ganz seltenen Fällen diese optische und technische Qualität besitzen wird (nix für ungut, ihr Selbstbauer). Für Leute, die einfach nur entspannt Fahrrad fahren wollen ( und die sind ja wohl meist in diesem Fertigpedelec-Forum unterwegs ) eine Empfehlung und ich werde NICHT von Giant gesponsert (in deren Bereich e-Bikes im Giantforum übrigends nix los ist).

Das war (ich weiss, ich neige immer zu Riesen-Postings, sorry) es für heute, Fröhliches Pedalieren und schönes WE,

easy01
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Reinhard

Reinhard

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AW: Test von 6 verschiedenen Pedelecs auf der selben Strecke

ich weiss, ich neige immer zu Riesen-Postings, sorry
Das ist kein Problem ... es würde aber beim Lesen helfen, wenn Du ab- und zu einfach mal <Enter> drückst und einen Absatz einfügst.

Trotzdem danke für den Bericht!
 
E

easy01

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Sanyo im Giant Twist Comfort
AW: Test von 6 verschiedenen Pedelecs auf der selben Strecke

... es würde aber beim Lesen helfen, wenn Du ab- und zu einfach mal <Enter> drückst und einen Absatz einfügst.

Hallo Reinhard,

ist schon klar. Wie bei meinen diversen anderen Beiträgen in diesem Thread hatte ich das durchaus schon drauf (siehe ganz oben). Warum's diesmal so eine Buchstabenwüste gegeben hat weiß ich nicht - war nach dem Absenden einfach so. Hast du eine Idee?

Gruß, easy01
 
T

tommy

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AW: Test von 6 verschiedenen Pedelecs auf der selben Strecke

Hallo easy,

Willkommen im Forum.

Das Diamant würde ich nochmals probefahren und am Berg vorne auf ein kleineres Kettenblatt schalten. Dann dürfte Dir schlagartig bewußt werden, das da hinten jemand aber verdammt kräftig anschiebt ...

Ich kann mich Reinnhard nur anschliessen. In der Bedienungsanleitung stht dass man die Trittfrequenz am bestnen bei 60 Umdrehungen hält. Dann ist der Schub vom Diamant in der Stufe 4 sehr deutlich spürbar. Ich fahre das Zouma E seit gut einem Monat und habe einen Berg mit bis zu 25%. Wenn man mit zuwenig Kraft auf die Kette kommt dann ist nicht viel los.Das ist etwas gewöhnungsbedürftig. Mit der höchsten Stufe schaffe ich den Berg mit 17 km/h. Mit meinem Mountainbike fahre mit 3 - 4 km/h höchsten hoch,
Im Schnitt komme ich 50 - 60 km weit mit einem Akku bis der letzte Balken verschwindet.

ciao,

Tommy
 
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