Test smart ebike : Kann ein Autobauer Pedelec ?

Diskutiere Test smart ebike : Kann ein Autobauer Pedelec ? im BionX Forum im Bereich Nabenmotoren; Test smart ebike > Selten ist man mit so viel Vorurteilen beladen auf ein Pedelec zugegangen. Das smart ebike wurde mit großem medialen Aufwand...
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gervais

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Test smart ebike

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> Selten
ist man mit so viel Vorurteilen beladen auf ein Pedelec zugegangen. Das smart ebike wurde mit großem medialen Aufwand angekündigt und man hatte anfänglich den Eindruck, dass hier wieder einmal ein Lifestyle Produkt als Aushängeschild für das gute Gewissen eines Automobilkonzerns präsentiert wird, welches ebenso wie andere Gimmicks dieser Art nach Verhallen des üblichen Presserummels bereits im Prototypenstadium beerdigt wird.


> Doch
erstaunlicherweise hat es das smart ebike tatsächlich in die Läden, genauer gesagt, in die Autohäuser geschafft, wo man es tatsächlich besichtigen, probefahren und bestellen kann. Auch Lieferung ist in Sicht, was man angesichts einiger Verzögerungen bislang bezweifeln konnte. Das ist jetzt anders : Seit einer Woche ist die Produktion in Sangerhausen angelaufen und in weiteren acht soll die Auslieferung der vorbestellten Räder beginnen.


> Aber wie fährt es tatsächlich, dieses möglicherweise zielgruppenfern gestylte Zeitgeistprodukt mit BionX Motor, der durch ein paar Serienfehler ins Gerede gekommen ist, lediglich mit einer Dreigangnabe ausgerüstet, von PS Fans finanziert und vermutlich ahnungslosen Automobilbetrieben betreut ? Jubelberichte der Presse überzeugten genauso wenig, wie mit Worthülsen gespickte Interviews mit Machern, die Pedelecs allenfalls als unfahrbare Prototypenstaffage von Messeständen her kennen... Einzig der gute Name des Entwicklers Grace deutete darauf hin, dass hier möglicherweise mehr als heiße Luft geboten wird.


> So
wurde die Gelegenheit zum potentiellen Verriss wahrgenommen und ein smart ebike aus der Vorserie gegen Vorlage des Personalausweises ein paar Stunden zum Testen ausgeliehen. Erstaunlich unkompliziert, wie auch die Verkaufsberaterin eines südniedersächsischen Autohaus nichtsahnend lächelnd ein paar Tipps mit auf den Weg gab und das mitgebrachte Pedelec mit BOSCH Antrieb, mangels Fahrradständer außen, in den heiligen Hallen parken lies..


Technik

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> Die ursprüngliche Befürchtung, dass ein smart ebike nur mit iPhone und Facebook Zwangskopplung fahren würde, bestätigte sich nicht. Nach dem Aufsetzen des Displays, schaltet man links oben den Antrieb ein und wählt rechts eine der Fahrstufen. Klarer Druckpunkt. Geboten werden neben der Uhrzeit im Wechsel schaltbar mit Tachofunktionen auf einem Display, welches sich auch bei Sonneneinstrahlung gut ablesen lies. Etwas verwirrend, die Kombination des Lichtschalters mit dem Einschaltknopf. Sehr erfreulich, dass man sich beim smart ebike nicht bücken muss, oder noch einmal absteigen, weil man vergessen hat den Akku einzuschalten: Aufstecken, einschalten, losfahren.

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> Eine Besonderheit ist derCarbon Zahnriemen aus dem Hause Gates ( 118 T, 80g), der hier statt Kette über Gates CDC 50T Riemenscheibe die am BionX angebrachte CDC 22T Riemenscheibe antreibt. Schmiermittel- und wartungsfrei und beim Testrad auch nach 200km augenscheinlich wie neu. Mit breiter Auflage in Asphalt Optik : Colanieske ERGON PC 2 Pedale

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> smart electric drive: Der 48V BionX Antrieb (EU/CH Ver. 250W, UK 200W, US/CDN 350W,35Nm) kommt mit 4 Antriebs- und 4 Generatorstufen (Rekuperation) und mit integrierter 3 Gang Nabenschaltung SRAM I-Motion. Groß, kompakt und leicht zugänglich: Es wirkt nicht so, als ob das Hinterrad kompliziert auszubauen wäre. Bedauerlicherweise war ein Ausbau zur Probe nicht gestattet. Der Magura MT4 Bremssattel ist erstaunlich gut integriert, der 180mm Rotor fällt nicht auf und die Hydraulikleitung wird ebenso versteckt geführt wie die Kabel zu Batterie und Steuerung : Saubere Ausführung.

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> Der Lenker des smart ebike , den es auch in einer hochaufbauenden Version geben soll, lässt sich verdrehen und ersetzt auf diese Weise einen verstellbaren Vorbau. Der optisch integrierte LED Scheinwerfer (B&M, Tagfahrlichtfunktion) verbirgt, auf der Unterseite gesteckt, den Anschluss für den Rekuperationsschalter (rot ) der im rechten MT Bremshebel sitzt, den USB Anschluss (gelb)für die Smartphone Versorgung, sowie den Anschluss für die Verbindung zwischen Steuereinheit (Display) und Controller .

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> Gabel mit vorderer Bremse: Ebenfalls Magura MT4 mit 180er Rotor , sauber eingepasst, ebenso wie der vorgeschriebene Reflektor. Aber die vordere Hydraulikleitung ist gute 15cm zu lang und könnte näher an der Gabel geführt werden. Ein Vorserienmanko ? Gut gelöste Kabelführung im Unterrohr. Schutzblech mit Dreipunktbefestigung, erstaunlicherweise geräuschfrei. Bereifung Continental EcoContact Plus (26“ x 1,75“) Felge und Speichen Smart Design (ohne Label)

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> Magura MT4 Bremsgriff, ERGON GP1 Griff und SRAM iMotion Schaltgriff, dessen Anmutung im Kontrast zum sorgfältig verarbeiteten Sattel steht. Dessen Höheneinstellung über die breite Klemmschelle bestimmt durch das nach hinten geneigte Sattelrohr auch den Abstand zum Lenker. Gerade noch zu sehen ist die ins Schutzblech integrierte B&M LED Rückleuchte, ebenso wie der vordere Scheinwerfer batteriegespeist.

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> Die 423Wh Batterie des smart ebike , laut smart idealtypisch gut für 100km Reichweite, lässt sich sowohl am Rad laden (rot), als auch abnehmen. Hierzu wird der 3300g schwere Energiespeicher auf der rechten Seite aufgeschlossen (grün) und nach links entnommen. Die mehrpolige filigrane Steckverbindung sollte man im Freien aber nicht offen stehen lassen. Das nicht abgebildete, kompakte Ladegerät benötigt (lt. Smart) 5h zur Volladung einer vollständig entleerten Batterie an und 3h für 20-80%. Die Lebensdauer wird mit 500 Zyklen bei beachtlichen 80% Restkapazität angegeben.

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> Das smart ebike ist kürzer und mit 26,1kg deutlich leichter als sein automobiler Namensgeber. Es bietet dennoch eine Zuladung von satten 114kg, was es auch für kräftige FahrerInnen geeignet erscheinen lässt. Auffällig starke Neigung der Gabel.

> Versicherung:
Neben der automobiltypischen Finanzierung bietet smart über die Zurich Insurance eine in Deutschland bislang einmalige Versicherung für das smart ebike an: Für 169€ Jahresprämie wird bei Diebstahl, Einbruch oder Raub sowie bei Unfallschäden und Beschädigung durch Dritte entschädigt, während des ersten Jahres mit dem Neupreis, im zweiten und dritten mit 20% Abzug, im vierten und fünften mit jeweilig 10%, stets mit einer Selbstbeteiligung von 150€. Zudem sind auch Akkuschäden selbst durch Ungeschicklichkeit versichert, freilich mit Entschädigung auf Basis einer unbekannten Zeitwertkurve.

Fazit

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> Wenn man sich das erste Mal auf ein smart ebike setzt und die Erwartung hegt, bereits nach ein paar Kilometern eine Mogelpackung zu entlarven, die wegen Unfahrbarkeit vornehmlich in den Schaufenstern der Autohäuser und in den Kellern betuchter Designfans verstauben wird, hat man sich gründlich getäuscht.

> Aus
ein paar Kilometern wurden vierzig und die haben richtig Spaß gemacht. Angefangen mit der Geräuschkulisse. Da klappert, knirscht oder vibriert nichts. Der Motor wirkt gerade nach dem Umstieg von einem Pedelec mit Mittelmotor Antrieb unfassbar leise, was dessen Stuttgarter Entwicklern die Tränen in die Augen treiben müsste. Auch der Einsatz des Antriebs ist nahezu unspürbar, ebenso wie dessen Abregelung, welche bei geschätzten 24km/h beginnt. Wenn man beim es beim Abschalten nicht aufgrund mangelnder Beinkraft bemerken würde, vergisst man 26kg und ebike während der Fahrt vollständig. Und hat man vorher gedacht, dass die letzte Evolutionsstufe von Opas Torpedoschaltung (mit bekanntem Klickern) im hügeligen Gelände nimmer ausreicht, fragt man sich hier nach kurzer Zeit, was das Gehampel mit XT & Co in der City überhaupt zu suchen hat. Mehr wäre weniger. Was freilich nicht für den Gepäckträger gilt: Als Zubehör erhältlich, kapituliert er indes vorm Restdesign.

> Die verbauten Magura MT4 (nicht nur deren Griffe, wie bei einem S-Pedelec eines bekannten Cloppenburger Herstellers) lassen sich gut dosieren und verzögern vorbildlich, freilich anfänglich unerwartet kräftig, was im Test zu einem unerwarteten Ausfallschritt führte. Hätte man doch auf die Verkaufsberaterin gehört. Erstaunlich ebenso, dass das ungefederte Rad, von dessen optisch massiver Anmut Marter für Sitzfleisch, Knochen und Handgelenke erwartetet wurde, auch ohne die Hilfe von großen Äpfeln erstaunlich bequem zu bewegen war: Federgabel und - Sattelstütze wurden nicht vermisst, da hat Grace erfolgreich gewirkt. Vorsorglich, bei allem (unerwartet fälligem) Lob:. Natürlich ist das smart ebike kein Rad für Höhenmeter Fresser, anspruchsvolle Single Trailer oder Reiseradler...aber für die City und Touren ins nicht zu Grüne, scheint es geradezu perfekt.

> Um
das zu glauben, sollte man es aber selber Probefahren, auch wenn man iPhone, Facebook und sonstigen Medienrummel nicht mag oder gar die gequälten Gesichter des Mallorca Werbevideos vorauseilend Sorgen bereiten.

> Man hat sich im Vorfeld selten so geirrt. Wenn nicht nur das Rad selbst, sondern auch der dazugehörige Service und die Schadensabwicklung auch mittel- und langfristig den hohen Erwartungen der Zielgruppe entspricht, ist hier in Verbindung mit dem Versicherungspaket ein ernstzunehmender Marktbegleiter entstanden. Geradezu bedrohlich.

> Anmerkung : Die vorstehende Ausarbeitung erhebt keinen wissenschaftlichen Anspruch, sondern beschreibt einen amateurhaften Ansatz, sich dem beschriebenen Sachverhalt zu nähern. Bilder und Textpassagen, welche die private Meinung des Autors reflektieren, sind ausschließlich für das Pedelec Forum erstellt und dürfen ohne ausdrückliche Genehmigung nicht für kommerzielle Zwecke oder gar Auktionsplattformen verwendet werden .
 
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Mr_Bee

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AW: Test smart ebike : Kann ein Autobauer Pedelec ?

wie immer ein super Bericht von dir!
Nur eine Frage: Ist das Smart Pedelec nun STVZO konform? Wegen Strom vom akku, bist du darüber aufgeklärt worden?
 
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gervais

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AW: Test smart ebike : Kann ein Autobauer Pedelec ?

Danke ! Die Beleuchtung betreffend, habe ich nicht gefragt, weil dies bei Motoren mit Rekuperation aus meiner Sicht gegenstandslos ist, solange (zumindestens behauptet wird, dass) dort 6V mit mindestens 3W durch den Generator zur Verfügung gestellt werden.
Sollte ich irren, wäre das für smart nicht angenehm, da das Rad konform beworben wird .....

...wird ab Werk mit Schutzblechen und integrierter Beleuchtung ausgeliefert und erfüllt alle Anforderungen der Straßenverkehrsordung
wobei mir gerade auffällt, dass die StVO im Gegensatz zur vermutlich gemeinten StVZO (hier §67) diese Belange gar nicht berührt .;)
 
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Mr_Bee

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...wobei mir gerade auffällt, dass die StVO im Gegensatz zur vermutlich gemeinten StVZO (hier §67) diese Belange gar nicht berührt .;)

Genau! das "Z" macht den großen Unterschied, das sollte Smart eigentlich wissen. Falls der Motor als Generator fungieren soll (also laut §67 "Lichtmaschine" ist) ist ebenfalls in §67 genau beschrieben das alle Bauteile der Fahrradlichtanlage K Nummer geprüft sein müssen. Ergo: muss der Motor eine sichtbare K Nummer haben?!
P.S. Bei Pedalrückstrahlern ist die Knummer auch manchmal auf der verdeckten Rückseite...verrückte Welt...
 
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gervais

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AW: Test smart ebike : Kann ein Autobauer Pedelec ?

Vermutlich hat man sich an manchen Diamant oder an ZEG Pedelec Modellen orientiert, wo man sich auch in diesbezüglichem Verzicht übt. Meine übliche Empfehlung (an Kunden bestimmter NL Marken), bei Unsicherheit einen Seitenläufer zu montieren, hilft beim smart ebike freilich nicht, ebenso wie der Vorschlag einen Nabendynamo zu verbauen, potentiell an den Speichen scheitern würde.
 
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vmax

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AW: Test smart ebike : Kann ein Autobauer Pedelec ?

Sehr guter Bericht!

Aber:26 Kg Ebike für 2.849 Euro mit drei Gang, Abregelung bei ca. 24 Kmh, das ich in einer Autowerkstatt warten lassen muss:(

Für mich ein Bike für Optikliebhaber und Leute die eher unerfahren mit Pedelecs sind, fahr das Bike doch mal ohne oder mit leeren Akku Berg hoch:D wobei der CFK Riemen seine Vorteile hat!! Die drei Gang Inmotorschaltung muss ihre Dauerhaltbarkeit noch beweisen.Die ERGON PC 2 Pedale sehen irgendwie nach
Reha Zubehör aus,lassen sich zum Glück wechseln, der 3300g schwere Energiespeicher erscheint recht schwer für die Energiemenge.5 Stunden bis zu Vollladung, ist das "Stand der Technik?



Altanative zum Smart Bike:
Ein ungefederetes Bionx Bike mit unter 20Kg, 8 Gang bis bis 24 Gang, Abregelung bei 26,8 Kmh, Nutzung eines vorhandenen Akkus =zusätzliche Reichweite,
beim Smart Bike nicht möglich.
 
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gervais

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AW: Test smart ebike : Kann ein Autobauer Pedelec ?

Danke! Ich habe über die drei Gänge vorher auch gelacht. Schlechte Erinnerung an Kindertage.

Aber als ich es gefahren bin, hatte ich sofort zehn Leute aus meinen Bekanntenkreis im Kopf, die sich vom heutigen Schaltwahnsinn eher terrorisiert fühlen, denn freudig den Gang passend zur Kadenz wählen...bloß nicht schalten, da kracht es immer, sagen meine Damen zur XT... und mir ging es während der Probefahrt ganz ähnlich...mehr als die SRAM braucht man in der City nicht.

Da würde auch keiner auf den Gedanken kommen, freiwillig ohne Antrieb zu fahren und da der BionX in dieser Abstimmung auch so unaufdringlich unterstützt, gibt es auch keinen Grund dazu. Da werden auch keine 100km Touren gefahren, sondern mal 20km an die Weser....übrigens fängt die Abreglung bei geschätzten 24km/h an und ich kann wirklich nicht sagen, wann sie ausläuft.

Ich bin bis 30km/h gefahren in der Ebene, habe mich dann aber immer wieder gemütlich auf die Abregelgrenze zurückfallen lassen, da ich ohnehin nicht den Anspruch hatte, mit der Torpedo Fahrradkuriere zu begeistern....

Hier nochmal eine, bis auf den Batterieaufkleber, hübsche Seitenansicht :

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yardonn

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AW: Test smart ebike : Kann ein Autobauer Pedelec ?

Aber als ich es gefahren bin, hatte ich sofort zehn Leute aus meinen Bekanntenkreis im Kopf, die sich vom heutigen Schaltwahnsinn eher terrorisiert fühlen,
[...]
..mehr als die SRAM braucht man in der City nicht.

Da würde auch keiner auf den Gedanken kommen, freiwillig ohne Antrieb zu fahren und da der BionX in dieser Abstimmung auch so unaufdringlich unterstützt, gibt es auch keinen Grund dazu. Da werden auch keine 100km Touren gefahren, sondern mal 20km an die Weser...
Natürlich, allles einen frage des Anspruches...
Das was du da beschreibst, machen einige mit nem Fixi... andere mit men alten Hündchen mit Torpede 3-Gang Schaltung.
Da ist ein BionX oben drauf noch Himmel...

Es bleibt aber dabei, die Kiste ist eigentlich viel zu teuer, für das was sie kann...
Aber natürlich, das Zielpublikum hat zu viel Geld, und ernsthaft Radfahren will es auch nicht, deshalb kann ich mir durchauis vorstellen, das das Teil erfolg hat.

Ich muss für mein Geld arbeiten, da finde ich das Rad sowas von Grottenschlecht, was Preis- (transport-)Leistungsverhältniss angeht.
Ich bewege auch mal unmotorisierte Räder, bzw. will auch auf dem Pedelec anständig arbeiten können, da finde ich das das Teil ein fürchterlich beschränktes Fahrrad ist.
Aber ich bin halt nicht Zielpublikum...

Klar kann man mit dem Ding Fahren, aber es gibt halt deutlich Preiswerter Lösungen, ähnliche bis besseren Fahrleistungen zu erzielen... wenns einen interessiert..
 
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Michael.HH

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AW: Test smart ebike : Kann ein Autobauer Pedelec ?

Es bleibt aber dabei, die Kiste ist eigentlich viel zu teuer, für das was sie kann...
Aber natürlich, das Zielpublikum hat zu viel Geld, ..

Nunja, da die Smarts sowieso öfters ein Zweit oder Drittautodasein fristen, wobei nicht klar ersichtlich ist, womit denn der Devisenbringer tagsüber so unterwegs ist, während SIE den Lütten in den Kindergarten karrt, könnte ich mir schon vorstellen, das ER die 1000 Euro zuviel gerne hinblättert, um sicherzustellen, das eben nicht jeder Hinz & Kunz mit so einem Schmuckstück rumfährt. Da macht man sich eben ungern gemein mit dem Pedelecpöbel, geschweige denn Selbstbauhippies.

@gervais..locker zu lesen...die Frage, ob ein Autobauer Pedelec kann, scheint damit halbwegs beantwortet, wobei immer noch ungeklärt ist, ob Smart Auto kann.:D
 
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oskar97

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AW: Test smart ebike : Kann ein Autobauer Pedelec ?

Wie sieht das Ding denn mit Gepäckträger aus (den ich schmerzlich vermissen würde)?
 
Xtrasmart

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AW: Test smart ebike : Kann ein Autobauer Pedelec ?

Ich muss für mein Geld arbeiten, da finde ich das Rad sowas von Grottenschlecht, was Preis- (transport-)Leistungsverhältniss angeht.
Ich bewege auch mal unmotorisierte Räder, bzw. will auch auf dem Pedelec anständig arbeiten können, da finde ich das das Teil ein fürchterlich beschränktes Fahrrad ist.
Aber ich bin halt nicht Zielpublikum...

Ich finde Picasso auch grottenschlecht und andere Zahlen Millionen dafür. Oder was hat Wassili Kandinsky mit Kunst zu tun ? Das sind Bleistiftstrichmännchen für mich. Nur mal soviel zum Thema überteuertes Bike! Es ist ein Beispiel für eine Form der Elektromobilität, die nicht nur ganz pragmatisch dem technisch sinnvoll Machbaren, sondern auch dem Geschmack huldigt. Für soetwas sollten wir dankbar sein, sonst hätten wir Herrn Colani mit seinen fliessenden Design-Formen schon vor 30 Jahren zum Teufel schicken können. Ich denke die überwiegende Mehrheit der zukünftigen "Smart" Fahrer wird schon allein die Aufrechnung der technischen Eckdaten gegen den zu entrichtenden Kaufpreis als Blasphemie empfinden - ich in diesem Fall ebenso.
 
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Michael.HH

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AW: Test smart ebike : Kann ein Autobauer Pedelec ?

Wie sieht das Ding denn mit Gepäckträger aus (den ich schmerzlich vermissen würde)?

Obwohl ich mein Cross mit Gepäckträger schon verhunzt habe, würde ich in diesem Fall darauf verzichten und evt.die Schutzbleche wieder demontieren, da es sich ja um ein Designstück handelt. Nur bei Schönwetter zu bewegen, wie die alten englischen Sportwagen. Wobei deren Zuverlässigkeit keinesfalls mit der von BionX gleichzusetzen ist. Oder ?:rolleyes:
 
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Michael.HH

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Altanative zum Smart Bike:
Ein ungefederetes Bionx Bike mit unter 20Kg, 8 Gang bis bis 24 Gang, Abregelung bei 26,8 Kmh, Nutzung eines vorhandenen Akkus =zusätzliche Reichweite,
beim Smart Bike nicht möglich.

Das Kampfgewicht des Smartbike liegt mit 140 kg aber auch nicht eben niedrig. Der etwas stabilere Rahmen erlaubt auch dem unsportlichem Gourmet, welcher sich ansonsten kaum mit 3 Gängen begnügen würde, zügiges fortkommen. Liegenbleiben sollte man allerdings nicht.
 
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AW: Test smart ebike : Kann ein Autobauer Pedelec ?

Ein sehr ausführlicher Bericht. Das Bike, so wie das Auto, die Marke bleibt sich treu. Auch ich mag Picasso nicht, und das Design von Colani habe ich noch nie gemocht - ein ganz anderer Stil als der des Herrn Pininfarina zum Beispiel.....
Die technische Seite, auch nicht das was ich ein gelungenes Konzept nenne. (wie das Auto...)
Aber ich bin sicher, es wird seine Fans haben.

Grüße!
 
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AW: Test smart ebike : Kann ein Autobauer Pedelec ?

Mir ist gerade eingefallen, dass ich auch mal ein von Colani entworfenes Rad hatte, von dem ich anfänglich gar nicht wußte, dass es aus dessen Feder stammte. Übrigens auch mit Dreigang Torpedo ausgestattet.

Und schon dieses Rad entzog sich damals sämtlichen Vergleichen.

colani bike.jpg
 
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Michael.HH

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Heute sehr gesucht und ca.Euro 10.000 wert.:D
Erinnert mich doch sehr an den kleinen englischen Sportwagen, den ich 1975 für 5000 Mark verkauft habe und für den ich heute 25.000 Euro hinlegen müßte.
 
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gervais

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Die sind billiger. Oder Klasse 1. Sunbeam Tiger. Natürlich komplettrenoviert. Aaargh...

Sche..., die sind NOCH teurer geworden...
 
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faulerdrebbler

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Aber:26 Kg Ebike für 2.849 Euro mit drei Gang, Abregelung bei ca. 24 Kmh, das ich in einer Autowerkstatt warten lassen muss:(

3-Gang und Abregelung bei 24 Km/H reicht bei sicherlich 90% der Pedelec-Käufer aus.

Und das Wartungsproblem? Bei keinem Fahrradhändler in meiner näheren Umgebung ist ein Mitarbeiter beschäftigt, der sich fundiert mit Problemen bei elektrischen Antrieben auskennt.

Man kann davon ausgehen, daß Smart die entsprechenden Verbindungen zu BionX geknüpft und die Mechaniker in den Werkstätten so geschult hat, daß ein Rad nicht wegen jedem zusammengebrochenen Akku wochenlang stillsteht.

Schönes Rad übrigens.

Und was den Preis anbelangt, mein Gudereit hat mich vor ca. 6 Jahren rund 1600 Euro gekostet.
 
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