Test: Motorkühlung mit Ferrofluid

Diskutiere Test: Motorkühlung mit Ferrofluid im E-Motoren Forum im Bereich Diskussionen; Vielleicht für den ein oder anderen von Interesse: http://www.ebikes.ca/news/statorade-experiment/
Fraenker

Fraenker

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Worin besteht der Vorteil von Ferrofluid gegenüber anderen Ölen?
Ich kenne Ferrofluid noch von Lautsprechern. Die magnetische Eigenschaft sollte dafür sorgen, dass die "Kühlflüssigkeit" im Luftspalt bleibt.
Im Motor soll die Flüssigkeit aber doch beweglich bleiben?
 
C

cephalotus

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Greift das Öl(?) Elektronik an oder wäre es auch für Motoren mit eingebautem Controller geeignet (BionX)?

Wenn die Lösung so einfach wäre, warum machen es die Hersteller nicht?
 
didi28

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Im Prinzip wird durch das Ferrofluid der Luftspalt zwischen Spulen und Dauermagneten geschlossen. Erhöht dadurch natürlich ein bisschen die Reibung, kann man aber wohl eher vernachlässigen. Da das Ferrofluid im Spalt die Wicklungshitze besser ableitet als die Luft, erhöht sich i.d.R. die Wärmeableitung. Ja, im Prinzip nix neues, bei starken Hochleistungslautsprechern im PA-Bereich macht man das schon lange so, damit deren Magnete nicht zu heiß werden.

Ob es kritisch wäre, wenn Ferrofluid beim BionX irgendwie an den Controller gelangen würde, kann ich nicht beurteilen, müsste man testen.
 
Fraenker

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...Da das Ferrofluid im Spalt die Wicklungshitze besser ableitet als die Luft, erhöht sich i.d.R. die Wärmeableitung...
Das ist schon klar. Jede Flüssigkeit hat eine höhere Wärmeleitfähigkeit als jedes Gas.
Aber wozu eine Flüssigkeit mit magnetischer Eigenschaft? Wie gesagt, beim Lautsprecher macht es Sinn, um die Flüssigkeit im Luftspalt zu halten. Aber irgendwo anders hier habe ich mal gelesen, dass man sich erhofft, dass zirkulierendes Öl die thermische Energie nach aussen zum Motorgehäuse transportiert. Öle als Übertrager von thermischer Energie sind sehr üblich, aber nur dafür alleine braucht es keine magnetische Eigenschaft. Um ehrlich zu sein, kommt mir der Einsatz von Ferrofluid hier ein bischen wie Voodoo vor. Die beste Wärmeleitfähigkeit hat übrigens schnödes Wasser, aber dessen Einsatz verbietet sich natürlich bei Nabenmotoren als Kühlmittel.:).
 
Fraenker

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Ja, im Prinzip nix neues, bei starken Hochleistungslautsprechern im PA-Bereich macht man das schon lange so, damit deren Magnete nicht zu heiß werden.
Eigentlich macht man es in diesem Fall, damit die Magnete heisser werden. Auf diese Weise werden nämlich die stromdurchflossenen Schwingspulen weniger thermisch belastet, da sie ihre Wärme durch das Ferrofluid besser zu einem Teil an den umgebenden Magneten abgeben können.
 
BikeAlex

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Ich beobachte ebenfalls das Thema schon eine Zeit lang. Auf endless-sphere gibt es auch
schon einen größeren und immer weiter wachsenden Thread zur Ferrofluidkühlung. Glaubt
man den Messungen und den Dokumentationen ist der Effekt der zusätzlichen Kühlung
schon beachtlich.

Bei den aktuellen DD's ist das hier nicht ganz so interessant. Bei den Amis z.B. schon eher
da die ja mit mehreren kW durch die Gegend flitzen. Aber, sehr interessant wird das bei
uns mit richtig kleinen DD's die dann gesetzeskonform betrieben werden. Bei langen und
steileren Anstiegen mit geringen Geschwindigkeiten sollte es deutlich länger dauern bis
der Motor eine grenzwertige Temperatur erreicht.

Grüße
Alex
 
didi28

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Slingchiller

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Und was kost der Spass?
Da ist Getriebeöl sicherlich günstiger.

Und wie ist das mit dem Magnetfeld und eventuelle Beinflussung desselben.
Um ehrlich zu sein, kommt mir der Einsatz von Ferrofluid hier ein bischen wie Voodoo vor.
Mir auch,aber jeder darf ja in seinen Motor kippen was er will.:rolleyes:

Mfg
 
RUBLIH

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Da wird also enfach mal so Zeugs injeziert, ohne Simulation, Berechnung Sinn und Verstand

Es leben die Quackslber und Allchemisten.

Eventuell einfach mal reinpinkeln, Waltran oder Hustensaft versuchen.

Sry - das wirkt eher peinlich als interessant.....
 
didi28

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Justin, der Firmengründer von Grin Technologies, Entwickler und Hersteller der Cycle Analysts und des Cycle Satiator und Forumsinhaber des endless-sphere-Forums, ist als Ingenieur so ziemlich das Gegenteil von einem Quacksalber und Alchemisten ... :D

Da das aber schon Thema im ePowerForum war und eigentlich auch eher dort hingehört, hier der Link dorthin:

http://www.epowerforum.de/forum/threads/oelkuehlung-vor-und-nachteile.49/page-2#post-4277
 
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Üps

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Greift das Öl(?) Elektronik an oder wäre es auch für Motoren mit eingebautem Controller geeignet (BionX)?
Ich denke, wenn man die Elektronik gut mit PU-Lack beschichtet, sollte es hoffentlich keine Probleme mit z.B. der Leitfähigkeit der verschmutzten Flüssigkit geben. Zumal die ja auch, soweit ich es auf die Schnelle verstehe, sparsam angewendet zwischen den Magneten haften bleibt und nicht den ganzen Motor flutet.
Edit: Vor dem Beschichten, müsste man die Elektronik natürlich ordentlich reinigen und Flussmittelresten abwaschen.
 
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Fraenker

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Da wird also enfach mal so Zeugs injeziert, ohne Simulation, Berechnung Sinn und Verstand...
Es leben die Quackslber und Allchemisten....
Sorry, aber das ist ja Unsinn.

Aber bisher konnte ich nichts in den Verlinkungen entdecken, was irgendwie einen Effekt des Magnetismus in diesem Zusammenhang erklären könnte. Oder ich habe was übersehen?
Die magnetischen Eigenschaften sind aber nun mal das, was Ferrofluide von anderen Flüssigkeiten/Ölen hervorhebt. Nur das diese Eigenschaft nichts mit der Wärmeleitfähigkeit/Wärmekapazität zu tun hat.
 
RUBLIH

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Ingenieur in Noramerika - das hat hier in "D" den Stellenwert eines Gesellens....


Gerne würde ich eine Motorsimulation zur Wäremeübertragung mit und ohne FF sehen.

Dafür gibt es eischlägige Software, die vom Ingenieur lediglich mit einem passendem Modell gefüttert werden muß.


Bei einer zugegeben interessanen Bastelbude sehe ich da kein Potential - die basteln halt....
 
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Pöhlmann

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Ingenieur in Noramerika - das hat hier in "D" den Seellenwert eines Gesellens....
Seellenwert? Seele schreibt man mit 1 "l". -:(

Bevor wir hier vollends auf Sarah - Palin - Niveau abgleiten: Mancher deutsche Geselle hat so seine eigenen Vorurteile zu Ingenieuren.
 
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Üps

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FF hat hier offensichtlich mehrere deutliche Vorteile. Du scheinst sie nur (noch) nicht zu verstehen. Dein Gemecker über die US-Ingenieure erinnert mich eher an Dunning-Kruger, als dass ich das zielführend oder als fundiert empfände.
 
Fraenker

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FF hat hier offensichtlich mehrere deutliche Vorteile. Du scheinst sie nur (noch) nicht zu verstehen.
Wenn du die deutlichen Vorteile von FF gegenüber anderen Kühlmedien verstehst, dann erklär sie doch bitte mal. Ich bin wirklich gespannt.
 
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Üps

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Hast du dir die Diagramme angesehen? Das FF hatte die beste Wärmeableitung!
Dann ist der Motor leichter, weil wesentlich weniger Flüssigkeit eingefüllt werden muss.
Es versifft auch nicht alles komplett im Motor, sondern das Zeug bleibt genau dort, wo man es braucht.
Die Umwelt wird entlastet, weil nicht so viel Öl aus dem meist doch nicht ganz dicht zu bekommenden Motor sickert. Eben weil das Zeug, im Gegensatz zu ATF, dort angezogen wird, wo es hin soll und weil wesentlich weniger verwendet wird.
Soweit ich die Diagramme lese, hat FF durch die mögliche sparsame Anwendung auch weniger Bremsmoment bei immer noch etwas besserer Kühlleistung ...
 
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Fraenker

Fraenker

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Ich meinte jetzt nicht unbedingt eine Wiederholung der theoretischen. Vorteile.
 
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