Test Kalkhoff Pro Connect S XT9 Modell 2010 > Schnelles Pedelec für Schnäppchenjäger

Diskutiere Test Kalkhoff Pro Connect S XT9 Modell 2010 > Schnelles Pedelec für Schnäppchenjäger im Derby Cycle Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Schnelle Pedelecs (S-Pedelecs) sind per Definition Leichtkrafträder (L1e) , die im Gegensatz zu führerschein - und zulassungsfreien Pedelecs ...
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gervais

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Schnelle Pedelecs (S-Pedelecs) sind per Definition Leichtkrafträder (L1e) , die im Gegensatz zu führerschein - und zulassungsfreien Pedelecs , elektrische Unterstützung oberhalb 25km/h und Motorleistungen bis 500 Watt zulassen. Zusätzlich mit Handgas (Gasgriff) ausgestattet, können diese zudem ohne Pedalieren bis zu 20km/h betrieben werden, welches die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit ist, die auf Basis der Leichtmofaverordnung (vulgo Lex Saxonette) einen Betrieb ohne Helmpflicht ermöglicht. Neben der herstellerseitiger Typprüfung ist fahrerseitig für den Betrieb ein Versicherungskennzeichen sowie eine Fahrerlaubnis erforderlich (bzw. je nach Interpretation auch lediglich eine Mofaprüfbescheinigung) . Innerörtliche Radwege dürfen nicht befahren werden, indes entfällt damit auch die Radwegbenutzungspflicht, was der eigenen Sicherheit zugute kommt, glaubt man der Statistik. Details zur Gesetzeslage > im Wiki des Pedelec Forum

2009 war die Markteinführung des ersten schnellen Pedelecs der in Cloppenburg beheimateten Derby Cycle AG : Deren Kalkhoff Pro Connect S läutete zusammen mit den bauähnlichen Rixe Nancy S und dem Raleigh Dover 40 aus gleichem Hause die weitere Verbreitung von S-Pedelecs hierzulande ein. Zusammen mit den Darmstädtern Riese und Müller und der Schweizer Biketec AG mit ihren schnellen Flyer Modellen bilden diese Marken seitdem das wahrgenommene Marktgeschehen in diesem Segment ab. Kleinere Hersteller wie der des S-Pedelec Urahn Dolphin Express, und andere Manufakturen, die auf Heinzmann Basis herstellen, fanden nur in kleineren Stückzahlen oder unerkannt auf unsere Straßen. Die Leichtmofas vom E-Bike Veteranen SFM (vormals Sachs, Saxonette) , vollzogen ihre Umwidmung zu schnellen Pedelecs eher unbemerkt, was freilich auch daran liegt, dass man optisch immer noch dieselben senioresken Modelle verkauft wie vor 5 Jahren . Angekündigte, sportlichere S-Modelle wie das XR-5, erschienen nicht.

Da auch 2011 andere Hersteller ihre Premieren verschoben, ausfallen ließen oder heimlich feierten, blieb es bei obigen Marken und im Prinzip unveränderten Modellen, was natürlich auch einem aufwändigen Zulassungsverfahren (Homologation) geschuldet ist. .Auch das Pro Connect S bekam 2010 ein Display, einen etwas stärkeren Motor, 2011 Scheibenbremsen und wiederum stärkere Unterstützung, blieb aber dennoch im Wesen dasselbe Rad.

2012 soll dies alles anders werden . Neben BionX (R+M, Diamant) und dem altbekannten 26 V PANASONIC System, (Derby Cycle, Biketec) welches durch ein 36V System ergänzt oder gar ersetzt wird, kommen Green Mover (Go Swiss Drive OEM) und BOSCH S-Pedelec Antriebe auf den Markt, wobei speziell letzterer die Anzahl der S-Pedelec Hersteller signifikant erweitern wird, will man den Ankündigungen Glauben schenken, was angesichts der 2011er Nullrunde etwas schwer fallen könnte .

Weil
auch Kalkhoff bereits im letzten Jahr für das Modelljahr 2012 S-Pedelecs mit den neuen 36V PANASONIC und BOSCH Antrieben ankündigte, welche vorauseilend durch Fachpresse und euphorische Messebesucher gelobt wurden, gehörten die bisherigen Modelle mit 26V Antrieb auf einmal zur Kategorie Gutes von Gestern, wovon Schnäppchenjäger seit August letzten Jahres profitieren können: Längst ausverkauft geglaubte 2009er und 2010er Modelle waren wieder im Angebot, und gehen ab diesem Zeitpunkt bis heute für runde 1000€ unter der bisherigem UVP über den Ladentisch, was auch der Anlass für diesen Bericht über ein an sich bekanntes Produkt ist.

Weil alten Modellen aber grundsätzlich der modrige Geruch von Standschäden und Ladenhütern anhaftet, war es naheliegend zu klären, wie es sich mit diesen tatsächlich verhält und es wurde zu diesem Zweck ein vor zwei Jahren gefertigtes, bis zum Kauf unbenutztes, Kalkhoff Pro Connect S in der 300W Version bei einem Fachhändler in NRW erworben, welches nachfolgend beschrieben wird. Die folgenden Abbildungen zeigen genau dieses Rad und stammen nicht aus Derby Cycle Pressemappen oder Agenturen..

Die wesentliche Frage ist : Lohnt der Kauf ?



Das Herz des Kalkhoff Pro Connect S ist ein Mittelmotor, den der erfahrene Zulieferer PANASONIC für viele Fahrradhersteller seit Jahren in großer Stückzahl (lt. Derby Cycle 1,2 Mio Einheiten) in Japan produziert. Im Modelljahr 2010 kommt die Version NUA021AL (300W/320U-min, leicht überprüfbar eingeschlagen!) zum Einsatz, kettenradseitig nicht besonders hübsch, aber hosenschützend mit Kalkhoff typischen Kettenschild in Spraycan Finish abgedeckt. Auch im Bild sichtbar, die saubere Integration der anschließbaren Batterie (Einrastung beachten!), welche zusammen mit ehrlich einfachen Wellgo M-21 Pedalen auf bauchigen Concept SL Kurbeln schon eher den Geschmack des Autors treffen.



Der PANASONIC Mittelmotor wirkt über ein Ritzel (Z 12) direkt auf die Kette und bezieht dadurch die Gangschaltung mit ein. Gesteuert wird die Motorunterstützung mit einem im Antrieb integriertem Drehmomentsensor, was bedeutet, dass die Unterstützung (und damit auch der Energieverbrauch) mit Erhöhung des Pedaldrucks zunimmt, bis zu einer maximalen Kadenz (Pedalumdrehung).

In der Praxis verhält es sich so, dass die Unterstützung mit steigender Pedalkraft im größten Gang bis ca. 32km/h zunimmt und danach bis zur Obergrenze von 42 km/h wahrnehmbar verschwindet.. Dies erfolgt aber so sanft, dass man an keiner Stelle das Gefühl hat, mit etwas anderem als mit einem Fahrrad zu fahren, bedeutet aber auch, dass die durch die Presse ständig soufflierte Annahme, jedermann könne damit wie mit einem benzingetriebenen Kleinkraftrad ständig mit 45km/h rasen, falsch ist: Geschwindigkeiten oberhalb 32km/h erfordern Körpereinsatz, heimliche Mofafahrer werden mit diesem S-Pedelec nicht wirklich bedient.

Auch der für die Zulassung als L1e Fahrzeug erforderliche und montierte Daumengashebel ((bestimmt die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit, Abb.Unter Steuerung und Bedienung) erfüllt derlei Hoffnungen nicht : Das mit 80 Kg beladene Testrad erreichte damit in der Ebene im größten Gang gerade einmal 12-15km/h, was dessen Einsatz im Test auf Schiebehilfe an steilen Rampen und das Reinigen der Kette beschränkte.

Übrigens: Die Bodenfreiheit wird hier durch den Antrieb lediglich um 20 mm verringert, auch wenn dies im Bild anders erscheint.


Steuerung und Bedienung



Die Unterstützungsstufen: 70% (Eco),130% (Standard),175% (HIGH) sind mittels der Bedieneinheit am Lenkrad wählbar. Diese bietet die Auswahl der drei Unterstützungsstufen, Aktivierung der Beleuchtung und auf dem Display mit 60mm Diagonale permanent Akkuzustands- und Leistungsanzeige (rot),Tachoanzeige, sowie wahlweise Gesamtkilometer, Durchschnittsgeschwindigkeit , Maximalgeschwindigkeit oder rückstellbare Tageskilometer. Die Geschwindigkeit wird mittels einem an der Kettenstrebe angebrachtem Sensor (grün) und dem zugehörigen Speichenmagneten erfasst. Alle Daten, auch die Gesamtkilometer lassen sich löschen und der Radumfang individuell programmieren, was im Falle des werkseitig eingestellten Radumfangs von 1973mm für den montierten Conti 37-622 auch notwendig ist, wenn der Fachhandel dies nicht bereits erledigt hat.

Das Display ist sehr übersichtlich , lässt sich auch bei Sonnenschein gut ablesen und ist bei Aktivierung der Beleuchtung gleichmäßig ausgeleuchtet. Die Knöpfe der Bedieneinheit leichtgängig .

Der im vorherigen Abschnitt besprochene Daumengashebel ist rechtseitig montiert und kann in Verbindung mit den Deore Daumenschalter nicht weiter zum Handgriff verschoben werden.


Akku und Ladegerät

Der Antrieb des Kalkhoff Pro Connect S wird durch eine Li-Ionen Batterie mit Energie versorgt.



Der zum PANASONIC System entwickelte, abnehmbareEnergiespeicher (Kapazität 259 Wh 26V / 10Ah, Gewicht 2,4 kg) wird direkt auf den Antrieb aufgesetzt, anschließbar und leicht zu entnehmen. Auf Knopfdruck aktiv ist eine 5 LED Ladezustandsanzeige, welche nach längerem Drücken auch die Kapazität der Batterie verraten soll und im Ladebetrieb den Ladefortschritt und Ende des Ladevorgangs signalisiert. Vollgeladen bot die Batterie tatsächlich die beworbene Kapazität (sep. Test > hier ) und im Test Reichweiten zwischen 20-50km, abhängig von Eigenleistung, gewählter und tatsächlich genutzter Unterstützung, sowie vom Streckenprofil. Die im Internet zuweilen vorgetragenen > 60 km Touren mit einer Batteriefüllung mit Verbräuchen unter 4 Wh/km sind aber eher Ausnahme denn Regel oder starken Eigenleistern vorbehalten, weshalb Langstreckenfreunde sich eine Zweitbatterie zulegen werden.

Insbesondere
die Batterien NKY306B2 (8Ah 202Wh) und 14069 (18Ah 454Wh) bieten bei Straßenpreisen von 1- 1,30€/Wh im Vergleich zu anderen Herstellen sehr preiswerte Ergänzung. Mittlerweile gibt es sogar passende Batterien mit 625Wh. Da diese nur 1,5cm breiter und 800g schwerer als die Serienbatterie sind, auch 2012, im Jahr der großen Kapazitäten, wettbewerbsfähig......


Das 660g leichte Ladegerät (Hier: NKJ044B) füllt lautlos innerhalb von 5,5h die entleerte Batterie mit einem Ladestrom von 1,8A 29,3V (50W). Ladebetrieb und -Ende werden durch die LED Anzeige der Batterie signalisiert. Obwohl die 70er Jahre Optik zunächst nicht zusagt, freut man sich später in der Praxis über textilfreundliche Softlinekanten, die mancher Aluziegel der Marktbegleiter nicht bietet.


Rahmen



Der Rahmen des Kalkhoff Pro Connect S aus Aluminium (Kalkhoff Bezeichnung Trekking Light Aluminium, Zero Stack), ist im Tretlagerbereich speziell für die Aufnahme des PANASONIC Antriebs konzipiert . Die Diamantsektion mit Sattel- und Oberrohr in 35mm,sowie das die Züge führende Unterrohr in kräftigen 45mm mit aufgeschweißten Verstärkungen im Austrittsbereich (blau) ist rund und gerade ausgeführt. Der Hinterbau mit oberen Streben in 22mm und tropfenförmig ausgeformter Kettenstrebe und deren Pendant verbreitert sich geschwungen bis zu den Ausfallenden. Der pulverbeschichtete Rahmen mit rauher Oberfläche in Rauchsilber, trägt, der dezenten Gesamtoptik zuträglich, nur unauffällige und hauchdünne Beschriftungen. Er wurde nicht separat gewogen, doch da das für ein zulässiges Gesamtgewicht von 120kg ausgelegte Testrad in 50cm RH bemerkenswerte 21,3kg inklusive Batterie und Pedalen wiegt, sicher ein Leichtgewicht. Ferner : Gewinde für Rahmenschloss und Flaschenhalter vorhanden, letztere erfreulicherweise mit VA Schrauben versehen. Die Fahrgestellnummer befindet sich gut sichtbar am Sattelrohr (grün), die Typschilder am Unterrohr (rot).

Radstand: Dieser ist bei RH50 mit 117cm trotz Batterie hinter dem Sattelrohr gerade 3,5cm länger als der eines RH50 Kreidler Vitality Trekking mit BOSCH Antrieb, freilich auch über ein 3cm kürzeres Oberrohr erreicht (56 zu 59cm),was Sitzriesen bei der Anprobe beachten sollten. Im Vergleich mit manchem RH46 Discount Tiefeinsteiger, dessen Batterieposition zu Radständen um 1,28m führt, kann man diesen Umstand aber getrost ignorieren.


Schaltung

9 Gang Shimano Deore XT mit 41Z Kettenradgarnitur




Der Shimano Zahnkranz CS-M770 ( 11-32 Z), Deore XT Umwerfer RD-M722 wird mit Daumen und Zeigefinger über Deore XT SL-M770 Hebel am Lenker geschaltet. In Verbindung mit der 41 Z Kettenrad Garnitur ergibt sich ein Bereich von 2,91 - 8,48 m pro Kurbelumdrehung , Details zu den Übersetzungsverhältnissen bei > J.Berkemeier . Kalkhoff gibt in den Übersetzungsangaben des Motorschilds am Unterrohr übrigens abweichend 11-34Z an, was aber in Hinblick auf die Legalität laut BDA kein Anlass zur Sorge bietet, da man bei den Schaltkomponenten bis auf die größte Übersetzung Änderungen vornehmen darf, ohne dass ein Gutachten erforderlich wird.

Präzise
schaltbar, harmonierte die Gruppe mit Shimano Kette CN-HG 73 und PANASONIC Antrieb, übrigens überraschend geräuscharm: Da kracht nichts und es sind keine Gedenkpausen erforderlich, die so manche Nabenschaltung zum unpassenden Zeitpunkt erfordert.



BremsanlageMagura HS 33 Gruppe : Hydraulische Felgenbremsen



Die Magura Felgenbremsen (HS33) mit roten Belägen und den dazugehörigen Bremshebeln in ansprechender Optik (verglichen mit HS11 filigran), packen auch ohne Einbremszeit energisch und geräuscharm: Weder quietscht es, noch rubbelt es. Man vermisst keine Scheibenbremsanlage, denn dieses HS 33 Modell lässt sich sehr gut dosieren und überzeugt auch im Gefälle. Die im Unterrohr verlegten Hydraulikleitungen (etwas starr) : unterscheiden sich optisch nicht von Seilzügen, sind aber im Austrittsbereich ein paar Zentimeter zu lang geraten. Der Hebelweg lässt sich einfach an den Bremshebeln per Rändelrad (gelb) werkzeugfrei verstellen und die Bremskörper leicht per Hebel für Belagwechsel oder Rad-Ausbau entriegeln.(grün). Auch im Bild sichtbar, die punktförmigen Verschleißindikatoren der Rodi Felge (rot).
 
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gervais

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Test Kalkhoff Pro Connect S XT9 Modell 2010 > Schnelles Pedelec für Schnäppchenjä

Beleuchtung

B&M Lumotec IQ Frontscheinwerfer, B&M Toplight Flat Rücklicht , betrieben mit der Batterie


Das B&M Toplight Flat Rücklicht mit zentraler LED ist mit freischwingendem Kennzeichenträger am Racktime Light IT Gepäckträger (30kg ! Traglast) angebracht und bietet in Verbindung mit dem B&M Frontscheinwerfer (Lumotec IQ) gute Ausleuchtung. Da im Gegensatz zu Pedelecs bei S-Pedelecs die Lichtanlage durch die Batterie versorgt wird, funktioniert diese auch ohne Automatik im Stand und ist über das Display auch bei ausgeschaltetem Antrieb aktivierbar.


Sonstige Ausstattung





Der Selle Royal Trekking Lookin, 2-cut,sitzt beim Kalkhoff Pro Connect S in der Serie auf einer Concept EX Sattelstütze.

Guter Lauf , aber eher sportlich (hart),der für S-Pedelec zugelassene faltbareContinental Top Contact Reflex 37-622 Reifen mit Vectran Einlage, montiert auf 622x17C doppelwandiger,Rodi Black Jack Warm Up Felge, nahtlos geschweißt. Niro Speichen in 2.0/1.8 mm, schwarz. Nicht separat abgebildet sind die gut justierbaren SKS Bleche aus Kunststoff mit HR-Spoiler und Kantenschoner die mit 4/3 Punkt Befestigung (hi/vo) trotz reduzierter Verstrebung, auch bei hohen Geschwindigkeiten, flatterfrei fixiert sind.


Deore XT Naben, Hinterbauständer



Deore XT Nabe des Vorderrads , wie das Hinterrad mit Schnellspann-Achsen, für die man sich passend zur wertigen Hebeloptik ebenso wirkende Abschlussmuttern in XTR Ausführung wünschen könnte. Der seitlich am Ausfallende angebrachte Hinterbauständer Ätran Stylo, gefiel mit leicht verstellbarer Länge und straffer Feder.


Lenker, Vorbau, Federgabel



Lenker: Concept SLFlatbar, Breite 61cm Vorbau : Concept Extreme einfach verstellbar (rot), A-Head. Griffe : Ergonomische Ledergriffe X-ACT, ALS-08G mit passenden Barends in edler Haptik, vernäht. Federgabel: RST Verso TnL, blockierbar (grün) mit einstellbarer Federvorspannung, Magnesium, Aluminium-Schaft, 40-50mm Federweg mit eher moderatem Ansprechverhalten eine reine Trekkinggabel, preisklassenadäquat. Im Vollbild zu sehen, sind die mit Kabelbindern angebrachten Seitenreflektoren, unattraktiv aber vermutlich ebenso vorgeschrieben, wie der beim Testrad nicht montierte Rückspiegel, normalerweise linkseitig in stabiler Magura Flexhalterung montiert.


Dokumentation, EG Übereinstimmungsbescheinigung (COC)

Anleitungen: 1.
47 Seiten Fahrradtechnik beschreibt den Umgang mit und Einstellung der Kalkhoff Fahrradtechnik, so dass man kleinere Einstell- und Wartungsarbeiten selber durchführen kann. 2. Die Pedelec Bedienungsanleitung und 3. Schnelles Pedelec Bedienungsanleitung beschreiben verdichtetauf 26 Seiten den PANASONIC Antrieb und dessen externe Komponenten, bieten Erläuterungen zu Funktionsweise und Besonderheiten des Betriebs. Ebenfalls beiliegend: Magura Dokumentation für die Bremsanlage und eine Anleitung für die RST Federgabel. Ergänzungen und neuere Ausgaben finden sich im Downloadbereich des Kalkhoff Internetauftritts.


COC : Zwingend für den legalen Betrieb eines schnellen Pedelecs ist das Vorhandensein einer Betriebserlaubnis, oder wie hier vorhanden, eine EG Übereinstimmungsbescheinigung (COC), mit der man bei der Versicherung jährlich ein von März bis März gültiges Versicherungskennzeichen holt (ca. 50-80€ inkl. Teilkasko!). Da das Kalkhoff Pro Connect S in der COC mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 20km/h eingetragen ist, wird es üblicherweise als Leichtmofa versichert. Eine Vorführung beim Straßenverkehrsamt oder gar Hauptuntersuchungen sind nicht erforderlich. Abzuraten ist vom Kauf eines Pro Connect S ohne dieses Dokument, welches in gewisser Weise auch einen Eigentumsnachweis darstellt.

Testfahrten, Fazit



Anfängliche Skepsis in Hinblick auf den Zustand eines Fahrrades, welches zwei Jahre lang unbewegt im Lager stand, verflog bereits nach erster Besichtigung und Probefahrt. Das Kalkhoff Pro Connect S aus 2010 sieht aus und fährt genauso wie es ein hochwertiges Neurad sollte. Zwar werden auch diese Lagermodelle mit voller Gewährleistung verkauft, aber dennoch wäre der Austausch rissiger Bereifung, verhärteter Bremsbeläge und einer überlagerten Batterie lästig gewesen, obwohl man das beim Preisnachlass in Kauf genommen hätte. Doch nichts von dem war notwendig. Nach dem Laden der Batterie, Einstellung von Sattel und Vorbau, Überprüfung des Luftdrucks und Montage des Versicherungskennzeichens konnte es sofort losgehen. Die Schaltung war perfekt eingestellt und die Bremsen arbeiteten erwartungsgemäß. Nichts klappert, quietscht oder schabt. Bis auf ein paar schäbig wirkende Kabelbinder, flatternden Kennzeichenhalter und sich lösendes Kalkhoff Emblem am Steuerrohr, echte 3000€ Klasse.

S-Pedelec Novizen wird nach den ersten Probefahrten erstaunen, wie viel Fahrrad das Pro-Connect S noch ist, was auch bedeutet, dass selbst im High Modus für hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten oberhalb 35 km/h entsprechende Eigenleistung erforderlich ist: Eine Alternative für faule Elektrorollerfahrer wird hier nicht geboten, auch die niedrigen Geschwindigkeiten, die mit Daumengas pedalierfrei erreicht werden, würden selbst Saxonette Veteranen nicht überzeugen. Rasende Rentner, die unbehelmt und unkontrolliert ständig mit 45km/h „Fußgänger zu mobilen Slalomstangen werden lassen“ sind eher Pressemythos, ebenso wie Aussagen „Mit solchem E-Doping wird jedermann zum Supermann“ (SPON 5/2009) für das getestete schnelle Pedelec unzutreffend sind. Sportliche Fahrer hingegen, die legal über 25km/h hinaus elektrisch unterstützt und mit definierter Haftpflicht und günstiger Diebstahlversicherung sorgenfrei schnell auf der Straße unterwegs sein wollen, werden mit dem Pro Connect S hervorragend bedient, sofern diese Freunde von 70er Kadenzen sind. Am Rande bemerkt: Die bei früheren Gelegenheiten gefahrenen 2009er Modelle mit 250W Antrieb wirkten nicht signifikant schwächer als das Testrad mit 300W Motor und dürften diesen Fahrern ebenso genügen...

Die Testfahrten wurden in und um Northeim absolviert, bis hin zur Weser mit insgesamt 200km bei Reichweiten von 20-50km trotz niedriger Temperaturen eine angenehme Erfahrung. Überraschungsfrei. Freilich ist das Pro Connect S mit der XT9 keine Bergziege, und erforderte bei Verbräuchen zwischen 6Wh–14Wh/km (ca.460Wp) bei höheren Steigungen deutlich mehr Eigenleistung als das XT9 BOSCH Pedelec des Autors, dessen Verbrauch bei hoher Forderung aber auch signifikant höher liegt. Schnäppchenjägern ab Mittelgebirge wird daher empfohlen, nach einem (oft ähnlich bepreisten) Pro Connect mit SRAM Dual Drive mit 27 Gängen zu suchen, oder deren Nachrüstung einzuplanen. (Kalkhoff Freigabe)

Zusammengefasst wären das schon ein paar gute Gründe, nicht auf 2012er Modelle zu warten, zudem deren Liefertermine noch ungewiss und deren tatsächliche Eigenschaften eher unbekannt sind, will man nicht auf Kurzmitteilungen der Presse vertrauen. Zwar darf man annehmen, dass erfahrene Hersteller hochpreisiger S-Pedelecs die hohe Fertigungsqualität beibehalten, ahnt aber, dass Neuerscheinungen mit neuen Antrieben bezüglich kleinerer Kinderkrankheiten generell risikobehaftet sind. Auslieferungen könnten sich verzögern, oder finden mangels Nachfrage gar nicht statt, wie unlängst die Abkündigung des ZEMO ZE-11S aus dem Hause ZEG zeigte. Ein weiterer gewichtiger Grund für das 26V Kalkhoff Pro Connect S, gerade für Schnäppchenjäger relevant, ist die breite Verfügbarkeit spezieller Ersatzteile (wie das verschleißanfällige Antriebsritzel) und günstiger Batterien von Fremdherstellern für das weitverbreitete 26V PANASONIC System (1,2 Mio. Einheiten lt. Derby Cycle Pressmitteilung) : Mittlerweile bieten rührige Händler für diese Räder sogar komplette Antriebe an, worauf man bei neuen Antrieben sicher noch lange warten darf.

Wer vorgenannte Gründe nachvollziehen kann, sollte daher angesichts derzeit niedriger Straßenpreise das beschriebene, real existierende Modell zur Probe fahren . Aus Sicht des Autors : Gutes von Gestern zum kleinem Preis !




Achtung:Sämtliche Bilder sind vom Autor selbst und ebenso wie die Textpassagen, welche lediglich dessen private Meinung reflektieren, ausschließlich für das Pedelec Forum erstellt worden und dürfen ohne ausdrückliche Genehmigung nicht für kommerzielle Zwecke oder gar Auktionsplattformen verwendet werden .
 
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AW: Test Kalkhoff Pro Connect S XT9 Modell 2010 > Schnelles Pedelec für Schnäppchenjä

Ich glaub, ich brauch ne COC...

Schwarzmarkt? Auf der Reeperbahn nachts um halb eins...

Sehr ausführlich ! Der Akku wurde gepflegt, nehm ich mal an.
 
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gervais

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AW: Test Kalkhoff Pro Connect S XT9 Modell 2010 > Schnelles Pedelec für Schnäppchenjä

Bitte sehr : Betriebserlaubnis bis zum Abwinken :D

Danke! Der Händler hat 2x Ladungen/a vorgetragen. Trotzdem hat der neuwertige Zustand überrascht.
 
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AW: Test Kalkhoff Pro Connect S XT9 Modell 2010 > Schnelles Pedelec für Schnäppchenjä

Man sehe und staune....aber welche nehmen. Hercules ist gut, aber als Enduro geht mein Teil nie durch.
Aber damit bekomme ich das Versicherungskennzeichen.:D Gasgriff vorhanden, maxspeed mit Gas unter 20 kmh
(hast ja grad selber festgestellt).Mit 430 Watt auch unter 500. Leider knacke ich die 30kmh nicht, da der eine Motor Zwangsreku macht und mit dem 180 Watt Motörchen wirds auch knapp.

Nach Lektüre der Angebote...nicht wirklich überzeugend. Ein RR-Pedelec ist wohl einfacher zu realisieren.:)
 
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AW: Test Kalkhoff Pro Connect S XT9 Modell 2010 > Schnelles Pedelec für Schnäppchenjä

Meine Erfahrungen mit dem 2010er Mid-season Schwestermodell Raleigh Dover Deluxe sind ähnlich. Ich habe den Kauf auch bisher in keiner Weise bereut. Hätte wohl auch das Pro-Connect XT-9 genommen, wenn ich nicht so große Probleme mit der hohen Trittfrequenz gehabt hätte. Deshalb ist es dann die 27G Dualdrive geworden.
 
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AW: Test Kalkhoff Pro Connect S XT9 Modell 2010 > Schnelles Pedelec für Schnäppchenjä

@gervais: das nenn ich mal einen schönen Bericht. Sowas in der Art sollte in den allseits bekannten Qualitätsblättern publiziert werden. Besonders deine Feststellung bezüglich der 45km/h Kamikazeraser finde ich nett - meine Rede :D

.
 
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Michael.HH

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AW: Test Kalkhoff Pro Connect S XT9 Modell 2010 > Schnelles Pedelec für Schnäppchenjä

Besonders deine Feststellung bezüglich der 45km/h Kamikazeraser finde ich nett - meine Rede :D

.
Braucht man nur kurz mal nachzuschauen :

RR, Oberlenkerhaltung (also eher was für die Tour, nicht wegen "sportlich") :

30 kmh - 205 Watt
35 kmh - 314 Watt
40 kmh - 457 Watt
45 kmh - 638 Watt

Wenn ich da als Rentner 100 watt zutrete und mein (jetziger)Motor liefert 180 Watt dazu, kann ich...

ohne Motor nichtmal 30 kmh fahren
mit Motor auch keine 35 kmh

und das ist ein 16 kg Rad und ich bin kein Schwergewicht. S-Pedelec ist nichts für Couchpotatoes.

Theoretisch sind bei einem 500 Watt Motor und 150 Watt Eigenleistung 45,1 kmh machbar.
 
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gervais

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AW: Test Kalkhoff Pro Connect S XT9 Modell 2010 > Schnelles Pedelec für Schnäppchenjä

@SO: Thx. Im Prinzip hätte man auch Deine Beiträge zusammenfassen können, und es wäre Ähnliches dabei herausgekommen ;-)
Und es stimmt, die durch UDV und Co. angezettelte 45km/h Kampagne stört seit Langem .

@MHH: Das diese Souffleure und deren Zuhörer nicht kurz mal (bei Kreuzotter u.A.) nachschauen, ist doch klar. Sonst wäre Mist wie dieser gar nicht erst entstanden...und es hätte auf dem VGT keinerlei Diskussionsbedarf gegeben. Ein paar DC Testräder in Goslar hätten vorgetragene Fehleinschätzungen im Keim erstickt.

@totto: Die DD27 ist sicher für manche die bessere Alternative, für geringen Aufpreis zudem. Ich komme mit der XT9 aber eine Spur besser zurecht.
 
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Michael.HH

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AW: Test Kalkhoff Pro Connect S XT9 Modell 2010 > Schnelles Pedelec für Schnäppchenjä

@MHH: Das diese Souffleure und deren Zuhörer nicht kurz mal (bei Kreuzotter u.A.) nachschauen, ist doch klar. Sonst wäre Mist wie dieser gar nicht erst entstanden...und es hätte auf dem VGT keinerlei Diskussionsbedarf gegeben. Ein paar DC Testräder in Goslar hätten vorgetragene Fehleinschätzungen im Keim erstickt..
Beim S-Pedelec sicher. Beim 25kmh Pedelec sieht das anders aus, für 25kmh braucht man keine 200 Watt. Ich sehe aber, das diese spezielle Rasertruppe nur mit ca.16-18kmh hier unterwegs ist. Vorher waren es eher 14-16kmh. Und das auch noch mit Helm.
 
ullimerzbacher

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@gervais

Super Bericht!

Ich habe im Moment das baugleiche Victoria Hockenheim 2010 mit 18 Ah Akku und Schellladegerät im Angebot
 
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totto214

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Äh Ulli !?

Warum findet man dann auf Deiner HP nichts, wenn man "Victoria Hockenheim" im Suchfeld oben links eingibt ?
 
ullimerzbacher

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AW: Test Kalkhoff Pro Connect S XT9 Modell 2010 > Schnelles Pedelec für Schnäppchenjä

@totto214
in die HP habe ich die Victoria Modelle noch nicht eingepfegt.
Konkret habe ich das Victora Hockenheim 2010 als Herrenrad in Rh 55 und 60cm und als Damenrad in RH 45 und 50 cm im Angbeot
 
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AW: Test Kalkhoff Pro Connect S XT9 Modell 2010 > Schnelles Pedelec für Schnäppchenjä

AUSGEZEICHNETER BERICHT GERVAIS :dafuer:

vielen vielen Dank.

Auch die Bilder sind sowas von professionell. Super!

Es waere wirklich zu schade diesen Bericht in Forums Wiki nicht zu verlinken. ich hoffe die MODs kuemmern sich darum.


Den Satz unterschreibe ich beidhaendig:

Geschwindigkeiten oberhalb 32km/h erfordern Körpereinsatz, heimliche Mofafahrer werden mit diesem S-Pedelec nicht wirklich bedient

Fahrradfahren mit Körpereinsatz soll man schon, dann waere die ganze Diskusion, wie gefaehrlich die SELBSTFAHRENDE S-Pedelecs sind, vom Tisch.
 
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gervais

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AW: Test Kalkhoff Pro Connect S XT9 Modell 2010 > Schnelles Pedelec für Schnäppchenjä

Vielen Dank für die Blumen ! :)

Hier noch ein Versicherungstipp für Schnäppchenjäger zum 1.3.2012 : Gewinner ist auch 2012 die LVM mit dem Leichtmofa Tarif WKZ 007. Da das Pro Connect S mit 20Km/h BBH eingetragen ist , versichert diese auf Nachfrage (im Büro, kein Online Vertrag oder Auskunft) das Rad unter Benennung WKZ007 das Rad für 30€ + 17€ TK = 47€.

Zwar stand diese Information schon zweimal im Forum, ist aber zwischenzeitlich untergegangen. Das dürfte Pedelec Fahrern die Tränen in die Augen treiben !

Es ist auch davon auszugehen, dass man sich bei S-Pedelec, deren Papiere auch andere Geschwindigkeiten offenbaren, den Weg sparen kann. Aber für das hier getestete Modell und dessen Vorgänger lohnt sich dieser.
 
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totto214

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Man kann dort im selben Tarif übrigens auch ein normales Pedelec versichern. Macht ja aus Sicht der Versicherung auch Sinn, weil das Risiko dabei eher geringer ist.
 
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Lopfing

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moin zusammen,
ich weiß, der beitrag ist etwas älter aber ich habe das 2010er Modell jetzt online für unter 1.800€ entdeckt (neu). das hört sich erstmal ganz gut an.

lohnt sich denn die anschaffung eines (fast) 3 jahre alten bikes oder sollte man lieber einige euro drauf legen und ein 2012er modell nehmen?

ich suche nicht unbedingt ein s-pedelec, sondern eher etwas zum bewältigen von längeren touren (so 50-100km am stück) und es sollte eine solide technik haben. der vorteil ist, dass die stärkeren pana-akkus für einen "besseren" preis zu haben sind als bionx oder bosch akkus. die preise, die da aufgerufen werden, sind schon frech. d.h. die folgekosten für einen ersatz- oder 2.akku sind deutlich besser.
bewegt wird es in der norddeutschen tiefebene richtung ostsee, also berge eher mangelware aber viel wind. fitnesszustand ist gut, gewicht 75kg. eigentlich suche ich nur unterstützung/ entlastung bei gegenwind und um dabei den schnitt zu halten (25-30km). im moment bewege ich ein zum e-bike umgebautes mountainbike mit banfang-motor aber die technik und art der unterstützung ist nicht so meins. im moment ist mein "hauptrad" ein trek fx 5.2 (fitnessbike) und das macht wirklich spaß.

was denkt ihr?
 
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Hans Link

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Ich fahre das baugleiche Raleigh Dover 40 von 2010. Ist ein unproblematisches, für deinen Zweck gut geeignetes Rad. Die Nachteile sind bekannt und wiedgen nicht schwer: Ketten- und Ritzelverschleiß etwas erhöht, Nummernschildhalter muss nach spätestens einem halben Jahr ersetzt werden, am besten durch ein Stahlblech, und manchen ist die Kadenz, bei der abgeregelt wird, zu gering. Letzerem kann man abhelfen durch kleineres Kettenblatt (für Schwergewichte zu bevorzugen) oder ein größeres Motorritzel. Wenn du das Rad mit dem 18-Ah-Akku bekommst, sind 100 km (bei niedriger Unterstützungsstufe, aber mehr wirst du auch nicht brauchen) kein Problem. Also: je nach Anbieter probefahren und kaufen (vor Ort) oder kaufen, probefahren und dann entweder behalten oder zurückschicken.
 
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Super Bericht,
leider finde ich keinen "Danke" Button ...
Vielen Dank für die Mühe - und das Ergebnis, dass der 26V Panasonic noch lange nicht am Ende ist.

Die 36V Systeme von 2012an sind stärker als es die 26er bis 2012 sind. Wenn jemand nicht die absoltue Leistung braucht, sondern nur keine Abregelung oberhalb von 25km/h möchte, bzw die Teilkasko für verhältnismäsig kleines Geld brauchen kann, dann sind die 2009er bis 2011er genauso geeignet. Wobei auch von 2009 zu 2011 ein Unterschied in der Unterstützung fühlbar ist. Gefühlt sind dabei die 26" Modelle (Focus Jarifa Speed, Kalkhoff Sahel Pro S und das Raleigh in 26" ) stärker als es die 28er sind - allerdings mit deutlich sportlicherer Sitzposition. Genaue Messungen, wie sie Gervais liefert, kann ich leider nicht beisteuern .

Fahrräder sind zur Probefahrt vorhanden - falls es jemand ausprobieren möchte - und ähh, zum Verkauf natürlich auch :)

Grüße

martin
 
T

totto214

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Raleigh Dover Deluxe DD 27G
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Ich habe ja auch ein Raleigh Dover (allerdings die 25km/h-Variante mit Dualdrive und kleinerer Kassette auf ca. 40km/h aufgerüstet) von 2010 und bin immer noch sehr zufrieden. Bin bisher fast nur Flachland gefahren, allerdings in flottem Tempo. Dabei war der Ketten- und Ritzelverschleiß nicht besonders hoch. Ich schätze, dass ich mindestens 3000km mit einem Satz schaffe.
Ich sehe auch kein Problem darin, dass die Unterstützung nicht so hoch ist, wie bei neueren Modellen, weil dafür der Akku länger hält. Insofern von mir auch eine klare Kaufempfehlung.
Einziger Nachteil vom Dover, der mich stört ist, dass der Rahmen flattert, sobald man den Gepäckträger belädt. Man kann dann nicht mehr freihändig fahren (nicht mal 10 Sekunden).
 
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