Tempo 30 in den Städten

Diskutiere Tempo 30 in den Städten im Plauderecke Forum im Bereich Community; Was hat das jetzt mit Tempolimit zu tun?

horst1

Dabei seit
22.03.2020
Beiträge
677
Aber nicht so effizient ist, wenn so Übermenschen mit ihren Frostbeulen, Rheuma und Gichtbeschwerden die KK-Beiträge in die Höhe treiben und durch ihre Selbstüberschätzung Bettruhe brauchen.
Außerdem kommen ja alle Waren und Lebensmittel mit der Ritschka in die Stadt und in entlegene Orte, oder?
Dein Haus wurde wohl auch von Sklaven erbaut, die die Backsteine mit Muskelkraft rangeschleppt haben.
Was hat das jetzt mit Tempolimit zu tun?
 

schmadde

Dabei seit
21.04.2013
Beiträge
6.131
Ort
Lkr. München
Details E-Antrieb
MTB BionX 25 , Dail-E Grinder S, Bosch Lastenrad
naja.. will nur darauf hinweisen, dass es tatsächlich viel weniger schlimm ist, wie man es sich als autofahrender Büromensch oft vorstellt.
ich fahr seit gut 40 jahren mit dem Rad zur Arbeit (bzw. vorher Schule, Uni), zweistellige Kilometer pro Strecke.

Das kann ich so nicht bestätigen. Hier regnets nicht selten und dann auch ausgiebig - und das Fahren bei Regen ist extrem unerspriesslich. Hatte ich heute wieder. Bis auf die Knochen nass, Schuhe verwandelten sich zur Badewanne, der einstündige Termin zu dem ich fuhr war nicht besonders angenehm. Bei der Absprache bzgl. wer das Auto nehmen kann gab es Missverständnisse, drum wurde das notwendig.

Man braucht es vielleicht nicht oft, aber wenn es mal pisst, dann ist das meist von früh bis spät und fahren ist dann für normale Menschen nur noch mit dem Auto drin. Velomobil schlage ich einfach mal dem Auto zu, weil das von den Kosten und dem Platz her nicht wesentlich anders ist wie ein selten genutztes Auto.

Tempo 30 innerorts finde ich übrigens super und die Partei die das ernsthaft fordert würde ich sofort wählen. Die Grünen sind es leider nicht, die fordern lieber Schwachsinn wie Tempolimit auf Autobahnen, was kaum einen Nutzen hat.
 

Kraeuterbutter

Dabei seit
20.07.2008
Beiträge
19.336
Ort
Wien und Süd-Burgenland
Details E-Antrieb
2xBafang, Keyde, elfkw, Sunstar03, Tonqxin, Cute80
ich schrieb ja wien...
ihr habt hier öfters noch schneebilder im Pendel-Thread gepostet, wo ich hier in Wien schon das erstemal schwimmen war :)

meine Antwort war an Ozoffi gerichtet, der auch Wiener ist

ich hab mein Velomobil erst seit 2 Wochen wieder in Betrieb (repariert),
davor liegerad und ab und zu MTB...

das ganze Jahr bis jetzt bin ich glaub ich einmal oder 2mal richtig nass geworden
(beidemale am heimweg, sodass ich gleich geduscht habe und am nächsten Tag andere Radschuhe nehmen musste weil völlig nass)

ich bin auch ganzen winter über mit den dünnen Sommerradschuhen gefahren, weil es bei uns hier einfach nicht wirklich kalt wird in Wien..
-5° ist da schon fast viel...
-10° - hats dieses Jahr z.b. glaub ich kein einziges mal gehabt
 

schmadde

Dabei seit
21.04.2013
Beiträge
6.131
Ort
Lkr. München
Details E-Antrieb
MTB BionX 25 , Dail-E Grinder S, Bosch Lastenrad
das ganze Jahr bis jetzt bin ich glaub ich einmal oder 2mal richtig nass geworden
Das ist aktuell bei 100% Homeoffice auch kein Kunststück. Ich war in den letzten 14 Monaten auch nur 12x im Büro.

Davor kam das leider recht häufig vor, da gab es Wochen wo es jeden einzelnen Tag in der Früh Hunde und Katzen geregnet hat.
 

Kraeuterbutter

Dabei seit
20.07.2008
Beiträge
19.336
Ort
Wien und Süd-Burgenland
Details E-Antrieb
2xBafang, Keyde, elfkw, Sunstar03, Tonqxin, Cute80
Velomobil schlage ich einfach mal dem Auto zu, weil das von den Kosten und dem Platz her nicht wesentlich anders ist wie ein selten genutztes Auto.
naja.. stimmt beides nicht wirklich..

außer man vergleicht ein teures Velomobil mit dem billigsten Auto das man findet, und vergisst, dass man bei Auto Parkgebüren, STeuern, Tüv, Versicherung und Spritt zahlen muss

und Platzbedarf:

PKW: ca. 8m² (aktueller VW Golf)
Velomobil: ca. 1,3m² (mein Evo-K, aufgerundet)

Gewicht: PKW: 1200kg+
Velomobil: 27kg (mein Evo-K)

Evo-K kann ich hier in Wien zwischen die Radbügel beim Radständer stellen..
Auto braucht nen Parkplatz

oder am Gehsteig vorm Supermarkt an die Mauer - brauchts weniger Platz als ein MTB wo der störende Lenker in Ellbogenhöhe dann in den Raum reinsteht)

also ich finde schon, dass es wesentlich anders ist als ein Auto ;)
 

Kraeuterbutter

Dabei seit
20.07.2008
Beiträge
19.336
Ort
Wien und Süd-Burgenland
Details E-Antrieb
2xBafang, Keyde, elfkw, Sunstar03, Tonqxin, Cute80
Das ist aktuell bei 100% Homeoffice auch kein Kunststück. Ich war in den letzten 14 Monaten auch nur 12x im Büro.

Davor kam das leider recht häufig vor, da gab es Wochen wo es jeden einzelnen Tag in der Früh Hunde und Katzen geregnet hat.
ich bin früher auch viel nass geworden..
ich erinnere mich an einen April zurück wo es fast 1 Woche lang fast ganzen Tag geregent hat und ich täglich 8-10h Schicht als Fahrradbote gefahren bin..
das war zach..

Regen - so bei 5°C - ist 10mal schlimmer als Schnee bzw. schnee ist oft gar nicht schlimm sondern schön

das war echt zach.. 1 Woche lang dauer-nass gewesen
 

schmadde

Dabei seit
21.04.2013
Beiträge
6.131
Ort
Lkr. München
Details E-Antrieb
MTB BionX 25 , Dail-E Grinder S, Bosch Lastenrad
außer man vergleicht ein teures Velomobil mit dem billigsten Auto das man findet, und vergisst, dass man bei Auto Parkgebüren, STeuern, Tüv, Versicherung und Spritt zahlen muss
Von den Anschaffungskosten ist jedes Velomobil locker doppelt so teuer wie die meisten Autos die ich je hatte. Beim Betrieb mag es billiger sein, aber man muss alle Gelegenheiten dagegen rechnen wo man ein Auto mieten musste wenn man etwas nicht mit dem Rad machen konnte (und da gibt es stand heute doch recht viele).

und Platzbedarf:

PKW: ca. 8m² (aktueller VW Golf)
Velomobil: ca. 1,3m² (mein Evo-K, aufgerundet)
Ist auch nicht so ganz realistisch. Unser Lastenrad braucht trotzdem etwa den Platz eines Parkplatzes, zumindest von einem Smart oder Lupo, auch wenn es schmaler und weniger hoch ist. Damit hat ein Stadtbewohner kaum einen Vorteil. Gehwege sind oft (so überhaupt vorhanden) zu schmal um noch ein Fahrzeug an die Hauswand zu stellen. Denke ein Velomobil ist da nicht wirklich anders.
 

Kraeuterbutter

Dabei seit
20.07.2008
Beiträge
19.336
Ort
Wien und Süd-Burgenland
Details E-Antrieb
2xBafang, Keyde, elfkw, Sunstar03, Tonqxin, Cute80
Von den Anschaffungskosten ist jedes Velomobil locker doppelt so teuer wie die meisten Autos die ich je hatte.
dann hattest du aber gebrauchte Autos gehabt

man kann aber dann genauso auch umgekehrt rechnen:
einen neuen VW Golf für 25.000 vs. 6 gebrauchte Velomobile



Beim Betrieb mag es billiger sein, aber man muss alle Gelegenheiten dagegen rechnen wo man ein Auto mieten musste wenn man etwas nicht mit dem Rad machen konnte (und da gibt es stand heute doch recht viele).
das stimmt allerdings..

ein Velomobil ist vielleicht nicht ein guter Ersatz für das EINE Familienauto,
aber es kann ein guter Ersatz sein, für das eine zusätzliche Auto in der Familie, das gehalten wird,
weil Mann/Frau ja auch zur Arbeit fahren muss, und das "Hauptauto" ja schon vom anderen Partner gebraucht wird..

für Urlaub, Großeinkauf von Möbel usw. brauchts dann ja nicht 2 Autos



Ist auch nicht so ganz realistisch. Unser Lastenrad braucht trotzdem etwa den Platz eines Parkplatzes, zumindest von einem Smart oder Lupo, auch wenn es schmaler und weniger hoch ist. Damit hat ein Stadtbewohner kaum einen Vorteil.
ok.. da hast du teilweise schon recht...

würden mehrere VMs fahren, könnten sie sich einen Parkplatz teilen.. z.b. 5 - 6 VMs auf den Parkplatz von einem Auto
das würde sich ausgehen

da man als VM-Fahrer aber meist alleine auf weiter flur ist, und wenn man sich dann auf einen Parkplatz stellt, "verbraucht" man den ganzen parkplatz, weil ein weiteres Auto dann keinen Platz mehr hat..
Motorräder hätten noch platz (aber davon gibts dann in genau dem Moment auch nicht so viele)



Gehwege sind oft (so überhaupt vorhanden) zu schmal um noch ein Fahrzeug an die Hauswand zu stellen. Denke ein Velomobil ist da nicht wirklich anders.

ich hatte bei meiner alten Wohnung genau so einen Fall...
300m entfernt der Supermarkt
wenn ich da mit VM einkaufen gefahren bin
das VM ist ja oben keine 50cm breit
an die Wand gestellt kann man da noch gut vorbei gehen ohne dass die Arme anecken..

an der gleichen Hausmauer mein MTB abgestellt war störender

was finde ich auch ein Vorteil bei 3-Rädern sein kann (Lastenrad sicher auch so):
es steht stabil..

beim Rad mit Ständer: man willst immer wo anhängen, damit nicht jemand dranläuft und es umfällt, oder der Wind es umblässt..
man braucht immer wo etwas um es anzulehnen oder anzuhängen
(ohne Ständer dann sowieso)

das ist mit 3-Rädern (4-Rädern) komott: egal wo, einfach stehen bleiben, aussteigen

wird mit Lastenrad (wenns ein 3-rad ist) ähnlich sein

ich finde das recht praktsich weil sich so erstaunlicherweise eigentlich mehr Park und Haltemöglichkeiten ergeben
 

Seemann

Dabei seit
31.05.2010
Beiträge
2.071
Ort
Köln
Details E-Antrieb
Pana-26V,BionX HS 500+250-48V,Chryst.HS 3540-52V
wenn so Übermenschen mit ihren Frostbeulen, Rheuma und Gichtbeschwerden die KK-Beiträge in die Höhe treiben und durch ihre Selbstüberschätzung Bettruhe brauchen.

Man könnte ja mal untersuchen wer häufiger krank ist: Menschen die ständig ALLE Wege mit dem Auto zurücklegen oder Menschen die MÖGLICHE Wege (das ist für jeden anders definiert) mit dem Fahrrad/Pedelec/S-Pedelec zurücklegen.

Übrigens ist Rheuma eine Autoimmunerkrankungen und Gicht eine Stoffwechselstörung, beide genetisch veranlagt.
Da kann kein Mensch selbst was dafür. Aber: Bei beiden Krankheiten hilft regelmäßige Bewegung und damit ist nicht der
Griff zum Schalter der Sitzheizung im Auto gemeint......😂

Aber um den Bogen wieder zum Thema zu bekommen:

Es gibt aus meiner Sicht kein einziges Argument, warum man in Städten nicht flächendeckend Tempo 30 einführen sollte.
Es gibt Argumente FÜR Tempo 30, die noch nicht 100 % belegt sind, aber warum sollen das dann Argumente gegen Tempo 30 sein ?

Beispiel: Die meisten Radfahrer (89 %) und Fußgänger (70 %) werden bei Auto Geschwindigkeiten unter 40 km/h getötet.
(Quelle: UDV Unfallforschung der Versicherer)

Ist das jetzt ein Argument für Tempo 50/70 km/h ? (so argumentiert die Lobby)
Sind 11% tote Radfahrer und 30 % tote Fußgänger ein Argument FÜR Tempo 50/70 ?

Aus Sicht der Gegner von Tempo 30 scheint es ein Grundrecht zu sein, so schnell fahren zu dürfen wie man will.
Ist es aber nicht, es gibt kein Grundrecht auf schnell fahren, aber es gibt ein Grundrecht auf "Leben und körperliche Unversehrtheit".


Was ich hinsichtlich der Tempo 30 Regelungen nicht verstehe:

Bei der CORONA Pandemie darf jedes Bundesland eigene Regeln festlegen (Beispiel: NRW hat als einziges Bundesland keine Quarantänepflicht bei Reiserückkehrern) und teilweise dürfen Kommunen diese sogar noch weiter verschärfen (Beispiel: In Köln ist die Ausgangssperre schon um 21.00 Uhr, statt 22.00 Uhr). Hier geht es sogar um Eingriffe in Grundrechte.

(Anmerkung: Um hier nicht falsch verstanden zu werden, ich finde es gut das dies so möglich ist.)

Bei so einem (relativ) unwichtigem Thema wie Tempolimit muss jedes Bundesland/ jede Kommune den Verkehrsminister fragen ? Warum ?

Selbstverständlich sollte man nicht zuviele verschiedene Tempolimits ermöglichen, aber über die üblichen 30/50/70/100 km/h sollten Kommunen als Träger der Kommunalstraßen doch wohl entscheiden dürfen.

Hier gibt es Straßen die erlauben 70 km/h, dann vor der Ampeln 50 km/h, direkt nach der Ampel wieder 70 km/h, um dann vor der Schule auf 30 km/h abzusenken und alles innerhalb eines Kilometers. Das ist doch total idiotisch.
 

Baikal2020

Dabei seit
30.04.2020
Beiträge
631
Ort
Swisttal bei Bonn
Details E-Antrieb
Bafang HR-Getriebemotor 48V RadRhino
Ein übersichtliches Diagramm zum Verbrauch über den Gängen, man muss etwas runter scrollen:
Verbrauch bei Geschwindigkeit
Für den 30er Bereich interessant sind die kleinen Erhöhungen auf den linken Seiten der Kurven.
das Diagramm hat schwächen. Da der Luftwiderstand mit dem Quadrat der Geschwindigkeit wächst, ist der Anstieg des Verbrauchs bei den Hohen Geschwindigkeiten gefühlt zu flach, da er fast linear aussieht.
Die Verbrauchssenke bei ca. 30km/h ist dem rasanten Verbrauchsanstieg bei niedrigeren Geschwindigkeiten geschuldet.
 

lusi22

Dabei seit
09.04.2017
Beiträge
2.596
Ort
Erzgebirge
Details E-Antrieb
Bafang_MaxDrive Bosch_Gen.4
Ich finde das Konzept mit flächendeckendem Tempo 30 recht unsinnig. Wo es Ausfall-/Durchgangsstrassen gibt, dort sollen sie auch als solche nutzbar bleiben. Ich würde sogar soweit gehen und Ausfall-/Durchgangsstrassen, welche als solche gebaut wurden und mehrspurig angelegt sind, wieder auf Tempo 70 anheben.
Im Gegenzug sollten sich die Kommunen ihr Strassennetz in Wohngebieten noch mal genauer anschauen. Viele Strassen sind da unnötig für den Durchgangsverkehr frei und zudem noch unübersichtlich zugeparkt. Viele könnte man zu Sackgassen umgestalten, dadurch würde das Verkehrsaufkommen dort ungemein sinken, was deutlich effektiver ist als Kolonnen von PKW die sich dort mit 30km/h bewegen.
Zudem, viele Grossstädte verfügen mindestens über einen Aussenring, warum muss also quer durch die Stadt gefahren werden? Auch hier könnte man die Strassen so ausgestalten, dass man schneller am Ziel ankommt mittels einer Fahrt über den Aussenring, als quer durch die Innenstadt abkürzen zu können.
Geschwindigkeit sehe ich als Radfahrer nicht als Problem an, eher im Gegenteil, die 30er PKW nerven nur wenn sie ewig zum Überholen brauchen oder drängelnd hinter einem hängen.
 

Kraeuterbutter

Dabei seit
20.07.2008
Beiträge
19.336
Ort
Wien und Süd-Burgenland
Details E-Antrieb
2xBafang, Keyde, elfkw, Sunstar03, Tonqxin, Cute80
das Diagramm hat schwächen. Da der Luftwiderstand mit dem Quadrat der Geschwindigkeit wächst, ist der Anstieg des Verbrauchs bei den Hohen Geschwindigkeiten gefühlt zu flach, da er fast linear aussieht.
Die Verbrauchssenke bei ca. 30km/h ist dem rasanten Verbrauchsanstieg bei niedrigeren Geschwindigkeiten geschuldet.
bedenkst du, dass der Luftwiderstand zwar im Quadrat steigt,
der Rollwiderstand (auch wenn er nur einen kleineren Teil ausmacht) aber quasi linear

und jetzt kommts: bei doppelter Geschwindigkeit halbiert sich aber auch die Fahrzeit

weshalb der Verbrauch flacher ausschauen muss, als rein das schauen auf den Luftwiderstand vermuten lässt
 

Seemann

Dabei seit
31.05.2010
Beiträge
2.071
Ort
Köln
Details E-Antrieb
Pana-26V,BionX HS 500+250-48V,Chryst.HS 3540-52V
Ich würde sogar soweit gehen und Ausfall-/Durchgangsstrassen, welche als solche gebaut wurden und mehrspurig angelegt sind, wieder auf Tempo 70 anheben.

Dazu müsste man erstmal den Begriff „Ausfallstraße“ bzw. „Wohnstraße“ definieren.

In den meisten wirklichen Städten sind die sog. Ausfallstraßen mittlerweile weitgehend bis zur Stadtgrenze mit Wohngebäuden flankiert, da die Grundstückspreise sonst so hoch sind, dass nur dort preiwerterer Wohnraum geschaffen werden kann.

Daraufhin wurden die Ausfallstraßen auf Tempo 50 abgesenkt, dass dort Wohnen wenigstens halbwegs erträglich wird.

Daher sollten die Auswärtigen, die vor den Toren der Stadt zu besseren Konditionen im Ruhigen wohnen, wenigstens Rücksicht nehmen, auf diejenigen, die sich keine bessere Wohnlage leisten können.

Daher hat die z.B. die Stadt Köln schon 2019 begonnen die erste Ausfallstraße auf Tempo 30 zu reduzieren:

Tempo 30 auf der Bergisch Gladbacher Straße

Als ich dort zum ersten Mal mit meinem S-Pedelec gefahren bin, war ich begeistert, mit welch einer Sicherheit, Ruhe und Gelassenheit man dort mitschwimmen kann. Das war vorher bei Tempo 50 nicht möglich, da musste ich zu meiner eigenen Sicherheit dort auf dem Radweg fahren. Dort wird aber auch heftig kontrolliert und von daher eine angenehme 30-33 km/h Geschwindigkeit gefahren.

Es wird immer gerne über die wohlhabende Latte Macciato Fraktion in den Städten geschimpft, die mit dem SUV zum Biomarkt einkaufen fahren. Ja die gibt es, und zwar nicht in den bürgerlich-akademischen Altbau-Stadtvierteln, sondern eher in den villenähnlichen Vierteln der Vorstadt, das ist allerdings die große Minderheit.

Gerade in den Städten gibt es sehr viele auch nicht so wohlhabende Menschen, die genauso ein gesundes Wohnumfeld verdient haben.
 

FranksS

Dabei seit
04.07.2019
Beiträge
148
und jetzt kommts: bei doppelter Geschwindigkeit halbiert sich aber auch die Fahrzeit

weshalb der Verbrauch flacher ausschauen muss, als rein das schauen auf den Luftwiderstand vermuten lässt
es geht aber nicht um den Verbrauch "pro Zeit" sondern um den Verbrauch "pro Strecke". Dass sich bei doppelter Geschwindigkeit die Fahrtzeit halbiert ist schön, für den absoluten Verbrauch sowie den Verbrauch pro Strecke (der ja im verlinkten Diagram dargestellt wird) komplett irrelevant
 

Kraeuterbutter

Dabei seit
20.07.2008
Beiträge
19.336
Ort
Wien und Süd-Burgenland
Details E-Antrieb
2xBafang, Keyde, elfkw, Sunstar03, Tonqxin, Cute80
das stimmt so denke ich nicht, dass die Fahrzeit irrelevant für den absoluten Verbrauch pro Strecke wäre..
die ist essentiell und bestimmt maßgeblich den Verbrauch

wenn es um Verbrauch pro Zeit ging: also was Braucht der Motor in 30min bei 100km/h, was braucht er in 30min bei 200km/h
DANN wäre die Kurve viel steiler

wenns aber um Verbrauch pro Strecke geht (wie im diagramm),, ist die Kurve flacher..
weil: wenn ich die Strecke betrachte und nicht Zeit, dann läuft der Motor auf gleicher STRECKE bei doppeltem Tempo auch nur halb so lange




die Aussage worauf ich antwortete war: "die kurvei sei zu flach, weil der Luftwiderstand doch mit dem Quadrat der Geschwindigkeit wächst"


Verbrauch bei Geschwindigkeit.JPG


hier als Verbrauch auf der STrecke von 100km




wenn mans ich die nötige LEISTUNG anschaut, die nötig ist für 100km/h und dann für 200km/h
ist die Kurve wesentlich steiler, weil eben über Zeit geschaut wird (gleiche ZEit) verglichen wird,
nicht über gefahrene Strecke

luftwiderstand.webp

Luftwiderstandskraft.JPG


würde der Luftwiderstand 1:1 sich im Verbrauch niederschlagen, dann
würde man ja für 100km mit 100km/h z.b. 5 Liter brauchen und für 200km/h 20 Liter
und das ist es ja dann doch nicht

die obige Grafik zeigt trotzdem noch andere Effekte, weil sie ist wirklich sehr flach
da spielt wohl Motoreffizienz bei verschiedenen Drehzahlen noch rein..
siehe 6ter Gang: bei 50kkm/h im Diagramm braucht der MOtor kaum weniger als bei 100km/h
 

Rollerfahrer

Dabei seit
08.12.2017
Beiträge
3.731
@Kraeuterbutter
Diagramme schön und gut.

Aber mir ist die Praxis wichtiger.
Und bei mir und meinem Smart ist das so:

In der Stadt treibt den Verbrauch pro Strecke hauptsächlich der Stillstand in die Höhe.

Und über Land erhöht sich der Verbrauch hauptsächlich wenn man sehr schnell fährt.

Niedrigen Verbrauch erreicht man am besten mit wenig Gas im höchsten Gang. Das ist dann auch am günstigstem für den Verschleiß, was ja auch nicht unwichtig für die Gesamtkosten ist.

Da wir aber ja hier im Pedelec Forum sind. Interessiert mich auch der Pedelec Verbrauch.

Mein Verkäufer hat die Stromstufen Regelung als Strom sparend beworben.

Aber wie sieht das in der Praxis aus?

Wenn man unter der Abregelgrenze 25 KM/h fährt ist eine kleine Stufe in der Tat sparsamer. Aber noch mehr spart man wenn man über der Abregelgrenze fährt. Das geht dann aber nur oberhalb von 25 KM/h, weil ja sonst der Motor nicht abschaltet.

Bei Geschwindigkeitsstufen könnte man auch schon bei einer eingestellten niedrigen Stufe über die Abregelgrenze heraus fahren und das bei weniger Luftwiderstand.

Womit kommt der Akku nun weiter?
Ich konnte die Geschwindigkeitsstufen mangels LCD Display bis jetzt noch nie testen.
 

MisterFlyy

Dabei seit
03.12.2014
Beiträge
4.891
Ort
Salzkotten
Details E-Antrieb
Klever New B-Speed mit Biactron V2
Du kannst doch beim erreichen der gewünschten Geschwindigkeit die Unterstützung deaktivieren. 😉 Verbrauch ist dann gleich Null.
 

Rollerfahrer

Dabei seit
08.12.2017
Beiträge
3.731
Unterstützung deaktivieren.
Gute Idee,
man müsste dann einen Schalter am Bremskontakt Stecker anschließen, weil das ganze System abzuschalten und neu zu starten dauert zu lange.

Aber man bleibt dann ewig am schalten...

Mich nervt schon manchmal das ständige wechseln der Unterstützungsstufen.
 
Thema:

Tempo 30 in den Städten

Tempo 30 in den Städten - Ähnliche Themen

Tempolimit 130 km/h: Hallo zusammen Ihr habt ja sicher mitbekommen dass die CSU eine Kampagne gestartet hat gegen ein Tempolimit. Die deutsche Umwelthilfe hat nun eine...
MdB Dr. Dirk Spaniel: Fahrräder sind unpraktisch und gefährlich...: Moin Freunde, in einer Rede vor dem deutschen Bundestag am letzten Freitag (17.1.2020) hat der Abgeordnete Dr. Dirk Spaniel Fahrräder als...
Kufberatung Pedelec für sportlichem Fahrer, Mittelklasse, mittlere Strecken: Hallo zusammen. Ich suche jetzt schon seit mehreren Wochen nach einem Pedelec, aber bin mittlerweile mit meinem Latein komplett am Ende. Ich...
ADFC-Fahrradklima-Test 2020: Heute Morgen wurde ich während einer kleinen Radrunde von einem anderem Radfahrer angehalten und auf den ADFC-Fahrradklima-Test hingewiesen...
Generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen? 120 km/h oder 130 km/h?: Hallo, mich irritiert die Diskussion um Tempolimit auf Autobahnen. Was spricht denn gegen weniger schwere Unfälle, Tote, "schlechte Luft" und...
Oben