Tempo 30 in den Städten und andere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, der Umwelt und Lebensqualität

Diskutiere Tempo 30 in den Städten und andere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, der Umwelt und Lebensqualität im Plauderecke Forum im Bereich Community; ja.. die Hausverwaltung kann da gar nix machen... ist scheinbar eine Verordnung/Gesetz (zumindest hier in Wien) letztens gabs wieder einen...
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Kraeuterbutter

Kraeuterbutter

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Natürlich, das Benzin im Auto brennt nicht und die Reifen sind aus Asbestgummi.
Hätte diese Argumentation vor Gericht überhaupt Bestand?
Bei solchen wirklich FADENSCHEINIGEN Begründungen
ja.. die Hausverwaltung kann da gar nix machen...
ist scheinbar eine Verordnung/Gesetz (zumindest hier in Wien)

letztens gabs wieder einen Aushang, dass Räder die in der Tiefgarage bis STichtag xy nicht entfernt werden kostenpflichtig entsorgt werden

ich glaube aber, dass sie das nur - aus gesetztesgründen - aushängen und nicht wirklich exekutieren, da immer wieder Räder auch in der tiefgarage hinter Autos stehen
(wer ein kurzes Auto hat, hat genug Platz auf seinem Parkplatz um auch ein Radl hinzustellen.. why not sag ich da mal)

das lustige: S-Pedelecs gelten als Kraftfahrzeuge, und dürfen somit in der Garage auch geparkt werden :)
normale Fahrräder ohne Akku eben nicht, weil: brandgefährlich

scheint aber in Deutschland auch nicht so einfach zu sein:
Stellplatz in der Tiefgarage ist nicht für Fahrrad da | Immobilien | Haufe

Eigentümerversammlung gewährt mit Stimmmehrheit einem MIeteigentümer seine Räder auf SEINEN Autostellplatz abzustellen
einer der anderen Mieteigentümer klagt.. und bekommt recht..
Stellplatz ist nur für Kraftfahrzeuge, da dürfen keine Fahrräder abgestellt werden
bissal anders wie bei uns - bei uns gehts um das Brandrisiko..

dort gehts darum, dass es eifnach nicht sein kann, weil Fahrrad ist kein Auto, und Parkplatz ist eben nur für Auto
(auch wenn du selbe dafür bezahlst)
 
Seemann

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Bin nicht vom Fach,

Ich bin (zumindest näherungsweise) vom Fach.
Selbst Statiker, Frau Architektin.

In Köln (Bauordnung NRW) kann man sich bei NEUBAUTEN nicht freikaufen.
Ausschließlich bei der Erweiterung von Bestandbauten.

Das wird in Berlin (vermutlich) nicht wesentlich anders sein.
Ich fände es erstaunlich, wenn im Prenzlauer Berg NEU gebaut wurde,
ohne Stellplätze nachzuweisen. Die meisten (angesagten) Bauten sind doch sanierte Altbauten um 1900 gebaut, die haben natürlich keine Stellplätze.

In Zürich gibt es autofreie Siedlungen. Da verpflichtet man sich kein Auto zu haben, dafür gibt es schöne, bezahlbare Wohnungen an guter Lage. Es gibt keine Stellplätze aber eine gute Anbindung an den ÖV und Möglichkeiten für Carsharing.

Gibt es in Köln auch EINE.

gibts eigentlich eine Verpflichtung für Fahrradraum ?

Das kommt auf die Bauordnung an, in D hat jedes Bundesland eine eigene.
(auch schwachsinnig)

Fahrradräume werden dort aber nicht vorgeschrieben sein, ausschließlich Fahrrad „Stellplätze“. Die können dann auch irgendwo im Hof hinter den Mülltonnen sein. Allerdings sind für Autos auch keine Garagen, sondern auch nur Stellplätze vorgeschriebe.

Die Bauordnungen (incl. der zugehörigen „Garagenverordnungen“) wären schon ein Werkzeug zur Regulierung / Verbesserung der Individuellen Mobilität.

Man müßte dann aber auch noch das Baugebiet berücksichtigen.
Im Einfamilienhausgebiet vor der Stadt könnte man andere Regeln festlegen, als in der Innenstadt-Kernzone.

Im übrigen dürfen KFZ Stellplätze nicht zweckentfremdet werden, wo sich im Einfamilienhausgebiet normalerweise keiner dran hält.

Die Garage wird dann zum Lagerraum und Abstellraum für Fahrräder (ist ja ok, wenn diese auch benutzt werden), die ZWEI Autos der Familien stehen dann auf der Straße.

Hier gibt es Leute mit 2 SUV (Größe Range Rover oder Volvo XC 90) und Mini für die 18 Jährige Tochter. Leider ist das 1960er Jahre EFH so klein, dass nur der Mini zumindest vor der Garage stehen kann. Die anderen Karren stehen immer auf öffentlichen Grund.
 
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Delphis1982

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ein SUV bügelt auch 1m hohe Poller problemlos weg
Wenn dann aber der Lack seines hochheiligen goldenen Kalbs zerkratzt wird, überlegt es sich der SUV-Führer zweimal.
Das Abstellen von Rädern im Autostellplatz wird bei uns von der Verwaltung geduldet, weil JEDE Wohnung einen garantierten Stellplatz hat.
Mir bringt es nur nichts, weil es eine offene Gemeinschafts-Duplex-Garage ist, die noch dazu unbewacht ist.
Mein nächstes Rad werde ich definitiv in die Wohnung tragen.
Habe mir dazu schon schriftlich die Genehmigung der Verwaltung gesichert.
 
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Morsi65

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Es gibt keine Stellplätze aber eine gute Anbindung an den ÖV und einige Carsharing-Stationen.
Und solange ich keine vernünftigen, praktikablen und bezahlbaren Alternativen zur Verfügung stellen kann (will), wird sicher in diesem Land kein Politiker nachhaltig Hand an die heilige Kuh legen.

Und selbst wenn, einschneidende Maßnahmen brauchen Jahre wenn nicht gar Jahrzehnte bevor sie in der Breite verfügbar sind bzw. ihre Wirkung entfalten.

Wenn ich z. B. von heute auf morgen (nehmen wir mal den 01.01.2022 an) nur einen PKW zulassen dürfte wenn ich einen Stellplatz vorweisen kann, was würde dann wohl passieren? Die, die keinen haben würden mit Sicherheit so lange es geht an ihrem vorhandenen festhalten. Und selbst wenn ich auch dies sofort verbieten würde, wie soll der ÖPNV und die Bahn den Fahrgastansturm bewältigen?

Die Infrastruktur des ÖPNV allein ist derzeit gar nicht darauf ausgelegt. Allein die Beschaffung und Abnahme von Bussen, Straßenbahnen und Zügen dauert von Minimum zwei Jahren beim Buss über etwa vier bis sechs Jahre bei einer Straßenbahn und je nach Zug bis zu 12 Jahre. Allein die Ausschreibung dauert bei größeren Beschaffungen Jahre.

Die Frage der Finanzierung lasse ich mal außen vor.

Bevor ich also mit Zwangsmaßnahmen versuchen möchte den IV zu unterbinden sollte ich mich um taugliche Alternativen bemühen. Und da sehe ich schon allein bei unserer über Jahrzehnten gewachsenen Infrastruktur, die allein auf den IV ausgerichtet ist (war), eine gewaltige Aufgabe.

Edit:
Mal ein wenig aus meiner täglichen Praxis. Bei uns die Dorstener Straße verbindet einspurig je Richtung, die Innenstadt mit der A40. Dort müssen wir uns mit der Tram stets in den IV einfädeln, da der Stadtplaner es wohl schnuckelig fand die Tram in Schlangenlinien über die Straße zu führen.

Dies führt zu stetigen Konflikten und Unfällen. Unsere Bitte uns das Einfädeln mittels entsprechender Ampelschaltung zu erleichtern und Unfälle zu vermeiden wurde bis heute immer abgelehnt. Auch die Bitte dann wenigstens den Verkehr auf Tempo 30 zu drosseln wurde abgelehnt. An gemeinsamen Ampeln erhält der IV eher grün und auch länger.

So lange also selbst bei nachweislichen Gefährdungen man am Vorrang des IV festhält wird sich in diesem Land nix beim Thema Mobilität ändern.

Edit:

Sorry, ich habe mich abermals hinreißen lassen ich Sünder. Ich gelobe Besserung. Lasst uns bitte gemeinsam zum Thema zurück kehren.
 
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Delphis1982

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Dies führt zu stetigen Konflikten und Unfällen. Unsere Bitte uns das Einfädeln mittels entsprechender Ampelschaltung zu erleichtern und Unfälle zu vermeiden wurde bis heute immer abgelehnt. Auch die Bitte dann wenigstens den Verkehr auf Tempo 30 zu drosseln wurde abgelehnt. An gemeinsamen Ampeln erhält der IV eher grün und auch länger.

So lange also selbst bei nachweislichen Gefährdungen man am Vorrang des IV festhält wird sich in diesem Land nix beim Thema Mobilität ändern.
Ganz genau DESHALB gehört erstmal die Behördenhaftung wieder eingeführt und die Hürden dafür sollten nicht allzu hoch angesetzt werden.
Sowas gehört für mich als Körperverletzung im Amt eingestuft.
Beratungsresistente und sture Esel gehören schlicht aussortiert und haftbar gemacht, wenn wider jede Vernunft gehandelt wird.

Aber eigentlich sehe ich nur (auf Streetview), dass die Straßenbahn schnurgerade mittig über die Fahrbahn fährt.
Aber die Situation an der Kreuzung ist ein schlechter Scherz. 🤬
 
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schmadde

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Das wird in Berlin (vermutlich) nicht wesentlich anders sein.
Ich fände es erstaunlich, wenn im Prenzlauer Berg NEU gebaut wurde,
ohne Stellplätze nachzuweisen.
Das kam immer wieder zur Sprache, wenn über dieses Thema berichtet wurde

Die meisten (angesagten) Bauten sind doch sanierte Altbauten um 1900 gebaut, die haben natürlich keine Stellplätze.

Nein, grade im Prenzlberg wurde recht häufig abgerissen und neu gebaut

"Autofreie" Siedlungen gibts bei uns in München auch ein paar. Die neuere Variante davon hat trotzdem Straßen wo halt die LIeferdienste rumfahren, die ja einen besonders unfallträchtigen Fahrstil an den Tag legen.

So konsequent wie es damals im Olympiadorf durchgezogen wurde (in den 1970er Jahren!) hat das seither keiner mehr gewagt: da waren die Wohngebäude komplett unterkeller und sämtlicher Autoverkehr fand unterirdisch statt. Oben gibts nur Wiese und Fußwege und daher keinerlei KFZ-Verkehr.
 
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Kraeuterbutter

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Mein nächstes Rad werde ich definitiv in die Wohnung tragen.
Habe mir dazu schon schriftlich die Genehmigung der Verwaltung gesichert.
WHAT ?
du musst nachfrage, ob du ein Rad in die Wohnung stellen darfst ?

das kann doch nicht möglich sein, dass sowas nicht erlaubt sein soll?
 
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Delphis1982

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Jipp, steht sogar als Standardklausel in vielen Mietverträgen drin.
Aufgrund unseres überfüllten Fahrradkellers, des Diebstahls und des hohen Preises meines Umbaus habe ich aber eine Genehmigung erhalten.
Sowas ist aber nicht selbstverständlich. Streng genommen, darf man das Rad nichtmal in die Garage stellen. Die ist offiziell nur für KFZ.
Wenn sich ein anderer Mieter daran stören würde und damit argumentieren würde,
dass der Bekannte eines Sohnes seines Schwippschwager dritten Grades mütterlicherseits keinen Stellplatz für seinen Panzer anmieten könnte,
weil ich Schwerverbrecher es majestätsbeleidigend wage, mein schnödes Fahrrad in den KFZ-Stellplatz zu pappen, bekäme er vor Gericht sogar Recht.
Andererseits, bei solchen Mietern, die einem nichtmal die Pest gönnen würden, fällt mir nur "Bordstein beißen" ein (an alle Schnapp-Atmer: das nennt sich ZYNISMUS !!!).
Diese Leute beschweren sich auch, wenn des Nachbars Gartenzwerg auf die Veranda blickt.
 
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Kraeuterbutter

Kraeuterbutter

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ist halt so.. es gibt eigene Busspur (teilweise auch noch für Taxis frei und eben Fahrräder)

klingt jetzt so wie du es schreibst, als unsinnig..

aber man kanns auch anders rum sehen:

es gibt viel Radwege wo recht wenig Radler fahren - warum die nicht auch für PKW freigeben ?
 
Fraenker

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Au Weia, was für ein blöder Vergleich.
es gibt viel Radwege wo recht wenig Radler fahren - warum die nicht auch für PKW freigeben ?
Radwege eignen sich typischerweise nicht für KFZ im Allgemeinen und erst recht nicht für zweispurige Fahrzeuge im Besonderen.
 
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busterpilot

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Am Bodensee sind auch Hauptstraßen (B31, B33 usw.) durch Städte und Dörfer häufig auf 30 reduziert. Begründung: Lärm und Emissionsschutz sowie das Entzerren zur Stauvermeidung. Es wurde vor längerem damit begonnen und inzwischen sind es doch viele Ortschaften mit dem 30er Schild. Jede dieser Straßen wurde dabei üppig mit stationären Blitzern ausgestattet, was dazu führt, dass sich die Leute daran halten.
Ich weiß nicht, inwiefern sich die Statistiken verändert haben seit den Einführungen, denke es ist definitiv insgesamt ruhiger und Unfälle mit Verletzten sollten auch signifikant reduziert worden sein seither.
Was sich nicht verbessert hat ist die Stauanfälligkeit der Strecken. Besonders betroffen ist z.B. Hagnau am Bodensee. Es staut sich vor dem kleinen Nest der Verkehr über viele Kilometer im Sommer. Auch etwas abseits gelegene Städt(chen) wie Markdorf haben zu Stoßzeiten ein gefühlt größeres Problem mit Stau.
Selbiges in Freiburg. Ebenso ist die Stadt kurz vor dem Verkehrsimfarkt. Stau zu Stoßzeiten ist Programm. Seit Einführung der 30 auf der Bundesstraße kommt man weder schneller, noch langsamer durch die Stadt, denn die 30 erreicht man ohnehin nur wenn die Strecke gerade mal leer ist.

Ich selbst wohne sehr ländlich an einer Kreisstraße. Die Fahrbahnbreite ist aber nur 2 m und durch Kurven und Kuppen sehr schwer einsehbar. Einen Gehsteig gibt es nicht. Erst nach 300 m nach einem Abzweig. Nun ist diese Straße für alle Nachbarskinder der Weg zum Schulbus oder in die Grundschule. Also rollern hier kleine und größere Kinder auf der Straße. Auf Nachfrage, ob man 30 einführen kann, zur Gefahrenreduzierung der Kinder wurde verneint, mit der Begründung, dass es die letzten 10 Jahre ja keine Unfälle gab. Das Verkehrsaufkommen ist inzwischen zu Pendlerzeiten stark gestiegen und Kinder beschreiben immer wieder brenzlige Situationen.

Ich bin hin und hergerissen und kein Freund von solchen Reglementierungen aus dem Kanzleramt. Sollen das doch die Kommunen/Landkreise selbst einschätzen und festlegen. Andererseits, wenn da solche Hirnies wie bei uns sitzen, die erst aktiv werden, wenn es Personenschaden gab, kann ich dem Vorstoß doch irgendwas Gutes abgewinnen.
 
Kraeuterbutter

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Au Weia, was für ein blöder Vergleich.

Radwege eignen sich typischerweise nicht für KFZ im Allgemeinen und erst recht nicht für zweispurige Fahrzeuge im Besonderen.
mein gott...
wennst es so ernst nehmen willst (so ernst wars eigentlich nicht gemeint):


so wie sich nicht jede STraße für Busspur eignet, eignet sich sicher nicht jeder Radweg dass da Auto drüber fährt..
aber es gibt durchaus Radweg wo auch mal Autos fahren könnten..

z.B. Teile des Donauradwegs
oder auf meinem Arbeitsweg.. da kommt mir oft mal Polizeiauto entgegen, oder die Müllabfuhr ode ein Traktor.. und trotzdem pass ich mit meinen dreispurigen Radln dran vorbei ohne abbremsen zu müssen...

aber das ist jetzt weiterspinnen des kleinen kurzen einwurfes von mir...

worauf ich damit hinauswollte:
hier im Forum (und generell in Fahrradforen oder Fahrradfacebookgruppen) wird das reduzieren von Autospuren um daraus einen Radweg zu machen - wie sagt man da neudeutsch - "gefeiert"

und ich freu mich auch jedesmal wenn es so wieder einen neuen, gescheiten Radweg gibt


hier in meinem Fall hat man halt gesagt: "wir wollen auf dieser wichtigen Route dem öffentlichen Nahverkehr einen Vorteil geben, den Taxis (= shared) einen Vorteil
und deshalb eine Spur für diese Fahrzeuge
(plus: Radlfahrer dürfen die Spur auch nutzen)

und da kommt dann der Aufschrei hier im Forum: "wie kann man nur den PKWs eine Spur wegnehmen? will man STau haben?"

hätten die statt der Busspur mit Recht der Mitbenutzung für TAxi und Radfahrer
stattdessen einen Radweg gemacht, schön breit, am besten baulich getrennt mit grünstreifen
-> dann wäre das wohl voll in Ordnung :)

ich finds eine gute Lösung..
einen Radweg machen und dann den Bus und Taxis drauf auch fahren lassen.. das würde wohl ned so gut gehen..

aber das die Radler ne Spur benutzen können, wo sie meist unbehelligt sind -> ich fands immer großartig
hab die gern genutzt als ich noch in der Gegend gewohnt habe

die alternativen, dezitierten Radwege in parallelstraßen (es ist halt eine alte, gewachsene Innenstadt mit wenig Platz)
sind da nicht so gut zu fahren..

auf der Busspur kann man bergab auch mal mit - oje.. bin ja im 30km/h Thread - mit 50 sicher mitrollen lassen
:)
 
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und da kommt dann der Aufschrei hier im Forum: "wie kann man nur den PKWs eine Spur wegnehmen? will man STau haben?"
Korrektur: Wie kann man nur den PKWś eine Spur wegnehmen ohne vorher eine echte Alternative anzubieten.
Sonst ist es wohl doch so, dass der Stau das eigentliche Ziel von teilweise blindem Aktionismus ist.
Aber manchmal wird Unsinn ja auch korrigiert.
Z.B. wurden die bekloppten Umweltspuren in Düsseldorf wieder zurückgenommen.
Da es keine vernünftige Alternative gab, wurden die armen Anwohner noch mehr den Abgasen ausgesetzt, weil nichts mehr ging und die Autos für dieselbe Strecke nun locker den doppelten Verbrauch hatten.
Aber wie gesagt, der Irrsinn wurde gestoppt.
 
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horst1

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Das finde ich schade, dass es gestoppt wurde. Hätten die länger durchgehalten wäre die Autos weniger geworden und der Stau auch. Man muss den Autofahrer nur lange genug Nerven.
 
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Man muss den Autofahrer nur lange genug Nerven.
Klar sollen die Pendler doch alle ihre Jobs kündigen, kein Problem.

Das finde ich schade, dass es gestoppt wurde
Das wundert mich bei jemandem wie dir überhaupt nicht.
Aber diese Umweltspuren, die keine waren, haben sicher einen großen Anteil daran, dass Thomas Geisel nicht mehr Bürgermeister ist.
Gibt ja nicht nur Wähler mit einfach strukturierter Denkweise. Eine differenzierte Betrachtung führt dann doch eher zu vernünftigen Ergebnissen.
 
Kraeuterbutter

Kraeuterbutter

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@horst1
das lässt sich umgekehrt oft beobachten, das mehr Autospuren, erweitern von Straßen schlussendlich nicht zu weniger Stau führen sondern zu noch mehr Verkehr

@Fraenker
alternativen bieten..

weil Jahrzehnte lang das Auto über alles gestellt wurde und bevorzugt wurde, sind wir da wo wir sind:
kein Platz oder zuwenig Platz für Fussgänger und Radfahrer
Auto hat sich derart in die Köpfe gedrängt, dass heute die 500m zum Supermarkt teils mit dem Auto gefahren wird (seh ich oft genug hier bei Nachbarn)


das lässt sich nicht so einfach lösen, weil Platz kann man nicht einfach wie im Excel ne neue Spalte einfügen...

es bleibt nix anderes übrig als denen, die Jahrzehnte lang über die massen bevorzugt wurden etwas wegzunehmen

ja, wenn ich ne Stadt neu aus dem Boden stampfe kann ich planen wie ich will..

das spielt halt nicht - also muss jemanden was weggenommen werden, will man den Radverkehr fördern..
 
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