Tempo 30 in den Städten und andere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, der Umwelt und Lebensqualität

Diskutiere Tempo 30 in den Städten und andere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, der Umwelt und Lebensqualität im Plauderecke Forum im Bereich Community; Bei einer Gefahrbremsung ist es wohl so wie du schreibst. Da steht die Fuhre nach 13,5 Metern bei 30 km/h während man bei 50 km/h noch 1,5 Meter...
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Morsi65

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Reaktionsweg bei 50km/h: 15m

sprich: nach 18m steht das Fahrzeug bei 30km/h - und das Kind schaut mit verdutzen Augen vorne in den Kühlergrill..

bei 50km/h allerdings, hat das Auto 3m vor dem Kind noch immer die 50km/h drauf (!)
Bei einer Gefahrbremsung ist es wohl so wie du schreibst. Da steht die Fuhre nach 13,5 Metern bei 30 km/h während man bei 50 km/h noch 1,5 Meter ungebremst weiter fährt bevor die Verzögerung überhaupt einsetzt.
 
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Delphis1982

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Morsi65

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Nun, ich vermute @Geierlamm wollte der vermeintlichen* Redewendung „Einen Berg voller Fragen“ eine gewisse Dramaturgie verleihen und wählte deshalb diesen Berg, da es sich bei der Bergspitze um den am weitesten entfernten Punkt von der Erdmitte handelt.

*editiert: vermeintlichen
 
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Geierlamm

Geierlamm

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Nun, ich vermute @Geierlamm wollte der Redewendung „ Einen Berg voller Fragen“ eine gewisse Dramaturgie verleihen und wählte deshalb diesen Berg, da es sich bei der Bergspitze um den am weitesten entfernten Punkt von der Erdmitte handelt.
Danke für die Erklärung! Ausserdem hat man nach Alexander von Humboldts Reisen und seinem gescheiterten Besteigungsversuch im Anfang des 19.Jahrhundert, als man noch gar nichts davon wusste, dass der Gipfel des Chimborazzo der am weitesten vom Erdmittelpunkt entfernte Ort ist, metaphorisch sich scheinbar unendlich hoch auftürmende Probleme als Chimborazzo an /von bezeichnet.
Natürlich wollte ich ein wenig die Stilblüte von @horst1 karikieren.
Ist nicht böse gemeint, passiert jedem mal.

Gruss
Geierlamm
 
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schmadde

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Dann darf ich nicht mehr zum Bus rennen?
Man darf es natürlich auch übertreiben.
30 hat schon Konfliktpotential, macht aber Sinn. Aber 15 provozieren hierzulande wohl eine Meuterei, auch bei Radfahrern.
ja.. man kanns übertreiben..

so geschehen in Wien bei der Mariahilferstraße:
ein Teil mit Fussgängerzone, Fahrradfahren mit maximal 5km/h erlaubt

5km/h: das ist ein Tempo wo sich so manch Fahrer schon schwer tut geradeaus zu fahren

wenn einen beim Radfahren langsam joggende Leute überholen oder sogar nordic-walkende Pensionisten.. dann wurde es wohl tatsächlich übertrieben..

aber: Fussgängerzone und Fahrradfahrer ? das darf nicht sein.. sowas kann nicht gehen, die müssen mit Schritttempo fahren..
die ersten paar Tage war dann auch Polizei zugegen um das zu kontrollieren
und Zeitungen (die ja gegen die Einführung einer Fussgängerzone waren)
um die Gefährlichkeit dieser Idiotie: "fussgängerzone + Fahrradfahrer" zu berichten (vorher mit 10.000 Autos täglich durch da durch wars natürlich sicherer o_O )

und die konnten dann beim Lokalaugenschein auch feststellen, dass 97% der Radfahrer zu schnell unterwegs sind, schneller als 5km/h

und?
Jahre später: kein Hahn kräht mehr danach.. niemand fährt nur 5km/h da durch, weils schwachsinn ist
funktioniert trotzdem problemlos..

die Straße sit sogar so gefährlich, das kinder dort mit Mahlkreiden drauf sitze können und zeichnen...
lol
 
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onitali

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ja.. man kanns übertreiben..

so geschehen in Wien bei der Mariahilferstraße:
ein Teil mit Fussgängerzone, Fahrradfahren mit maximal 5km/h erlaubt

5km/h: das ist ein Tempo wo sich so manch Fahrer schon schwer tut geradeaus zu fahren

wenn einen beim Radfahren langsam joggende Leute überholen oder sogar nordic-walkende Pensionisten.. dann wurde es wohl tatsächlich übertrieben..

aber: Fussgängerzone und Fahrradfahrer ? das darf nicht sein.. sowas kann nicht gehen, die müssen mit Schritttempo fahren..
die ersten paar Tage war dann auch Polizei zugegen um das zu kontrollieren
und Zeitungen (die ja gegen die Einführung einer Fussgängerzone waren)
um die Gefährlichkeit dieser Idiotie: "fussgängerzone + Fahrradfahrer" zu berichten (vorher mit 10.000 Autos täglich durch da durch wars natürlich sicherer o_O )

und die konnten dann beim Lokalaugenschein auch feststellen, dass 97% der Radfahrer zu schnell unterwegs sind, schneller als 5km/h

und?
Jahre später: kein Hahn kräht mehr danach.. niemand fährt nur 5km/h da durch, weils schwachsinn ist
funktioniert trotzdem problemlos..

die Straße sit sogar so gefährlich, das kinder dort mit Mahlkreiden drauf sitze können und zeichnen...
lol

In der Mariahilfer Straße gelten 20 km/h für alle, egal ob Rad, Auto, Scooter, ... Ich weiß nicht, wo du das mit den 5 km/h her hast. Es waren auch früher nie 5 km/h soweit ich weiß.
Das gleiche (20 km/h) gilt auch für die Herrengasse, Rotenturmstraße usw...
 
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Morsi65

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5km/h: das ist ein Tempo wo sich so manch Fahrer schon schwer tut geradeaus zu fahren
Nach der laufenden Rechtsprechung in Deutschland wird deswegen Radfahrern in Spielstraßen meist auch eine Geschwindigkeit von 10 (bis maximal 15) km/h zugebilligt, da man in mittleren einstelligen Geschwindigkeiten eine Gefährdung des Radfahrers sieht, sich stabil geradeaus fort zu bewegen.
 
Chrisol

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bevor die Verzögerung überhaupt einsetzt.
Angenommene Reaktionszeit von 0,8 s ergibt folgend ungebremst zurückgelegte Wegstrecke:
50 km/h: 11,1 m
30 km/h; 6,7 m

Und ob Oma die 0,8 s schafft, sei mal dahingestellt.

Tempo 30 hat für mich den Vorteil, daß die Geschwindigkeitsdiffernz zwischen Auto und Rad verringert wird.
Gegen Abbiegeunfälle hilt das leider nicht.
Gegen Raser auch nicht.

Tempo 30 müsste auch kontrolliert werden und gleich mal der Lappen weggenommen werden.

In Darmstadt oder Frankfurt in der Rushhour träumen Autofahrer von Tempo 30. Die freuen sich schon, wenn sie nicht von Fußgängern überholt werden. Gleiches hier im Taunus. Selbst auf meinen heutigen 64 km Arbeitsweg bin ich mit dem Pedelec schneller, da ist mein Schnitt auf beiden Stecken 26 km/h.
 
lusi22

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Ich durfte letztens eine lange Reise in einem nagelneuen fast vollautonom fahrenden Audi miterleben. Wenn die Entwicklung so weitergeht, dann löst sich das Problem in naher Zukunft von selbst. Die Technik ist schon erstaunlich zügig, ja fast schon dynamisch unterwegs und dabei trotzdem regelkonform. Eine grosse Anzahl aktueller Verkehrsteilnehmer bekommt dies in dieser Form nicht zu stande. Nur sollte sich der Gesetzgeber am Ende auch dazu durchringen die Technik "nicht abschaltbar" und "verpflichtend" zu machen, sonst ist die ganze Entwicklungsarbeit der Ingenieure für die Katz.
Kurzfristig würde ich allerdings sagen, in den Städten und Dörfern würde ein generelles Parkverbot im öffentlichen Verkehrsraum, deutlich mehr bringen für die Sicherheit als irgendwelche übertriebenen Tempolimits. Unfälle passieren ja eher selten wegen dem Tempo, nicht sehen und gesehen werden ist doch deutlich das grössere Problem. Tempolimits mögen zwar die Folgen mindern, gehen aber meiner Meinung nach an den Ursachen komplett vorbei.
 
Geierlamm

Geierlamm

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Soweit ich das immer wieder feststelle sind das Problem nicht die Omas, sondern die zugehörigen Opas.
Von wegen : das Problem sind die hirnlosen Jungspunde.
erzürnt
Geierlamm
2 + 4 facher Opa

Übrigens ist @Chrisol s angenommene Reaktionszeit von 0.8s sehr optimistisch. Es kommt nämlich drauf an, wie routiniert jemand mit Schreckreaktionen umgehen kann.
Da sind auch Schockstarren von 3 s möglich.

Gruss

Geierlamm
 
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Morsi65

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Tempolimits mögen zwar die Folgen mindern,
Und das ist doch bei ungeschützten Fußgängern und Zweiradfahrenden auch wesentlich. Schließlich haben sie keine Knautschzone und Airbags. Das eine tuen ohne das andere zu lassen scheint mir doch wesentlich zu sein. Es gibt halt nicht die eine Maßnahme die mich zu Null Toten im Straßenverkehr bringt.

Edit: Das Parkverbot im öffentlichen Raum ist für mich nicht umsetzbar. Da müssten gefühlt etwa 50 Prozent ihr Auto abschaffen da sie über keine Garage, Carport oder Stellplatz verfügen.
 
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lusi22

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Edit: Das Parkverbot im öffentlichen Raum ist für mich nicht umsetzbar. Da müssten gefühlt etwa 50 Prozent ihr Auto abschaffen da sie über keine Garage, Carport oder Stellplatz verfügen.
Das Problem ist aber nicht unlösbar und macht im schlimmsten Fall die PKW-Nutzung nur etwas weniger bequem. Auch der reiche Eigenheimbesitzer muss ja Abstriche hinnehmen, sei es etwas weniger Grün im Garten oder der morgendliche Weg in die Garage.
Würde so ein generelles Parkverbot umgesetzt, so denke ich würde sich der erste Aufschrei sehr schnell wieder legen. Erstens weil neue Möglichkeiten recht schnell entstünden und auch weil man den freien Blick im Wohnumfeld auch recht schnell zu schätzen lernen wird.
 
8032

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Perf. CX
so lange ein Kfz ausreichend Abstand hält, isses mir Wurscht wie schnell die unterwegs sind,... aber eben jenen Abstand müsste man auch mal kontrollieren...
 
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Morsi65

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Das Problem ist aber nicht unlösbar
Derzeit völlig unlösbar. In unserem Haus haben nur wir eine Garage. Die anderen fünf Parteien parken auf der Straße korrekt am Rand. Aber eben im öffentlichen Raum. Garagen, Stellplätze, etc. pp. im weiten Umkreis nicht verfügbar. Wo sollen die parken? Und so sieht es in unserem Wohnumfeld weitestgehendst aus. Die müssten alle ihr Auto dann wohl abschaffen. Das gäbe nicht nur einen kurzen Aufschrei. Da ist das Thema Tempo 30 in den Städten Kindergeburtstag dagegen. Die Eigenheimbesitzer haben ja oft eine Garage oder Stellplatz. Für die wird da in der Mehrheit gar nix unbequem. Für die Masse der Mieter sehrwohl.
 
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horst1

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Da müssten gefühlt etwa 50 Prozent ihr Auto abschaffen da sie über keine Garage, Carport oder Stellplatz verfügen.
Was ist daran falsch? Ist es nicht das, was viele wollen? Habe mal einen Bericht aus Japan gesehen, wer da keinen Stellplatz vorweisen kann, der nicht auf der Straße ist, kann sich kein Auto kaufen. Finde ich eine gute Lösung.
Ich habe das Auto vor 7 Jahren abgeschafft, weil ich nur noch Probleme hatte einen Platz zu finden, wo ich die Karre abstellen kann. Egal ob zu Hause oder wo auch immer.
Da der Platz ja immer weniger wird, sollen die, die den wenigen Platz Tag und Nacht zuparken auch dafür bezahlen.
Kann doch nicht sein das die Mieter die einen Stellplatz von der Wohnungsbaugesellschaft bis zu 100 € und mehr im Monat bezahlen und alle andern dürfen für Umsonst den Öffentlichen Raum zuparken.
 
P

pagix

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Edit: Das Parkverbot im öffentlichen Raum ist für mich nicht umsetzbar. Da müssten gefühlt etwa 50 Prozent ihr Auto abschaffen da sie über keine Garage, Carport oder Stellplatz verfügen.
Das würde sich ganz einfach umsetzen lassen, in dem man bei der Zulassung einen Stellplatz nachzuweisen hat. Japan zb. macht es so.

Mit der Regelung von lusi22 sehe ich auch vorerst den größeren Erfolg der Blechmassee Herr zu werden.
 
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