Suche pedelec mit starker Unterstützung

Diskutiere Suche pedelec mit starker Unterstützung im Kaufberatung Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Erstmal Hallo an alle. Ich lese schon eine Weile still mit, hab dabei viele hilfreiche Infos bekommen und bin nun auf der Suche nach einem...

DrahtGepard

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Erstmal Hallo an alle.

Ich lese schon eine Weile still mit, hab dabei viele hilfreiche Infos bekommen und bin nun auf der Suche nach einem eigenen bike.

Hintergrund ist folgender.
Ich fahre gerne Fahrrad und trete auch gerne ordentlich in die Pedale, aber es gibt Situationen, in denen ich gerne weitere Ausflüge mache (50km hin und wieder zurück) bei denen ich einfach nur bequem von A nach B kommen will, ohne zu strampeln. Momentan nutze ich dafür das Auto.
Nachdem ich die überrall in der Stadt rumstehenden e scooter ausprobiert habe, bin ich echt begeistert von E Mobilität und will jetzt auf diesen Ausflügen das Auto durch etwas elektronisch angetriebenes ersetzen.

Mein erster Gedanke war ein e Motorroller. Dabei ergibt sich für mich allerdings der Nachteil, dass man natürlich keine Fahrradwege benutzen darf. Und im Straßenverkehr ist mir das zu heikel. Abgesehen davon, dass man (abgesehen von 30 Zone) praktisch immer ein mobiles Hindernis ist, mit max. 45 km/h.

Daher die Idee ein pedelec für "faule" zu kaufen ☺

Momentan hab ich von einer Freundin ein kalkhoff mit Impulse 1 Mittelmotor und 8 Gang shimano Schaltung von 2011 geliehen und das ist schon ziemlich angenehm, im 8. Gang mit wenig Kraftaufwand 2 Umdrehungen der Kurbel und der Motor schiebt das bike auf etwa 10 - 13 km/h.
Ich hätte aber gerne noch mehr Bequemlichkeit also sprich noch weniger eigenen Kraftaufwand den man aufbringen muss.
-Hab gelesen, Bosch Motor geht bis 300% Unterstützung. Geht da noch mehr? Evtl mit anderen Motoren. Kann man die prozentuale Unterstützung erhöhen? (nicht die max. Geschwindigkeit. 25 km/h reichen völlig aus und es sollte sich im Rahmen der gesetzlichen Regelungen bewegen)​

- Pseudo pedalieren wäre wohl genau das richtige. Wenn ich es richtig verstanden habe, brauche ich dafür ein bike mit pedalsensor, der nicht drehmoment gesteuert ist!?​
Bezüglich Reichweite würde ich einfach einen zweiten Akku im Rucksack mitnehmen.​
Achja Gelände ist hier überwiegend eben.​
Über die ncm bikes habe ich hier viel interessantes gelesen. Käme der Kit Motor für meine Zwecke infrage?​
Danke an alle vorab.​
 

onemintyulep

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Da ist für dich wahrscheinlich das beste ein einfaches Pedelec mit Nabenmotor und Geschwindigkeits- oder Leistungsstufen. Die Unterstützung ist nicht von deiner Tretleistung abhängig.
So ein NCM zum Beispiel.
Tatsächlich brauchst du aber für 50km hin und zurück mit der Einstellung eher 2 Akkus. Ausser das wird noch mit der Eigenleistung :)
 

Skelshy

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Bosch Gen4 und andere schieben 340%, da muß man nicht mehr sehr viel machen. Bei manchen Nabenmotoren (vorne oder hinten) schiebt der Motor sogar noch an, wenn Du eigentlich "leer" trittst. Das fühlt sich aber auch ein bisschen komisch an. Ausprobieren kann man das zB mit einem Uber leihbike.
 

DrahtGepard

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Eigenleistung ist schon vorhanden, aber halt nicht das, was ich für diesen Zweck Suche. Dafür habe ich ein bike ohne Motor.

Unterstützung mit Geschwindigkeitsstufen scheint das richtige für diesen Zweck zu sein. Wäre dann ja genau das "leer treten", was ich für diesen Zweck Suche. Leider ist bei den Angeboten im Netz nicht zu erkennen, welche Sensor Variante verbaut ist(oder ich erkenne es nicht)

Die vor und Nachteile von 36V und 48V habe ich noch nicht richtig kapiert. Gibt es da bei 250W Motoren einen Leistungsunterschied?

Bei sloot bikes zb gibt es Varianten mit 500w, die man dann versichern müsste und nicht auf dem Fahrradweg fahren dürfte. Dafür aber wohl bis 45 km/h in D. Und wenn es noch aktuell ist daumengas bis 20 km/h. Ist dabei abgesehen von der höheren unterstützten Endgeschwindigkeit die Unterstützung bis 25 km/h auch "stärker"?


Dann habe ich in einem anderen Beitrag gelesen, dass NM bei anfahrt an Hügeln heiss laufen können. Es ist hier zwar wie schon geschrieben überwiegend eben, aber ein paar Anstiege gibt es dann doch.
Im Moment mit kalkhoff MM bekomme ich das grinsen an Steigungen nicht aus dem Gesicht, weil es dermaßen locker ist.
NM Hinterrad ist da wohl im Nachteil. Aber wie deutlich?
 

TeJo

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Bei sloot bikes zb gibt es Varianten mit 500w, die man dann versichern müsste und nicht auf dem Fahrradweg fahren dürfte. Dafür aber wohl bis 45 km/h in D. Und wenn es noch aktuell ist daumengas bis 20 km/h.
Das sind S-Pedelecs (schnelle Pedelecs), die - anders als z.B. in der Schweiz - offiziell nicht auf Radwege dürfen, es sei denn, sie sind für S-Pedelecs freigegeben (was hoffentlich immer häufiger der Fall sein wird!), weil sie in D rechtlich als KfZ eingestuft werden. Zu den rechtlichen Fragen (Führerscheinpflicht, Helmpflicht usw.) bei S-Pedelecs findest Du hier im Forum viele Beiträge, besonders empfehlen würde ich Dir dazu auch das Wiki.

In der Praxis benutzen viele S-Pedelec-Fahrer*Innen ohne Probleme Radwege, ich auch. Wenn man §1 StVO ernst nimmt und rücksichtsvoll und mit angepasster Geschwindigkeit fährt und Fußgänger*Innen Zeit und Platz lässt, anderen Platz zu machen und z.B. ihre Hunde zu sichern, ist das kein Problem, dann gehen Begegnungen in der Regel immer mit einem freundlichen Lächeln und einem gegenseitigen "Danke" aus und alle bleiben entspannt.

NM sind bei Anstiegen keinesfalls von vornherein im Nachteil. Das hängt vom Typ (Modell) des NM und von den Steigungen ab. Auch "Anfahren" am Berg ist überhaupt nicht das Problem, sondern wenn man längere Zeit mit geringer Geschwindigkeit größere Steigungen fährt, dann können NM überhitzen, weil sie am Berg aufgrund ihrer (technisch bedingten) niedrigeren Drehzahl nicht ihr volles Drehmoment auf die Straße bringen können. Aber auch da gibt es z.T. beträchtliche Unterschiede von Modell zu Modell.

Wenn jedoch Dein Geländeprofil wie Du schreibst, eher flach ist, sind NM auf jeden Fall eine Option, besonders dann, wenn Du auch noch gerne möglichst leise unterwegs bist. 😉

Es geht aber nichts über probefahren.
 

Techniker

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Ich hatte mal ein Rad mit Hinterradmotor und da ist mir doch eines Tages die Kette gerissen. Ich konnte aber, nur, indem ich so tat, als ob ich pedaliere, noch bequem den heimischen Hof erreichen, Das wäre vermutlich das, was du dir wünschst. Auf keinen Fall also eim MM, ein Nabenmotor, bei dem du vom Lenker aus die Unterstützung einstellen kannst und dann mit wenig Kraft den Fahrern auf Rennrädern das Rücklicht zeigst, grins. Ich wohne in der Oberlausitz, hier ist das Gelände sehr durchschnitten und ich hatte mit dem verbauten Trio alias Bafang keinerlei Probleme auch längere Steigungen zu bewältigen, allerdings bei grösserer Eigenleistung.
 

Chrisol

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rio71

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Bosch Gen4 und andere schieben 340%, da muß man nicht mehr sehr viel machen.
und wenn man die option für kurze kurbeln mit (weiterhin) langen kurbeln aktivieren lässt, sollte es noch etwas mehr sein..
aber ich denke, deinem wunsch folgend, solltes du wie empfohlen nach rädern/umbausätzen mit PAS (PedalAssistSensor) suchen..
der wertet nur die drehbewegung der kurbel aus (unabhängig vom druck auf die kurbel = drehmomentsteuerung).. und genügt so auch den gesetzlichen anforderungen..
der unterstützungsfaktor ist dann bei vermutlich (weiiit) über 1000 %.. also so, als wenn du ne steigung durch schwerkraft herunterrollst und die pedale langsam und locker im freilauf mitdrehst...
nur die eigenreibung (tretlagerbewegung--kettenbewegung--freilaufbetätigung) dieses vorgangs ist deine aufzubringende leistung..
wenn du die kette runtermachst, so wie @Techniker passierte, gehts dann noch mal "deutlich leichter".. :eek: :LOL: (aber nur wenn der PAS am tretlager auswertet..)
allerdings, wenn man konsequent und ausschließlich sich so sänften-mässig tragen lässt, brauchts deutlich mehr an akkuleistung.. 😁
 
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Skelshy

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Die vor und Nachteile von 36V und 48V habe ich noch nicht richtig kapiert. Gibt es da bei 250W Motoren einen Leistungsunterschied?

Da kann mehr Strom fliessen. Keine praktischen Unterschiede für die in D legalen Modelle.

Bei sloot bikes zb gibt es Varianten mit 500w, die man dann versichern müsste und nicht auf dem Fahrradweg fahren dürfte. Dafür aber wohl bis 45 km/h in D. Und wenn es noch aktuell ist daumengas bis 20 km/h. Ist dabei abgesehen von der höheren unterstützten Endgeschwindigkeit die Unterstützung bis 25 km/h auch "stärker"?

In anderen Ländern wird die Maximalleistung als Limit verwendet. Zum Beispiel wo ich her bin aus Seattle da ist Class 1 750W Maximalleistung. In Deutschland gibt es die ominösen 250W Durschnitttsleistung. Da weiß man nicht so genau was die Maximalleistung eigentlich ist.

Daumengas über 6 km/h ist in D nicht legal. In USA als Class 2 schon. Ist aber wohl unklug das hier zu kaufen. Wenn einer mit dem S-Pedelec auf dem Radweg mit 25 km/h fährt wird in der Praxis wohl kaum einer was sagen. Wenn Du dagegen mit den Füßen auf dem Lenker rum fährst kann ich mir schon vorstellen das die Polizei ein, zwei Fragen hat :)
 

DrahtGepard

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Danke für eure Antworten. Da war wirklich viel hilfreiches dabei.


Nur nochmal zur Richtigstellung :

@corax Ich vermute ein Missverständnis.
@DrahtGepard schreibt nicht, daß pedelec was für Faule ist, sondern er selbst faul ist und ein Pedelec sucht, das er so fahren kann.

Ich bin nicht faul und mir fehlt auch nicht die Power richtig und ausdauernd in die Pedale zu treten, dass mache ich regelmäßig und oft mit einem bike ohne Motor.
Aber manchmal, da setze ich mich einfach ins Auto, lehne mich zurück und fahre ganz entspannt ins grüne, ohne zu strampeln. Manche machen einen entspannten Tag auf dem Sofa, ich mache halt so etwas.
Und genau bei diesen Gelegenheiten will ich das Auto durch elektro Mobilität erstetzen.

Das "pedelec für faule" war einfach überspitzt formuliert, um zu verdeutlichen, dass ich halt etwas suche, wo man als Fahrer wenig Energie selbst aufwenden muss und es war ausschliesslich auf mich bezogen.

Jetzt habe ich klarere Vorstellungen.
@TeJo das mit dem s pedelec klingt wirklich interessant. Rücksichtsvoll fahren tue ich sowieso.
 

Leonardo75

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Du könntest Dir ein gebrauchtes E-Bike mit 2 defekten Phylion Akkus und Vorderradnabenmotor holen. Da sind die Akkugehäuse recht groß, so dass Du die neu mit recht vielen Zellen bestücken lassen kannst (bei mir passten 77 Zellen mit BMS gut rein (habe aber nur 70 (10S7P, also je nach Zellentyp theoretische 840 Wh, praktisch eher 700 Wh) verbaut) und so recht große Reichweiten mit Pseudopedalieren auf maximaler Unterstützungsstufe hinbekommen kannst. Allerdings wiegen solche großen Gehäuse mit vielen Akkus auch schon ein wenig. Daher würde ich für den zweiten Akku lieber eine Gepäckträgertasche vorsehen.
Wenn Dir optisch ein damenradartiger Tiefeinsteiger nichts ausmacht, findest Du passende 36 V Angebote schon um 200 bis 300 Euro. Nach welchen mit 2 größeren Akkugehäusen muss man meist schon ein wenig suchen. Dann noch ca. 250 Euro pro Akku, wenn Du selbst befüllen kannst oder wahrscheinlich ungefähr 400 Euro (habe da noch nicht gefragt, ist nur eine grobe Schätzung), wenn Du es machen lässt.
 
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