Suche berggängigen Motor mit "echtem Freilauf"

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kamer

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Hallo, ich überlege ein 26ziger vollgefedertes MTB für Fahrten auf der Straße mit eMotor auszustatten, damit ich hier im bergischen nicht mehr so viel schwitze und bei den derzeitigen Temperaturen anschließend friere.

Ich fahre meist über 25 km/h, wenn es nicht Berg auf geht. Und das geht es hier recht oft, ich wohne an einem Berg, der bis zu 15% Steigung hat. Die meisten Steigungen haben aber deutlich weniger Prozente. Die zurück gelegten Entfernungen liegen häufig bei 30 - 50 km.

Eigentlich dachte ich an einen Hinterradnabenmotor, da der Rahmen die erlaubten 250 W locker aushalten sollte und Kettenblätter, Kette und Ritzel geschont werden. Nabenmotoren sollen generell aber nicht so gut berggängig sein, oder verbrauchen sie dann nur viel mehr Strom?

Der Motor sollte gut berggängig sein und möglichst bei Geschwindigkeiten über 25 km/h keinerlei Widerstand verursachen, also einen „echten Freilauf“ haben. Das Rad mit dem Motor sollte sich also möglichst so leicht drehen lassen, wie ein Rad ohne Motor.

Interessant scheint der Xiongda Motor, der aber wohl keinen „echten Freilauf“ hat. Welche Motoren kann man noch empfehlen?

Welche Übersetzung darf man mit den Motoren fahren (wieviel Zähne dürfen Kettenblatt und Ritzel in Kombination haben? Ginge z.B. 22ziger Kettenblatt und 32ziger Ritzel bei 175ziger Kurbeln?)
 
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onemintyulep

onemintyulep

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Also einen "echten Freilauf" haben alle aktuellen Getriebenabenmotoren, sicher auch der Xiongda...
Du hast lediglich das Trägheitsmoment des Motors, abhängig von Gewicht und Durchmesser.
Für den Berg sollte der Motor nicht zu hohe Nenndrehzahl haben und einen hohen Strom verkraften.
Ein Motor der klein und leicht ist und trotzdem hohes Drehmoment hat wäre noch der Q128C/Q128H.
Und natürlich der MAC/Puma, aber der ist schwer.
Dazwischen liegt noch der Bafang.
PS: Das Wesentliche vergessen: starke Nabenmotoren können Berg, aber in einem hohen Gang bei hoher Geschwindigkeit und maximalem Motoreinsatz.
Für das Mountainbikemässige Rumgeeier in niedrigem Gang bei niedriger Geschwindigkeit unter vollem Körpereinsatz (und im Sportdress) braucht man eher einen Mittelmotor.
 
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kamer

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Für den Berg sollte der Motor nicht zu hohe Nenndrehzahl haben und einen hohen Strom verkraften.
Danke, wie wäre so etwa die Nenndrehzahl anzusetzen? Und wie hoch etwa die Stromstärke?

PS: Das Wesentliche vergessen: starke Nabenmotoren können Berg, aber in einem hohen Gang bei hoher Geschwindigkeit und maximalem Motoreinsatz.
Für das Mountainbikemässige Rumgeeier in niedrigem Gang bei niedriger Geschwindigkeit unter vollem Körpereinsatz (und im Sportdress) braucht man eher einen Mittelmotor.
Ich fahre meist flott, möchte aber möglichst nicht ins schwitzen kommen :) . Kann man die 250 W weitgehend ausschöpfen? Mit denen sollte man laut www.kreuzotter.de bei 10% Steigung noch auf rund 10 km/h kommen. Wenn man selbst noch so 50 Watt aufbringt wäre man bei ca. 12 km/h. Wäre das noch schnell genug für Nabenmotoren?
 
onemintyulep

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Danke, wie wäre so etwa die Nenndrehzahl anzusetzen? Und wie hoch etwa die Stromstärke?
Bei Nenndrehzahl ist quasi auch schon Maximalgeschwindigkeit. Für Pedelec - 25km/h sollte sich das zwischen 210RPM (bei 28") und 250RPM (eher 26") bewegen, bei Akku-Nennspannung. Der Punkt ist dass die Effizienz umso geringer ist, je weiter man sich unter Nenndrehzahl bewegt.
Ein "starker" Motor nimmt auch 20A bei 36V über längere Zeit.
Kann man die 250 W weitgehend ausschöpfen?
Du kannst sogar viel mehr ausschöpfen.... die 250W sind mechanische Nenn-Dauerleistung. Selbst nach strenger Auslegung darf der Motor für bis zu 20 Minuten eine weit höhere, im Prinzip unbegrenzte Leistung bringen. 500-800W sind in der Praxis normal. Blöd ist nur wenn eine Leistung über 250W auf dem Motor irgendwie draufsteht.
Das mit den 50W Beitrag bei 250W Motor an 10% Steigung scheint mir zB. unrealistisch. Ich muss bei 10% schon vollen Motoreinsatz (ca. 500W) mit "normalem" Körpereinsatz kombinieren. Bei allerdings fast 100kg Körper :) Das hängt natürlich sehr stark vom Gewicht ab.
(50W wären leichtes Pseudopedalieren, "normaler" Körpereinsatz ist 90W-200W)
Ab 12km/h ist der Nabenmotor im nützlichen Bereich, besser Richtung 15km/h.
 
raptora

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Für das Mountainbikemässige Rumgeeier in niedrigem Gang bei niedriger Geschwindigkeit unter vollem Körpereinsatz (und im Sportdress) braucht man eher einen Mittelmotor.
Wie nennt man das denn wenn man an einer 25% Steigung mit nem Heckmotor kurz vorm umfallen hochkriecht ?
Gibt es da eine andere Bezeichnung für :D
 
ebion

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@kamer
Ich fahre seit 2 1/2 Jahren ein Bionx. Bis 5-8% sicher das effizienteste und leise. Mich hat an Mittelmotoren die eingeschränkte Entfaltung oder grobe Stufung abgeschreckt oder beim Performance das Getriebe für den eigenen Einsatz. Ich habe einen 48V Xiongda ohne Scheibenbremsaufnahme. Ist noch nicht eingebaut aber ich will noch eine 3x8 Schaltung verwenden. Du solltest bedenken das er einen speziellen Kontroller braucht um die Gangumschaltung durch Drehrichtungswechsel einzuleiten. Mit einem 7er Schraubkranz liegst du bei 138mm. Mit 8er-10er irgendwo bei 145mm. Es gibt ihn noch mit Scheibenbremsaufnahme. Dann liegt er nach Berichten bei 148mm. Für einen Umbau sind das Einschränkungen. Ich werde ihn mit 7er mit 8-fach Schaltung fahren. Die Maximalleistung des Xiongda schätze ich niedriger ein als die eines Bionx. Dafür wird er ab 10% effizienter sein. Freue mich schon auf Vergleiche im Bergischen.
 
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Der Motor sollte gut berggängig sein und möglichst bei Geschwindigkeiten über 25 km/h keinerlei Widerstand verursachen, also einen „echten Freilauf“ haben.
Dann nimmst du am besten einen Mittelmotor. Alle Mittelmotoren sind im ausgeschalteten Zustand über einen Freilauf vom Antrieb entkoppelt. Natürlich auch oberhalb der Abregelgeschwindigkeit, das muß auch erwähnt werden, weil immer wieder welche um die Ecke kommen, und behaupten, oberhalb von 25Km/h wäre das wieder etwas Anderes, was natürlich Unsinn ist.
Selbst die Boschmotoren mit kleinem Kettenblatt sind alle (auch der CX) über einen Freilauf entkoppelt. Jedoch bilden sich viele ein, dass sie das 2,5/1 Getriebe zwischen Tretkurbel und Kettenblatt spüren, aber der Motor selber ist genauso entkoppelt wie bei allen anderen Motoren auch.
Es gibt überhaupt nur eine einzige Antriebsart, bei der der Motor nicht entkoppelt wird: Das sind Direktantriebe, die auch rekuperieren können sollen.
Die müssen entgegen der normalen Laufrichtung für Generatorbetrieb angetrieben werden können und haben deshalb keinen Freilauf.
 
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grosserschnurz

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Hi,

wenn über 25 km/h bei dir an der Tagesordnung und 15 % Pflicht sind, dann wirst du kein legales Pedelec aufgebaut bekommen, jedenfalls nicht mit 250W Antrieb.
Was wäre ein Antrieb ohne Freilauf ...... und was ist bei dir ein echter Freilauf?
 
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kamer

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Hallo zusammen, danke für die Auskünfte.

Ich habe einen 48V Xiongda ohne Scheibenbremsaufnahme. ... Mit einem 7er Schraubkranz liegst du bei 138mm. Mit 8er-10er irgendwo bei 145mm.
Das Rad hat 9fach, sollte also gehen. Hält ein Hinterradnabenmotor, wen der Akku mal leer sein sollte, auch kleine Übersetzungen (z.B. 22 Kettenblatt/32 Ritzel) aus?

Dann nimmst du am besten einen Mittelmotor.
Beim Mittelmotor muss man wohl damit rechnen, dass mit dem Nachrüsten auch die Bodenfreiheit eingeschränkt wird? Und könnte man noch vorne 3fach-Kurbeln fahren?

wenn über 25 km/h bei dir an der Tagesordnung
Für die + 25 km/h bräuchte ich keinen Motor, möchte aber auch nicht gebremst werden.

und 15 % Pflicht sind, dann wirst du kein legales Pedelec aufgebaut bekommen, jedenfalls nicht mit 250W Antrieb.
Kann man die 250 W Motoren nicht ggf. etwas puschen?

Was wäre ein Antrieb ohne Freilauf ...... und was ist bei dir ein echter Freilauf?
Direktmotoren haben wohl keinen echten Freilauf.
 
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Singing-Bard

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@kamer Wenn Du deine Strecke jetzt schon gut ohne Motor bewältigst, dann ist es sicher am einfachsten Du schraubst dir vorne einen Motor in das Vorderrad.

Das gibt Dir die Extra Power die Du benötigst und Du hast einen Minimalen Anpassungsstress an deinem Rad. Du kannst die komplette Schaltung lassen wie sie ist, Du verlierst nix an Bodenfreiheit, die Motoren sind preiswert, unzerstörbar robust sowie unverdongelt.

Musst natürlich ein bischen mittreten können. Aber das ist das gleiche beim Hinterradnaben Motor.
Mittelmotornachrüstung beim 26-Zoll kann ein bischen schwieriger sein wegen der Schaltung und Bodenfreiheit.
 
Singing-Bard

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Da bin ich mir nicht sicher, ob die Gabel das längere Zeit aushält. Gibt's da Erfahrungen?
Wenn Du dir sorgen machst das deine Gabel einen elektromotor nicht aushält solltest Du meines Erachtens das Rad als ganzes in Frage stellen.
Und ohne Akku sprechen wir von Kosten ab etwa 150 Euro für einen kompletten Umbausatz. Klar kann man viel mehr ausgeben ...

Aber kannst ja mal damit anfangen, wenn es nicht passt verkaufst Du es wieder für 100 Euro auf Ebay.

P.S. Drehmomentstütze würde ich sicher an einem Nachrüstsatz an der Gabel hinzufügen so nicht enthalten.
 
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Jetzt mal Butter bei die Fische: Was ist denn nun ein unechter Freilauf?
Ein echter Freilauf entkoppelt jegliche träge Masse sodass die Drehbwegung nur das notwendigste mitnimmt. Beim DD dreht immer die gesamte Masse mit was man beim beschleunigen ohne Motor deutlich merkt.
 
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Ein echter Freilauf entkoppelt jegliche träge Masse sodass die Drehbwegung nur das notwendigste mitnimmt. Beim DD dreht immer die gesamte Masse mit was man beim beschleunigen ohne Motor deutlich merkt.
Ein DD hat gar keinen Freilauf, wenn er rekuperieren können soll.
Da aber der TO explizit von einem echten Freilauf schreibt, hat er womöglich die Idee, dass es auch einen unechten Freilauf gibt.
Daher meine Frage:
...Was ist denn nun ein unechter Freilauf?
PS. Ich frage nicht, um den TO zu ärgern. Aber ich habe manchmal das Gefühl, dass viele leute glauben, es gäbe Freiläufe, die irgendwie zwar entkoppeln, aber nur halb oder so. Und da würde ich gerne mal verstehen, was die Leute sich da so vorstellen.
 
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Ein DD hat gar keinen Freilauf, wenn er rekuperieren können soll.
Da aber der TO explizit von einem echten Freilauf schreibt, hat er womöglich die Idee, dass es auch einen unechten Freilauf gibt.
Daher meine Frage:


PS. Ich frage nicht, um den TO zu ärgern. Aber ich habe manchmal das Gefühl, dass viele leute glauben, es gäbe Freiläufe, die irgendwie zwar entkoppeln, aber nur halb oder so. Und da würde ich gerne mal verstehen, was die Leute sich da so vorstellen.
Es gibt ja auch Motoren da läuft zumindest eine Getriebestufe immer noch mit. Das wäre für mich persönlich dann ein unechter Freilauf.

Ein DD läuft ja schon frei mit, also ohne Reibung von Zahnrädern. Dagegen sind Getriebemotoren deutlich unangenehmer. Auch wenn hier in dem Sinne kein Freilauf vorhanden ist.
 
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Es gibt ja auch Motoren da läuft zumindest eine Getriebestufe immer noch mit. Das wäre für mich persönlich dann ein unechter Freilauf.
Darauf bin ich doch vorher schon eingegangen (Oder meinst du was anderes?):
Jedoch bilden sich viele ein, dass sie das 2,5/1 Getriebe zwischen Tretkurbel und Kettenblatt spüren, aber der Motor selber ist genauso entkoppelt wie bei allen anderen Motoren auch.
Ein DD läuft ja schon frei mit, also ohne Reibung von Zahnrädern.
Darauf bin ich auch schon eingegangen:
Es gibt überhaupt nur eine einzige Antriebsart, bei der der Motor nicht entkoppelt wird: Das sind Direktantriebe, die auch rekuperieren können sollen.
Die müssen entgegen der normalen Laufrichtung für Generatorbetrieb angetrieben werden können und haben deshalb keinen Freilauf.
Dagegen sind Getriebemotoren deutlich unangenehmer. Auch wenn hier in dem Sinne kein Freilauf vorhanden ist.
Getriebenabenmotoren sind aber doch im Gegensatz zu DD mit einem Freilauf entkoppelt, daher keine Rekuperation (Ich glaube, es gab mal eine einzige Ausnahme von Panasonic).
 
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Habberdash

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Es gibt ja auch Motoren da läuft zumindest eine Getriebestufe immer noch mit. Das wäre für mich persönlich dann ein unechter Freilauf.
Eine Übersetzung und / oder eine Untersetzung kann und sollte man nun wirklich nicht mit einem Freilauf verwechseln. Folgt man dieser Logik, hätten nur getriebelose Fahrräder "echte Freiläufe".
 
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