Suche Argumente für ein Elektroauto

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flachlandbiker

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Hier wird ja nicht nur über Pedelecs sondern gelegentlich auch über andere Arten derElektromobilität diskutiert.

Szenario:
Seit 20 Jahren gibt es in der Familie nur ein Auto, also keinen Zweitwagen. Gekauft wird ca. alle 8 Jahre ein Kombi (Astra, Focus) als Jahreswagen mit AHK zum Fahrradtransport (aktuell kostet sowas zwischen 16.000 und 20.000 Euro).
Fahrleistung 20.000 bis 25.000 km pro Jahr. Verbrauch mit dem aktuellen Euro6-Auto: Unter 5 l Diesel auf 100 km. Die tägliche Kilometerleistung überwiegend deutlich unter 200 km, aber 2 mal pro Jahr auch Fahrten über 1000 km in den Urlaub. Nach Ablauf der Garantiezeit wird die Wartung (Ölwechsel, Filterwechsel) überwiegend selbst gemacht. Die Werkstatt sieht das Auto nur, wenn etwas kaputt ist, was in Eigenarbeit nicht zu beheben ist.

Seit einiger Zeit habe informiere ich mich immer mal wieder über Elektrofahrzeuge. Dass ich dann nicht in 10h 1000km von Norddeutschland nach Österreich fahren kann, würde ich in Kauf nehmen. Auch, dass das Auto ggf. (etwas) kleiner wäre. Genau so das Abenteuer, unterwegs immer eine passende Ladesäule zu finden. Mit einer Reisegeschwindigkeit auf der Autobahn von 100 km/h kann ich mich auch arangieren. Ich finde immer wieder Artikel, die vorrechnen, dass ein Elektroauto über die Zeit nicht viel teuer (oder sogar günstiger) kommt als ein vergleichbarer Verbrenner.
Wenn ich das für mich überschlage, liege ich mit einem Elektro-Kleinwagen (z.B. Renault Zoe, ganz vernünftige Reichweite und technische Daten)
bei (mindestens) den doppelten Kosten wie bei meinem Auto. Auch die reinen "Sprit-"kosten sind m.E. elektrisch kaum günstiger. So ein Zoe liegt wohl so bei 20 kwh/100km. Wenn ich die zu Hause "tanke", fahre ich etwas günstiger als mit Diesel. Für die Ladesäulen an der Autobahn gilt das wohl er nicht, da habe ich Phantasiepreise von bis zu 80 cent pro kwh gelesen ...
Ein Auto, dass vom Platzangebot und Nutzen vergleichbar ist mit einem Mittelklasse-Kombi (und einigermaßen im preislichen Rahmen bleibt), finde ich überhaupt nicht.
Wo liegt der Denkfehler?
 
flavor82

flavor82

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Ich denke das Erstauto zu ersetzen, wenn man damit auch Reisen will wird man nicht günstiger sein. Ohne Experimente eingehen zu wollen eignen sich meiner Meinung nach auch nur folgende Modelle in absteigender Reihenfolge:
Tesla Model Y
Tesla Model 3
Id3
Ford Mach E
Kia E-Niro
Das sind aber alles Modelle die erst ab 35.000€ losgehen
Autos über 60.000€ habe ich weggelassen.
Diese Autos bieten für die Langstrecke genug Akku Kapazität und ausreichend hohe Lade Leistung.
Wenn es auch kleiner sein darf, gibt es bald den Opel Corsa-e ab 22.000€ (z.B. bei mobile). Die echte Ladegeschwindigkeit steht allerdings noch in den Sternen. Der Akku hat 50kwh.

Bei Tempo 100 verbraucht ein E-Auto eher 15kwh. AB 120 geht es dann auf 20.
Preislich ist Strom wegen der hohen Steuer allerdings nicht sehr viel günstiger.
Steuer (je kwh) :
Gas 2ct
Heizöl 3ct
Diesel 5ct
Benzin 8ct
Strom 17ct

Dafür zahlt man beim Stromer 10 Jahre keine Kfz Steuer. Die Wartung und Reparatur wird vermutlich weniger sein. Aber wenn du vieles selbst gemacht hast ist auch hier nicht viel drin.

Gruß
 
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Achined

Achined

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E-Autos ohne Saft: Deutsche Autobauer schlittern in selbstverschuldete Batteriekrise

Nie wieder Tempo 250: Das Elektroauto wird Deutschlands Autobahnen verändern

So reduziert sich etwa die Reichweite bei einem Tesla Model S von 334 Kilometern bei Tempo 90 auf nur noch 255 Kilometer bei Tempo 110. Bei 130 km/h schrumpelt die Distanz schließlich auf 199 Kilometer zusammen.
  • Bei einem BMW i3 mit deutlich kleinerem Akku ist der Reichweiten-Verlust noch viel krasser: Bei 90 km/h bleiben noch 119 km, bei 110 km/h nur noch 91 km und bei Tempo 130 muss man schon nach 71 Kilometern die nächste Steckdose suchen.
  • Ein Elektro-Smart - der zugegeben auch nicht für die Autobahn gebaut wurde - muss bei diesem Tempo sogar schon nach 49 Kilometern passen.
 
tw463

tw463

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Da gab es schon vor sechs Jahren (aber auch schon viel früher) ganz schlaue Konzepte, z.B:
Warum man hier nicht weiterkommt verstehe ich nicht. Sowas würde ich mit einer moderneren Batterie durchaus kaufen.
 
mango

mango

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wenn ich mir zum jetzigen zeitpunkt wieder ein auto kaufen müsste, würde ich noch einen hybriden nehmen. da gibts auch einen guten kombi. nichts ist unmöglich, ......

bei reinen elektroautos käme ich mir noch zu sehr als testfahrer vor.

beim nächsten auto in 8 jahren sähe das aber vermutlich anders aus.
 
tw463

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bei reinen elektroautos käme ich mir noch zu sehr als testfahrer vor.
Hallo, diese Phase sollte eigentlich schon längstens vorbei sein! Leider blieb die Industrie ziemlich tatenlos. Um die Jahrtausendwende gab es schon recht gute Konzepte, die leider an ihren NiCd-Zellen krankten. Dieselben Fahrzeuge hätten heute mit modernen Zellen schon die meisten meiner Bedürfnisse erfüllt, aber wer baut heute noch was vernünftiges?
Fast alle Fahrzeuge sind zu schwer und völlig übermotorisiert.

Selber habe ich nach der Jahrtausendwende gute 100'000 Km mit meinem Twike (Erstzulassung 1995) zurückgelegt. Dabei haben meine Frau und ich Fahrten sogar über das angrenzende Ausland hinaus unternommen. Einmal fuhr ich nonstop (lediglich mit Ladepausen) von Paderborn in die Schweiz. Es hat immer Spass gemacht!
Weil mein Twike so leicht und sparsam war, konnte es bei Zwischenstopps in vernünftiger Zeit an normalen Haushaltsteckdosen geladen werden.
 
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Imagedefender

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Eine ähnliche Frage hatte ich mir auch gestellt. Wenn es das richtige noch nicht gibt und jemand anders mit Argumenten kommen müsste, ist es (noch) nichts für mich. Informationen gibt es im Netz genug. Wenn die dich nicht überzeugen, lass dich nicht überreden und warte noch.
 
kawajan74

kawajan74

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Unser nächster wird ein Tesla falls die anderen Hersteller nicht ordentlich nachrüsten in den nächsten Jahren. Aktuell lohnt sich ein Wechsel aber für uns auch nicht. Unser 6 jähriger Ford Grand C-Max braucht knappe 4,5 Liter Diesel auf 100km . Ob wir jetzt mit einem e Auto Geld sparen ist erstmal neben Sache . Schön ist das hinten nix stinkendes raus kommt.
Laden kann ich daheim und für längere Urlaubsfahrten haben wir noch ein Wohnmobil .
Ein Freund hat das Model 3 und wenn er längere Fahrten macht ,sprich 400km und mehr hat er festgestellt das es sich lohnt eher schneller zu fahren ,so 140-160 km/h und dafür einmal mehr schnell für 20-30 Minuten zu laden als mit 100 über dieBahn zu schleichen.
Er musste noch nie irgendwo warten auf eine freie Ladesäule .

Grüsselis Jan
 
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Eule

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1. Angenehmeres Fahren mit viel weniger Lärmbelästigung nach innen und außen.
2. Schritt hin zu nachhaltigem Individualverkehr.
 
onemintyulep

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Ein Auto, dass vom Platzangebot und Nutzen vergleichbar ist mit einem Mittelklasse-Kombi (und einigermaßen im preislichen Rahmen bleibt), finde ich überhaupt nicht.
Wo liegt der Denkfehler?
Du musst noch 1, 2 Jahre warten :)
Die Autobauer - nicht nur die Deutschen - haben sich zu lange gewehrt. Manche werden auf der Strecke bleiben. Dafür wird es neue geben. Im Moment ist Akkuengpass, auch für die die inzwischen umgedacht haben. Denn das braucht mehrere Jahre Vorlauf.
Der Strom (im Normallfall wird man zuhause laden) sollte auch billiger werden, wenn den Erneuerbaren nicht mehr diese Steine in den Weg gelegt werden, da dafür keine Brennstoffe gefördert werden müssen.
Zum jetzigen Zeitpunkt wäre ein ernstgemeinter Plugin-Hybrid möglich oder ein Stadtauto + ein Mietwagen für die paar Urlaubsreisen.
Die Gründe für ein Elektroauto, wenn es das dann gibt: vier mal so hoher Wirkungsgrad, 70% einfachere Technologie, kann erneuerbar sein, billigere Energie (s.o.), keine fossilen Brennstoffe aus dem Nahen Osten.
Es soll sich auch geiler fahren, aber dazu kann ich nichts sagen. Ich fahre kein Automobil. Unter anderem weil ich die Verbrennungsmotortechnik schon in den Siebzigern nicht cool fand, ich bin da nicht drauf geprägt. Jetzt wo es die Technologie gibt die ich mir damals vorgestellt hätte reicht mir mein Pedelec :)
PS: Wenn das nicht so wäre, für mich persönlich wäre der Grund genau jetzt ein Elektroauto einzusetzen soweit das möglich ist, diese Entwicklung zu unterstützen. Die Leute die das im 20. Jahrhundert verhindert haben gibt es nämlich immer noch, die sind ja nicht tot umgefallen (also manche davon...). Das ist bis heute eine Billiardenindustrie.
 
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Jenss

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Jaja diese Rechnungen...

Wenn man ein 6 oder mehr Jahre altes Auto fährt das nur 5 oder weniger Liter Diesel verbraucht und möglichst viel selbst macht.....günstiger und Praktischer geht es kaum!

Wertverlust und Kosten für Reperaturen, Verschleiß und Inspektionen sind dann auch sehr klein. Da kann man schnell auf 20 cent)km oder gar weniger kommen.

Ein e-Auto hat 6cent/km nur "sprit" und der imense Wertverlust verhagelt dann komplett die Bilanz...

Wenn bei Strom 50% Steuern sind dann ist das nicht viel, wenn man sich z.B. den Diesel anschaut.

E-Autos sind für die meisten Fahrten gut geeignet und fahren sich auch sehr geschmeidig, leider aber nicht für alle Fahrten. Eher was als zusätzlicher Wagen für die Meisten.

Mal einen Blick auf den Hynday ionic werfen. Passt erstaunlich viel rein und der Preis ist halbwegs ok.
 
dann

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Ketzerische Frage: Braucht es denn rationale Argumente beim Autokauf? Die allermeisten Käufer lassen sich ja eher von der Optik, Image usw. eines Fahrzeuges leiten. Jene welche zuerst durchrechnen was ein Auto kosten wird unterm Strich und dann entscheiden gehören zu einer Minderheit.
 
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Jenss

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Aber wenn der te bisher alle 6 Jahre nen Mittelklasse Kombie für 16000-20000€ gekauft hat. Dann gandelt er seit eh und je beim Autokauf sehr rational!
 
Seemann

Seemann

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Ein Freund hat das Model 3 und wenn er längere Fahrten macht ,sprich 400km und mehr hat er festgestellt das es sich lohnt eher schneller zu fahren ,so 140-160 km/h und dafür einmal mehr schnell für 20-30 Minuten zu laden als mit 100 über dieBahn zu schleichen.
Ist dein Freund auch Schweizer ? (Tempolimit 120 km/h)
Fährt er dann zum Rasen nach Deutschland ? :rolleyes:
 
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schmadde

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Sparen tut man derzeit wohl nur, wenn man PV in ausreichender Menge auf dem Dach hat. Dann kann es sich schnell lohnen. Ansonsten dauert es wohl noch ein paar Jahre bis das E-Auto wirklich konkurrenzfähig ist. Als Zweitwagen sicher sehr bald oder mitunter auch jetzt schon, als einziges Auto müsste man noch Lösungen entwickeln (z.B. Brennstoffzelle als Range extender, serieller hybrid o.ä.). Tonnenweise Akkus ins Auto packen kann nicht die Lösung sein. Und das Angebot an brauchbaren Fahrzeugen ist erst am entstehen, für Firmen lohnt es auch noch nicht, drum gibts noch keinen gebrauchtmarkt, Privatleute kaufen aber fast keine Neufahrzeuge - da werden wohl noch ein paar Jahre ins Land ziehen bis es sich für Otto Normalverbraucher lohnt.
 
Tommmi

Tommmi

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Es gibt schon gute Argumente für E-Auto, ich fahre sehr sehr wenig und könnte zuhause selbsterzeugten Strom laden.
Es sollte ein Nissan werden, allerdings gibt es den schwerbehinderten Rabatt auf alle Nissan Autos außer auf E, hier nur 400€.
Zudem mein riesiger Kombi in Vollausstattung, kein einziger Kratzer, keine 50.000km. Das Angebot war so mieß das ich meine paar Kilometer auch ruhig weiter damit fahren kann. Auch der kann dem vorderen Wagen alleine folgen, Radar für Abstand, Sprachbedienung usw.
 
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schmadde

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Zum jetzigen Zeitpunkt wäre ein ernstgemeinter Plugin-Hybrid möglich
Plugin-Hybride sind ja jetzt schon der Normalfall bei Firmenwagen (welche den Großteil der Neuwagenkäufe stemmen hierzulande). Aber was ist an denen besser? Für Alltagswege reichen die E-Reichweiten meist nicht und wenn mit Sprit gefahren wird verbrauchen die eher mehr, weil sie ja noch ne Menge Zusatzgewicht mit rumschleppen müssen.
 
dann

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Ist dein Freund auch Schweizer ? (Tempolimit 120 km/h)
Fährt er dann zum Rasen nach Deutschland ? :rolleyes:
Also nur mal um etwas klarzustellen: Ich weiss dass dies leider wirklich einige meiner Mitbürger tun, aber sie gehören zu einer klaren Minderheit und ich schäme mich auch bisschen fremd dafür..
 
Tommmi

Tommmi

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Schneller fahren und laden klappt nicht immer, wir sind mit dem Model S von Ritterhude nach Bremerhaven 3x hin und zurück gefahren, dann nach aufladen mal Vollgas und sind nicht mal das erste mal ganz zurück gekommen.
Den Hybrid von Toyota zum Beispiel finde ich sehr hübsch und er spart gewaltig Benzin ein, das bischen Mehrgewicht schadet als nicht.
 
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